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BK5 - Mit Ton formen

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BK5 - Mit Ton formen



BK5 - Mit Ton formen


Einleitung

Ton ist weich, formbar und reagiert unmittelbar auf Deine Hände. Genau deshalb eignet er sich besonders gut, um in Klasse 5 grundlegende Erfahrungen mit plastischem Gestalten zu sammeln. In diesem aiMOOC trainierst Du fünf zentrale Techniken: Drücken, Rollen, Aufbauen, Verbinden und Strukturieren. Du lernst außerdem, wie aus feuchtem Ton durch Trocknen und Brennen Keramik werden kann und wie Du im Kunstraum sicher, sauber und materialgerecht arbeitest.

Das Ziel ist nicht, dass alle Arbeiten gleich aussehen. Du sollst das Material verstehen, Werkzeuge sinnvoll einsetzen und eine eigene Formidee entwickeln. Dabei arbeitest Du auf Deinem passenden Niveau: G steht für grundlegende Anforderungen, M für mittlere Anforderungen und E für erweiterte Anforderungen.


Was Du am Ende kannst

Bereich G – grundlegendes Niveau M – mittleres Niveau E – erweitertes Niveau
Formen Du setzt Drücken, Rollen und Aufbauen sicher einzeln ein. Du kombinierst mindestens zwei Formtechniken kontrolliert. Du kombinierst Techniken gezielt, um Formwirkung, Stabilität und Ausdruck zu steuern.
Verbinden Du kannst zwei Tonstücke haltbar ansetzen. Du wählst passende Kontaktflächen und arbeitest die Naht sauber aus. Du planst Verbindungen konstruktiv und kannst begründen, warum sie stabil sind.
Oberfläche Du erzeugst mindestens zwei verschiedene Strukturen. Du entwickelst ein wiedererkennbares Oberflächenmuster. Du setzt Struktur bewusst ein, um Form, Funktion oder Ausdruck zu verstärken.
Reflexion Du benennst Deine Technik. Du beschreibst Arbeitsschritte und Verbesserungen. Du begründest gestalterische Entscheidungen mit Fachbegriffen.


Ton als Werkstoff

Feuchter Ton ist plastisch: Er lässt sich verformen und behält die neue Form zunächst bei. Trocknet er, verliert er Wasser, wird fester und schrumpft. Vollständig getrockneter Ton ist vor dem Brand noch empfindlich. Beim Brennen verändert sich das Material dauerhaft zu Keramik. Der Brennvorgang gehört wegen hoher Temperaturen und möglicher Emissionen ausschließlich in die Verantwortung der Lehrkraft beziehungsweise eingewiesener Fachpersonen.

Keramische Gefäße und Figuren werden seit Jahrtausenden hergestellt. Sie können Gebrauchsfunktion, Schmuck, Erzählung und künstlerischen Ausdruck miteinander verbinden. Für Deine Arbeit in Klasse 5 ist besonders wichtig, wie sich Ton mit der Hand formen lässt.


Feuchtigkeitszustände beobachten

Frischer Ton ist weich und gut formbar. Wird er sehr nass, verliert er Standfestigkeit und Verbindungen können schmierig werden. Im lederharten Zustand ist ein Werkstück bereits deutlich fester, lässt sich aber noch vorsichtig schneiden, ritzen oder glätten. Knochentrocken ist ungebrannter Ton sehr trocken und bruchempfindlich. Werkstücke müssen vor dem Brand vollständig und gleichmäßig trocknen; eingeschlossene Feuchtigkeit kann sich beim Erhitzen in Dampf verwandeln und das Werkstück beschädigen.


Werkzeuge kennenlernen

Für viele Aufgaben reichen Hände, ein Modellierholz, ein Schwamm, ein kleiner Behälter für Schlicker, einfache Stempel und eine Arbeitsunterlage. Ein Tonschneider kann Tonportionen abtrennen. Werkzeuge mit Draht, Spitzen oder Schneiden verwendest Du nur nach Einweisung durch die Lehrkraft.

Historische und moderne Töpferwerkstätten nutzen sehr unterschiedliche Werkzeuge. Manche dienen dem Formen, andere dem Glätten, Schneiden, Messen oder Strukturieren.

