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BK5 - Bilder beschreiben

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BK5 - Bilder beschreiben




Einleitung

Bilder begegnen Dir überall: in Museen, Schulbüchern, Comics, Plakaten, Fotografien, Spielen, Nachrichten und im Internet. Wer ein Bild gut beschreiben kann, schaut genauer hin, entdeckt mehr und kann anderen verständlich erklären, was zu sehen ist.

In diesem aiMOOC lernst Du eine klare Reihenfolge für Bildbeschreibungen. Du beginnst mit dem Gesamteindruck, benennst das Motiv, untersuchst Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund und beschreibst anschließend Farbe, Form und auffällige Details. Dabei lernst Du erste kunstbezogene Fachbegriffe kennen und wendest sie auf Gemälde, Druckgrafiken, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Comics und Plakate an.

Ein wichtiger Grundsatz lautet: Erst beschreiben, dann deuten. Eine Beschreibung nennt möglichst genau, was Du sehen kannst. Eine Deutung erklärt, was etwas bedeuten könnte. Vermutungen solltest Du deshalb mit Wörtern wie „vielleicht“, „möglicherweise“ oder „es könnte wirken wie“ kennzeichnen.

Die Aufgaben sind für Klasse 5 gedacht und auf drei Niveaustufen differenziert:

Niveau Das trainierst Du
G – grundlegendes Niveau Du beschreibst deutlich erkennbare Bildinhalte mit Satzstartern und wichtigen Grundbegriffen.
M – mittleres Niveau Du ordnest Deine Beschreibung selbstständig und verwendest genauere Fachbegriffe zu Bildraum, Farbe und Form.
E – erweitertes Niveau Du beschreibst präzise, erklärst einfache Wirkungen der Gestaltung und begründest Vermutungen mit sichtbaren Bildmerkmalen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Bildbeschreibung: ein Bild in einer sinnvollen Reihenfolge beschreiben.
  2. Motiv: benennen, was im Mittelpunkt eines Bildes steht.
  3. Bildraum: Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund unterscheiden.
  4. Farbe: wichtige Farben, Helligkeiten und Farbkontraste beschreiben.
  5. Form: geometrische und organische Formen erkennen und benennen.
  6. Komposition: erklären, wie Bildelemente angeordnet sind.
  7. Perspektive: einfache Blickrichtungen wie Augenhöhe, Aufsicht und Untersicht erkennen.
  8. Detail: auffällige Einzelheiten gezielt auswählen und beschreiben.
  9. Bildbetrachtung: Beobachtung und Vermutung voneinander unterscheiden.
  10. Kunst: Fachbegriffe altersgerecht und passend verwenden.


Der Sehfahrplan: vom Gesamten zum Detail

Eine gute Bildbeschreibung funktioniert wie eine Entdeckungsreise. Du musst nicht sofort alles erklären. Gehe Schritt für Schritt vor.

Schritt Leitfrage Hilfreiche Satzstarter
1. Gesamteindruck Wie wirkt das Bild auf den ersten Blick? Auf den ersten Blick wirkt das Bild … / Mein erster Eindruck ist …
2. Motiv Was ist hauptsächlich dargestellt? Das Bild zeigt … / Im Mittelpunkt ist …
3. Bildraum Was liegt vorne, in der Mitte und hinten? Im Vordergrund … / Im Mittelgrund … / Im Hintergrund …
4. Farbe Welche Farben fallen auf? Sind sie hell, dunkel, warm, kalt oder kontrastreich? Besonders auffällig ist … / Es überwiegen …
5. Form Welche Linien und Formen erkennst Du? Die Formen wirken … / Die Konturen sind …
6. Details Welche Einzelheiten sollte man nicht übersehen? Bei genauerem Hinsehen … / Auffällig ist außerdem …
7. Wirkung Welche Wirkung entsteht durch die sichtbaren Gestaltungsmittel? Dadurch wirkt … / Der Kontrast lässt … erscheinen.

Merksatz: Gesamteindruck – Motiv – Raum – Farbe – Form – Details. Wenn Du diese Reihenfolge beherrschst, hast Du einen sicheren roten Faden.


Gesamteindruck und Motiv

Der Gesamteindruck ist Deine erste Wahrnehmung. Er darf persönlich sein, sollte aber knapp bleiben. Ein Bild kann beispielsweise ruhig, lebhaft, freundlich, unheimlich, feierlich, geheimnisvoll oder spannungsvoll wirken.

