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BK5 - Ein Plakat gestalten

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BK5 - Ein Plakat gestalten




BK5 - Ein Plakat gestalten


Einleitung

Ein gutes Plakat muss nicht alles sagen. Es muss das Wichtigste schnell, klar und auffällig zeigen. Genau das lernst Du in diesem aiMOOC für die Klasse 5. Du untersuchst historische und aktuelle Plakate, entdeckst die Wirkung von Typografie, Farbe, Kontrast, Layout, Fotografie und Bildmotiven und entwickelst anschließend Dein eigenes Plakat für eine fiktive Schulveranstaltung.

Dein Gestaltungsauftrag lautet: Entwickle ein Plakat für „KUNSTPAUSE – Ausstellung & Mitmachaktion der Klasse 5“. Die Veranstaltung ist erfunden. Dein Plakat soll eine klare Botschaft vermitteln, aus einiger Entfernung lesbar sein und Menschen neugierig machen. Du kannst analog mit Papier, Stiften, Schere und eigenen Bildern oder digital mit geeigneten Gestaltungsprogrammen arbeiten.

Das Foto zeigt, wie stark viele Plakate gemeinsam einen öffentlichen Raum prägen können. Beobachte zuerst nur mit Deinen Augen: Wo bleibt Dein Blick hängen? Welche Farben, Formen und Schriften erkennst Du sofort? Welche Plakate würdest Du aus größerer Entfernung noch verstehen?

Das Video führt in die Plakatgestaltung für die Klassen 5–6 ein. Achte beim Anschauen besonders auf die Fragen: Was muss sofort sichtbar sein? Wie werden Text und Bild geordnet? Wie kann ein Plakat Aufmerksamkeit erzeugen, ohne unübersichtlich zu werden?


Lernziele und Differenzierung G/M/E

Du arbeitest am selben Gestaltungsproblem auf unterschiedlichen Niveaus. G steht für Grundniveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau. Entscheidend ist nicht, möglichst viel auf das Plakat zu packen, sondern bewusste Entscheidungen zu treffen.

Bereich G – Grundniveau M – Mittleres Niveau E – Erweitertes Niveau
Botschaft Du formulierst eine kurze, verständliche Hauptaussage. Du verbindest Hauptaussage und passende Handlungsaufforderung. Du entwickelst eine prägnante Botschaft und begründest ihre Wirkung auf die Zielgruppe.
Layout Du nutzt eine einfache Vorlage mit klaren Bereichen. Du entwickelst eine eigene Skizze mit bewusster Anordnung. Du vergleichst mindestens zwei Layoutideen und entscheidest begründet.
Typografie Du verwendest gut lesbare Schrift in deutlich verschiedenen Größen. Du gestaltest eine erkennbare Schrifthierarchie. Du setzt Schriftgröße, Schriftschnitt, Abstand und Ausrichtung gezielt für die Wirkung ein.
Farbe und Bild Du wählst wenige passende Farben und ein deutliches Hauptbild. Du erzeugst bewusst Kontraste zwischen Bild, Schrift und Hintergrund. Du erklärst, wie Farbe, Bildausschnitt und Kontrast die Botschaft unterstützen.
Reflexion Du prüfst Dein Plakat mit einer Checkliste. Du holst Rückmeldung ein und verbesserst den Entwurf. Du begründest Gestaltungsentscheidungen und entwickelst eine zweite Variante oder digitale Anpassung.


Was ist ein Plakat?

Ein Plakat ist ein meist großformatiger Informationsträger, der mit Text, Bild oder beidem eine Botschaft an viele Menschen vermittelt. Plakate begegnen Dir zum Beispiel bei Veranstaltungen, Ausstellungen, Konzerten, Aktionen, im öffentlichen Raum oder in der Schule. Weil Betrachterinnen und Betrachter oft nur wenige Sekunden hinschauen, muss die wichtigste Information schnell erkennbar sein.

Ein Plakat unterscheidet sich deshalb von einer Buchseite. Auf einer Buchseite darfst Du längere Texte lesen. Auf einem Plakat muss die visuelle Hierarchie zeigen, was zuerst, danach und zuletzt wahrgenommen werden soll.


