BK5 - Ein Gemälde wird zur Bühne

BK5 - Ein Gemälde wird zur Bühne
BK5 - Ein Gemälde wird zur Bühne
Einleitung
Ein Gemälde ist still – aber in Deinem Kopf kann es voller Geräusche, Gedanken und Handlungen sein. In diesem aiMOOC verwandelst Du ein Kunstwerk in eine kurze inszenierte Szene. Du beobachtest genau, baust eine Bildkomposition mit Körpern und Gegenständen nach, entwickelst daraus eine Handlung und entscheidest bewusst, was Du von der Vorlage übernimmst und was Du veränderst. So verbindest Du Malerei, Theater, Fotografie, Film und Medienbildung.
Als Leitwerk dient Johannes Vermeers „Dienstmagd mit Milchkrug“ aus der Zeit um 1660. Das Gemälde zeigt eine Frau in einem schlichten Innenraum beim Eingießen von Milch. Licht fällt von links durch ein Fenster. Vermeer macht aus einer alltäglichen Handlung eine konzentrierte, beinahe bühnenhafte Situation. Genau dieser Übergang – vom festgehaltenen Augenblick zur erfundenen Handlung – ist Dein Ausgangspunkt.

Leitfrage: Wie kannst Du aus einem unbewegten Gemälde eine kurze Szene entwickeln, die das Original erkennen lässt und trotzdem eine eigene künstlerische Idee zeigt?
Zielgruppe: Klasse 5. Die Aufgaben sind in G – Grundlagen, M – mittleres Niveau und E – erweitertes Niveau differenziert. Du kannst je nach Lernstand mit Hilfen arbeiten oder zusätzliche gestalterische Entscheidungen begründen.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du ein Gemälde genau beobachten und wichtige Bildmerkmale beschreiben. Du kannst Körperhaltungen, Blickrichtungen, Farben, Licht, Raum und Gegenstände als Gestaltungsmittel erkennen. Du kannst ein lebendes Bild nachstellen, eine kurze Handlung entwickeln, ein Storyboard zeichnen und eine Szene mit Kamera oder Tablet aufnehmen. Du kannst einfache Mittel des Green Screens nutzen und darüber nachdenken, wie stark Deine Inszenierung der Vorlage folgt oder sich von ihr entfernt.
| Niveau | Du zeigst ... | Typische Unterstützung |
|---|---|---|
| G | dass Du zentrale Figuren, Gegenstände, Farben und Handlungen erkennst und in einer einfachen Szene umsetzt. | Bildausschnitt, Satzstarter, Rollenkarte, vorgegebenes Drei-Bilder-Storyboard. |
| M | dass Du Bildaufbau, Licht, Blickrichtung und Requisiten bewusst übernimmst oder begründet veränderst. | Planungsbogen, Wahl aus mehreren Einstellungsgrößen, Feedbackfragen. |
| E | dass Du Wirkung und Bedeutung der Vorlage untersuchst, bewusst verfremdest und Deine Entscheidungen mit Fachbegriffen reflektierst. | freie Regieentscheidung, zusätzliche Kamera- oder Green-Screen-Idee, ausführliche Reflexion. |
Vom Gemälde zur Bühne
Ein Bild kann wie eine angehaltene Szene wirken. Bei einem Tableau vivant – auf Deutsch „lebendes Bild“ – stellen Menschen ein Kunstwerk mit Körperhaltung, Kleidung, Requisiten, Licht und Raum nach. Zuerst wird nicht gespielt, sondern stillgehalten. Dadurch wird sichtbar, welche Entscheidungen der Maler über Figuren, Abstände, Richtungen und Schwerpunkte getroffen hat.

Beim Übergang zur kurzen Szene kommt Bewegung hinzu. Eine einfache Struktur für Klasse 5 ist: Standbild – Handlung – Standbild. Deine Gruppe beginnt in einer Pose, die dem Gemälde ähnelt. Dann geschieht 15 bis 45 Sekunden lang etwas. Am Ende friert die Gruppe erneut ein. So bleibt die Verbindung zur Vorlage erkennbar.
