BK5 - Zeichnen mit dem Tablet

BK5 - Zeichnen mit dem Tablet
Einleitung
Beim digitalen Zeichnen malst und zeichnest Du auf einem Tablet oder Grafiktablett mit einem Stift. Statt Papier, Bleistift und Radiergummi verwendest Du eine Zeichen-App mit Werkzeugen wie Pinsel, Radierer, Farbauswahl und Ebenen. Viele Arbeitsschritte ähneln dem Zeichnen auf Papier, andere Möglichkeiten gibt es nur digital: Du kannst Striche rückgängig machen, Farben schnell ändern, Pinsel vergrößern, Deckkraft einstellen oder Bildteile auf getrennten Ebenen bearbeiten.
In diesem aiMOOC lernst Du die wichtigsten Grundlagen für Klasse 5. Im Mittelpunkt stehen Linie, Fläche, Pinselgröße, Deckkraft, Radieren und einfache Ebenen. Du arbeitest praktisch und entwickelst daraus eigene Bilder: eine Tierzeichnung, eine Fantasiefigur, ein Kursbild oder ein digitales Skizzenbuch.

Das Bild zeigt die typische Arbeit mit Stift und Grafiktablett. Die Datei stammt aus Wikimedia Commons und steht dort unter einer freien Lizenz.
Wichtig: Es ist nicht entscheidend, welche Zeichen-App Du benutzt. Die Namen der Schaltflächen können verschieden sein, die Grundideen sind aber fast überall ähnlich.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie digitales Zeichnen funktioniert, und grundlegende Werkzeuge sicher anwenden. Du kannst Linien bewusst führen, Flächen gestalten, die Pinselgröße passend wählen, mit Deckkraft arbeiten, Fehler sinnvoll radieren und einfache Ebenen verwenden. Außerdem kannst Du ein eigenes digitales Bild planen, gestalten, speichern und beurteilen.
Für die Differenzierung gelten drei Niveaus:
| Niveau | Bedeutung | Typische Anforderungen |
|---|---|---|
| G | Grundniveau | Du nutzt wenige Werkzeuge sicher und löst überschaubare Zeichenaufgaben. |
| M | Mittleres Niveau | Du kombinierst mehrere Werkzeuge und triffst eigene gestalterische Entscheidungen. |
| E | Erweitertes Niveau | Du planst selbstständig, variierst bewusst und erklärst die Wirkung Deiner Entscheidungen. |
Was Du zum digitalen Zeichnen brauchst
Zum digitalen Zeichnen brauchst Du ein Gerät mit Zeichen-App und möglichst einen Eingabestift. Das kann ein Tablet mit Bildschirm sein oder ein Grafiktablett, das mit einem Computer verbunden ist. Manche Geräte erkennen zusätzlich, wie stark Du mit dem Stift aufdrückst. Das nennt man Drucksensitivität. Sie kann zum Beispiel die Strichbreite oder Deckkraft verändern.

Auch ohne Drucksensitivität kannst Du alle Übungen dieses aiMOOCs durchführen. Dann stellst Du Pinselgröße und Deckkraft über die Werkzeugleiste ein.
Tablet, Stift und Zeichenfläche
Beim Zeichnen auf Papier siehst Du den Strich direkt unter der Stiftspitze. Bei einem Tablet mit Bildschirm ist das ähnlich. Bei einem Grafiktablett ohne Bildschirm bewegst Du den Stift auf der Fläche und siehst das Ergebnis auf dem Monitor. Das kann anfangs ungewohnt sein.
Ein guter Start besteht deshalb nicht aus einem fertigen Bild, sondern aus kleinen Bewegungsübungen. Ziehe gerade Linien, Bögen, Spiralen, Zickzacklinien und Kreise. Wiederhole jede Form mehrmals. Versuche zuerst langsam und dann etwas schneller zu zeichnen.

Zeichen-App und Benutzeroberfläche
Viele Zeichenprogramme besitzen eine große Zeichenfläche in der Mitte. Daneben findest Du Werkzeuge und Einstellungen. Häufig gibt es Schaltflächen für Pinsel, Radierer, Farbauswahl, Ebenen, Rückgängig und Speichern.

