BK5 - Eine Comicseite gestalten

BK5 - Eine Comicseite gestalten
Einleitung
In diesem aiMOOC gestaltest Du eine eigene Comicseite für den Kunstunterricht in Klasse 5. Du lernst, wie eine Geschichte nicht nur durch Text, sondern vor allem durch Bilder in einer sinnvollen Reihenfolge erzählt wird. Dabei arbeitest Du mit Panels, Sprechblasen, Lautmalerei, verschiedenen Perspektiven, einem Storyboard und einer klaren Leseführung.
Ein Comic besteht aus einzelnen Bildern, den Panels. Erst ihre Reihenfolge macht aus mehreren Zeichnungen eine Bildgeschichte. Die Anordnung der Panels auf einer Seite wird auch als Paneling bezeichnet. Sie beeinflusst, in welcher Reihenfolge die Lesenden die Bilder erfassen und wie schnell oder langsam eine Szene wirkt.

Am Ende des aiMOOCs kannst Du eine kurze Handlung planen, sie in mehrere Panels aufteilen, unterschiedliche Blickwinkel einsetzen und daraus eine verständliche Comicseite gestalten. Du kannst analog mit Papier, Bleistift und Fineliner oder digital arbeiten.
Differenzierung G/M/E: Die Lernwege sind in drei Anforderungsstufen gedacht. G steht für grundlegende Anforderungen, M für mittlere Anforderungen und E für erweiterte Anforderungen. Alle drei Stufen führen zu einer vollständigen Comicseite, unterscheiden sich aber in der Anzahl der Panels, der Vielfalt der Perspektiven und der gestalterischen Komplexität.
Lernziele
Nach der Arbeit mit diesem aiMOOC kannst Du erklären, wie eine Comicseite aufgebaut ist und wie Bild, Text und Reihenfolge zusammenwirken. Du kannst eine kurze Handlung so vereinfachen, dass sie in wenigen Panels verständlich wird. Außerdem kannst Du Perspektiven bewusst auswählen und eine Leserichtung planen.
- Panel: Du kannst einzelne Handlungsschritte als klar erkennbare Bilder gestalten.
- Sprech- und Denkblasen: Du kannst Text so platzieren, dass sofort erkennbar ist, wer spricht oder denkt.
- Lautmalerei: Du kannst Geräusche wie KLACK, RUMMS oder RASCH durch Schrift sichtbar machen.
- Storyboard: Du kannst vor der endgültigen Zeichnung eine Bildfolge planen.
- Perspektive: Du kannst Totale, Halbnahe, Nahaufnahme sowie Auf- und Untersicht gezielt einsetzen.
- Leseführung: Du kannst die Reihenfolge der Panels so anlegen, dass die Seite ohne Erklärung lesbar ist.
Was macht eine Comicseite aus?
Eine Comicseite erzählt mit aufeinanderfolgenden Bildern. Ein einzelnes Panel zeigt meist einen bestimmten Moment. Zwischen zwei Panels liegt häufig ein Zwischenraum. Dieser wird im Comic oft als Gutter bezeichnet. Dort sieht man nichts, aber im Kopf ergänzt man, was zwischen den Bildern passiert sein könnte.
Ein Beispiel: In Panel 1 steht eine Figur neben einem geschlossenen Fenster. In Panel 2 flattert ein Blatt Papier durch den Raum. Obwohl nicht gezeigt wird, wie das Fenster geöffnet wurde, kann man den Vorgang verstehen. Genau diese gedankliche Ergänzung macht Comics besonders spannend.
Die wichtigsten Bausteine sind Bildfolge, Figuren, Umgebung, Sprech- oder Denkblasen, Geräuschwörter und die Aufteilung der Seite. Nicht jedes Panel muss gleich groß sein. Ein großes Panel kann einen wichtigen Moment betonen, während mehrere kleine Panels eine schnelle Handlung zeigen können.
