BK6 - AR-Ausstellung gestalten

BK6 - AR-Ausstellung gestalten
Einleitung
BK6 - AR-Ausstellung gestalten ist ein Kunstprojekt für die Klasse 6, in dem Du ein eigenes analoges Kunstwerk entwickelst und es durch digitale Ebenen erweiterst. Aus Zeichnungen, Malereien, Collagen, Reliefs oder kleinen Skulpturen entsteht eine Ausstellung, in der Besucherinnen und Besucher mit Smartphone oder Tablet zusätzliche Bilder, Animationen, Videos, Klänge, Texte oder 3D-Objekte entdecken können.
Augmented Reality (AR) bedeutet, dass die wahrgenommene reale Umgebung durch digitale Informationen oder Objekte ergänzt wird. Dabei bleibt das reale Werk sichtbar und wird digital erweitert. Ein QR-Code kann den Zugang zu einer digitalen Ebene erleichtern, ist aber nicht automatisch AR: Ein QR-Code öffnet zunächst nur einen Inhalt oder Link; bei AR werden digitale Elemente in die Kameransicht der realen Umgebung eingeblendet oder an einem Bild, Marker oder Raum verankert.[1]

Eine reale Ausstellung kann durch digitale Inhalte erweitert werden. Das Foto zeigt ein Beispiel für eine AR-Ausstellung.
Dein Auftrag: Gestalte ein analoges Kunstwerk und entwickle dazu mindestens eine digitale Erweiterung. Die digitale Ebene soll nicht nur das analoge Werk wiederholen, sondern seine Wirkung, Bedeutung oder Geschichte erweitern. Am Ende entsteht eine gemeinsame AR-Ausstellung der Klasse.
G/M/E-Differenzierung: G steht für grundlegendes Niveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau. Alle Lernenden arbeiten am gleichen Ausstellungsthema, aber mit unterschiedlich komplexen Anforderungen.
Was ist eine AR-Ausstellung?
Eine AR-Ausstellung verbindet den physischen Ausstellungsraum mit digitalen Inhalten. Das analoge Werk bleibt der Ausgangspunkt. Die digitale Ebene kann etwas sichtbar oder hörbar machen, das im Original nicht direkt vorhanden ist: eine Bewegung, eine zweite Stimmung, eine Stimme der Figur, ein Blick hinter die Kulissen, eine räumliche Form oder eine alternative Farbwelt.
| Medium | Was erleben die Besucherinnen und Besucher? | Beispiel für Dein Projekt |
|---|---|---|
| Analoges Werk | Das reale Original wird direkt betrachtet. | Zeichnung, Malerei, Collage, Relief oder kleine Skulptur |
| Video oder Animation | Bewegung erweitert das ruhende Bild. | Figuren beginnen sich zu bewegen oder Farben verändern sich. |
| Audio | Klang ergänzt die visuelle Wirkung. | Geräuschkulisse, kurze Erzählung, Gedicht oder selbst erzeugte Klänge |
| 3D-Modell | Ein räumliches Objekt kann gedreht, vergrößert oder in AR betrachtet werden. | Ein selbst modelliertes Fantasieobjekt ergänzt ein gemaltes Bild. |
| AR-Ebene | Digitale Inhalte erscheinen über oder neben dem realen Werk. | Eine Animation liegt über einer Zeichnung oder ein 3D-Objekt scheint aus dem Bild zu kommen. |
| QR-Verknüpfung | Ein Code führt als einfacher Zugang zu digitalem Inhalt. | QR-Code als technische Rückfallebene für Video, Audio oder 3D-Ansicht |
Merksatz: Gute AR-Kunst beginnt nicht mit einem Effekt, sondern mit einer Idee. Frage Dich: Was kann die digitale Ebene erzählen, was das analoge Werk allein nicht zeigen kann?

Ein QR-Code kann Besucherinnen und Besucher zu zusätzlichen Informationen oder digitalen Inhalten führen.

Auch ein QR-Code kann gestalterisch in ein Ausstellungskonzept eingebunden werden. Er muss trotzdem gut scanbar bleiben.
