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BK5 - Ebenen kreativ nutzen

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BK5 - Ebenen kreativ nutzen



BK5 - Ebenen kreativ nutzen


Einleitung

Stell Dir vor, Du malst ein Bild nicht auf ein einziges Blatt, sondern auf mehrere durchsichtige Folien. Auf einer Folie liegt nur der Himmel, auf einer zweiten ein Haus, auf einer dritten eine Figur und auf einer vierten vielleicht ein Schriftzug. Legst Du alle Folien übereinander, entsteht ein einziges Bild. Genau so funktioniert die Ebenentechnik in vielen digitalen Bildbearbeitungsprogrammen.

In diesem aiMOOC lernst Du, wie Du mit Ebenen Bilder planst, veränderst und zu einer eigenen digitalen Collage zusammensetzt. Du unterscheidest Vordergrund und Hintergrund, steuerst Transparenz und Deckkraft, veränderst die Ebenenreihenfolge und entwickelst ein mehrschichtiges Bild. Du arbeitest dabei auf drei Niveaustufen: G für Grundniveau, M für mittleres Niveau und E für erweitertes Niveau.


Lernziele für Klasse 5

Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, warum Ebenen wie durchsichtige Folien funktionieren. Du kannst Bildteile sinnvoll in Vordergrund und Hintergrund anordnen, Ebenen verschieben, ein- und ausblenden und ihre Deckkraft verändern. Außerdem kannst Du ein eigenes Bild aus mehreren Ebenen aufbauen, Zwischenschritte vergleichen und Deine gestalterischen Entscheidungen begründen.

Niveau Das kannst Du am Ende zeigen
G – Grundniveau Du erstellst ein Bild aus mindestens drei Ebenen, benennst Vordergrund und Hintergrund und veränderst die Ebenenreihenfolge.
M – Mittleres Niveau Du erstellst ein Bild aus mindestens fünf sinnvoll benannten Ebenen, nutzt Transparenz gezielt und vergleichst zwei Varianten Deiner Komposition.
E – Erweitertes Niveau Du entwickelst ein Bild mit mindestens sieben Ebenen, nutzt unterschiedliche Deckkraftwerte, begründest Deine Ebenenreihenfolge und erzeugst räumliche oder erzählerische Wirkung.


Was ist eine Ebene?

Eine digitale Ebene ist ein einzelner Bestandteil eines Bildes. Du kannst Dir Ebenen wie gestapelte Folien vorstellen. Auf jeder Folie kann etwas anderes liegen. Transparente Bereiche lassen die darunterliegenden Ebenen sichtbar. Dadurch kannst Du einzelne Teile verändern, ohne sofort das ganze Bild zu zerstören.

In Bildbearbeitungsprogrammen werden Ebenen meist in einem Ebenenfenster oder einer Ebenenpalette angezeigt. Die Ebene, die in der Liste ganz oben liegt, wird in der Regel vor den darunterliegenden Ebenen dargestellt. Eine untere Ebene kann ganz oder teilweise verdeckt werden.

Merksatz: Eine Ebene ist wie eine durchsichtige Folie mit einem eigenen Bildteil. Mehrere Ebenen zusammen ergeben das sichtbare Gesamtbild.


Ebenenmodell: Das Folienprinzip

Stell Dir vier durchsichtige Folien vor. Auf der untersten Folie liegt ein blauer Himmel. Darüber liegt eine Landschaft. Auf der nächsten Folie steht eine Figur. Ganz oben liegt ein Schriftzug. Solange die Flächen um Figur und Schrift transparent sind, bleiben die unteren Ebenen sichtbar.