Das Bild zeigt die freie Zeichen- und Malsoftware Krita. Andere Apps sehen anders aus, aber viele Grundwerkzeuge funktionieren ähnlich.
Merke: Lerne zuerst wenige Werkzeuge gut kennen. Für diesen Kurs reichen Pinsel, Radierer, Farbauswahl, Pinselgröße, Deckkraft, Rückgängig und Ebenen.
Die sechs Grundlagen
Linie
Eine Linie entsteht durch die Bewegung des Stifts. Linien können lang oder kurz, gerade oder gebogen, ruhig oder zittrig, gleichmäßig oder wechselnd sein. In einer Zeichnung können Linien Umrisse zeigen, Bewegungen andeuten oder Muster bilden.
Für eine kontrollierte Linie hilft es, nicht nur aus den Fingern zu zeichnen. Bei kurzen Linien bewegt sich vor allem das Handgelenk. Bei längeren Linien kann der ganze Unterarm mitarbeiten.
Zeichenlabor Linie: Zeichne zehn parallele Linien. Zeichne danach fünf Kreise, ohne eine Kreisform-Funktion zu verwenden. Fülle zuletzt ein Feld mit schnellen Zickzacklinien.
| G | M | E |
|---|---|---|
| Zeichne gerade Linien, Bögen und Kreise. | Variiere Länge, Richtung und Rhythmus der Linien. | Nutze verschiedene Linienarten, um Ruhe, Bewegung oder Spannung sichtbar zu machen. |
Fläche
Eine Fläche entsteht, wenn ein Bereich geschlossen oder deutlich zusammenhängend gestaltet ist. Eine Fläche kann einfarbig, gemustert, hell, dunkel oder transparent sein.
Beim digitalen Zeichnen kannst Du eine Fläche ausmalen oder mit einem Füllwerkzeug schließen. Achte beim Füllen darauf, dass die Umrisslinie wirklich geschlossen ist. Schon eine kleine Lücke kann dazu führen, dass Farbe in andere Bereiche läuft.
Zeichenlabor Fläche: Zeichne drei geschlossene Formen. Fülle eine Form vollständig, eine mit einem Muster und eine nur teilweise.
Pinselgröße
Die Pinselgröße bestimmt, wie breit ein Strich wird. Ein kleiner Pinsel eignet sich für feine Details. Ein großer Pinsel eignet sich gut für Hintergründe, große Flächen und kräftige Formen.

Digitale Pinsel können sehr verschieden aussehen. Manche wirken wie Bleistift, andere wie Filzstift, Kreide oder Farbe.
Pinselvergleich:
| Einstellung | Typische Wirkung | Geeignet für |
|---|---|---|
| kleiner Pinsel | fein und genau | Augen, Felllinien, Konturen, kleine Muster |
| mittlerer Pinsel | gut kontrollierbar | normale Zeichnung, Flächen, Formen |
| großer Pinsel | kräftig und schnell | Hintergrund, Schatten, große Farbfelder |
Zeichenlabor Pinselgröße: Zeichne dieselbe Wellenlinie mit drei verschiedenen Pinselgrößen. Vergleiche anschließend, welche Linie ruhig, kräftig oder detailreich wirkt.
Deckkraft
Die Deckkraft beschreibt, wie stark eine Farbe den Untergrund verdeckt. Bei hoher Deckkraft ist die Farbe kräftig und undurchsichtig. Bei niedriger Deckkraft scheint der Untergrund teilweise durch.
Stell Dir Deckkraft wie gefärbtes Glas vor: Ein vollständig deckender Farbauftrag verdeckt alles darunter. Eine halbtransparente Farbe lässt Teile des Untergrunds sichtbar.
Zeichenlabor Deckkraft: Lege drei gleichfarbige Striche übereinander. Nutze nacheinander etwa 100 %, 50 % und 20 % Deckkraft. Beobachte den Unterschied.
Tipp: Niedrige Deckkraft ist hilfreich, wenn Du Schatten aufbauen oder eine Skizze sichtbar lassen möchtest.
Radieren und Rückgängig
Mit dem Radierer entfernst Du Bildteile. Die Funktion Rückgängig nimmt dagegen den letzten Arbeitsschritt zurück. Beide Werkzeuge sind nützlich, aber sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Radieren ist besonders sinnvoll, wenn Du gezielt kleine Bildteile korrigieren möchtest. Rückgängig eignet sich, wenn der letzte Strich insgesamt nicht gelungen ist.
