BK6 - Bilder strukturiert beschreiben

BK6 - Bilder strukturiert beschreiben
BK6 - Bilder strukturiert beschreiben
Einleitung
Bilder begegnen Dir überall: in Gemälden, Grafiken, Fotografien, Skulpturen, Plakaten, Filmen, Comics, Werbung und digitalen Medien. Wenn Du ein Bild strukturiert beschreibst, schreibst Du nicht einfach auf, was Dir gerade auffällt. Du gehst Schritt für Schritt vor, verwendest passende Fachbegriffe und belegst Deine Aussagen am Bild.
In diesem aiMOOC lernst Du eine 6-Schritte-Methode für die Bildbeschreibung:
- Erster Eindruck: Welche Wirkung hat das Bild auf den ersten Blick?
- Motiv: Was ist konkret zu sehen?
- Komposition: Wie sind die Bildelemente angeordnet?
- Farbe: Welche Farben, Helligkeiten und Kontraste bestimmen das Bild?
- Raum: Wie entsteht Nähe, Tiefe oder Flächigkeit?
- Gestaltungsmittel: Welche Linien, Formen, Lichtwirkungen, Oberflächen, Wiederholungen oder Ausschnitte prägen die Darstellung?
Wichtig ist die Reihenfolge: Erst genau beobachten und beschreiben, dann Wirkungen begründet formulieren. Eine Aussage wie „Das Bild wirkt unruhig“ wird stärker, wenn Du erklärst, woran Du das erkennst: „Das Bild wirkt unruhig, weil viele schräge Linien, starke Hell-Dunkel-Kontraste und angeschnittene Formen vorkommen.“

Betrachte zunächst nur das Bild. Was fällt Dir in den ersten fünf Sekunden auf? Danach prüfst Du, ob Dein erster Eindruck durch konkrete Beobachtungen gestützt wird.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du Bilder verschiedener Medien sachlich, geordnet und mit passenden Fachbegriffen beschreiben. Du kannst zwischen Beobachtung und Deutung unterscheiden, Positionen im Bild genau benennen und Aussagen zur Wirkung mit sichtbaren Gestaltungsmitteln begründen.
Du lernst außerdem, dass dieselben Fragen bei unterschiedlichen Bildarten verschieden beantwortet werden können: Bei einer Fotografie spielt der Bildausschnitt eine große Rolle, bei einer Skulptur zusätzlich Blickwinkel und Körperhaltung, bei einem Plakat die Verbindung von Schrift und Bild und bei einem Filmstill auch die Wirkung einer eingefrorenen Filmszene.
G/M/E-Differenzierung
| Niveau | Dein Ziel | Hilfen und Erwartungen |
|---|---|---|
| G – grundlegend | Du beschreibst das Bild in klaren Sätzen und hältst die sechs Schritte ein. | Nutze Satzstarter, Positionswörter und mindestens eine sichere Beobachtung pro Schritt. Bleibe möglichst nah am Sichtbaren. |
| M – mittleres Niveau | Du beschreibst genauer und verknüpfst Beobachtung und Wirkung. | Verwende mehrere Fachbegriffe wie Diagonale, Kontrast, Vordergrund, Überschneidung oder Schwerpunkt und begründe Wirkungen mit Bildbelegen. |
| E – erweitertes Niveau | Du beschreibst differenziert, verknüpfst mehrere Gestaltungsmittel und vergleichst mögliche Wirkungen. | Zeige Beziehungen zwischen Komposition, Farbe, Raum und Gestaltung. Begründe, warum ein Mittel eine bestimmte Wirkung unterstützen kann, und formuliere bei Bedarf alternative Lesarten. |
Die 6-Schritte-Methode
Eine gute Bildbeschreibung führt Leserinnen und Leser so durch das Bild, dass sie sich die Darstellung möglichst genau vorstellen können. Du kannst Dir dafür immer dieselbe Reihenfolge merken: Eindruck – Motiv – Komposition – Farbe – Raum – Gestaltungsmittel.
Schritt 1: Erster Eindruck
Der erste Eindruck ist Deine spontane Wahrnehmung. Er ist noch keine ausführliche Analyse. Nenne zwei oder drei passende Adjektive und achte darauf, dass Du sie später am Bild überprüfen kannst.
Geeignete Wörter sind zum Beispiel: ruhig, dynamisch, geordnet, dicht, leer, hell, dunkel, freundlich, kühl, feierlich, geheimnisvoll, sachlich, bedrückend, lebendig oder ausgewogen.
Satzstarter: „Auf den ersten Blick wirkt das Bild auf mich …“ / „Mein Blick fällt zuerst auf …“ / „Die Darstellung erscheint zunächst …“