Werkzeug Wofür Du es nutzen kannst Wichtiger Hinweis
Hände und Finger Drücken, stützen, glätten, verbinden Mit wenig Wasser arbeiten; zu viel Wasser macht den Ton weich.
Modellierholz Ritzen, formen, kleine Vertiefungen und Kanten bearbeiten Nicht herumtragen oder damit spielen.
Schwamm Leicht glätten und Feuchtigkeit dosieren Nur feucht, nicht tropfnass verwenden.
Tonschneider Tonportionen von einem größeren Block abtrennen Nur nach Einweisung und vom Körper weg beziehungsweise parallel zur Arbeitsfläche führen.
Stempel und Naturmaterialien Oberflächen prägen und Muster erzeugen Erst auf einem Probestück testen.


Die fünf Grundtechniken


Drücken

Beim Drücken formst Du einen Tonklumpen direkt mit Fingern und Daumen. Für ein kleines Schälchen rollst Du zunächst eine Kugel. Dann drückst Du den Daumen in die Mitte, ohne den Boden zu durchstoßen. Anschließend drehst Du das Stück langsam und drückst die Wand in vielen kleinen Schritten gleichmäßiger.

Merksatz: Lieber viele kleine Druckbewegungen als wenige starke. So bleibt die Wand gleichmäßiger und reißt weniger leicht.

G: Forme ein einfaches Daumenschälchen mit möglichst gleichmäßiger Wand. M: Verändere die Grundform gezielt, zum Beispiel oval, hoch oder asymmetrisch. E: Entwickle aus der Drücktechnik eine kleine Gefäß-Skulptur, bei der Innenraum und Außenform bewusst zusammenwirken.


Rollen

Beim Rollen entstehen Tonwülste oder Tonwürste. Nimm ein Stück Ton und rolle es zuerst zwischen den Händen vor. Lege es dann auf die Arbeitsfläche und rolle mit beiden Händen von der Mitte nach außen. Bewege die Hände gleichmäßig, damit der Wulst überall ähnlich dick wird.

Ein gleichmäßiger Wulst ist wichtig, weil sehr dünne Stellen schneller reißen und sehr dicke Stellen langsamer trocknen.


Aufbauen

Beim Aufbauen setzt Du Formen aus mehreren Tonstücken zusammen. Besonders bekannt ist die Wulsttechnik: Auf eine Bodenscheibe werden Tonwülste Ring für Ring oder spiralförmig gesetzt und miteinander verbunden. Du kannst die Wülste sichtbar lassen oder die Übergänge verstreichen.

G: Baue ein kleines Gefäß aus gleichmäßigen Wülsten. M: Verändere den Durchmesser von Reihe zu Reihe und erzeuge eine bauchige oder sich verjüngende Form. E: Plane eine freie plastische Form, bei der sichtbare Wülste Teil der Gestaltung sind und die Konstruktion trotzdem stabil bleibt.

Auch Plattentechniken gehören zum Aufbauen: Aus flach ausgerollten Tonplatten können Kästen, Reliefs oder architektonische Formen entstehen.


Verbinden

Einfach nur zwei feuchte Tonstücke aufeinanderzudrücken reicht bei belasteten Stellen oft nicht. Für eine sichere Verbindung gehst Du sorgfältig vor: Die Kontaktflächen werden angeraut oder eingeritzt, dünn mit Tonschlicker benetzt, zusammengedrückt und anschließend an der Naht verdichtet. Beide Teile sollten möglichst einen ähnlichen Feuchtigkeitszustand haben.

Verbindungsprobe: Setze zwei kleine Tonstücke einmal nur lose zusammen und ein zweites Paar mit angeritzter, geschlickerter und verdichteter Naht. Nach dem Antrocknen vergleichst Du vorsichtig, welche Verbindung stabiler ist.

Das Video zeigt grundlegende Handaufbautechniken, darunter Pinch Pot, Wulstaufbau sowie Ritzen und Schlickern.


Strukturieren

Strukturieren bedeutet, die Oberfläche sichtbar und fühlbar zu verändern. Du kannst Linien ritzen, Punkte eindrücken, Stempel verwenden, Gewebe oder Naturmaterialien abdrücken oder kleine Reliefteile aufsetzen. Wichtig ist, dass die Struktur zur Formidee passt und nicht nur zufällige Dekoration bleibt.