Zeichenlabor Radieren: Zeichne eine schwarze Fläche. Radiere daraus fünf unterschiedliche Formen: Kreis, Linie, Stern, Spirale und Fensterform. So wird der Radierer selbst zu einem Zeichenwerkzeug.
| G | M | E |
|---|---|---|
| Entferne einzelne störende Striche. | Nutze den Radierer, um Formen sauber auszuarbeiten. | Verwende Radieren bewusst als Gestaltungsmittel für Licht, Muster oder Negativformen. |
Ebenen
Eine Ebene kannst Du Dir wie eine durchsichtige Folie vorstellen. Mehrere Folien liegen übereinander und ergeben zusammen ein Bild. Wenn Du auf einer Ebene arbeitest, veränderst Du die anderen Ebenen nicht.
Für Klasse 5 reichen zunächst drei Ebenen:
- Skizze: grobe Vorzeichnung
- Farbe: ausgemalte Formen
- Hintergrund: Farbfläche oder Umgebung

In einer Ebenenansicht kannst Du Ebenen auswählen, ein- und ausblenden und häufig auch ihre Reihenfolge verändern.
Ebenenregel: Benenne Ebenen möglichst eindeutig. Statt „Ebene 1“ ist „Skizze“ hilfreicher.
Zeichenlabor Ebenen: Erstelle eine Ebene für einen Kreis und eine zweite Ebene für einen Stern. Verschiebe die Reihenfolge der Ebenen. Beobachte, welche Form vorne erscheint.
Pinsel verstehen und vergleichen
Viele Zeichenprogramme enthalten verschiedene digitale Pinsel. Ein Pinsel kann hart oder weich, glatt oder körnig, deckend oder transparent sein. Für den Einstieg solltest Du nicht ständig wechseln. Wähle zunächst einen einfachen, gut kontrollierbaren Pinsel.

Ein digitaler Pinsel besitzt mehrere Einstellungen. Für diesen Kurs sind vor allem Pinselgröße und Deckkraft wichtig. Weitere Einstellungen kannst Du später erkunden.
Pinseltest: Erstelle eine eigene Pinsel-Testkarte. Ziehe mit jedem ausgewählten Pinsel drei Striche: dünn, mittel und dick. Schreibe daneben den Namen oder eine kurze Beschreibung des Pinsels.
Bildschirmaufnahme und digitales Arbeiten beobachten
Bei einer Bildschirmaufnahme kannst Du sehen, wie ein digitales Bild Schritt für Schritt entsteht. Achte nicht nur auf das fertige Ergebnis, sondern besonders auf die Reihenfolge der Arbeitsschritte.
Datei:Speedpainting timelapse Krita 2.8.webm
Beobachtungsauftrag: Suche im Video nach drei Momenten, in denen zuerst große Formen entstehen und Details erst später ergänzt werden. Überlege, warum diese Reihenfolge sinnvoll ist.
Das folgende Tutorial zeigt einen kompletten digitalen Illustrationsprozess in Krita. Für Klasse 5 musst Du nicht das ganze Video ansehen. Nutze einzelne Abschnitte als Demonstration, zum Beispiel zu Dokument, Pinseln, Skizze oder Ebenen.
Ein kürzerer Einblick in digitales Speedpainting:
Medienhinweis: Die eingebundenen Commons-Medien besitzen auf Wikimedia Commons ausgewiesene freie Lizenzen oder sind gemeinfrei. Bei eigener Weiterverwendung musst Du die jeweilige Lizenzseite beachten und erforderliche Namensnennungen übernehmen. Die verlinkten YouTube-Videos werden über den offiziellen Einbettungsweg angezeigt. Im Unterricht sollten Videos von der Lehrkraft vorausgewählt und datenschutzgerecht eingesetzt werden.
Sicher, fair und rechtssicher arbeiten
Digitales Zeichnen ist auch Medienbildung. Du solltest wissen, welche Bilder Du verwenden darfst und welche persönlichen Daten nicht in ein Kunstwerk gehören.