Bei einem abstrakten Bild kannst Du noch nicht einfach eine Handlung erzählen. Gerade deshalb ist der erste Eindruck nützlich: Du formulierst zunächst, welche Wirkung Formen, Farben, Größen und Richtungen auf Dich haben.
Schritt 2: Motiv
Das Motiv beantwortet die Frage: Was ist dargestellt? Beschreibe zuerst die großen und wichtigen Bildelemente. Danach gehst Du zu kleineren Details über. Vermeide es, sofort Geschichten zu erfinden, die im Bild nicht sicher zu erkennen sind.
Hilfreiche Positionsangaben sind links, rechts, in der Mitte, oben, unten, im Vordergrund, im Mittelgrund, im Hintergrund, vor, hinter, neben, zwischen, oberhalb, unterhalb.

Bei dieser Dokumentarfotografie kannst Du zuerst Personen, Blickrichtungen, Hände, Kleidung und Bildausschnitt beschreiben. Erst danach fragst Du, welche Wirkung daraus entsteht. Beschreibe Menschen respektvoll und bleibe bei sichtbaren Merkmalen.
Schritt 3: Komposition
Die Bildkomposition ist die Anordnung der Bildelemente auf der Fläche. Untersuche zunächst das Format: Hochformat, Querformat oder quadratisch. Suche dann nach Schwerpunkten und wichtigen Richtungen.
Typische kompositorische Mittel sind Symmetrie, Asymmetrie, waagerechte und senkrechte Linien, Diagonalen, Dreiecksformen, Kreisformen, Reihungen, Wiederholungen, Ballungen, freie Flächen und die Drittelregel. Schrägen wirken häufig bewegter als waagerechte Linien, während Symmetrie oft geordnet erscheint. Solche Wirkungen sind keine starren Gesetze: Entscheidend ist immer das konkrete Bild.

Bei Hokusais großer Welle kannst Du untersuchen, wie die geschwungene Wellenform, die Bootsrichtungen und der kleine Fuji miteinander verbunden sind. Achte darauf, wohin Dein Blick zuerst wandert und wie er danach durch das Bild geführt wird.
Interaktive Markierungen: Drittelregel entdecken
Die Drittelregel teilt ein Bild gedanklich durch zwei waagerechte und zwei senkrechte Linien in neun Felder. Besonders die vier Schnittpunkte können als mögliche Schwerpunkte dienen. Sie sind keine Pflicht, sondern eine Gestaltungsentscheidung.

Auftrag: Klicke nacheinander in die Nähe der vier Raster-Schnittpunkte. Prüfe anschließend: Liegt ein auffälliges Bildelement genau auf einem Schnittpunkt, knapp daneben oder bewusst an einer anderen Stelle? Formuliere daraus einen Satz über die Bildkomposition.
Schritt 4: Farbe
Bei der Farbe beschreibst Du zuerst, welche Farben tatsächlich vorkommen. Danach kannst Du Beziehungen untersuchen. Achte auf vorherrschende Farben, helle und dunkle Bereiche, kräftige und blasse Farben sowie warm und kühl wirkende Farbtöne.
Ein Farbkontrast entsteht, wenn Farben deutlich gegeneinander wirken. Für Klasse 6 besonders hilfreich sind der Hell-Dunkel-Kontrast, der Kalt-Warm-Kontrast und der Komplementärkontrast. Nicht jede Farbe hat überall dieselbe Bedeutung. Farbwirkungen hängen auch von Umgebung, Kultur, Erfahrung und Kombination ab.

Satzstarter: „Vorherrschend sind …“ / „Ein starker Kontrast entsteht zwischen …“ / „Der helle Bereich hebt sich von … ab.“ / „Die Farbigkeit unterstützt den Eindruck von …, weil …“
Schritt 5: Raum
Ein zweidimensionales Bild kann flach wirken oder einen starken Eindruck von Tiefe erzeugen. Einfache Mittel der Raumdarstellung sind Überschneidung, Größenunterschiede, Höhenstaffelung und die Gliederung in Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund.
Bei der Zentralperspektive laufen gedachte Tiefenlinien auf einen Fluchtpunkt zu. Auch Farbe und Schärfe können Raumwirkung unterstützen: Ein klarer, kontrastreicher Vordergrund kann näher erscheinen als ein blasser oder unscharfer Hintergrund.

