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BK5 - Kunsttechnik als Lernvideo erklären

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BK5 - Kunsttechnik als Lernvideo erklären




BK5 - Kunsttechnik als Lernvideo erklären


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du eine Kunsttechnik nicht nur selbst ausführst, sondern so erklärst, dass andere Schülerinnen und Schüler sie in einem kurzen Erklärvideo nachvollziehen können. Du verbindest dabei Kunstunterricht, Medienbildung, Storyboard-Arbeit, Kameragestaltung, Tonaufnahme und sicheres Arbeiten.

Ein gutes Lernvideo zeigt nicht einfach nur ein fertiges Kunstwerk. Es macht den Weg zum Ergebnis sichtbar. Dafür brauchst Du eine verständliche Reihenfolge, passende Nahaufnahmen, kurze Erklärungen, einen sicheren Arbeitsplatz und einen klaren Anfang sowie Schluss.

Für Klasse 5 eignet sich besonders eine Technik, bei der einzelne Handlungsschritte deutlich zu erkennen sind. In diesem aiMOOC wird deshalb die Schraffur als ausführliches Beispiel genutzt. Du kannst das Prinzip aber auch auf Farbmischung, Druck, Collage oder andere einfache Kunsttechniken übertragen.

Ein Storyboard ist eine gezeichnete Bildfolge, mit der Du schon vor dem Filmen planst, welche Szene als Nächstes kommt. Dadurch musst Du beim Dreh weniger improvisieren und kannst besser prüfen, ob die Bildfolge verständlich ist.

Die kurze Audiodatei zeigt, dass Ton auch ohne Bild eine Information transportieren kann. In Deinem eigenen Lernvideo soll die Sprache jedoch nicht allein stehen: Bild und Ton erklären gemeinsam.


Was ist ein Lernvideo über eine Kunsttechnik?

Ein Lernvideo über eine Kunsttechnik ist ein kurzer Film, der zeigt und erklärt, wie etwas gemacht wird. Im Unterschied zu einem reinen Präsentationsvideo steht der Arbeitsprozess im Mittelpunkt. Die Zuschauerinnen und Zuschauer sollen nach dem Video wissen, welches Material sie benötigen, in welcher Reihenfolge sie vorgehen und worauf sie besonders achten müssen.

Ein verständliches Lernvideo beantwortet deshalb fünf Fragen:

  1. Thema: Welche Kunsttechnik wird erklärt?
  2. Material: Was wird dafür gebraucht?
  3. Arbeitsschritt: Was passiert zuerst, danach und zuletzt?
  4. Bildgestaltung: Was muss die Kamera deutlich zeigen?
  5. Sicherheit: Welche Regeln müssen beim Arbeiten und Filmen beachtet werden?

Für ein Lernvideo in Klasse 5 ist eine Länge von ungefähr 60 bis 90 Sekunden oft ausreichend. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern dass jeder wichtige Schritt sichtbar und verständlich wird.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Kunsttechnik: eine einfache Kunsttechnik in sinnvolle Einzelschritte zerlegen.
  2. Storyboard: eine Bildfolge für ein kurzes Lernvideo planen.
  3. Nahaufnahme: wichtige Handgriffe so filmen, dass sie gut erkennbar sind.
  4. Sprechertext: eine kurze und verständliche Audioerklärung formulieren.
  5. Sicherheit: Gefahren erkennen und passende Schutzregeln einhalten.
  6. Medienkompetenz: Bild, Ton, Reihenfolge und Schnitt bewusst einsetzen.
  7. Feedback: die Verständlichkeit eines Lernvideos prüfen und verbessern.


G/M/E-Differenzierung

Die Aufgaben dieses aiMOOCs sind in drei Niveaustufen gedacht. G steht für grundlegendes Niveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau.

