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Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Kundendaten im Autohaus schützen

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Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Kundendaten im Autohaus schützen

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Einleitung

Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Kundendaten im Autohaus schützen

Zielgruppe: Ausbildung im Automobilhandel / Kfz-Service. Dauer: sechs Lerneinheiten à etwa 5–8 Minuten plus Praxisaufgaben.

Dein Lernziel: Du kannst erklären, warum Daten erhoben werden, wer sie sehen darf und wie Du Kundendaten bei Service und Mobilitätsangeboten schützt.

Wichtig: Das „Autohaus FiktivMobil“, die Rollen A, K und V, die Fallkennung FIK-042, Angebote und Preise sind vollständig erfundene Modellangaben. Es werden keine echten Personen-, Kunden-, Fahrzeug-, Kontakt- oder Geschäftsdaten verwendet. Alle Preisbeispiele setzen einen im Modell regelbesteuerten inländischen Umsatz mit 19 % Umsatzsteuer voraus. Rechtsstand der Kursprüfung: 11. Oktober 2026.

Bildimpuls: Welche Kundendaten können in einem Autohaus entstehen? Symbolfoto, nicht der fiktive Lernbetrieb.


Lerneinheit 1: Jeder Datensatz braucht einen Zweck

Merksatz: Erst den Zweck festlegen, dann nur erforderliche Daten verarbeiten. Zweckbindung und Datenminimierung stehen in Art. 5 DSGVO. Jede Verarbeitung benötigt außerdem eine passende Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO. Ein Vertrag kann die Datenverarbeitung für den konkreten Service ermöglichen – aber nicht automatisch Werbung.

Mini-Dialog zum Anhören oder Spielen – vollständig fiktiv:

Kundin K Azubi A
„Meine Inspektion ist morgen. Warum brauchen Sie einen Kontaktweg?“ „Damit wir Sie bei Rückfragen zum Werkstattauftrag erreichen können.“
„Bekomme ich dadurch auch Werbung?“ „Nicht automatisch. Werbung ist ein eigener Zweck mit eigenen Voraussetzungen.“

Gesprächsimpuls: Nenne nach dem Film ein Beispiel für einen klaren und ein Beispiel für einen unzulässig erweiterten Zweck.


Lerneinheit 2: Der konkrete Ausbildungsfall

Auftrag FIK-042 im fiktiven Autohaus FiktivMobil: Kundin K benötigt eine Inspektion für Fahrzeug TEST-FZ. Während der Arbeit benötigt sie Mobilität. Azubi A nimmt die Anfrage an; Verkaufskraft V möchte die Kontaktdaten später für Werbung verwenden.

Bildimpuls: Welche Daten braucht die Werkstatt, welche braucht nur die Serviceannahme?

Fiktive Angabe Zweck Bewertung im Modell
Fallkennung FIK-042, Fahrzeug TEST-FZ, beanstandetes Bauteil Reparatur planen Erforderlich für den Auftrag
Gewünschter Kontaktkanal und Termin Rücksprache und Übergabe Nur in nötigem Umfang
Vollständige private Kontaktliste aus dem Smartphone Reparatur Nicht erforderlich
Einwilligungsstatus für Werbung Nur für eine zulässige Werbeverarbeitung Getrennt vom Werkstattauftrag prüfen

Basisimpuls: Markiere in der Tabelle die Daten, die Du nicht für die Reparatur übernehmen darfst.

Suchbild: Entdecke mindestens drei Situationen mit unberechtigtem Einblick oder unsicherer Weitergabe.


Lerneinheit 3: Zugriff nur nach Aufgabe

Merksatz: Ein berechtigter Zweck bedeutet nicht, dass alle Beschäftigten alle Daten sehen dürfen. Das Berechtigungskonzept folgt dem Erforderlichkeitsprinzip; Art. 25 und 32 DSGVO verlangen geeignete technische und organisatorische Schutzmaßnahmen.

Rolle im Modell Erforderliche Ansicht Nicht pauschal freigeben
Serviceannahme Auftrag, Termin, nötiger Kontaktweg Fremde Kundenakten
Werkstatttechnik Technische Auftragsdaten Zahlungsdaten und Werbeprofile
Buchhaltung Rechnungsdaten Diagnosen ohne Abrechnungsbezug
Verkauf Eigene konkrete Verkaufsanfragen Alle Werkstattnotizen

Praxis-Check: Persönliche Konten, Bildschirmsperre, keine geteilten Passwörter, Berechtigungen regelmäßig prüfen und sichere Übermittlung wählen.

