BK5 - Schrift kann gestalten

BK5 - Schrift kann gestalten
BK5 - Schrift kann gestalten
Einleitung
Schrift begegnet Dir überall: auf Deinem Stundenplan, in Büchern, auf Plakaten, Verpackungen, Apps, Comics, Schildern und Logos. Meistens lesen wir Schrift so schnell, dass wir kaum darüber nachdenken, wie die Buchstaben aussehen. Im Kunstunterricht kannst Du Schrift aber anders betrachten: Ein Buchstabe übermittelt nicht nur eine Information. Er ist zugleich eine Form aus Linien, Flächen, Bögen und Zwischenräumen. Und er kann sogar wie ein Bild wirken.
In diesem aiMOOC untersuchst Du deshalb drei Blickrichtungen:
- Information: Was muss lesbar und eindeutig sein?
- Form: Wie sind Buchstaben aufgebaut?
- Bild: Welche Stimmung und Bedeutung kann eine Schriftform zeigen?
Du beobachtest historische und moderne Schriften, Handschriften, Plakate, Buchcover, Logos und Comics. Danach entwickelst Du eigene Buchstaben und Schriftgestaltungen. Dabei arbeitest Du wie eine Gestalterin oder ein Gestalter: Du sammelst, skizzierst, vergleichst, veränderst, entscheidest und verbesserst.

Beobachtungsauftrag: Vergleiche Deine eigene Handschrift mit dem Beispiel. Achte auf Höhe, Breite, Neigung, Rundungen und Abstände. Welche Merkmale machen Deine Schrift persönlich?
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du Schrift nicht nur lesen, sondern bewusst sehen, untersuchen und gestalten. Du lernst, wie Buchstaben Informationen vermitteln, wie ihre Formen aufgebaut sind und wie Schrift eine bildhafte Wirkung bekommt.
| Niveau | Das kannst Du am Ende |
|---|---|
| G – grundlegendes Niveau | Du erkennst wichtige Gestaltungsmerkmale, beschreibst die Wirkung einfacher Schriftbeispiele und entwickelst eine gut lesbare eigene Schriftgestaltung. |
| M – mittleres Niveau | Du vergleichst unterschiedliche Schriften, erklärst Zusammenhänge zwischen Form und Wirkung und setzt Kontrast, Größe, Abstand und Anordnung gezielt ein. |
| E – erweitertes Niveau | Du entwickelst ein eigenes Buchstabenprinzip oder Schriftsystem, begründest Deine Entscheidungen und verbindest Lesbarkeit, Ausdruck und Bildwirkung bewusst miteinander. |
Buchstaben als Information, Form und Bild
Buchstaben als Information
Schrift hilft Menschen, Sprache sichtbar zu machen. Damit eine Nachricht verstanden wird, müssen die Zeichen unterscheidbar sein. Ein E sollte nicht mit einem F verwechselt werden, ein O nicht mit einer 0. Bei Fahrplänen, Wegweisern, Schulregeln oder Warnhinweisen ist Lesbarkeit besonders wichtig.
Lesbarkeit hängt nicht nur von der Schriftart ab. Auch Größe, Helligkeitsunterschiede, Abstände, Zeilenlänge und Hintergrund beeinflussen, ob ein Text schnell erkannt wird. Eine auffällige Überschrift darf experimenteller sein als ein längerer Informationstext.
Mini-Experiment: Schreibe das Wort „HALT“ einmal sehr klein, einmal sehr groß, einmal eng und einmal mit großen Abständen. Prüfe aus drei Metern Entfernung, welche Version am schnellsten lesbar ist.
Buchstaben als Form
Wenn Du einen Buchstaben nicht liest, sondern zeichnerisch untersuchst, entdeckst Du Formen. Ein A kann aus zwei schrägen Linien und einem Querbalken bestehen. Ein O wirkt wie eine geschlossene Rundform. Ein S entsteht aus gegensätzlichen Kurven.
Wichtige Merkmale sind Linie, Kontur, Fläche, Höhe, Breite, Neigung, Strichstärke und Zwischenraum. Besonders spannend ist der Negativraum: Das ist die freie Fläche innerhalb oder zwischen Buchstaben. Bei einem B, P oder O gehört dieser Innenraum wesentlich zur Erkennbarkeit.

