BK5 - Digitales Skizzenbuch

BK5 - Digitales Skizzenbuch
BK5 - Digitales Skizzenbuch
Einleitung
Ein digitales Skizzenbuch ist Dein persönlicher Arbeitsraum für Beobachtung, Skizzen, Fotos, Farbproben, kurze Texte, Audionotizen, kleine Videos, Experimente und Projektideen. Anders als ein fertiges Kunstwerk darf eine Skizzenbuchseite unfertig, spontan, überraschend und auch einmal misslungen sein. Wichtig ist, dass Du ausprobierst, genau hinsiehst, Entscheidungen festhältst und erkennst, wie sich eine Idee weiterentwickelt.
In diesem aiMOOC entwickelst Du für den Kunstunterricht der Klasse 5 ein digitales Skizzenbuch. Du sammelst darin Beobachtungen, machst Experimente, hältst Ideen fest und planst ein eigenes kleines Kunstprojekt. Dabei lernst Du auch, wie Bilder, Fotos, Ton und Video sinnvoll zusammenwirken und wie aus einzelnen Seiten ein übersichtliches Portfolio entsteht.

Ein digitales Skizzenbuch kann auf einem Tablet, Computer oder einem anderen schulisch erlaubten Gerät entstehen. Ein Eingabestift ist praktisch, aber nicht zwingend notwendig. Du kannst mit dem Finger, mit Maus oder Touchpad arbeiten und auch analoge Zeichnungen fotografieren oder einscannen. Entscheidend ist nicht das Gerät, sondern Deine Idee und Deine Dokumentation des Gestaltungsprozesses.
Das Video zeigt eine Skizzenbuch-Tour. Achte beim Anschauen darauf, wie unterschiedlich Seiten aussehen können und wie Übungen, Versuche und fertiger wirkende Zeichnungen nebeneinander stehen dürfen.
Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du erklären, wozu ein digitales Skizzenbuch dient, verschiedene Medien passend einsetzen und eigene künstlerische Prozesse dokumentieren. Du lernst außerdem, Beobachtung, Experiment, Idee und Planung voneinander zu unterscheiden und miteinander zu verbinden.
| Niveau | Das kannst Du am Ende |
|---|---|
| G – Grundniveau | Du kannst einfache Beobachtungen zeichnen oder fotografieren, Farben testen, eine kurze Notiz ergänzen und Deine Seiten sinnvoll benennen. |
| M – Mittleres Niveau | Du kannst verschiedene Medien kombinieren, digitale Werkzeuge wie Ebenen gezielt nutzen, Varianten vergleichen und Entscheidungen begründen. |
| E – Erweitertes Niveau | Du kannst eine eigene Projektidee systematisch entwickeln, mehrere Lösungswege dokumentieren, Medien bewusst auswählen und Dein digitales Portfolio reflektiert präsentieren. |
Was ist ein Skizzenbuch?
Ein Skizzenbuch ist traditionell ein Buch mit leeren Seiten, das für Zeichnungen, Studien, Notizen und Entwürfe genutzt wird. In der Kunst hilft es dabei, Dinge zu beobachten, Ideen festzuhalten, Formen zu untersuchen und Projekte vorzubereiten. Ein digitales Skizzenbuch erweitert diese Möglichkeiten um Fotos, Tonaufnahmen, Videos, digitale Pinsel, Ebenen und Verlinkungen.

Eine Skizze muss nicht perfekt sein. Sie darf schnell, suchend und unvollständig sein. Oft ist gerade daran sichtbar, wie jemand gedacht und ausprobiert hat. Für Dein digitales Skizzenbuch gilt deshalb: Nicht nur das Ergebnis zählt, sondern auch der Weg dorthin.

Analog und digital verbinden
Du musst Dich nicht zwischen Papier und Bildschirm entscheiden. Beides kann zusammenarbeiten. Du kannst zum Beispiel einen Gegenstand mit Bleistift zeichnen, die Zeichnung fotografieren und anschließend digital Farbe, Pfeile oder Notizen ergänzen. Umgekehrt kannst Du eine digitale Farbidee ausdrucken und analog weiterbearbeiten.

