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Anschlagmittel auswählen und prüfen - Schmied

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Anschlagmittel auswählen und prüfen - Schmied



Anschlagmittel auswählen und prüfen - Schmied


Einleitung

In einer Schmiede werden Rohlinge, Gesenke, Werkzeuge, Vorrichtungen und fertige Bauteile häufig mit Kranen oder anderen Hebezeugen bewegt. Dabei stellt das Anschlagmittel die Verbindung zwischen dem Tragmittel des Hebezeugs, zum Beispiel dem Kranhaken, und der Last her. Fehler bei der Auswahl oder ein übersehener Schaden können zum Absturz einer Last führen. In einer Schmiede kommen zusätzliche Beanspruchungen durch hohe Temperaturen, Zunder, Funkenflug, scharfe Kanten, raue Oberflächen und schwere, ungleichmäßig geformte Werkstücke hinzu.

Dieser aiMOOC richtet sich an Auszubildende in der Metalltechnik, insbesondere an angehende Metallbauer, Metallgestalter und Beschäftigte in handwerklichen oder industriellen Schmiedebetrieben. Du lernst, Anschlagmittel fachgerecht auszuwählen, ihre Kennzeichnung zu lesen, eine Kontrolle vor der Benutzung durchzuführen und erkennbare Ablegekriterien sicher zu beurteilen. Der Kurs ersetzt keine betriebliche Unterweisung, keine Betriebsanweisung und keine Prüfung durch eine zur Prüfung befähigte Person.


Lernziele

Nach der Bearbeitung kannst Du Anschlagmittel von Tragmitteln und Lastaufnahmemitteln unterscheiden. Du kannst Lastmasse, Schwerpunkt, Anschlagart, Neigungswinkel, Oberflächenbeschaffenheit, Temperatur und Umgebungsbedingungen in die Auswahl einbeziehen. Außerdem kannst Du typische Schäden an Anschlagketten, Drahtseilen, Hebebändern, Rundschlingen, Schäkeln, Haken und Anschlagpunkten erkennen und das richtige Vorgehen bei Ablegereife erklären.


Fachliche Grundlagen


Begriffe sicher unterscheiden

Eine Lastaufnahmeeinrichtung besteht aus verschiedenen Teilen, die im Kraftfluss zusammenwirken. Für die Arbeitssicherheit ist eine eindeutige Benennung wichtig.

Begriff Fachliche Bedeutung Beispiel
Tragmittel Mit dem Hebezeug fest verbundenes Teil, das die Lastkraft aufnimmt Hubseil, Lastkette oder Kranhaken des Hebezeugs
Anschlagmittel Nicht dauerhaft zum Hebezeug gehörende Verbindung zwischen Tragmittel und Last oder zwischen Tragmittel und Lastaufnahmemittel Anschlagkette, Drahtseilgehänge, Hebeband, Rundschlinge
Lastaufnahmemittel Einrichtung, die die Last aufnimmt, ohne selbst Teil des Hebezeugs zu sein Traverse, Greifer, Zange, Hebeklemme oder Lasthebemagnet
Anschlagpunkt Konstruktiv vorgesehene Verbindungsmöglichkeit an der Last Anschlagöse, schraubbarer oder schweißbarer Anschlagpunkt


Typische Anschlagmittel

Anschlagketten sind robust und für raue betriebliche Bedingungen geeignet. In Schmieden werden sie häufig verwendet, weil geeignete Ketten hohe mechanische Beanspruchungen und – innerhalb der Herstellergrenzen – erhöhte Temperaturen besser vertragen als textile Anschlagmittel. Verwendet werden dürfen nur dafür bestimmte, gekennzeichnete kurzgliedrige Anschlagketten. Zurrketten, Absperrketten, langgliedrige Ketten oder ausgemusterte Hebezeugketten sind keine Anschlagketten.

Anschlag-Drahtseile sind vergleichsweise formstabil und eignen sich für viele metallische Lasten. Sie dürfen nicht über scharfe Kanten geknickt und nicht durch unzulässige Seilendverbindungen verändert werden. Kauschen und Presshülsen gehören zur sicherheitsrelevanten Endverbindung.

Hebebänder und Rundschlingen sind leicht, flexibel und oberflächenschonend. Sie sind bei scharfen Kanten, heißen Werkstücken, Funkenflug, Zunder oder aggressiven Stoffen besonders gefährdet. In solchen Bereichen dürfen sie nur eingesetzt werden, wenn Werkstoff, Temperaturbereich, Kantenschutz und Freigabe des Herstellers eindeutig passen.