Historische Plakate untersuchen

Plakate wurden schon lange vor digitalen Gestaltungsprogrammen entworfen. Künstlerinnen und Künstler arbeiteten mit Zeichnung, Drucktechniken, Schrift und starken Farbflächen.

Dieses Plakat von 1891 zeigt, wie große Schrift, starke Silhouetten, vereinfachte Formen und wenige auffällige Farben den Blick lenken. Untersuche: Was siehst Du zuerst? Was erst beim zweiten Blick?

Die Bauhaus-Anzeige von 1925 arbeitet besonders stark mit Schrift, Ordnung und unterschiedlichen Größen. Vergleiche sie mit dem ersten Beispiel: Wie verändert sich die Wirkung, wenn Typografie stärker im Mittelpunkt steht?

Auch historische Filmplakate zeigen, wie Bild, Titel und weitere Informationen zu einer Gesamtfläche verbunden werden. Suche nach Blickfang, Überschrift und kleineren Zusatzinformationen.


Aktuelle Plakate untersuchen

Heute entstehen viele Plakate digital. Trotzdem bleiben Grundfragen gleich: Was ist die Botschaft? Wer ist die Zielgruppe? Was muss sofort erkennbar sein? Welche Elemente dürfen kleiner sein?

Vergleiche die drei Beispiele. Achte auf Farbflächen, Bildmotive, Textmengen, Schriftgrößen und freie Flächen. Entscheide anschließend, welches Plakat aus Deiner Sicht die deutlichste Blickführung besitzt, und begründe Deine Meinung mit mindestens zwei Gestaltungsmitteln.


Die wichtigsten Gestaltungsmittel


Botschaft und Zielgruppe

Bevor Du gestaltest, musst Du wissen, was Dein Plakat sagen soll und für wen es gedacht ist. Ein Plakat für eine Ausstellung der Klasse 5 darf anders aussehen als ein Informationsplakat für Erwachsene. Die Botschaft sollte in einem kurzen Satz formulierbar sein.

Für unser Projekt lautet eine mögliche Botschaft: „Kunst ist zum Mitmachen da.“ Daraus entsteht die Handlungsaufforderung: „Komm, sieh, mach mit!“

Wenn Du selbst nicht in einem Satz erklären kannst, worum es geht, ist die Gestaltung meistens noch nicht klar genug.


Blickfang und Key Visual

Der Blickfang ist das Element, das zuerst Aufmerksamkeit erhält. Im Grafikdesign wird ein zentrales Bildmotiv oft als Key Visual bezeichnet. Das kann eine Zeichnung, eine Fotografie, ein Symbol, eine ungewöhnliche Schriftform oder eine starke Farbfläche sein.

Bei einer Fotografie ist der Bildausschnitt wichtig. Ein deutliches Hauptmotiv wirkt meist stärker als ein überfülltes Bild. Frage Dich: Welcher Teil des Fotos trägt wirklich zur Botschaft bei? Was kann weggelassen oder beschnitten werden?

Für Dein Schulplakat könntest Du zum Beispiel eine selbst fotografierte Hand beim Zeichnen, eine eigene Collage aus Papierformen oder eine selbst gezeichnete Farbspur als Key Visual verwenden.


Typografie – Schrift gestaltet mit

Typografie bedeutet nicht nur, eine Schriftart auszuwählen. Auch Größe, Stärke, Abstand, Zeilenlänge und Position bestimmen, wie gut ein Text lesbar ist und wie er wirkt.

Eine einfache Regel für Klasse 5 lautet: Eine Plakatüberschrift muss deutlich größer sein als Zusatzinformationen. Verwende möglichst wenige Schriftarten. Unterschiedliche Größen und Schriftschnitte reichen oft aus, um Ordnung zu schaffen.

Die Abbildung zeigt eine typografische Hierarchie: Nicht jeder Text ist gleich wichtig. Große Schrift zieht zuerst Aufmerksamkeit an, kleinere Schrift liefert danach Details.