Bei geometrisch aufgebauten Buchstaben lässt sich gut untersuchen, wie Kreis, Gerade und Bogen zusammenwirken. Versuche, aus nur drei Grundformen – Kreis, Rechteck und Dreieck – ein eigenes Alphabetfragment zu entwickeln.
Buchstaben als Bild
Schrift kann mehr zeigen als den Inhalt eines Wortes. Das Wort „EIS“ kann kantig, dünn und kalt wirken. „DONNER“ kann massiv und schwer gestaltet werden. „FLÜSTERN“ kann klein und fein erscheinen. Dann wird die Form selbst zu einem Teil der Bedeutung.

Ein Ambigramm zeigt besonders deutlich, dass Buchstaben zugleich Zeichen und Bild sein können. Bei manchen Ambigrammen entstehen je nach Drehung, Spiegelung oder Blickrichtung unterschiedliche Lesarten.
Buchstabenexperiment: Gestalte einen Buchstaben so, dass er aus der einen Richtung wie ein A und aus einer anderen Richtung wie ein anderer Buchstabe wirkt. Beginne mit mindestens fünf kleinen Skizzen.
Schrift genau beobachten
Für eine gute Schriftanalyse hilft eine einfache Reihenfolge: sehen – beschreiben – deuten – begründen.
| Schritt | Leitfrage | Beispiel |
|---|---|---|
| Sehen | Was fällt zuerst auf? | sehr große Überschrift |
| Beschreiben | Welche Formmerkmale erkennst Du? | breite Buchstaben, dicke Striche, enge Abstände |
| Deuten | Wie wirkt die Gestaltung? | kräftig, laut, bestimmt |
| Begründen | Wodurch entsteht diese Wirkung? | durch Größe, Gewicht und starken Kontrast |
Das Video führt in wichtige Grundlagen der Typografie ein. Achte besonders darauf, wie Schriftgröße, Abstände und Schriftkombinationen die Blickführung verändern.
Handschrift und persönliche Spur
Jede Handschrift verbindet ein gelerntes Zeichensystem mit individuellen Bewegungen. Manche Menschen schreiben rund, andere eckig, steil, schräg, eng oder weit. Dadurch kann Handschrift eine persönliche Spur tragen.
Beim Handlettering werden Buchstaben nicht nur geschrieben, sondern bewusst gezeichnet. Du entscheidest also stärker über Strichführung, Form, Schmuck und Rhythmus. Ein einfacher Filzstift oder Bleistift reicht für erste Versuche.
Praxisübung: Wähle Deinen Vornamen oder ein kurzes Wort. Zeichne es in drei Varianten: ruhig, wild und freundlich. Verändere nur die Buchstabenformen, nicht das Wort. Vergleiche anschließend, welche Merkmale die jeweilige Wirkung erzeugen.
Schriftgeschichte: Formen verändern sich
Schriftformen sind nicht zeitlos. Sie verändern sich mit Werkzeugen, Materialien, technischen Möglichkeiten und gestalterischen Vorstellungen.
Mittelalterliche Handschriften
In mittelalterlichen Handschriften wurden Texte von Hand geschrieben. Eine wichtige Schriftform war die Karolingische Minuskel, die sich durch vergleichsweise klare und gut unterscheidbare Kleinbuchstaben auszeichnet.