Auftrag: Zeichne zwei getrennte Datenwege: Werkstattauftrag und Marketing.


Lerneinheit 4: Mobilitätsprodukte sicher vergleichen

Symbolfoto für Mobilitätsangebote; abgebildeter realer Anbieter ist kein Unternehmen des Fallbeispiels.

Produktvergleich – ausschließlich fiktive Preise und Produktnamen:

Modellangebot Netto Umsatzsteuer 19 % Brutto Datenbedarf im Modell
Ersatzwagen Basis, ein Tag 25,00 € 4,75 € 29,75 € Buchung, Erreichbarkeit, erforderliche Fahrerberechtigungsprüfung
Hol- und Bringfahrt, je Fahrt 15,00 € 2,85 € 17,85 € Abholpunkt, Zeitfenster, Kontakt zur Abstimmung
Flex-App, ein Tag 30,00 € 5,70 € 35,70 € Buchung und Berechtigung; Standortdaten nur nach gesonderter Erforderlichkeitsprüfung

Kaufmännischer Fall: Kundin K benötigt genau zwei Fahrten, besitzt aber auch die notwendige Fahrerberechtigung. Zwei Hol- und Bringfahrten kosten im Modell 35,70 € brutto; ein Tag Ersatzwagen 29,75 € brutto. Die Leistungen sind unterschiedlich – kläre ihren Bedarf, bevor Du empfiehlst. Günstiger allein heißt nicht datenschutzgerechter.

Bildimpuls: Welche Kontakte, Ziele oder gekoppelten Geräte könnten nach einem Fahrzeugwechsel sichtbar bleiben?

ADAC-Film von 2014: historischer Diskussionsanstoß zu Fahrzeugdaten, keine Quelle für den Rechtsstand 2026.

Übergaberegel: Gekoppelte Geräte, persönliche Ziele und Konten vor der nächsten Nutzung entsprechend dem Fahrzeugverfahren kontrolliert entfernen; relevante Auftrags- und Nachweisdaten davon getrennt behandeln.


Lerneinheit 5: Kundengespräch, Werbung und Auskunft

Rollenspiel: Verkaufskraft V: „Wir haben doch die Daten aus der Inspektion. Schick Kundin K die App-Werbung!“ Azubi A: „Die Daten wurden für den Service erhoben. Ich prüfe vor einer Werbenutzung Zweck, Rechtsgrundlage und die Vorgaben des § 7 UWG.“

Rechtscheck: Werbe-E-Mails erfordern grundsätzlich eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Die enge Bestandskundenregel des § 7 Abs. 3 UWG kann unter allen gesetzlichen Voraussetzungen eine Ausnahme ermöglichen. Modellannahme: Im Fall FIK-042 liegen dafür weder eine nachgewiesene Werbeeinwilligung noch die geprüften Ausnahmevoraussetzungen vor: also keine Werbe-E-Mail.

Pflichtinformationen nach Art. 13 DSGVO: unter anderem Verantwortlicher und Kontakt, Zwecke, Rechtsgrundlagen, gegebenenfalls Empfänger, Speicherdauer beziehungsweise Kriterien und Betroffenenrechte. Bei Auskunft nach Art. 15 DSGVO: Identität angemessen prüfen, Anfrage unverzüglich an zuständige Stelle geben; grundsätzlich ist binnen eines Monats zu antworten, vorbehaltlich gesetzlicher Ausnahmen/Verlängerungen.

Gesprächsfrage zum Film „Wissen ist Macht“: Wie würdest Du eine Auskunftsanfrage freundlich und sicher annehmen?

Lernauftrag zum Film „Privacy by Default“: Formuliere eine datensparsame Voreinstellung für das Buchungssystem.


Lerneinheit 6: Abschließen, löschen, Vorfälle melden

Zwei Arten von Daten, zwei Regeln: Überflüssige Kontaktsynchronisationen im Fahrzeug entfernen; Buchungs- und Rechnungsunterlagen bei rechtlicher Aufbewahrungspflicht geschützt vorhalten. Keine pauschale Löschfrist für alle Kundendaten. Für Rechnungen gilt grundsätzlich die achtjährige Aufbewahrungsregel des § 14b UStG; weitere Aufbewahrungspflichten können abweichen.