Position im Ebenenstapel Inhalt Wirkung im Gesamtbild
oben Schrift oder kleines Detail liegt vor den darunterliegenden Bildteilen
darüber Figur oder Hauptmotiv kann Landschaft und Hintergrund teilweise verdecken
darunter Landschaft oder Mittelgrund verbindet Vordergrund und Hintergrund
unten Himmel, Fläche oder Foto bildet häufig die Grundlage des Bildes

Wichtig: Die Ebenenreihenfolge ist eine technische Reihenfolge. Der bildnerische Vordergrund ist ein Begriff der Komposition. Oft liegen Vordergrundobjekte auch technisch weiter oben, aber das muss nicht immer so sein. Eine halbtransparente Farbebene kann beispielsweise ganz oben liegen und trotzdem kein Gegenstand im dargestellten Vordergrund sein.


Vordergrund und Hintergrund

Der Vordergrund ist der Bereich eines Bildes, der dem Betrachter räumlich besonders nah erscheint. Dinge im Vordergrund können größer, detailreicher oder auffälliger wirken. Der Hintergrund liegt scheinbar weiter entfernt und bildet häufig die Umgebung oder die Grundstimmung.

Bei einem digitalen Ebenenbild kannst Du diese räumliche Wirkung bewusst planen. Ein großer Baum auf einer oberen Ebene kann vor einer Landschaft stehen. Ein kleiner Berg auf einer unteren Ebene wirkt weiter entfernt. Durch Überschneidungen entsteht Tiefe: Wenn die Figur einen Teil des Hauses verdeckt, wirkt die Figur davor.

Beispiel: Du baust ein Fantasiebild. Die unterste Ebene zeigt einen Himmel. Darüber liegt eine Berglandschaft. Darüber liegt ein Schloss. Ganz oben schwebt ein großer Drache. Obwohl alle Elemente auf demselben Bildschirm zu sehen sind, wirkt der Drache durch Größe, Überschneidung und Ebenenreihenfolge im Vordergrund.


Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund planen

Ein mehrschichtiges Bild wirkt häufig spannender, wenn nicht alle Elemente auf derselben gedachten Entfernung liegen. Für Deine Planung kannst Du drei räumliche Zonen unterscheiden.

Bildzone Typische Wirkung Gestaltungsidee
Vordergrund nah, deutlich, auffällig große Figur, Pflanze, Rahmenform oder Gegenstand
Mittelgrund verbindet die Bildteile Haus, Weg, Tiere, Bäume oder andere Handlungselemente
Hintergrund weit entfernt, stimmunggebend Himmel, Berge, Stadt, Farbfläche oder Landschaft

G-Auftrag: Markiere in einem Beispielbild Vordergrund und Hintergrund.

M-Auftrag: Ergänze einen Mittelgrund und erkläre, wie er die räumliche Wirkung verbessert.

E-Auftrag: Zeige, dass technische Ebenenreihenfolge und dargestellte Raumtiefe nicht dasselbe sein müssen. Nutze dafür zum Beispiel eine halbtransparente Farbebene über dem gesamten Bild.


Transparenz und Deckkraft

Transparenz bedeutet, dass ein Bildbereich ganz oder teilweise durchsichtig ist. In vielen Bildprogrammen erkennst Du vollständig transparente Flächen an einem Schachbrettmuster. Das Schachbrett ist dabei nicht Teil Deines Bildes, sondern nur eine Anzeige für „hier ist nichts sichtbar“.

Die Deckkraft beschreibt, wie stark eine Ebene sichtbar ist. Bei 100 Prozent Deckkraft ist eine Ebene vollständig sichtbar. Bei 0 Prozent ist sie unsichtbar. Dazwischen scheint der Inhalt der darunterliegenden Ebenen mehr oder weniger stark durch.

Deckkraft Wirkung Beispiel
100 Prozent vollständig sichtbar Hauptfigur im Vordergrund
etwa 70 Prozent leicht durchsichtig farbiger Nebel oder Lichtschein
etwa 40 Prozent deutlich durchsichtig Spiegelung oder Erinnerungsszene
0 Prozent unsichtbar Ebene ist zwar vorhanden, aber nicht zu sehen

G-Merksatz: Weniger Deckkraft bedeutet mehr Durchblick.