Große Anfangsbuchstaben konnten besonders hervorgehoben und reich ausgestaltet werden. Solche Anfangsbuchstaben heißen Initialen.
Bildauftrag: Suche in der Initiale zuerst nur die Buchstabenform. Untersuche danach, welche bildhaften Elemente hinzukommen. Wo endet der Buchstabe, wo beginnt das Bild?
Vom Schreiben zum Drucken
Mit dem Buchdruck konnten Texte in Europa in größerer Zahl vervielfältigt werden. Die um 1455 entstandene Gutenberg-Bibel gehört zu den bekanntesten frühen europäischen Drucken mit beweglichen Metalllettern.

Für den traditionellen Buchdruck wurden einzelne Lettern sortiert und zu Zeilen zusammengesetzt.

Denkfrage: Warum müssen die Formen einer Druckschrift besonders regelmäßig sein, wenn viele einzelne Buchstaben immer wieder neu zusammengesetzt werden?
Gebrochene Schriften und Fraktur
Fraktur gehört zu den gebrochenen Schriften. Ihre Formen wirken deutlich anders als viele heute gebräuchliche Antiqua-Schriften. Historische Schriftbilder können deshalb zunächst schwer lesbar sein, obwohl sie dieselben lateinischen Buchstaben verwenden.

Vergleiche das Fraktur-A, S und G mit den Buchstaben, die Du aus heutigen Schulbüchern kennst. Welche Linien und Winkel verändern die Wirkung?
Nutze das Video vor allem als visuelle Zeitleiste: Welche Schriftformen werden dichter, welche klarer, welche geometrischer?
Typografie: Schrift bewusst ordnen
Typografie bezeichnet die Gestaltung mit Schrift. Dazu gehören nicht nur Schriftarten, sondern auch Größen, Abstände, Zeilen, Flächen und die Anordnung auf einer Seite.
Schriftgröße und Hierarchie
Eine Seite hat eine visuelle Hierarchie, wenn Du schnell erkennst, was zuerst, danach und zuletzt gelesen werden soll. Eine Überschrift ist deshalb oft größer oder auffälliger als der Fließtext.
Experiment: Gestalte die drei Wörter „WICHTIG“, „Erklärung“ und „Hinweis“ zuerst alle gleich groß. Gestalte sie danach so, dass eine eindeutige Reihenfolge entsteht. Vergleiche beide Versionen.
Serifen und serifenlose Schriften
Serifen sind kleine Abschlussstriche an Buchstaben. Schriften ohne solche Abschlüsse heißen serifenlose Schriften. Keine der beiden Gruppen ist automatisch „besser“. Entscheidend ist, ob die Schrift zum Zweck, zum Medium und zur gewünschten Wirkung passt.
Laufweite, Kerning und Zeilenabstand
Die Laufweite verändert den allgemeinen Abstand zwischen mehreren Buchstaben. Beim Kerning wird der Abstand zwischen bestimmten Buchstabenpaaren angepasst. Der Zeilenabstand beeinflusst, wie ruhig oder dicht ein Textblock wirkt.
Schreibe „VAVAVA“ und „MIMIMI“ in großen Buchstaben. Prüfe, ob die Zwischenräume optisch gleich wirken, obwohl Du mit dem Lineal ähnliche Abstände gemessen hast. So entdeckst Du den Unterschied zwischen mathematischem und optischem Abstand.
Plakate: Schrift muss aus der Entfernung wirken
Ein Plakat muss Aufmerksamkeit gewinnen und Informationen schnell ordnen. Deshalb spielen Größe, Kontrast und Blickführung eine besonders große Rolle.

Bei diesem historischen Plakat stehen verschiedene Schriftgrößen und Schriftstile nebeneinander. Untersuche, welche Information zuerst ins Auge fällt und wodurch diese Reihenfolge entsteht.

Das Bauhaus-Plakat zeigt, wie stark Schrift, geometrische Formen und Komposition zusammenwirken können. Buchstaben werden Teil eines gesamten Bildaufbaus.