Vorfall-Dialog: Azubi A: „Die Auftragsnotiz ging versehentlich an eine falsche Empfängeradresse.“ Datenschutzkontakt D: „Melde mir das sofort intern. Wir sichern die Fakten, begrenzen den Schaden und prüfen die gesetzlichen Meldepflichten.“ Nach Art. 33 DSGVO muss der Verantwortliche eine meldepflichtige Verletzung grundsätzlich möglichst binnen 72 Stunden ab Bekanntwerden der Aufsicht melden; die Risikoausnahme ist zu prüfen. Das ist keine 72-Stunden-Wartefrist für Beschäftigte.

Kaufmännische Pflichtangaben: Die Tabelle oben ist ein Preisvergleich, keine Rechnung. Für echte Rechnungen gelten, soweit einschlägig, § 14 Abs. 4 UStG und Sonderregeln, z. B. § 33 UStDV für Kleinbeträge bis 250 € brutto. Nicht notwendige Zusatzdaten gehören weder in eine Buchung noch auf eine Rechnung.


Fallwerkstatt: entscheide und begründe

Fall A – Basis: Welche drei Datengruppen darf Azubi A für einen Ersatzwagen im Modell prüfen? Welche Daten sind ausgeschlossen?

Fall B – Anwendung: Verkaufskraft V will alle Werkstattkontakte für eine Werbeaktion exportieren. Wie reagierst Du?

Fall C – Transfer: Beim Rücklauf eines Ersatzwagens bleiben ein Telefonprofil und letzte Navigationsziele sichtbar. Gleichzeitig verlangt Kundin K Löschung „aller Daten“. Was veranlasst Du getrennt für Fahrzeug und Rechnungsakte?

Hilfe 1 – Denkstütze

Frage bei jeder Handlung: Welcher Zweck? Welche Rechtsgrundlage? Welche Rolle? Welche Speicherdauer?

Hilfe 2 – Prüffragen

Fall A: Welche Angaben ermöglichen Buchung und Berechtigungsprüfung? Fall B: Entsteht aus dem Serviceauftrag ein Werberecht? Fall C: Sind Fahrzeugprofil und Pflichtbeleg dieselbe Datenart?

Hilfe 3 – Lösungsweg

Ordne erst Daten und Zwecke zu; begrenze dann die Zugriffe; dokumentiere anschließend Entscheidung und Lösch- beziehungsweise Aufbewahrungsschritt. Nutze für ungeklärte Rechtsgrundlagen die betriebliche Datenschutzstelle.

Begründetes Feedback zu A, B und C anzeigen

A: Buchung/Termin, notwendiger Kontakt und Fahrerberechtigungsprüfung sind im Fall plausibel. Telefonkontakte und private Fahrziele sind nicht nötig, weil sie den Vertragszweck nicht erfüllen.

B: Export ablehnen, Werbezweck und Rechtslage gesondert prüfen und nur autorisierte Datenflüsse zulassen. Ein vorhandener CRM-Zugriff ist keine Erlaubnis für einen neuen Zweck.

C: Persönliches Fahrzeugprofil nach definiertem Verfahren entfernen und Übergabe kontrollieren; Löschbegehren verifizieren und an die zuständige Stelle geben. Rechnungen nicht reflexartig löschen, weil gesetzliche Pflichten fortbestehen können.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wofür darf der Kontaktweg aus dem Werkstattauftrag zunächst genutzt werden? (Für notwendige Rückfragen zur Inspektion) (!Für beliebige Newsletter) (!Für den Verkauf an Datenhändler) (!Für private Mitteilungen der Beschäftigten)




Welcher Grundsatz verlangt nur erforderliche Angaben? (Datenminimierung) (!Datenvermehrung) (!Dauerwerbung) (!Vollzugriff)




Wer benötigt im Modell primär technische Reparaturdaten? (Die beauftragte Werkstatttechnik) (!Jede Verkaufskraft) (!Alle externen Anbieter) (!Die gesamte Belegschaft)