Das Leitwerk genau beobachten
Dienstmagd mit Milchkrug von Johannes Vermeer ist ein kleines Ölgemälde. Die Frau steht nahe an einem Tisch und gießt Milch in ein Gefäß. Links befindet sich ein Fenster. Auf dem Tisch liegen Brote und Gefäße. Die Szene ist ruhig, der Blick der Frau ist gesenkt und ihre Aufmerksamkeit scheint auf die Tätigkeit gerichtet zu sein.
Für Deine Inszenierung sind nicht nur Gegenstände wichtig. Achte auch auf Bildbeziehungen: Wo steht die Figur? Wo ist freie Wand? Von welcher Seite kommt das Licht? Welche Formen wiederholen sich? Welche Farben fallen auf? Wie weit ist die Figur vom Bildrand entfernt? Wohin schaut sie? Welche Stimmung entsteht?
Beobachtungsauftrag: Decke das Bild für fünf Sekunden ab und nenne danach aus dem Gedächtnis drei Dinge. Schau erneut hin und ergänze drei Details, die Du zuerst übersehen hast. Vergleiche in der Gruppe: Was wurde häufig erinnert? Was kaum? Daraus kannst Du ableiten, welche Bildteile besonders auffällig wirken.
Das Video des Metropolitan Museum of Art eignet sich vor allem für M- und E-Niveau oder für eine angeleitete Auswahl kurzer Ausschnitte. Es zeigt, wie viele Informationen in Komposition, Licht und Gegenständen eines scheinbar einfachen Bildes stecken können.
Bildaufbau, Licht und Wirkung
Eine Inszenierung wird überzeugender, wenn Du nicht nur „ähnliche Sachen“ verwendest, sondern die Anordnung beachtest. Ein Bildausschnitt kann eng oder weit sein. Eine Figur kann mittig oder seitlich stehen. Helles Licht kann Aufmerksamkeit lenken. Schatten können Ruhe, Geheimnis oder Spannung erzeugen.

Die Drittelregel ist nur eine mögliche Orientierung für Foto und Film. Für dieses Projekt ist wichtiger, dass Du bewusst entscheidest: Soll Deine Szene die Komposition des Gemäldes möglichst genau nachbilden oder soll die Abweichung sichtbar sein? Eine absichtliche Abweichung ist eine Gestaltungsidee; eine zufällige Abweichung ist meist nur ein Planungsfehler.
Vom Standbild zur Handlung
Ein Gemälde zeigt nur einen Moment. Für eine Szene brauchst Du ein Davor, ein Jetzt und ein Danach. Die Handlung muss nicht groß sein. Gerade bei Vermeers ruhigem Bild können kleine Veränderungen stark wirken.
Beispiel: Vor dem Start hört die Figur ein Geräusch außerhalb des Bildes. Sie gießt weiter, bemerkt etwas, unterbricht die Tätigkeit und entscheidet sich. Danach nimmt sie die Ausgangspose wieder ein. Eine zweite Figur kann nur als Stimme, Schatten oder Hand vorkommen. So bleibt die Nähe zum Gemälde erhalten, obwohl eine Geschichte entsteht.
| Baustein | G | M | E |
|---|---|---|---|
| Davor | Was geschah direkt vor dem Bildmoment? | Welche Situation erklärt Haltung und Blick? | Welche Vorgeschichte verändert die Bedeutung des Bildmoments? |
| Jetzt | Welche sichtbare Handlung wird ausgeführt? | Welche Handlung passt zu Licht, Raum und Gegenständen? | Welche Handlung kann das Original bestätigen oder bewusst widersprechen? |
| Danach | Was geschieht als Nächstes? | Wie entsteht ein klarer Abschluss? | Wie verändert das Ende die Wirkung der Vorlage? |
Eine kurze Beispielszene
Titel: „Ein Geräusch am Fenster“
- Startbild: Eine Person steht wie die Figur im Gemälde am Tisch und hält einen Krug.
- Auslöser: Ein leises Klopfen ist zu hören. Die Person hält kurz inne.
- Entscheidung: Sie schaut zum Fenster, stellt den Krug ab und nimmt einen kleinen Gegenstand vom Tisch.