Niveau Schwerpunkt Erwartung an Dein Lernvideo
G Grundlegendes Erklären Du zeigst eine Kunsttechnik in mindestens vier klaren Schritten, nutzt verständliche Bilder und sprichst kurze Sätze.
M Gezieltes Gestalten Du planst mit einem Storyboard, nutzt verschiedene Einstellungsgrößen und erklärst auch, warum ein Schritt wichtig ist.
E Bewusstes Inszenieren und Reflektieren Du verbindest Bild, Ton, Schnitt und Fachbegriffe gezielt, begründest Deine Gestaltung und verbesserst Dein Video nach Feedback.


Von der Kunsttechnik zum Lernvideo


Schritt 1: Eine geeignete Kunsttechnik auswählen

Für ein erstes Lernvideo sollte die Kunsttechnik nicht zu viele komplizierte Arbeitsschritte enthalten. Gut geeignet sind Techniken, bei denen die Hände und das Material im Mittelpunkt stehen.

  1. Schraffur: Linien werden dichter, gekreuzt oder an eine Form angepasst.
  2. Farbmischung: Zwei oder mehrere Farben werden sichtbar miteinander gemischt.
  3. Druckgrafik: Farbe wird von einer bearbeiteten oder strukturierten Fläche auf Papier übertragen.
  4. Collage: Papier, Bilder und andere flache Materialien werden ausgewählt, angeordnet und aufgeklebt.

Eine Schraffur kann durch viele Linien Tonwerte, Schatten, Rundungen und Strukturen darstellen. Für ein Lernvideo ist das günstig, weil die Kamera sehr genau zeigen kann, wie die Linien entstehen.

Bei einer Farbmischung ist die Veränderung direkt sichtbar. Eine Nahaufnahme der Mischfläche hilft mehr als eine weit entfernte Gesamtaufnahme.

Bei einer Collage können Auswahl, Anordnung und Kleben nacheinander gezeigt werden. Besonders wichtig ist, vor dem Kleben zunächst verschiedene Anordnungen auszuprobieren.

Beim Drucken können Walze, Druckfarbe, Druckstock und Abdruck gezeigt werden. Schneidende Werkzeuge sind für Klasse 5 nur nach klarer Sicherheitsunterweisung und unter Aufsicht zu verwenden. Eine sichere Alternative sind Druckplatten aus Moosgummi, Karton oder anderen leicht zu bearbeitenden Materialien.


Schritt 2: Den Prozess zerlegen

Bevor Du filmst, führst Du die Technik einmal ohne Kamera aus. Dabei beobachtest Du genau, welche Schritte wirklich wichtig sind.

Eine gute Zerlegung für ein Lernvideo lautet zum Beispiel:

  1. Vorbereitung: Material bereitlegen und Arbeitsplatz ordnen.
  2. Grundtechnik: den ersten wichtigen Handgriff zeigen.
  3. Variation: eine zweite Möglichkeit oder Steigerung zeigen.
  4. Kontrolle: Zwischenergebnis prüfen.
  5. Ergebnis: fertiges Beispiel kurz zeigen.

Die Regel lautet: Ein Bildschritt soll möglichst nur eine neue Handlung zeigen. Wenn gleichzeitig zu viel passiert, wissen die Zuschauenden nicht, worauf sie achten sollen.


Schritt 3: Ein Storyboard zeichnen

Ein Storyboard ist eine gezeichnete Planung des Videos. Es muss nicht schön gezeichnet sein. Strichfiguren, Pfeile, Symbole und kurze Stichworte reichen aus.

Szene Was sieht man? Was hört man? Wichtiger Hinweis
Einstieg Material und fertiges Beispiel „Ich zeige Dir heute, wie eine Schraffur entsteht.“ Nur wenige Sekunden
Schritt A Bleistift und Papier in Nahaufnahme „Zeichne zuerst lockere Linien in eine Richtung.“ Hand darf die Linie nicht verdecken
Schritt B Dichtere Linien „Je enger die Linien liegen, desto dunkler wirkt die Fläche.“ Kamera ruhig halten
Schritt C Kreuzende zweite Linienlage „Für eine Kreuzschraffur legst Du eine zweite Richtung darüber.“ Ergebnis groß zeigen
Schluss Helle und dunkle Flächen nebeneinander „Vergleiche jetzt die verschiedenen Tonwerte.“ Kurz und eindeutig

Ein Storyboard hilft Dir auch dabei, unnötige Szenen zu streichen. Wenn ein Bild nichts Neues erklärt, brauchst Du es meistens nicht.


