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BK5 - Pappmaché gestalten

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BK5 - Pappmaché gestalten




BK5 - Pappmaché gestalten


Einleitung

Mit Pappmaché kannst Du aus leichtem Papier erstaunlich stabile dreidimensionale Formen entwickeln. In diesem aiMOOC für Klasse 5 lernst Du, wie aus einer Idee Schritt für Schritt eine Plastik entsteht: Du planst eine Form, baust ein tragfähiges Gerüst, verbindest Volumen, kaschierst die Konstruktion mit Papier und einem geeigneten Bindemittel, lässt sie sorgfältig trocknen und gestaltest anschließend Oberfläche und Farbe.

Im Mittelpunkt stehen vier Fragen: Wie entsteht Volumen? Wie wird eine Form stabil? Wie wirkt ihre Oberfläche? Wie unterstützt Farbe den Ausdruck? Du kannst zum Beispiel eine Figur, ein Fantasietier, eine Maske, einen Kopf oder ein freies Objekt entwickeln.

Das Foto zeigt, wie Papierformen als farbige plastische Arbeiten einen ganzen Raum verändern können. Beobachte besonders Silhouette, Größe, Aufhängung und Farbwirkung.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was Pappmaché und Kaschiertechnik unterscheidet, geeignete Materialien auswählen, ein einfaches Gerüst entwickeln, Verbindungen stabilisieren, Papierlagen sinnvoll aufbauen, Trocknungsphasen einplanen, eine Oberfläche bewusst verändern und eine farbige Gestaltung auf Form und Ausdruck abstimmen.

Du trainierst dabei Raum, Volumen, Plastik, Konstruktion, Stabilität, Textur, Farbkontrast, Komposition, Recycling und die Dokumentation eines Gestaltungsprozesses.


Differenzierung G, M und E

G – grundlegendes Niveau: Du entwickelst eine klar erkennbare Form aus wenigen großen Volumen. Du baust ein einfaches, standfestes Gerüst, kaschierst es vollständig und gestaltest die Oberfläche mit einer übersichtlichen Farbidee.

M – mittleres Niveau: Du verbindest mehrere Volumen zu einer differenzierten Plastik. Übergänge und Ansatzstellen werden gezielt verstärkt. Du entscheidest bewusst zwischen glatter und strukturierter Oberfläche und setzt Farbkontraste passend zur Form ein.

E – erweitertes Niveau: Du entwickelst eine komplexere, ausdrucksstarke Form mit anspruchsvollen Übergängen, Auskragungen oder asymmetrischen Teilen. Du begründest Deine konstruktiven Entscheidungen, löst Stabilitätsprobleme selbstständig und entwickelst ein zusammenhängendes Oberflächen- und Farbkonzept.

Bereich G M E
Form wenige klare Grundkörper mehrere verbundene Volumen komplexe, ausdrucksstarke Gesamtform
Gerüst einfache tragende Grundform verstärkte Verbindungen und differenzierte Teilformen gezielte Konstruktion für schwierige Gewichtsverteilung
Oberfläche geschlossen und ordentlich bewusst glatt oder strukturiert differenzierte Textur als Gestaltungsmittel
Farbe wenige passende Farben Kontraste und Akzente durchdachtes Farbkonzept mit begründeter Wirkung
Reflexion Arbeitsschritte benennen Entscheidungen erklären Probleme, Lösungen und Wirkung beurteilen


Was ist Pappmaché?

Im engeren fachlichen Sinn ist Pappmaché eine formbare Masse aus Papierfasern, Wasser und einem Bindemittel, häufig Kleister. Im Schulalltag wird der Begriff oft auch für das schichtweise Bekleben einer Form mit verkleisterten Papierstücken verwendet. Fachlich heißt dieses schichtweise Arbeiten Kaschiertechnik.

Für Klasse 5 ist die Kaschiertechnik besonders geeignet: Ein leichtes Gerüst gibt die Form vor, darüber werden mehrere überlappende Papierlagen aufgebaut. Nach vollständiger Trocknung entsteht eine leichte und überraschend feste Hülle.

