BK5 - Einstellungsgrößen entdecken

BK5 - Einstellungsgrößen entdecken
BK5 - Einstellungsgrößen entdecken

Einleitung
Ein Film erzählt nicht nur dadurch, was vor der Kamera passiert. Ebenso wichtig ist, wie groß Menschen, Gegenstände und Orte im Bild zu sehen sind. Genau darum geht es bei den Einstellungsgrößen. Eine Kamera kann eine ganze Umgebung zeigen, eine Figur aus mittlerer Entfernung beobachten, ganz nah an ein Gesicht herangehen oder nur ein winziges Detail sichtbar machen.
In diesem aiMOOC für Klasse 5 lernst Du vier leicht verständliche Gruppen kennen: Totale, mittlere Einstellungen, Nähe und Detail. Du untersuchst, wie sich dadurch die Wirkung einer Szene verändert, planst eigene Bilder in einem Storyboard und probierst die Einstellungsgrößen selbst mit Kamera, Tablet oder Smartphone aus.
Wichtig ist: Eine Einstellungsgröße ist nicht einfach nur eine technische Bezeichnung. Sie ist ein erzählerisches Werkzeug. Mit ihr kannst Du zum Beispiel Orientierung geben, eine Bewegung verständlich zeigen, Gefühle hervorheben oder Spannung erzeugen.

Sicher filmen: Filme Mitschülerinnen und Mitschüler nur mit ihrem Einverständnis. Für die Übungen genügt es, die Aufnahmen im Unterricht anzusehen. Veröffentliche keine Bilder von Personen ohne Erlaubnis.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, was eine Einstellungsgröße ist. Du kannst Totale, mittlere Einstellungen, Nähe und Detail unterscheiden, ihre erzählerische Wirkung beschreiben und eine kurze Filmidee mit passenden Einstellungen planen.
| Niveau | Das kannst Du am Ende |
|---|---|
| G – Grundniveau | Du erkennst die vier Gruppen und kannst einfache Beispiele richtig zuordnen. |
| M – Mittleres Niveau | Du begründest, warum eine bestimmte Einstellungsgröße für eine Szene geeignet ist. |
| E – Erweitertes Niveau | Du planst eine kurze Bildfolge bewusst und erklärst, wie der Wechsel der Einstellungen die Geschichte verändert. |
Was ist eine Einstellungsgröße?
Die Einstellungsgröße beschreibt, wie groß ein Motiv innerhalb des Bildausschnitts erscheint. Dabei geht es nicht nur darum, wie weit die Kamera tatsächlich entfernt ist. Entscheidend ist das Bild, das am Ende zu sehen ist. Auch die verwendete Brennweite kann den Bildausschnitt beeinflussen.
Die Grenzen zwischen den Einstellungsgrößen sind nicht immer messerscharf. In der Filmpraxis gibt es unterschiedliche Bezeichnungen und Zwischenstufen. Für Klasse 5 reicht zunächst dieses Merksystem:
| Gruppe | Was ist ungefähr zu sehen? | Typische Wirkung | Leitfrage |
|---|---|---|---|
| Totale | Viel Umgebung, Figuren vollständig oder eher klein | Orientierung, Überblick, Distanz | Wo spielt die Szene? |
| Mittlere Einstellungen | Figur und Handlung sind gemeinsam gut erkennbar | Bewegung, Körpersprache, Gespräch | Was geschieht? |
| Nähe | Gesicht oder Oberkörper stehen im Mittelpunkt | Gefühl, Beziehung, Aufmerksamkeit | Wie fühlt sich die Figur? |
| Detail | Nur ein kleiner Ausschnitt eines Gesichts oder Gegenstands | Spannung, Hinweis, besondere Bedeutung | Was ist jetzt besonders wichtig? |
Kamera als erzählendes Auge
Stell Dir die Kamera wie ein erzählendes Auge vor. Dieses Auge entscheidet, was Du sehen darfst und was außerhalb des Bildes bleibt. Ein weiter Bildausschnitt verrät viel über den Ort. Ein enger Bildausschnitt lässt vieles weg und zwingt Dich, genauer auf einen Gesichtsausdruck oder Gegenstand zu achten.
Die Kamera zeigt also nie die ganze Wirklichkeit. Jede Aufnahme ist eine Auswahl. Diese Auswahl nennt man auch Kadrierung oder Bildausschnitt.
Die Totale: Wo sind wir?
In einer Totalen ist viel vom Handlungsraum sichtbar. Menschen erscheinen vollständig oder relativ klein im Verhältnis zur Umgebung. Deshalb eignet sich die Totale besonders, um einen Ort einzuführen: Schulhof, Klassenzimmer, Park, Bahnhof oder Sporthalle.