Schritt 4: Kamera und Bildausschnitt planen

Für Kunsttechniken sind die Hände oft wichtiger als das Gesicht. Deshalb eignet sich eine Kamera über oder schräg neben dem Arbeitsplatz.

Ein Stativ oder eine sichere Halterung verhindert verwackelte Bilder. Das Gerät muss so befestigt sein, dass es nicht auf den Arbeitsplatz fallen kann.

Wichtige Einstellungsgrößen sind:

  1. Totale: zeigt kurz den gesamten Arbeitsplatz.
  2. Halbnah: zeigt Hände, Werkzeug und Arbeitsfläche gemeinsam.
  3. Nahaufnahme: zeigt einen einzelnen Handgriff besonders deutlich.
  4. Detailaufnahme: zeigt zum Beispiel Bleistiftspitze, Farbmischung oder Druckstruktur sehr groß.

Gerade bei kleinen Bewegungen ist eine Nahaufnahme entscheidend. Wenn Du Schraffur filmst, müssen Linienabstand, Strichrichtung und Druck auf den Stift erkennbar sein.


Schritt 5: Ton verständlich aufnehmen

Ein Lernvideo ist leichter zu verstehen, wenn die Sprache ruhig, kurz und passend zum Bild ist. Du musst nicht während des Zeichnens sprechen. Oft ist es einfacher, zuerst die Bilder aufzunehmen und danach eine Audioerklärung einzusprechen.

Eine gute Sprachspur:

  1. Sprechertext: verwendet kurze Sätze.
  2. Fachsprache: nennt wichtige Fachbegriffe und erklärt sie.
  3. Sprechtempo: lässt Zeit zum Beobachten.
  4. Geräusch: wird in einer möglichst ruhigen Umgebung aufgenommen.
  5. Synchronität: erklärt genau das, was gerade zu sehen ist.

Beispiel für eine kurze Audioerklärung zur Schraffur:

„Ich beginne mit lockeren parallelen Linien. Für einen dunkleren Ton setze ich die Linien enger nebeneinander. Danach zeichne ich eine zweite Linienlage darüber. So entsteht eine Kreuzschraffur.“

Sprich Deinen Text vor der Aufnahme einmal probeweise. Wenn ein Satz zu lang ist, teile ihn in zwei kurze Sätze.


Schritt 6: Sicherheit vor dem Dreh prüfen

Ein gutes Lernvideo zeigt nicht nur eine Technik, sondern auch einen sicheren Umgang mit Material und Medien.

  1. Arbeitsplatz: Der Tisch bleibt frei von unnötigen Gegenständen.
  2. Schere: Schneide vom Körper weg und lege die Schere geschlossen ab.
  3. Schneidewerkzeug: Linolmesser oder Cutter werden in Klasse 5 nur nach Sicherheitsunterweisung und unter Aufsicht verwendet.
  4. Farbe: Wasser und flüssige Farbe stehen nicht direkt neben Smartphone, Tablet oder Kamera.
  5. Kabel: Kabel dürfen keine Stolperfallen bilden.
  6. Stativ: Kamera und Halterung müssen standsicher sein.
  7. Datenschutz: Gesichter, Namen oder andere persönliche Informationen werden nur entsprechend den schulischen Datenschutz- und Einwilligungsregeln veröffentlicht.
  8. Urheberrecht: Nutze möglichst eigenes Material oder frei lizenzierte Medien und beachte die jeweilige Lizenz.


Visuelle Mini-Anleitung: Schraffur als Lernvideo

Die folgende Mini-Anleitung ist so aufgebaut, dass Du daraus direkt ein 60- bis 90-sekündiges Lernvideo entwickeln kannst.