- Wendepunkt: Eine Stimme aus dem Off sagt einen kurzen Satz, zum Beispiel: „Bist du da?“
- Endbild: Die Person kehrt in eine Pose zurück, die dem Gemälde ähnelt, aber der Blick zeigt nun zum Fenster.
G: Spiele die Szene mit fünf klaren Schritten nach. M: Verändere eine Handlung und begründe die Wirkung. E: Entwickle ein anderes Ende, durch das das Gemälde rückblickend eine neue Bedeutung bekommt.
Storyboard: Die Szene planen
Ein Storyboard ist eine gezeichnete Bildfolge zur Planung einer Film- oder Bühnenszene. Es muss nicht schön gezeichnet sein. Strichmännchen, Pfeile, kurze Notizen und Symbole reichen aus, wenn man erkennen kann, wer wo steht, was geschieht und wie die Kamera schaut.


Für die Klasse 5 reichen drei bis sechs Felder. Unter jedes Feld schreibst Du nur die wichtigsten Informationen: Handlung, Ton und Einstellungsgröße. Plane mindestens ein Bild, das die Vorlage deutlich erkennen lässt.
| Feld | Was Du einträgst | Beispiel |
|---|---|---|
| Bild | grobe Skizze der Figuren und Requisiten | Figur am Tisch, Fenster links |
| Handlung | sichtbare Bewegung | Krug kippt, Figur stoppt |
| Ton | Sprache, Geräusch oder Stille | leises Klopfen |
| Kamera | Bildausschnitt oder Blickrichtung | halbnahe Einstellung |
Kamera und Bildausschnitt
Die Kamera ist nicht nur ein Aufnahmegerät, sondern gestaltet. Eine Totale zeigt viel Raum. Eine Halbnahe zeigt eine Figur ungefähr vom Oberkörper an und lässt Gesten erkennen. Eine Nahaufnahme lenkt den Blick auf Gesicht, Hände oder einen Gegenstand. Für Klasse 5 reichen diese drei Einstellungsgrößen als Grundauswahl.

Für das Leitwerk ist eine ruhige Kamera oft sinnvoll. Stelle Tablet oder Smartphone stabil auf. Vermeide unnötiges Zoomen. Prüfe zuerst den Bildausschnitt, dann Licht und Ton. Erst danach beginnt die Aufnahme.

Aufnahme-Regel: Vor jeder Aufnahme sagt eine Person kurz Szene und Versuch an, dann bleibt zwei Sekunden Ruhe, dann beginnt das Spiel. Am Ende wieder zwei Sekunden stillhalten. Das erleichtert später den Schnitt.
Bühne, Requisiten und Kostüm
Eine Inszenierung braucht nicht viele Dinge. Entscheidend ist, dass ausgewählte Gegenstände gut lesbar sind. Ein Tuch kann Tischdecke, Wand oder Kostümteil werden. Ein leerer Krug kann den Milchkrug ersetzen. Kartons können Tisch, Fensterrahmen oder Podest darstellen.

Requisiten sind Gegenstände, die beim Spiel verwendet werden. Kostüm bezeichnet die Kleidung der dargestellten Figur. Bühnenbild oder Szenenbild bezeichnet den gestalteten Raum. In diesem Projekt sollst Du möglichst mit vorhandenen, ungefährlichen und wiederverwendbaren Materialien arbeiten.
Sicherheit: Verwende für das Eingießen kein zerbrechliches Glas und möglichst keine Flüssigkeit in der Nähe von Technik. Kabel werden so gelegt, dass niemand stolpert. Lampen dürfen nicht heiß werden oder unbeaufsichtigt stehen.
Green Screen: Ein gemalter Raum wird zum Hintergrund
Beim Chroma Keying wird eine möglichst einheitliche Farbe – häufig Grün oder Blau – im Video digital entfernt und durch ein anderes Bild ersetzt. So kann Deine Figur zum Beispiel vor einem Ausschnitt des Gemäldes, vor einer selbst gemalten Wand oder vor einem erfundenen Raum stehen.