Das Motiv ist das, was dargestellt wird. Ein Motiv kann zum Beispiel eine Person, ein Tier, eine Landschaft, eine Stadt, eine Alltagsszene oder ein Gegenstand sein. Bei einem Porträt steht meist eine Person im Mittelpunkt. Bei einem Stillleben sind es häufig Gegenstände. Bei einer Landschaft spielen Naturraum und Tiefe eine wichtige Rolle.

Achte darauf, Beobachtung und Deutung zu trennen:

Beobachtung Vermutung oder Deutung
Eine Person steht auf einem Felsen und blickt in die Ferne. Die Person könnte nachdenklich sein.
Im Himmel befinden sich viele wirbelnde Linien. Die Linien könnten Unruhe erzeugen.
Im Hintergrund ist ein kleiner Berg zu sehen. Der Berg könnte Ferne betonen.


Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund

Viele zweidimensionale Bilder erzeugen den Eindruck von Tiefe. Dafür ist es hilfreich, den Bildraum in drei Bereiche zu gliedern.

Vordergrund nennt man den Bereich, der uns als Betrachtenden besonders nah erscheint. Dinge im Vordergrund sind oft groß und deutlich dargestellt.

Mittelgrund nennt man den Bereich zwischen vorne und hinten. Dort befindet sich häufig ein wichtiges Motiv oder eine Verbindung zwischen nahen und entfernten Bildelementen.

Hintergrund nennt man den Bereich, der weit entfernt erscheint. Dort können zum Beispiel Himmel, Berge, Häuser oder eine ferne Landschaft zu sehen sein.

Sehauftrag zum Gemälde von Caspar David Friedrich:

  1. Vordergrund: Suche Felsen und die stehende Figur.
  2. Mittelgrund: Achte auf Nebel und aufragende Felsformen.
  3. Hintergrund: Entdecke entfernte Berge und Himmel.

G: Formuliere zu jedem Bildraum einen Satz.

M: Verbinde die drei Sätze zu einer zusammenhängenden Beschreibung.

E: Erkläre zusätzlich, wie die Staffelung von vorne nach hinten den Eindruck räumlicher Tiefe verstärkt.


Farbe sehen und beschreiben

Farben können einen großen Teil der Bildwirkung bestimmen. Für Klasse 5 sind besonders diese Begriffe wichtig:

Fachbegriff Einfache Erklärung Beispiel
Farbton die benannte Farbe Blau, Rot, Grün
hell / dunkel Helligkeit einer Farbe helles Blau, dunkles Braun
warme Farben Farben, die häufig an Wärme erinnern Rot, Orange, Gelb
kalte Farben Farben, die häufig kühl wirken Blau, Blaugrün, Violett
Farbkontrast deutlich sichtbarer Unterschied zwischen Farben helles Gelb neben dunklem Blau
Hell-Dunkel-Kontrast starke Gegenüberstellung heller und dunkler Bereiche helle Figur vor dunklem Hintergrund

Farbdetektiv:

  1. G: Nenne drei Farben, die Dir sofort auffallen.
  2. M: Beschreibe einen deutlichen Farb- oder Hell-Dunkel-Kontrast.
  3. E: Begründe mit sichtbaren Farben und Linien, warum der Himmel bewegt wirken kann.


Form, Linie und Kontur

Eine Form beschreibt die Gestalt eines Bildelements. Rechteck, Kreis und Dreieck sind geometrische Formen. Wolken, Blätter oder unregelmäßige Körper wirken eher organisch, weil ihre Formen nicht streng geometrisch aufgebaut sind.

Eine Linie kann gerade, gebogen, wellig, senkrecht, waagerecht oder diagonal verlaufen. Linien können Deinen Blick durch ein Bild führen.

Die Kontur ist die sichtbare Umrisslinie einer Form. Sie kann scharf, weich, unterbrochen oder besonders kräftig erscheinen.

Zeichenforscher:

  1. G: Beschreibe zwei deutlich sichtbare Umrisse.
  2. M: Suche Bereiche, in denen unterschiedliche Oberflächen durch Linien und Schraffuren angedeutet werden.
  3. E: Erkläre, wie Linien, Muster und Schraffuren den Eindruck einer schweren, gepanzerten Tierhaut erzeugen.