Nutze für eigene Projekte am besten selbst gezeichnete Motive oder freie Vorlagen. Bilder aus Wikimedia Commons können je nach Lizenz weiterverwendet werden, wenn Du die Lizenzbedingungen einhältst. Bei einer Lizenz mit Namensnennung muss die Urheberin oder der Urheber genannt werden. Bei einer Share-Alike-Lizenz kann zusätzlich verlangt werden, dass eine Bearbeitung unter derselben oder einer kompatiblen Lizenz weitergegeben wird.
Kopiere nicht einfach Figuren aus Filmen, Spielen oder Comics und gib sie als eigene Erfindung aus. Du kannst Dich von Formen, Farben oder Stimmungen inspirieren lassen, solltest aber eine eigene Gestaltung entwickeln.
Veröffentliche keine privaten Daten wie vollständigen Namen, Adresse, Telefonnummer oder Fotos anderer Personen ohne Erlaubnis. Für ein Kursbild reichen zum Beispiel ein Fantasiename, ein Symbol oder ein selbst erfundenes Zeichen.
Arbeitsstrategie für digitale Zeichnungen
Eine gute digitale Zeichnung entsteht meist in mehreren Schritten. Diese Reihenfolge hilft Dir:
- Idee: Entscheide, was Dein Bild zeigen soll.
- Skizze: Zeichne locker und noch nicht zu genau.
- Formen: Lege wichtige Flächen und Umrisse fest.
- Farbe: Färbe große Bereiche.
- Details: Ergänze Augen, Muster, Fell, Schuppen oder kleine Gegenstände.
- Kontrolle: Prüfe Linien, Ebenen und störende Stellen.
- Speichern: Speichere die bearbeitbare Datei und exportiere bei Bedarf ein Bildformat.
Merke: Details sind nicht der erste Schritt. Erst die großen Formen, dann die kleinen Einzelheiten.
Projekt 1: Tierzeichnung
Zeichne ein Tier aus einfachen Grundformen. Ein Katzenkopf kann zum Beispiel aus einem Kreis, zwei Dreiecken und einfachen Linien entstehen. Ein Fisch kann aus Oval, Dreieck und Bögen aufgebaut werden.
Arbeite zuerst mit einer Skizzenebene. Zeichne danach eine neue Ebene für saubere Linien oder Farbe. Nutze mindestens zwei Pinselgrößen.
| Niveau | Auftrag |
|---|---|
| G | Zeichne ein Tier mit klaren Grundformen, einer Kontur und mindestens zwei Farben. |
| M | Ergänze Muster, Fell, Federn, Schuppen oder Schatten mit unterschiedlicher Pinselgröße. |
| E | Gestalte eine erkennbare Stimmung durch Linie, Farbe, Deckkraft und Hintergrund. |
Reflexionsfrage: Welche drei Formen waren für den Aufbau Deines Tieres am wichtigsten?
Projekt 2: Fantasiefigur
Eine Fantasiefigur darf Dinge verbinden, die es in Wirklichkeit nicht zusammen gibt. Kombiniere zum Beispiel Tier, Pflanze und Maschine oder zwei Tiere mit einem erfundenen Gegenstand.
Beginne mit drei kleinen Ideenskizzen. Entscheide Dich anschließend für eine Figur. Nutze mindestens zwei Ebenen und arbeite von großen Formen zu kleinen Details.
Ideenmaschine:
| Körper | Besonderheit | Zusatz |
|---|---|---|
| Vogel | leuchtet | Rucksack |
| Frosch | schwebt | Krone |
| Katze | hat Blätter statt Fell | Rollschuhe |
| Fisch | kann fliegen | Werkzeugtasche |
Du darfst die Begriffe neu kombinieren oder völlig eigene Ideen erfinden.
| G | M | E |
|---|---|---|
| Eine gut erkennbare Fantasiefigur. | Eine Figur mit klarer Farbidee und mehreren Details. | Eine Figur mit eigener Geschichte, Ausdruck und bewusstem Ebenenaufbau. |
Projekt 3: Kursbild
Ein Kursbild ist ein kleines Bild, das einen Kurs oder ein Thema erkennbar macht. Für diesen aiMOOC könntest Du zum Beispiel einen Stift, ein Tablet, einen Pinselstrich und eine Fantasiefigur kombinieren.
