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BK5 - Gefühle durch Mimik und Gestik darstellen

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BK5 - Gefühle durch Mimik und Gestik darstellen




BK5 - Gefühle durch Mimik und Gestik darstellen


Einleitung

Gefühle sind unsichtbar – aber wir können oft Spuren davon sehen. Ein Lächeln, hochgezogene Augenbrauen, hängende Schultern, ein schneller Schritt oder eine geballte Faust können etwas darüber verraten, wie sich eine Figur oder ein Mensch gerade fühlt. In diesem aiMOOC für die Klasse 5 untersuchst Du, wie Künstlerinnen und Künstler Gefühle mit Mimik, Gestik, Körpersprache und Bewegung darstellen.

Du lernst dabei besonders, auf Augen, Mund, Körperhaltung und Bewegung zu achten. Anschließend nutzt Du diese Beobachtungen selbst: Du zeichnest Gesichter, entwickelst Comicfiguren, stellst Gefühle mit Deinem Körper dar und untersuchst Fotografien, Emojis und Animationen.

Wichtig ist: Ein Gesichtsausdruck oder eine Körperhaltung ist immer nur ein Hinweis. Menschen zeigen Gefühle unterschiedlich, und dieselbe Haltung kann je nach Situation etwas anderes bedeuten. Gute Beobachtung bedeutet deshalb nicht „Gedankenlesen“, sondern genaues Hinschauen, Vergleichen und Begründen.

Beobachtungsauftrag: Welche Unterschiede erkennst Du zwischen den dargestellten Gefühlen? Achte zuerst nur auf Augen und Mund, danach auf das ganze Gesicht.


Lernziele und Differenzierung G/M/E

In diesem aiMOOC arbeitest Du auf drei Niveaustufen:

Niveau Du kannst ... Typische Aufgabe
G – Grundniveau deutliche Gefühle erkennen, benennen und mit einfachen Linien darstellen Freude, Traurigkeit, Wut oder Überraschung an Augen und Mund unterscheiden
M – Mittleres Niveau mehrere Merkmale gleichzeitig untersuchen und ihre Wirkung begründen Augen, Mund, Haltung und Gestik zu einer überzeugenden Figur verbinden
E – Erweitertes Niveau mehrdeutige oder widersprüchliche Körpersignale untersuchen und bewusst gestalten eine Figur so verändern, dass sich ihr Gefühlsausdruck nur durch kleine Details wandelt


Gefühle ohne Worte vermitteln

Wenn Menschen ohne gesprochene Sprache etwas ausdrücken, spricht man von nonverbaler Kommunikation. Dazu gehören unter anderem Mimik, Gestik, Körperhaltung, Blickrichtung und Bewegung.

Beim Gestalten eines Bildes oder Comics kannst Du diese Signale bewusst einsetzen. Eine Figur muss nicht sagen „Ich bin traurig“. Vielleicht reicht schon ein gesenkter Kopf, ein schmaler Mund und eine zusammengesunkene Haltung. In einer Animation kommt zusätzlich die Bewegung hinzu: Eine Figur kann hüpfen, schleichen, zurückweichen, stampfen oder sich langsam zusammensinken lassen.

Beobachtungsfrage: Welche Gefühle lassen sich im Video erkennen, obwohl Du nur auf Gesicht, Sitzhaltung oder Körperhaltung achtest?


Mimik: Gefühle im Gesicht

Mimik bezeichnet die sichtbaren Bewegungen des Gesichts. Besonders wichtig für die Wirkung sind die Bereiche um Augen, Augenbrauen und Mund. Schon kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen.

Die Grafik zeigt verschiedene Veränderungen im Gesicht. Vergleiche die Positionen der Augenbrauen, die Öffnung der Augen und die Form des Mundes. Du musst nicht jede Darstellung eindeutig einem Gefühl zuordnen. Entscheidend ist, dass Du erkennst: Der Gesamtausdruck entsteht aus mehreren Teilen.


Die Augen: Blick, Öffnung und Augenbrauen

Augen wirken besonders ausdrucksstark, weil Du gleichzeitig ihre Öffnung, die Blickrichtung und die Stellung der Augenbrauen verändern kannst.