Lernziele
Nach dem aiMOOC kannst Du analoge und digitale Gestaltung bewusst miteinander verbinden, einfache AR-Prinzipien erklären, eigene Medien produzieren und eine Ausstellung für ein Publikum planen.
| Bereich | G – grundlegendes Niveau | M – mittleres Niveau | E – erweitertes Niveau |
|---|---|---|---|
| Gestaltung | Du gestaltest ein analoges Werk mit klarer Bildidee. | Du stimmst analoges Werk und digitale Ebene bewusst aufeinander ab. | Du entwickelst ein mehrschichtiges Gesamtkonzept mit gezielter Wirkung. |
| Digitale Erweiterung | Du nutzt eine vorbereitete AR-Vorlage für eine digitale Ebene. | Du kombinierst mindestens zwei digitale Medien oder gestaltest eine zeitliche Abfolge. | Du integrierst beispielsweise 3D, Bildtracking oder eine komplexere interaktive Sequenz. |
| Medienreflexion | Du erklärst, was analog und was digital ist. | Du begründest, warum ein bestimmtes Medium Deine Idee unterstützt. | Du vergleichst mehrere technische Wege und bewertest Wirkung, Aufwand und Zugänglichkeit. |
| Ausstellung | Du beschriftest und testest Deine Station. | Du planst Besucherführung und Rückfallebene mit. | Du übernimmst kuratorische Verantwortung für einen Ausstellungsbereich. |
Die Projektidee: Analog + Digital
Du entwickelst zuerst ein eigenes analoges Kunstwerk. Erst danach planst Du die digitale Erweiterung. So bleibt die Kunstidee wichtiger als die Technik.
Mögliche Ausgangspunkte sind Fantasiewelten, geheime Räume, verwandelte Tiere, Zukunftsstädte, Traumlandschaften, Masken, Selbstporträts ohne persönliche Daten, Naturformen, Muster, Figuren oder kleine Skulpturen.
| Analoges Werk | Digitale Erweiterung | Künstlerische Idee |
|---|---|---|
| Zeichnung eines Waldes | selbst aufgenommenes Soundscape | Der Wald bekommt eine hörbare Atmosphäre. |
| Gemaltes Fantasietier | kurze Animation | Das Tier verändert Augen, Flügel oder Farbe. |
| Collage einer Zukunftsstadt | Video mit bewegten Lichtspuren | Die Stadt zeigt Tag und Nacht. |
| Kleine Tonfigur | 3D-Modell oder Rundumansicht | Die Figur kann digital aus allen Blickwinkeln betrachtet werden. |
| Porträtfigur | eingesprochener innerer Monolog | Die Figur erhält eine Stimme. |
| Abstraktes Bild | zweite digitale Farbebene | Das Werk verändert seine Stimmung beim Scannen. |
Das Video zeigt als Inspiration, wie Schülerarbeiten mit Animation und Augmented Reality erweitert werden können.
Medienatelier: Bild, Video, Audio, 3D und AR
Eigene Bilder und Animationen
Fotografiere oder scanne Dein eigenes Werk möglichst gerade, scharf und ohne störende Spiegelungen. Eine digitale Bilddatei kann als Ausgangspunkt für Animation, Collage oder AR-Trigger dienen. Ein gutes Triggerbild besitzt deutlich unterscheidbare Formen, Kanten, Kontraste und Details, damit eine Bilderkennung es zuverlässig wiedererkennen kann.
G: Erstelle ein klares Foto Deines Werkes und ergänze eine einfache digitale Bewegung oder zweite Bildebene.
M: Zerlege Dein Werk in Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund und animiere mindestens zwei Bereiche unterschiedlich.
E: Entwickle eine Animation, bei der Timing, Übergänge und Bewegung inhaltlich begründet sind und die digitale Ebene räumlich oder erzählerisch mit dem Original zusammenspielt.
Video als Erweiterung
Ein kurzes Video kann Entstehung, Veränderung oder Handlung zeigen. Für eine Ausstellung sind kurze, verständliche Clips oft wirkungsvoller als lange Filme. Du kannst zum Beispiel ein Stop-Motion-Video, einen Zeitraffer vom Gestaltungsprozess oder eine kurze Szene aufnehmen.
Gestaltungsregel: Das Video soll einen neuen Blick auf das Werk eröffnen. Ein bloßes Abfilmen des fertigen Bildes ist noch keine starke Erweiterung.