M-Frage: Warum kann eine halbtransparente Schattenebene besser wirken als ein vollständig deckender grauer Fleck?

E-Frage: Wie verändert sich die Bildwirkung, wenn Du eine Farbebene mit geringer Deckkraft über alle anderen Ebenen legst?


PNG, JPG und Transparenz

Wenn Du ein Bild mit transparenten Bereichen exportieren möchtest, eignet sich häufig das Format PNG, weil es Transparenz speichern kann. Das verbreitete JPG-Format speichert normalerweise keine transparenten Bildbereiche. Für die weitere Bearbeitung solltest Du zusätzlich eine Arbeitsdatei speichern, die die Ebenen erhält, zum Beispiel im XCF-Format von GIMP oder im PSD-Format eines kompatiblen Programms.

Merke: Projektdatei behalten, Ergebnisbild zusätzlich exportieren.


Ebenenreihenfolge: Wer liegt vor wem?

Die Reihenfolge der Ebenen entscheidet darüber, welche Bildteile andere Bildteile verdecken. Verschiebst Du eine Ebene nach oben, kann sie vor den darunterliegenden Ebenen erscheinen. Verschiebst Du sie nach unten, kann sie von anderen Ebenen verdeckt werden.

Ein einfaches Beispiel besteht aus vier Ebenen: Himmel → Berge → Haus → Figur. Der Himmel liegt unten, die Figur oben. Wenn Du die Haus-Ebene über die Figur schiebst, kann das Haus die Figur verdecken. Genau solche Veränderungen machen die Ebenenreihenfolge zu einem wichtigen Gestaltungsmittel.


Ebenen sichtbar und unsichtbar schalten

Viele Programme zeigen neben jeder Ebene ein Augensymbol. Damit kannst Du eine Ebene ausblenden und wieder einblenden. Das ist besonders nützlich für Vorher-Nachher-Vergleiche. Du kannst zum Beispiel eine Schattenebene ausschalten, einen Screenshot machen, die Ebene wieder einschalten und beide Ergebnisse vergleichen.

Tipp: Benenne Ebenen sofort sinnvoll, zum Beispiel „Himmel“, „Berge“, „Figur“, „Schatten“ und „Titel“. Namen wie „Ebene 1“, „Ebene 2“ und „Ebene 3“ werden bei vielen Ebenen schnell unübersichtlich.


Vorher und Nachher bewusst vergleichen

Ein guter digitaler Gestaltungsprozess besteht nicht nur aus „machen“, sondern auch aus vergleichen. Sichere Zwischenstände oder schalte einzelne Ebenen sichtbar und unsichtbar. Frage Dich dann: Was wurde klarer? Was wirkt spannender? Was stört?

Für einen sinnvollen Vorher-Nachher-Vergleich solltest Du möglichst nur eine Sache verändern. Verändere zum Beispiel zuerst nur die Deckkraft des Schattens. Vergleiche anschließend. Danach kannst Du die Position einer Figur ändern und erneut vergleichen. So erkennst Du, welche Gestaltung wirklich etwas bewirkt.

Vergleich Beobachtungsfrage
Ebene aus / Ebene an Welche Bildinformation kommt hinzu?
Deckkraft hoch / Deckkraft niedrig Welche Variante wirkt glaubwürdiger oder spannender?
Figur hinten / Figur vorne Wie verändert sich die Aufmerksamkeit?
wenige Ebenen / viele Ebenen Wird das Bild abwechslungsreicher oder nur unruhiger?


Digitale Collage

Eine Collage entsteht, wenn unterschiedliche Bildteile zu einem neuen Ganzen zusammengefügt werden. Bei einer digitalen Collage können Fotos, Zeichnungen, Formen, Schrift und Farbflächen auf getrennten Ebenen liegen. Dadurch lassen sich die Teile verschieben, skalieren, drehen, ausblenden und neu kombinieren.