Auch Buchstaben besitzen eine innere Ordnung. Für Dein Plakat ist vor allem wichtig, dass die Schrift sauber, ausreichend groß und kontrastreich erscheint.

Das englischsprachige Video eignet sich besonders als Erweiterung auf E-Niveau. Beobachte auch ohne jedes Wort zu verstehen, wie Schriftgröße, Schriftwahl und Anordnung verglichen werden.


Layout – Ordnung auf der Fläche

Das Layout beschreibt die Anordnung von Texten, Bildern, Formen und freien Flächen. Ein gutes Layout wirkt nicht zufällig. Unsichtbare Hilfslinien können helfen, Elemente auszurichten.

Ein Raster ist ein Ordnungssystem. Du musst es später nicht sehen können. Es hilft Dir nur beim Platzieren. Elemente können beispielsweise an gemeinsamen Kanten ausgerichtet werden.

Ein leeres Plakatformat ist wie eine Bühne. Bevor Du alles füllst, überlege, welche Bereiche bewusst frei bleiben sollen. Weißraum oder freie Fläche ist kein Fehler. Er kann wichtige Elemente stärker wirken lassen.


Farbe und Kontrast

Farbe kann Aufmerksamkeit lenken, Stimmung erzeugen und Bereiche unterscheiden. Für ein Plakat reichen oft zwei bis vier bewusst gewählte Farben. Zu viele gleich starke Farben können die Blickführung erschweren.

Der Farbkreis kann Dir helfen, Farbbeziehungen zu vergleichen. Für die Plakatgestaltung ist besonders der Kontrast wichtig: Helle Schrift auf dunklem Hintergrund oder dunkle Schrift auf hellem Hintergrund lässt sich meist besser erkennen als zwei sehr ähnliche Helligkeiten.

Kontrast entsteht nicht nur durch Farbe. Auch groß und klein, dick und dünn, rund und eckig oder ruhig und bewegt können starke Gegensätze bilden.


Visuelle Hierarchie

Visuelle Hierarchie bedeutet: Die Gestaltung zeigt, was zuerst, was danach und was zuletzt gesehen werden soll. Ein mögliches System für ein Veranstaltungsplakat lautet:

  1. Zuerst: Titel oder Hauptbotschaft
  2. Danach: Key Visual und kurze Unterzeile
  3. Dann: Datum, Uhrzeit und Ort
  4. Zum Schluss: Zusatzinformation oder Handlungsaufforderung

Diese Reihenfolge muss nicht immer gleich sein. Entscheidend ist, dass Du sie bewusst festlegst.


Bilder, Quellen und Rechte

Wenn Du ein Plakat veröffentlichst, darfst Du nicht einfach jedes Bild aus dem Internet übernehmen. Nutze bevorzugt eigene Zeichnungen und eigene Fotografien oder Bilder mit einer passenden freien Lizenz. Auf Wikimedia Commons findest Du viele frei lizenzierte oder gemeinfreie Medien. Prüfe trotzdem immer die jeweilige Dateiseite, die Urheberangabe und die Lizenzbedingungen.

Creative Commons-Lizenzen können erlauben, Werke unter bestimmten Bedingungen weiterzuverwenden. Bei einem Schulprojekt solltest Du die Quelle zu einem fremden Bild notieren. Auf E-Niveau dokumentierst Du zusätzlich Urheberin oder Urheber und Lizenz.


Von der Idee zum Entwurf

Ein guter Entwurf entsteht meistens nicht in einem einzigen Versuch. Kleine schnelle Skizzen helfen Dir, bevor Du viel Zeit in Details investierst.