Merksatz: Ein digitales Skizzenbuch ist kein Ersatz für das Zeichnen auf Papier, sondern ein zusätzlicher Raum, in dem unterschiedliche Medien zusammenkommen können.
Die vier Kernbereiche Deines digitalen Skizzenbuchs
Beobachtungen
Beobachten bedeutet, bewusst hinzusehen. Suche Dir Dinge aus Deiner Umgebung: ein Blatt, einen Schuh, einen Stuhl, einen Schatten, eine Pflanze, eine Verpackung oder einen Ausschnitt aus dem Schulhaus. Frage Dich: Welche Form sehe ich? Wo ist es hell oder dunkel? Welche Linien fallen auf? Welche Oberfläche hat der Gegenstand?
Für eine Beobachtungsseite kannst Du eine schnelle Skizze, ein Detailfoto und zwei bis drei Stichwörter kombinieren. Du trainierst damit Wahrnehmung und Zeichnung.

G: Zeichne einen Gegenstand mit wenigen Linien und ergänze drei Beobachtungswörter.
M: Zeichne denselben Gegenstand aus zwei Blickrichtungen und markiere Unterschiede.
E: Vergleiche Zeichnung und Foto und beschreibe, welche Informationen jedes Medium besonders gut zeigt.
Experimente
Ein Experiment hat nicht das Ziel, sofort ein fertiges Bild zu erzeugen. Du testest Möglichkeiten. Probiere zum Beispiel unterschiedliche Linien, Pinselgrößen, Deckkraft, Strukturen, Farbkombinationen oder digitale Werkzeuge aus. Beschrifte Deine Versuche, damit Du später weißt, was Du gemacht hast.

Farbproben helfen Dir dabei, eine Farbstimmung zu planen. Du kannst warme und kalte Farben vergleichen oder untersuchen, welche Farben miteinander auffällig, ruhig, fröhlich oder düster wirken.

G: Erstelle mindestens sechs Farbflächen und benenne Deine Lieblingskombination.
M: Entwickle zwei unterschiedliche Farbpaletten für dieselbe Bildidee.
E: Entscheide Dich für eine Palette und begründe, wie die Farbwirkung zu Deiner Projektidee passt.
Ideen sammeln
Ideen können durch Beobachtungen, Wörter, Geräusche, Bilder, Zufälle oder Fragen entstehen. Halte sie sofort fest, auch wenn sie noch nicht vollständig sind. Eine Idee kann zunächst nur aus drei Wörtern, einer winzigen Skizze oder einer zehn Sekunden langen Audionotiz bestehen.
Ein nützliches Verfahren sind Mini-Skizzen: Zeichne mehrere sehr kleine Varianten nebeneinander. Dadurch musst Du Dich nicht sofort für die erste Lösung entscheiden.

G: Entwickle drei kleine Bildideen zu einem Thema.
M: Entwickle mindestens fünf Varianten und markiere zwei Favoriten.
E: Verbinde mehrere Ideen zu einem neuen Entwurf und erkläre, welche Teile Du übernommen oder verändert hast.
Projektplanung
Wenn aus einer Idee ein größeres Bild, ein Comic, ein Plakat, eine Collage, eine Figur, ein Stop-Motion-Film oder eine andere Gestaltung werden soll, hilft eine Planung. Notiere Ziel, Material, Arbeitsschritte und mögliche Schwierigkeiten.
Ein Storyboard ist eine Folge kleiner Bilder, mit denen Du den Ablauf eines Videos, Comics oder einer Bildergeschichte vorbereiten kannst.

Eine einfache Projektplanung kann so aufgebaut sein:
| Bereich | Leitfrage |
|---|---|
| Idee | Was möchte ich gestalten? |
| Wirkung | Was sollen andere dabei sehen, fühlen oder verstehen? |
| Material und Medien | Welche Werkzeuge, Bilder, Farben, Töne oder Videos brauche ich? |
| Schritte | Was mache ich zuerst, danach und zum Schluss? |
| Test | Was muss ich vorher ausprobieren? |
| Rückblick | Was ist gelungen und was würde ich verändern? |
Medien im digitalen Skizzenbuch
Skizzen
Skizzen eignen sich besonders gut, um Formen, Bewegungen und erste Ideen schnell festzuhalten. Nutze verschiedene Stricharten: dünn, dick, langsam, schnell, zackig, weich, hell oder dunkel. Verwende die Rückgängig-Funktion nicht bei jedem kleinen Fehler. Manchmal zeigt eine stehen gebliebene Linie besonders gut, wie sich Deine Idee entwickelt hat.
Fotos
Fotos können Beobachtungen festhalten, bevor sich eine Situation verändert. Fotografiere zum Beispiel besondere Oberflächen, Farbkombinationen, Licht und Schatten oder Details eines Gegenstands. Ein Foto soll in Deinem Skizzenbuch eine Funktion haben: Es soll Dir beim Beobachten, Erinnern oder Planen helfen.