Panels und Zwischenräume
Ein Panel ist ein Einzelbild innerhalb einer Bildfolge. Mehrere Panels bilden eine Sequenz. Für Klasse 5 ist ein regelmäßiges Raster zunächst besonders hilfreich: zwei Reihen mit je zwei oder drei Panels sind leicht zu planen und gut zu lesen.
Ein Panel sollte nicht zu viele Informationen gleichzeitig enthalten. Frage Dich vor dem Zeichnen: Was ist in diesem Moment wirklich wichtig? Wenn der Gesichtsausdruck entscheidend ist, kann eine Nahaufnahme besser sein als eine Totale. Wenn der Ort erklärt werden soll, ist eine größere Übersicht geeigneter.
Sprechblasen, Denkblasen und Erzählertext
Sprechblasen gehören zu den typischen Gestaltungsmitteln des Comics. Eine normale Sprechblase enthält gesprochenen Text. Eine Denkblase kann Gedanken zeigen. Gezackte Formen können Schreien, technische Stimmen oder besonders laute Geräusche andeuten. Der kleine Ausläufer einer Sprechblase zeigt auf die sprechende Figur.


Beim Schreiben gilt: kurz und lesbar. Eine Sprechblase sollte ein Bild nicht völlig verdecken. Plane deshalb zuerst ungefähr, wo die Blasen sitzen, bevor Du Figuren und Hintergrund bis ins Detail zeichnest.
In einer Comicseite mit europäischer Leserichtung werden Sprechblasen normalerweise so angeordnet, dass sie von links nach rechts und von oben nach unten sinnvoll gelesen werden können.
Lautmalerei: Geräusche sichtbar machen
Lautmalerei bedeutet, dass Geräusche sprachlich nachgeahmt werden. Im Comic werden solche Wörter häufig besonders auffällig gestaltet. Beispiele sind KLACK, PLATSCH, ZISCH, RUMMS oder TICK-TACK.


Die Schrift selbst kann dabei Teil des Bildes werden. Ein leises Geräusch kann klein und dünn geschrieben werden. Ein lauter Knall kann mit großen, kantigen Buchstaben fast das ganze Panel füllen. So entsteht Wirkung, obwohl auf dem Papier kein echter Ton zu hören ist.
Von der Idee zum Storyboard
Bevor eine Comicseite sauber gezeichnet wird, lohnt sich ein Storyboard. Ein Storyboard ist eine Folge einfacher Skizzen, mit denen eine Handlung und ihre Bildausschnitte geplant werden. Die Zeichnungen müssen noch nicht schön sein. Wichtig ist, dass Du erkennst, was in welchem Panel passiert.

Ein gutes Storyboard verhindert, dass Du erst beim Reinzeichnen bemerkst, dass ein wichtiger Handlungsschritt fehlt oder dass zwei Bilder fast gleich aussehen. Es ist deshalb eine Art Probeversion Deiner Comicseite.
Eine kurze Handlung entwickeln
Für eine Comicseite in Klasse 5 reicht eine sehr kleine Geschichte. Besonders geeignet ist eine Handlung mit einer einfachen Ausgangssituation, einem kleinen Problem, einer Veränderung und einer Lösung.
Als Beispiel verwenden wir die Geschichte Der flüchtige Zeichenstift. Ein Filzstift rollt vom Tisch, verschwindet unter einem Schrank und muss wieder hervorgeholt werden. Die Handlung ist bewusst einfach. Dadurch kannst Du Dich auf Bildfolge, Perspektive und Leseführung konzentrieren.
| Panel | Handlung | Bildausschnitt und Perspektive | Text oder Geräusch |
|---|---|---|---|
| Panel A | Mira zeichnet am Tisch. Ein Stift liegt nah an der Tischkante. | Totale oder Halbtotale: Raum, Tisch und Figur sind erkennbar. | Erzählertext: „Im Kunstraum ...“ |
| Panel B | Miras Arm stößt den Stift an. | Nahaufnahme auf Arm, Hand und Stift. | „Oh!“ |
| Panel C | Der Stift fällt vom Tisch. | Untersicht oder bodennahe Perspektive. | „KLACK!“ |
| Panel D | Der Stift rollt unter einen Schrank. | Froschperspektive auf Bodenhöhe. | „Rrrroll ...“ |
| Panel E | Mira versucht, den Stift mit der Hand zu erreichen. | Nahaufnahme oder Detail. | „Zu weit weg!“ |
| Panel F | Mit einem langen Lineal holt Mira den Stift hervor. | Halbtotale: Handlung und Lösung sind klar erkennbar. | „Geschafft!“ |
Diese sechs Bilder ergeben bereits eine vollständige Mini-Geschichte. Entscheidend ist, dass jedes Panel eine neue Information liefert.