Bildfolge 1: Material zeigen

Lege Papier und Bleistift ordentlich auf den Tisch. Filme kurz von oben. Zeige nur das Material, das Du wirklich brauchst.

Sprechertext: „Für diese Übung brauchst Du Papier und einen Bleistift.“


Bildfolge 2: Parallele Linien zeichnen

Zeichne mehrere Linien möglichst in eine ähnliche Richtung. Die Linien müssen nicht mit dem Lineal gezogen werden.

Sprechertext: „Bei einer einfachen Schraffur liegen viele Linien nebeneinander.“


Bildfolge 3: Hell und dunkel erzeugen

Zeichne zuerst Linien mit größeren Abständen und danach Linien mit kleineren Abständen. Die engere Schraffur wirkt dunkler.

Sprechertext: „Je dichter die Linien stehen, desto dunkler kann die Fläche wirken.“


Bildfolge 4: Kreuzschraffur ergänzen

Lege eine zweite Linienrichtung über die erste. Dadurch entsteht ein dichteres Liniennetz.

Sprechertext: „Wenn sich zwei Linienrichtungen überkreuzen, entsteht eine Kreuzschraffur.“


Bildfolge 5: Form und Struktur variieren

Linien können einer Rundung folgen oder bewusst unregelmäßig gesetzt werden.

Sprechertext: „Mit Richtung, Abstand und Form der Linien kannst Du unterschiedliche Oberflächen und Rundungen zeigen.“


Bildfolge 6: Ergebnis vergleichen

Zeige am Schluss eine helle, eine mittlere und eine dunkle Fläche nebeneinander. Halte das Bild einen Moment ruhig.

Sprechertext: „Vergleiche die Flächen: Welche Schraffur wirkt am hellsten und welche am dunkelsten?“


Weitere Technikideen für Lernvideos


Farbmischung filmen

Für eine Farbmischung sollte die Kamera direkt auf die Mischfläche zeigen. Verwende nur kleine Farbmengen, damit die Veränderung gut sichtbar bleibt.

Das folgende Commons-Video zeigt additive Farbmischung mit Licht. Das ist nicht dasselbe wie das Mischen von Wasserfarben oder Deckfarben. Es eignet sich deshalb besonders für einen Vergleich: Beim Bildschirm werden Lichtfarben addiert, beim Malen arbeitest Du mit Farbstoffen oder Pigmenten.

Datei:Additive Farbmischung.webm

Für Dein Kunst-Lernvideo kannst Du zum Beispiel zeigen, wie aus zwei Malfarben eine neue Farbe entsteht. Filme vor dem Mischen, während des Mischens und danach jeweils aus derselben Perspektive.


Collage filmen

Bei einer Collage ist die Reihenfolge wichtig: erst auswählen, dann anordnen, prüfen und erst danach kleben.

Ein gutes Lernvideo kann durch eine Draufsicht zeigen, wie sich die Bildwirkung verändert, wenn ein Element an eine andere Stelle geschoben wird.


Druck filmen

Beim Drucken sind besonders drei Momente interessant: Farbe auftragen, Papier auflegen und den Abdruck abziehen. Der Moment des Abziehens sollte in einer gut sichtbaren Nahaufnahme gefilmt werden.

Wenn mit Linolwerkzeugen gearbeitet wird, muss der sichere Umgang vorher angeleitet werden. Für Klasse 5 können einfachere Druckverfahren mit Moosgummi, Karton, Blättern oder strukturierten Materialien eine sichere Alternative sein.


Künstlerischen Prozess als Zeitraffer beobachten

Ein Prozessvideo kann zeigen, wie ein Bild Schritt für Schritt entsteht. Ein Zeitraffer verdichtet dabei eine längere Arbeitszeit.

Überlege beim Anschauen: Welche Schritte wären für ein Lernvideo zu schnell? Welche Stellen müssten langsamer oder als Nahaufnahme gezeigt werden?