  1. Augenöffnung: Weit geöffnete Augen können zum Beispiel Überraschung, Erschrecken oder starke Aufmerksamkeit anzeigen.
  2. Augenbrauen: Hochgezogene Augenbrauen können Überraschung verstärken; nach innen gezogene oder abgesenkte Augenbrauen können Anspannung oder Ärger zeigen.
  3. Blickrichtung: Ein direkter Blick wirkt anders als ein Blick nach unten, zur Seite oder weg von einer anderen Figur.
  4. Kontext: Erst die Situation hilft Dir zu entscheiden, welche Bedeutung wahrscheinlich ist.
Freude Überraschung Angst Neutraler Ausdruck

Mini-Experiment: Decke bei den Emojis jeweils den Mund ab. Welche Gefühle kannst Du noch vermuten? Decke danach nur die Augen ab. Was verändert sich?


Der Mund: Mundwinkel, Öffnung und Spannung

Der Mund ist ein zweiter wichtiger Bereich für den Gefühlsausdruck. Schon eine kleine Veränderung der Mundwinkel kann eine Figur anders wirken lassen.

  1. Mundwinkel nach oben können Freude oder Freundlichkeit zeigen.
  2. Mundwinkel nach unten können traurig oder enttäuscht wirken.
  3. Ein offener Mund kann Staunen, Angst, Freude, Rufen oder Lachen darstellen.
  4. Zusammengepresste Lippen können Anspannung, Konzentration oder Zurückhaltung andeuten.

Kunst-Tipp: Zeichne fünfmal dieselbe Kopfform. Lasse Augen und Nase unverändert und verändere nur den Mund. Welche unterschiedlichen Wirkungen entstehen?


Ein Gesicht ist mehr als die Summe seiner Teile

Augen und Mund arbeiten zusammen. Ein nach oben gebogener Mund wirkt nicht automatisch fröhlich, wenn die Augen sehr angespannt erscheinen. Gerade in Comics und Animationen kann dieser Gegensatz spannend sein.

Die historische Cartoon-Studie zeigt, wie Zeichner Gesichtszüge vereinfachen und übertreiben können. Prüfe bei jedem Gesicht: Welche Linie trägt am stärksten zur Wirkung bei?


Fotografien beobachten: echte Gesichter sind vielfältig

Fotografien zeigen, dass echte Gesichter viel komplexer wirken als einfache Emojis. Licht, Blickrichtung, Kopfhaltung und der Moment der Aufnahme beeinflussen den Ausdruck zusätzlich.

Beobachtungsauftrag G: Beschreibe drei sichtbare Merkmale, ohne ein Gefühl zu nennen.

Beobachtungsauftrag M: Formuliere anschließend eine Vermutung über die Wirkung und begründe sie mit mindestens zwei Merkmalen.

Beobachtungsauftrag E: Überlege zwei verschiedene Situationen, in denen derselbe Gesichtsausdruck jeweils eine andere Bedeutung haben könnte.

Vergleiche nun beide Fotografien. Achte darauf, wie Augen, Mund, Kopfhaltung und Blickrichtung zusammenwirken.


Gestik und Körperhaltung

Gestik meint vor allem ausdrucksvolle Bewegungen von Händen und Armen. Zur Körpersprache gehören darüber hinaus Kopfhaltung, Schultern, Rumpf, Beine, Abstand zu anderen Personen und Bewegungsrichtung.

Eine Figur kann zum Beispiel selbstbewusst wirken, wenn sie aufrecht steht und viel Raum einnimmt. Eine zusammengesunkene Haltung kann dagegen Erschöpfung, Traurigkeit oder Unsicherheit andeuten. Aber auch hier gilt: Die Bedeutung hängt von der Situation ab.

Silhouetten-Test: Stell Dir vor, alle Gesichter der Figuren wären schwarz übermalt. Welche Gefühle oder Absichten könntest Du allein aus der Körperhaltung noch vermuten?


Hände und Arme als Ausdrucksmittel

Hände können Gefühle verstärken. Offene Arme, verschränkte Arme, erhobene Hände, geballte Fäuste oder ein Zeigen mit dem Finger wirken sehr verschieden.

Eine kleine Bewegung kann eine Botschaft verändern. Beim Nicken bewegt sich der Kopf wiederholt. In vielen Situationen kann dies Zustimmung oder Bestätigung anzeigen, doch auch Gesten werden kulturell und situativ unterschiedlich verstanden.