Kunstbegriffe für Deine Bildbeschreibung

Du musst in Klasse 5 noch keine komplizierte Bildanalyse schreiben. Einige Fachbegriffe helfen Dir aber dabei, genauer zu formulieren.

Begriff Bedeutung
Bildformat Hochformat, Querformat oder quadratische Form eines Bildes
Motiv das hauptsächlich Dargestellte
Komposition Anordnung der Bildelemente
Blickführung Weg, den Dein Blick durch das Bild nimmt
Kontur Umriss einer Form
Kontrast deutlich wahrnehmbarer Unterschied
Proportion Größenverhältnis von Bildelementen zueinander
Perspektive Art, wie Raum und Blickrichtung dargestellt werden
Struktur sichtbare Beschaffenheit einer Oberfläche
Pose Haltung einer dargestellten Person oder Figur
Mimik Gesichtsausdruck
Gestik Ausdruck durch Hände, Arme und Körperbewegung


Beispiel: Eine klare Bildbeschreibung schreiben

Beispielbeschreibung auf M-Niveau:

Auf den ersten Blick wirkt das Gemälde ruhig und geheimnisvoll. Das Hauptmotiv ist ein Mann, der von hinten zu sehen ist und auf einer felsigen Erhebung steht. Im Vordergrund befinden sich dunkle Felsen und die Figur mit einem Gehstock. Im Mittelgrund breitet sich heller Nebel zwischen verschiedenen Fels- und Bergformen aus. Im Hintergrund erkennt man weitere Berge und einen hellen Himmel. Die Figur ist deutlich dunkler als große Teile der Landschaft. Dadurch hebt sie sich klar ab. Viele Formen in der Landschaft wirken unregelmäßig und organisch. Auffällig ist, dass wir das Gesicht der Person nicht sehen können. Bei genauerem Hinsehen wird deutlich, dass sich der Bildraum stark in die Ferne öffnet.

Was daran gut ist: Die Beschreibung beginnt mit dem Gesamteindruck, nennt das Motiv, ordnet den Raum und geht anschließend auf Farbe, Form und ein auffälliges Detail ein.


Medienlabor: Dasselbe Können bei verschiedenen Bildarten

Bildbeschreiben funktioniert nicht nur bei Gemälden. Je nach Medium achtest Du auf unterschiedliche Besonderheiten.


Druckgrafik: Bewegung und Bildraum

Bei einem Druck wie der großen Welle nach Katsushika Hokusai kannst Du besonders gut auf Form, Linien, Größenverhältnisse und Bildraum achten. Die riesig erscheinende Welle steht in starkem Größenkontrast zu den Booten und zu dem kleinen Berg in der Ferne.

G: Benenne Welle, Boote und Berg und ordne sie im Bild.

M: Beschreibe, wie geschwungene und diagonale Linien Bewegung erzeugen.

E: Erkläre, wie Größenunterschiede und Staffelung die Wirkung von Nähe und Ferne unterstützen.


Interaktive Bildbereiche: Entdecke die große Welle

Klicke auf unterschiedliche Bereiche des Bildes. Die verlinkten Begriffe helfen Dir, genauer hinzusehen.

Wellenform und LinienBoote und MittelgrundBerg im Hintergrund

Hotspot-Auftrag: Formuliere zu jedem angeklickten Bereich mindestens einen Beobachtungssatz. Auf M- und E-Niveau verbindest Du die Sätze anschließend mit passenden Ortsangaben wie „links“, „rechts“, „oberhalb“, „unterhalb“, „dahinter“ oder „in der Ferne“.


Audio und Bild: Hören verändert Vorstellungen

Höre zunächst einen kurzen Ausschnitt des frei nutzbaren Wellengeräuschs, ohne die große Welle anzusehen.

Notiere drei Wörter zu dem Bild, das in Deiner Vorstellung entsteht. Sieh danach Hokusais Druck noch einmal an.

Wichtig: Ein Geräusch kann Vorstellungen auslösen. Eine Bildbeschreibung muss sich trotzdem auf das stützen, was im Bild tatsächlich sichtbar ist. So lernst Du, Wahrnehmung und Vorstellung zu unterscheiden.


Fotografie: Ein Augenblick wird sichtbar

Die historische Fotoserie von Eadweard Muybridge zeigt mehrere aufeinanderfolgende Bewegungsphasen eines galoppierenden Pferdes.