Bild, Ton und Schnitt bewusst einsetzen


Verständliche Bildfolge

Die Zuschauerinnen und Zuschauer sollten jederzeit erkennen können, welcher Schritt gerade passiert. Ein häufiger Fehler ist ein Sprung von einem frühen Arbeitszustand direkt zum fast fertigen Ergebnis.

Eine klare Bildfolge folgt dem Prinzip:

  1. Orientierung: Was wird gemacht?
  2. Vorbereitung: Was wird benötigt?
  3. Ausführung: Wie funktioniert der wichtigste Handgriff?
  4. Vertiefung: Welche Variante oder Schwierigkeit gibt es?
  5. Ergebnis: Was ist entstanden?
  6. Rückblick: Was war besonders wichtig?


Gute Nahaufnahmen

Eine Nahaufnahme ist sinnvoll, wenn ein kleiner Handgriff erklärt wird. Sie ist weniger sinnvoll, wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer den gesamten Arbeitsplatz verstehen müssen.

Prüfe deshalb vor jeder Szene: Muss man gerade das Ganze sehen oder ein Detail?

Bei Schraffur ist das Detail entscheidend. Bei der Materialübersicht genügt eine größere Einstellung. Beim Druck sollte die Kamera nah an der Kante bleiben, an der das Papier vom Druckstock abgezogen wird.


Schnitt und Tempo

Beim Filmschnitt ordnest Du Deine Aufnahmen in die geplante Reihenfolge. Schneide vor allem Pausen, Suchbewegungen und Wiederholungen heraus. Lass wichtige Zwischenergebnisse dagegen kurz stehen, damit man sie erkennen kann.

Verwende Übergänge sparsam. Ein einfacher Schnitt ist meistens verständlicher als viele auffällige Effekte.


Barriereärmer erklären

Ein Lernvideo wird zugänglicher, wenn wichtige Informationen nicht nur in einem einzigen Kanal vorkommen.

  1. Untertitel: können den gesprochenen Text ergänzen.
  2. Einblendung: kann einen Fachbegriff kurz sichtbar machen.
  3. Kontrast: hilft, Werkzeug und Untergrund voneinander zu unterscheiden.
  4. Sprechtempo: sollte genug Beobachtungszeit lassen.
  5. Bildruhe: erleichtert das genaue Sehen.

Wenn Du Untertitel einsetzt, müssen sie kurz genug sein, um während der Szene gelesen werden zu können.


Produktionsplan für Klasse 5


Phase A: Planen

  1. Entscheide Dich für eine einfache Kunsttechnik.
  2. Führe die Technik einmal selbst durch.
  3. Zerlege sie in vier bis sechs Hauptschritte.
  4. Zeichne ein Storyboard.
  5. Formuliere pro Szene einen kurzen Sprechertext.
  6. Prüfe die Sicherheitsregeln.


Phase B: Drehen

  1. Befestige die Kamera standsicher.
  2. Mache eine Testaufnahme.
  3. Prüfe Licht, Bildausschnitt und Schärfe.
  4. Filme jeden wichtigen Schritt einzeln.
  5. Wiederhole eine Szene, wenn die Hand den wichtigen Bereich verdeckt.
  6. Nimm bei Bedarf zusätzliche Detailaufnahmen auf.


Phase C: Ton aufnehmen

  1. Suche einen ruhigen Ort.
  2. Sprich langsam und deutlich.
  3. Halte das Mikrofon in gleichbleibendem Abstand.
  4. Nimm schwierige Sätze einzeln auf.
  5. Vergleiche Sprache und Bild.


Phase D: Schneiden und prüfen

  1. Bringe die Szenen in die Storyboard-Reihenfolge.
  2. Entferne unnötige Pausen.
  3. Lass wichtige Ergebnisse lang genug sichtbar.
  4. Ergänze bei Bedarf kurze Texteinblendungen.
  5. Prüfe Tonlautstärke und Verständlichkeit.
  6. Zeige das Video einer Testperson.


Qualitätscheck: Ist das Lernvideo verständlich?