Datei:Digital collage.pdf

Für den Unterricht gilt: Verwende eigene Bilder, selbst gezeichnete Elemente oder frei lizenzierte Medien. Achte bei Bildern aus dem Internet auf die Lizenz und auf die Urheberangabe. Nutze keine privaten Fotos anderer Personen ohne Erlaubnis.


Vom Sammeln zum Gestalten

Eine gute digitale Collage entsteht nicht dadurch, dass möglichst viele Elemente zufällig übereinanderliegen. Plane zuerst eine Bildidee. Entscheide dann, welche Elemente den Hintergrund bilden, welche Handlung im Mittelgrund stattfindet und was im Vordergrund besonders wichtig ist.

Ein mögliches Thema lautet „Meine unmögliche Traumwelt“. Du könntest einen Himmel als Hintergrund verwenden, im Mittelgrund eine Stadt unter Wasser platzieren und im Vordergrund ein riesiges Fahrrad schweben lassen. Eine halbtransparente Nebelebene kann die Bildteile verbinden.


Arbeiten mit GIMP oder einem Browser-Editor

GIMP ist ein freies Bildbearbeitungsprogramm mit Ebenenfunktionen. In einem Browser kann auch ein Ebenen-Editor wie Photopea genutzt werden. Die Grundidee ist in beiden Fällen ähnlich: Ebenen werden in einer Liste angezeigt, können benannt, verschoben, ein- und ausgeblendet und in ihrer Deckkraft verändert werden.

Das Video führt in die Arbeit mit Ebenen in GIMP ein. Achte beim Anschauen besonders darauf, wo die Ebenenliste liegt, wie eine neue Ebene entsteht und wie die Reihenfolge verändert wird.

Im Crashkurs sind besonders die Abschnitte zu Ebenen, Transparenz, Alphakanal und Freistellen hilfreich. Stoppe das Video nach einem Arbeitsschritt und probiere ihn selbst aus.

Dieses Video zeigt Grundlagen zu Ebenen, Transparenz, Ausschneiden, Skalieren und Exportieren in GIMP 3.


Interaktive Ebenen-Simulation im Browser

Mit einem Online-Bildeditor kannst Du das Ebenenprinzip unmittelbar ausprobieren. Erstelle zunächst drei farbige Formen auf drei Ebenen. Verschiebe dann die oberste Ebene nach unten. Stelle eine Ebene auf ungefähr halbe Deckkraft und schalte eine andere Ebene kurz aus.

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Mini-Experiment: Lege drei deutlich unterschiedliche Formen auf drei Ebenen. Notiere zuerst Deine Vorhersage: Welche Form ist nach dem Verschieben ganz oder teilweise verdeckt? Führe die Änderung erst danach aus und vergleiche Vorhersage und Ergebnis.

G: Verändere nur Reihenfolge und Sichtbarkeit.

M: Verändere zusätzlich die Deckkraft einer Ebene.

E: Erzeuge zwei unterschiedliche Bildwirkungen allein durch Ebenenreihenfolge, Deckkraft und Größe. Speichere beide Varianten als Vorher-Nachher-Paar.


Animation mit Ebenen denken

Auch einfache Animationen können als Folge von Bildern verstanden werden. Wenn sich auf mehreren Bildzuständen jeweils nur ein Teil verändert, entsteht beim schnellen Abspielen der Eindruck von Bewegung. Für Klasse 5 reicht zunächst ein kleines Daumenkino-Prinzip: Dupliziere eine Ebene oder einen Bildzustand und verschiebe eine Figur schrittweise.

Beispiel: Ein Ball liegt im ersten Zustand links, im zweiten etwas weiter rechts und im dritten noch weiter rechts. Werden diese Zustände nacheinander angezeigt, entsteht eine Bewegungsidee.