Pappmaché kann für Masken, Figuren, Tiere, Reliefs, Dekorationen und freie plastische Objekte eingesetzt werden. Historisch wurde das Material auch für Möbel, Theaterausstattungen, Modelle und große Dekorationen verwendet.

Bei dieser plastischen Tierform kannst Du untersuchen, wie weit einzelne Teile aus dem Körper herausragen. Überlege: Welche Teile brauchen besonders stabile Übergänge zum Hauptkörper?


Figuren und Objekte als Inspiration

Figürliche Papierarbeiten zeigen, dass nicht jedes Detail einzeln gebaut werden muss. Oft reichen eine starke Silhouette, gut erkennbare Proportionen und wenige charakteristische Merkmale.

Dieser kleine Stuhl wurde auf einem Drahtgerüst aufgebaut. Das Beispiel zeigt gut, dass ein Gerüst nicht nur die Form, sondern auch die spätere Stabilität bestimmt.


Masken als plastische Formen

Eine Maske ist mehr als eine flache Fläche. Stirn, Nase, Wangen, Augenhöhlen, Mund und Kinn bilden Höhen und Tiefen. Dadurch entstehen Licht und Schatten.

Die unfertigen Tiermasken machen den Aufbau sichtbar. Noch bevor Farbe hinzukommt, muss die Form bereits funktionieren.

Bei einer fertigen Maske verstärken Form und Farbe gemeinsam den Ausdruck. Frage Dich: Welche Linien lenken den Blick? Wo sind starke Hell-Dunkel-Kontraste? Welche Teile wirken vorstehend?


Materialkarten

Die folgenden Materialkarten helfen Dir, Werkstoffe nicht nur zu sammeln, sondern nach ihrer Aufgabe auszuwählen.

Materialkarte Material Aufgabe Geeignet für Merksatz
A – Gerüst Wellpappe, Karton, Papierrollen, zerknülltes Altpapier trägt die Grundform und erzeugt Volumen Körper, Köpfe, Tiere, freie Objekte Erst bauen, dann kaschieren.
B – Formgeber Luftballon, Schale oder vorbereitete Form erzeugt eine regelmäßige Rundung Schalen, Köpfe, kugelige Körper Die Form gibt die erste Geometrie vor.
C – Verbinder Malerkrepp oder Papierklebeband fixiert Teile vor dem Kaschieren Ansatzstellen, Übergänge, provisorische Verbindungen Eine schwache Verbindung wird durch Farbe nicht stabil.
D – Papier Zeitungspapier, dünnes Recyclingpapier, unbeschichtetes Papier bildet die feste Außenhaut fast alle Kaschierarbeiten Kleine bis mittlere gerissene Stücke passen sich Rundungen gut an.
E – Bindemittel geeigneter Tapetenkleister, Stärkekleister oder schulgeeigneter Bastelkleber nach Vorgabe verbindet Papierfasern und Papierlagen Kaschieren und Papiermasse Nur so viel Bindemittel verwenden, dass das Papier gut anliegt.
F – Oberfläche helles Papier, Papierfasern, Pinsel, Modellierwerkzeug glättet oder strukturiert letzte Papierlage und Details Oberfläche ist ein Gestaltungsmittel.
G – Farbe schulgeeignete Deck- oder Acrylfarbe nach Vorgabe, Pinsel verstärkt Form, Charakter und Kontrast vollständig getrocknete Arbeiten Erst trocknen, dann grundieren und gestalten.


Werkzeug und Sicherheit

Dein Arbeitsplatz wird abgedeckt. Kleister und Farbe gehören nicht in den Mund. Hände werden nach dem Arbeiten gewaschen. Scharfe Werkzeuge werden nur nach Anweisung benutzt; ein Cutter ist für den selbstständigen Einsatz in Klasse 5 nicht nötig. Draht ist nur dann sinnvoll, wenn die Lehrkraft ihn freigibt und scharfe Enden sicher umgebogen und abgeklebt werden.

Feuchte Arbeiten müssen luftig und vollständig trocknen. Eine noch feuchte Plastik darf nicht dicht verpackt oder bereits deckend versiegelt werden.