  1. Auftrag klären: Was soll das Plakat erreichen?
  2. Botschaft formulieren: Schreibe die Hauptaussage in einem Satz.
  3. Zielgruppe bestimmen: Wer soll angesprochen werden?
  4. Informationen auswählen: Was müssen Betrachterinnen und Betrachter wirklich wissen?
  5. Drei Mini-Skizzen zeichnen: Probiere verschiedene Anordnungen aus.
  6. Blickfang festlegen: Entscheide Dich für ein zentrales Bildmotiv oder eine starke Schriftidee.
  7. Farben und Schrift planen: Wähle wenige Farben und eine klare Schrifthierarchie.
  8. Entwurf ausarbeiten: Gestalte analog oder digital.
  9. Abstandstest machen: Lege oder hänge Dein Plakat auf und betrachte es aus mehreren Metern Entfernung.
  10. Feedback nutzen: Lass eine andere Person sagen, was sie zuerst sieht und welche Botschaft sie versteht.
  11. Verbessern: Überarbeite nur die Stellen, die Deine Botschaft noch nicht klar unterstützen.


Analog oder digital gestalten

Ein Plakat kann mit Papier und Stiften genauso überzeugend sein wie ein digitales Plakat. Die Werkzeuge sind unterschiedlich, die Gestaltungsfragen bleiben ähnlich.

Analog Digital Darauf solltest Du achten
Bleistift und Radiergummi Zeichen- und Formwerkzeuge Erst planen, dann ausarbeiten
Lineal und Schablonen Hilfslinien und Raster Saubere Ausrichtung
Filzstifte, Buntstifte, Farbe Farbflächen und digitale Farbwahl Wenige bewusste Farben
Eigene Zeichnung oder Fotoausdruck Eigenes Foto, Vektorgrafik oder frei lizenziertes Bild Rechte und Quellen beachten
Schere und Kleber Ebenen, Gruppieren und Anordnen Elemente nicht zufällig verteilen


Digitale Entwurfswerkzeuge

Inkscape ist ein freies Programm für Vektorgrafiken. Formen und Schrift lassen sich dort vergrößern, ohne dass Vektorformen pixelig werden.

GIMP ist ein freies Bildbearbeitungsprogramm und eignet sich besonders für Rasterbilder und Fotografien.

Auch browserbasierte Gestaltungswerkzeuge können für Plakate genutzt werden. Vorlagen können den Einstieg erleichtern, dürfen aber nicht dazu führen, dass Du einfach alles unverändert übernimmst.

Dieses Wikimedia-Veranstaltungsplakat von 2024 wurde mit Canva gestaltet. Untersuche, welche Bereiche durch Farbe, Schriftgröße und Anordnung voneinander getrennt werden.

Das Canva-Video zeigt Grundlagen der digitalen Plakatgestaltung. Übertrage die beobachteten Prinzipien auch auf andere Programme: Botschaft, Hierarchie, Lesbarkeit, Kontrast und Ordnung sind wichtiger als ein bestimmtes Werkzeug.


Projekt: KUNSTPAUSE – Dein eigenes Plakat

Du gestaltest ein Plakat für die folgende fiktive Schulveranstaltung:

Vorgabe Inhalt
Titel KUNSTPAUSE
Unterzeile Ausstellung & Mitmachaktion der Klasse 5
Botschaft Kunst ist zum Mitmachen da.
Slogan Komm, sieh, mach mit!
Termin Freitag, 24. April, 15–18 Uhr
Ort Aula der Schule
Zielgruppe Schülerinnen und Schüler, Familien und Schulpersonal
Aktion Ausstellung von Arbeiten der Klasse 5 und offene Mini-Plakat-Werkstatt


Gestaltungsidee für das Beispielplakat

Das Plakat soll aus der Entfernung zuerst das Wort KUNSTPAUSE zeigen. In der Mitte steht ein großes Key Visual, zum Beispiel eine eigene Fotografie einer zeichnenden Hand, eine farbige Papiercollage oder eine starke selbst gezeichnete Form. Direkt darunter folgt der Slogan „Komm, sieh, mach mit!“. Datum, Uhrzeit und Ort stehen in einem klar abgegrenzten Informationsbereich.

Eine mögliche Farbidee besteht aus einem hellen Hintergrund, einer kräftigen Akzentfarbe und einer dunklen Schriftfarbe. Eine zweite Akzentfarbe darf das Key Visual ergänzen. Die Überschrift soll am stärksten wirken, der Slogan deutlich, aber kleiner erscheinen und die Veranstaltungsdaten ruhig und gut lesbar bleiben.