Damit der Effekt funktioniert, sollte der grüne Hintergrund möglichst gleichmäßig beleuchtet sein. Die spielende Person sollte etwas Abstand zum Hintergrund haben. Kleidung in derselben Grünton-Farbe kann ebenfalls verschwinden. Für Klasse 5 genügt ein einfacher Versuch; ein technisch perfekter Key ist nicht das Lernziel.
G: Nutze den Green Screen nur, wenn die Bedienung bereits bekannt ist. M: Ersetze den Hintergrund durch eine selbst gewählte, frei nutzbare Bilddatei. E: Begründe, warum der digitale Raum die Wirkung Deiner Szene verstärkt oder verändert.
Vergleich: Andere Gemälde als mögliche Bühnen
Nicht jedes Team muss dasselbe Bild wählen. Wichtig ist, dass die verwendete Vorlage rechtlich unproblematisch zugänglich ist und sich für eine altersgerechte Szene eignet. Gemeinfreie historische Kunstwerke auf Wikimedia Commons sind dafür besonders geeignet.



Die Beispiele zeigen sehr unterschiedliche Herausforderungen: Bei Las Meninas sind viele Figuren, Blickrichtungen und Raumebenen wichtig. Beim Arnolfini-Porträt spielen Körperhaltung, Nähe, Symbole und ein Innenraum eine Rolle. Bei der Nachtwache entsteht Wirkung durch Gruppe, Licht, Bewegung und dramatische Richtung. Für Klasse 5 reicht es, zwei oder drei Merkmale bewusst auszuwählen – Du musst kein Gemälde vollständig kopieren.
Vorlage und eigene Gestaltung
Die wichtigste Reflexionsfrage lautet nicht: „Ist unser Film genauso wie das Gemälde?“ Entscheidend ist: Welche Beziehung habt Ihr zur Vorlage gestaltet? Eine Inszenierung kann nahe am Original bleiben, Details ergänzen, den Zeitpunkt verschieben, den Blickwinkel ändern, eine Figur sprechen lassen oder die Stimmung bewusst umkehren.
| Verhältnis zur Vorlage | Beschreibung | Beispiel |
|---|---|---|
| Nachahmung | Viele sichtbare Merkmale werden übernommen. | ähnliche Pose, ähnliche Farben, ähnliche Anordnung |
| Ergänzung | Das Bild bleibt erkennbar, bekommt aber ein Davor oder Danach. | ein Geräusch löst eine kurze Handlung aus |
| Verfremdung | Ein Merkmal wird bewusst verändert. | fröhliche Szene wird unheimlich oder umgekehrt |
| Übertragung | Die Grundidee wird in eine andere Zeit oder Umgebung gesetzt. | Milchkrug wird zur Trinkflasche in einer Schulküche |
G-Satzstarter: „Wir haben aus dem Gemälde übernommen …“ und „Wir haben verändert …“
M-Satzstarter: „Die Veränderung wirkt …, weil …“
E-Satzstarter: „Unsere Inszenierung entfernt sich an dieser Stelle bewusst von der Vorlage, um …“
Projektablauf
| Phase | Auftrag | Ergebnis |
|---|---|---|
| Sehen | Gemälde genau beobachten und Schlüsselmerkmale markieren. | Bildanalyse mit mindestens fünf Beobachtungen |
| Stellen | Ein lebendes Bild mit Körpern und Requisiten bauen. | Standbild |
| Erfinden | Davor, Jetzt und Danach entwickeln. | kurze Handlung |
| Planen | drei bis sechs Storyboard-Felder zeichnen. | Storyboard |
| Proben | Wege, Gesten, Sprache, Licht und Ton testen. | spielbare Fassung |
| Aufnehmen | zwei bis drei Takes drehen. | Rohmaterial |
| Auswählen | besten Take wählen, optional schneiden oder keyen. | kurze Inszenierung |
| Reflektieren | Vorlage und eigene Gestaltung vergleichen. | mündliche oder schriftliche Reflexion |
Rollen im Team
Ein kleines Team kann Aufgaben verteilen. Rollen dürfen nach jedem Take wechseln, damit mehrere Lernende gestalten.
