BK5 - Unmögliche Räume gestalten

BK5 - Unmögliche Räume gestalten
BK5 - Unmögliche Räume gestalten
Einleitung
Stell Dir vor, Du öffnest die Tür zu Deinem Klassenzimmer und dahinter beginnt plötzlich eine Berglandschaft. Auf einem Tisch steht ein Haus, das größer ist als der Raum selbst. Eine Treppe führt nach oben, endet aber mitten im Himmel. Eine winzige Person sitzt auf einem riesigen Stuhl. Genau mit solchen überraschenden Bildideen beschäftigst Du Dich in diesem aiMOOC.
Du gestaltest einen unmöglichen Raum: eine bewusst unrealistische Bildwelt, in der verschiedene Orte, Größen und Perspektiven zusammenkommen. Dabei kannst Du Innenräume, Landschaften, Architektur, Fotomontagen, Zeichnungen und gefundene Bilder miteinander verbinden.
Das Ziel ist nicht, einen echten Raum möglichst genau nachzuzeichnen. Du sollst vielmehr untersuchen, wie Raumwirkung entsteht und wie Du sie absichtlich verändern kannst. Besonders wichtig sind dabei Perspektive, Fluchtpunkt, Horizontlinie, Vordergrund, Hintergrund, Überschneidung und Größenverhältnis.
Du lernst in diesem aiMOOC:
- Raumdarstellung: Du erkennst, wie Bilder Tiefe und räumliche Wirkung erzeugen.
- Perspektive: Du nutzt einfache perspektivische Mittel, um Nähe und Ferne darzustellen.
- Größenverhältnisse: Du veränderst bewusst die Größe von Dingen und Personen.
- Fotomontage: Du kombinierst Bildteile aus unterschiedlichen Quellen zu einer neuen Bildwelt.
- Collage: Du ordnest, überlagerst, zerschneidest und verbindest Bildmaterial.
- Bildkomposition: Du planst, wo wichtige Elemente im Bild liegen.
- Reflexion: Du erklärst, warum Dein Raum unmöglich wirkt und welche Gestaltungsmittel Du eingesetzt hast.
Was bedeutet „unmöglicher Raum“?
Ein unmöglicher Raum ist ein Bildraum, der nicht so funktionieren könnte wie ein echter Raum. In ihm können mehrere Orte gleichzeitig vorkommen. Ein Wohnzimmer kann in einen Wald übergehen. Eine Straße kann an der Wand weiterlaufen. Ein Fenster kann in einen Ozean führen. Ein Berg kann mitten im Klassenzimmer stehen.
Wichtig ist, dass diese Unmöglichkeit bewusst gestaltet wird. Du entscheidest also absichtlich, welche Regeln Du einhältst und welche Du brichst.

Der Ames-Raum ist ein bekanntes Beispiel dafür, wie unser Sehen getäuscht werden kann. Seine Form ist verzerrt, aber aus einem bestimmten Blickwinkel kann er wie ein normaler Raum wirken. Dadurch können Personen scheinbar sehr unterschiedlich groß erscheinen.
Beobachtungsauftrag: Achte darauf, wie stark sich die scheinbare Größe einer Person verändert, obwohl sich die Person selbst natürlich nicht verändert.
Raumwirkung: Wie entsteht Tiefe im Bild?
Ein Blatt Papier ist flach. Trotzdem kann ein Bild so wirken, als könne man weit hineinsehen. Künstlerinnen und Künstler verwenden dafür verschiedene Mittel.
- Überschneidung: Ein Gegenstand verdeckt einen anderen. Dadurch wirkt er meist näher.
- Größenstaffelung: Gegenstände, die weiter entfernt erscheinen sollen, werden kleiner dargestellt.
- Höhenstaffelung: Dinge, die im Bild weiter oben liegen, können weiter entfernt wirken.
- Fluchtpunkt: Tiefenlinien laufen scheinbar auf einen gemeinsamen Punkt zu.
- Vordergrund: Bildbereich, der dem Betrachter besonders nah erscheint.
- Mittelgrund: Bereich zwischen vorne und hinten.
- Hintergrund: Bereich, der besonders weit entfernt erscheint.