Für ein Ebenenprojekt kannst Du daher zusätzlich drei Zustände dokumentieren: Start – Veränderung – Ergebnis. So wird sichtbar, wie aus einzelnen Bildschritten eine Entwicklung entsteht.


Dein Hauptprojekt: Ein mehrschichtiges Bild

Erstelle ein eigenes digitales Bild zum Thema „Eine Welt, die es so nicht gibt“. Das Bild soll eine erkennbare räumliche Ordnung besitzen und aus getrennten Ebenen aufgebaut sein.

Arbeitsschritt G – Grundniveau M – Mittleres Niveau E – Erweitertes Niveau
Planung Skizze mit Vordergrund und Hintergrund Skizze mit Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund Skizze mit Raumwirkung, Blickführung und geplanter Transparenz
Ebenen mindestens 3 mindestens 5 mindestens 7
Transparenz eine Ebene ein- und ausblenden mindestens eine Deckkraft gezielt verändern mehrere Deckkraftwerte gestalterisch begründen
Reihenfolge Ebenen korrekt stapeln mindestens zwei Varianten testen Reihenfolge für Bildwirkung gezielt einsetzen
Dokumentation fertiges Bild zeigen Vorher-Nachher-Paar zeigen drei Entwicklungsstände mit kurzer Begründung zeigen


Schritt 1: Bildidee planen

Zeichne eine kleine Skizze. Markiere, was hinten, in der Mitte und vorne liegen soll. Überlege außerdem, welche Teile durchsichtig sein könnten. Ein Schatten, Nebel, Glas, Wasser oder Licht eignen sich gut für Transparenz.


Schritt 2: Ebenen anlegen und benennen

Lege die wichtigsten Bildteile auf getrennte Ebenen. Benenne jede Ebene sofort. Gute Ebenennamen beschreiben den Inhalt, zum Beispiel „Himmel“, „Berge“, „Schloss“, „Drache“, „Nebel“ und „Titel“.


Schritt 3: Ebenenreihenfolge testen

Verschiebe eine Ebene bewusst an eine falsche Stelle. Beobachte, was passiert. Stelle danach die geplante Reihenfolge wieder her. Dieser Test zeigt Dir besonders deutlich, wie der Ebenenstapel funktioniert.


Schritt 4: Transparenz gestalten

Wähle eine Ebene, bei der Durchsichtigkeit sinnvoll ist. Reduziere ihre Deckkraft langsam. Vergleiche mindestens drei Einstellungen und entscheide Dich erst danach für eine Variante.


Schritt 5: Vorher-Nachher sichern

Speichere oder fotografiere einen Zwischenstand, bevor Du die letzte wichtige Veränderung ausführst. Erstelle danach einen zweiten Stand. Vergleiche beide und beschreibe in zwei bis drei Sätzen, welche Version stärker wirkt und warum.


Schritt 6: Präsentieren und begründen

Zeige Dein Bild einer Partnerin oder einem Partner. Erkläre, welche Ebene den Hintergrund bildet, welche Elemente im Vordergrund liegen, wo Du Transparenz benutzt hast und welche Änderung der Ebenenreihenfolge besonders wichtig war.


Häufige Fehler und schnelle Lösungen

Problem Mögliche Ursache Lösung
Ein Bildteil ist verschwunden. Eine andere Ebene liegt darüber. Prüfe die Ebenenreihenfolge und die Sichtbarkeit.
Radieren erzeugt eine feste Hintergrundfarbe. Die Ebene unterstützt an dieser Stelle keine Transparenz. Prüfe Transparenz beziehungsweise Alphakanal oder nutze eine transparente Ebene.
Du bearbeitest den falschen Bildteil. Die falsche Ebene ist ausgewählt. Klicke zuerst auf die passende Ebene und prüfe ihren Namen.
Das Bild wirkt chaotisch. Zu viele gleich starke Elemente konkurrieren. Bestimme ein Hauptmotiv und ordne Vordergrund und Hintergrund klarer.
Ein transparenter Bereich ist nach dem Export weiß. Das gewählte Ausgabeformat unterstützt die gewünschte Transparenz nicht. Exportiere eine geeignete Version als PNG und behalte die Projektdatei.