Audio und Soundscape
Klang kann eine Ausstellung verändern, ohne das Bild zu verdecken. Du kannst Geräusche selbst aufnehmen, mit Deiner Stimme arbeiten oder aus selbst erzeugten Tönen eine Klangcollage gestalten. Nutze keine beliebige geschützte Musik aus sozialen Netzwerken. Verwende eigene Aufnahmen oder Medien, deren Lizenz die Nutzung erlaubt.
Freies Klangbeispiel: Waldatmosphäre. Überlege, wie ein solcher Klang die Wirkung eines Bildes verändern kann.
Freies Klangbeispiel: Geräuschkulisse vom Meer. Eine Audiolandschaft kann räumliche Vorstellungen hervorrufen.
G: Nimm drei passende Geräusche auf und ordne sie zu einer kurzen Klangfolge.
M: Erstelle ein Soundscape mit Vordergrund- und Hintergrundklängen.
E: Entwickle eine akustische Dramaturgie, die sich in Lautstärke, Nähe, Rhythmus oder Perspektive verändert und auf die Bildidee reagiert.
3D-Modelle
Ein 3D-Modell ist ein digitales räumliches Objekt. Es kann am Bildschirm gedreht und – bei geeigneter Technik – in eine AR-Szene gesetzt werden. Ein 3D-Modell kann selbst konstruiert, aus vielen Fotos rekonstruiert oder aus einer freien Quelle übernommen werden. Bei fremden Modellen musst Du die jeweilige Lizenz beachten.

Eine reale Skulptur besitzt Volumen und kann aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden. Das ist ein guter Ausgangspunkt, um über 3D-Darstellung nachzudenken.
Interaktives 3D-Modell einer Juno-Büste auf Wikimedia Commons
Interaktives 3D-Modell einer Hydria auf Wikimedia Commons
G: Untersuche ein vorhandenes freies 3D-Modell und beschreibe Form, Ansicht und Wirkung.
M: Erstelle ein einfaches eigenes 3D-Objekt oder eine digitale Rundumansicht eines kleinen Werkes.
E: Entwickle oder digitalisiere ein räumliches Objekt und plane, wie Maßstab, Position und Blickwinkel in der AR-Szene die Aussage verändern.
AR-Verknüpfung und Trigger
Bei bildbasierter AR erkennt ein System ein vorbereites Bild als Triggerbild. Danach kann es eine digitale Ebene an einer passenden Position anzeigen. Je nach System können Bilder, Videos, Text, 3D-Objekte oder Audio eingebunden werden.
Museen nutzen Hinweise und Marker, damit Besucherinnen und Besucher verstehen, wie digitale Zusatzebenen aufgerufen werden.
Beispiel für die Verbindung von Ausstellung, Smartphone und digitalen Zusatzinformationen.
Für die Schule gilt: Nutzt nur einen von der Lehrkraft freigegebenen AR-Dienst oder eine schulische Lösung. Erstellt keine persönlichen Konten ohne Freigabe. Veröffentlicht keine privaten Daten, Gesichter oder Stimmen ohne Zustimmung. Wenn ein WebAR-Dienst genutzt wird, prüft die Lehrkraft vorher Datenschutz, Altersbedingungen und benötigte Berechtigungen.
Technische Rückfallebene: Jede Station erhält zusätzlich einen QR-Code oder einen kurzen Link zum gleichen digitalen Inhalt, wenn AR auf einem Gerät nicht funktioniert. Der QR-Code ist dann eine Zugangshilfe, nicht die AR selbst.
Beispiel: offizieller Tutorialbereich zu AR-Kunst und WebAR – Nutzung nur nach schulischer Prüfung
Das ausführliche Workshop-Video eignet sich besonders für Lehrkräfte, M- und E-Niveau oder für ausgewählte Ausschnitte zur Verbindung von analoger Kunst und AR.
Ausstellung planen
Die Ausstellung soll nicht nur technisch funktionieren, sondern auch wie eine echte Kunstausstellung wirken. Entscheidet gemeinsam über Titel, Reihenfolge, Licht, Abstände, Beschriftung, Geräte, Kopfhörer und Besucherführung.