Bei der Wegfotografie kannst Du zusätzlich zur Drittelregel untersuchen, wie die Straßenränder in die Tiefe führen. Beschreibe, wo die Linien schmaler zusammenlaufen und wie dadurch der Eindruck von Entfernung entsteht.
Schritt 6: Gestaltungsmittel
Gestaltungsmittel sind die Werkzeuge, mit denen eine Darstellung organisiert und geprägt wird. Dazu gehören unter anderem Linie, Form, Fläche, Farbe, Licht, Schatten, Kontrast, Struktur, Oberfläche, Wiederholung, Rhythmus, Ausschnitt und Blickführung.
Bei einer Malerei kann zusätzlich der Farbauftrag wichtig sein. Bei einer Fotografie spielen Schärfe, Perspektive und Ausschnitt eine besondere Rolle. Bei einer Skulptur untersuchst Du Körperhaltung, Oberfläche, Materialwirkung und Blickwinkel. Bei einem Plakat achtest Du auf das Verhältnis von Bild, Schrift, Farbe und Leerraum. Bei einem Filmstill kommen außerdem Kulisse, Licht, Kamerablick und die eingefrorene Bewegung hinzu.
Medienatelier: Bildarten vergleichen
Die folgenden Beispiele zeigen, dass eine strukturierte Bildbeschreibung bei sehr unterschiedlichen Medien funktioniert. Die Reihenfolge der sechs Schritte bleibt gleich, aber die passenden Fachbegriffe verändern sich.
Malerei: Porträt und abstrakte Komposition

Beobachtungsauftrag: Beschreibe zuerst Haltung, Blick, Hände und Hintergrund. Untersuche danach, welche Bereiche besonders deutlich oder weich erscheinen.

Vergleichsauftrag: Was ändert sich an Deiner Beschreibung, wenn kein eindeutiges gegenständliches Motiv im Mittelpunkt steht? Verwende dann besonders Begriffe zu Linie, Form, Richtung, Farbe, Größe und Verteilung.
Grafik: Holzschnitt

Beobachtungsauftrag: Finde drei verschiedene Linienrichtungen. Beschreibe, welche Form den größten Raum einnimmt und welche Bildelemente eher klein erscheinen.
Fotografie: Dokumentarfotografie

Beobachtungsauftrag: Beschreibe Bildausschnitt, Blickrichtungen und Überschneidungen. Untersuche anschließend, wie die enge Anordnung der Personen die Wirkung beeinflusst.
Skulptur: Körper im Raum
Eine Skulptur hat keinen festen Bildausschnitt wie ein Gemälde. Die Fotografie zeigt jedoch nur einen Blickwinkel auf das dreidimensionale Werk. Beschreibe Standhaltung, Gewichtsverteilung, Silhouette und Verhältnis von Figur und Umgebung.
Plakat: Bild, Schrift und Blickfang

Bei einem Plakat konkurrieren Bild und Schrift nicht nur miteinander, sondern bilden gemeinsam eine Komposition. Untersuche, was Du zuerst wahrnimmst, wie Schriftgröße und Bildformen verteilt sind und welche Farbflächen besonders auffallen.
Filmstill: eingefrorene Szene

Ein Filmstill ist ein einzelnes Bild aus einem Film. Du siehst keine Bewegung, kannst aber Bewegungsrichtungen, Kulissen, Licht, Schatten und Körperhaltungen beschreiben. In diesem Beispiel fallen besonders schräge Formen und starke Hell-Dunkel-Gegensätze auf. Formuliere eine Wirkung nur dann, wenn Du sie mit sichtbaren Merkmalen begründen kannst.
Detailbilder: genaues Hinsehen trainieren