Was gilt für Werkstattdaten und Marketing? (Marketing braucht eine eigene rechtliche Prüfung) (!Der Serviceauftrag erlaubt jede Werbung) (!Jeder Beschäftigte darf Listen exportieren) (!Werbung ist immer Pflicht)




Welche Maßnahme begrenzt unberechtigte Einblicke? (Rollenbezogene Zugriffsrechte) (!Gemeinsame Passwörter) (!Offene Kundenakten) (!Ungesperrte Bildschirme)




Was solltest Du vor Übergabe eines vernetzten Ersatzwagens prüfen? (Persönliche Profile und gekoppelte Geräte) (!Nur die Lackfarbe) (!Nur den Werbeprospekt) (!Nur den Kilometerpreis)




Wie hoch ist der fiktive Bruttopreis bei 25 Euro netto und 19 Prozent Steuer? (29 Euro und 75 Cent) (!25 Euro und 19 Cent) (!30 Euro und 19 Cent) (!35 Euro und 70 Cent)




Wie reagierst Du auf eine Auskunftsanfrage? (Identität angemessen prüfen und zuständig weiterleiten) (!Ungeprüft sämtliche Daten versenden) (!Immer grundsätzlich ablehnen) (!In einer offenen Gruppe besprechen)




Was tust Du bei irrtümlicher Weitergabe an Unbefugte? (Unverzüglich den internen Meldeweg nutzen) (!Den Vorfall verschweigen) (!Erst nach drei Tagen informieren) (!Alle Kundenakten öffentlich machen)




Warum werden Rechnungen nicht automatisch mit Fahrzeugprofilen gelöscht? (Weil rechtliche Aufbewahrungspflichten bestehen können) (!Weil Fahrzeugprofile nie gelöscht werden) (!Weil alle Daten unbegrenzt nötig sind) (!Weil Werbeinteressen Vorrang haben)





Memory

Zweckbindung Datenverarbeitung für einen festgelegten Zweck
Datenminimierung Nur erforderliche Angaben erheben
Berechtigungskonzept Datenzugang passend zur Arbeitsrolle
Einwilligung Freiwillige Zustimmung für einen bestimmten Zweck
Auskunftsrecht Information über die Verarbeitung eigener Daten
Löschroutine Nicht mehr benötigte Daten kontrolliert entfernen
Datenschutzvorfall Mögliche Verletzung der Vertraulichkeit melden





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Anwendungsfall
Serviceannahme Rückfrage zur Inspektion
Werkstatttechnik Technische Diagnose
Buchhaltung Erforderliche Rechnungsdaten
Verkauf Eigene konkrete Kaufanfrage
Datenschutzkontakt Prüfung einer Datenpanne
Fahrzeugübergabe Gespeicherte Nutzerprofile kontrollieren





Kreuzworträtsel

Zweckbindung Welcher Grundsatz beschränkt die Verwendung auf festgelegte Ziele?
Einwilligung Wie heißt die freiwillige Zustimmung zu einem bestimmten Verarbeitungszweck?
Werkstatt Welcher Bereich repariert das Fahrzeug?
Berechtigung Was benötigt eine Rolle für einen zulässigen Systemzugang?
Auskunft Welches Recht hilft bei Fragen nach gespeicherten Daten?
Löschung Wie heißt das Entfernen nicht mehr benötigter Daten?





LearningApps

Themensuche nach Lernanwendungen; dies ist keine Behauptung, dass bereits eine bestimmte geprüfte Anwendung existiert.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Personenbezogene Daten dürfen nur für festgelegte

verarbeitet werden.
Du erhebst grundsätzlich nur

Angaben.
Für jede Verarbeitung ist eine

nötig.
Zugriffsrechte orientieren sich an der beruflichen

.
Eine Werkstattbuchung erteilt nicht automatisch die Erlaubnis für

.
Vor der Auskunftserteilung prüfst Du die

angemessen.
Private Telefonprofile im Ersatzwagen müssen kontrolliert

werden.
Die Modellrechnung verwendet den Regelsteuersatz von

Prozent.
Zwei fiktive Hol- und Bringfahrten kosten brutto

Euro.
Eine mögliche Datenpanne meldest Du

intern.
Rechnungsunterlagen können gesetzlichen

unterliegen.