Achte auf den Datenschutz. Fotografiere Personen nur, wenn das im Unterricht erlaubt ist und die nötige Zustimmung vorliegt. Für viele Aufgaben reichen Gegenstände, Räume, Materialien und selbst gestaltete Arbeiten völlig aus.
Farbproben
Eine Farbprobe ist ein kleiner Test. Lege mehrere Farbfelder nebeneinander, notiere Farbnamen oder beschreibe die Wirkung. Du kannst auch ein Foto aufnehmen und daraus interessante Farben auswählen.

Eine Farbprobe ist besonders wertvoll, wenn Du später nachvollziehen kannst, warum Du bestimmte Farben gewählt hast.
Audionotizen
Eine Audionotiz ist eine kurze gesprochene Erinnerung. Sie eignet sich, wenn Du eine Idee schneller sprechen als schreiben kannst. Eine gute Audionotiz ist kurz und enthält einen klaren Gedanken, zum Beispiel: „Die Schatten auf dem Treppengeländer sehen wie Dreiecke aus. Daraus könnte ein Muster entstehen.“


G: Nimm eine Audionotiz mit einem Beobachtungssatz auf.
M: Nimm eine Audionotiz auf, in der Du zwei Gestaltungsmöglichkeiten vergleichst.
E: Nimm eine kurze Reflexion auf, in der Du eine Entscheidung begründest und einen nächsten Arbeitsschritt festlegst.
Speichere Tonaufnahmen nur in der schulisch vereinbarten Umgebung. Sprich keine privaten Daten ein, die für die Aufgabe nicht nötig sind.
Videos
Kurze Videos können einen Prozess zeigen, der auf einem Einzelbild nicht sichtbar wird. Du kannst zum Beispiel eine Abfolge von Arbeitsschritten dokumentieren, einen Pinseltest filmen oder einen kurzen Rundgang durch Dein fertiges Skizzenbuch aufnehmen.
Ein Video muss nicht lang sein. Für die Dokumentation reichen oft wenige Sekunden. Überlege vor der Aufnahme: Was soll sichtbar werden? Wo steht die Kamera? Welche Stelle ist wichtig?
Digitale Portfolioelemente
Ein Portfolio ist eine bewusst ausgewählte Sammlung eigener Arbeiten. In Deinem digitalen Skizzenbuch entsteht zunächst viel Material. Für das Portfolio wählst Du später Beispiele aus, die Deinen Lernweg zeigen: eine Beobachtung, ein Experiment, eine Idee, einen Plan, ein Zwischenergebnis und ein Ergebnis mit Rückblick.