Bereich des Plakats Inhalt Gestaltungsziel
Oben KUNSTPAUSE Sofort erkennbare Hauptüberschrift
Mitte Großes Key Visual Blickfang und Stimmung
Unter dem Bild Komm, sieh, mach mit! Handlungsaufforderung
Unterer Bereich Freitag, 24. April, 15–18 Uhr – Aula der Schule Klare Sachinformation
Abschluss Ausstellung der Klasse 5 und Mini-Plakat-Werkstatt Kurze Zusatzinformation


Differenzierter Arbeitsauftrag G/M/E

Niveau Dein Auftrag Hilfen und Zusatzanforderungen
G Gestalte ein gut lesbares Plakat mit Titel, Key Visual, Slogan, Termin und Ort. Nutze eine einfache Rastervorlage, höchstens zwei Schriftarten und höchstens vier Farben. Prüfe Dein Ergebnis mit der Checkliste.
M Entwickle eine eigene Anordnung und gestalte eine deutliche visuelle Hierarchie. Zeichne mindestens zwei Mini-Skizzen, wähle bewusst Kontraste und nutze ein eigenes oder frei verwendbares Bildmotiv. Hole Peer-Feedback ein und überarbeite.
E Entwickle zwei deutlich unterschiedliche Plakatvarianten und entscheide begründet, welche stärker wirkt. Begründe Typografie, Bildausschnitt, Farbwahl, Raster und Weißraum. Dokumentiere bei fremden Medien Quelle und Lizenz und entwickle zusätzlich eine kleinere digitale Variante für einen Schulbildschirm.


Checkliste vor der Abgabe

Prüffrage Ja Noch verbessern
Versteht man die Hauptbotschaft in wenigen Sekunden?
Ist die Überschrift aus größerer Entfernung lesbar?
Sind Datum, Uhrzeit und Ort schnell zu finden?
Gibt es einen klaren Blickfang?
Unterstützen Farben und Kontraste die Lesbarkeit?
Sind Elemente sauber ausgerichtet?
Gibt es genügend freie Fläche?
Sind Rechtschreibung und Zeichensetzung geprüft?
Sind verwendete fremde Bilder erlaubt und Quellen notiert?
Kann eine andere Person erklären, was sie zuerst sieht und worum es geht?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die wichtigste Aufgabe eines Plakats? (Eine Botschaft schnell und deutlich vermitteln) (!Möglichst viele Informationen vollständig zeigen) (!Nur dekorativ aussehen) (!Einen langen Text ersetzen)




Was ist ein Key Visual? (Das zentrale Bildmotiv eines Entwurfs) (!Eine unsichtbare Hilfslinie) (!Eine Rechtschreibregel) (!Ein Dateiformat)




Was bedeutet visuelle Hierarchie? (Die Reihenfolge der wahrgenommenen Wichtigkeit) (!Die alphabetische Ordnung aller Wörter) (!Die Anzahl der verwendeten Bilder) (!Die Größe des Papierbogens)




Wie sollte eine wichtige Plakatüberschrift gestaltet sein? (Groß und gut lesbar) (!Kleiner als alle anderen Texte) (!Möglichst lang und ausführlich) (!In einer kaum sichtbaren Farbe)




Was ist Weißraum in einem Layout? (Bewusst frei gelassene Fläche) (!Nur weiß gefärbter Text) (!Ein Fehler beim Drucken) (!Eine leere Rückseite)




Wozu kann ein Raster beim Gestalten dienen? (Zur geordneten Ausrichtung von Elementen) (!Zum automatischen Schreiben der Texte) (!Zum Vergrößern der Papierstärke) (!Zum Ersetzen der Überschrift)




Warum ist Kontrast für ein Plakat wichtig? (Er kann wichtige Elemente hervorheben und die Lesbarkeit verbessern) (!Er macht automatisch jeden Text kürzer) (!Er ersetzt die Zielgruppe) (!Er sorgt dafür dass alle Elemente gleich wirken)