Von der Skizze zur stabilen Plastik


Schritt 1: Idee und Silhouette

Beginne nicht sofort mit Kleister. Zeichne Deine Idee zuerst aus mindestens zwei Ansichten: von vorne und von der Seite. Markiere große Grundkörper und auffällige Teile.

Eine gute Prüffrage lautet: Würde man mein Objekt auch als schwarzen Schatten erkennen? Wenn ja, ist die Silhouette meist deutlich genug.


Schritt 2: Große Volumen planen

Zerlege Deine Form gedanklich in einfache Körper: Kugel, Ei, Zylinder, Kegel, Quader oder gebogene Röhrenform. Diese Grundkörper lassen sich aus geknülltem Papier, Pappe, Rollen oder anderen leichten Gerüstteilen entwickeln.

Ein Tierkörper kann zum Beispiel aus einem großen ovalen Volumen, einem kleineren Kopf und angesetzten Beinen entstehen. Eine Fantasiefigur kann bewusst übertriebene Proportionen besitzen.


Schritt 3: Gerüst bauen

Das Gerüst ist die tragende Grundform Deiner Plastik. Es soll leicht, ausreichend steif und gut verbunden sein.

Auf dem Foto ist ein Aufbauprozess mit Karton zu sehen. Achte darauf, dass Stabilität schon vor der Papierhaut entsteht.

Prüfe Dein Gerüst mit dem Wackeltest: Stelle oder halte es so, wie es später präsentiert wird. Bewege es vorsichtig. Wenn Teile bereits jetzt stark wackeln, müssen Verbindungen verstärkt oder Gewichte anders verteilt werden.


Schritt 4: Übergänge verstärken

Ansatzstellen sind häufig die schwächsten Stellen. Ein dünner Hals, ein langer Schwanz oder weit abstehende Ohren brauchen eine größere Kontaktfläche zum Hauptkörper.

Baue Übergänge nicht wie schmale Steckverbindungen, sondern eher wie sanfte Brücken. Malerkrepp kann Teile zunächst fixieren. Später legen sich Papierstücke über beide Bauteile und verteilen die Kräfte.


Schritt 5: Papier reißen und Kaschieren

Gerissene Papierstücke haben faserige Kanten und lassen sich gut überlappen. Bestreiche Papier und Untergrund sparsam mit Kleister oder ziehe den Papierstreifen durch wenig Kleister. Streiche überschüssiges Bindemittel ab.

Lege die Stücke überlappend auf. Wechsle nach Möglichkeit die Richtung der Papierfasern und Streifen. Besonders an Übergängen sollen Papierstücke beide Seiten der Verbindung überdecken.

Als Richtwert braucht eine Schale oder Figur mehrere geschlossene Papierlagen. Die genaue Zahl hängt von Papierstärke, Größe, Gerüst und Belastung ab. Entscheidend ist nicht eine feste Zahl, sondern die Formstabilität nach dem Trocknen.

Das Video zeigt eine einfache Ballonform und ist besonders nützlich, um Überlappung, Schichtaufbau und Arbeitsorganisation zu beobachten.


Schritt 6: Trocknen

Geduld gehört zur Technik. Eine Oberfläche kann sich trocken anfühlen, während innere Papierlagen noch feucht sind. Stelle das Objekt luftig auf und drehe es, wenn nötig, damit verschiedene Seiten Luft bekommen.

Erst ein vollständig getrocknetes Werkstück wird weiterbearbeitet. Zu frühes Bemalen kann Feuchtigkeit einschließen und die Oberfläche aufweichen.


Schritt 7: Oberfläche entwickeln

Eine Oberfläche kann bewusst glatt, rau, faltig, gerillt, schuppig, punktiert oder reliefartig wirken. Entscheide passend zu Deiner Idee.

Für eine ruhigere Oberfläche kannst Du in der letzten Lage helles, dünnes Papier verwenden und Kanten sorgfältig anlegen. Für eine lebendige Textur kannst Du kleine Papierfalten, Wülste oder modellierte Papierdetails gezielt einsetzen.

Bei einer Tierfigur könnten Fell, Haut, Panzer oder Federn durch unterschiedliche Strukturen angedeutet werden. Bei einer Fantasiefigur darf die Textur völlig erfunden sein.