Bei der Einpunktperspektive laufen wichtige Tiefenlinien auf einen Fluchtpunkt zu. Ein Weg, ein Flur oder eine Straße eignet sich besonders gut, um dieses Prinzip zu erkennen.
Medienauftrag: Stoppe das Video an einer Stelle, an der der Fluchtpunkt gut zu erkennen ist. Zeige mit dem Finger, welche Linien auf ihn zulaufen.
Innenräume als Ausgangspunkt
Innenräume sind für unmögliche Bildwelten besonders spannend, weil wir sehr genau wissen, wie ein Zimmer normalerweise aussehen müsste. Wenn ein Schrank schwebt, eine Tür zu klein ist oder ein Boden plötzlich zur Landschaft wird, bemerken wir die Veränderung sofort.
Ideen für Veränderungen:
- Eine Tür führt in einen anderen Ort.
- Der Boden wird zu Wasser, Wiese oder Himmel.
- Ein Möbelstück wird riesig.
- Ein Fenster zeigt eine Landschaft, die nicht zum Raum passt.
- Eine Wand wird zu einer Straße.
- Die Decke wird zum Fußboden eines zweiten Raumes.
Landschaften als neue Räume
Landschaften besitzen häufig eine starke Tiefenwirkung. Berge, Wege, Flüsse oder Baumreihen können den Blick in die Ferne führen. Für Deine Bildwelt kannst Du eine Landschaft so einsetzen, dass sie an einer völlig unerwarteten Stelle erscheint.


Bildidee: Schneide aus einem Innenraum eine Türöffnung aus und setze dahinter eine Landschaft. Verändere anschließend mindestens ein Größenverhältnis: Vielleicht ist ein Baum größer als das ganze Zimmer oder ein Berg passt in eine Schublade.
Architektur und gebaute Räume
Auch echte Architektur kann mit Perspektive spielen. Besonders eindrucksvoll ist die Perspektivgalerie im Palazzo Spada in Rom. Durch die Gestaltung des Bodens, der Säulen und der Größenverhältnisse wirkt die Galerie viel länger, als sie tatsächlich ist.

Solche Beispiele zeigen Dir: Raumwirkung entsteht nicht nur durch das Motiv selbst, sondern durch die Art, wie Linien, Größen und Abstände gestaltet werden.
Übertrage diese Idee auf Dein Bild: Eine Treppe kann nach hinten immer kleiner werden. Türen können unterschiedlich groß sein. Ein Gang kann sich viel länger anfühlen, wenn seine Formen stark zum Fluchtpunkt hin schrumpfen.
Fotomontage: Wirklichkeiten verbinden
Bei einer Fotomontage werden mehrere fotografische Bildelemente zu einem neuen Bild zusammengesetzt. Du kannst analog mit Schere und Kleber arbeiten oder digital mit einem Bildbearbeitungsprogramm.


Eine gute Fotomontage muss nicht realistisch sein. Gerade in diesem Projekt darfst Du sichtbare Brüche einsetzen. Entscheidend ist, dass Du erkennst, welche Wirkung Dein Größen- oder Perspektivbruch erzeugt.
Erzwungene Perspektive: Groß wird klein, klein wird groß
Bei einer erzwungenen Perspektive werden Abstände und Blickwinkel so gewählt, dass Größenverhältnisse anders erscheinen als in Wirklichkeit. Auf Fotos kann es zum Beispiel so aussehen, als halte eine Person ein entferntes Gebäude in der Hand.

Experiment: Fotografiere zwei Gegenstände so, dass ein kleiner Gegenstand im Vordergrund riesig und ein großer Gegenstand im Hintergrund winzig wirkt. Verändere dafür nicht die Gegenstände, sondern nur ihren Abstand zur Kamera.
Deine Werkzeugkiste für unmögliche Räume
Fluchtpunkt: Der Punkt, auf den Tiefenlinien scheinbar zulaufen.
Horizontlinie: Die gedachte Augenhöhe im Bild. Auf ihr liegt bei einer einfachen Einpunktperspektive der Fluchtpunkt.
Größenstaffelung: Nahe Gegenstände erscheinen größer, entfernte kleiner.
Überschneidung: Ein Element verdeckt einen Teil eines anderen Elements.
Maßstabssprung: Ein Gegenstand wird absichtlich viel zu groß oder viel zu klein dargestellt.
Perspektivbruch: Verschiedene perspektivische Systeme passen absichtlich nicht zusammen.
Raumkombination: Mehrere unterschiedliche Orte werden in einem Bild verbunden.
Bildkante: Der Rand des Bildes. Elemente können darüber hinausgedacht werden oder scheinbar hineinragen.
Perspektive Schritt für Schritt
Für eine einfache Einpunktperspektive kannst Du so vorgehen:
- Zeichne eine Horizontlinie.
- Setze einen Fluchtpunkt auf die Horizontlinie.
- Zeichne wichtige Tiefenlinien zum Fluchtpunkt.
- Ergänze Formen wie Türen, Fenster, Wege oder Möbel.
- Lass Gegenstände mit zunehmender Entfernung kleiner werden.
- Brich anschließend bewusst eine Regel, um Deinen Raum unmöglich zu machen.
Vom normalen zum unmöglichen Raum
Ein spannendes Bild entsteht häufig dann, wenn zunächst eine glaubwürdige Raumwirkung aufgebaut und danach gezielt verändert wird.
Beispiel: Du zeichnest einen Flur mit Fluchtpunkt. Danach ersetzt Du die Tür am Ende durch einen Wasserfall. Anschließend setzt Du einen riesigen Apfel in den Vordergrund und eine winzige Person daneben. So entsteht eine Bildwelt, die räumlich verständlich bleibt, aber unmöglich ist.
Merksatz: Erst verstehen, wie Raumwirkung funktioniert – dann darfst Du sie bewusst verdrehen.
Arbeitsprozess
- Ideensammlung: Sammle mindestens drei unterschiedliche Raumideen, zum Beispiel Zimmer, Landschaft und Straße.
- Skizze: Zeichne eine kleine Vorplanung und markiere Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund.
- Bildmaterial: Suche passende Fotos, Zeitschriftenbilder oder eigene Zeichnungen.
- Komposition: Lege die Elemente zunächst lose auf, bevor Du sie festklebst.
- Größenverhältnis: Verändere mindestens zwei Größen bewusst.
- Perspektive: Nutze einen Fluchtpunkt, eine Größenstaffelung oder eine andere Form der Tiefenwirkung.
- Perspektivbruch: Baue mindestens eine Stelle ein, die absichtlich nicht realistisch funktioniert.
- Ausarbeitung: Ergänze Schatten, Linien, Farben oder Übergänge.
- Reflexion: Beschreibe, warum Dein Bild unmöglich wirkt.
Differenzierung G / M / E
G – Grundlegend:
- Kombiniere mindestens zwei unterschiedliche Räume.
- Zeige klar, was vorne und was hinten liegt.
- Verändere mindestens ein Größenverhältnis deutlich.
- Nutze Überschneidung oder Größenstaffelung.
- Erkläre in zwei bis drei Sätzen, warum Dein Raum unmöglich ist.
M – Mittleres Niveau:
- Kombiniere mindestens drei unterschiedliche Bildräume.
- Nutze einen Fluchtpunkt oder deutliche Tiefenlinien.
- Verändere mehrere Größenverhältnisse.
- Verbinde Fotomontage und Zeichnung oder zwei andere Techniken.
- Erkläre, wie Perspektive und Größenverhältnisse die Wirkung verändern.
E – Erweitert:
- Entwickle eine komplexe Bildwelt mit mehreren ineinander übergehenden Räumen.
- Nutze Perspektive gezielt und brich sie an mindestens einer Stelle bewusst.
- Setze starke Maßstabssprünge ein.
- Plane Übergänge so, dass manche realistisch und andere absichtlich irritierend wirken.
- Begründe, an welchen Stellen Du Regeln der Raumdarstellung einhältst und an welchen Stellen Du sie brichst.
Reflexionsfragen für Dein Bild
- Wo liegt der stärkste Blickfang?
- Welche Elemente wirken besonders nah oder fern?
- Wo hast Du Größenverhältnisse verändert?
- Welche Perspektive ist erkennbar?
- Gibt es einen Fluchtpunkt?
- Wo bricht Deine Bildwelt bewusst mit der Wirklichkeit?
- Welche zwei oder mehr Räume hast Du verbunden?
- Welche Stelle wirkt überraschend oder irritierend?
- Was würdest Du bei einer zweiten Version verändern?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Fluchtpunkt? (Ein Punkt, auf den Tiefenlinien im Bild scheinbar zulaufen) (!Der höchste Gegenstand in einem Bild) (!Der Rand eines Bildes) (!Eine besonders helle Farbfläche)
Was hilft dabei, räumliche Tiefe darzustellen? (Größenstaffelung) (!Alle Gegenstände gleich groß zeichnen) (!Alle Gegenstände nebeneinander anordnen) (!Nur eine Farbe verwenden)
Was bedeutet Überschneidung in einem Bild? (Ein Gegenstand verdeckt einen Teil eines anderen) (!Zwei Farben werden vollständig entfernt) (!Alle Linien laufen parallel) (!Ein Bild wird gespiegelt)