Eine Totale kann unterschiedliche Wirkungen haben. Sie kann zeigen, wie groß ein Ort ist, wie weit Figuren voneinander entfernt stehen oder ob eine Person in einer Umgebung verloren wirkt. Sie kann aber auch Freiheit und Weite vermitteln.
Erzählwirkung: Die Totale beantwortet vor allem die Frage „Wo spielt das?“ Sie schafft Überblick, aber meist weniger emotionale Nähe.
Filmstill-Labor: Raum lesen

Betrachte das historische Filmstill genau. Frage Dich zuerst nicht, wer die Personen sind, sondern welche Informationen der Bildausschnitt über Raum, Handlung und Beziehungen liefert. Achte darauf, wie viel Umgebung sichtbar ist und welche Bewegungen Du im Bild nachvollziehen kannst.
G: Zeige auf die Bereiche des Bildes, die Dir etwas über den Ort verraten.
M: Erkläre, warum diese Aufnahme eher Überblick als Gefühl vermittelt.
E: Überlege, wie sich die Wirkung ändern würde, wenn nur das Gesicht einer Figur zu sehen wäre.
Mittlere Einstellungen: Was geschieht?
Zwischen weit und nah liegen mehrere mittlere Einstellungsgrößen. In der Filmsprache begegnen Dir dafür Begriffe wie Halbtotale, Halbnahe oder Amerikanische Einstellung. Für den Einstieg reicht die gemeinsame Idee: Die Figur ist deutlich zu sehen, aber auch Handlung, Gestik und ein Teil der Umgebung bleiben wichtig.
In einer mittleren Einstellung kann man häufig gut erkennen, was eine Person tut. Hände, Körperhaltung und Bewegung werden wichtiger als in einer Nahaufnahme. Gleichzeitig ist die Umgebung noch nicht völlig verschwunden.

Erzählwirkung: Mittlere Einstellungen verbinden Person und Handlung. Sie eignen sich gut für Gespräche, kleine Aktionen, Vorführungen oder Situationen, in denen Körpersprache wichtig ist.
Mini-Experiment: Gleiches Motiv, anderer Eindruck
Stelle einen Stuhl an einen festen Ort. Fotografiere oder filme ihn zuerst so, dass viel vom Raum sichtbar ist. Gehe dann näher heran, bis der Stuhl den größten Teil des Bildes einnimmt. Vergleiche die Aufnahmen.
G: Benenne die Aufnahme, in der mehr Umgebung sichtbar ist.
M: Beschreibe, welche Aufnahme stärker auf den Stuhl lenkt.
E: Begründe, welche Aufnahme Du für den Beginn einer geheimnisvollen Geschichte wählen würdest.
Nähe: Wer ist uns wichtig?
Bei einer nahen Einstellung rückt die Person deutlich in den Vordergrund. Gesicht und Mimik werden wichtig. Je weniger Umgebung zu sehen ist, desto stärker konzentriert sich der Blick auf die Figur.

Eine Nahaufnahme kann Freude, Unsicherheit, Überraschung, Angst oder Konzentration sichtbar machen. Deshalb wird sie häufig eingesetzt, wenn Zuschauerinnen und Zuschauer eine emotionale Beziehung zu einer Figur aufbauen sollen.
Erzählwirkung: Nähe kann Gefühle verstärken. Sie kann aber auch neugierig machen, weil der Ort plötzlich weniger wichtig wird.
Gesichter lesen, ohne zu raten
Bei einer Nahaufnahme lohnt sich genaues Beobachten. Beschreibe zuerst nur das, was wirklich sichtbar ist: Blickrichtung, Mund, Augenbrauen, Kopfhaltung. Trenne Beobachtung und Deutung voneinander.
Beobachtung: „Die Augen schauen zur Seite.“
Deutung: „Die Figur könnte unsicher sein.“
So lernst Du, filmische Wirkung begründet zu untersuchen, statt Gefühle einfach zu behaupten.
Das Detail: Was ist jetzt entscheidend?
Eine Detailaufnahme zeigt nur einen sehr kleinen Ausschnitt, zum Beispiel ein Auge, eine Hand, einen Schlüssel, einen Schuh, eine Taste oder einen Gegenstand auf einem Tisch. Der Zusammenhang ist oft nicht sofort erkennbar.