Vorschlag für acht Doppelstunden
| Doppelstunde | Schwerpunkt | Ergebnis | Differenzierung |
|---|---|---|---|
| 1 | AR entdecken, Beispiele analysieren, QR und AR unterscheiden | Ideenblatt und erste Skizze | G beschreibt, M vergleicht, E bewertet Wirkung und Technik. |
| 2 | Analoges Werk planen | Entwurf mit digitaler Ergänzungsidee | G eine Erweiterung, M zwei Medienideen, E mehrschichtiges Konzept. |
| 3 | Analoges Werk gestalten | fertiges oder weit fortgeschrittenes Original | Material- und Komplexitätswahl passend zum Niveau. |
| 4 | Werk digitalisieren, Foto, Audio oder Video produzieren | erste digitale Ebene | G einfache Ebene, M Kombination, E Dramaturgie oder 3D. |
| 5 | AR-Verknüpfung aufbauen und testen | funktionierende Prototyp-Station | G mit Vorlage, M selbstständiger Aufbau, E erweiterte Interaktion. |
| 6 | 3D, Animation, Sound und Feinschliff | überarbeitete Medien | Wahlaufgaben nach G/M/E. |
| 7 | Ausstellung gestalten, Labels und QR-Rückfallebene erstellen | fertige Stationen und Raumplan | E übernimmt zusätzlich kuratorische Aufgaben. |
| 8 | Generalprobe, Ausstellung, Feedback und Reflexion | öffentliche Präsentation und Lernreflexion | unterschiedliche Reflexionstiefe nach G/M/E. |
Raumkonzept
| Zone | Inhalt | Ausstattung | Besucheraktion |
|---|---|---|---|
| Startzone | Titel, kurze AR-Erklärung, Bedienhinweis | Plakat, ein Testgerät oder Demo-Station | ausprobieren und Funktionsweise verstehen |
| Bild + Bewegung | Zeichnungen, Malerei, Collagen mit Animation oder Video | Smartphones oder Tablets, QR-Rückfallebene | scannen und Bewegung vergleichen |
| Klangzone | Werke mit Soundscapes oder Stimmen | Kopfhörer, Lautstärkeregelung | hören und Wirkung beschreiben |
| 3D-Zone | Skulpturen, Reliefs, digitale Modelle | Geräte mit 3D-Ansicht oder AR | drehen, vergrößern, Perspektiven vergleichen |
| Reflexionszone | Gästebuch, Feedbackkarten oder digitale Umfrage | Stifte, Karten oder schulisch freigegebenes Gerät | Rückmeldung geben |
Rollen im Ausstellungsteam
- Kuratorinnen und Kuratoren: Sie ordnen Werke, entwickeln den roten Faden und achten auf die Wirkung im Raum.
- Gestaltungsteam: Es plant Beschriftung, Abstände, Licht und Besucherführung.
- Medienteam: Es prüft AR, QR, Audio, Video, 3D und Geräte.
- Dokumentationsteam: Es hält Aufbau und Ausstellung fest, ohne ungefragt Personen zu veröffentlichen.
- Vermittlungsteam: Es erklärt Besucherinnen und Besuchern die Idee der Ausstellung.
Stationskarte für jedes Kunstwerk
Jede Station erhält eine gut lesbare Karte. Sie enthält Titel des Werkes, Name oder Künstlerkürzel, verwendete Materialien, kurze Idee, Symbol für die digitale Ebene, Hinweis zum Start der AR-Erfahrung, QR-Rückfallebene und Mediennachweise. Die Karte verrät nicht alles, sondern macht neugierig.
G/M/E: konkrete Anforderungen an das Endprodukt
| Niveau | Muss-Bestandteile | Künstlerische Vertiefung | Technische Vertiefung |
|---|---|---|---|
| G | ein eigenes analoges Werk, eine digitale Erweiterung, funktionierender Zugang, kurze Stationskarte | klare Beziehung zwischen Werk und digitaler Ergänzung | vorbereitete AR-Vorlage oder einfache schulisch bereitgestellte Lösung |
| M | analoges Werk, mindestens zwei abgestimmte digitale Medien oder eine komplexere digitale Ebene, Ausstellungsbeschriftung | bewusste Komposition von analog und digital, nachvollziehbare Wirkungsidee | eigenständigeres Timing, Bildtracking, Audio-Video-Kombination oder 3D-Ansicht |
| E | mehrschichtiges Gesamtkonzept, reflektierte Medienwahl, dokumentierter Nutzertest, kuratorischer Beitrag | digitale Ebene verändert, erweitert oder kommentiert die Bedeutung des Originals | 3D-Objekt, räumliche Platzierung, komplexeres Tracking oder interaktive Abfolge |
Qualitätscheck vor der Ausstellung
- Künstlerische Idee: Ergänzt die digitale Ebene die Aussage wirklich?