Nutze diese Fragen vor der Abgabe:

Prüffrage Ja Noch verbessern
Erkennt man sofort, welche Kunsttechnik erklärt wird?
Sind alle Materialien sichtbar oder genannt?
Ist die Reihenfolge der Schritte logisch?
Sind wichtige Handgriffe in Nahaufnahme zu sehen?
Bleibt die Kamera ruhig?
Ist die Sprache kurz und verständlich?
Passen Bild und Ton zusammen?
Werden Sicherheitsregeln eingehalten?
Enthält das Video keine unnötigen Szenen?
Kann eine andere Person die Technik danach nachmachen?


G/M/E-Bewertungsraster

Bereich G M E
Fachliche Erklärung Die wichtigsten Schritte sind richtig. Schritte und Fachbegriffe werden richtig erklärt. Schritte, Fachbegriffe und Wirkungen werden erklärt und begründet.
Bildgestaltung Wichtige Handlungen sind sichtbar. Nahaufnahme und Übersicht werden sinnvoll kombiniert. Einstellungsgrößen werden bewusst zur Erklärung eingesetzt.
Storyboard Eine einfache Reihenfolge ist geplant. Bild und Sprechertext sind vor dem Dreh abgestimmt. Kamera, Ton, Übergänge und mögliche Schwierigkeiten sind vorausgeplant.
Ton Sprache ist verständlich. Sprache ist klar, passend zum Bild und fachlich präzise. Sprache, Pausen und Betonung unterstützen die Bildinformation gezielt.
Sicherheit Grundregeln werden eingehalten. Risiken werden erkannt und vermieden. Sicherheitsentscheidungen werden zusätzlich begründet.
Reflexion Eine Verbesserung wird genannt. Feedback wird genutzt und eine Änderung beschrieben. Mehrere Gestaltungsentscheidungen werden verglichen und begründet.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wozu dient ein Storyboard vor dem Dreh? (Es plant die Bildfolge des Videos) (!Es ersetzt das Kunstmaterial) (!Es macht automatisch den Filmschnitt) (!Es mischt die Farben)




Welche Aufnahme zeigt einen kleinen Handgriff besonders deutlich? (Eine Nahaufnahme) (!Eine weit entfernte Totale) (!Eine Tonaufnahme) (!Eine Titelkarte)




Was passiert bei einer Kreuzschraffur? (Zwei oder mehr Linienrichtungen überlagern sich) (!Papierstücke werden aufgeklebt) (!Farbe wird mit einer Walze verteilt) (!Ein Foto wird gespiegelt)




Wie kann eine Schraffur dunkler wirken? (Die Linien werden dichter gesetzt) (!Die Kamera wird weiter entfernt) (!Das Papier wird kleiner geschnitten) (!Der Sprecher wird lauter)




Welche Aussage verbessert die Tonqualität eines Lernvideos? (In einer ruhigen Umgebung aufnehmen) (!Das Mikrofon während der Aufnahme ständig bewegen) (!Mehrere Personen gleichzeitig sprechen lassen) (!Die Sprache möglichst schnell aufnehmen)




Was sollte vor dem Filmen zuerst geprüft werden? (Ob Arbeitsplatz und Kamera sicher eingerichtet sind) (!Ob möglichst viele Übergangseffekte vorhanden sind) (!Ob das Video schon veröffentlicht wurde) (!Ob jede Szene Musik enthält)




Was ist für eine Farbmischung im Lernvideo besonders hilfreich? (Die Mischfläche in Nahaufnahme zeigen) (!Die Kamera auf die Tür richten) (!Die Hände vollständig aus dem Bild lassen) (!Nur das fertige Bild zeigen)




Warum sollte ein Lernvideo wichtige Schritte einzeln zeigen? (Damit die Reihenfolge leichter verstanden wird) (!Damit das Video möglichst unruhig wirkt) (!Damit kein Sprechertext nötig ist) (!Damit die Kunsttechnik geheim bleibt)