Schritt 8: Grundieren und farbig gestalten

Auf einer hellen Grundierung erscheinen Farben meist klarer, und Zeitungsdruck tritt weniger stark hervor. Danach entwickelst Du Dein Farbkonzept.

Du kannst mit Komplementärkontrast, Hell-Dunkel-Kontrast, warmen und kalten Farben oder einer begrenzten Farbpalette arbeiten. Farbe soll nicht nur bedecken, sondern die plastische Form unterstützen.

Helle Flächen können hervortreten, dunkle Bereiche zurückweichen. Linien können eine Form umrunden und dadurch ihr Volumen betonen. Kleine Akzentfarben lenken den Blick.


Prozessvideos


Vom Gerüst zur Skulptur

Beobachte in diesem Atelierprozess besonders die Reihenfolge Skizze – Struktur – Verstärkung – Papierlagen – Farbe. Für Deinen Unterricht übernimmst Du nicht automatisch jedes gezeigte Material, sondern vergleichst die professionelle Arbeitsweise mit Deinen schulischen Möglichkeiten.


Papiermasse als Alternative zur Kaschiertechnik

Hier wird Papier zu einer formbaren Masse verarbeitet. Das ist die Pappmaché-Technik im engeren Sinn. Arbeitsschritte mit heißem Wasser oder elektrischen Geräten sind keine selbstständige Schüleraufgabe; wichtig ist hier vor allem der Vergleich zwischen Papiermasse und aufgebauten Papierlagen.


Maskenprozess beobachten

Nutze das Video als Beobachtungsaufgabe: Wie entsteht die Grundform? Wie werden Papierlagen überlappt? Wann wird gestaltet? Werkzeugschritte, die für Klasse 5 nicht geeignet sind, werden nicht nachgemacht, sondern durch vorbereitete oder sichere schulische Lösungen ersetzt.


Konstruktionslabor: Stabilität verstehen

Eine stabile Plastik entsteht aus dem Zusammenspiel von Gerüst, Verbindung, Papierhaut und Gewichtsverteilung.

Problem Mögliche Ursache Sinnvolle Lösung
Ein Teil wackelt Verbindung ist zu klein Kontaktfläche vergrößern und mit Papierbrücken überkaschieren
Die Figur kippt Schwerpunkt liegt außerhalb der Standfläche Standfläche vergrößern oder obere Teile leichter bauen
Eine lange Form hängt durch Gerüst ist zu weich inneres Gerüst verstärken oder Form verkürzen
Papier löst sich zu wenig Kontakt oder zu viel Kleister Papier glatt anlegen und überschüssiges Bindemittel abstreichen
Oberfläche wird unruhig sehr große Falten oder schlecht angelegte Kanten kleinere Papierstücke verwenden und letzte Lage gezielt glätten
Riss nach dem Trocknen Übergang war zu dünn oder trocknete ungleichmäßig Stelle trocken reparieren, neu überbrücken und wieder trocknen lassen


Stabilität testen

  1. Standprobe: Stelle Dein Objekt auf die geplante Fläche und beobachte, ob es ohne Hilfe stehen kann.
  2. Wackeltest: Bewege das Objekt vorsichtig und finde schwache Übergänge.
  3. Druckprobe: Drücke eine große Fläche nur sehr leicht mit einem Finger. Eine fertige, trockene Hülle soll nicht sofort einknicken.
  4. Blickprobe: Prüfe aus mehreren Richtungen, ob die Form ausgewogen wirkt.
  5. Reparaturprobe: Suche eine Stelle, an der eine zusätzliche Papierbrücke die Konstruktion verbessert.


Gestaltungsauftrag: Deine Pappmaché-Plastik

Entwickle eine plastische Arbeit mit einer Höhe oder Länge, die im Unterricht gut transportiert und getrocknet werden kann. Wähle Figur, Fantasietier, Maske, Kopf oder freies Objekt.

Dein Werk soll aus einem erkennbaren Gerüst, mindestens zwei verbundenen Volumen oder Formbereichen, einer geschlossenen Papierhaut, einer bewusst gestalteten Oberfläche und einem Farbkonzept bestehen.