G/M/E: Drei Wege zur eigenen Handlung
| Niveau | Umfang | Perspektive | Sprache und Gestaltung |
|---|---|---|---|
| G – grundlegend | 4 Panels mit klarer Reihenfolge | Mindestens zwei unterschiedliche Bildausschnitte | Mindestens eine Sprechblase und ein Geräuschwort |
| M – mittel | 6 Panels mit Anfang, Problem, Handlung und Lösung | Mindestens drei unterschiedliche Bildausschnitte oder Perspektiven | Sprechblasen, Lautmalerei und bewusst geplante Panelgrößen |
| E – erweitert | 6 bis 8 Panels mit Spannungsaufbau oder überraschender Wendung | Perspektivwechsel werden gezielt zur Wirkung eingesetzt | Leseführung, Panelrhythmus, Schriftwirkung und Bildkomposition werden bewusst gestaltet |
Perspektive im Comic
Die Perspektive entscheidet, von wo aus wir eine Szene sehen. Ein Perspektivwechsel kann Spannung erzeugen und wichtige Dinge hervorheben.
Eine Totale zeigt viel von der Umgebung. Sie eignet sich gut für den Beginn einer Szene. Eine Nahaufnahme zeigt etwa ein Gesicht oder einen Gegenstand groß. Sie eignet sich für Gefühle oder wichtige Details. Bei der Vogelperspektive blickst Du von oben auf die Szene. Bei der Froschperspektive schaust Du von unten nach oben. Eine Figur kann dadurch besonders groß, klein, mächtig oder überrascht wirken.

Die Einpunktperspektive mit einem Fluchtpunkt kann zusätzlich helfen, einen Gang, eine Straße oder einen Raum räumlich wirken zu lassen. Für eine Comicseite in Klasse 5 genügt es, einfache Hilfslinien zu verwenden und die Perspektive nicht komplizierter zu machen als nötig.
Perspektiven gezielt einsetzen
Stell Dir vor, im Comic rollt ein Stift unter einen Schrank. Eine Totale zeigt zunächst den Raum. Eine Nahaufnahme macht den fallenden Stift wichtig. Eine bodennahe Froschperspektive lässt das Rollen unter den Schrank besonders deutlich wirken. Eine Detailaufnahme der ausgestreckten Hand kann zeigen, dass der Stift gerade nicht erreichbar ist.
So entsteht Abwechslung. Wenn jedes Panel die gleiche Größe, den gleichen Bildausschnitt und denselben Blickwinkel hat, kann eine Geschichte schnell gleichförmig wirken.
Leseführung und Seitenaufbau
Die Leseführung sorgt dafür, dass Du sofort weißt, welches Panel als Nächstes gelesen werden soll. In deutschsprachigen Comics läuft die Leserichtung meist von links nach rechts und von oben nach unten.
Ein einfaches Raster aus zwei Reihen und drei Panels eignet sich sehr gut für den Einstieg. Wichtig ist, dass nicht plötzlich ein großes Panel die Reihenfolge unklar macht. Blickrichtungen von Figuren, Bewegungsrichtungen und die Position der Sprechblasen können den Blick zusätzlich führen.
Ein praktischer Test lautet: Zeige Deine Comicseite jemandem, ohne die Handlung zu erklären. Wenn die Person die Panels in der richtigen Reihenfolge liest und die Geschichte versteht, funktioniert Deine Leseführung.