Ein Detail kann einen Hinweis geben, eine Handlung vorbereiten oder Spannung erzeugen. Wenn ein Film plötzlich nur eine Hand am Türgriff zeigt, fragst Du Dich vielleicht: Wer öffnet die Tür? Was befindet sich dahinter?

Erzählwirkung: Details lenken Aufmerksamkeit sehr stark. Gleichzeitig verschweigen sie viel vom Umfeld. Gerade dieses Weglassen kann spannend sein.
Detail-Rätsel
Suche im Klassenraum einen ungefährlichen Gegenstand. Fotografiere nur einen winzigen Ausschnitt davon, ohne den Gegenstand vollständig zu zeigen. Lass eine Partnerin oder einen Partner raten, was zu sehen ist.
G: Erstelle ein gut erkennbares Detail.
M: Erstelle ein Detail, das erst nach genauer Betrachtung erkennbar wird.
E: Erstelle drei Details in einer Reihenfolge, die wie eine kleine Rätselgeschichte funktioniert.
Von weit nach nah: Wie Bilder Geschichten erzählen
Einstellungsgrößen wirken besonders stark, wenn sie aufeinander folgen. Eine mögliche Folge wäre:
| Einstellung | Information für das Publikum | Beispiel |
|---|---|---|
| Totale | Ort und räumliche Situation | Ein leerer Schulflur |
| Mittlere Einstellung | Handlung einer Figur | Eine Person geht zu einem Schließfach |
| Nähe | Reaktion oder Gefühl | Die Person schaut überrascht |
| Detail | Entscheidender Hinweis | Ein unbekannter Zettel steckt im Fach |
Die Geschichte entsteht dadurch nicht nur aus dem Inhalt, sondern aus der Reihenfolge der Bildausschnitte. Das Publikum erhält Informationen Schritt für Schritt.
Kameraübung: Vier-Bilder-Challenge
Arbeite in einer kleinen Gruppe. Wählt eine einfache Handlung, zum Beispiel „Jemand findet einen verlorenen Gegenstand“. Nehmt genau vier kurze Einstellungen auf: eine Totale, eine mittlere Einstellung, eine Nähe und ein Detail.
Regel: Verändert den Bildausschnitt möglichst durch einen neuen Kamerastandpunkt. Ein ständiges Zoomen ist für diese Übung nicht nötig.
G: Jede der vier Einstellungsgruppen muss klar erkennbar sein.
M: Ordnet die vier Aufnahmen so, dass die Handlung ohne Erklärung verständlich wird.
E: Dreht eine zweite Version mit anderer Reihenfolge und vergleicht, wie sich Spannung und Bedeutung verändern.
Storyboard: Den Film vor dem Filmen denken
Ein Storyboard ist eine Folge gezeichneter Bilder, mit denen Einstellungen vor dem Dreh geplant werden. Es ähnelt einem Comic, dient aber vor allem der Vorbereitung des Films. In den Kästchen kann man festhalten, welcher Bildausschnitt vorgesehen ist, was passiert und welche Kameraeinstellung gebraucht wird.

Du musst für ein Storyboard nicht perfekt zeichnen können. Strichfiguren, Pfeile und einfache Gegenstände reichen aus, wenn die Bildidee verständlich wird.

Storyboard-Werkstatt G/M/E
| Niveau | Auftrag |
|---|---|
| G | Zeichne vier Kästchen: Totale, mittlere Einstellung, Nähe und Detail. Beschrifte jedes Bild. |
| M | Plane eine kleine Handlung mit vier bis sechs Einstellungen und schreibe zu jedem Bild die beabsichtigte Wirkung. |
| E | Plane zwei unterschiedliche Bildfolgen für dieselbe Handlung und erkläre, wie sich durch andere Einstellungsgrößen die Geschichte verändert. |
Filmstills untersuchen
Ein Filmstill ist ein einzelnes Standbild aus oder im Zusammenhang mit einem Film. An einem Still kann man besonders gut untersuchen, welche Informationen der Bildausschnitt liefert, weil das Bild nicht sofort weiterläuft.

Bei historischen Stills fällt auf, dass Bühnenraum, Figuren und Ausstattung oft gleichzeitig eine große Rolle spielen. Vergleiche solche Bilder mit heutigen Nahaufnahmen: Wo schaust Du zuerst hin? Wie viel Raum bekommst Du gezeigt? Welche Wirkung entsteht durch Nähe oder Distanz?

Stilles Bild – laute Wirkung
Wähle eines der beiden historischen Stills.
G: Beschreibe den Bildausschnitt in drei Sätzen.
M: Ordne das Bild einer Einstellungsgruppe zu und begründe Deine Entscheidung.
E: Skizziere eine alternative Nah- oder Detailaufnahme, die direkt danach folgen könnte. Erkläre, welche neue Information sie geben würde.
Videos: Einstellungsgrößen in Bewegung
Das folgende deutschsprachige Video zeigt mehrere gebräuchliche Einstellungsgrößen und erklärt, wie unterschiedliche Bildausschnitte im Videodreh eingesetzt werden können.
Ein weiteres deutschsprachiges Video vertieft Totale, mittlere und nahe Einstellungen sowie die Detailaufnahme und verbindet sie mit ihrer Wirkung.
Für Lernende, die englische Fachbegriffe kennenlernen möchten, zeigt dieses Video unter anderem wide shot, medium shot, close-up und extreme close-up.
Beobachtungsauftrag zu den Videos
Schau nicht nur darauf, wie die Einstellungen heißen. Achte darauf, wann die Beispiele weit, mittel oder nah werden.
G: Notiere je ein Beispiel für weit, mittel, nah und Detail.
M: Beschreibe bei zwei Beispielen die Wirkung.
E: Prüfe, ob dieselbe Szene mit einer anderen Einstellungsgröße etwas anderes erzählen könnte.
Kamera-Praxis ohne Spezialausrüstung
Für die folgenden Übungen reicht meist ein Tablet oder Smartphone. Auch ein selbst gebauter Sucher aus Papier kann helfen. Schneide dafür aus einem Blatt ein rechteckiges Fenster aus. Halte es vor Dich und bewege es näher an Dein Auge oder weiter weg. So kannst Du Bildausschnitte planen, ohne überhaupt zu filmen.
Übung: Der menschliche Zoom
Wähle ein unbewegtes Motiv. Starte in einer Totalen. Gehe mit der Kamera einige Schritte näher und filme eine mittlere Einstellung. Gehe weiter heran für eine Nähe und schließlich für ein Detail.
Vergleicht danach die vier Clips. Achtet darauf, dass sich nicht nur die Größe des Motivs ändert, sondern auch die Menge der sichtbaren Umgebung.
Übung: Gefühl durch Bildausschnitt
Eine Person spielt eine einfache Reaktion, zum Beispiel Überraschung über einen gefundenen Zettel. Filmt dieselbe Reaktion einmal in einer Totalen und einmal nah.
G: Welche Aufnahme zeigt den Ort besser?
M: Welche Aufnahme zeigt die Reaktion deutlicher?
E: Gibt es eine Situation, in der die Totale trotz geringerer Nähe spannender wäre? Begründe.
Übung: Stummer Mini-Film
Erstellt einen Film von etwa 20 bis 40 Sekunden ohne gesprochenen Text. Die Handlung soll durch Einstellungsgrößen verständlich werden. Eine mögliche Idee lautet: „Ein Gegenstand fehlt – jemand sucht – ein Hinweis taucht auf – der Gegenstand wird gefunden.“
G: Nutzt mindestens drei verschiedene Einstellungsgruppen.
M: Nutzt alle vier Gruppen und plant sie vorher im Storyboard.
E: Nutzt alle vier Gruppen gezielt und baut mindestens einen überraschenden Informationswechsel ein.
Merksätze
Totale: Viel Raum – gute Orientierung.
Mittlere Einstellung: Figur und Handlung – gut für Bewegung und Körpersprache.
Nähe: Gesicht und Reaktion – gut für emotionale Beteiligung.
Detail: Kleiner Ausschnitt – starke Aufmerksamkeit und oft Spannung.
Ein guter Film braucht nicht automatisch jede Einstellungsgröße. Entscheidend ist, dass die Wahl zum Erzählziel passt.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Einstellungsgruppe zeigt besonders viel von der Umgebung? (Totale) (!Nähe) (!Detail) (!Großaufnahme)
Welche Wirkung hat eine Totale besonders häufig? (Sie gibt Orientierung über den Ort) (!Sie zeigt nur ein einzelnes Auge) (!Sie macht die Umgebung unsichtbar) (!Sie zeigt ausschließlich kleine Gegenstände)
Was ist bei einer mittleren Einstellung besonders gut erkennbar? (Figur und Handlung gemeinsam) (!Nur ein winziges Detail) (!Ausschließlich eine Landschaft) (!Nur der Ton einer Szene)
Wofür eignet sich eine nahe Einstellung besonders? (Für Mimik und Reaktionen) (!Für einen vollständigen Stadtplan) (!Für eine weit entfernte Landschaft) (!Für das Ausblenden aller Personen)
Was zeigt eine Detailaufnahme? (Einen sehr kleinen Ausschnitt) (!Immer einen ganzen Raum) (!Immer eine Person von Kopf bis Fuß) (!Nur den Hintergrund)
Warum kann eine Detailaufnahme Spannung erzeugen? (Weil sie wichtige Informationen hervorhebt und anderes weglässt) (!Weil sie immer alle Figuren gleichzeitig zeigt) (!Weil sie automatisch Musik abspielt) (!Weil sie den ganzen Schauplatz erklärt)
