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Arbeitssicherheit im Technikbetrieb – Gefahrstoffe anhand von Kennzeichnungen einordnen

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Arbeitssicherheit im Technikbetrieb – Gefahrstoffe anhand von Kennzeichnungen einordnen

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Arbeitssicherheit im Technikbetrieb – Gefahrstoffe anhand von Kennzeichnungen einordnen

Zielgruppe: Ausbildung im Technikbetrieb Kurzbeschreibung: Du trainierst, Gefahrstoffe über Kennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt einzuordnen, Lagerungs- und Schutzbedarf zu erkennen und bei Unsicherheit richtig zu eskalieren.

Wichtig: Dieser Lernkurs ersetzt weder die gesetzlich erforderliche Unterweisung, noch praktische Qualifikation, betriebliche Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung oder eine erforderliche Arbeitsfreigabe. Ein Quiz allein berechtigt nicht zum Umgang mit Gefahrstoffen.


Einleitung

Im Technikbetrieb reichen wenige Sekunden für eine falsche Entscheidung: Ein unbeschrifteter Kanister, ein Lösemittel neben einer Zündquelle oder ein beschädigtes Gebinde können gefährlich werden. Du lernst deshalb einen einfachen Ablauf:

  1. Erkennen: Etikett und Gefahrenpiktogramme lesen.
  2. Prüfen: Sicherheitsdatenblatt und betriebliche Regeln heranziehen.
  3. Entscheiden: Schutzmaßnahmen, Lagerung und Arbeitsweise nur aus gesicherten Informationen ableiten.
  4. Eskalieren: Bei fehlenden, widersprüchlichen oder unklaren Informationen Arbeit stoppen und zuständige Personen informieren.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du

  1. die neun GHS-Gefahrenpiktogramme grob einordnen,
  2. Signalwort, H-Hinweise und P-Hinweise unterscheiden,
  3. wichtige Abschnitte eines Sicherheitsdatenblatts gezielt finden,
  4. erkennen, warum Lagerung und PSA nicht allein aus einem Piktogramm abgeleitet werden dürfen,
  5. typische Stoppsignale erkennen und eine sichere Eskalation einleiten.


Lernpfad in kurzen Einheiten

Einheit Dauer Fokus
1 – Kennzeichnung sehen 5–8 min Piktogramme und Signalwort
2 – Etikett lesen 5–8 min H- und P-Hinweise
3 – Sicherheitsdatenblatt nutzen 8–10 min Abschnitte 2, 4, 7, 8 und 10
4 – Lagerung beurteilen 8–10 min TRGS 510, Zusammenlagerung, Eskalation
5 – Ausbildungsfall 10–15 min Entscheidungssituation im Technikbetrieb
6 – Transfer 10–15 min Eigenen Arbeitsbereich prüfen


Lerneinheit 1: Gefahr über Kennzeichnung erkennen

Gefährliche Stoffe und Gemische werden nach der europäischen CLP-Verordnung gekennzeichnet. Ein Kennzeichnungsetikett kann unter anderem Gefahrenpiktogramme, ein Signalwort, H-Hinweise und P-Hinweise enthalten.

Ein Piktogramm ist ein Warnsignal, aber noch keine vollständige Arbeitsanweisung.


Die neun GHS-Piktogramme


GHS01 – Explodierende Bombe
Explosive oder stark reaktive Gefahren

GHS02 – Flamme
Entzündbare Gefahren

GHS03 – Flamme über Kreis
Oxidierende Gefahren

GHS04 – Gasflasche
Gase unter Druck

GHS05 – Ätzwirkung
Ätzend, schwere Augenschädigung oder metallkorrosiv

GHS06 – Totenkopf
Schwere akute Toxizität

GHS07 – Ausrufezeichen
z. B. Reizung oder gesundheitsschädliche Wirkung

GHS08 – Gesundheitsgefahr
z. B. ernste oder langfristige Gesundheitsgefahren

GHS09 – Umwelt
Gewässergefährdung

Merksatz: Das Symbol sagt Dir, welche Art von Gefahr möglich ist. Welche Schutzmaßnahme für Deine Tätigkeit notwendig ist, ergibt sich erst aus Gefährdungsbeurteilung, Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung.