G: Beschreibe ein einzelnes Teilbild möglichst genau.

M: Vergleiche zwei aufeinanderfolgende Teilbilder und nenne sichtbare Veränderungen.

E: Erkläre, warum eine Folge einzelner Fotografien Bewegung anders sichtbar macht als ein einzelnes Gemälde.


Skulptur: Dreidimensionale Kunst beschreiben

Eine Skulptur oder Büste besitzt Höhe, Breite und Tiefe. Wenn Du nur ein Foto der Skulptur siehst, beschreibst Du zunächst die sichtbare Ansicht. Im Museum könntest Du das Werk dagegen aus mehreren Blickwinkeln betrachten.

G: Beschreibe Kopfbedeckung, Gesicht und sichtbare Farben.

M: Verwende die Begriffe Kontur, Symmetrie und Oberfläche.

E: Erkläre, welche Informationen bei nur einer fotografischen Ansicht einer dreidimensionalen Skulptur fehlen können.


Comic: Bildfolge und Einzelbild

Bei Comics sind Panels, Figuren, Sprech- oder Textfelder, Blickrichtungen und Bildfolgen wichtig. Für eine reine Bildbeschreibung solltest Du zunächst ein einzelnes Panel oder einen klar abgegrenzten Bereich betrachten.

G: Beschreibe eine Figur und einen Gegenstand.

M: Erkläre die Anordnung mehrerer Bildfelder.

E: Untersuche, wie die Reihenfolge der Panels Deinen Blick und die erzählte Handlung steuert.


Plakat: Bild und Schrift wirken zusammen

Ein Plakat verbindet häufig Bild, Schrift und Gestaltung. Deshalb solltest Du auch die Typografie, also die Gestaltung der Schrift, beachten.

G: Beschreibe die größte Figur und die auffälligsten Farben.

M: Erkläre, wo Schrift und Bild angeordnet sind.

E: Untersuche, wie Format, Figur, Schmuckformen und Schrift gemeinsam Aufmerksamkeit erzeugen.


Detailreiches Gemälde: Genau hinsehen

Das „Paradiesgärtlein“ eignet sich besonders für Such- und Detailaufgaben. Das Bild enthält viele Personen, Pflanzen, Tiere und Gegenstände.

G: Finde fünf unterschiedliche Dinge und beschreibe ihre Position.

M: Ordne gefundene Details zu Gruppen wie Personen, Pflanzen, Tiere und Gegenstände.

E: Untersuche, wie viele kleine Details zusammen einen dichten Gesamteindruck erzeugen.


Audio-Detektiv: Erst hören, dann sehen

Stell Dir beim Hören für 15 Sekunden eine mögliche Bildszene vor. Schreibe anschließend zwei Sätze über Deine Vorstellung. Danach suche in einem Gemälde dieses aiMOOCs nach Bildmerkmalen, die zu Deinem vorgestellten Naturraum passen oder ihm widersprechen.

Diese Übung zeigt: Hören regt die Fantasie an, Beschreiben braucht sichtbare Belege.


Ein kurzes Museumsvideo: Details entdecken

Das Städel Museum zeigt in einem kurzen Kunststück zum „Paradiesgärtlein“, wie man ein historisches Gemälde über auffällige Einzelheiten entdecken kann.

Videoauftrag: Notiere nach dem Video drei Details, die Du auf dem Gemälde wiederfinden kannst. Formuliere daraus drei reine Beobachtungssätze, ohne sofort eine Bedeutung zu erklären.


Erweiterung auf E-Niveau: Langsames und genaues Sehen

Dieses englischsprachige Video des Art Institute of Chicago kann auf E-Niveau vor allem visuell genutzt werden. Konzentriere Dich darauf, wie lange und aufmerksam Kunst betrachtet wird.

E-Auftrag: Beobachte nur die gezeigten Kunstwerke und notiere fünf Details, die Du bei einem sehr kurzen Blick vermutlich übersehen hättest.