Ein Detail zeigt nur einen Ausschnitt. Dadurch können Linien, Oberflächen, Übergänge oder kleine Formen deutlicher werden. Beschreibe zuerst das Detail für sich. Vergleiche es anschließend mit dem Gesamtbild: Welche Informationen fehlen? Welche Gestaltungsmittel werden im Ausschnitt deutlicher?
Medien- und Lizenzhinweis
Die hier eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Die ausgewählten Dateien sind dort als gemeinfrei oder unter freien Lizenzen gekennzeichnet. Wenn Du ein Bild außerhalb dieses Wikis weiterverwendest, öffne die jeweilige Dateiseite und übernimm die dort geforderten Angaben zu Urheber, Quelle, Lizenz und möglichen Änderungen. So lernst Du gleichzeitig einen verantwortungsvollen Umgang mit freien Bildungsmedien.
Von Stichpunkten zum Beschreibungstext
Eine Bildbeschreibung wird verständlich, wenn die Sätze logisch aufeinander aufbauen. Beginne beim Ganzen und gehe dann zu Einzelheiten. Innerhalb eines Bildbereichs kannst Du zum Beispiel von links nach rechts oder vom Vordergrund zum Hintergrund vorgehen.
| Schritt | Leitfrage | Satzstarter |
|---|---|---|
| Erster Eindruck | Was fällt zuerst auf und wie wirkt die Darstellung zunächst? | Auf den ersten Blick wirkt das Bild …; Mein Blick fällt zuerst auf … |
| Motiv | Was ist konkret zu sehen? | Im Mittelpunkt befindet sich …; Links davon ist … zu sehen … |
| Komposition | Wie sind die Elemente angeordnet? | Die Komposition wird durch … bestimmt; Eine Diagonale verläuft von … nach … |
| Farbe | Welche Farben und Kontraste prägen das Bild? | Vorherrschend sind …; Ein Hell-Dunkel-Kontrast entsteht zwischen … |
| Raum | Wie entsteht Tiefe oder Flächigkeit? | Räumliche Tiefe entsteht durch …; Im Hintergrund erscheint … |
| Gestaltungsmittel | Welche weiteren Mittel sind auffällig? | Die Blickführung wird durch … unterstützt; Wiederholte Formen erzeugen … |
Beobachtung und Deutung trennen
Beobachtung: „Im linken Bildbereich verläuft eine dunkle Diagonale nach oben.“
Begründete Wirkung: „Die dunkle Diagonale kann den Blick nach oben führen und die Darstellung bewegter erscheinen lassen.“
Unbelegte Behauptung: „Die Künstlerin wollte damit unbedingt Angst zeigen.“
Die dritte Aussage ist problematisch, wenn es dafür keine weiteren Hinweise gibt. Eine gute Bildbeschreibung zeigt, was Du sehen kannst, und macht deutlich, wann Du eine mögliche Wirkung formulierst.
Wortschatz für Klasse 6
| Bereich | Hilfreiche Begriffe |
|---|---|
| Position | links, rechts, mittig, oben, unten, davor, dahinter, zwischen, am Rand |
| Komposition | Schwerpunkt, Symmetrie, Asymmetrie, Diagonale, Waagerechte, Senkrechte, Drittelregel, Reihung |
| Farbe | hell, dunkel, warm, kühl, kräftig, blass, Kontrast, Farbfamilie |
| Raum | Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund, Überschneidung, Größenabnahme, Fluchtpunkt |
| Gestaltung | Linie, Form, Fläche, Kontur, Licht, Schatten, Struktur, Oberfläche, Wiederholung, Rhythmus |
| Wirkung | ruhig, dynamisch, geordnet, offen, dicht, ausgewogen, spannungsvoll, sachlich, geheimnisvoll |
Differenzierte Schreibaufgabe G/M/E
G: Beschreibe ein ausgewähltes Bild in sechs Abschnitten. Schreibe zu jedem Schritt mindestens eine genaue Beobachtung. Nutze mindestens fünf Positionswörter und drei Fachbegriffe.
M: Schreibe einen zusammenhängenden Beschreibungstext. Verknüpfe bei mindestens drei Stellen Beobachtung und Wirkung mit „weil“, „dadurch“ oder „dies wird unterstützt durch“.
E: Schreibe eine differenzierte Bildbeschreibung, in der Du Beziehungen zwischen mindestens drei Bereichen herstellst, zum Beispiel zwischen Komposition, Farbe und Raum. Zeige außerdem an einer Stelle, dass eine Wirkung unterschiedlich gedeutet werden kann.
Checkliste für Deine Bildbeschreibung
- Aufbau: Habe ich die sechs Schritte in sinnvoller Reihenfolge bearbeitet?
- Genauigkeit: Nenne ich konkrete Positionen und sichtbare Merkmale?
- Fachsprache: Verwende ich passende Begriffe zu Komposition, Farbe, Raum und Gestaltung?
- Begründung: Begründe ich Wirkungen mit Beobachtungen?
- Sprache: Schreibe ich im Präsens und in vollständigen, verständlichen Sätzen?
- Respekt: Beschreibe ich dargestellte Menschen sachlich und wertschätzend?
- Medienkompetenz: Beachte ich bei verwendeten Bildern Quelle und Lizenz?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Womit beginnt die 6-Schritte-Methode? (Erster Eindruck) (!Farbkontrast) (!Fluchtpunkt) (!Detailanalyse)
Was beschreibt das Motiv eines Bildes? (Das konkret Dargestellte) (!Nur die vermutete Absicht) (!Nur die Farbwirkung) (!Nur den Bildtitel)