Signalwort

Auf einem CLP-Etikett kann stehen:

  1. Gefahr: schwerwiegendere Gefahrenkategorie.
  2. Achtung: weniger schwerwiegende Gefahrenkategorie.

Steht Gefahr auf dem Etikett, erscheint dort nicht zusätzlich Achtung.


Lerneinheit 2: Das Etikett richtig lesen

Hinweis zum Bild: Das Bild ist ein frei nutzbares GHS-Beispieletikett des US-Verkehrsministeriums. Es dient hier nur dazu, typische Bestandteile eines Gefahrstoffetiketts sichtbar zu machen. Für Deinen Betrieb gelten die EU-CLP-Kennzeichnung und die konkreten Angaben auf dem Originalgebinde.


H und P unterscheiden

H-Hinweise beschreiben Gefahren. P-Hinweise beschreiben Vorsichtsmaßnahmen.

Beispiele für die Codierung:

  1. H2xx: physikalische Gefahren.
  2. H3xx: Gesundheitsgefahren.
  3. H4xx: Umweltgefahren.
  4. P2xx: Prävention.
  5. P3xx: Reaktion.
  6. P4xx: Aufbewahrung.
  7. P5xx: Entsorgung.

Praxisregel: Lies niemals nur das Piktogramm. Prüfe immer auch Signalwort und Wortlaut der H- und P-Hinweise.


Lerneinheit 3: Sicherheitsdatenblatt gezielt nutzen

Das Sicherheitsdatenblatt liefert die Detailinformationen, die Du für eine sichere betriebliche Entscheidung brauchst. Nach REACH ist es in 16 Abschnitte gegliedert.

Für die Ausbildung sind besonders wichtig:

Abschnitt Frage aus der Praxis
2 – Mögliche Gefahren Wie ist der Stoff oder das Gemisch eingestuft?
4 – Erste-Hilfe-Maßnahmen Was ist nach einer Exposition zu tun?
5 – Maßnahmen zur Brandbekämpfung Welche besonderen Brandgefahren bestehen?
6 – Maßnahmen bei unbeabsichtigter Freisetzung Was gilt bei Leckage oder Verschütten?
7 – Handhabung und Lagerung Wie darf das Produkt gehandhabt und gelagert werden?
8 – Expositionsbegrenzung und persönliche Schutzausrüstung Welche technischen, organisatorischen oder persönlichen Schutzmaßnahmen sind relevant?
10 – Stabilität und Reaktivität Welche Stoffe oder Bedingungen müssen vermieden werden?
13 – Hinweise zur Entsorgung Wie wird sicher entsorgt?

Wichtig: Die Auswahl von Handschuhen, Atemschutz oder anderer PSA darf nicht nur aus einem Piktogramm abgeleitet werden. Material, Durchbruchzeit, Tätigkeit, Exposition und betriebliche Gefährdungsbeurteilung sind entscheidend.


Lerneinheit 4: Lagerung sicher beurteilen

Ein Sicherheitsschrank kann Teil eines Lagerkonzepts sein. Ob ein Stoff dort gelagert werden darf, hängt aber vom konkreten Produkt, der Menge, der Lagerklasse, möglichen Reaktionen und der betrieblichen Gefährdungsbeurteilung ab.

Für ortsbewegliche Behälter konkretisiert die TRGS 510 Anforderungen an die Lagerung.

Nicht ausreichend: „GHS02 = immer in denselben Schrank.“ Besser: Sicherheitsdatenblatt Abschnitt 7 und 10 prüfen, betriebliche Lagerregeln und Lagerklasse beachten und bei Unsicherheit zuständige Fachpersonen fragen.


Vier Stoppsignale

Stoppe die Tätigkeit und eskaliere, wenn

  1. ein Gebinde unbekannt oder nicht eindeutig gekennzeichnet ist,
  2. Etikett und Sicherheitsdatenblatt nicht zusammenpassen,
  3. das Gebinde beschädigt ist oder Stoff austritt,
  4. Du Lagerung, PSA oder Reaktion nicht sicher beurteilen kannst.