Achte darauf, dass das Motiv auch klein noch verständlich ist. Verwende deshalb nicht zu viele Einzelheiten.
Gestaltungsregel: Ein gutes Kursbild braucht einen klaren Mittelpunkt und einen einfachen Hintergrund.
| G | M | E |
|---|---|---|
| Ein Symbol und eine Hintergrundfarbe. | Mehrere zusammenpassende Symbole und gut lesbare Formen. | Eine bewusst geplante Bildkomposition mit Farbkontrast und klarer Blickführung. |
Projekt 4: Digitales Skizzenbuch
Ein digitales Skizzenbuch ist eine Sammlung von Versuchen, Ideen und Beobachtungen. Nicht jede Seite muss ein fertiges Kunstwerk sein.
Lege für jede Übung eine neue Datei oder Seite an. Schreibe ein Datum oder einen kurzen Titel dazu. Sammle Linienübungen, Pinseltests, Farbstudien und kleine Figuren.
Mögliche Seiten:
- Linien und Kreise
- Drei Pinsel im Vergleich
- Deckkraft-Experiment
- Fünf Fantasieköpfe
- Tier aus Grundformen
- Farbidee für ein Kursbild
Am Ende kannst Du vergleichen, welche Werkzeuge Dir inzwischen leichter fallen.
G/M/E-Werkstatt
Wähle zu einer Aufgabe das Niveau, das zu Deinem Lernstand passt. Du kannst auch im G-Niveau beginnen und später auf M oder E erweitern.
| Bereich | G | M | E |
|---|---|---|---|
| Linie | kontrollierte Grundformen | unterschiedliche Linienqualitäten | Linien gezielt für Wirkung einsetzen |
| Fläche | geschlossene Formen füllen | Muster und Farbflächen kombinieren | Flächen bewusst für Bildaufbau nutzen |
| Pinselgröße | klein und groß unterscheiden | mehrere Größen passend einsetzen | Größenwechsel für Blickführung planen |
| Deckkraft | hohe und niedrige Deckkraft erkennen | Deckkraft für Schatten verwenden | transparente Schichten bewusst aufbauen |
| Radieren | Fehler entfernen | Konturen verbessern | Negativformen und Licht erzeugen |
| Ebenen | zwei Ebenen benutzen | drei Ebenen benennen und ordnen | Ebenen gezielt für Varianten und Korrekturen einsetzen |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Einstellung verändert die Breite eines digitalen Strichs? (Pinselgröße) (!Ebenenname) (!Dateiformat) (!Bildtitel)
Was bedeutet Deckkraft beim digitalen Zeichnen? (Wie stark eine Farbe den Untergrund verdeckt) (!Wie schnell das Tablet lädt) (!Wie groß die Datei ist) (!Wie viele Ebenen vorhanden sind)
Wozu dient eine Ebene? (Bildteile getrennt voneinander zu bearbeiten) (!Den Stift aufzuladen) (!Das Tablet auszuschalten) (!Eine Datei umzubenennen)
Welches Werkzeug entfernt gezielt Bildteile? (Radierer) (!Farbwähler) (!Zoom) (!Dateimanager)
Was ist für den Beginn einer Zeichnung besonders sinnvoll? (Eine lockere Skizze mit großen Formen) (!Sofort jedes kleine Detail auszuarbeiten) (!Alle Ebenen zu löschen) (!Nur mit dem größten Pinsel zu arbeiten)
Wann eignet sich ein kleiner Pinsel besonders? (Für feine Details) (!Nur für den Hintergrund) (!Zum Speichern einer Datei) (!Zum Öffnen einer Ebene)
Was macht die Funktion Rückgängig? (Sie nimmt den letzten Arbeitsschritt zurück) (!Sie macht alle Farben durchsichtig) (!Sie löscht automatisch jede Ebene) (!Sie vergrößert den Pinsel)
Warum ist eine geschlossene Kontur beim Füllen wichtig? (Damit die Farbe im vorgesehenen Bereich bleibt) (!Damit das Tablet schneller lädt) (!Damit alle Linien gleich dick werden) (!Damit automatisch eine neue Datei entsteht)