G-Auftrag

Entwickle eine klar erkennbare Form aus wenigen großen Körpern. Achte besonders auf sicheren Stand, feste Verbindungen und eine vollständig geschlossene Papieroberfläche. Verwende eine begrenzte Farbpalette und mindestens einen deutlichen Farbkontrast.


M-Auftrag

Entwickle mehrere deutlich unterschiedliche Volumen. Baue mindestens eine anspruchsvollere Ansatzstelle, zum Beispiel Hals, Flügel, Arm, Ohr, Griff oder Fortsatz. Entscheide bewusst zwischen glatter und strukturierter Oberfläche und setze Farben so ein, dass wichtige Teile hervorgehoben werden.


E-Auftrag

Entwickle eine eigenständige, komplexere Gesamtform. Plane eine konstruktive Herausforderung wie eine asymmetrische Gewichtsverteilung, ein weit auskragendes Element oder einen schwierigen Übergang. Dokumentiere, welches Stabilitätsproblem auftrat, welche Lösung Du getestet hast und wie Oberfläche und Farbe die Wirkung Deiner Form verstärken.


Werkstattprotokoll

Halte Deinen Prozess in kurzen Notizen oder Fotos fest. Ein gutes Werkstattprotokoll zeigt nicht nur das Ergebnis, sondern auch Entscheidungen und Verbesserungen.

Phase Dokumentation Leitfrage
Idee Skizze Welche Wirkung soll die Form haben?
Gerüst Foto oder Zeichnung Welche Teile tragen?
Verbindung Detailfoto Wo braucht die Form Verstärkung?
Papierhaut Zwischenstand Sind alle Übergänge überlappt?
Oberfläche Materialprobe Welche Textur passt zur Idee?
Farbe Farbskizze Welche Kontraste unterstützen die Form?
Ergebnis Abschlussfoto Was ist gelungen und was würdest Du verändern?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Aufgabe hat das Gerüst bei einer Pappmaché-Plastik? (Es trägt die Grundform und erzeugt Volumen) (!Es ersetzt jede Papierlage) (!Es dient nur als Farbmuster) (!Es macht das Trocknen überflüssig)




Was bedeutet Kaschieren in diesem Zusammenhang? (Papierstücke mit Bindemittel überlappend auf eine Form aufbringen) (!Farbe auf trockenes Papier sprühen) (!Ein fertiges Objekt aus Stein hauen) (!Papier nur lose um ein Gerüst legen)




Warum sollen Papierstücke an Verbindungen über beide Bauteile reichen? (Sie bilden eine stabilisierende Papierbrücke) (!Sie verhindern jede Trocknung) (!Sie machen ein Gerüst schwerer) (!Sie ersetzen die Farbgestaltung)




Wann sollte eine Pappmaché-Arbeit deckend bemalt werden? (Nach vollständiger Trocknung) (!Direkt nach der ersten nassen Papierlage) (!Noch bevor das Gerüst fertig ist) (!Während Wasser aus der Form tropft)




Was verbessert die Standfestigkeit einer Figur besonders? (Eine passende Standfläche und günstige Gewichtsverteilung) (!Eine möglichst schwere Spitze) (!Nur eine glänzende Farbe) (!Ein sehr dünner Fuß)




Wozu dient eine helle Grundierung? (Sie schafft einen ruhigen Untergrund für die Farbgestaltung) (!Sie macht Trocknung unnötig) (!Sie ersetzt das Gerüst) (!Sie löst Kleister wieder auf)




Welche Aussage zur Oberfläche ist richtig? (Textur kann gezielt als Gestaltungsmittel eingesetzt werden) (!Jede Oberfläche muss vollkommen glatt sein) (!Oberfläche spielt bei Plastik keine Rolle) (!Strukturen dürfen erst nach der Ausstellung entstehen)




Was ist bei einem weit abstehenden Teil besonders wichtig? (Ein stabiles Gerüst und ein kräftiger Übergang zum Hauptkörper) (!Möglichst wenig Kontakt zum Hauptkörper) (!Nur eine sehr dicke Farbschicht) (!Das Teil erst nach der Bemalung anzusetzen)




Was kennzeichnet das erweiterte E-Niveau besonders? (Eigenständige Lösungen für komplexere Form und Stabilität) (!Nur eine einzige Kugelform) (!Verzicht auf Planung) (!Ausschließlich zufällige Farbwahl)