Nie zur Identifikation: riechen, probieren, mit anderen Stoffen „testen“ oder ein unbekanntes Gebinde eigenmächtig umfüllen.


Video-Fall: Vorsicht Chemikalien

Der Film „Napo in … Vorsicht Chemikalien“ stammt vom offiziellen DGUV-Kanal. Beobachte eine kurze Szene und beantworte danach drei Fragen:

  1. Welche Kennzeichnung hätte die Person vor Beginn beachten müssen?
  2. Welche sichere Handlung wäre vor der Tätigkeit erforderlich gewesen?
  3. An welchem Punkt hätte die Person stoppen und eskalieren müssen?


Video-Fall: Versteckte Gefahren

Nicht jede Gefahr entsteht aus einem beschrifteten Gebinde. Schweißrauch, Quarzstaub, Hartholzstaub oder Dieselmotoremissionen können erst bei der Tätigkeit entstehen. Genau deshalb ersetzt das Lesen von Etiketten niemals die Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsprozesses.


Konkreter Ausbildungsfall

Situation: Du arbeitest in der Instandhaltung eines Technikbetriebs. Für eine Reinigung soll ein lösemittelhaltiges Produkt verwendet werden. Das Originalgebinde zeigt GHS02 und GHS07. Im Regal steht daneben ein zweiter Kanister mit handschriftlicher Aufschrift „Reiniger“, aber ohne vollständige Kennzeichnung.

Die Fachkraft bittet Dich, „schnell schon mal anzufangen“.


Entscheidung 1: Welches Gebinde?

Sichere Entscheidung: Nicht mit dem unvollständig gekennzeichneten Kanister arbeiten.

Begründetes Feedback: Ein Stoff muss eindeutig identifizierbar sein. Bei fehlender Kennzeichnung fehlen Dir belastbare Informationen über Gefährdung und Schutzmaßnahmen. Die Tätigkeit wird pausiert und an die zuständige Person gemeldet.


Entscheidung 2: Was prüfst Du beim Originalgebinde?

Sichere Entscheidung: Etikett mit Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung abgleichen.

Begründetes Feedback: Das Etikett liefert die erste Gefahreninformation. Für die Tätigkeit sind zusätzlich die konkreten Informationen zu Handhabung, Lagerung, Expositionsbegrenzung und Reaktivität nötig.


Entscheidung 3: Reicht „Handschuhe tragen“?

Sichere Entscheidung: Nein. Art und Eignung der Schutzhandschuhe müssen aus Abschnitt 8, Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung hervorgehen.

Begründetes Feedback: „Chemikalienschutzhandschuh“ ist keine pauschale Lösung. Material und Schutzdauer müssen zum Stoff und zur Tätigkeit passen.


Entscheidung 4: Wo wird gelagert?

Sichere Entscheidung: Nicht nach Gefühl oder nur nach dem Piktogramm einsortieren.

Begründetes Feedback: Abschnitt 7 und 10 des Sicherheitsdatenblatts, betriebliche Lagerregeln und die TRGS 510 sind maßgeblich. Bei unklarer Zusammenlagerung wird nicht experimentiert, sondern eskaliert.


Gestufte Hilfen

Hilfestufe 1 – Etikett: Welche Piktogramme, welches Signalwort und welche H-/P-Hinweise siehst Du?

Hilfestufe 2 – Sicherheitsdatenblatt: Für Gefahr → Abschnitt 2; Lagerung → Abschnitt 7; PSA → Abschnitt 8; Reaktivität → Abschnitt 10.

Hilfestufe 3 – Betriebliche Entscheidung: Prüfe Betriebsanweisung und Gefährdungsbeurteilung. Fehlt eine klare Aussage, nicht beginnen.

Hilfestufe 4 – Eskalation: Ausbilder/in, verantwortliche Führungskraft oder zuständige Fachperson informieren. Bei Unfall oder akuter Gefährdung betriebliche Alarm- und Notfallorganisation auslösen.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basis

  1. Piktogramm erkennen: Ordne GHS02, GHS05, GHS06 und GHS08 jeweils einer grundlegenden Gefahrenart zu. Feedback: Richtig ist die Zuordnung nur auf Ebene der Gefahrenart; konkrete PSA oder Lagerbedingungen lassen sich daraus noch nicht sicher ableiten.
  2. SDB finden: Nenne den SDB-Abschnitt für Lagerung und den Abschnitt für PSA. Feedback: Abschnitt 7 behandelt Handhabung/Lagerung, Abschnitt 8 Expositionsbegrenzung/PSA. Beide müssen zur betrieblichen Gefährdungsbeurteilung passen.