Ein gutes Portfolio zeigt nicht nur Deine „schönsten“ Bilder. Es zeigt auch, was Du gelernt, verändert und entschieden hast.
Digitale Werkzeuge
Pinsel, Radierer und Deckkraft
Digitale Zeichenprogramme besitzen meist Werkzeuge, die an echte Zeichen- und Malwerkzeuge erinnern. Ein digitaler Pinsel kann unterschiedliche Spitzen, Größen und Deckkräfte besitzen. Mit geringer Deckkraft scheint der Untergrund stärker durch. Mit dem Radierer entfernst Du Bildteile.
Probiere Werkzeuge zuerst auf einer Testseite aus. So erkennst Du, welcher Pinsel zu einer Aufgabe passt, bevor Du an Deiner Hauptseite weiterarbeitest.
Ebenen
Viele Zeichenprogramme arbeiten mit Ebenen. Du kannst Dir Ebenen wie durchsichtige Folien vorstellen, die übereinanderliegen. Auf einer Ebene kann die Skizze liegen, auf einer anderen die Farbe und auf einer weiteren die Beschriftung. Dadurch kannst Du Teile verändern, ohne alles andere zu übermalen.
Das Video ist englischsprachig und zeigt fortgeschrittenere Beispiele. Für Klasse 5 reicht zunächst die Grundidee: Trenne Skizze, Farbe und Text auf verschiedene Ebenen, wenn Deine App das unterstützt.
G: Arbeite mit einer Zeichenebene und einer Textebene.
M: Trenne Skizze, Farbe und Beschriftung.
E: Benenne Deine Ebenen sinnvoll und nutze sie so, dass Varianten leicht verglichen werden können.
Rückgängig, Wiederholen und Versionen
Die Rückgängig-Funktion ist hilfreich, soll aber nicht dazu führen, dass Du jeden unsicheren Strich sofort löschst. Im Skizzenbuch darfst Du Suchspuren sehen. Für größere Veränderungen ist es oft besser, eine Kopie Deiner Seite anzulegen. So kannst Du Version A und Version B vergleichen.
Eine sinnvolle Dateibenennung ist zum Beispiel: Projektname_01, Projektname_02 und Projektname_03. So bleibt sichtbar, in welcher Reihenfolge die Versionen entstanden sind.
Zoom und Ausschnitt
Mit Zoom kannst Du Details vergrößern. Arbeite aber nicht nur stark vergrößert, sondern kontrolliere zwischendurch die ganze Seite. Ein gutes Detail kann im Gesamtbild zu groß, zu klein oder an der falschen Stelle sein.
Der gewählte Bildausschnitt beeinflusst die Wirkung. Ein sehr naher Ausschnitt betont Details, ein weiter Ausschnitt zeigt mehr Umgebung.
Eine gute Skizzenbuchseite gestalten
Eine Seite muss nicht überall gefüllt sein. Freie Flächen können dabei helfen, Wichtiges hervorzuheben. Ordne Bilder, Skizzen und Texte so an, dass Du später noch erkennst, was zusammengehört.
Eine mögliche Seite enthält:
| Element | Beispiel |
|---|---|
| Titel | „Schatten auf dem Schulhof“ |
| Datum | Zeitpunkt der Beobachtung |
| Skizze | schnelle Linienzeichnung |
| Foto | Detail des beobachteten Schattens |
| Farbprobe | drei passende Grau- und Blautöne |
| Notiz | „Die Form verändert sich mit dem Licht.“ |
| Nächste Idee | „Aus den Schattenformen ein Muster entwickeln.“ |
Von der Beobachtung zum Projekt
Eine besonders wichtige Fähigkeit ist, einzelne Einträge miteinander zu verbinden. Beispiel: Du fotografierst eine interessante Baumrinde. Danach zeichnest Du ihre Linien. Dann testest Du Farben. Aus den Linien entwickelst Du ein Muster. Anschließend planst Du, daraus ein digitales Plakat zu gestalten. So wird aus einer Beobachtung schrittweise eine eigene Gestaltungsidee.
Diese Kette lautet:
Beobachten → Sammeln → Experimentieren → Auswählen → Planen → Gestalten → Reflektieren
Dein Klassenprojekt: Mein digitales Ideenlabor
Du erstellst über mehrere Unterrichtsstunden ein digitales Skizzenbuch mit vier Bereichen: Beobachtungen, Experimente, Ideen und Projektplanung. Am Ende stellst Du daraus ein kleines digitales Portfolio zusammen.
Phase 1: Sammeln
Wähle drei Motive aus Deiner schulischen Umgebung oder aus bereitgestelltem Material. Dokumentiere sie durch Skizze oder Foto. Suche dabei nicht nur „schöne“ Motive. Auch ein Türgriff, eine Schraube, ein Schatten oder eine zerknitterte Verpackung kann interessant sein.
Phase 2: Verändern