Gestaltungswissen: Was macht ein Ebenenbild überzeugend?

Ein technisch richtig gestapeltes Bild ist noch nicht automatisch ein gutes Bild. Achte auf Blickführung, Kontrast, Größenunterschiede, Überschneidungen und eine klare Bildidee. Eine große Figur im Vordergrund kann den Blick anziehen. Ein ruhiger Hintergrund gibt dem Hauptmotiv Platz. Halbtransparente Ebenen können Bildteile verbinden, dürfen aber nicht alles grau und unklar machen.

G: Prüfe, ob Vordergrund und Hintergrund klar unterscheidbar sind.

M: Prüfe, ob Dein Hauptmotiv deutlich wichtiger wirkt als Nebenelemente.

E: Prüfe, ob Reihenfolge, Transparenz, Überschneidung und Größenverhältnisse gemeinsam eine beabsichtigte Stimmung oder Geschichte erzeugen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt eine Ebene in der digitalen Bildbearbeitung am besten? (Ein getrennt bearbeitbarer Bildbestandteil) (!Ein Druckerpapier) (!Ein Dateiname) (!Ein Bildschirmrand)




Welche Ebene liegt in einem typischen Ebenenstapel ganz hinten? (Die unterste Ebene) (!Die oberste Ebene) (!Die zuletzt angeklickte Ebene) (!Die kleinste Ebene)




Was bedeutet Transparenz? (Ein Bildbereich ist ganz oder teilweise durchsichtig) (!Ein Bild wird automatisch größer) (!Ein Bild wird immer schwarzweiß) (!Eine Datei wird umbenannt)




Was bedeutet 100 Prozent Deckkraft? (Die Ebene ist vollständig sichtbar) (!Die Ebene ist vollständig unsichtbar) (!Die Ebene wird gelöscht) (!Die Ebene liegt immer hinten)




Wozu dient die Ebenenreihenfolge? (Sie bestimmt welche Bildteile andere verdecken können) (!Sie bestimmt die Lautstärke eines Videos) (!Sie ändert automatisch die Dateigröße) (!Sie ersetzt die Bildidee)




Welches Format kann transparente Bildbereiche speichern? (PNG) (!JPG) (!TXT) (!MP3)




Wozu ist das Augensymbol neben einer Ebene nützlich? (Zum Einblenden und Ausblenden) (!Zum Drucken) (!Zum Umbenennen der Datei) (!Zum Vergrößern des Monitors)




Was ist bei einer digitalen Collage besonders sinnvoll? (Bildteile auf getrennten Ebenen organisieren) (!Alle Bildteile sofort zu einer Ebene verbinden) (!Nur eine Farbe verwenden) (!Jede Ebene gleich benennen)




Welche Handlung verbessert einen Vorher-Nachher-Vergleich? (Nur eine wichtige Veränderung auf einmal prüfen) (!Alle Ebenen gleichzeitig zufällig verändern) (!Zwischenstände sofort löschen) (!Nie Ebenen ausblenden)




Was zeigt ein gut geplantes mehrschichtiges Bild? (Eine bewusste Ordnung von Bildteilen und Ebenen) (!Möglichst viele zufällige Effekte) (!Nur einen einzigen Bildteil) (!Keine erkennbare Bildidee)





Memory

Vordergrund erscheint räumlich nah
Hintergrund bildet häufig die entfernte Umgebung
Transparenz lässt darunterliegende Bildteile durchscheinen
Deckkraft regelt die Stärke der Sichtbarkeit
Ebenenstapel ordnet Bildbestandteile übereinander
Collage verbindet unterschiedliche Bildelemente zu einem neuen Ganzen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Vordergrund räumlich naher Bildbereich
Hintergrund räumlich entfernter Bildbereich
Transparenz Durchsichtigkeit eines Bildbereichs
Deckkraft Stärke der Sichtbarkeit einer Ebene
Ebenenreihenfolge Anordnung von Bildteilen im Stapel
Collage Verbindung verschiedener Bildelemente




...