- Lesbarkeit: Ist das analoge Werk gut sichtbar und die Stationskarte verständlich?
- Techniktest: Startet die AR-Verknüpfung auf mindestens zwei Testgeräten?
- QR-Code: Funktioniert die Rückfallebene und führt sie zum richtigen Inhalt?
- Audio: Ist die Lautstärke angenehm und gibt es bei Sprache möglichst auch einen kurzen Text?
- Video: Ist der Clip kurz, verständlich und ohne unpassende geschützte Musik?
- 3D-Modell: Ist das Objekt in sinnvoller Größe und Perspektive eingebunden?
- Datenschutz: Enthalten die Medien nur freigegebene Personen- und Kontaktdaten?
- Urheberrecht: Sind fremde Medien frei nutzbar oder korrekt lizenziert?
- Barrierefreiheit: Gibt es Alternativen, wenn jemand AR, Ton oder Video nicht nutzen kann?
Bewertungsvorschlag
| Kriterium | G | M | E |
|---|---|---|---|
| Bildnerische Qualität | Idee und Gestaltung sind verständlich. | Gestaltungsmittel sind bewusst eingesetzt. | Gestaltungsmittel bilden ein eigenständiges, überzeugendes Konzept. |
| Analog-digitaler Zusammenhang | Digitale Ebene passt zum Werk. | Digitale Ebene erweitert das Werk erkennbar. | Beide Ebenen erzeugen gemeinsam eine neue Bedeutung oder Erfahrung. |
| Mediengestaltung | Ein Medium ist sauber produziert. | Mehrere Elemente sind sinnvoll abgestimmt. | Timing, Raum, Klang, 3D oder Interaktion sind gezielt gestaltet. |
| Technische Funktion | Station funktioniert mit Unterstützung. | Station funktioniert weitgehend selbstständig und besitzt eine Rückfallebene. | Station ist robust getestet, dokumentiert und für Besuchende optimiert. |
| Reflexion | Du beschreibst Deine Entscheidungen. | Du begründest Deine Medienwahl. | Du bewertest Alternativen, Wirkung und Grenzen Deiner Lösung. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was beschreibt Augmented Reality am besten? (Die reale Umgebung wird durch digitale Inhalte erweitert.) (!Eine vollständig virtuelle Welt ersetzt die reale Umgebung.) (!Ein Bild wird nur ausgedruckt.) (!Ein Smartphone wird ausgeschaltet.)
Was ist ein Triggerbild in einer bildbasierten AR-Anwendung? (Ein Bild, das vom System erkannt wird und eine digitale Ebene auslösen kann.) (!Ein Passwort für das Schulnetz.) (!Ein zufälliges Hintergrundbild ohne Funktion.) (!Ein ausgedruckter Stundenplan.)
Was ist der wichtigste Unterschied zwischen einem QR-Code und AR? (Ein QR-Code öffnet zunächst einen Inhalt, AR überlagert die reale Ansicht mit digitalen Elementen.) (!Ein QR-Code ist immer ein dreidimensionales Modell.) (!AR funktioniert nur auf Papier.) (!QR-Codes können keine Links enthalten.)
Welche Aufgabe kann Audio in einer Kunstausstellung übernehmen? (Es kann Atmosphäre, Stimme oder Geräusch als zusätzliche Bedeutungsebene ergänzen.) (!Es ersetzt grundsätzlich jedes Bild.) (!Es macht eine Ausstellung automatisch barrierefrei.) (!Es darf nur aus bekannter Popmusik bestehen.)