Wähle eine Beobachtung aus und verändere sie mindestens dreimal. Vergrößere einen Ausschnitt, vereinfache Formen, tausche Farben, wiederhole Linien oder kombiniere zwei Motive.
Phase 3: Idee entwickeln
Entscheide Dich für eine Variante. Erstelle mehrere Mini-Skizzen und notiere, was an jeder Idee interessant ist. Wähle anschließend einen Entwurf aus.
Phase 4: Projekt planen
Plane ein kleines Endprodukt, zum Beispiel ein digitales Bild, ein Muster, ein Plakat, eine kurze Bilderfolge oder einen sehr kurzen Stop-Motion-Clip. Nutze bei zeitlichen Abläufen ein Storyboard.
Phase 5: Präsentieren und reflektieren
Wähle für Dein Portfolio Seiten aus, die Deinen Weg verständlich zeigen. Ergänze eine kurze Rückschau: Was war Deine Ausgangsbeobachtung? Welches Experiment hat Dir geholfen? Welche Entscheidung war wichtig? Was würdest Du beim nächsten Mal anders machen?
G/M/E-Differenzierung im Projekt
| Bereich | G – Grundniveau | M – Mittleres Niveau | E – Erweitertes Niveau |
|---|---|---|---|
| Beobachten | eine Skizze und eine kurze Notiz | mehrere Ansichten oder Skizze plus Foto | Vergleich verschiedener Darstellungsweisen mit Begründung |
| Experimentieren | drei einfache Versuche | mehrere Varianten mit beschrifteten Unterschieden | gezielte Versuchsreihe mit begründeter Auswahl |
| Medien | zwei Medien nutzen | mindestens drei Medien sinnvoll kombinieren | Medien bewusst nach ihrer Funktion auswählen und vergleichen |
| Planung | einfache Schrittfolge | gegliederter Plan mit Material und Varianten | Plan mit Alternativen, Schwierigkeiten und Lösungsstrategien |
| Reflexion | sagen, was gelungen ist | Entscheidung und Veränderung erklären | Lernweg bewerten und nächste Entwicklungsschritte formulieren |
Sicher und fair mit Medien arbeiten
Digitale Kunst bedeutet auch Verantwortung. Nutze für Dein Skizzenbuch bevorzugt eigene Bilder und selbst erstellte Medien. Wenn Du fremde Bilder verwendest, achte auf die Nutzungsrechte und nenne die Quelle. Frei lizenzierte Medien findest Du zum Beispiel auf Wikimedia Commons.
Veröffentliche keine persönlichen Daten, Adressen oder privaten Tonaufnahmen. Fotografiere oder filme andere Personen nur im Rahmen der schulischen Regeln und mit der erforderlichen Zustimmung. Für Dein Lernportfolio genügt eine schulinterne Präsentation; Du musst kein öffentliches Konto und kein öffentliches Profil anlegen.
Qualitätscheck für Deine Seiten
Bevor Du eine Seite abschließt, prüfe: Kann man erkennen, was Du beobachtet oder ausprobiert hast? Ist mindestens ein eigener Gedanke sichtbar? Sind Medien sinnvoll eingesetzt? Ist die Seite so benannt, dass Du sie später wiederfindest? Zeigt sie einen nächsten Schritt?
Du kannst dafür die drei Fragen Sehen – Denken – Weitergehen verwenden:
- Sehen: Was ist auf der Seite tatsächlich zu erkennen?
- Denken: Welche Idee, Entscheidung oder Untersuchung steckt dahinter?
- Weitergehen: Welcher nächste Schritt ergibt sich daraus?
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wozu dient ein digitales Skizzenbuch besonders? (Zum Sammeln und Entwickeln von Beobachtungen, Experimenten, Ideen und Planungen) (!Nur zum Speichern fertiger Kunstwerke) (!Nur zum Schreiben langer Texte) (!Nur zum Anschauen fremder Bilder)
Was ist eine Skizze? (Eine schnelle zeichnerische Untersuchung oder Idee) (!Ein vollständig ausgearbeiteter Kunstdruck) (!Eine Tonaufnahme ohne Bild) (!Eine fertige Präsentation)
Wofür eignet sich eine Farbprobe? (Zum Testen und Vergleichen von Farbkombinationen) (!Zum Löschen einer Datei) (!Zum Aufnehmen eines Videos) (!Zum Sortieren von Tonspuren)
Was ist der Vorteil digitaler Ebenen? (Bildteile können getrennt bearbeitet werden) (!Alle Bildteile werden automatisch gelöscht) (!Jede Zeichnung wird sofort veröffentlicht) (!Fotos werden dadurch zu Audiodateien)
Wozu kann eine Audionotiz im Skizzenbuch dienen? (Zum schnellen Festhalten eines gesprochenen Gedankens) (!Zum Vergrößern eines Bildausschnitts) (!Zum Mischen von Farben) (!Zum Zeichnen einer Kontur)