Plakatvergleich: Vergleiche die drei Plakate nach Schriftgröße, Position, Form, Kontrast und Verhältnis von Schrift zu Bild. Welches Plakat könntest Du aus großer Entfernung am schnellsten erfassen?
Buchcover: Schrift macht neugierig
Ein Buchcover muss Titel, Bild und weitere Informationen zu einer Einheit verbinden. Die Schrift kann dabei verraten, ob ein Buch verspielt, spannend, sachlich, altmodisch oder modern wirken soll.

Cover-Lupe: Decke das Bild gedanklich ab und betrachte nur die Schrift. Welche Erwartungen erzeugt sie? Decke danach die Schrift ab und betrachte nur das Bild. Passen beide Wirkungen zusammen?

Bei historischen Bucheinbänden kannst Du beobachten, dass Schrift häufig eng mit Ornamenten und Rahmen verbunden ist. Dadurch wird der Titel selbst Teil der Gesamtgestaltung.
Logos und Wortmarken
Ein Logo kann aus Bildzeichen, Schrift oder einer Verbindung von beidem bestehen. Besteht ein Logo hauptsächlich aus gestalteter Schrift, spricht man von einer Wortmarke.

Bei einer Wortmarke muss die Schrift häufig auch klein noch erkennbar bleiben. Gleichzeitig soll sie einen eigenen Charakter besitzen.
Logo-Experiment: Gestalte das Wort „KUNST“ als Wortmarke für drei erfundene Einrichtungen: eine ruhige Bibliothek, einen schnellen Sportverein und ein geheimnisvolles Museum. Verwende jeweils nur Schrift, keine zusätzlichen Bilder.
Comics: Schrift kann sprechen, flüstern und krachen
Im Comic vermittelt Schrift nicht nur Dialoge. Größe, Form und Platzierung können Lautstärke, Tempo und Gefühle sichtbar machen.

Eine Sprechblase verbindet Text und Bild. Schon ihre Kontur kann beeinflussen, wie eine Äußerung verstanden wird.

Soundword-Aufgabe: Gestalte die Wörter „KRACH“, „PLING“, „ZISCH“ und „BUMM“ so, dass man den Klang scheinbar sehen kann. Prüfe, ob Deine Mitschülerinnen und Mitschüler den gedachten Klang erkennen, ohne dass Du ihn vorspielst.
Interaktive Buchstabenexperimente
Hier untersuchst Du Buchstaben nicht nur als fertige Zeichen, sondern als veränderbares Material.
| Experiment | Vorgehen | Beobachtung |
|---|---|---|
| Spiegelbuchstabe | Zeichne einen Buchstaben, spiegle ihn an einer Achse und verbinde beide Formen. | Welche neue Figur entsteht? |
| Negativraum | Schneide einen großen Buchstaben aus schwarzem Papier aus und untersuche nur die weiße Restfläche. | Kann der freie Raum selbst wie eine Form wirken? |
| Formalphabet | Erfinde fünf Buchstaben nur aus Kreis, Dreieck und Rechteck. | Bleiben die Zeichen unterscheidbar? |
| Buchstabenbild | Verwandle einen Buchstaben Schritt für Schritt in ein Tier, Ding oder Gesicht. | Ab welchem Schritt ist er nicht mehr lesbar? |
| Drehschrift | Entwickle ein Zeichen, das nach einer Drehung eine neue Lesart bekommt. | Welche Formen funktionieren in mehreren Richtungen? |
| Materialschrift | Lege Buchstaben aus Schnur, Papierstreifen, Naturmaterial oder Gegenständen. | Wie verändert das Material die Wirkung? |