Satzbaukasten für Klasse 5

Aufgabe G M E
Gesamteindruck Das Bild wirkt … Auf den ersten Blick wirkt das Bild …, weil … Mein erster Eindruck ist …; besonders dazu trägt … bei.
Motiv Das Bild zeigt … Im Mittelpunkt befindet sich … Das Hauptmotiv wird durch … besonders hervorgehoben.
Bildraum Im Vordergrund ist … Im Mittelgrund erkennt man …, während im Hintergrund … Die Staffelung von … über … bis … erzeugt den Eindruck von …
Farbe Auffällig ist die Farbe … Es überwiegen helle / dunkle / warme / kalte Farbtöne. Der Kontrast zwischen … und … lenkt den Blick auf …
Form Die Form ist rund / eckig / gebogen. Die Konturen wirken … Wiederholte, diagonale oder geschwungene Formen bewirken …
Details Außerdem sehe ich … Bei genauerem Hinsehen fällt … auf. Ein zunächst unauffälliges Detail ist …; es verändert den Gesamteindruck, weil …


Häufige Fehler und wie Du sie vermeidest

Häufiger Fehler Bessere Lösung
Du springst ungeordnet von einem Detail zum nächsten. Arbeite vom Gesamteindruck über den Bildraum zu Farbe, Form und Details.
Du schreibst nur „schön“, „cool“ oder „komisch“. Benenne, was genau diese Wirkung auslöst.
Du deutest sofort. Beschreibe zuerst sichtbare Merkmale.
Du verwendest „da“, „dort“ und „irgendwo“. Nutze genaue Ortsangaben wie links, rechts, oben, unten, mittig, davor und dahinter.
Du wiederholst ständig „man sieht“. Wechsle Satzanfänge: „Im Vordergrund befindet sich …“, „Auffällig ist …“, „Rechts daneben …“
Du zählst nur Gegenstände auf. Verbinde Gegenstände mit Position, Farbe, Form oder Größe.


Mini-Training G/M/E

G-Niveau: Wähle eines der Bilder aus diesem aiMOOC. Schreibe sechs Sätze: einen zum Gesamteindruck, einen zum Motiv, je einen zu Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund sowie einen zu einem Detail.

M-Niveau: Schreibe zehn zusammenhängende Sätze. Verwende mindestens fünf Fachbegriffe aus diesem aiMOOC.

E-Niveau: Schreibe eine vollständige Bildbeschreibung und ergänze zwei vorsichtige Wirkungsaussagen. Jede Wirkungsaussage muss durch ein sichtbares Merkmal begründet werden.


Medien und Nutzungsrechte

Die hier eingebundenen Bild- und Audiodateien stammen aus Wikimedia Commons. Die Auswahl nutzt gemeinfreie beziehungsweise frei lizenzierte Dateien. Für eine Weiterverwendung außerhalb des aiMOOCs solltest Du immer die jeweilige Commons-Dateiseite mit Urheber- und Lizenzangaben prüfen.

Medium Datei Lizenzhinweis
Gemälde Caspar David Friedrich - Wanderer above the sea of fog.jpg Public Domain
Gemälde TheStarryNightByVincentVanGogh.jpg Public Domain
Druckgrafik The_Great_Wave_off_Kanagawa.jpg Public Domain
Zeichnung / Druck Dürer's Rhinoceros, 1515.png Public Domain
Fotografie The Horse in Motion.jpg Public Domain
Skulpturfotografie Nefertiti Bust.png CC BY-SA 4.0
Comic Little Nemo.jpg Public Domain
Plakat Alphonse Mucha - Poster for Victorien Sardou's Gismonda starring Sarah Bernhardt.jpg Public Domain
Gemälde Hm 54-oberrheinischer meister um 141020-das paradiesgartlein-1410.gif Public Domain
Audio Waves.ogg Public Domain
Audio Birds forest.ogg Public Domain

Bei eingebetteten YouTube-Videos verbleiben die Rechte bei den jeweiligen Rechteinhabern; die Wiedergabe erfolgt über den YouTube-Player.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Womit beginnt eine geordnete Bildbeschreibung sinnvollerweise? (Mit einem kurzen Gesamteindruck) (!Mit einer langen Deutung) (!Mit der Biografie des Künstlers) (!Mit einer Bewertung in Schulnoten)




Was bezeichnet das Motiv eines Bildes? (Das hauptsächlich Dargestellte) (!Die Dateigröße des Bildes) (!Den Preis des Kunstwerks) (!Die Adresse des Museums)




Welcher Bildbereich erscheint den Betrachtenden normalerweise am nächsten? (Der Vordergrund) (!Der Hintergrund) (!Der Bildrand) (!Der Rahmen)