Was zeigt ein gutes Portfolio? (Eine begründete Auswahl von Arbeiten und den eigenen Lernweg) (!Nur das zuletzt gespeicherte Bild) (!Nur fehlerfreie Ergebnisse) (!Nur fremde Vorbilder)
Was ist ein Storyboard? (Eine geplante Folge kleiner Bilder für einen Ablauf) (!Eine Liste von Farbnamen) (!Ein digitales Radierwerkzeug) (!Eine einzelne Tonaufnahme)
Wie gehst Du mit Fotos anderer Personen um? (Du beachtest schulische Regeln und erforderliche Zustimmungen) (!Du veröffentlichst jedes Foto automatisch) (!Du schreibst private Daten dazu) (!Du fotografierst heimlich für Dein Portfolio)
Warum sind Varianten im Skizzenbuch hilfreich? (Sie ermöglichen den Vergleich verschiedener Lösungen) (!Sie verhindern jede Veränderung) (!Sie machen Beobachtung überflüssig) (!Sie ersetzen die Projektplanung vollständig)
Welche Reihenfolge beschreibt einen sinnvollen Gestaltungsprozess? (Beobachten, experimentieren, auswählen, planen, gestalten und reflektieren) (!Veröffentlichen, löschen, vergessen und neu starten) (!Nur gestalten und sofort abgeben) (!Nur fotografieren und nichts weiter bearbeiten)
Memory
| Beobachtung | genaues Hinsehen |
| Farbprobe | getestete Farbkombination |
| Audionotiz | gesprochene Erinnerung |
| Ebene | getrennt bearbeitbarer Bildbereich |
| Portfolio | ausgewählte Sammlung eigener Arbeiten |
| Storyboard | Bildfolge zur Ablaufplanung |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Funktion im digitalen Skizzenbuch |
|---|---|
| Skizze | Form oder Idee schnell festhalten |
| Foto | sichtbares Detail dokumentieren |
| Farbprobe | Farbstimmung testen |
| Audionotiz | Gedanken kurz einsprechen |
| Storyboard | Ablauf in Bildern planen |
Kreuzworträtsel
| Skizze | Wie heißt eine schnelle zeichnerische Untersuchung? |
| Portfolio | Wie heißt eine ausgewählte Sammlung eigener Arbeiten? |
| Ebene | Wie heißt ein getrennt bearbeitbarer Bildbereich in vielen Zeichenprogrammen? |
| Kamera | Welches Werkzeug kann Beobachtungen als Foto festhalten? |
| Farbe | Was wird in einer Farbprobe untersucht? |
| Storyboard | Wie heißt eine geplante Folge kleiner Bilder für einen Ablauf? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht – G
- Beobachtungszeichnung: Zeichne einen Alltagsgegenstand in höchstens fünf Minuten und ergänze drei Wörter zu Form, Oberfläche oder Licht.
- Linienlabor: Erstelle eine digitale Seite mit mindestens acht unterschiedlichen Linienarten und gib jeder Linie einen passenden Namen.
- Fotodetail: Fotografiere einen Gegenstand so, dass nur ein überraschender Ausschnitt zu sehen ist, und ergänze eine kleine Zeichnung dieses Ausschnitts.
- Farbkarte: Erstelle sechs Farbproben und markiere zwei Farben, die für Dich besonders gut zusammenpassen.
Standard – M
- Audionotiz: Nimm eine kurze Audionotiz zu einer Bildidee auf und ergänze dazu eine Skizze, die denselben Gedanken sichtbar macht.
- Ebenenexperiment: Gestalte eine Seite mit getrennten Ebenen für Skizze, Farbe und Text und dokumentiere einen Vorteil dieser Arbeitsweise.
- Vorher-Nachher: Speichere zwei Versionen derselben Idee und erkläre, welche Änderung die Wirkung am stärksten verändert.
- Mini-Portfolio: Wähle vier eigene Seiten aus und ordne sie so, dass Dein Lernweg von der Beobachtung bis zur Idee nachvollziehbar wird.
Schwer – E
- Projekt-Storyboard: Plane ein kleines Kunstprojekt oder einen sehr kurzen Clip in mindestens sechs Bildfeldern und ergänze Hinweise zu Material oder Bewegung.
- Multimedia-Seite: Kombiniere Skizze, Foto, Farbprobe und Audionotiz auf einer Seite so, dass jedes Medium eine andere Information liefert.
- OER-Recherche: Suche ein frei lizenziertes Bild als Inspiration, notiere Quelle und Lizenz und entwickle daraus eine eigene, deutlich veränderte Gestaltungsidee.
- Digitale Ausstellung: Stelle sechs Portfolioelemente in einer sinnvollen Reihenfolge zusammen und verfasse eine Reflexion darüber, wie sich Deine Idee vom ersten Eintrag bis zum Ergebnis entwickelt hat.