Was ist ein Storyboard? (Eine gezeichnete Planung von Filmeinstellungen) (!Eine Liste mit Kamerapreisen) (!Ein fertiger Kinofilm) (!Ein Mikrofon für Filmaufnahmen)
Was verändert sich beim Wechsel von einer Totalen zu einer Nahaufnahme besonders? (Die Aufmerksamkeit rückt stärker zur Person) (!Der Film wird automatisch schwarzweiß) (!Die Kamera nimmt keinen Ton mehr auf) (!Der Ort wird immer größer sichtbar)
Welche Frage passt besonders gut zur Detailaufnahme? (Was ist jetzt besonders wichtig) (!Wo liegt die ganze Stadt) (!Wie viele Räume hat die Schule) (!Wie weit ist der Horizont entfernt)
Wodurch wird die Wirkung einer Bildfolge besonders beeinflusst? (Durch Auswahl und Reihenfolge der Einstellungen) (!Nur durch die Länge des Dateinamens) (!Nur durch die Marke der Kamera) (!Nur durch die Farbe des Kameragehäuses)
Memory
| Totale | Orientierung im Raum |
| Halbnahe | Figur und Handlung |
| Nahaufnahme | Mimik und Reaktion |
| Detailaufnahme | Kleiner wichtiger Ausschnitt |
| Storyboard | Gezeichnete Filmplanung |
| Bildausschnitt | Sichtbarer Teil einer Szene |
| Körpersprache | Haltung und Bewegung |
| Filmstill | Einzelnes Standbild |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Totale | Überblick über den Handlungsort |
| Mittlere Einstellung | Handlung und Körpersprache |
| Nähe | Gesicht und emotionale Reaktion |
| Detailaufnahme | Kleiner hervorgehobener Ausschnitt |
| Storyboard | Planung einer Bildfolge vor dem Dreh |
Kreuzworträtsel
| Totale | Welche Einstellungsgröße gibt besonders viel Überblick über den Ort? |
| Halbnahe | Welche mittlere Einstellungsgröße zeigt häufig eine Person etwa ab der Körpermitte? |
| Nahaufnahme | Welche Einstellung rückt Gesicht und Mimik deutlich in den Vordergrund? |
| Detailaufnahme | Welche Einstellung zeigt nur einen kleinen Teil eines Motivs? |
| Storyboard | Wie heißt die gezeichnete Planung einer Filmfolge? |
| Bildausschnitt | Wie heißt der sichtbare Bereich, den die Kamera auswählt? |
LearningApps
Lückentext
Interaktive Kamera-Challenge
Arbeite zu zweit. Eine Person nennt zufällig eine der vier Gruppen: Totale, mittlere Einstellung, Nähe oder Detail. Die andere Person hat zehn Sekunden Zeit, mit einem Papier-Sucher oder der Kamera einen passenden Bildausschnitt zu finden. Danach werden die Rollen getauscht.
G: Richtige Einstellungsgruppe finden.
M: Zusätzlich die Wirkung in einem Satz erklären.
E: Einen alternativen Bildausschnitt vorschlagen und beschreiben, wie sich die Aussage verändert.
Offene Aufgaben
G – Grundniveau: Leicht
- Einstellungsgrößen-Safari: Fotografiere vier unterschiedliche Motive in Totale, mittlerer Einstellung, Nähe und Detail und beschrifte sie.
- Papier-Sucher: Baue einen einfachen Sucher aus Karton und finde im Schulraum fünf interessante Bildausschnitte, ohne zu fotografieren.
- Gefühls-Galerie: Stelle mit einer Partnerperson drei ungefährliche Gesichtsausdrücke dar und fotografiere sie nah. Beschreibe nur sichtbare Merkmale.
- Detail-Rätsel: Erstelle drei Detailfotos von Alltagsgegenständen und lass andere erraten, was zu sehen ist.
Mittleres Niveau: Standard
- Vier-Bilder-Geschichte: Erzähle eine kleine Handlung in genau vier Bildern und nutze dabei alle vier Einstellungsgruppen.
- Filmstill-Analyse: Suche in einem altersgerechten Film nach einem geeigneten Standbild und erkläre Einstellungsgröße, sichtbare Informationen und Wirkung.
- Storyboard-Projekt: Zeichne ein Storyboard mit sechs Bildern zu einer Szene auf dem Schulhof und notiere zu jedem Bild die gewählte Einstellungsgröße.
- Wirkungsvergleich: Filme dieselbe kurze Handlung einmal überwiegend weit und einmal überwiegend nah. Vergleiche die Wirkung beider Versionen.
E – Erweitertes Niveau: Schwer
- Spannung durch Detail: Entwickle eine kurze Filmszene, in der ein Detail zuerst rätselhaft wirkt und später erklärt wird.
- Zwei Versionen einer Szene: Plane zwei Storyboards für dieselbe Handlung. Version A soll ruhig und sachlich, Version B spannend und emotional wirken.
- Interview zur Filmsprache: Befrage eine Person, die Videos produziert, welche Einstellungsgrößen sie besonders oft nutzt und warum. Fasse die Antworten zusammen.
- Mini-Film mit Begründung: Drehe einen 30- bis 60-sekündigen Film und schreibe anschließend zu mindestens fünf Einstellungen, warum Du genau diese Größe gewählt hast.