Das abgebildete historische Keramikfragment zeigt, wie eingeschnittene Muster eine Oberfläche gliedern können. Auch mit sehr einfachen Werkzeugen entstehen rhythmische, geometrische oder erzählerische Strukturen.

G: Erzeuge drei deutlich unterscheidbare Spuren auf einem Probeflächenstück. M: Entwickle ein geordnetes Muster aus Wiederholung und Wechsel. E: Nutze Dichte, Richtung und Tiefe der Struktur, um bestimmte Formbereiche zu betonen oder ruhiger wirken zu lassen.


Keramik und Skulptur als Inspiration

Ton kann ein Gefäß werden, aber auch eine Figur oder freie Skulptur. Entscheidend ist, dass Du beim plastischen Gestalten die Form von mehreren Seiten betrachtest.

Historische Tonfiguren zeigen, wie Menschen mit kleinen plastischen Formen Körper, Kleidung, Haltung oder Symbole dargestellt haben.

Blickauftrag: Drehe ein eigenes Werkstück langsam auf der Arbeitsplatte. Prüfe Vorderseite, Rückseite, Seitenansichten und die Silhouette. Eine gute dreidimensionale Arbeit soll nicht nur aus einer Blickrichtung funktionieren.


Prozessvideo: vom Tonklumpen zum Gefäß

Das Kinder- und Jugendangebot des Metropolitan Museum of Art zeigt anschaulich die Drück- und Wulsttechnik. Beobachte beim Ansehen besonders, wie wenig Werkzeug für grundlegende Formprozesse nötig ist.


360°-Ansichten und virtuelle Werkstattbesuche

Eine 360°-Ansicht hilft Dir, Räume und Skulpturen nicht nur frontal zu sehen. Auf dem Computer kannst Du die Blickrichtung mit der Maus verändern; auf geeigneten mobilen Geräten funktioniert dies auch durch Bewegen des Geräts.


360°-Keramikstudio

Der virtuelle Rundgang führt durch das Keramikstudio der Künstlerin Kate Malone. Beobachte: Wo werden Werkzeuge gelagert? Wo gibt es Arbeitsflächen? Wo stehen fertige und unfertige Arbeiten? Welche Bereiche wirken sauber getrennt?


360°-Skulpturenraum

Im 360°-Video des Metropolitan Museum of Art kannst Du Dich zwischen Skulpturen im Charles Engelhard Court umsehen. Nutze die Rundumsicht, um zu untersuchen, wie stark eine Skulptur von Standort, Licht und Blickwinkel abhängt.


360°-Keramikmuseum

iFrame blockiert

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Im virtuellen Rundgang des Keramikmuseums Westerwald kannst Du historische und moderne Keramik aus verschiedenen Blickrichtungen erkunden. Wähle ein Objekt aus und beschreibe zuerst nur Form, Oberfläche und vermutete Herstellungstechnik, bevor Du weitere Informationen liest.


Vergleich: Handaufbau und Töpferscheibe

In diesem aiMOOC liegt der Schwerpunkt auf dem Formen mit der Hand. Auf der Töpferscheibe wird Ton dagegen während der Rotation geformt. Das erfordert Zentrieren, gleichmäßigen Druck und viel Übung. Ein Blick auf das Drehen hilft Dir trotzdem zu erkennen, wie verschieden keramische Formverfahren sein können.


Werkstatt- und Hygieneregeln

Im Kunstraum gilt: Sicheres Arbeiten gehört zur Gestaltung dazu. Ton und Wasser können Böden und Werkzeuggriffe rutschig machen. Getrockneter Ton kann Staub bilden. Deshalb arbeitest Du geordnet und reinigst feucht statt Staub aufzuwirbeln.