Was ist eine Fotomontage? (Eine Kombination mehrerer fotografischer Bildelemente) (!Eine Zeichnung nur mit Bleistift) (!Eine Skulptur aus Holz) (!Ein Foto ohne Veränderungen)
Was macht einen Raum in diesem Projekt unmöglich? (Bewusst unrealistische Kombinationen von Orten Größen oder Perspektiven) (!Nur besonders viele Möbel) (!Ausschließlich dunkle Farben) (!Eine vollkommen leere Fläche)
Welche Wirkung hat ein weit entfernter Gegenstand normalerweise im Bild? (Er erscheint kleiner) (!Er erscheint immer heller) (!Er erscheint immer runder) (!Er erscheint größer als alles im Vordergrund)
Wozu dient die Horizontlinie bei einer einfachen Einpunktperspektive? (Sie zeigt die gedachte Augenhöhe) (!Sie markiert den Bildrand) (!Sie teilt Farben in warme und kalte) (!Sie zeigt die Größe eines Gegenstands)
Was ist ein Perspektivbruch? (Eine bewusst nicht zusammenpassende Raumdarstellung) (!Ein eingerissenes Blatt Papier) (!Eine abgebrochene Bleistiftspitze) (!Ein Fehler beim Mischen von Farben)
Welche Idee passt besonders gut zu einem unmöglichen Raum? (Eine Zimmertür führt direkt in eine Berglandschaft) (!Ein Stuhl steht neben einem Tisch) (!Ein Fenster befindet sich in einer Wand) (!Ein Weg liegt draußen in einer Landschaft)
Warum ist Reflexion nach der Gestaltung wichtig? (Weil Du erklären kannst welche Entscheidungen die Bildwirkung erzeugen) (!Weil dadurch alle Bilder gleich aussehen) (!Weil Du dann keine Gestaltungsideen mehr brauchst) (!Weil Perspektive nur durch Schreiben entsteht)
Memory
| Fluchtpunkt | Treffpunkt scheinbar zusammenlaufender Tiefenlinien |
| Horizontlinie | gedachte Augenhöhe im Bild |
| Vordergrund | Bereich der besonders nah erscheint |
| Überschneidung | ein Element verdeckt ein anderes |
| Größenstaffelung | Entferntes wird kleiner dargestellt |
| Fotomontage | Verbindung mehrerer fotografischer Bildelemente |
| Maßstabssprung | absichtlich extrem veränderte Größe |
| Perspektivbruch | bewusst widersprüchliche Raumdarstellung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Wirkung im Bild |
|---|---|
| Fluchtpunkt | lenkt Tiefenlinien in die Ferne |
| Größenstaffelung | lässt Entferntes kleiner erscheinen |
| Überschneidung | zeigt welches Element weiter vorne liegt |
| Maßstabssprung | erzeugt eine überraschende unnatürliche Größe |
| Raumkombination | verbindet unterschiedliche Orte zu einer neuen Bildwelt |
| Perspektivbruch | irritiert durch widersprüchliche Raumregeln |
Kreuzworträtsel
| Fluchtpunkt | Wie heißt der Punkt, auf den Tiefenlinien scheinbar zulaufen? |
| Horizont | Wie heißt die gedachte Linie der Augenhöhe im Bild? |
| Collage | Wie nennt man ein Bild aus zusammengefügten Materialien? |
| Perspektive | Wie heißt die Darstellung räumlicher Tiefe auf einer Fläche? |
| Vordergrund | Wie heißt der Bildbereich, der besonders nah wirkt? |
| Montage | Welches Wort bezeichnet das Zusammenfügen verschiedener Bildelemente? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
G – Grundlegend / Leicht
- Raumcollage: Schneide zwei unterschiedliche Räume aus Zeitschriften oder ausgedruckten Bildern aus und verbinde sie zu einer neuen Bildwelt.
- Riesenobjekt: Zeichne oder montiere einen Alltagsgegenstand so groß, dass er nicht mehr in den dargestellten Raum passen würde.
- Vorne und hinten: Gestalte ein Bild mit mindestens drei Gegenständen, bei dem klar zu erkennen ist, was im Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund liegt.
- Tür in eine andere Welt: Gestalte eine Tür oder ein Fenster, hinter dem ein völlig anderer Ort sichtbar wird.
Mittleres Niveau / Standard
- Drei Räume: Verbinde einen Innenraum, eine Landschaft und ein Architekturmotiv zu einer gemeinsamen Bildwelt.
- Fluchtpunkt-Experiment: Zeichne einen einfachen Flur oder Weg mit Fluchtpunkt und ersetze das Ende durch einen unmöglichen Ort.
- Fotomontage: Erstelle eine analoge oder digitale Fotomontage mit mindestens fünf Bildelementen und zwei deutlich veränderten Größenverhältnissen.
- Perspektivfoto: Inszeniere mit einer Kamera eine erzwungene Perspektive, bei der ein Gegenstand scheinbar riesig oder winzig wird.
E – Erweitert / Schwer
- Perspektivbruch: Gestalte ein Bild, in dem mindestens zwei unterschiedliche Perspektiven absichtlich aufeinandertreffen, und erkläre die Wirkung.
- Raum ohne Schwerkraft: Entwirf einen Raum, in dem Boden, Wände und Decke ihre normalen Funktionen verlieren und Figuren in verschiedene Richtungen orientiert sind.
- Architektur der Unmöglichkeit: Erfinde ein Gebäude mit Treppen, Türen, Gängen und Ebenen, die räumlich nicht gleichzeitig funktionieren könnten.
- Kuratoren-Text: Präsentiere Dein fertiges Bild wie in einer Ausstellung und schreibe einen kurzen Begleittext, in dem Du Komposition, Größenverhältnisse, Perspektive und beabsichtigte Irritation erklärst.