Was ist beim Einsatz eines Linolmessers in Klasse 5 besonders wichtig? (Eine Sicherheitsunterweisung und Aufsicht) (!Mit dem Messer zum Körper hin schneiden) (!Das Werkzeug offen auf der Tischkante ablegen) (!Während des Schneidens filmen und gleichzeitig die Kamera halten)




Woran erkennst Du ein gelungenes Lernvideo? (Eine andere Person kann die Technik danach nachvollziehen) (!Es enthält möglichst viele Spezialeffekte) (!Es zeigt nur das fertige Ergebnis) (!Es verwendet besonders lange Sätze)





Memory

Storyboard Gezeichnete Planung der Bildfolge
Nahaufnahme Kleiner Handgriff wird groß sichtbar
Schraffur Tonwerte durch Linien
Mikrofon Aufnahme der Sprachspur
Stativ Ruhige Befestigung der Kamera
Collage Anordnen und Kleben verschiedener Bildelemente
Druckwalze Gleichmäßiges Verteilen von Druckfarbe
Sprechertext Kurze gesprochene Erklärung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Planung Storyboard zeichnen
Vorbereitung Material und Arbeitsplatz ordnen
Aufnahme Handlung gut sichtbar filmen
Vertonung Erklärung verständlich einsprechen
Überarbeitung Video mit Feedback verbessern






Kreuzworträtsel

Storyboard Wie heißt die gezeichnete Planung einer Bildfolge?
Schraffur Welche Zeichentechnik erzeugt Tonwerte mit Linien?
Stativ Was hält eine Kamera ruhig und sicher?
Nahaufnahme Welche Einstellung zeigt einen kleinen Handgriff besonders groß?
Schnitt Wie heißt das Ordnen und Kürzen von Videoaufnahmen?
Mikrofon Welches Gerät nimmt die Stimme auf?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Vor dem Filmen hilft ein

dabei, die Bildfolge zu planen.
Eine

zeigt kleine Handgriffe besonders deutlich.
Bei einer Schraffur können dichter gesetzte Linien eine Fläche

wirken lassen.
Eine zweite überkreuzte Linienlage erzeugt eine

.
Für ruhige Bilder sollte die Kamera möglichst auf einem

befestigt sein.
Die gesprochene Erklärung wird als

aufgenommen.
Beim Filmen müssen Kamera, Material und Arbeitsplatz

eingerichtet sein.
Beim Schneiden mit scharfen Werkzeugen ist eine vorherige

notwendig.
Bild und Ton sollen im Lernvideo inhaltlich

.
Vor der Abgabe kann eine Testperson prüfen, ob die Technik

erklärt wurde.




Offene Aufgaben


Leicht – G

  1. Storyboard zeichnen: Plane ein Lernvideo zur Schraffur in vier Bildern. Zeichne pro Bild nur die wichtigsten Gegenstände und Handbewegungen.
  2. Nahaufnahme testen: Fotografiere denselben Arbeitsschritt einmal aus größerer Entfernung und einmal als Nahaufnahme. Vergleiche, welches Bild besser erklärt.
  3. Sprechertext formulieren: Schreibe vier kurze Sätze, mit denen Du eine einfache Parallelschraffur erklären kannst.
  4. Sicherheitscheck: Untersuche einen vorbereiteten Kunst-Arbeitsplatz und markiere mindestens drei Dinge, die für einen sicheren Videodreh wichtig sind.


Standard – M

  1. Lernvideo Schraffur: Produziere ein 60- bis 90-sekündiges Lernvideo zur Schraffur mit Storyboard, Nahaufnahme, Sprechertext und Schlussbild.
  2. Farbmischung erklären: Filme eine Farbmischung in drei bis fünf klaren Schritten und erkläre, an welcher Stelle eine Nahaufnahme notwendig ist.
  3. Collage als Prozess: Erstelle ein Lernvideo, das Auswahl, Probe-Anordnung und endgültiges Kleben einer kleinen Collage zeigt.
  4. Peer-Feedback: Tausche Dein Video mit einer Mitschülerin oder einem Mitschüler. Nutzt den Qualitätscheck und verbessert anschließend jeweils eine Szene.