Kreuzworträtsel

Vordergrund Wie heißt der Bildbereich, der räumlich nah erscheint?
Hintergrund Wie heißt der Bildbereich, der häufig die entfernte Umgebung bildet?
Transparenz Wie heißt die Eigenschaft, durch die darunterliegende Bildteile sichtbar werden?
Deckkraft Wie heißt die Stärke, mit der eine Ebene sichtbar ist?
Ebenenstapel Wie heißt die geordnete Sammlung übereinanderliegender Ebenen?
Collage Wie heißt ein Bild, das aus verschiedenen Bildelementen neu zusammengesetzt wird?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine digitale

ist ein getrennt bearbeitbarer Bestandteil eines Bildes.
Der

erscheint im Bild häufig räumlich nah.
Der

bildet häufig die weiter entfernte Umgebung.
Durch

können darunterliegende Bildteile sichtbar bleiben.
Die

bestimmt, wie stark eine Ebene sichtbar ist.
Die

entscheidet, welche Bildteile andere Bildteile verdecken können.
Ein Schachbrettmuster kennzeichnet in vielen Bildprogrammen

Bereiche.
Eine digitale

verbindet unterschiedliche Bildelemente zu einem neuen Ganzen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Ebenenmodell: Baue mit drei Klarsichthüllen oder Transparentpapieren ein analoges Ebenenmodell und fotografiere die einzelnen Schichten sowie das Gesamtbild.
  2. Vordergrund und Hintergrund: Suche in einem eigenen Bild zwei Bereiche, die klar als Vordergrund und Hintergrund erkennbar sind, und markiere sie in einer Kopie.
  3. Transparenz: Erstelle in einem Bildeditor zwei überlappende Formen und verändere die Deckkraft der oberen Form in mindestens drei Stufen.
  4. Ebenenreihenfolge: Erstelle drei farbige Formen auf drei Ebenen, vertausche die Reihenfolge und dokumentiere zwei sichtbar unterschiedliche Ergebnisse.


Standard

  1. Digitale Collage: Gestalte eine Collage zum Thema „Meine Traumwelt“ aus mindestens fünf Ebenen und benenne jede Ebene sinnvoll.
  2. Vorher-Nachher-Vergleich: Sichere einen Zwischenstand Deines Bildes, verändere genau eine wichtige Ebene und erkläre, warum die neue Version besser oder schlechter wirkt.
  3. Bildkomposition: Entwickle eine Szene mit Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund und nutze mindestens eine Überschneidung für räumliche Tiefe.
  4. Medienkompetenz: Recherchiere drei frei lizenzierte Bilder auf Wikimedia Commons, notiere Urheber und Lizenz und plane, wie Du sie in einer eigenen Collage verwenden könntest.