E-Niveau: Entwickle aus mindestens vier Buchstaben ein eigenes Formprinzip. Lege Regeln fest, zum Beispiel gleiche Rundungen, gleiche Winkel oder gleiche Strichstärken. Übertrage diese Regeln anschließend auf weitere Buchstaben.
Der Gestaltungsprozess
Gute Gestaltung entsteht selten beim ersten Versuch. Ein sinnvoller Prozess besteht aus Idee, Skizze, Auswahl, Ausarbeitung, Prüfung und Verbesserung.
| Phase | Deine Aufgabe |
|---|---|
| Sammeln | Suche Schriftbeispiele und notiere auffällige Merkmale. |
| Skizzieren | Zeichne viele kleine Varianten statt sofort ein großes Endbild anzufertigen. |
| Auswählen | Entscheide, welche Variante am besten zur gewünschten Wirkung passt. |
| Ausarbeiten | Übertrage die Idee sauber und bewusst. |
| Prüfen | Teste Lesbarkeit, Kontrast, Abstände und Blickführung. |
| Verbessern | Verändere mindestens einen Punkt nach Rückmeldung. |
Feedback mit drei Fragen
Beim Feedback sollst Du nicht nur sagen, ob Dir etwas gefällt. Hilfreicher sind genaue Beobachtungen.
- Wirkung: Welche Stimmung oder Eigenschaft nehme ich zuerst wahr?
- Begründung: Welche Formmerkmale erzeugen diese Wirkung?
- Weiterentwicklung: Welche konkrete Veränderung könnte die Gestaltung klarer oder stärker machen?
Differenzierung G/M/E
G – grundlegendes Niveau
Arbeite mit klaren Gegensätzen. Gestalte ein Wort in zwei deutlich verschiedenen Wirkungen, zum Beispiel ruhig und laut. Nutze Größe, Strichstärke und Abstand. Dein Schwerpunkt liegt auf Erkennbarkeit und einer nachvollziehbaren Wirkung.
mittleres Niveau
Gestalte dasselbe Wort in drei Varianten und kombiniere mehrere Mittel wie Breite, Neigung, Kontrast, Negativraum und Anordnung. Begründe anschließend, warum Du welche Entscheidung getroffen hast.
E – erweitertes Niveau
Entwickle ein kleines Schriftsystem mit mindestens sechs zusammengehörigen Buchstaben. Lege vorher zwei bis vier Gestaltungsregeln fest. Nutze Dein System anschließend für ein kurzes Wort, eine Wortmarke oder ein Mini-Plakat und überprüfe, ob die Regeln erkennbar bleiben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aufgabe hat Schrift als Information vor allem? (Sie soll Zeichen verständlich und unterscheidbar machen) (!Sie soll immer möglichst verschnörkelt aussehen) (!Sie soll grundsätzlich aus Bildern bestehen) (!Sie soll nur mit Großbuchstaben geschrieben werden)
Was bezeichnet man als Negativraum bei Buchstaben? (Die freie Fläche in und zwischen den Buchstaben) (!Die dunkelste Farbe eines Buchstabens) (!Die Rückseite eines beschriebenen Blattes) (!Die Höhe einer ganzen Textzeile)
Was ist eine Initiale? (Ein besonders hervorgehobener Anfangsbuchstabe) (!Ein unsichtbarer Zwischenraum) (!Eine digitale Schriftdatei) (!Ein Satzzeichen am Textende)
Wodurch entsteht eine visuelle Hierarchie? (Durch eine erkennbare Rangfolge von Informationen) (!Durch zufällige Buchstabenformen) (!Durch gleich große Elemente ohne Unterschiede) (!Durch das Weglassen aller Abstände)
Was sind Serifen? (Kleine Abschlussstriche an Buchstaben) (!Farbflächen hinter jedem Wort) (!Sprechblasen in einem Comic) (!Löcher in einem Papierbogen)
Was beschreibt die Laufweite? (Den allgemeinen Abstand zwischen mehreren Buchstaben) (!Die Geschwindigkeit beim Schreiben) (!Die Länge eines Bleistifts) (!Die Anzahl der Seiten in einem Buch)
Was ist eine Wortmarke? (Ein Logo, das hauptsächlich aus gestalteter Schrift besteht) (!Eine Markierung am Seitenrand) (!Ein besonders langer Satz) (!Eine Sammlung historischer Bilder)