| Rolle | Aufgabe |
|---|---|
| Regie | achtet auf Idee, Ablauf und Wirkung |
| Darstellung | spielt Figur oder Figuren |
| Kamera | kontrolliert Bildausschnitt, Stabilität und Aufnahme |
| Szenenbild | kümmert sich um Requisiten, Hintergrund und Ordnung |
| Ton/Continuity | achtet auf Geräusche und darauf, dass Gegenstände zwischen Takes gleich liegen |
Differenzierung G / M / E
| Bereich | G – Grundlagen | M – mittleres Niveau | E – erweitertes Niveau |
|---|---|---|---|
| Bildanalyse | Nenne fünf sichtbare Dinge und eine Stimmung. | Beschreibe zusätzlich Licht, Blickrichtung und Bildaufbau. | Deute, wie mindestens zwei Gestaltungsmittel die Wirkung beeinflussen. |
| Storyboard | Drei Felder mit Start, Handlung und Ende. | Vier bis sechs Felder mit Kamera- und Tonhinweisen. | Vier bis sechs Felder mit bewusster Perspektive, Übergang und Wirkungsabsicht. |
| Inszenierung | Vorlage im Startbild klar erkennbar. | Mindestens eine begründete Veränderung. | Eigenständige Verfremdung oder Übertragung mit erkennbarer Verbindung zum Original. |
| Technik | stabile Aufnahme ohne Schnittzwang. | zwei Einstellungsgrößen oder einfacher Schnitt. | gezielter Schnitt, Green Screen oder Tonidee als Gestaltungsmittel. |
| Reflexion | Übernahme und Veränderung benennen. | Wirkung einer Veränderung erklären. | Spannungsverhältnis zwischen Vorlage und eigener Aussage beurteilen. |
Feedback und Überarbeitung
Gutes Feedback beschreibt zuerst, was sichtbar oder hörbar ist. Danach nennt es eine Wirkung und erst dann einen Vorschlag. Statt „Das ist langweilig“ sagst Du zum Beispiel: „Die Figur bleibt lange in derselben Haltung. Dadurch wirkt die Szene sehr ruhig. Wenn Ihr mehr Spannung wollt, könnte das Geräusch früher kommen.“
Drei Feedbackfragen: Ist das Kunstwerk als Ausgangspunkt erkennbar? Welche eigene Idee ist am deutlichsten? Welche Veränderung würde die Wirkung noch klarer machen?
Medien, Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte
Die hier eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons und wurden gezielt gewählt, weil ihre Dateiseiten freie Lizenzen oder Gemeinfreiheit ausweisen. Bei einer Weiterverwendung außerhalb des Wikis musst Du die jeweilige Dateiseite öffnen und die dort genannte Lizenz sowie erforderliche Namensnennung beachten. Eingebettete YouTube-Videos bleiben Inhalte ihrer jeweiligen Rechteinhaber; sie sind nicht automatisch Open Educational Resources und dürfen nicht einfach heruntergeladen oder neu veröffentlicht werden.
Für eigene Filme gilt: Veröffentliche Bilder oder Videos von Mitschülerinnen und Mitschülern nicht ohne die erforderliche Freigabe. Bei Minderjährigen sind schulische Regeln und gegebenenfalls Einwilligungen der Erziehungsberechtigten zu beachten. Für Unterrichtsprodukte ohne öffentliche Veröffentlichung gelten die Vorgaben Deiner Schule und Lehrkraft.
Ausgewählte freie Medien in diesem aiMOOC:
- Vermeers „Dienstmagd mit Milchkrug“: Reproduktion eines gemeinfreien Werkes; auf Commons als Public Domain gekennzeichnet.
- Storyboard-Beispiel: auf Wikimedia Commons als Public Domain veröffentlicht.
- Filmklappe: CC0, also zur freien Nachnutzung freigegeben.
- Ein-Kamera-Diagramm: CC0.
- Theaterbühne: CC BY-SA 3.0.
- Drittelregel: CC BY-SA 2.5.
- Green-Screen-Beispiel: CC BY-SA 4.0.