  1. Arbeitsplatz vorbereiten: Lege nur die benötigten Werkzeuge bereit, halte Laufwege frei und arbeite auf der vorgesehenen Unterlage.
  2. Werkzeuge sicher benutzen: Verwende Draht, Spitzen und Schneidwerkzeuge nur nach Einweisung; beschädigte Werkzeuge meldest Du sofort.
  3. Nicht essen oder trinken: Während der Tonarbeit bleiben Essen und Getränke außerhalb des Arbeitsbereichs; vor Pausen und nach der Arbeit wäschst Du gründlich die Hände.
  4. Tonstaub vermeiden: Getrocknete Tonreste nicht trocken fegen, pusten oder unkontrolliert abschleifen; Flächen und Geräte feucht reinigen und die Anweisungen der Lehrkraft beachten.
  5. Nässe sofort beseitigen: Verschüttetes Wasser oder Tonbrei wird sofort aufgenommen, damit niemand ausrutscht.
  6. Ton nicht einfach in den Ausguss spülen: Grobe Reste kommen in die vorgesehenen Sammelbehälter; Werkzeuge werden zuerst abgewischt und nur nach Schulregel gereinigt.
  7. Brennofen nur durch Erwachsene oder eingewiesene Fachpersonen: Schülerinnen und Schüler öffnen, bedienen oder beschicken einen heißen Ofen nicht selbstständig.
  8. Glasuren nur nach Freigabe: Verwende nur die von der Schule bereitgestellten Produkte und halte Dich an die Anweisungen der Lehrkraft; pulverförmige Glasuren werden von Lernenden nicht eigenständig angerührt.
  9. Geeignete Kleidung: Schürze oder Arbeitskleidung schützen Deine Kleidung; lange Haare werden zusammengebunden.
  10. Gemeinsam sauber abschließen: Werkzeuge reinigen, Material verschließen, Arbeitsplatz feucht säubern, Hände waschen und den Raum nach Anweisung lüften.

Die DGUV weist für Keramikarbeiten im Unterricht unter anderem auf Gefahren durch rutschige Tonreste, mögliche gesundheitsgefährdende Stoffe beim Brennen und in bestimmten Glasuren sowie auf die Bedeutung geeigneter Reinigung und Lüftung hin. Für Werkräume gelten außerdem Regeln zu Ordnung, Einweisung, Werkzeugkontrolle und Händewaschen.


Übungsreihe: Ton-Führerschein


Station A – Drücken

Forme aus einer Kugel ein kleines Schälchen. Prüfe Wandstärke, Boden und Rand mit den Fingern. Markiere anschließend auf einem Skizzenblatt eine Stelle, die Dir besonders gleichmäßig gelungen ist.


Station B – Rollen

Rolle drei Wülste: einen dünnen, einen mittleren und einen dicken. Entscheide, welcher sich für ein kleines Gefäß am besten eignet und begründe Deine Wahl.


Station C – Aufbauen

Baue auf einer kleinen Bodenscheibe mindestens drei Reihen auf. Prüfe nach jeder Reihe die Form von der Seite und von oben.


Station D – Verbinden

Setze einen kleinen Henkel oder eine plastische Form an. Nutze Anrauen, Schlicker, Druck und sorgfältiges Verstreichen der Naht.


Station E – Strukturieren

Erstelle eine Probefläche mit mindestens fünf Spuren: Finger, Modellierholz, Stempel, Naturmaterial und selbst erfundenes Werkzeug. Wähle die stärkste Struktur für Dein Hauptwerkstück aus.


Gestaltungsaufgabe: Mein Tonwesen mit Gefäßkörper

Entwirf ein Fantasiewesen, dessen Körper zugleich ein kleines Gefäß oder eine Hohlform ist. Die Aufgabe verbindet alle fünf Grundtechniken.

Niveau Mindestanforderung Gestaltungsschwerpunkt
G Drück- oder Wulstform, mindestens ein sicher verbundenes Zusatzteil, zwei Strukturen Saubere Grundform und stabile Verbindung
M Kombination aus Drücken und Aufbauen, mehrere angesetzte Teile, geordnetes Oberflächenmuster Proportion, Rhythmus und Übergänge
E Eigenständige komplexere Hohlform, konstruktiv geplante Verbindungen, bewusst differenzierte Oberflächenzonen Ausdruck, Formspannung und begründete Gestaltungsidee

Plane zuerst mit zwei kleinen Skizzen. Überlege, wo die Figur schwer oder leicht, glatt oder rau, geschlossen oder geöffnet wirken soll. Baue dann in Etappen und kontrolliere immer wieder die Stabilität.


Fehler als Lernchance

Risse, abfallende Anbauteile oder verformte Wände zeigen Dir, wo Materialzustand und Technik noch nicht zusammenpassen. Statt Fehler zu verstecken, kannst Du sie untersuchen.

Beobachtung Mögliche Ursache Sinnvolle Reaktion
Wulst wird wellig Ungleichmäßiger Druck beim Rollen Von der Mitte nach außen rollen und die Hände gleichmäßig bewegen
Anbauteil löst sich Kontaktflächen waren glatt, zu trocken oder nicht verdichtet Flächen anrauen, passenden Schlicker nutzen, fest andrücken und Naht ausarbeiten
Wand sackt ein Ton ist zu weich oder Form wurde zu schnell hoch aufgebaut Weniger Wasser, kurze Arbeitsunterbrechung und breitere tragende Basis
Oberfläche wird schmierig Zu viel Wasser oder zu nasser Schwamm Wasser reduzieren und mit fast trockenem Schwamm arbeiten
Trocknungsriss Unterschiedliche Wandstärken oder zu schnelles Trocknen Gleichmäßiger bauen und nach Schulvorgabe langsam trocknen lassen


Quellen und Medienhinweise

  1. DGUV Information 213-041 „Keramik“: Fachinformationen zu Keramikarbeiten im Unterricht, Formverfahren, Werkzeugen und Sicherheitsaspekten.
  2. DGUV Information 202-071 „Werkraum – Ordnung und Sicherheit“: Hinweise zu sicherem Arbeiten, Reinigung, Werkzeugen und Händewaschen.
  3. The Met 360° Project: 360°-Rundgänge durch Museumsräume mit Skulpturen und Architektur.
  4. Keramikmuseum Westerwald in 360°: Virtueller Rundgang durch die Dauerausstellung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Eigenschaft macht feuchten Ton besonders gut formbar? (Er ist plastisch und behält eine veränderte Form zunächst bei) (!Er ist bereits vollständig verglast) (!Er ist grundsätzlich wasserfest) (!Er ist so hart wie gebrannte Keramik)




Was ist der wichtigste erste Schritt bei einem Daumenschälchen? (Eine Tonkugel formen und den Daumen in die Mitte drücken) (!Den Ton vollständig trocknen) (!Das Werkstück glasieren) (!Die Oberfläche mit Schleifpapier bearbeiten)




Wie entsteht ein möglichst gleichmäßiger Tonwulst? (Von der Mitte nach außen mit gleichmäßigem Druck rollen) (!Nur an einem Ende kräftig drücken) (!Den Ton ständig mit viel Wasser übergießen) (!Den Wulst nach jedem Rollen trocknen)




Was bedeutet Aufbauen mit Ton? (Mehrere Tonstücke oder Wülste schrittweise zu einer Form zusammensetzen) (!Nur die Oberfläche bemalen) (!Gebrannten Ton wieder weich kneten) (!Ton ausschließlich auf einer Töpferscheibe drehen)




Wie verbindest Du zwei Tonstücke besonders zuverlässig? (Kontaktflächen anrauen, Schlicker auftragen, zusammendrücken und die Naht verdichten) (!Beide Teile nur lose aufeinanderlegen) (!Die Kontaktflächen mit Staub bestreuen) (!Beide Teile erst vollständig brennen und dann zusammendrücken)




Was ist beim Strukturieren von Ton gemeint? (Die Oberfläche gezielt mit Spuren, Mustern oder Reliefs gestalten) (!Den Ton vollständig verflüssigen) (!Nur die Farbe des Tons betrachten) (!Das Werkstück möglichst oft fallen lassen)




Wie reinigst Du Tonarbeitsplätze staubarm? (Feucht wischen und Tonreste feucht aufnehmen) (!Trockenen Tonstaub kräftig wegpusten) (!Trockene Reste in die Luft bürsten) (!Den gesamten Ton in den Ausguss spülen)




Wer bedient im Schulbetrieb den Brennofen? (Die Lehrkraft oder eine eingewiesene Fachperson) (!Alle Lernenden ohne Einweisung) (!Nur die schnellste Gruppe) (!Immer die Person mit dem größten Werkstück)