Panelgrößen und Tempo
Panelgrößen können das Erzähltempo beeinflussen. Mehrere kleine Panels hintereinander können eine schnelle Bewegung in einzelne Schritte aufteilen. Ein großes Panel kann einen wichtigen Moment verlangsamen und hervorheben.
Für G-Niveau ist ein gleichmäßiges Raster sinnvoll. Auf M-Niveau kannst Du ein Panel größer machen als die anderen. Auf E-Niveau kannst Du Größe, Form und Abstand bewusst variieren, ohne dass die Leserichtung verloren geht.
Vom Storyboard zur fertigen Comicseite
Arbeite vom Groben zum Feinen. Beginne nicht sofort mit Details. Lege zuerst die Panelrahmen fest, skizziere Figuren und Sprechblasen leicht mit Bleistift und überprüfe die Reihenfolge.
- Storyboard: Zeichne sehr kleine Vorzeichnungen der ganzen Seite.
- Panelaufteilung: Übertrage die ausgewählte Aufteilung auf Dein endgültiges Blatt.
- Figurenzeichnung: Zeichne Haltung, Blickrichtung und Bewegung zuerst vereinfacht.
- Sprechblase: Plane Platz für Text ein, bevor Du Hintergründe ausarbeitest.
- Lautmalerei: Setze Geräuschwörter dort ein, wo sie die Handlung unterstützen.
- Reinzeichnung: Ziehe wichtige Linien nach und radiere unnötige Hilfslinien.
- Farbe: Nutze Farbe gezielt und achte darauf, dass Figuren, Schrift und wichtige Gegenstände gut erkennbar bleiben.
Digitales Comiczeichnen
Eine Comicseite kann auch digital entstehen. Ein Beispiel ist Krita, ein freies Programm für digitales Malen und Zeichnen. Dort kannst Du mit Ebenen arbeiten: etwa eine Ebene für Skizzen, eine für saubere Linien, eine für Farbe und weitere Ebenen für Text oder Effekte.

Für Klasse 5 ist wichtig, dass das digitale Werkzeug die Gestaltung unterstützt und nicht die Idee ersetzt. Beginne auch digital mit einem Storyboard. Speichere Zwischenschritte und arbeite möglichst mit wenigen, klar benannten Ebenen.
Analog oder digital?
Beide Arbeitsweisen können zu einer guten Comicseite führen. Beim analogen Zeichnen brauchst Du vor allem Papier, Bleistift, Radiergummi und eventuell Fineliner und Farbstifte. Digital kannst Du Fehler leichter rückgängig machen, Ebenen verwenden und Panelrahmen sehr genau setzen.
Eine gute Comicseite hängt aber nicht davon ab, wie viele digitale Effekte Du verwendest. Entscheidend bleiben Bildfolge, Lesbarkeit, Perspektive, Ausdruck und eine verständliche Handlung.
Checkliste für Deine Comicseite
Prüfe Deine Seite vor der Abgabe. Die Checkliste kann unabhängig von G, M oder E verwendet werden.