Beobachtungsauftrag: Notiere nach dem Video zwei Signale der Körpersprache und beschreibe, warum man sie nie ohne Situation und Zusammenhang deuten sollte.


Körperhaltung: groß, klein, offen, geschlossen

Beim Zeichnen hilft es, zuerst nur eine einfache Strichfigur zu skizzieren. So konzentrierst Du Dich auf die Haltung, bevor Kleidung und Gesicht Details hinzufügen.

  1. Eine aufgerichtete Figur kann wach, sicher oder entschlossen wirken.
  2. Eine tief gebeugte Figur kann müde, traurig oder belastet wirken.
  3. Eine Figur, die sich zurücklehnt oder zurückweicht, kann Abstand schaffen.
  4. Eine Figur, die nach vorn drängt, kann Energie, Neugier oder Angriffslust zeigen.

Zeichenübung: Wähle eine Figur aus der Studie und zeichne nur ihre Bewegungsrichtung als geschwungene Linie. Diese Linie nennt man beim Figurenzeichnen oft eine Aktionslinie. Sie hilft dabei, eine Pose lebendig zu gestalten.


Bewegung: Gefühle werden zeitlich sichtbar

In einer Animation zeigt sich ein Gefühl nicht nur in einer Pose, sondern auch darin, wie sich eine Figur bewegt.

  1. Schnelle, federnde Bewegungen können Energie oder Freude vermitteln.
  2. Plötzliche Rückwärtsbewegungen können Erschrecken darstellen.
  3. Langsame, schwere Schritte können Müdigkeit oder Niedergeschlagenheit zeigen.
  4. Stampfen oder ruckartige Bewegungen können Ärger verstärken.
  5. Zögernde Bewegungen können Unsicherheit oder Vorsicht zeigen.

Animationsfrage: Welche Information entsteht erst durch die Bewegung und wäre in einem einzelnen Standbild weniger deutlich?


Vom Beobachten zum eigenen Ausdruck

Beim Gestalten ist es hilfreich, vom Großen zum Kleinen zu arbeiten:

  1. Haltung festlegen: Entscheide zuerst, wie die Figur steht, sitzt oder sich bewegt.
  2. Kopf ausrichten: Gerade, gesenkt, geneigt oder nach hinten?
  3. Augen gestalten: Größe, Blickrichtung und Augenbrauen bestimmen.
  4. Mund verändern: Mundwinkel, Öffnung und Spannung festlegen.
  5. Hände und Arme ergänzen: Unterstützen sie das Gefühl oder widersprechen sie ihm?
  6. Details prüfen: Kleidung, Linien, Farbe und Hintergrund können die Stimmung zusätzlich verstärken.

Zeichenauftrag G: Zeichne vier Köpfe mit Freude, Traurigkeit, Wut und Überraschung.

Zeichenauftrag M: Zeichne dieselben vier Gefühle als ganze Figuren und nutze zusätzlich Haltung und Hände.

Zeichenauftrag E: Zeichne eine Figur mit einem gemischten Ausdruck, zum Beispiel gleichzeitig nervös und neugierig. Begründe, welche Merkmale welches Gefühl andeuten.


Comicfiguren: vereinfachen und übertreiben

Comics reduzieren komplizierte Gesichter oft auf wenige Linien. Dadurch kann eine kleine Veränderung besonders deutlich werden. Größere Augen, stärker gebogene Augenbrauen oder übertriebene Mundformen sind typische Gestaltungsmöglichkeiten.

Vergleichsfrage: Welche Darstellung ist leichter zu lesen: Emoji, Comic oder Fotografie? Es gibt nicht nur eine richtige Antwort. Entscheidend ist Deine Begründung.


Emojis: Gefühle mit sehr wenigen Zeichen

Emojis sind stark vereinfachte Gesichtsdarstellungen. Sie zeigen besonders deutlich, wie viel Wirkung Augen und Mund mit wenigen Formen erzeugen können.

Ausdruck A Ausdruck B Ausdruck C

Emoji-Labor: Skizziere Ausdruck A dreimal. Verändere beim ersten Bild nur die Augenbrauen, beim zweiten nur den Mund und beim dritten die Blickrichtung. Schreibe jeweils daneben, wie sich die Wirkung verändert.