Was kann passieren, wenn Du beim Modellieren zu viel Wasser verwendest? (Der Ton wird weich und kann seine Standfestigkeit verlieren) (!Der Ton wird sofort zu Keramik) (!Der Ton wird automatisch glasiert) (!Der Ton kann nicht mehr trocknen)




Was gehört zu einer guten dreidimensionalen Formkontrolle? (Das Werkstück aus mehreren Blickrichtungen betrachten) (!Nur die Vorderseite prüfen) (!Die Rückseite bis zum Schluss ignorieren) (!Nur die Farbe und nie die Silhouette beachten)





Memory

Drücken Daumen formt einen Hohlraum
Rollen gleichmäßiger Tonwulst
Aufbauen Form wächst aus mehreren Teilen
Verbinden angeraute Flächen mit Schlicker fügen
Strukturieren Oberfläche mit sichtbaren Spuren gestalten
Tonschneider Tonportionen abtrennen
lederhart fest und noch bearbeitbar
Tonstaub feucht reinigen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Daumendruck Drücktechnik
gleichmäßiger Wulst Rolltechnik
Bodenscheibe und Tonwülste Aufbautechnik
angeritzte Kontaktfläche Verbindungstechnik
Stempelabdruck Strukturtechnik






Kreuzworträtsel

Daumendruck Wie heißt die Bewegung, mit der eine Kugel zu einer kleinen Hohlform erweitert werden kann?
Tonwulst Wie heißt eine längliche gerollte Tonform für die Aufbautechnik?
Schlicker Wie heißt die dünnflüssige Ton-Wasser-Mischung zum Unterstützen von Verbindungen?
Ritzmuster Wie heißt eine Oberflächengestaltung aus eingeschnittenen Linien?
Schwamm Welches weiche Werkzeug eignet sich zum sparsamen Befeuchten und Glätten?
Modellierholz Welches einfache Werkzeug dient zum Formen, Ritzen und Strukturieren?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Feuchter Ton ist

und lässt sich deshalb gut verformen. Beim Drücken formt der

einen Hohlraum in eine Tonkugel. Beim Rollen entsteht ein möglichst gleichmäßiger

. Beim Aufbauen werden mehrere Teile zu einer größeren

zusammengesetzt. Für stabile Verbindungen werden die Kontaktflächen zuerst

und anschließend mit Schlicker gefügt. Eine gezielt gestaltete Oberfläche nennt man

. Zu viel Wasser kann die Standfestigkeit des Tons

. Getrocknete Tonreste werden im Werkraum möglichst

gereinigt. Der Brennofen wird nur von einer eingewiesenen

bedient. Eine dreidimensionale Arbeit sollte aus mehreren

überprüft werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ton-Führerschein: Erstelle fünf kleine Probestücke für Drücken, Rollen, Aufbauen, Verbinden und Strukturieren und beschrifte sie mit den passenden Fachbegriffen. Schwerpunkt G.
  2. Strukturensammlung: Erzeuge auf einer Tonplatte mindestens sechs unterschiedliche Oberflächen mit Fingern, Modellierholz, Stempeln und ungefährlichen Naturmaterialien. Schwerpunkt G.
  3. Werkstattregeln: Gestalte ein übersichtliches Regelplakat mit sechs wichtigen Sicherheits- und Hygieneregeln für die Tonarbeit. Schwerpunkt G.
  4. Prozessfotografie: Fotografiere drei sinnvolle Arbeitsschritte Deines Werkstücks und schreibe zu jedem Bild einen kurzen Fachsatz. Schwerpunkt G.


Standard

  1. Wulstgefäß: Entwickle ein kleines Gefäß, dessen Form sich nach oben sichtbar verändert, und kombiniere sichtbare mit geglätteten Wülsten. Schwerpunkt M.
  2. Tonwesen: Baue eine Hohlform als Körper und verbinde mindestens drei zusätzliche Körperteile fachgerecht mit ihr. Schwerpunkt M.
  3. Keramikdetektiv: Wähle aus den Medien dieses aiMOOCs zwei Keramiken und untersuche, welche Form- und Oberflächentechniken Du erkennen oder begründet vermuten kannst. Schwerpunkt M.
  4. Virtueller Museumsbesuch: Nutze eine 360°-Ansicht, wähle ein Objekt und skizziere es aus zwei verschiedenen Blickrichtungen. Beschreibe, was sich durch den Standortwechsel verändert. Schwerpunkt M.