Warum wird Schrift auf einem Plakat häufig groß eingesetzt? (Damit wichtige Informationen schnell und aus Entfernung erkennbar sind) (!Damit alle Wörter gleich wichtig wirken) (!Damit kein Bild mehr verwendet werden kann) (!Damit Zwischenräume vollständig verschwinden)
Was macht ein Ambigramm besonders? (Es ermöglicht eine besondere Lesart durch Drehung Spiegelung oder Blickrichtung) (!Es besteht immer nur aus Zahlen) (!Es darf nicht lesbar sein) (!Es ist ausschließlich eine Handschrift)
Welche Vorgehensweise gehört zu einem sinnvollen Gestaltungsprozess? (Mehrere Skizzen entwickeln prüfen und verbessern) (!Die erste Idee sofort unverändert übernehmen) (!Auf Rückmeldungen grundsätzlich verzichten) (!Nur fertige Vorlagen abzeichnen)
Memory
| Serife | kleiner Abschlussstrich |
| Laufweite | Abstand einer Buchstabenfolge |
| Initiale | ausgeschmückter Anfangsbuchstabe |
| Wortmarke | schriftbasiertes Logo |
| Sprechblase | sichtbarer Comicdialog |
| Fraktur | gebrochene Schriftform |
| Ambigramm | drehbare Lesegestaltung |
| Negativraum | freie Zwischenfläche |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Lesbarkeit | Information |
| Linie und Kontur | Form |
| Ausdruck und Stimmung | Bild |
| Blickführung | Hierarchie |
| sichtbarer Unterschied | Kontrast |
Kreuzworträtsel
| Serife | Wie heißt ein kleiner Abschlussstrich an einem Buchstaben? |
| Initiale | Wie heißt ein hervorgehobener Anfangsbuchstabe? |
| Typografie | Wie heißt die bewusste Gestaltung mit Schrift? |
| Ambigramm | Wie heißt eine Schriftgestaltung mit besonderer Lesbarkeit nach Drehung oder Spiegelung? |
| Laufweite | Wie heißt der allgemeine Abstand innerhalb einer Buchstabenfolge? |
| Wortmarke | Wie heißt ein Logo das hauptsächlich aus Schrift besteht? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – G
- Schrift-Safari: Fotografiere oder skizziere acht unterschiedliche Schriftbeispiele aus Schule, Zuhause oder öffentlichem Raum und ordne sie nach ihrer Wirkung.
- Gefühlswort: Gestalte ein kurzes Wort zweimal so, dass es einmal freundlich und einmal bedrohlich wirkt.
- Buchstaben-Tier: Verwandle einen frei gewählten Buchstaben schrittweise in ein Tier, ohne seine Grundform sofort zu verlieren.
- Comic-Geräusch: Zeichne ein eigenes Comicfeld, in dem ein Geräuschwort durch Größe, Form und Bewegung sichtbar wird.
Standard – M
- Plakatwerkstatt: Entwirf ein A4-Plakat für ein erfundenes Schulfest und entwickle eine deutliche Hierarchie aus Titel, Ort und Zeit.
- Cover-Redesign: Gestalte ein neues Cover für ein Dir bekanntes Buch und begründe, wie Schrift und Bild zur Geschichte passen.
- Wortmarken-Labor: Entwickle drei Wortmarken für dasselbe erfundene Unternehmen und vergleiche ihre unterschiedliche Wirkung.
- Handschrift-Interview: Befrage zwei Personen dazu, wie sie ihre Handschrift beschreiben würden, untersuche die Schriftproben und fasse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zusammen.
Schwer – E
- Eigenes Alphabet: Entwickle mindestens sechs zusammengehörige Buchstaben nach selbst festgelegten Formregeln und dokumentiere Deine Regeln.
- Typografisches Porträt: Gestalte ein Selbstporträt ausschließlich aus Buchstaben und Wörtern, deren Form etwas über Dich ausdrückt.
- Historisch trifft modern: Kombiniere Merkmale einer historischen Schrift mit einer modernen geometrischen Gestaltung und begründe, welche Elemente Du übernommen oder verändert hast.
- Buchstaben-Animation: Plane ein kurzes Stop-Motion- oder digitales Video, in dem sich ein Buchstabe in einen anderen Buchstaben oder in ein Bild verwandelt. Nutze nur selbst erstellte oder frei verwendbare Materialien.