Welche Reihenfolge ist für eine einfache digitale Zeichnung sinnvoll? (Idee Skizze große Formen Farbe Details) (!Details Export Idee Löschen Skizze) (!Radieren Speichern Tablet ausschalten Linie) (!Farbe Datei schließen Skizze Rückgängig)
Was gehört zu einem fairen und rechtssicheren Umgang mit Bildern? (Eigene oder passend lizenzierte Vorlagen verwenden) (!Jedes Bild aus dem Internet ohne Prüfung kopieren) (!Urheberangaben grundsätzlich entfernen) (!Private Fotos anderer ungefragt veröffentlichen)
Memory
| Linie | geführte Spur des Stifts |
| Fläche | zusammenhängender Bildbereich |
| Pinselgröße | Breite des Strichs |
| Deckkraft | Stärke der Sichtbarkeit |
| Radierer | Werkzeug zum Entfernen |
| Ebene | getrennte Bildschicht |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Skizze | erste lockere Vorzeichnung |
| Kontur | sichtbarer Umriss einer Form |
| Deckkraft | bestimmt die Transparenz eines Farbauftrags |
| Radierer | entfernt ausgewählte Bildstellen |
| Ebene | trennt Bildteile voneinander |
Kreuzworträtsel
| Linie | Wie heißt eine mit dem Stift gezogene Spur? |
| Fläche | Wie heißt ein zusammenhängender Bildbereich? |
| Pinsel | Welches digitale Werkzeug erzeugt Striche? |
| Deckkraft | Welche Einstellung bestimmt die Stärke der Sichtbarkeit einer Farbe? |
| Radierer | Welches Werkzeug entfernt Bildteile? |
| Ebene | Wie heißt eine getrennte Bildschicht? |
LearningApps
Lückentext
Interaktive Zeichenaufgaben
Linien-Challenge
Erstelle ein neues Dokument und teile die Zeichenfläche gedanklich in vier Bereiche. Zeichne in jedem Bereich eine andere Linienart: gerade, wellig, spiralförmig und zackig. Verwende zunächst dieselbe Pinselgröße.
G: Zeichne jede Linienart fünfmal.
M: Verändere zusätzlich Länge und Richtung.
E: Erzeuge mit den Linien eine erkennbare Stimmung wie ruhig, hektisch oder fröhlich.
Pinselgrößen-Challenge
Zeichne einen einfachen Baum nur mit drei Pinselgrößen. Nutze den größten Pinsel für die Baumkrone, einen mittleren für Stamm und Äste und einen kleinen für Details.
G: Drei klar erkennbare Größen.
M: Größenwechsel passend zu den Bildteilen.
E: Pinselgröße zusätzlich zur Blickführung nutzen.
Deckkraft-Challenge
Zeichne drei überlappende Kreise mit derselben Farbe und unterschiedlicher Deckkraft. Beobachte, was an den Überlappungen geschieht.
G: Drei Stufen ausprobieren.
M: Aus den Überlappungen eine kleine Farbkomposition erstellen.
E: Mit mehreren transparenten Schichten einen Schatten oder Nebeleffekt gestalten.
Radier-Challenge
Fülle eine Fläche vollständig mit dunkler Farbe. Zeichne anschließend ausschließlich mit dem Radierer ein Gesicht, Tier oder Symbol hinein.
G: Ein einfaches Symbol.
M: Eine Figur mit mehreren Formen.
E: Licht und Schatten nur durch verschieden starkes Radieren darstellen.
Ebenen-Challenge
Erstelle drei Ebenen mit den Namen „Hintergrund“, „Figur“ und „Details“. Zeichne auf jeder Ebene nur den passenden Bildteil. Blende anschließend einzelne Ebenen aus und wieder ein.
G: Drei Ebenen anlegen und benennen.
M: Ebenen in sinnvoller Reihenfolge anordnen.
E: Eine zweite Version des Bildes erstellen, indem nur eine Ebene verändert wird.
Offene Aufgaben
Leicht
- Linienblatt: Erstelle ein digitales Übungsblatt mit mindestens sechs verschiedenen Linienarten und beschrifte sie.
- Pinselprobe: Teste drei Pinselgrößen und beschreibe mit je einem Satz, wofür sie geeignet sind.