- Storyboard-Beispiel mit Panels: CC BY-SA 3.0.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was ist ein Tableau vivant? (Ein mit Menschen nachgestelltes lebendes Bild) (!Ein gemaltes Bühnenplakat) (!Eine Tonspur ohne Bilder) (!Ein digitaler Bildfilter)
Wozu dient ein Storyboard? (Zur Planung einer Szene in Bildern) (!Zum Mischen von Farben) (!Zum Stimmen von Instrumenten) (!Zum Drucken eines Gemäldes)
Welches Merkmal ist im Leitwerk besonders wichtig? (Der Lichteinfall von der linken Seite) (!Ein Gewitter im Hintergrund) (!Eine große Menschenmenge) (!Ein nächtlicher Außenraum)
Was bezeichnet eine Requisite? (Einen Gegenstand der beim Spiel verwendet wird) (!Eine Kameraperspektive) (!Eine Musikpause) (!Eine Bildunterschrift)
Was geschieht beim Chroma Keying? (Eine Hintergrundfarbe wird digital ersetzt) (!Ein Gemälde wird mit Wasser verdünnt) (!Eine Kamera wird ausgeschaltet) (!Eine Tonspur wird rückwärts abgespielt)
Warum soll eine Green-Screen-Fläche möglichst gleichmäßig beleuchtet sein? (Damit die Hintergrundfarbe leichter sauber entfernt werden kann) (!Damit jede Kleidung grün erscheint) (!Damit kein Ton aufgenommen wird) (!Damit die Kamera automatisch zoomt)
Was ist bei der Reflexion besonders wichtig? (Übernahmen und Veränderungen begründet zu vergleichen) (!Nur die Filmlänge zu nennen) (!Nur die Anzahl der Requisiten zu zählen) (!Das Gemälde auswendig zu beschreiben)
Welche Aufnahme zeigt besonders viel vom Raum? (Eine Totale) (!Eine Nahaufnahme) (!Ein Standbildton) (!Eine Requisite)
Was bedeutet Verfremdung in diesem Projekt? (Ein Merkmal der Vorlage bewusst zu verändern) (!Das Kunstwerk versehentlich zu vergessen) (!Nur den Dateinamen zu ändern) (!Alle Requisiten zu entfernen ohne Absicht)
Welche Reihenfolge eignet sich für eine sehr kurze Inszenierung? (Standbild Handlung Standbild) (!Abspann Standbild Titel) (!Tonprobe Pause Arbeitsblatt) (!Kamera aus Handlung Kamera an)
Memory
| Vorlage | Ausgangskunstwerk |
| Tableau vivant | Lebendes Bild |
| Storyboard | Bildfolge zur Planung |
| Requisite | Spielgegenstand |
| Einstellungsgröße | Bildausschnitt der Kamera |
| Chroma Keying | Farbhintergrund wird ersetzt |
| Freeze | Eingefrorene Pose |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Totale | Viel Raum ist sichtbar |
| Nahaufnahme | Detail oder Gesicht steht im Mittelpunkt |
| Storyboard | Szene wird vor dem Dreh gezeichnet |
| Requisite | Gegenstand wird im Spiel benutzt |
| Green Screen | Einfarbiger Hintergrund wird digital ersetzt |
Kreuzworträtsel
| Vermeer | Welcher Maler schuf das Leitwerk mit der Milch eingießenden Frau? |
| Storyboard | Wie heißt die gezeichnete Planung einer Filmszene? |
| Requisite | Wie heißt ein Gegenstand der im Spiel verwendet wird? |
| Greenscreen | Wie heißt der einfarbige Hintergrund für Chroma Keying? |
| Perspektive | Wie nennt man den gewählten Blick auf eine Szene? |
| Inszenierung | Wie heißt die bewusste Gestaltung einer Szene für Bühne oder Kamera? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bilddetektiv G: Suche im Leitwerk fünf sichtbare Dinge, zwei Farben und eine Blickrichtung. Formuliere daraus eine kurze Bildbeschreibung.
- Standbild G: Stelle mit Deiner Gruppe die Körperhaltung und Anordnung des Leitwerks nach. Fotografiert das Ergebnis nur im schulisch erlaubten Rahmen.
- Drei-Bilder-Storyboard G: Zeichne Startbild, Handlung und Endbild. Nutze Pfeile für Bewegungen.