Welche Bildquelle ist für ein Schulplakat besonders geeignet? (Ein eigenes oder passend frei lizenziertes Bild) (!Ein beliebiges Bild ohne Quellenprüfung) (!Ein unscharfer Screenshot aus dem Internet) (!Ein Bild dessen Nutzung ausdrücklich verboten ist)




Was solltest Du vor dem eigentlichen Gestalten zuerst klären? (Botschaft und Zielgruppe) (!Die letzte Klebestelle) (!Die endgültige Dateigröße) (!Die Position Deiner Unterschrift)




Welcher Test hilft am Ende besonders bei einem Plakat? (Lesbarkeit aus größerer Entfernung prüfen) (!Alle freien Flächen mit Text füllen) (!Möglichst viele weitere Schriftarten ergänzen) (!Alle Elemente gleich groß machen)





Memory

Blickfang zuerst wahrgenommenes Element
Hierarchie Reihenfolge der Wichtigkeit
Kontrast deutlicher gestalterischer Unterschied
Typografie Gestaltung von Schrift
Weißraum bewusst freie Fläche
Raster unsichtbares Ordnungssystem
Key Visual zentrales Bildmotiv
Call to Action Handlungsaufforderung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Überschrift größte Schrift
Unterzeile ergänzt den Titel
Key Visual zentrales Bildmotiv
Infoblock Ort und Zeit
Call to Action Aufforderung zum Mitmachen
Weißraum bewusste freie Fläche
Kontrast sichtbarer Unterschied






Kreuzworträtsel

Plakat Wie heißt ein großformatiger Informationsträger mit Text und Bild?
Typografie Wie heißt die Gestaltung und Anordnung von Schrift?
Kontrast Wie heißt ein deutlicher Unterschied zwischen Gestaltungselementen?
Raster Wie heißt ein Ordnungssystem aus Hilfslinien?
Blickfang Wie heißt das Element das zuerst Aufmerksamkeit erhält?
Botschaft Wie heißt die zentrale Aussage die ein Plakat vermitteln soll?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Plakat soll eine klare

vermitteln.
Das wichtigste visuelle Element kann als

wirken.
Die Gestaltung von Schrift nennt man

.
Ein unsichtbares Ordnungssystem aus Hilfslinien heißt

.
Bewusst frei gelassene Fläche wird als

bezeichnet.
Ein deutlicher Unterschied zwischen Gestaltungselementen heißt

.
Das zentrale Bildmotiv eines Entwurfs wird häufig

genannt.
Datum und Ort gehören bei einer Veranstaltung in den

.
Vor dem Gestalten solltest Du die

bestimmen.
Am Ende hilft ein

bei der Prüfung der Lesbarkeit.




Offene Aufgaben


Leicht – G-Niveau

  1. Plakatdetektiv: Fotografiere oder zeichne drei Plakate aus Deinem Alltag und markiere bei jedem den Blickfang.
  2. Schriftgrößen-Test: Schreibe dasselbe Wort in drei deutlich verschiedenen Größen und prüfe aus einigen Metern Entfernung, welche Version am besten lesbar ist.
  3. Farbkontrast: Gestalte vier kleine Farbkarten mit Schrift und Hintergrund und ordne sie von gut bis schlecht lesbar.
  4. Mini-Layout: Zeichne drei sehr kleine Skizzen für das KUNSTPAUSE-Plakat, ohne Details auszuarbeiten.


Standard – M-Niveau

  1. Key Visual entwickeln: Erstelle drei unterschiedliche Bildideen für die Botschaft „Kunst ist zum Mitmachen da“ und wähle eine begründet aus.
  2. Typografie vergleichen: Gestalte den Titel KUNSTPAUSE in drei Varianten und beschreibe, welche am stärksten zur Veranstaltung passt.
  3. Peer-Feedback: Zeige Deinen Entwurf zwei Mitschülerinnen oder Mitschülern jeweils nur fünf Sekunden und notiere, was sie zuerst gesehen und verstanden haben.
  4. Analog und digital: Übertrage eine analoge Plakatskizze in ein digitales Gestaltungsprogramm oder drucke einen digitalen Entwurf aus und überarbeite ihn von Hand.