Wozu gehört die Drittelregel? (Zur Bildkomposition) (!Zur Materialkunde) (!Zur Drucktechnik) (!Zur Bildunterschrift)
Welches Mittel kann räumliche Tiefe erzeugen? (Überschneidung) (!Rechtschreibung) (!Bildtitel) (!Unterschrift)
Was ist ein Hell-Dunkel-Kontrast? (Ein Gegensatz zwischen hellen und dunklen Bereichen) (!Ein Unterschied zwischen Vordergrund und Hintergrund) (!Eine Technik nur für Skulpturen) (!Eine Form von Bildtitel)
Was ist eine Diagonale? (Eine schräge Linie oder Richtung) (!Eine kreisförmige Linie) (!Eine waagerechte Bildkante) (!Eine Farbfamilie)
Was gehört zu einer sachlichen Bildbeschreibung? (Beobachtungen möglichst genau benennen) (!Unsichtbare Gedanken als sicher darstellen) (!Nur persönliche Bewertungen schreiben) (!Den Bildinhalt frei erfinden)
Wodurch kann ein Bild einen Fluchtpunkt erhalten? (Durch perspektivisch zusammenlaufende Tiefenlinien) (!Durch eine Bildunterschrift) (!Durch eine Signatur) (!Durch einen Rahmen allein)
Was ist bei einem Detailbild besonders wichtig? (Den Ausschnitt genau zu untersuchen) (!Das Gesamtbild zu ignorieren) (!Nur den Künstlernamen aufzuschreiben) (!Alle Farben als gleich zu bezeichnen)
Welche Formulierung verbindet Beobachtung und Wirkung sinnvoll? (Die Diagonalen lassen das Bild bewegt wirken, weil sie den Blick schräg durch die Fläche führen) (!Das Bild ist gut) (!Die Person denkt bestimmt an morgen) (!Die Farbe bedeutet immer dasselbe)
Memory
| Erster Eindruck | spontane erste Wirkung |
| Motiv | dargestellter Bildinhalt |
| Komposition | Anordnung der Bildelemente |
| Farbkontrast | deutlicher Gegensatz zwischen Farben |
| Überschneidung | Mittel zur Erzeugung von Raumtiefe |
| Blickführung | Weg des Blicks durch das Bild |
| Detail | vergrößerter oder ausgewählter Ausschnitt |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Leitfrage |
|---|---|
| Erster Eindruck | Wie wirkt das Bild auf den ersten Blick? |
| Motiv | Was ist konkret zu sehen? |
| Komposition | Wie sind die Bildelemente angeordnet? |
| Farbe | Welche Farben und Kontraste prägen die Darstellung? |
| Raum | Wie entsteht Tiefe oder Flächigkeit? |
| Gestaltungsmittel | Welche Linien, Formen, Lichtwirkungen und Strukturen fallen auf? |
Kreuzworträtsel
| Komposition | Wie heißt die Anordnung der Bildelemente auf der Fläche? |
| Vordergrund | Welche Raumzone liegt den Betrachtenden am nächsten? |
| Kontrast | Wie heißt ein deutlicher Gegensatz zwischen Bildelementen? |
| Fluchtpunkt | Wohin können perspektivische Tiefenlinien zusammenlaufen? |
| Diagonale | Wie heißt eine schräge Linie oder Richtung im Bild? |
| Ausschnitt | Wie nennt man den ausgewählten Teil eines größeren Bildfeldes? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Erster Eindruck: Wähle eines der Bilder aus diesem aiMOOC und notiere fünf passende Adjektive. Begründe zwei davon mit einer sichtbaren Beobachtung.
- Motiv: Beschreibe ein Bild in sechs Sätzen so genau, dass eine Partnerin oder ein Partner es ohne Sichtkontakt grob skizzieren kann.
- Bildausschnitt: Fotografiere einen alltäglichen Gegenstand zweimal aus unterschiedlichen Ausschnitten. Beschreibe, wie sich die Wirkung verändert.
- Detail: Wähle aus einem freien Bild einen interessanten Ausschnitt, zeichne ihn ab und notiere drei Gestaltungsmittel, die im Detail deutlicher werden.
Standard
- Bildkomposition: Lege auf einer ausgedruckten oder digitalen Bildkopie Hauptlinien, Schwerpunkte und Blickrichtungen fest und erläutere Deine Markierungen.
- Farbe: Erstelle zu einem Bild eine kleine Farbpalette aus fünf Farbfeldern und beschreibe, welche Kontraste oder Farbfamilien Du erkennst.
- Fotografie: Fotografiere dasselbe Motiv einmal symmetrisch und einmal asymmetrisch. Vergleiche beide Aufnahmen in einem kurzen Beschreibungstext.
- Plakat: Gestalte ein eigenes Schulplakat und ordne Bild, Schrift und Leerraum bewusst. Schreibe anschließend eine Selbstbeschreibung nach der 6-Schritte-Methode.
Schwer
- Bildvergleich: Vergleiche Hokusais große Welle mit Kandinskys Komposition. Untersuche besonders Linienrichtungen, Schwerpunkte, Farbe und Blickführung.
- Skulptur: Fotografiere eine erlaubte Skulptur oder ein selbst gebautes Modell aus drei Blickwinkeln. Begründe, welcher Blickwinkel die Form am deutlichsten zeigt.
- Filmstill: Erstelle mit Mitschülerinnen und Mitschülern ein eigenes altersgerechtes Filmstill. Plane Licht, Körperhaltung, Kamerablick und Bildausschnitt und beschreibe das Ergebnis.
- Medienkompetenz: Suche auf Wikimedia Commons ein frei nutzbares Bild, dokumentiere Dateiname und Lizenz und schreibe eine vollständige Bildbeschreibung mit begründeten Wirkungsurteilen.