- Tier aus Grundformen: Zeichne ein Tier aus Kreisen, Ovalen, Dreiecken und Linien.
- Radierbild: Erzeuge eine dunkle Fläche und zeichne ein Motiv ausschließlich mit dem Radierer hinein.
Standard
- Fantasiefigur: Entwirf eine eigene Fantasiefigur aus mindestens zwei Tiermerkmalen und einem erfundenen Zusatz.
- Deckkraftstudie: Gestalte ein kleines Bild mit mindestens drei unterschiedlichen Deckkraftstufen und erkläre ihre Wirkung.
- Ebenenbild: Erstelle ein Bild mit den Ebenen Hintergrund, Figur und Details und dokumentiere die Reihenfolge.
- Kursbild: Gestalte ein quadratisches Kursbild zum Thema digitales Zeichnen mit klarer Bildmitte und wenigen gut erkennbaren Formen.
Schwer
- Digitales Skizzenbuch: Erstelle fünf Seiten mit unterschiedlichen Versuchen zu Linie, Fläche, Pinsel, Deckkraft und Ebenen und schreibe jeweils eine kurze Reflexion.
- Pinselvergleich: Vergleiche vier digitale Pinsel und erkläre, wie sich Kante, Struktur, Größe und Deckkraft auf die Wirkung auswirken.
- Varianten auf Ebenen: Erstelle aus demselben Grundmotiv drei Varianten, indem Du nur Farb- oder Detailebenen veränderst.
- Tutorial erstellen: Produziere eine kurze Bildschirmaufnahme oder Bildfolge, in der Du einer anderen Person erklärst, wie eine einfache Figur mit Ebenen entsteht.


Lernkontrolle
- Werkzeugwahl begründen: Du möchtest ein Tier mit großen Farbflächen und feinen Felllinien zeichnen. Erkläre, welche Pinselgrößen Du in welcher Reihenfolge einsetzen würdest und warum.
- Fehler analysieren: Beim Füllen einer Form läuft die Farbe über das ganze Bild. Nenne eine wahrscheinliche Ursache und beschreibe eine sinnvolle Lösung.
- Deckkraft übertragen: Erkläre, wie Du mit niedriger Deckkraft einen Schatten erzeugen kannst, ohne eine neue dunkle Farbe zu wählen.
- Ebenenproblem lösen: Du möchtest den Hintergrund ändern, ohne die Figur zu beschädigen. Beschreibe einen geeigneten Ebenenaufbau.
- Bildwirkung vergleichen: Vergleiche zwei gedachte Zeichnungen derselben Figur: eine mit gleichmäßig dicken Linien und eine mit wechselnden Linienbreiten. Beschreibe mögliche Wirkungsunterschiede.
- Projekt planen: Plane ein digitales Kursbild. Lege Motiv, Hintergrund, Ebenen und Pinselgrößen fest und begründe mindestens drei Entscheidungen.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du digitale Zeichenwerkzeuge nicht nur findest, sondern bewusst einsetzt.
Wichtig sind:
- sicherer Umgang mit Linie und Fläche
- sinnvolle Wahl verschiedener Pinselgrößen
- verständliche Anwendung von Deckkraft
- gezieltes Radieren und Unterscheiden von Radieren und Rückgängig
- einfacher, übersichtlicher Ebenenaufbau
- Planung vom groben Entwurf bis zu Details
- selbstständige Gestaltung eines eigenen Motivs
- reflektierte Begründung gestalterischer Entscheidungen
- verantwortungsvoller Umgang mit Vorlagen, Lizenzen und persönlichen Daten
Ein möglicher Lernnachweis besteht aus einem fertigen digitalen Bild, einer kleinen Dokumentation mit Zwischenschritten und einer kurzen Selbstreflexion.
OERs zum Thema
Der Wikipedia-Artikel Digitales Malen bietet Hintergrundinformationen zum digitalen Malen und zu typischen Eingabegeräten.
Weitere sinnvolle Artikel sind Grafiktablett, Krita, Rastergrafik, Vektorgrafik, Creative Commons und Urheberrecht.
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Das Thema verbindet Kunst, Medienbildung und praktische digitale Kompetenz. Du trainierst Feinmotorik, Bildplanung, Gestaltung, Reflexion und einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien.
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