Anwendung

  1. Unbeschrifteter Kanister: Entscheide, ob Du damit arbeiten darfst, und begründe. Feedback: Nein. Unklare Identität bedeutet fehlende sichere Gefahreninformation. Stoppen, sichern und melden.
  2. Zwei Produkte im selben Schrank: Beide tragen rote Rauten. Darf daraus gemeinsame Lagerung abgeleitet werden? Feedback: Nein. Piktogramme allein reichen nicht; SDB, Lagerklasse, Mengen und mögliche Reaktionen müssen geprüft werden.


Transfer

  1. Arbeitsplatzcheck: Wähle ein reales, freigegebenes Produkt aus Deinem Ausbildungsbetrieb und beschreibe den Weg vom Etikett zur sicheren Tätigkeit. Feedback: Eine tragfähige Lösung verbindet Etikett, SDB, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Unterweisung und Freigabe.
  2. Störungsszenario: Entwirf für Deinen Bereich eine sichere Reaktion auf ein beschädigtes Gefahrstoffgebinde. Feedback: Gute Lösungen vermeiden Eigengefährdung, nennen klare Stopppunkte, sichern den Bereich und verweisen auf betriebliche Notfallregeln.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist bei einem unbeschrifteten Kanister im Technikbetrieb die richtige erste Entscheidung? (Tätigkeit stoppen und zuständige Person informieren) (!Durch Riechen den Inhalt bestimmen) (!Eine kleine Menge ausprobieren) (!Den Kanister in einen anderen Behälter umfüllen)




Welche Information beschreibt ein H-Hinweis? (Eine Gefahr) (!Eine Schichtzeit) (!Eine Bestellnummer) (!Eine Lagermenge)




Wofür steht ein P-Hinweis? (Für einen Sicherheitshinweis oder eine Vorsichtsmaßnahme) (!Für eine Produktcharge) (!Für eine Prüffrist) (!Für eine Personalnummer)




Welcher Abschnitt des Sicherheitsdatenblatts ist besonders wichtig für Handhabung und Lagerung? (Abschnitt 7) (!Abschnitt 1) (!Abschnitt 11) (!Abschnitt 16)




Welcher Abschnitt des Sicherheitsdatenblatts enthält Angaben zur Expositionsbegrenzung und persönlichen Schutzausrüstung? (Abschnitt 8) (!Abschnitt 3) (!Abschnitt 12) (!Abschnitt 15)




Was bedeutet GHS02 grundsätzlich? (Entzündbare Gefahr) (!Akute Toxizität mit Totenkopf) (!Gase unter Druck) (!Gewässergefährdung)




Was zeigt GHS05 grundsätzlich an? (Ätzwirkung oder schwere Augenschädigung kann vorliegen) (!Nur eine Lärmbelastung) (!Nur eine biologische Gefahr) (!Nur eine elektrische Gefahr)




Kann aus einem Gefahrenpiktogramm allein der richtige Schutzhandschuh ausgewählt werden? (Nein, dafür sind weitere Angaben und die Gefährdungsbeurteilung nötig) (!Ja, jedes Piktogramm hat genau einen Handschuhtyp) (!Ja, wenn der Handschuh dick genug ist) (!Ja, wenn zwei Handschuhe übereinander getragen werden)




Was ist bei unklarer Zusammenlagerung zweier Gefahrstoffe richtig? (Nicht eigenmächtig zusammenlagern und die zuständige Regelung prüfen lassen) (!Beide Stoffe mischen und beobachten) (!Nur auf die Farbe der Verpackung achten) (!Die Etiketten entfernen)