Lernkontrolle
- Transfer Bildbeschreibung: Du erhältst ein unbekanntes Bild. Entwickle eine sinnvolle Reihenfolge für Deine Beschreibung und begründe, warum diese Reihenfolge Leserinnen und Lesern beim Vorstellen des Bildes hilft.
- Wirkung begründen: Wähle zwei unterschiedliche Gestaltungsmittel in einem unbekannten Bild und erkläre, wie sie gemeinsam eine bestimmte Wirkung unterstützen können.
- Medienvergleich: Vergleiche dieselbe Figur als Fotografie und als Skulptur. Erkläre, welche Beschreibungsaspekte gleich bleiben und welche sich durch das Medium verändern.
- Komposition verändern: Skizziere ein Motiv zuerst mittig und dann nach der Drittelregel. Erkläre anhand Deiner Skizzen, wie sich Blickführung und Gewichtung verändern.
- Farbe und Raum: Verändere bei einer einfachen Landschaftsskizze nur die Farben von Vorder- und Hintergrund. Erkläre, wie dadurch der Raumeindruck stärker oder schwächer werden kann.
- Beobachtung und Deutung: Formuliere zu drei sichtbaren Merkmalen jeweils zuerst eine reine Beobachtung und anschließend eine mögliche Wirkung. Kennzeichne deutlich, wo die Beobachtung endet und die Deutung beginnt.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du:
- eine Bildbeschreibung nachvollziehbar gliederst,
- den ersten Eindruck knapp und passend formulierst,
- das Motiv mit genauen Positionsangaben beschreibst,
- Komposition, Farbe und Raum mit passenden Fachbegriffen untersuchst,
- Gestaltungsmittel an konkreten Bildstellen benennst,
- Wirkungen durch sichtbare Merkmale begründest,
- Beobachtung und Deutung voneinander unterscheidest,
- unterschiedliche Bildmedien angemessen beschreibst,
- bei freien Medien Quelle und Lizenz sorgfältig beachtest.
OERs zum Thema
Zusätzlich sinnvoll sind die Lernbereiche Komposition, bildnerische Mittel, Perspektive, Farbkontrast und Bildgestaltung.
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