Schwer – E

  1. Zwei Erklärweisen vergleichen: Filme denselben Arbeitsschritt einmal nur mit Sprache und einmal mit Sprache plus Texteinblendung. Untersuche, welche Fassung verständlicher ist.
  2. Druckprozess inszenieren: Plane ein sicheres Lernvideo zu einem einfachen Druckverfahren. Begründe Deine Wahl von Totalen, Nahaufnahmen und Detailaufnahmen.
  3. Barrierearmes Lernvideo: Ergänze Untertitel, deutliche Kontraste und passende Pausen. Teste anschließend, ob das Video auch ohne Ton weitgehend verständlich bleibt.
  4. Videoanalyse: Wähle ein vorhandenes Kunst-Tutorial aus, analysiere Bildfolge, Ton, Sicherheit und Fachsprache und entwickle drei konkrete Verbesserungsvorschläge.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Schraffur und Collage: Erkläre, welche Teile Deines Storyboards gleich bleiben könnten, wenn Du statt Schraffur eine Collage erklären würdest, und welche Teile Du verändern müsstest.
  2. Kameraproblem lösen: In einer Aufnahme verdeckt die zeichnende Hand ständig die entstehenden Linien. Entwickle zwei unterschiedliche Lösungen und begründe, welche Du bevorzugst.
  3. Tonproblem lösen: Ein Video ist fachlich richtig, aber wegen Raumgeräuschen schwer verständlich. Entwickle eine Verbesserung, ohne die Kunsttechnik neu ausführen zu müssen.
  4. Sicherheitsentscheidung: Eine Gruppe möchte gleichzeitig ein Schneidewerkzeug benutzen und das Smartphone in der Hand halten. Erkläre, warum das problematisch ist, und plane eine sichere Alternative.
  5. Bildfolge beurteilen: Ein Video zeigt Material, danach sofort das fertige Kunstwerk und erst anschließend einzelne Arbeitsschritte. Begründe, warum diese Reihenfolge für ein Lernvideo ungünstig sein kann, und ordne sie sinnvoll neu.
  6. Medienwahl begründen: Entscheide, ob für Farbmischung, Schraffur und Collage jeweils eher eine Totale, Nahaufnahme oder Detailaufnahme wichtig ist. Begründe jede Entscheidung.
  7. Feedback nutzen: Eine Testperson sagt: „Ich verstehe Schritt drei nicht.“ Formuliere drei Fragen, mit denen Du herausfinden kannst, ob das Problem im Bild, im Ton oder in der Reihenfolge liegt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Video abgibst, sondern Deinen Planungs- und Verbesserungsprozess sichtbar machst.

  1. Kunsttechnik: Die gezeigte Technik wird fachlich richtig ausgeführt.
  2. Storyboard: Die Szenenfolge ist vor dem Dreh geplant.
  3. Bildgestaltung: Wichtige Handgriffe sind klar und passend zur Szene gefilmt.
  4. Audioerklärung: Die Sprachspur ist kurz, verständlich und fachlich passend.
  5. Sicherheit: Arbeits- und Medienregeln werden eingehalten.
  6. G/M/E: Der Umfang und die Begründungstiefe entsprechen dem bearbeiteten Niveau.
  7. Reflexion: Du beschreibst mindestens eine Rückmeldung und eine daraus entstandene Verbesserung.
  8. Medienrecht: Bei veröffentlichten Videos werden Datenschutz, Einwilligungen und Nutzungsrechte berücksichtigt.

Als Lernnachweis kann eine kleine Dokumentation aus Storyboard + Lernvideo + kurzer Reflexion dienen.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zu Erklärvideos bietet Hintergrundwissen zur Form des Erklärvideos:

Der Wikipedia-Artikel zum Storyboard erklärt die Planung von Bildfolgen:

Für das ausführliche Beispiel dieses aiMOOCs ist außerdem der Artikel zur Schraffur in der Kunst hilfreich:



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