Lernkontrolle
- Bildanalyse: Untersuche eine Fotografie mit deutlicher Tiefenwirkung. Erkläre, welche Hinweise Dir zeigen, was nah und was fern liegt.
- Vergleich: Vergleiche einen normalen Innenraum mit einem unmöglichen Raum. Beschreibe mindestens drei Regeln der Wirklichkeit, die im unmöglichen Raum verändert wurden.
- Transfer Perspektive: Erkläre, wie Du einen realistisch gezeichneten Flur so verändern könntest, dass er unrealistisch wirkt, ohne die räumliche Tiefe vollständig zu verlieren.
- Größenverhältnis: Begründe, wie sich die Wirkung eines Bildes verändert, wenn eine kleine Person neben einem übergroßen Alltagsgegenstand steht.
- Gestaltungsentscheidung: Entscheide, ob Du für eine bestimmte Bildidee eher Collage, Fotomontage oder Zeichnung einsetzen würdest, und begründe Deine Wahl.
- Reflexion: Beschreibe an einem eigenen oder fremden Beispiel, an welcher Stelle Perspektive eingehalten und an welcher Stelle bewusst gebrochen wird.
Lernnachweis
Für einen erfolgreichen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:
- Du kannst erklären, wodurch ein Bild räumliche Tiefe erhält.
- Du kannst Fluchtpunkt, Horizontlinie, Vordergrund und Hintergrund in einem Bild erkennen oder verwenden.
- Du kannst mindestens zwei unterschiedliche Räume zu einer neuen Bildwelt kombinieren.
- Du kannst Größenverhältnisse gezielt verändern und die Wirkung beschreiben.
- Du kannst mindestens ein Mittel wie Überschneidung, Größenstaffelung oder Fluchtpunktperspektive einsetzen.
- Du kannst eine bewusst unrealistische Stelle in Deinem Bild gestalten.
- Du kannst Deinen Arbeitsprozess von der Idee über die Skizze bis zur Ausarbeitung nachvollziehbar erklären.
- Du kannst begründen, warum Dein Bild als „unmöglicher Raum“ wahrgenommen wird.
- Du kannst Unterschiede zwischen G-, M- und E-Anforderungen erkennen und Deinen eigenen Arbeitsstand einschätzen.
OERs zum Thema
Freie Medien zur Vertiefung



Diese Medien kannst Du nutzen, um unterschiedliche Formen von Perspektive, Architektur und Montage miteinander zu vergleichen.
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