Welcher Bereich liegt zwischen Vordergrund und Hintergrund? (Der Mittelgrund) (!Die Kontur) (!Die Typografie) (!Die Signatur)




Was ist eine Kontur? (Der sichtbare Umriss einer Form) (!Eine besonders helle Farbe) (!Ein Museumsraum) (!Eine Vermutung über ein Bild)




Was bedeutet Komposition in der bildenden Kunst? (Die Anordnung der Bildelemente) (!Das Alter des Bilderrahmens) (!Die Lautstärke eines Videos) (!Die Länge einer Bildunterschrift)




Welche Aussage ist eine reine Beobachtung? (Im Hintergrund steht ein kleiner Berg) (!Der Berg bedeutet Freiheit) (!Die Person ist bestimmt traurig) (!Das Bild will uns warnen)




Was beschreibt ein Hell-Dunkel-Kontrast? (Einen deutlichen Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen) (!Nur die Größe eines Bildes) (!Nur den Abstand zum Museum) (!Eine Abfolge von Comicpanels)




Was solltest Du bei einem Plakat zusätzlich zum Bild beachten? (Die Gestaltung der Schrift) (!Die Temperatur im Klassenraum) (!Die Rückseite des Schulhefts) (!Die Länge der Pause)




Wie kennzeichnest Du eine Vermutung in einer Bildbeschreibung am besten? (Mit Formulierungen wie vielleicht oder könnte) (!Als sichere Tatsache) (!Nur mit einem Ausrufezeichen) (!Mit einer zufälligen Jahreszahl)





Memory

Gesamteindruck erste Bildwirkung
Hauptmotiv zentraler Bildinhalt
Vordergrund räumliche Nähe
Mittelgrund mittlere Bildebene
Hintergrund räumliche Ferne
Kontur sichtbarer Umriss
Komposition Anordnung der Elemente
Kontrast deutlicher Unterschied





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Gesamteindruck erste Wirkung
Motiv hauptsächlich Dargestelltes
Vordergrund naher Bildbereich
Mittelgrund mittlere Raumzone
Hintergrund ferner Bildbereich
Kontur Umriss einer Form
Komposition Anordnung im Bild






Kreuzworträtsel

Motiv Wie heißt das hauptsächlich Dargestellte eines Bildes?
Kontur Wie nennt man den sichtbaren Umriss einer Form?
Kontrast Welcher Begriff bezeichnet einen deutlichen Unterschied?
Komposition Wie heißt die Anordnung der Bildelemente?
Hintergrund Wie heißt der am weitesten entfernt wirkende Bildbereich?
Skulptur Wie nennt man ein dreidimensionales Kunstwerk dieser Gattung?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine geordnete Bildbeschreibung beginnt häufig mit dem

. Danach benennst Du das wichtigste dargestellte Thema als

. Der Bildbereich, der besonders nah erscheint, heißt

. Zwischen dem nahen und dem fernen Bereich liegt der

. Weit entfernte Bildelemente befinden sich im

. Die sichtbare Umrisslinie einer Form nennt man

. Die Anordnung der Bildelemente wird als

bezeichnet. Ein deutlicher Unterschied zwischen Farben oder Helligkeiten heißt

. Bei Vermutungen solltest Du deutlich machen, dass Du das Bild

. Eine gute Beschreibung nennt zum Schluss auch auffällige

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bilddetektiv: Wähle ein Bild aus diesem aiMOOC und markiere auf einer Skizze Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund. Schreibe zu jedem Bereich einen Satz.
  2. Farbwortschatz: Sammle zwölf passende Farbwörter wie hellblau, dunkelgrün oder rötlich und ordne sie einem Kunstwerk zu.
  3. Detail-Suche: Suche in einem detailreichen Bild zehn kleine Dinge. Beschreibe ihre Position so genau, dass eine andere Person sie finden kann.
  4. Audio-Bild-Idee: Höre eines der Audios. Zeichne anschließend Deine innere Vorstellung und schreibe darunter drei Sätze, die Vorstellung und tatsächliche Wahrnehmung voneinander unterscheiden.