Animation: Veränderung macht Gefühle lebendig

Animation bedeutet, dass mehrere Einzelbilder so aufeinander folgen, dass Bewegung entsteht. Für Gefühle ist besonders spannend, wann eine Veränderung beginnt und wie schnell sie abläuft.

Bei dieser kleinen Animation verändern sich Gesicht und Blick über die Zeit. Beobachte genau: Welches Detail verändert sich zuerst? Welche Wirkung entsteht durch das Tempo?

E-Auftrag: Stoppe beim Anschauen gedanklich an verschiedenen Stellen und beschreibe, welche Einzelbilder besonders wichtig sind, damit ein Gefühl verständlich wird.


Sicher und respektvoll deuten

Körpersprache ist kein zuverlässiger Lügendetektor. Ein Mensch kann die Arme verschränken, weil ihm kalt ist, weil er bequem steht oder weil er Abstand möchte. Ein gesenkter Blick kann Müdigkeit, Nachdenken, Unsicherheit oder einfach die Suche nach einem Gegenstand bedeuten.

Darum gilt im Kunstunterricht und im Alltag:

  1. Beobachte zuerst: Beschreibe sichtbar, was Du wirklich siehst.
  2. Vermute danach: Sage „Die Figur wirkt auf mich ...“, statt eine Bedeutung als sicher zu behaupten.
  3. Begründe: Nenne Augen, Mund, Haltung, Gestik oder Bewegung als Belege.
  4. Prüfe den Kontext: Was geschieht vorher, nachher und um die Figur herum?
  5. Bleib respektvoll: Menschen dürfen Gefühle anders zeigen, als Du erwartest.


Interaktives Gesichtslabor

Im Gesichtslabor veränderst Du gedanklich immer nur ein Merkmal. So findest Du heraus, welche Wirkung einzelne Teile haben.

Verändertes Merkmal Mögliche Wirkung
Augenbrauen stark anheben Überraschung wird deutlicher
Mundwinkel nach unten biegen Traurige Wirkung wird stärker
Augen schmaler zeichnen Ausdruck kann angespannter wirken
Blick zur Seite richten Figur kann abgelenkt oder unsicher wirken
Kopf leicht nach unten neigen Wirkung kann ruhiger oder bedrückter werden



Forscherregel: Probiere jede Veränderung auch an Deinem eigenen gezeichneten Gesicht aus. Entscheide danach, ob die Wirkung wirklich so eindeutig ist, wie Du zuerst gedacht hast.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was bezeichnet Mimik? (Sichtbare Bewegungen des Gesichts) (!Bewegungen nur der Beine) (!Gesprochene Wörter) (!Farben im Hintergrund)




Welche Gesichtsteile prägen einen Ausdruck besonders stark? (Augen und Mund) (!Ohren und Haare) (!Hals und Schuhe) (!Jacke und Hose)




Was kann weit geöffnete Augen unter anderem zeigen? (Überraschung oder Erschrecken) (!Immer Langeweile) (!Immer Schlaf) (!Immer Gleichgültigkeit)




Warum sollte Körpersprache im Zusammenhang betrachtet werden? (Ein Zeichen kann mehrere Bedeutungen haben) (!Jede Geste bedeutet überall genau dasselbe) (!Nur der Mund zeigt Gefühle) (!Körperhaltung hat keine Wirkung)




Was gehört zur Gestik? (Bewegungen von Händen und Armen) (!Nur die Farbe der Kleidung) (!Nur die Frisur) (!Nur die Stimme)




Was kann eine zusammengesunkene Haltung in einer Darstellung andeuten? (Müdigkeit oder Niedergeschlagenheit) (!Sicher immer Freude) (!Sicher immer Stolz) (!Sicher immer Überraschung)




Was hilft beim Zeichnen einer lebendigen Körperpose? (Eine Aktionslinie) (!Ein Stundenplan) (!Eine Rechenformel) (!Eine Landkarte)




Was unterscheidet eine Animation von einem einzelnen Bild besonders? (Bewegung wird über Zeit sichtbar) (!Sie besteht immer nur aus Text) (!Sie besitzt keine Figuren) (!Sie darf keine Gefühle zeigen)




Wie deutest Du einen Gesichtsausdruck besonders sorgfältig? (Beobachten beschreiben und begründet vermuten) (!Sofort eine sichere Diagnose stellen) (!Nur auf die Kleidung achten) (!Den Zusammenhang ignorieren)




Was ist eine sinnvolle E Aufgabe? (Einen gemischten Gefühlsausdruck bewusst gestalten) (!Nur einen Kreis nachzeichnen) (!Nur Farben aufzählen) (!Nur einen Begriff abschreiben)





Memory

Augenbrauen oben Überraschung
Mundwinkel oben Freude
Mundwinkel unten Traurigkeit
Geballte Fäuste Anspannung
Hängende Schultern Niedergeschlagenheit
Große Augen Erschrecken
Schnelle Schritte Aufregung
Zurückweichender Körper Unsicherheit





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Wirkung
Weit geöffnete Augen Überraschung
Nach unten gezogene Mundwinkel Traurigkeit
Aufrechte Brusthaltung Selbstsicherheit
Ruckartige Armbewegung Ärger
Langsame schwere Schritte Erschöpfung




...


Kreuzworträtsel

Augenbraue Welcher Teil über dem Auge kann Überraschung oder Ärger besonders deutlich mitgestalten?
Mundwinkel Welcher Teil des Mundes wird beim Zeichnen häufig nach oben oder unten gebogen?
Gestik Wie nennt man ausdrucksvolle Bewegungen besonders von Händen und Armen?
Mimik Wie heißt der sichtbare Ausdruck des Gesichts?
Haltung Welches Wort beschreibt die Art wie eine Figur steht sitzt oder sich aufrichtet?
Bewegung Was macht in einer Animation den zeitlichen Verlauf eines Gefühls sichtbar?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Sichtbare Bewegungen des Gesichts nennt man

.
Bewegungen von Händen und Armen gehören zur

.
Besonders wichtig für den Gesichtsausdruck sind Augen und

.
Hochgezogene Augenbrauen können eine Wirkung von

verstärken.
Eine gebeugte Figur kann durch ihre

erschöpft oder bedrückt wirken.
In einer Animation wird ein Gefühl zusätzlich durch

vermittelt.
Eine vereinfachte Bildfigur kann Gefühle durch Übertreibung besonders

zeigen.
Beim Deuten eines Ausdrucks muss immer auch der

beachtet werden.
Eine Vermutung sollte mit sichtbaren Merkmalen

werden.
Auf erweitertem Niveau kannst Du auch gemischte Gefühle bewusst

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. G – Vier Gefühlsgesichter: Zeichne Freude, Traurigkeit, Wut und Überraschung mit derselben Kopfform. Verändere nur Augen, Augenbrauen und Mund.
  2. G – Emoji-Detektiv: Wähle sechs Emojis und beschreibe bei jedem die Form von Augen und Mund, bevor Du das vermutete Gefühl nennst.
  3. G – Standbild: Stelle mit Deinem Körper ein Gefühl dar, ohne zu sprechen. Eine Partnerperson beschreibt nur die sichtbare Haltung.
  4. G – Foto beobachten: Untersuche ein geeignetes frei lizenziertes Porträt und notiere drei sichtbare Merkmale des Gesichtsausdrucks.


Standard

  1. M – Comicfigur entwickeln: Erfinde eine Figur und zeichne sie in vier Gefühlszuständen. Halte Kleidung und Frisur gleich, damit Mimik und Gestik vergleichbar bleiben.
  2. M – Körpersprache vergleichen: Zeichne zwei Figuren mit demselben Gesicht, aber unterschiedlicher Körperhaltung. Erkläre, wie sich die Wirkung verändert.
  3. M – Gefühlswechsel: Entwirf ein Storyboard mit sechs Bildern, in dem sich ein Gefühl sichtbar verändert, ohne dass Text verwendet wird.
  4. M – Beobachtungsinterview: Befrage Mitschülerinnen und Mitschüler dazu, welche Gesichtsteile sie beim Erkennen von Gefühlen zuerst beachten, und fasse Gemeinsamkeiten und Unterschiede zusammen.