Schwer

  1. Mehrschichtiges Bild: Gestalte ein Bild mit mindestens sieben Ebenen, in dem Reihenfolge, Größenunterschiede und Transparenz gemeinsam eine räumliche Wirkung erzeugen.
  2. Stimmungswechsel: Erzeuge aus demselben Ebenenprojekt zwei verschiedene Stimmungen, ohne die Hauptmotive auszutauschen, und begründe Deine Entscheidungen.
  3. Animation: Entwickle aus mehreren Bildzuständen eine kurze Bewegungsidee, bei der sich ein Objekt schrittweise verändert oder bewegt.
  4. Gestaltungsanalyse: Tausche Dein Ebenenprojekt mit einer Partnerin oder einem Partner, analysiere die Wirkung der Ebenenreihenfolge und formuliere zwei konkrete Verbesserungsvorschläge.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Ebenenreihenfolge analysieren: Eine Figur verschwindet teilweise hinter einem Haus, obwohl sie im Vordergrund stehen soll. Erkläre die wahrscheinlichste Ursache und beschreibe zwei mögliche Lösungen.
  2. Transparenz gestalten: Du möchtest Nebel darstellen, ohne die Landschaft vollständig zu verdecken. Entwickle eine geeignete Ebenenlösung und begründe die Wahl der Deckkraft.
  3. Komposition vergleichen: Vergleiche zwei Versionen desselben Bildes, in denen nur die Reihenfolge von Figur und Baum vertauscht ist. Beschreibe, wie sich Aufmerksamkeit und Raumwirkung verändern.
  4. Dateiformate beurteilen: Ein transparent freigestelltes Objekt hat nach dem Export einen weißen Hintergrund. Erkläre, welche Rolle Dateiformat und Transparenz spielen und wie Du das Problem lösen würdest.
  5. Collage planen: Plane eine digitale Fantasieszene mit mindestens fünf Ebenen. Begründe für jede Ebene ihre Position im Stapel und ihre Funktion im Bild.
  6. Bildwirkung übertragen: Übertrage das Ebenenprinzip auf ein Plakat oder eine Buchcover-Idee. Erkläre, welche Elemente vorne, hinten oder halbtransparent erscheinen sollen und warum.
  7. Arbeitsprozess reflektieren: Beschreibe, warum Vorher-Nachher-Vergleiche beim digitalen Gestalten hilfreich sind, und nenne ein Beispiel, bei dem Du dadurch eine bessere Entscheidung treffen könntest.




Lernnachweis

Für Deinen Lernnachweis ist wichtig, dass Du nicht nur ein fertiges Bild abgibst, sondern Deinen Gestaltungsprozess sichtbar machst.

  1. Projektdatei: Das mehrschichtige Bild besitzt eine nachvollziehbare Ebenenstruktur mit sinnvollen Ebenennamen.
  2. Vordergrund und Hintergrund: Du kannst zeigen und erklären, welche Bildelemente räumlich vorne und hinten wirken.
  3. Transparenz und Deckkraft: Du setzt mindestens eine Form von Durchsichtigkeit gezielt ein und kannst ihre Wirkung beschreiben.
  4. Ebenenreihenfolge: Du kannst begründen, warum bestimmte Ebenen über oder unter anderen liegen.
  5. Vorher-Nachher: Du dokumentierst mindestens zwei Entwicklungsstände und vergleichst ihre Wirkung.
  6. Gestaltungsbegründung: Du erklärst in eigenen Worten mindestens zwei bewusste Entscheidungen zu Bildaufbau, Reihenfolge, Transparenz oder Blickführung.
  7. Reflexion: Du benennst eine Schwierigkeit aus Deinem Arbeitsprozess und erklärst, wie Du sie gelöst hast.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zur Ebenentechnik erklärt das Grundprinzip von Ebenen als übereinanderliegenden, teilweise transparenten Bildbestandteilen.


Weitere freie und interaktive Lernmedien

Die Wikimedia-Commons-Medien in diesem aiMOOC zeigen unter anderem Ebenenfenster, Transparenz, Animationen und Beispiele digitaler Bildbearbeitung. So kannst Du Fachbegriffe direkt mit sichtbaren Beispielen verbinden.

iFrame blockiert

Diese externe Quelle ist für aiMOOC-iFrames nicht freigegeben.


Verknüpfte Lernbereiche

Die Ebenentechnik verbindet künstlerische Gestaltung mit Medienkompetenz. Du planst Bildräume, ordnest Bildelemente, arbeitest mit digitalen Werkzeugen, reflektierst Bildwirkung und beachtest beim Verwenden fremder Medien Lizenzen und Urheberrechte.


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