Offene Aufgaben

Niveaustufen: Basis = Leicht, Anwendung = Standard, Transfer = Schwer. Arbeite ausschließlich mit den fiktiven Rollen und Fällen.


Leicht – Basis

  1. Datenkarte: Erstelle drei Karten „benötigt“, „prüfen“ und „nicht benötigt“ für den Auftrag FIK-042. Feedback: Gute Karten nennen den Zweck, weil die Sensibilität allein kein ausreichendes Auswahlkriterium ist.
  2. Dialogkarte: Sprich den Mini-Dialog über den Kontaktweg in eigenen Worten ein oder spiele ihn zu zweit. Feedback: Eine gute Erklärung unterscheidet Service und Werbung, damit Kundin K transparent entscheiden kann.
  3. Wimmelbildanalyse: Markiere drei mögliche Risiken im Wimmelbild und beschrifte passende Schutzmaßnahmen. Feedback: Ein bloßes Warnzeichen reicht nicht; die Maßnahme muss das benannte Risiko mindern.
  4. Merksatzplakat: Gestalte eine visuelle Lernkarte mit Zweck, Datenumfang und Zugriff. Feedback: Korrekt ist die Karte, wenn die drei Fragen voneinander unterscheidbar bleiben.


Standard – Anwendung

  1. Rollenmatrix: Entwickle aus der Modell-Tabelle eine kleine Zugriffsmatrix für Service, Werkstatt, Verkauf und Buchhaltung. Feedback: Jede Freigabe sollte eine Aufgabe begründen; pauschale Vollrechte sind nicht angemessen.
  2. Angebotsberatung: Empfiehl Kundin K Ersatzwagen oder zwei Bringfahrten und rechne die Bruttopreise vor. Feedback: Vergleiche Leistung und Datenbedarf; der günstigere Preis allein beantwortet den Kundenbedarf nicht.
  3. Werbegespräch: Spiele die Anfrage von Verkaufskraft V und formuliere eine höfliche rechtssichere Reaktion. Feedback: Die Antwort darf keine Einwilligung erfinden und muss den separaten Werbezweck erläutern.
  4. Auskunftsablauf: Zeichne vom Eingang einer Anfrage bis zur sicheren Rückmeldung ein Ablaufbild. Feedback: Identitätsprüfung, Zuständigkeit und Frist sind nötig, weil eine vorschnelle Auskunft selbst Daten offenlegen kann.


Schwer – Transfer

  1. Vorfallsimulation: Entwickle ein Rollenspiel zur fehlgeleiteten Auftragsnotiz mit Meldekette und Sofortmaßnahmen. Feedback: Die sofortige interne Meldung ist entscheidend, weil die gesetzliche Risiko- und Fristprüfung dem Verantwortlichen obliegt.
  2. Übergabevideo: Drehe mit fiktiven Bildschirmattrappen ein maximal zweiminütiges Video zur datensicheren Fahrzeugrückgabe. Feedback: Konten, Geräte und Navigationsdaten müssen geprüft werden, ohne sicherheitsrelevante Fahrzeugdaten unkontrolliert zu löschen.
  3. App-Prüfung: Entwerfe eine Prüfliste für eine neue Mobilitäts-App mit Zweck, Datenfluss, Drittanbieterrolle und Löschkonzept. Feedback: Die Liste ist belastbar, wenn sie Datenbedarf und Rechtsgrundlage vor Freigabe bewertet und unklare Risiken eskaliert.
  4. Beratungskonzept: Plane eine Ausstellung mit Produktkarten und Datenschutzampel für drei fiktive Mobilitätsangebote. Feedback: Begründe die Ampelfarbe anhand konkreter Datenflüsse; eine App ist nicht allein wegen ihrer Technik problematisch.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Begründe jede Entscheidung mit Zweck, Erforderlichkeit und Zuständigkeit; reine Begriffsdefinitionen reichen nicht.

  1. Zweckwechsel: Erkläre, warum der Werkstattkontakt nicht ungeprüft für einen App-Newsletter verwendet werden darf, und beschreibe den rechtlichen Prüfweg.
  2. Zugriffskonflikt: Eine Verkaufskraft soll aushelfen, hat aber keine Werkstattrechte. Entwickle eine zeitlich und sachlich begrenzte Lösung.
  3. Kundennutzen: Eine Kundin lehnt Standortfreigaben ab. Vergleiche zwei Angebote, passe die Beratung an und lege offene Rechtsfragen dar.
  4. Löschkonflikt: Eine Person verlangt Löschung; gleichzeitig existiert eine aufbewahrungspflichtige Rechnung. Trenne die Datenbestände und begründe Deine Maßnahmen.
  5. Vorfall: Nach falschem E-Mail-Versand entscheide, wer intern informiert wird, welche Daten zu sichern sind und wer die Behördenmeldung beurteilt.
  6. Gesprächsqualität: Überarbeite eine unklare Datenschutzauskunft in eine kurze, respektvolle Kundenantwort ohne falsche Rechtszusagen.


Lernnachweis

Abzugeben sind ausschließlich fiktive und selbst erstellte Materialien:

  1. Eine Datenzweck-Tabelle zum Auftrag FIK-042 mit mindestens fünf Entscheidungen und Begründungen.
  2. Eine Rollenmatrix mit mindestens vier Arbeitsbereichen und einer nachvollziehbaren Zugriffsbegrenzung.
  3. Ein Produktvergleich mit korrekter Netto-Steuer-Brutto-Rechnung und kundengerechter Empfehlung.
  4. Ein sicherer Gesprächsleitfaden zu Werbung oder Auskunft sowie eine Reaktion auf einen Datenschutzvorfall.
  5. Eine kurze Dokumentation zur Fahrzeugübergabe und zur Trennung von Löschung und Aufbewahrung.
  6. Eine Quellen- und Medienliste mit Urheber, Lizenz und konkreter Fundstelle.

Bewertung: Rechtsgrundlage und Zweck nachvollziehbar; so wenig Daten und Zugriff wie möglich; Zahlen richtig; Kommunikationsstil verständlich; Risiken benannt; alle Modelle und Abbildungen sauber gekennzeichnet. Keine echten Kundendaten oder Originalunterlagen einreichen.


OERs zum Thema

Gesetzestexte und geprüfte Fachquellen, Stand 11.10.2026:

  1. DSGVO, insbesondere Art. 5, 6, 12, 13, 15, 25, 28, 32–34 – verbindliche Primärquelle.
  2. § 7 UWG – Werbung und Bestandskundenausnahme.
  3. § 12 UStG – Regelsteuersatz von 19 %.
  4. § 14 UStG und § 33 UStDV – Rechnungsangaben und Kleinbetragsregelung.
  5. § 14b UStG – Aufbewahrung von Rechnungen.
  6. Bundesfinanzministerium: E-Rechnung – aktuelle Abgrenzung nach Geschäftsvorfall.
  7. Europäischer Datenschutzausschuss: Vernetzte Fahrzeuge und Mobilitätsanwendungen – fachliche Orientierung.
  8. Verbraucherzentrale: Datenschutzrechte, Stand Juli 2026 – ergänzende Erklärung.

Freie Commons-Bilder – unverändert eingebunden; jeweilige Dateiseite enthält Urheber- und Lizenzangaben:

Datei und Nachweis Autorenschaft Lizenz
Showroom of the dealership.jpg Krio100 CC BY-SA 4.0
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DataProtection-Wimmelbild.png Eschenzweig CC BY-SA 4.0
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Data icon.svg Grufo CC BY-SA 4.0
Carsharing-Fahrzeuge Conny CC BY-SA 4.0
OSMAnd im Fahrzeug © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons) CC BY-SA 4.0

Videos: Alexander Lehmann / Digitale Gesellschaft („Update für deine Freiheit“, „Wissen ist Macht“, „Privacy by Default“, 2018) sowie ADAC („Fahrzeugdaten“, 2014). Verifizierte Original-YouTube-Links sind oben eingebettet. Keine CC- oder OER-Lizenz der Videos unterstellen, nicht herunterladen oder neu hochladen. Externe Videoeinbettungen können Daten an YouTube übertragen; die Plattform muss hierfür die einschlägigen Datenschutzanforderungen umsetzen. Die Aufgaben sind auch ohne Videos mit den Dialogen und Textkarten lösbar.

Enzyklopädische Vertiefung (kein Ersatz für aktuelle Gesetzestexte):



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