Lernkontrolle
- Medienwahl: Du willst die Veränderung eines Schattenmusters über mehrere Minuten dokumentieren. Entscheide, ob Skizze, Foto, Audio oder Video am geeignetsten ist, und begründe Deine Wahl.
- Variantenbildung: Eine erste Bildidee wirkt langweilig. Entwickle drei unterschiedliche Strategien, wie Du sie durch Ausschnitt, Farbe, Wiederholung oder Perspektive verändern könntest.
- Portfolioanalyse: Zwei Schülerinnen oder Schüler zeigen jeweils fünf Seiten. Person A zeigt nur Endergebnisse, Person B zeigt Beobachtung, Versuche, Planung und Ergebnis. Erkläre, welches Portfolio den Lernprozess besser sichtbar macht und warum.
- Datenschutz: In einem Foto für Dein Skizzenbuch sind Mitschülerinnen und Mitschüler deutlich erkennbar. Entwickle zwei Möglichkeiten, wie Du die Beobachtung dokumentieren kannst, ohne unnötig personenbezogene Daten zu verwenden.
- Projektplanung: Du möchtest aus einem Foto einer interessanten Oberfläche ein digitales Muster gestalten. Beschreibe einen sinnvollen Weg von der Beobachtung über Experimente bis zum fertigen Muster.
- Reflexion: Wähle eine eigene Seite, die nicht wie geplant funktioniert hat. Erkläre, was Du daraus gelernt hast und wie Du die Idee in einer zweiten Version weiterentwickeln würdest.
Lernnachweis
Für den Lernnachweis ist wichtig, dass Dein digitales Skizzenbuch nicht nur Ergebnisse, sondern Deinen Gestaltungsprozess sichtbar macht.
- Beobachtung: Mindestens mehrere eigene Beobachtungen sind nachvollziehbar dokumentiert.
- Experiment: Du zeigst unterschiedliche Versuche mit Linie, Form, Farbe oder digitalen Werkzeugen.
- Ideenentwicklung: Du dokumentierst Varianten und eine begründete Auswahl.
- Projektplanung: Ein eigenes Vorhaben ist in sinnvolle Arbeitsschritte gegliedert.
- Medienkompetenz: Skizzen, Fotos, Farbproben, Audionotizen oder andere Medien werden passend und verantwortungsvoll eingesetzt.
- Portfolio: Ausgewählte Seiten zeigen Deinen Lernweg in verständlicher Reihenfolge.
- Reflexion: Du kannst erklären, was gelungen ist, was Du verändert hast und was Du als Nächstes weiterentwickeln möchtest.
- Differenzierung: Auf G-Niveau stehen sichere Grundlagen im Mittelpunkt, auf M-Niveau der gezielte Vergleich und die Kombination von Medien und auf E-Niveau die selbstständige Planung, Begründung und Reflexion komplexerer Entscheidungen.
OERs zum Thema
Zum Nachlesen über klassische Skizzenbücher:
Zum Nachlesen über digitales Zeichnen und Malen:
Zum Nachlesen über ein mögliches Eingabegerät:
Freie Medienbeispiele
Die in diesem aiMOOC eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Dort findest Du weitere frei lizenzierte Medien. Prüfe bei einer eigenen Weiterverwendung immer die jeweilige Lizenzangabe der Datei.
- Wikimedia Commons: Skizzenbuchseiten, Zeichenmaterialien und historische Skizzen
- Wikimedia Commons: Farbkreise, Farbpaletten und künstlerische Materialien
- Wikimedia Commons: Fotos zu Grafiktabletts, Audioaufnahmegeräten und digitaler Gestaltung
- Open Educational Resources: Materialien, die unter offenen Lizenzen genutzt und je nach Lizenz bearbeitet werden dürfen
Verknüpfte Lernbereiche
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