Was ersetzt dieser Lernkurs nicht? (Unterweisung, praktische Qualifikation und betriebliche Freigabe) (!Das selbstständige Wiederholen) (!Das Nachschlagen von Fachbegriffen) (!Das Üben von Zuordnungen)





Memory

GHS02 Entzündbare Gefahr
GHS05 Ätzwirkung
GHS06 Akute Toxizität
GHS08 Ernste Gesundheitsgefahr
Sicherheitsdatenblatt Detailinformationen zum Produkt
Betriebsanweisung Tätigkeitsbezogene Schutzregeln
Eskalation Unsicherheit an zuständige Stelle melden





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Etikett Erste Gefahrenübersicht
Sicherheitsdatenblatt Ausführliche Stoffinformationen
Betriebsanweisung Regeln für die konkrete Tätigkeit
Gefährdungsbeurteilung Grundlage der betrieblichen Schutzmaßnahmen
Unterweisung Verständliche Vermittlung der sicheren Arbeitsweise






Kreuzworträtsel

Signalwort Welcher Kennzeichnungsbestandteil lautet zum Beispiel Gefahr oder Achtung?
Piktogramm Wie heißt das rautenförmige Gefahrensymbol?
Lagerung Welches Thema behandelt Abschnitt 7 unter anderem?
Unterweisung Wie heißt die arbeitsplatzbezogene Vermittlung von Gefahren und Schutzmaßnahmen?
Schutzbrille Welche persönliche Schutzausrüstung kann zum Augenschutz dienen?
Gefahrstoff Wie nennt man einen Stoff oder ein Gemisch mit gefährlichen Eigenschaften im Arbeitsschutz?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Gefahrenpiktogramm liefert eine erste Information über eine mögliche

.
Das Signalwort für schwerwiegendere Gefahrenkategorien lautet

.
Ausführliche Angaben zu einem Produkt findest Du im

.
Angaben zur Handhabung und Lagerung stehen besonders in Abschnitt

.
Angaben zur Expositionsbegrenzung und PSA findest Du besonders in Abschnitt

.
Bei einem unbekannten oder unvollständig gekennzeichneten Gebinde muss die Tätigkeit

werden.
Die Auswahl von PSA richtet sich nicht nur nach dem Piktogramm, sondern nach der

.
Regeln für die konkrete Tätigkeit werden unter anderem in einer

festgehalten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Piktogramm-Karte: Gestalte eine Lernkarte mit vier GHS-Piktogrammen und je einem kurzen Merksatz.
  2. SDB-Schnitzeljagd: Suche in einem freigegebenen Sicherheitsdatenblatt die Abschnitte 2, 7, 8 und 10.
  3. Etikett-Check: Fotografiere nur mit betrieblicher Erlaubnis ein freigegebenes Gefahrstoffetikett oder zeichne es ab und beschrifte seine Elemente.
  4. Stoppsignale: Formuliere vier Situationen, in denen Du die Arbeit nicht beginnen würdest.


Standard

  1. Etikett zu Betriebsanweisung: Vergleiche ein reales Etikett mit der zugehörigen Betriebsanweisung und markiere Gemeinsamkeiten und Zusatzinformationen.
  2. Lager-Check: Erstelle für ein freigegebenes Produkt eine Prüfliste aus SDB-Abschnitt 7 und 10.
  3. PSA-Begründung: Erkläre für eine konkrete Tätigkeit, warum die PSA-Auswahl mehr Informationen als nur das Piktogramm benötigt.
  4. Kurzunterweisung: Entwirf eine dreiminütige Unterweisung für neue Auszubildende zum Thema „Unbekanntes Gebinde“.