- Requisitenfinder G: Finde drei ungefährliche Alltagsgegenstände, die Dinge aus dem Gemälde ersetzen können, und erkläre Deine Auswahl.
Standard
- Szenenentwicklung M: Entwickle eine 20 bis 45 Sekunden lange Szene nach dem Muster Standbild – Handlung – Standbild.
- Kamera M: Drehe dieselbe kurze Aktion einmal als Totale und einmal näher. Vergleiche, wie sich die Wirkung verändert.
- Green-Screen-Versuch M: Setze eine Figur vor einen grünen Hintergrund und ersetze diesen durch einen selbst erstellten oder frei lizenzierten Raum.
- Peer-Feedback M: Zeigt Euch zwei Versionen der Szene. Gebt Rückmeldung zu Erkennbarkeit der Vorlage, eigener Idee und Wirkung.
Schwer
- Verfremdung E: Verändere genau ein wichtiges Merkmal der Vorlage – Licht, Zeit, Geräusch, Requisite oder Stimmung – und begründe die Wirkung.
- Perspektivwechsel E: Erzähle dieselbe Bildsituation aus der Sicht einer unsichtbaren Person außerhalb des Gemäldes.
- Montage E: Kombiniere mindestens zwei Einstellungsgrößen so, dass die Aufmerksamkeit gezielt gelenkt wird. Begründe jeden Schnitt.
- Vorlage und Eigenes E: Verfasse oder filme eine Reflexion darüber, wo Deine Arbeit dem Gemälde folgt, wo sie sich entfernt und warum diese Spannung künstlerisch interessant ist.


Lernkontrolle
- Transfer Bild zu Szene: Du bekommst ein unbekanntes gemeinfreies Gemälde. Entwickle in zehn Minuten eine Idee für Standbild, Handlung und Endbild und begründe, welche drei Bildmerkmale Du übernehmen würdest.
- Wirkungsvergleich: Vergleiche zwei mögliche Inszenierungen desselben Gemäldes – eine sehr genaue Nachstellung und eine starke Verfremdung. Erkläre, welche jeweils andere Aussagen erzeugen können.
- Kameraentscheidung: Entscheide für einen spannenden Moment zwischen Totale und Nahaufnahme. Begründe die Wahl mit der gewünschten Zuschauerwirkung.
- Green-Screen-Entscheidung: Beurteile, ob ein Green Screen für eine ruhige Vermeer-Szene sinnvoll ist. Nenne einen gestalterischen Vorteil und einen möglichen Nachteil.
- Storyboard-Überarbeitung: In einem Storyboard ist die Vorlage nur im ersten Bild erkennbar. Entwickle zwei Änderungen, durch die der Bezug zum Kunstwerk über die ganze Szene hinweg erhalten bleibt.
- Reflexion Gestaltung: Erkläre an einem eigenen oder erfundenen Beispiel, wann eine Abweichung von der Vorlage als bewusste künstlerische Entscheidung erkennbar wird.
Lernnachweis
Für einen Lernnachweis zu diesem Thema sind nicht nur technische Fähigkeiten wichtig, sondern vor allem bewusste gestalterische Entscheidungen.
- Bildanalyse: Du kannst zentrale Merkmale des Ausgangskunstwerks benennen.
- Inszenierung: Du kannst aus dem Bildmoment eine kurze, verständliche Szene entwickeln.
- Storyboard: Du kannst den Ablauf vor dem Dreh bildlich planen.
- Gestaltungsmittel: Du setzt Körperhaltung, Raum, Requisiten, Licht, Ton oder Kamera gezielt ein.
- Differenzierung: Du erfüllst die Anforderungen Deines vereinbarten G-, M- oder E-Niveaus.
- Reflexion: Du vergleichst Vorlage und eigene Gestaltung und begründest mindestens eine Veränderung.
- Medienkompetenz: Du gehst sorgfältig mit Urheberrecht, freien Lizenzen und Persönlichkeitsrechten um.
- Teamarbeit: Du übernimmst Verantwortung für eine Rolle und kannst Feedback konstruktiv nutzen.
OERs zum Thema
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