| Prüffrage | Ja / noch verbessern |
|---|---|
| Ist die Handlung ohne zusätzliche Erklärung verständlich? | |
| Ist die Reihenfolge der Panels eindeutig? | |
| Liefert jedes Panel eine neue Information? | |
| Sind Sprechblasen den richtigen Figuren zugeordnet? | |
| Sind alle Texte gut lesbar? | |
| Unterstützt Lautmalerei die Handlung? | |
| Gibt es mindestens zwei unterschiedliche Bildausschnitte? | |
| Sind wichtige Momente durch Perspektive oder Panelgröße hervorgehoben? | |
| Ist die Seite sauber und vollständig gestaltet? |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Panel im Comic? (Ein einzelnes Bild innerhalb einer Bildfolge) (!Eine Liste aller Figuren) (!Ein Musikstück für einen Comic) (!Ein Werkzeug zum Radieren)
Wozu dient ein Storyboard? (Zur Planung einer Bildfolge vor der endgültigen Gestaltung) (!Zum Auswendiglernen von Sprechblasen) (!Zum Mischen von Farben) (!Zum Drucken fertiger Bücher)
Welche Leserichtung ist bei deutschsprachigen Comics meist üblich? (Von links nach rechts und von oben nach unten) (!Von unten nach oben und von rechts nach links) (!Nur kreisförmig um die Seitenmitte) (!In beliebiger Reihenfolge ohne Hinweise)
Was zeigt eine Nahaufnahme besonders gut? (Ein Gesicht oder ein wichtiges Detail) (!Die gesamte Stadt aus großer Entfernung) (!Alle Seiten eines Raumes gleichzeitig) (!Die Rückseite des Comicblatts)
Was ist Lautmalerei? (Die sprachliche Nachahmung von Geräuschen) (!Das Mischen besonders lauter Farben) (!Das Zeichnen ohne Linien) (!Das Abschreiben langer Texte)
Welche Aufgabe hat der Ausläufer einer Sprechblase? (Er zeigt, welche Figur spricht) (!Er zeigt die Seitenzahl) (!Er markiert den Fluchtpunkt) (!Er trennt zwei Panels)
Warum ist ein Perspektivwechsel im Comic nützlich? (Er kann wichtige Momente hervorheben und Abwechslung schaffen) (!Er macht jede Sprechblase automatisch größer) (!Er ersetzt die Handlung) (!Er verhindert jede Bewegung)
Was sollte jedes neue Panel einer kurzen Handlung möglichst leisten? (Eine neue Information oder einen neuen Handlungsschritt zeigen) (!Genau dasselbe Bild wiederholen) (!Immer einen langen Text enthalten) (!Immer denselben Blickwinkel verwenden)
Welche Gestaltung hilft einer klaren Leseführung? (Eine eindeutige Reihenfolge der Panels und Sprechblasen) (!Möglichst viele sich überkreuzende Pfeile) (!Unlesbar kleine Schrift) (!Zufällige Panelreihenfolge)
Was ist beim digitalen Comiczeichnen besonders sinnvoll? (Skizze, Linien und Farbe auf übersichtlichen Ebenen zu organisieren) (!Alle Arbeitsschritte auf einer einzigen unbenannten Datei zu überschreiben) (!Auf ein Storyboard grundsätzlich zu verzichten) (!Nur Effekte zu verwenden und keine Handlung zu planen)
Memory
| Panel | Einzelbild einer Bildfolge |
| Gutter | Zwischenraum zwischen zwei Comicbildern |
| Sprechblase | Bereich für gesprochenen Text |
| Denkblase | Darstellung eines Gedankens |
| Lautmalerei | Sichtbar gemachtes Geräuschwort |
| Storyboard | Skizzenplan für die spätere Bildfolge |
| Totale | Bildausschnitt mit viel Umgebung |
| Nahaufnahme | Bildausschnitt für Gesicht oder wichtiges Detail |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Storyboard | Planung einer Geschichte mit einfachen Vorzeichnungen |
| Sprechblase | Sichtbare Darstellung von gesprochenem Text |
| Froschperspektive | Blick von einer tiefen Position nach oben |
| Nahaufnahme | Betonung eines Gesichts oder Gegenstands |
| Lautmalerei | Schriftliche Nachahmung eines Geräusches |
Kreuzworträtsel
| Panel | Wie heißt ein einzelnes Bild innerhalb einer Comicsequenz? |
| Gutter | Wie heißt der Zwischenraum zwischen zwei Comicbildern? |
| Storyboard | Wie heißt eine gezeichnete Planung der späteren Bildfolge? |
| Perspektive | Welcher Begriff beschreibt den Blickwinkel auf eine Szene? |
| Lautmalerei | Wie nennt man die sprachliche Nachahmung von Geräuschen? |
| Fluchtpunkt | Wie heißt der Punkt, auf den Linien bei einer Einpunktperspektive zulaufen? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Die Schwierigkeitsstufen entsprechen zugleich der Differenzierung: Leicht = G, Standard = M, Schwer = E.
Leicht
- Comicfigur: Erfinde eine einfache Figur und zeichne sie mit drei unterschiedlichen Gesichtsausdrücken.