Was unterscheidet Pappmaché-Masse fachlich von der Kaschiertechnik? (Bei Pappmaché-Masse werden Papierfasern zu einer formbaren Masse verarbeitet) (!Bei Pappmaché-Masse wird nur trockene Pappe gefaltet) (!Bei Kaschiertechnik wird grundsätzlich kein Bindemittel verwendet) (!Bei Kaschiertechnik entsteht niemals eine dreidimensionale Form)





Memory

Gerüst Tragende Grundform
Kaschieren Papierlagen überlappend aufkleben
Kleister Bindemittel für Papier
Textur Sichtbare und fühlbare Oberflächenstruktur
Schwerpunkt Punkt der Gewichtsverteilung
Grundierung Heller Untergrund vor der Farbgestaltung
Papierbrücke Verstärkung über einer Verbindung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Aufgabe
Gerüst trägt die Grundform
Malerkrepp fixiert Bauteile vor dem Kaschieren
Papierlage bildet die feste Außenhaut
Kleister verbindet Papier und Untergrund
Grundierung bereitet die Oberfläche auf Farbe vor
Akzentfarbe lenkt den Blick auf wichtige Bereiche




...


Kreuzworträtsel

Armatur Wie nennt man ein tragendes inneres Gerüst in der Plastik?
Kleister Welches Bindemittel wird häufig für Papierlagen verwendet?
Kaschieren Wie heißt das schichtweise Aufbringen verkleisterter Papierstücke?
Stabilität Welche Eigenschaft verhindert, dass eine Form leicht zusammenfällt?
Oberfläche Welcher Bereich einer Plastik kann glatt oder strukturiert gestaltet werden?
Grundierung Welche helle Schicht kann vor der Farbgestaltung aufgetragen werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Pappmaché-Plastik beginnt mit einem tragfähigen

.
Beim schichtweisen Aufkleben von Papierstücken spricht man fachlich von

.
An Ansatzstellen erhöhen überlappende Papierstücke die

.
Das Papier wird mit einem geeigneten

verbunden.
Vor der weiteren Bearbeitung muss das Werkstück vollständig

.
Eine raue oder glatte Gestaltung der Außenhaut nennt man

.
Eine helle

kann den Untergrund für die Farbgestaltung beruhigen.
Die Standfestigkeit hängt auch von Standfläche und

ab.
Mit gezielten Hell-Dunkel- oder Farbkontrasten lässt sich die plastische

verstärken.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Formensuche: Suche im Klassenraum fünf Gegenstände, deren Form an Kugel, Zylinder, Kegel, Quader oder Ei erinnert. Zeichne zwei davon als mögliche Gerüstformen.
  2. Silhouettenentwurf: Zeichne drei schwarze Silhouetten für ein Fantasietier und entscheide, welche schon ohne Details am deutlichsten wirkt.
  3. Materialprobe: Erstelle auf kleinen Kartonstücken eine glatte und eine raue Papieroberfläche. Beschreibe den Unterschied nach dem Trocknen.
  4. Farbprobe: Entwirf drei kleine Farbkarten für dieselbe Figur: freundlich, geheimnisvoll und wild. Erkläre, wodurch sich die Wirkung verändert.


Standard

  1. Gerüstmodell: Baue aus Karton, Papierrollen und geknülltem Papier ein kleines trockenes Probegerüst mit mindestens drei verbundenen Volumen.
  2. Stabilitätsanalyse: Fotografiere Dein Gerüst aus zwei Ansichten und markiere Stellen, die kippen, wackeln oder durchhängen könnten. Verbessere anschließend eine dieser Stellen.
  3. Maskenstudie: Entwirf eine Maske mit deutlich ausgeprägter Stirn, Nase und Wangen. Baue ein kleines Reliefmodell und untersuche Licht und Schatten.
  4. Oberflächenbibliothek: Entwickle vier unterschiedliche Texturen aus Papier und ordne jeder Textur ein passendes Fantasiewesen oder Objekt zu.