Was ist ein 3D-Modell? (Ein digitales räumliches Objekt, das aus verschiedenen Ansichten betrachtet werden kann.) (!Eine gedruckte Textseite.) (!Ein einzelner Ton.) (!Ein QR-Code ohne Inhalt.)
Wann ist eine digitale Erweiterung künstlerisch besonders sinnvoll? (Wenn sie dem analogen Werk eine neue Bedeutung, Perspektive oder Erfahrung hinzufügt.) (!Wenn sie das Original nur exakt wiederholt.) (!Wenn sie möglichst viele Effekte ohne Zusammenhang nutzt.) (!Wenn sie die Betrachter vom Werk ablenkt.)
Was solltest Du bei fremden Bildern, Musikstücken oder 3D-Modellen beachten? (Urheberrecht und Lizenz müssen geprüft werden.) (!Alles im Internet darf ohne Prüfung verwendet werden.) (!Nur der Dateiname ist wichtig.) (!Die Quelle soll grundsätzlich entfernt werden.)
Warum ist ein Nutzertest vor der Ausstellung wichtig? (Er zeigt, ob Anleitung, Technik und digitale Inhalte für andere verständlich funktionieren.) (!Er ersetzt die Gestaltung des Kunstwerks.) (!Er verhindert jede technische Störung für immer.) (!Er ist nur für Erwachsene sinnvoll.)
Welche Maßnahme verbessert die Zugänglichkeit einer AR-Station? (Eine verständliche Alternative wie Text, QR-Rückfallebene oder Untertitel ergänzen.) (!Alle Hinweise möglichst klein drucken.) (!Nur ein einziges Gerät ohne Ersatz bereitstellen.) (!Audio immer ohne Lautstärkeregelung abspielen.)
Was bedeutet kuratorische Arbeit in einer Ausstellung? (Werke auswählen, anordnen und in einen verständlichen Zusammenhang bringen.) (!Nur Kabel aufladen.) (!Ausschließlich QR-Codes erzeugen.) (!Nur den Klassenraum abschließen.)
Memory
| Analoges Werk | physisches Original |
| Augmented Reality | digitale Erweiterung der realen Ansicht |
| Triggerbild | Bild zur Auslösung einer AR-Ebene |
| Soundscape | gestaltete Klangatmosphäre |
| 3D-Modell | räumlich drehbares digitales Objekt |
| QR-Code | Zugang zu einem verlinkten digitalen Inhalt |
| Kuratorisches Konzept | Idee für Auswahl und Anordnung der Werke |
| Usability-Test | Prüfung durch Probebesucherinnen und Probebesucher |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Ideenphase | künstlerische Aussage und Erweiterung planen |
| Analoggestaltung | physisches Original herstellen |
| Digitalisierung | Werk fotografieren oder scannen |
| Medienproduktion | Audio, Video, Animation oder 3D erstellen |
| AR-Verknüpfung | digitales Medium mit Werk oder Trigger verbinden |
| Ausstellungstest | Funktion und Verständlichkeit mit anderen prüfen |
Kreuzworträtsel
| Tracking | Wie heißt das technische Verfolgen von Position oder Bewegung in einer AR-Anwendung? |
| Triggerbild | Welches Bild kann eine bildbasierte AR-Ebene auslösen? |
| Soundscape | Wie nennt man eine bewusst gestaltete Klanglandschaft? |
| Skulptur | Wie heißt ein dreidimensionales Kunstwerk als einzelnes Wort? |
| Kurator | Wie nennt man eine Person, die eine Ausstellung inhaltlich ordnet? |
| Barrierefreiheit | Welcher Begriff bezeichnet möglichst zugängliche Gestaltung für unterschiedliche Bedürfnisse? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Klangbild: Erstelle zu einem eigenen Bild eine 20 bis 40 Sekunden lange Geräuschkulisse aus selbst aufgenommenen Klängen und erkläre, wie sie die Bildwirkung verändert.
- Werk-Scan: Fotografiere Dein analoges Werk sorgfältig und teste drei verschiedene Bildausschnitte als möglichen AR-Trigger.
- Animationsidee: Zeichne ein Storyboard mit vier Bildern, das zeigt, wie sich ein Element Deines Kunstwerks digital bewegen könnte.
- Ausstellungslabel: Gestalte eine gut lesbare Stationskarte mit Titel, Material, kurzer Idee und Symbol für die digitale Erweiterung.