- Sprechblase: Zeichne dieselbe kurze Aussage einmal als normale Sprechblase, einmal als Flüstern und einmal als Ruf.
- Geräuschwörter: Sammle fünf Geräusche aus Deinem Schulalltag und gestalte für jedes ein passendes Comicwort.
- Bildfolge: Erzähle „Ein Stift fällt vom Tisch“ in genau vier verständlichen Panels ohne Erzählertext.
Standard
- Storyboard: Plane eine Geschichte mit sechs Panels, in der eine Figur etwas verliert und wiederfindet.
- Perspektive: Zeichne dieselbe kleine Szene als Totale, Nahaufnahme und Froschperspektive und vergleiche die Wirkung.
- Leseführung: Gestalte ein 2-mal-3-Panelraster und führe den Blick durch Figurenbewegung und Sprechblasen eindeutig über die Seite.
- Comic: Erstelle eine fertige sechs-panelige Comicseite mit mindestens einer Sprechblase, einem Geräuschwort und drei verschiedenen Bildausschnitten.
Schwer
- Panelrhythmus: Gestalte eine kurze Verfolgung oder Suchszene und variiere die Panelgrößen so, dass Tempo und Höhepunkt sichtbar werden.
- Perspektivische Wirkung: Zeichne einen wichtigen Moment einmal aus Vogel- und einmal aus Froschperspektive und begründe, welche Version stärker wirkt.
- Digitaler Comic: Setze Dein Storyboard digital um und organisiere Skizze, Reinzeichnung, Farbe und Text auf getrennten Ebenen.
- Comic-Analyse: Tausche Deine fertige Seite mit einer anderen Person. Markiert gegenseitig die gelesene Reihenfolge, benennt einen besonders gelungenen Perspektivwechsel und verbessert anschließend jeweils ein Panel.


Lernkontrolle
- Bildfolge: Du erhältst sechs ungeordnete Panels einer kurzen Alltagshandlung. Begründe eine sinnvolle Reihenfolge und erkläre, welche Bildhinweise Deine Entscheidung stützen.
- Perspektive: Eine Figur soll in einem Moment unsicher und in einem anderen Moment selbstbewusst wirken. Wähle für beide Situationen passende Perspektiven und begründe Deine Auswahl.
- Leseführung: Entwirf zwei unterschiedliche Seitenlayouts für dieselbe Sechs-Panel-Handlung. Vergleiche, welches Layout schneller und welches ruhiger gelesen wird.
- Sprechblase: Überarbeite ein Panel mit drei Figuren so, dass eindeutig erkennbar ist, wer zuerst spricht, wer antwortet und wer nur denkt.
- Lautmalerei: Gestalte ein leises und ein sehr lautes Geräusch jeweils nur durch Schriftform, Größe und Platzierung. Erkläre anschließend die Wirkung Deiner Entscheidungen.
- Storyboard: Plane eine Mini-Geschichte mit einem unerwarteten Problem und einer Lösung. Zeige durch Deine Skizzen, wo Du Totale, Nahaufnahme und einen Perspektivwechsel einsetzen würdest.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur eine schön gezeichnete Seite abgibst, sondern Deine gestalterischen Entscheidungen nachvollziehbar machen kannst.
- Storyboard: Eine erkennbare Planung der Bildfolge ist vorhanden.
- Comicseite: Die fertige Seite besitzt eine verständliche Handlung mit Anfang, Veränderung und Abschluss.
- Leseführung: Die Reihenfolge der Panels ist ohne zusätzliche Erklärung nachvollziehbar.
- Perspektive: Bildausschnitte und Blickwinkel werden passend zur Handlung eingesetzt.
- Sprechblase: Text ist lesbar und eindeutig zugeordnet.
- Lautmalerei: Geräuschwörter unterstützen mindestens an einer passenden Stelle die Bildwirkung.
- Reflexion: Du kannst mindestens zwei eigene gestalterische Entscheidungen begründen und eine mögliche Verbesserung benennen.
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