Lernkontrolle
- Informationsdesign: Du erhältst die Wörter „ACHTUNG“, „Eingang“ und „Klasse 5“. Entwickle zwei unterschiedliche Anordnungen und begründe, welche davon eine klarere Blickführung besitzt.
- Wirkungsvergleich: Gestalte das Wort „RUHE“ einmal mit schweren und einmal mit leichten Formen. Erkläre, welche Variante besser zum Inhalt passt und warum.
- Schriftgeschichte und Gegenwart: Vergleiche eine historische Handschrift mit einer modernen Wortmarke. Zeige mindestens drei Unterschiede und leite daraus ab, welche Anforderungen sich verändert haben könnten.
- Lesbarkeitstest: Entwirf drei Versionen eines Hinweisschildes. Teste sie mit Mitschülerinnen und Mitschülern aus verschiedenen Entfernungen und verbessere die am schwersten lesbare Version.
- Gestaltungsregeln: Entwickle vier Buchstaben nach einem gemeinsamen Prinzip. Gib die Regeln einer anderen Person, ohne die Buchstaben zu zeigen. Prüfe, ob sie nach den Regeln einen passenden fünften Buchstaben entwerfen kann.
- Transfer in den Comic: Übertrage die Begriffe Kontrast, Hierarchie und Negativraum auf eine eigene Comic-Sprechblase und erläutere, wie jeder Begriff in Deinem Entwurf sichtbar wird.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Ergebnis zeigst, sondern auch Deinen Gestaltungsweg nachvollziehbar machst.
- Ideenentwicklung: Zeige mehrere Skizzen und Varianten.
- Fachbegriffe: Nutze Begriffe wie Form, Kontrast, Hierarchie, Negativraum, Laufweite oder Wortmarke passend.
- Gestaltungsentscheidung: Begründe, warum Du bestimmte Formen, Größen, Abstände und Anordnungen gewählt hast.
- Lesbarkeit und Wirkung: Prüfe, ob Deine Schrift ihren Zweck erfüllt und die gewünschte Stimmung vermittelt.
- Überarbeitung: Dokumentiere mindestens eine Veränderung nach einem Test oder Feedback.
- Reflexion: Erkläre, was in Deinem Ergebnis besonders gut funktioniert und was Du bei einem neuen Versuch anders machen würdest.
| Kriterium | G | M | E |
|---|---|---|---|
| Form | Buchstaben sind klar erkennbar. | Buchstaben zeigen bewusst eingesetzte Formmerkmale. | Ein eigenständiges und konsequentes Formsystem ist erkennbar. |
| Wirkung | Eine beabsichtigte Wirkung wird sichtbar. | Mehrere Gestaltungsmittel unterstützen die Wirkung. | Wirkung und Inhalt sind differenziert aufeinander abgestimmt. |
| Begründung | Entscheidungen werden einfach beschrieben. | Entscheidungen werden mit Fachbegriffen erklärt. | Entscheidungen werden verglichen, geprüft und überzeugend begründet. |
| Prozess | Skizze und Endfassung sind vorhanden. | Mehrere Varianten und eine Überarbeitung sind dokumentiert. | Regeln, Varianten, Tests und gezielte Weiterentwicklung werden nachvollziehbar gezeigt. |
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