Schwer

  1. Entscheidungsbaum: Entwickle einen Entscheidungsbaum von „Gebinde gefunden“ bis „Tätigkeit freigegeben“.
  2. Lagerkonzept: Analysiere mit Deiner Ausbilderin oder Deinem Ausbilder einen realen Lagerbereich und leite Verbesserungsfragen ab.
  3. Störungsübung: Plane eine Tischübung für ein beschädigtes Gefahrstoffgebinde mit Rollen, Stopppunkten und Eskalationswegen.
  4. Transferprojekt: Produziere ein kurzes Erklärvideo, das zeigt, warum Kennzeichnung, SDB, Betriebsanweisung und Unterweisung zusammengehören.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse: Ein Produkt trägt GHS02 und GHS07. Begründe, welche Informationen Du zusätzlich benötigst, bevor Du damit arbeitest.
  2. Informationsweg: Erkläre, wie Du bei einer geplanten Reinigungsarbeit vom Etikett zu einer sicheren betrieblichen Entscheidung gelangst.
  3. Zusammenlagerung: Zwei Gebinde haben unterschiedliche Piktogramme. Entwickle einen Prüfweg, mit dem Du klärst, ob sie zusammen gelagert werden dürfen.
  4. Unsicherheit: Beschreibe, wie Du reagierst, wenn Sicherheitsdatenblatt und Etikett offensichtlich nicht zusammenpassen.
  5. PSA-Transfer: Begründe, warum „GHS05 = immer dieselben Handschuhe“ fachlich keine ausreichende Regel ist.
  6. Prozessgefahr: Nenne ein Beispiel für eine Gefahr, die erst beim Arbeitsprozess entsteht, und erkläre, warum ein Etikett diese Gefahr nicht vollständig abdecken kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du

  1. GHS-Piktogramme als erste Gefahreninformation richtig einordnest,
  2. Signalwort sowie H- und P-Hinweise unterscheiden kannst,
  3. relevante Abschnitte eines Sicherheitsdatenblatts gezielt findest,
  4. Lagerentscheidungen nicht allein aus Piktogrammen ableitest,
  5. PSA nur auf Grundlage belastbarer betrieblicher Informationen auswählst,
  6. unbekannte, beschädigte oder widersprüchlich gekennzeichnete Gebinde als Stoppsignal erkennst,
  7. den betrieblichen Eskalationsweg beschreiben kannst,
  8. Grenzen eines Online-Quiz gegenüber Unterweisung, Praxisqualifikation und Freigabe benennen kannst.




Fachquellen und Rechtsstand

Geprüft am 04.10.2026.

  1. Gefahrstoffverordnung (GefStoffV): insbesondere §§ 5, 6, 8 und 14 sowie Anhang I zur Lagerung; zuletzt geändert durch Verordnung vom 17.12.2025.
  2. BAuA – Einstufung und Kennzeichnung: CLP-Kennzeichnung mit Piktogrammen, Signalwort, H- und P-Hinweisen.
  3. BAuA – Sicherheitsdatenblatt: Anforderungen nach REACH Artikel 31 und Anhang II.
  4. TRGS 510 – Lagerung von Gefahrstoffen in ortsbeweglichen Behältern: Ausgabe Dezember 2020, im aktuellen BAuA-Regelwerk weiterhin geführt.
  5. TRGS 555 – Betriebsanweisung und Information der Beschäftigten: Ausgabe Februar 2017.
  6. ECHA – Guidance on the compilation of safety data sheets: Version 4.0, 2020.
  7. DGUV/Napo: Film „Vorsicht Chemikalien“ zur sicheren Arbeit mit gefährlichen Stoffen.


Medien und Rechte

  1. GHS01 bis GHS09: Wikimedia-Commons-Dateien aus der Reihe „GHS-pictogram-…svg“; auf Commons als gemeinfrei/Public Domain gekennzeichnet.
  2. ERG 2024 - GHS Example Label.svg: Wikimedia Commons; Werk des U.S. Department of Transportation, Public Domain in den USA.
  3. Sicherheitsschrank Gefahrstoffschrank.jpg: Wikimedia Commons; asecos, CC BY 3.0 / alternativ GFDL gemäß Dateiseite.
  4. Napo in … Vorsicht Chemikalien: Einbettung des offiziellen DGUV-YouTube-Videos; Rechte verbleiben beim Anbieter.
  5. Napo in … Die versteckten Gefahren: Einbettung des verifizierten Napo-YouTube-Kanals; Rechte verbleiben beim Anbieter.

Medienregel: Die Bilder werden über ihre Wikimedia-Commons-Dateinamen eingebunden. Vor einer externen Weiterverwendung außerhalb des Wikis muss die jeweilige Dateiseite mit Urheber- und Lizenzangaben beachtet werden.


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