Lernkontrolle
- Wirkung vergleichen: Eine Figur entdeckt allein auf einem Schulhof eine geheimnisvolle Tasche. Entscheide, ob Du zuerst eine Totale, Nähe oder Detailaufnahme zeigen würdest, und begründe Deine Entscheidung.
- Bildfolge planen: Entwickle eine Folge aus vier Einstellungen für die Handlung „Eine Nachricht wird gefunden“. Jede Einstellung muss eine andere Aufgabe für das Erzählen übernehmen.
- Fehlende Information: Eine Szene besteht nur aus Detailaufnahmen. Erkläre, welche Informationen dem Publikum fehlen könnten und wann dieser Mangel trotzdem spannend wäre.
- Alternative Gestaltung: Wähle eine Nahaufnahme aus einem Film oder aus einer eigenen Aufnahme. Beschreibe, wie dieselbe Situation in einer Totalen wirken würde.
- Storyboard überarbeiten: Ein Storyboard zeigt sechs fast gleich große Bildausschnitte. Entwickle eine abwechslungsreichere Fassung und begründe mindestens drei Änderungen.
- Transfer auf Fotografie und Comic: Erkläre, wie die Idee von weit, mittel, nah und Detail auch in einer Fotostory oder einem Comic genutzt werden kann.
Lernnachweis
Für einen gelungenen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du Einstellungsgrößen nicht nur benennen, sondern gezielt einsetzen und ihre Wirkung begründen kannst.
| Bereich | Nachweis |
|---|---|
| Erkennen | Du ordnest Totale, mittlere Einstellung, Nähe und Detail sicher zu. |
| Beschreiben | Du benennst sachlich, was im Bild sichtbar und was nicht sichtbar ist. |
| Wirkung erklären | Du begründest, wie Nähe, Distanz und Auswahl des Bildausschnitts das Erzählen beeinflussen. |
| Planen | Du entwickelst ein verständliches Storyboard mit passenden Einstellungsgrößen. |
| Gestalten | Du setzt mehrere Einstellungsgrößen in einer eigenen kurzen Bild- oder Filmfolge bewusst ein. |
| Reflektieren | Du kannst erklären, welche Einstellung gelungen ist und was Du beim nächsten Dreh verändern würdest. |
OERs zum Thema
Weitere frei zugängliche Lernangebote und Hintergrundinformationen:
- Landesmedienzentrum Baden-Württemberg: Einstellungsgrößen
- VISION KINO: Lernbaustein Einstellungsgrößen
- BR Medienkompetenz: Kameraeinstellungen und 5-Shot-Regel
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
NEWSLernweltNOAH fragen