Schwer – E-Niveau

  1. Zwei Zielgruppen: Entwickle je eine Variante des Plakats für Fünftklässlerinnen und Fünftklässler sowie für Eltern und vergleiche die Gestaltungsentscheidungen.
  2. Plakatvariation: Erstelle zwei Entwürfe mit identischen Informationen, aber deutlich unterschiedlicher Hierarchie und entscheide, welcher Entwurf schneller verstanden wird.
  3. Lizenzcheck: Suche auf Wikimedia Commons ein passendes frei nutzbares Bild, dokumentiere Urheberangabe und Lizenz und erkläre, wie Du die Nutzungsbedingungen erfüllst.
  4. Ausstellungskonzept: Plane, wie fünf Plakate Deiner Klasse gemeinsam in einem Flur präsentiert werden können, sodass jedes Plakat sichtbar bleibt und trotzdem eine gemeinsame Wirkung entsteht.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Botschaft und Gestaltung: Du erhältst ein Plakat mit sehr vielen gleich großen Texten. Erkläre, warum die Botschaft schwer zu erkennen ist, und beschreibe mindestens drei konkrete Verbesserungen.
  2. Zielgruppenwechsel: Überlege, wie sich dasselbe Veranstaltungsplakat verändern müsste, wenn es nicht für Schülerinnen und Schüler, sondern für Vorschulkinder gedacht wäre. Begründe Deine Entscheidungen zu Schrift, Bild und Farbe.
  3. Gestaltungsvergleich: Vergleiche zwei unterschiedliche Plakatentwürfe und entscheide, welcher aus fünf Metern Entfernung besser funktionieren würde. Begründe mit Hierarchie, Kontrast und Lesbarkeit.
  4. Bildentscheidung: Für ein Plakat stehen eine detailreiche Gruppenfotografie und eine klare Nahaufnahme einer zeichnenden Hand zur Auswahl. Entscheide Dich für eine Variante und begründe, wann die andere trotzdem sinnvoll sein könnte.
  5. Layout-Transfer: Übertrage die Grundidee Deines A3-Plakats auf einen kleinen Schulbildschirm. Erkläre, welche Elemente Du vergrößern, kürzen oder weglassen würdest.
  6. Feedback auswerten: Drei Testpersonen erkennen zwar den Titel, übersehen aber Datum und Ort. Entwickle zwei unterschiedliche Lösungen und erkläre, welche Du bevorzugst.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig, dass Du nicht nur ein schönes Endprodukt zeigst, sondern Deinen Gestaltungsprozess nachvollziehbar machst.

  1. Entwurf: Mindestens zwei Mini-Skizzen oder Layoutvarianten zeigen Deine Planung.
  2. Botschaft: Die Hauptaussage des Plakats ist in einem kurzen Satz formuliert.
  3. Zielgruppe: Du kannst erklären, für wen Du gestaltet hast.
  4. Typografie: Überschrift, Zusatztext und Informationen sind klar geordnet und gut lesbar.
  5. Layout: Bild, Text und freie Fläche sind bewusst angeordnet.
  6. Farbe und Kontrast: Deine Farbwahl unterstützt Lesbarkeit und Wirkung.
  7. Bild und Quelle: Eigene oder rechtmäßig nutzbare Bilder werden passend verwendet und Quellen bei fremden Medien dokumentiert.
  8. Reflexion: Du beschreibst mindestens zwei Gestaltungsentscheidungen und eine Verbesserung nach Feedback.
  9. Endprodukt: Das fertige Plakat enthält Titel, Botschaft, Key Visual, Termin, Ort und Handlungsaufforderung.




OERs zum Thema



Verknüpfte Lernbereiche

Das Thema verbindet Bildende Kunst mit Medienbildung, Sprache und digitaler Gestaltung. Du lernst, wie Bilder und Schrift gemeinsam kommunizieren, wie Gestaltung eine Zielgruppe anspricht und wie analoge sowie digitale Werkzeuge für eine klare visuelle Botschaft eingesetzt werden.


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