Schwer

  1. Asymmetrische Plastik: Entwickle ein Objekt, dessen linke und rechte Seite deutlich verschieden sind, das aber trotzdem stabil steht. Dokumentiere Deine Lösung.
  2. Auskragung: Plane eine Figur mit einem weit abstehenden Teil. Teste mindestens zwei Möglichkeiten, den Übergang zum Hauptkörper zu verstärken.
  3. Farbkonzept: Gestalte eine Plastik mit einer begrenzten Palette von höchstens vier Hauptfarben. Begründe, wie Kontrast, Wiederholung und Akzent zusammenwirken.
  4. Ausstellungskonzept: Plane für mehrere Klassenarbeiten eine kleine Ausstellung. Entscheide über Gruppierung, Sockel oder Aufhängung, Beschriftung und Blickrichtung und fertige eine Skizze des Ausstellungsraums an.




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Lernkontrolle

  1. Konstruktionsvergleich: Zwei Figuren haben dieselbe Größe. Eine besitzt einen breiten Fuß und leichte obere Teile, die andere einen schmalen Fuß und einen schweren Kopf. Erkläre, welche voraussichtlich stabiler steht und wie Du die andere verbessern würdest.
  2. Fehlerdiagnose: Bei einer getrockneten Tierfigur reißt ein langes Ohr an der Ansatzstelle. Entwickle zwei mögliche Reparaturen und begründe, welche nachhaltiger ist.
  3. Materialentscheidung: Für eine große runde Form stehen Luftballon, zerknülltes Papier und massiver Karton zur Wahl. Vergleiche Gewicht, Formgenauigkeit, Entfernbarkeit und Stabilität und wähle eine Lösung.
  4. Oberflächenwirkung: Eine Fantasiefigur soll freundlich wirken, eine zweite bedrohlich. Beschreibe, wie Du Form, Textur und Farbe jeweils unterschiedlich einsetzen würdest.
  5. Prozessplanung: Du hast noch drei Unterrichtsstunden, aber Dein Objekt ist innen noch feucht. Entwickle einen sinnvollen Arbeitsplan, ohne die Trocknung zu überspringen.
  6. Transferaufgabe: Entwirf ein Pappmaché-Objekt für eine Schulveranstaltung. Begründe Größe, Gerüst, Papieraufbau, Farbwirkung und die Art der Präsentation.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Objekt zeigst, sondern Deinen Gestaltungsprozess nachvollziehbar machst.

  1. Ideenskizze: Zeige mindestens zwei Ansichten oder Varianten Deiner geplanten Form.
  2. Gerüst: Dokumentiere, wie die Grundform aufgebaut und verbunden wurde.
  3. Stabilität: Benenne mindestens eine konstruktive Herausforderung und Deine Lösung.
  4. Papieraufbau: Zeige, dass die Form geschlossen und wichtige Übergänge überlappend verstärkt wurden.
  5. Oberfläche: Erkläre, ob und warum Du glatt, rau oder reliefartig gearbeitet hast.
  6. Farbgestaltung: Begründe Palette, Kontraste und Akzentfarben.
  7. Arbeitsprozess: Dokumentiere mindestens drei Zwischenstände.
  8. Reflexion: Beschreibe, was gelungen ist, was schwierig war und was Du bei einer zweiten Version verändern würdest.




OERs zum Thema

Die verwendeten Bildbeispiele stammen aus Wikimedia Commons und zeigen unterschiedliche Anwendungen von Papiermaché und Kaschiertechnik: Skulpturen, Masken, Figuren, Möbel und schulische Gestaltungsarbeiten.


Weitere Medienbeobachtung

Untersuche bei dieser Figur besonders, wie ein vertrautes Tier durch vereinfachte Volumen dargestellt werden kann.

Dieses Beispiel zeigt, dass Pappmaché auch für figürliche Darstellungen mit deutlich erkennbarer Haltung und Kleidung eingesetzt werden kann.


Verknüpfte Lernbereiche

Das Thema verbindet plastisches Gestalten mit technischem Denken: Eine Idee muss zugleich sichtbar, baubar und stabil werden. Deshalb treffen sich hier Bildende Kunst, Werken, Materialkunde, Farbe, Konstruktion und Nachhaltigkeit.


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