Standard
- Stop-Motion: Produziere eine kurze Stop-Motion-Sequenz, die einen Teil Deines analogen Werkes weiter erzählt.
- Medienkombination: Verbinde Bild und Audio so, dass beide Ebenen unterschiedliche Informationen liefern und sich gegenseitig ergänzen.
- 3D-Erkundung: Untersuche ein frei verfügbares 3D-Modell aus mehreren Blickwinkeln und entwickle eine Skizze, wie ein eigenes räumliches Objekt Dein Werk ergänzen könnte.
- Besucherführung: Plane mit einer Partnerin oder einem Partner einen Ausstellungsweg mit Startzone, mindestens drei Werkstationen und einer Reflexionszone.
Schwer
- AR-Prototyp: Entwickle mit einer schulisch freigegebenen Lösung eine AR-Station, bei der ein digitales Element räumlich oder bildbezogen zum analogen Werk platziert wird.
- Kuratorisches Konzept: Wähle fünf Werke der Klasse aus und begründe eine Reihenfolge, in der die Bedeutungen oder Stimmungen aufeinander reagieren.
- Usability-Studie: Lass drei Testpersonen Deine Station ohne mündliche Hilfe ausprobieren, protokolliere Probleme und verbessere anschließend Anleitung und Technik.
- Barrierefreie Ausstellung: Entwickle für eine AR-Station mindestens zwei alternative Zugänge, damit der Inhalt auch ohne Ton oder ohne AR-Funktion verständlich bleibt.


Lernkontrolle
- Medienentscheidung: Du hast ein ruhiges Landschaftsbild gemalt. Entscheide zwischen Animation, Audio und 3D als Erweiterung. Begründe Deine Wahl und erkläre, welche Wirkung dadurch entsteht.
- AR oder QR: Eine Gruppe nennt ihre Station AR, obwohl nach dem Scannen nur eine normale Webseite geöffnet wird. Erkläre die Begriffe und schlage vor, wie die Station zu einer echten AR-Erfahrung erweitert werden könnte.
- Fehleranalyse: Ein Triggerbild wird nur manchmal erkannt. Entwickle mindestens drei plausible Verbesserungen an Bild, Beleuchtung, Abstand oder technischer Umsetzung.
- Kuratorische Entscheidung: Zwei laute Videostationen und drei Audiowerke sollen in einem kleinen Raum gezeigt werden. Plane eine sinnvolle Anordnung und begründe Deine Entscheidung.
- Rechte und Verantwortung: Eine Gruppe möchte aktuelle Popmusik und ein fremdes Online-Bild verwenden. Entwickle eine rechtlich und gestalterisch sinnvolle Alternative.
- Transfer: Übertrage das Prinzip der AR-Ausstellung auf ein anderes Schulfach und beschreibe eine Lernstation, bei der reale Objekte durch digitale Inhalte sinnvoll ergänzt werden.
- Wirkungsanalyse: Vergleiche ein analoges Werk ohne digitale Ebene mit derselben Arbeit in einer AR-Station. Beschreibe, welche Wahrnehmungen gewonnen werden und welche auch verloren gehen könnten.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur eine funktionierende Technik zeigst, sondern die Verbindung von Kunstidee und Medium begründen kannst.
- Ein eigenes analoges Werk mit nachvollziehbarer Gestaltungsidee
- Mindestens eine funktionierende digitale Erweiterung
- Eine erkennbare inhaltliche Beziehung zwischen analogem und digitalem Teil
- Eine verständliche Stationskarte mit Bedienhinweis und Mediennachweisen
- Ein dokumentierter Technik- und Nutzertest
- Ein bewusster Umgang mit Datenschutz, Urheberrecht und Lizenzen
- Eine Rückfallebene oder alternative Zugangsform für wichtige Inhalte
- Eine kurze Reflexion über Wirkung, Probleme, Lösungen und Verbesserungsideen
- Für M zusätzlich eine begründete Kombination mehrerer Medien oder eine komplexere digitale Ebene
- Für E zusätzlich eine vertiefte technische oder kuratorische Lösung und eine reflektierte Bewertung des Besuchererlebnisses
OERs zum Thema
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