Schwer

  1. Designchallenge: Entwirf ein kleines Gefäß, das stabil steht, einen klar gestalteten Rand besitzt und mindestens drei der Grundtechniken sichtbar kombiniert. Begründe Deine Konstruktion. Schwerpunkt E.
  2. Reliefgeschichte: Gestalte ein Tonrelief, in dem unterschiedliche Strukturdichten eine kleine Geschichte oder Stimmung transportieren. Schwerpunkt E.
  3. Fehlerlabor: Baue drei verschiedene Verbindungsproben, dokumentiere Materialzustand und Vorgehen und vergleiche nach dem Antrocknen die Stabilität. Formuliere eine begründete Schlussfolgerung. Schwerpunkt E.
  4. Mini-Kuration: Stelle digital oder auf einem Plakat drei keramische oder plastische Werke zusammen und erkläre, wie Form, Oberfläche und Herstellungsweise jeweils zusammenwirken. Schwerpunkt E.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Techniktransfer: Du sollst eine hohe, schmale Hohlform herstellen. Entscheide, welche der fünf Grundtechniken Du kombinieren würdest, und begründe die Reihenfolge Deiner Arbeitsschritte.
  2. Stabilitätsanalyse: Ein angesetzter Henkel fällt beim Trocknen ab. Analysiere mindestens zwei mögliche Ursachen und entwickle eine verbesserte Vorgehensweise.
  3. Oberflächenwirkung: Vergleiche eine sehr glatte und eine stark strukturierte Tonoberfläche. Erkläre, wie beide auf Dich wirken und für welche Formidee Du sie einsetzen würdest.
  4. Werkstattproblem: Nach der Stunde liegen trockene Tonkrümel auf dem Boden. Entwickle einen sicheren Reinigungsplan und begründe, warum trockenes Aufwirbeln vermieden werden soll.
  5. Form und Blickwinkel: Eine Figur wirkt von vorn überzeugend, von der Seite aber instabil. Beschreibe, wie Du die Form überprüfen und verändern würdest.
  6. Materialentscheidung: Ein Mitschüler möchte ein sehr nasses Werkstück sofort weiter in die Höhe bauen. Erkläre, welche Probleme entstehen können und welche sinnvollen Alternativen es gibt.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu BK5 - Mit Ton formen ist wichtig, dass nicht nur das Endprodukt zählt, sondern auch Dein Arbeitsprozess.

  1. Technikkompetenz: Du kannst Drücken, Rollen, Aufbauen, Verbinden und Strukturieren am eigenen Werkstück zeigen.
  2. Materialverständnis: Du gehst sparsam mit Wasser um und kannst unterschiedliche Feuchtigkeitszustände des Tons bei Deiner Planung berücksichtigen.
  3. Konstruktion: Angesetzte Teile sind nachvollziehbar und möglichst stabil verbunden.
  4. Gestaltung: Form, Proportion, Rand, Öffnung und Oberfläche sind bewusst entschieden und nicht nur zufällig entstanden.
  5. Prozessdokumentation: Skizzen, Fotos oder kurze Notizen machen wichtige Entwicklungsschritte sichtbar.
  6. Fachsprache: Du verwendest Begriffe wie Tonwulst, Schlicker, lederhart, Struktur und Verbindung passend.
  7. Sicherheit und Hygiene: Du hältst Werkstattregeln ein, vermeidest Staub, beseitigst Nässe und reinigst Deinen Arbeitsplatz sachgerecht.
  8. Reflexion: Du kannst erklären, was gelungen ist, was schwierig war und was Du beim nächsten Werkstück verändern würdest.
Niveau Erwartung im Lernnachweis
G Sichere Grundtechnik, einfache stabile Form, nachvollziehbare Regelkenntnis und kurze Reflexion
M Kombination mehrerer Techniken, kontrollierte Oberflächengestaltung, schlüssige Prozessbeschreibung und begründete Verbesserung
E Eigenständiges Formkonzept, technisch überzeugende Verbindungen, bewusst differenzierte Oberfläche und reflektierte Begründung gestalterischer Entscheidungen




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