Schäkel, Verbindungsglieder und Haken liegen ebenfalls im Kraftfluss. Ihre Tragfähigkeit muss zur Last und zur Anschlagkonfiguration passen. Ein Schäkel darf nicht improvisiert mit einem ungeeigneten Bolzen ergänzt werden. Haken müssen passend belastet werden; eine vorhandene Hakenmaulsicherung muss funktionsfähig sein.

Anschlagpunkte dürfen nur in der vorgesehenen Belastungsrichtung und nach Herstellerangaben genutzt werden. Gewinde, Anlageflächen, Schweißnähte und Kennzeichnungen müssen unbeschädigt sein. Eine Ringschraube oder ein drehbarer Anschlagpunkt ist nicht automatisch für jede Schrägzugrichtung geeignet.


Anschlagmittel auswählen


Auswahl in sieben Schritten

  1. Lastmasse bestimmen: Nutze eine zuverlässige Gewichtsangabe, technische Unterlagen, eine Berechnung oder eine geeignete Waage. Schätzen ist bei unbekannten oder zusammengesetzten Schmiedeteilen nicht ausreichend.
  2. Schwerpunkt ermitteln: Der Kranhaken soll beim Anlüften möglichst senkrecht über dem Schwerpunkt stehen. Bei asymmetrischen Gesenken, Vorrichtungen oder Schmiedestücken kann der Schwerpunkt deutlich außerhalb der geometrischen Mitte liegen.
  3. Anschlagpunkte und Lastform beurteilen: Prüfe, ob vorgesehene Anschlagpunkte vorhanden, zugänglich, tragfähig und für die Belastungsrichtung geeignet sind. Bei Lasten ohne Anschlagpunkte muss eine sichere Umschlingung möglich sein.
  4. Anschlagart festlegen: Unterscheide direkten Zug, Hängegang und Schnürgang. Die Anschlagart verändert die nutzbare Tragfähigkeit. Im Schnürgang entsteht zusätzliche Biegebeanspruchung.
  5. Strangzahl und Neigungswinkel bestimmen: Mit zunehmendem Neigungswinkel zur Lotrechten steigt die Kraft in den einzelnen Strängen. Neigungswinkel über 60 Grad sind unzulässig. Maßgebend sind Kennzeichnung, Betriebsanleitung und Belastungstabelle.
  6. Einflüsse der Schmiede berücksichtigen: Beachte Werkstücktemperatur, Wärmestrahlung, Funken, Zunder, scharfe Kanten, raue Flächen, Öl, Feuchtigkeit und mögliche Chemikalien.
  7. Gesamtsystem prüfen: Kran, Kranhaken, Aufhängeglied, Anschlagmittel, Verbindungsteile, Anschlagpunkte und Lastaufnahmemittel müssen zueinander passen. Das Bauteil mit der niedrigsten zulässigen Tragfähigkeit begrenzt das System.


Tragfähigkeit und Neigungswinkel

Die auf Kennzeichnung oder Anhänger angegebene Tragfähigkeit gilt nur für die dort festgelegten Bedingungen. Entscheidend sind insbesondere Anschlagart, Anzahl der tatsächlich tragenden Stränge und Neigungswinkel. Bei ungleichmäßiger Lastverteilung dürfen nicht automatisch alle vorhandenen Stränge als gleichmäßig tragend angenommen werden.

Der Neigungswinkel wird zwischen einem Strang und der gedachten Lotrechten gemessen. Je größer dieser Winkel wird, desto höher ist die Strangkraft und desto geringer ist die zulässige Gesamtlast des Gehänges. Über 60 Grad darf nicht angeschlagen werden. Verwende für die konkrete Auswahl die aktuelle Belastungstabelle des Betriebs oder die Herstellerangaben; eine Farbcodierung allein ersetzt das Lesen des Etiketts nicht.

Einfluss Auswirkung auf die Auswahl
Größere Lastmasse Höhere erforderliche Tragfähigkeit aller Bauteile
Größerer Neigungswinkel Höhere Strangkraft und niedrigere zulässige Gesamttragfähigkeit
Schnürgang Verringerte Tragfähigkeit wegen Biegung und Schnürwirkung
Ungleichmäßige Lastverteilung Weniger Stränge dürfen als tragend angesetzt werden
Scharfe Kante Gefahr von Schnitt, Kerbe oder unzulässiger Biegung; geeigneter Kantenschutz oder anderes Anschlagmittel nötig


Besonderheiten bei heißen Schmiedeteilen

Heiße Schmiedestücke können Anschlagmittel durch direkten Kontakt und Wärmestrahlung schädigen. Zunder wirkt rau und kann textile Oberflächen oder Drahtseile angreifen. Außerdem kann ein Werkstück während des Abkühlens seine Temperaturverteilung und damit die Handhabungsbedingungen verändern.