Schwer

  1. E – Mehrdeutiges Gefühl: Gestalte eine Figur, die gleichzeitig neugierig und unsicher wirkt. Nutze dafür bewusst widersprüchliche Signale in Gesicht und Körper.
  2. E – Mini-Animation: Erstelle eine kurze Stop-Motion- oder Daumenkino-Sequenz, in der eine neutrale Figur allmählich überrascht wirkt.
  3. E – Foto Comic Emoji: Stelle dasselbe Gefühl als Fotostudie, Comiczeichnung und Emoji dar und analysiere, welche Informationen in jedem Medium verloren gehen oder hinzukommen.
  4. E – Nur ein Merkmal ändern: Zeichne eine Serie von mindestens sechs fast gleichen Gesichtern und verändere in jedem Bild nur ein Merkmal. Werte aus, welche Änderungen besonders stark wirken.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. G – Beobachtung vor Deutung: Beschreibe bei einer unbekannten Figur zuerst nur Augen, Mund, Kopfhaltung und Arme. Formuliere danach eine Gefühlsvermutung und erkläre, welche Beobachtungen sie stützen.
  2. G/M – Wirkung vergleichen: Zwei Figuren haben denselben Mund, aber unterschiedliche Augenbrauen. Erkläre, wie sich die Wirkung verändert und warum ein einzelnes Merkmal nicht immer ausreicht.
  3. M – Kontextwechsel: Eine Figur steht mit verschränkten Armen da. Erfinde drei unterschiedliche Situationen, in denen diese Haltung jeweils eine andere Bedeutung haben könnte.
  4. M – Ausdruck planen: Plane eine traurige Comicfigur. Entscheide bewusst über Blickrichtung, Mund, Schulterhaltung und Bewegung und begründe jede Entscheidung.
  5. M/E – Vom Bild zur Bewegung: Übertrage eine gezeichnete überraschende Figur in eine kurze Bewegungsfolge. Lege fest, welche Körperteile sich zuerst und welche zuletzt verändern.
  6. E – Widerspruch analysieren: Eine Figur lächelt, weicht aber gleichzeitig zurück und hält die Hände schützend vor den Körper. Entwickle zwei plausible Deutungen und begründe beide.
  7. E – Darstellungsformen beurteilen: Vergleiche Emoji, Comic, Fotografie und Animation hinsichtlich Vereinfachung, Detailreichtum und Bewegung. Entscheide, welches Medium sich für einen schnellen Gefühlsausdruck am besten eignet, und begründe.
  8. E – Verbessern durch Feedback: Lass eine eigene Figur ohne Titel von drei Personen deuten. Vergleiche deren Antworten mit Deiner Absicht und überarbeite gezielt ein oder zwei Merkmale.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern Beobachtungen in eigene Gestaltung überträgst.

  1. Mimik: Du kannst erklären, wie Augen, Augenbrauen und Mund die Wirkung eines Gesichtsausdrucks verändern.
  2. Gestik: Du kannst beschreiben und gestalten, wie Hände und Arme einen Ausdruck unterstützen.
  3. Körperhaltung: Du kannst zeigen, wie aufrechte, gebeugte, offene oder zurückweichende Haltungen unterschiedlich wirken.
  4. Bewegung: Du kannst erläutern, wie Tempo, Richtung und Rhythmus Gefühle in einer Animation oder Bildfolge verstärken.
  5. Bildanalyse: Du trennst sichtbare Beobachtung von Deiner Deutung und begründest Vermutungen.
  6. Gestaltung: Du kannst mindestens zwei Gefühle als Gesicht und als ganze Figur überzeugend darstellen.
  7. Differenzierung: Auf M-Niveau kombinierst Du mehrere Ausdrucksmittel; auf E-Niveau gestaltest und analysierst Du auch mehrdeutige oder widersprüchliche Signale.
  8. Reflexion: Du weißt, dass Körpersprache keine sichere Gedankenlesemethode ist und immer im Zusammenhang betrachtet werden muss.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche

Die wichtigsten Lernbereiche dieses aiMOOCs verbinden genaues Beobachten mit eigener Gestaltung: Du untersuchst Gesichtsausdrücke, Gesten und Körperhaltungen, vergleichst verschiedene Bildmedien und setzt Deine Erkenntnisse in Zeichnung, Comic, Fotografie, Standbild und Animation um.


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