Standard

  1. Fotografie-Projekt: Fotografiere mit Erlaubnis eine Alltagsszene, in der Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund gut erkennbar sind. Schreibe anschließend eine Bildbeschreibung.
  2. Comic-Panel: Gestalte ein eigenes Comicpanel und tausche es mit einer Partnerperson. Beschreibt gegenseitig nur das Sichtbare, bevor Ihr die Handlung erklärt.
  3. Plakatgestaltung: Entwirf ein Plakat für ein fiktives Schulfest. Nutze Bild, Schrift und Farbe bewusst. Eine zweite Person beschreibt anschließend Deine Gestaltung.
  4. Skulpturenblick: Forme aus Papier, Knete oder Recyclingmaterial eine kleine Skulptur. Fotografiere sie aus drei Blickwinkeln und vergleiche die drei Beschreibungen.


Schwer

  1. Museumsreportage: Besuche ein Museum, eine Ausstellung oder eine öffentlich zugängliche Skulptur. Notiere vor Ort Beobachtungen und verfasse daraus eine strukturierte Beschreibung.
  2. Audiodeskription: Nimm eine einminütige Audio-Bildbeschreibung eines frei lizenzierten Kunstwerks auf. Sprich so genau, dass jemand das Bild innerlich nachvollziehen kann.
  3. Bildvergleich: Vergleiche ein Gemälde und eine Fotografie mit ähnlichem Motiv. Untersuche Unterschiede bei Farbe, Form, Bildraum und Detaildarstellung.
  4. OER-Mediencheck: Suche auf Wikimedia Commons ein altersgerechtes Kunstbild. Prüfe Dateiname, Urheber, Lizenz und Quelle und erkläre, warum es sich für ein Schulmaterial eignet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Bildraum: Du erhältst ein unbekanntes Landschaftsbild. Erkläre, wie Du ohne Vorwissen systematisch Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund bestimmen würdest.
  2. Beobachtung oder Deutung: Formuliere zu einem unbekannten Bild vier Beobachtungssätze und zwei Vermutungen. Kennzeichne anschließend, woran man den Unterschied erkennt.
  3. Medienvergleich: Beschreibe dasselbe Motiv einmal auf einem Gemälde und einmal auf einer Fotografie. Erkläre, welche Gestaltungsmittel in beiden Medien vergleichbar sind und welche sich unterscheiden.
  4. Wirkung begründen: Wähle einen sichtbaren Farb- oder Hell-Dunkel-Kontrast und erkläre, wie er Deine Aufmerksamkeit lenkt. Deine Begründung muss sich auf sichtbare Merkmale stützen.
  5. Beschreibung verbessern: Überarbeite den Satz „Da ist ein komisches Ding und hinten ist noch etwas“. Ersetze ihn durch eine genaue Ortsangabe, einen passenden Fachbegriff und eine klare Formbeschreibung.
  6. Perspektivwechsel: Stelle Dir vor, eine Skulptur wird nur von vorne fotografiert. Erkläre, welche Informationen über Form und Raum fehlen können und wie Du sie durch weitere Ansichten ergänzen würdest.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu „BK5 - Bilder beschreiben“ ist wichtig, dass Du:

  1. einen sinnvollen Aufbau von Gesamteindruck über Motiv und Bildraum bis zu Farbe, Form und Details verwendest,
  2. Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund sicher unterscheiden kannst,
  3. Beobachtungen und Vermutungen klar voneinander trennst,
  4. mindestens mehrere passende Fachbegriffe richtig verwendest,
  5. genaue Ortsangaben im Bild formulierst,
  6. Farben, Helligkeiten, Formen und Konturen differenziert beschreibst,
  7. auffällige Details auswählst, statt wahllos alles aufzuzählen,
  8. bei Fotografien, Skulpturen, Comics und Plakaten medienspezifische Besonderheiten erkennst,
  9. einfache Wirkungen mit sichtbaren Gestaltungsmitteln begründen kannst,
  10. bei der Nutzung fremder Medien Urheber- und Lizenzangaben beachtest.




OERs zum Thema

Der Wikipedia-Artikel zur Bildbetrachtung vertieft die systematische Untersuchung von Bildern. Für Klasse 5 sind daraus vor allem erster Eindruck, Beschreibung und die geordnete Betrachtung des sichtbaren Bildbestands wichtig.

Zusätzliche freie Medien findest Du über Wikimedia Commons. Achte bei jeder Datei auf die konkrete Lizenz und die dort genannten Bedingungen.



Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte