Ausbildung zum Metallbauer in der Metallgestaltung - Schmied


Ausbildung zum Metallbauer in der Metallgestaltung - Schmied
Ausbildung zum Metallbauer in der Metallgestaltung - Schmied

Einleitung
Die staatlich anerkannte Ausbildung heißt in Deutschland Metallbauer beziehungsweise Metallbauerin – Fachrichtung Metallgestaltung. Die traditionellen Bezeichnungen Schmied, Kunstschmied und Metallgestalter werden im beruflichen Alltag weiterhin verwendet. In diesem Handwerk verbindest Du technische Planung, sichere Fertigung und gestalterisches Denken. Du bearbeitest vor allem Stahl sowie je nach Auftrag weitere Metalle, stellst Einzelteile und Baugruppen her, montierst sie und schützt ihre Oberflächen.
Die duale Ausbildung dauert regulär 42 Monate. Sie findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Typische Arbeitsfelder sind Kunst- und Beschlagschmieden, Metallgestaltungsbetriebe, Kunstschlossereien, Restaurierungswerkstätten und Betriebe des architektonischen Metallbaus. Gefertigt werden zum Beispiel Tore, Gitter, Geländer, Beschläge, Leuchten, Möbel, Schriftzüge, plastische Arbeiten und Bauteile für denkmalgeschützte Objekte.

Dieser Lernkurs richtet sich an Auszubildende. Du lernst, Arbeitsaufträge vollständig zu bearbeiten: vom Kundenwunsch über Entwurf, Werkstoffwahl, Arbeitsplanung und Fertigung bis zu Prüfung, Montage, Dokumentation und Übergabe.
Lernziele
Nach dem Kurs kannst Du das Berufsbild fachlich einordnen, Schmiedewerkzeuge sicher zuordnen, grundlegende Schmiedeverfahren erklären, geeignete Werkstoffe und Wärmequellen auswählen, Gestaltungsentscheidungen begründen, Arbeitsabläufe planen, Qualitätsmerkmale prüfen und Gefährdungen beurteilen. Praktische Schmiedearbeiten führst Du ausschließlich unter fachkundiger Aufsicht und nach den betrieblichen Betriebsanweisungen durch.
Berufsbild und Ausbildungsstruktur
Die Fachrichtung Metallgestaltung baut auf den gemeinsamen Grundlagen des Metallbauerhandwerks auf. Dazu gehören das Lesen technischer Unterlagen, Messen und Prüfen, manuelles und maschinelles Trennen, Umformen, Fügen, Schweißen, Montieren, Instandhalten und der Korrosionsschutz. In der Fachrichtung kommen besonders das Treiben von Flächen und Körpern, das Handhaben von Schmiedefeuern, das manuelle und maschinelle Schmieden, die Herstellung von Schmiedewerkzeugen, die Oberflächengestaltung und die Rekonstruktion historischer Bauteile hinzu.
Die berufliche Handlung folgt dem Prinzip Informieren – Planen – Entscheiden – Ausführen – Kontrollieren – Bewerten. Ein gutes Werkstück ist deshalb nicht nur optisch überzeugend. Es muss zugleich funktionsgerecht, maßhaltig, belastbar, sicher montierbar, wirtschaftlich herstellbar und dauerhaft geschützt sein.
Lernfelder der Fachrichtung Metallgestaltung
In den ersten Ausbildungsjahren stehen gemeinsame metalltechnische Grundlagen im Mittelpunkt. In der fachrichtungsspezifischen Vertiefung behandeln die Lernfelder unter anderem das Herstellen von Schmiedeteilen, das Herstellen von Gebrauchsgegenständen, das Herstellen von Türen, Toren und Gittern, das Herstellen von Treppen und Geländern sowie das Dokumentieren und Rekonstruieren denkmalgeschützter Bauteile.
Dabei lernst Du Freihandzeichnungen, Modelle, Fertigungsunterlagen und Prüfprotokolle zu erstellen. Neben traditionellen Techniken gehören auch Zeichnungsprogramme, moderne Maschinen, elektrische Erwärmung, dokumentierte Qualitätssicherung und kundenbezogene Präsentationen zum Berufsbild.
Gesellenprüfung
Die Gesellenprüfung ist gestreckt. Teil 1 soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden und geht als Prüfungsbereich Arbeitsauftrag mit 30 Prozent in das Gesamtergebnis ein. Teil 2 umfasst in der Fachrichtung Metallgestaltung die Prüfungsbereiche Kundenauftrag, Metallgestaltung, Arbeitsplanung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Im Gesamtergebnis werden Arbeitsauftrag mit 30 Prozent, Kundenauftrag mit 35 Prozent, Metallgestaltung und Arbeitsplanung mit jeweils 12,5 Prozent sowie Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 Prozent gewichtet.
Entscheidend ist nicht nur das fertige Werkstück. Du musst auch Arbeitsabläufe planen, Material und Werkzeuge auswählen, Sicherheits- und Umweltaspekte berücksichtigen, Maße und Funktionen prüfen, Ergebnisse dokumentieren und Dein Vorgehen im Fachgespräch begründen.
Werkstoffe und Erwärmung
Beim handwerklichen Schmieden wird der Werkstoff nicht geschmolzen, sondern im plastischen Zustand umgeformt. Häufig werden unlegierte oder niedriglegierte Stähle verwendet. Die Eignung und der zulässige Temperaturbereich hängen jedoch von der genauen Stahlsorte, dem Lieferzustand und der späteren Beanspruchung ab. Kupfer und Kupferlegierungen können ebenfalls gestalterisch verarbeitet werden, verlangen aber andere Temperatur- und Bearbeitungsbedingungen.
Zu niedrige Temperatur erhöht die erforderlichen Kräfte und kann Risse begünstigen. Zu hohe Temperatur kann Kornwachstum, starke Verzunderung, Entkohlung oder das Verbrennen des Stahls verursachen. Die Glühfarbe liefert nur eine grobe Orientierung, weil Umgebungslicht und Oberfläche die Wahrnehmung beeinflussen. Für reproduzierbare Ergebnisse werden nach Möglichkeit geeignete Temperaturmessgeräte und werkstoffbezogene Vorgaben genutzt.

Schmiedefeuer und Wärmequellen
Kohleessen ermöglichen eine örtlich konzentrierte Erwärmung und eine gezielte Feuerführung. Gasessen erwärmen häufig gleichmäßiger und sind gut regelbar. Elektrische Widerstands- oder Induktionsanlagen können energie- und prozessbezogene Vorteile bieten. Unabhängig von der Wärmequelle musst Du Feuerzone, Luftzufuhr, Werkstücklage, Erwärmungsdauer und Abgasführung kontrollieren.
Ein geeignet geführtes Feuer vermindert unnötige Oxidation. Das Werkstück wird gleichmäßig erwärmt, regelmäßig beobachtet und rechtzeitig entnommen. Jede erneute Erwärmung benötigt Energie und kann die Oberfläche verändern. Eine gute Arbeitsplanung reduziert deshalb unnötige Wärmezyklen.
Werkzeuge und Maschinen
Der Amboss ist das zentrale Gegenlager beim Freiformschmieden. Seine Bahn dient als ebene Arbeitsfläche, das Horn unterstützt Biege- und Rundarbeiten. Vierkantloch und Rundloch nehmen je nach Amboss Bauform Werkzeuge auf oder unterstützen Locharbeiten. Der Amboss muss standsicher, in passender Arbeitshöhe und mit freier Schlagzone aufgestellt sein.

Zu den Handwerkzeugen gehören Handhämmer, Vorschlaghämmer, Schmiedezangen, Abschrot- und Meißelwerkzeuge, Lochdorne, Setzhämmer, Gesenke, Voller, Biegegabeln, Schablonen und Lehren. Die Zange muss zum Querschnitt passen und das Werkstück sicher halten. Hammerbahn, Stiel, Keilung und Werkzeugköpfe werden vor der Arbeit kontrolliert. Aufpilzungen an Schlagwerkzeugen müssen fachgerecht beseitigt werden.

Maschinenhämmer und Pressen erhöhen die Umformleistung und ermöglichen wiederholbare Formen. Sie verändern jedoch die Gefährdungslage: Quetschstellen, ausgeworfener Zunder, Lärm, Vibrationen und große Werkstückmassen verlangen klare Zeichen, sichere Zangenführung, abgestimmte Teamarbeit und eine konsequent freie Arbeitszone.
Grundtechniken des Schmiedens
Beim Strecken oder Ausziehen wird das Werkstück länger, während sein Querschnitt kleiner wird. Beim Breiten wird Material gezielt in die Breite verteilt. Beim Stauchen wird die Länge verringert und der Querschnitt vergrößert. Das Absetzen erzeugt einen klaren Querschnittsübergang. Beim Biegen und Verdrehen entstehen Richtungsänderungen und plastische Gestaltungselemente.
Das Abschroten trennt warmes Material mit geeigneten Schneidwerkzeugen. Beim Lochen wird Material verdrängt; anschließend kann ein Dorn die Öffnung kalibrieren. Beim Spalten wird das Material längs geöffnet. Das Feuerschweißen ist ein anspruchsvolles stoffschlüssiges Fügeverfahren, bei dem geeignete, saubere Kontaktflächen unter passender Temperatur, Atmosphäre und Druck verbunden werden. Es erfordert viel Erfahrung und wird in der Ausbildung unter enger Anleitung geübt.
Beim Treiben werden Bleche mit Hämmern über oder in geeigneten Unterlagen plastisch zu Flächen und Körpern umgeformt. Punzieren, Ziselieren, Gravieren, Tauschieren und Ätzen können Oberflächen strukturieren oder verzieren. Werkzeugspuren dürfen bewusst sichtbar bleiben, müssen aber zur Gestaltung, Funktion und geforderten Oberflächenqualität passen.
Gestaltung und Auftragsbearbeitung
Metallgestaltung beginnt mit einer präzisen Aufgabenklärung. Du ermittelst Nutzung, Einbauort, Maße, Belastungen, Sicherheitsanforderungen, Budget, Termin, Stilvorstellungen und Pflegebedarf. Danach entwickelst Du mehrere Ideen und vergleichst sie nach Funktion, Herstellbarkeit, Kosten und gestalterischer Wirkung.
Wichtige Gestaltungsgrundsätze sind Proportion, Rhythmus, Kontrast, Gleichgewicht, Wiederholung und das Verhältnis von gefüllter zu leerer Fläche. Ein Entwurf wird durch Freihandskizzen, Ansichten, Details, Modelle oder digitale Darstellungen konkretisiert. Erst danach legst Du Werkstoffe, Querschnitte, Verbindungen, Fertigungsfolgen und Oberflächen fest.

Vom Entwurf zum fertigen Bauteil
- Auftrag analysieren: Kundenwunsch, Funktion, Einbausituation, Normen und Risiken klären.
- Entwurf entwickeln: Varianten skizzieren, Gestaltung begründen und Freigabe einholen.
- Fertigung planen: Werkstoff, Rohlängen, Werkzeuge, Maschinen, Fügeverfahren, Prüfmittel und Zeitbedarf festlegen.
- Bauteile herstellen: Trennen, Erwärmen, Umformen, Fügen und Richten in sinnvoller Reihenfolge ausführen.
- Qualität sichern: Maße, Winkel, Symmetrie, Oberfläche, Verbindungen und Funktion prüfen.
- Montieren und übergeben: Transport sichern, Befestigung fachgerecht ausführen, Dokumentation und Pflegehinweise übergeben.
Fügen, Montieren und Befestigen
In der Metallgestaltung werden lösbare und unlösbare Verbindungen kombiniert. Dazu gehören Schrauben, Nieten, formschlüssige Zapfen- und Bundverbindungen, Schweißen, Hart- oder Weichlöten sowie Feuerschweißen. Die Auswahl richtet sich nach Werkstoff, Belastung, Gestaltungsabsicht, Demontierbarkeit, Korrosionsverhalten und geltenden technischen Regeln.
Bei tragenden oder sicherheitsrelevanten Bauteilen reichen gestalterische Erwägungen nicht aus. Abmessungen, Befestigungsmittel, Schweißausführung, Randabstände, Untergrund und Montagefolge müssen nach den jeweils geltenden Vorgaben geplant und geprüft werden. Änderungen an einer freigegebenen Konstruktion werden dokumentiert und abgestimmt.
Oberflächen und Korrosionsschutz
Vor der Oberflächenbehandlung werden Zunder, Schweißspritzer, Fett, Staub und lose Korrosionsprodukte entfernt. Bürsten, Schleifen und Strahlen erzeugen unterschiedliche Rauheiten und optische Wirkungen. Patinieren, Schwarzbrennen, Wachsen oder Ölen können gestalterisch sinnvoll sein, bieten aber nicht in jeder Umgebung einen ausreichenden Langzeitschutz.
Für Außenbauteile kommen je nach Konstruktion und Anforderung Beschichtungssysteme, Pulverbeschichtung, Feuerverzinken oder kombinierte Duplexsysteme infrage. Hohlräume, Spalte, Wasserfallen und Kontaktstellen unterschiedlicher Metalle sind schon im Entwurf zu berücksichtigen. Guter Korrosionsschutz entsteht durch das Zusammenspiel von werkstoffgerechter Konstruktion, sorgfältiger Vorbehandlung, passendem Schutzsystem und planbarer Wartung.

Messen, Prüfen und Qualität sichern
Qualität wird während des gesamten Prozesses geprüft. Du kontrollierst Ausgangsmaterial, Rohlängen, Erwärmung, Zwischenmaße, Winkel, Radien, Ebenheit, Symmetrie, Passungen, Verbindungen, Oberflächen und Funktion. Typische Prüfmittel sind Stahllineal, Messschieber, Winkel, Radiuslehren, Schablonen und speziell angefertigte Schmiedelehren.

Messwerte allein reichen nicht aus. Ein Prüfprotokoll muss erkennen lassen, was, womit, wann, nach welcher Vorgabe und mit welchem Ergebnis geprüft wurde. Abweichungen werden nicht verdeckt, sondern bewertet, fachgerecht korrigiert und dokumentiert. Wiederkehrende Fehler führen zu einer Verbesserung des Arbeitsablaufs.
Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz
Beim Schmieden treten hohe Temperaturen, Funken, Zunder, Quetsch- und Schlaggefahren, Lärm, Rauch, Gase, Staub und körperliche Belastungen auf. Vor Arbeitsbeginn prüfst Du Arbeitsplatz, Lüftung oder Absaugung, Werkzeuge, Zangen, Hammerstiele, Maschinen, Brandschutz und Fluchtwege. Heiße Werkstücke werden eindeutig gekennzeichnet und nur an vorgesehenen Stellen abgelegt.
Zur persönlichen Schutzausrüstung gehören abhängig vom Arbeitsverfahren Schutzbrille, geeigneter Gesichtsschutz, Gehörschutz, Sicherheitsschuhe und körperbedeckende, schwer entflammbare Arbeitskleidung. Handschuhe werden nur entsprechend der Gefährdungsbeurteilung verwendet; an rotierenden Maschinen können sie gefährlich sein. Lockere Kleidung, Schmuck und ungesicherte lange Haare sind unzulässig.
Bei Kohle- und Gasfeuern ist eine wirksame Abgasführung besonders wichtig. Brennstoffe, Hilfsstoffe und Beschichtungen werden nach Betriebsanweisung gelagert, verwendet und entsorgt. Metallreste werden getrennt gesammelt. Materialoptimierung, gut isolierte Feuer, passende Chargengrößen und vermiedene Leerheizzeiten senken Energieverbrauch und Emissionen.
Restaurierung und Denkmalpflege
Bei historischen Bauteilen steht der Erhalt der vorhandenen Substanz im Mittelpunkt. Du dokumentierst Zustand, Schäden, Maße, Werkspuren, Verbindungen, Material und Stilmerkmale durch Beschreibung, Fotografie, Skizzen und Detailzeichnungen. Danach wird mit Auftraggebern, Fachplanung und gegebenenfalls der Denkmalpflege abgestimmt, welche Teile erhalten, gesichert, ergänzt oder rekonstruiert werden.
Traditionelle Techniken wie Feuerschweißen, Nieten, Treiben oder Schwarzbrennen können erforderlich sein, müssen aber zum Original und zum Erhaltungsziel passen. Neue Ergänzungen werden fachlich begründet und dokumentiert. Unnötiges Überschleifen, Überformen oder Ersetzen kann historische Informationen unwiederbringlich zerstören.
Digitalisierung, Nachhaltigkeit und berufliche Entwicklung
Digitale Zeichnungen, CAD, CNC-gestützte Trennverfahren, 3D-Scan und digitale Dokumentation ergänzen das traditionelle Handwerk. Sie ersetzen nicht das Werkstoffgefühl, erleichtern aber Variantenvergleich, Stücklisten, Schablonen, Kalkulation, Reproduzierbarkeit und Bestandsaufnahme. Entscheidend ist, analoge und digitale Verfahren auftragsbezogen zu kombinieren.
Nach der Gesellenprüfung sind unter anderem die Fortbildung zum Metallbauermeister, gestalterische Weiterbildungen oder Spezialisierungen in Restaurierung, Schweißtechnik, Konstruktion und digitaler Fertigung möglich. Gute Fachkräfte verbinden handwerkliche Präzision, gestalterisches Urteil, Kundenkommunikation, wirtschaftliches Denken und die Bereitschaft, Arbeitsweisen ständig zu verbessern.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wie lautet die staatlich anerkannte Fachrichtung des beschriebenen Ausbildungsberufs? (Metallgestaltung) (!Gießereitechnik) (!Zerspanungstechnik) (!Nutzfahrzeugelektronik)
Wie lange dauert die reguläre Ausbildung? (42 Monate) (!24 Monate) (!30 Monate) (!60 Monate)
Welche Wirkung hat das Strecken beim Schmieden? (Das Werkstück wird länger und der Querschnitt kleiner) (!Das Werkstück wird kürzer und der Querschnitt größer) (!Das Werkstück wird ohne Umformung getrennt) (!Das Werkstück wird vollständig geschmolzen)
Welches Werkzeug dient als zentrales Gegenlager beim Freiformschmieden? (Amboss) (!Messschieber) (!Bohrmaschine) (!Schweißbrenner)
Was geschieht beim Stauchen? (Die Länge nimmt ab und der Querschnitt zu) (!Die Länge nimmt zu und der Querschnitt ab) (!Das Metall wird spanend gebohrt) (!Eine Beschichtung wird aufgetragen)
Warum genügt die Glühfarbe nicht für eine genaue Temperaturbestimmung? (Sie wird durch Licht und Oberfläche beeinflusst) (!Sie zeigt nur die Werkstückmasse) (!Sie misst ausschließlich den Kohlenstoffgehalt) (!Sie ist nur bei Aluminium sichtbar)
Welcher Arbeitsschritt gehört an den Anfang einer vollständigen Auftragsbearbeitung? (Kundenwunsch und Anforderungen klären) (!Oberfläche beschichten) (!Bauteil ausliefern) (!Prüfprotokoll archivieren)
Was ist beim Lochen im Schmiedeprozess kennzeichnend? (Material wird verdrängt und die Öffnung kann gedornt werden) (!Material wird ausschließlich durch Sägen entfernt) (!Die Oberfläche wird galvanisch beschichtet) (!Das Werkstück wird nur kalt verklebt)
Welche Aussage zum Korrosionsschutz ist richtig? (Er beginnt bereits bei der konstruktiven Gestaltung) (!Er wird erst nach einem Korrosionsschaden geplant) (!Er besteht immer nur aus Wachs) (!Er ist bei Außenbauteilen unnötig)
Welche Prüfungsleistung hat im Gesamtergebnis das größte Einzelgewicht? (Kundenauftrag) (!Arbeitsplanung) (!Wirtschafts- und Sozialkunde) (!Metallgestaltung)
Memory
| Strecken | Länge größer und Querschnitt kleiner |
| Stauchen | Länge kleiner und Querschnitt größer |
| Absetzen | Klarer Querschnittsübergang |
| Dornen | Öffnung auf Form und Maß bringen |
| Treiben | Blech zu Fläche oder Körper umformen |
| Zunder | Oxidschicht auf heißem Stahl |
| Schmiedelehre | Wiederholbares Prüfen einer Kontur |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Amboss | Gegenlager beim Freiformschmieden |
| Schmiedezange | Sicheres Halten des heißen Werkstücks |
| Stauchen | Querschnitt durch Verkürzen vergrößern |
| Abschroten | Warmes Material trennen |
| Messschieber | Außen-, Innen- und Tiefenmaße prüfen |
| Patinieren | Oberfläche chemisch oder thermisch gestalten |
| Prüfprotokoll | Messergebnisse nachvollziehbar dokumentieren |
Kreuzworträtsel
| Amboss | Welches Werkzeug bildet das zentrale Gegenlager beim Schmieden? |
| Schmiedezange | Womit wird ein heißes Werkstück sicher gehalten? |
| Strecken | Wie heißt das Verlängern bei gleichzeitiger Querschnittsverringerung? |
| Treiben | Wie heißt das plastische Umformen von Blechen zu Flächen und Körpern? |
| Korrosion | Wie heißt die schädigende Reaktion eines Metalls mit seiner Umgebung? |
| Patinieren | Wie heißt das gezielte Erzeugen einer gestalteten Oberflächenschicht? |
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Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Werkzeugkunde: Fotografiere oder zeichne acht Werkzeuge aus der Ausbildungswerkstatt und beschrifte Funktion, typische Anwendung und eine Sicherheitskontrolle.
- Schmiedetechniken: Erstelle eine Bildfolge, die Strecken, Stauchen, Biegen und Absetzen anhand einfacher Skizzen unterscheidet.
- Arbeitssicherheit: Entwickle ein übersichtliches Warnplakat für die sichere Ablage und Kennzeichnung heißer Werkstücke.
- Metallgestaltung: Sammle Beispiele für Tore, Gitter oder Beschläge in Deiner Umgebung und beschreibe jeweils Rhythmus, Proportion und Kontrast.
Standard
- Arbeitsplanung: Plane die Herstellung eines einfachen geschmiedeten Hakens mit Skizze, Rohlängenüberlegung, Werkzeugliste, Arbeitsschritten und Prüfkriterien.
- Qualitätsmanagement: Entwirf ein Prüfprotokoll für ein symmetrisches Werkstück und begründe die Reihenfolge der Prüfungen.
- Korrosionsschutz: Vergleiche drei Schutzsysteme für ein Außenbauteil und bewerte Gestaltung, Haltbarkeit, Wartung, Kosten und Umweltaspekte.
- Kundenauftrag: Führe ein Rollenspiel zwischen Kundschaft und Metallgestaltungsbetrieb durch und erstelle daraus ein schriftliches Anforderungsprofil.
Schwer
- Entwurfsprojekt: Entwickle drei Varianten für ein Geländerfeld, bewerte sie mit einer Kriterienmatrix und arbeite die beste Lösung als maßstäbliche Zeichnung aus.
- Energieeffizienz: Untersuche einen typischen Schmiedeablauf und entwickle Maßnahmen, die Leerheizzeiten, unnötige Erwärmungen und Materialverlust verringern.
- Denkmalpflege: Dokumentiere ein historisches Metallbauteil fotografisch und zeichnerisch und formuliere ein zurückhaltendes Restaurierungskonzept.
- Videoprojekt: Produziere ein fachlich kommentiertes Lernvideo, das eine Schmiedetechnik erklärt, typische Fehler zeigt und alle Sicherheitsmaßnahmen sichtbar macht.


Lernkontrolle
- Auftragsanalyse: Ein Kunde wünscht ein Außentor mit filigraner Wirkung und geringem Wartungsaufwand. Entwickle zwei technisch realisierbare Konzepte und begründe Werkstoff, Querschnitte, Verbindungen und Schutzsystem.
- Fehleranalyse: Ein geschmiedeter Vierkant ist verdreht, maßlich zu kurz und stark verzundert. Leite mögliche Ursachen aus Arbeitsplanung, Temperaturführung und Schlagtechnik ab und entwickle eine Korrekturstrategie.
- Verfahrensauswahl: Vergleiche Lochen und Bohren für ein sichtbares Verbindungselement. Beurteile Materialfluss, Optik, Maßgenauigkeit, Zeitbedarf und Nacharbeit.
- Sicherheitskonzept: Plane den Arbeitsplatz für Teamarbeit am Maschinenhammer. Ordne Personen, Materialfluss, Zeichen, Prüfungen und Notfallmaßnahmen sinnvoll an.
- Restaurierungsentscheidung: Ein historisches Gitter enthält korrodierte Originalteile und jüngere Schweißreparaturen. Entwickle Kriterien, nach denen Erhalten, Ergänzen oder Ersetzen entschieden werden soll.
- Qualitätssicherung: Entwirf für ein Paar geschmiedeter Konsolen einen Prüfplan, der Maße, Symmetrie, Verbindungen, Oberfläche, Belastbarkeit und Dokumentation verbindet.
Lernnachweis
Für einen aussagekräftigen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du einen metallgestalterischen Auftrag ganzheitlich bearbeiten kannst.
- Eine nachvollziehbare Auftragsanalyse mit Kundenanforderungen und technischen Randbedingungen
- Mindestens zwei Entwurfsvarianten mit begründeter Auswahl
- Maßstäbliche Gesamt- und Detailzeichnungen sowie eine Werkstoff- und Stückliste
- Einen Arbeitsplan mit Fertigungsfolge, Werkzeugen, Maschinen und Zeitansätzen
- Eine dokumentierte Gefährdungsbeurteilung für die geplanten Arbeiten
- Ein fachgerecht gefertigtes oder als Modell dargestelltes Werkstück
- Ein Prüfprotokoll mit Sollwerten, Messmitteln, Ergebnissen und Bewertung
- Eine Reflexion zu Gestaltung, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Verbesserungsmöglichkeiten
OERs zum Thema
- BIBB: Metallbauer und Metallbauerin – Fachrichtung Metallgestaltung
- Ausbildungsordnung für Metallbauer und Metallbauerinnen
- KMK: Rahmenlehrpläne für berufliche Schulen
- Wikimedia Commons: freie Medien zum Schmiedehandwerk
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