Für heiße Lasten sind nur Anschlagmittel zu verwenden, deren Temperaturbereich und Tragfähigkeitsminderung für den konkreten Einsatz bekannt sind. Bei Anschlagketten hängen zulässige Temperaturen und Reduktionsfaktoren von Güteklasse und Hersteller ab. Textile Anschlagmittel dürfen nicht allein aufgrund ihrer Farbe ausgewählt werden. Ohne eindeutige Freigabe für Temperatur, Kanten und Umgebung sind sie an heißen Schmiedeteilen ungeeignet.


Probeweises Anlüften

Vor dem eigentlichen Transport wird die Last nur wenige Zentimeter angehoben. Dabei kontrollierst Du aus sicherer Position, ob die Last frei ist, waagerecht oder planmäßig hängt, alle vorgesehenen Stränge tragen, Anschlagmittel und Kantenschutz an ihrer Position bleiben und keine Teile herausrutschen können. Hängt die Last schief oder verschiebt sich ein Anschlagmittel, wird sofort abgesenkt und neu angeschlagen. Unter einer schwebenden Last darf sich niemand aufhalten.


Anschlagmittel prüfen


Kontrolle vor der Benutzung

Vor jeder Benutzung führst Du eine Sicht- und Funktionskontrolle durch. Du prüfst die Identität und Kennzeichnung, den allgemeinen Zustand, Verformungen, Risse, Schnitte, Verschleiß, Korrosion, Hitze- oder Chemikalienschäden sowie die Funktion beweglicher oder sichernder Teile. Diese Kontrolle ist Aufgabe der verwendenden, unterwiesenen Person und ersetzt nicht die wiederkehrende Prüfung.

Eine fehlende oder unlesbare Tragfähigkeitskennzeichnung ist ein Warnsignal: Ist das Anschlagmittel nicht eindeutig identifizierbar und seine sichere Verwendung nicht belegbar, wird es nicht eingesetzt. Improvisierte Reparaturen, Knoten, eigenmächtiges Schweißen, Richten oder Austauschen tragender Bauteile sind unzulässig.


Wiederkehrende und außerordentliche Prüfungen

Lastaufnahme- und Anschlagmittel sind in Abständen von längstens einem Jahr durch eine zur Prüfung befähigte Person zu prüfen. Je nach Einsatzbedingungen, Häufigkeit, Verschleiß, Korrosion oder Hitzeeinwirkung können kürzere Fristen erforderlich sein. Rundstahlketten, die als Anschlagmittel verwendet werden, sind zusätzlich in Abständen von längstens drei Jahren zerstörungsfrei auf Rissfreiheit zu prüfen; betriebliche oder herstellerseitige Vorgaben können strengere Fristen verlangen.

Nach Schadensfällen, außergewöhnlichen Ereignissen oder sicherheitsrelevanten Instandsetzungen ist vor der weiteren Verwendung eine außerordentliche Prüfung erforderlich. Art, Umfang und Fristen werden aus der Gefährdungsbeurteilung, den Herstellerangaben und dem betrieblichen Einsatz abgeleitet. Prüfergebnisse sind nachvollziehbar zu dokumentieren.


Typische Ablegekriterien

Ablegereife bedeutet, dass ein Anschlagmittel wegen seines Zustands nicht weiter benutzt werden darf. Die abschließende Beurteilung richtet sich nach Herstellerangaben, Normen, DGUV-Regelwerk und der Prüfung durch die zuständige befähigte Person.

Anschlagmittel Typische erkennbare Schäden Sofortmaßnahme
Anschlagkette Riss, Kerbe, Quetschung, verbogenes oder verdrehtes Glied, unzulässige Längung, starker Verschleiß, Korrosion, Wärmeschaden Nicht weiter benutzen, kennzeichnen und gegen Wiederverwendung sichern
Drahtseil Litzenbruch, Knick, Kinke, Quetschung, Aufdoldung, Korrosionsnarben, starke Überhitzung, beschädigte Presshülse, auffällige Drahtbrüche Aussondern und fachlich beurteilen lassen
Hebeband Garnschnitte, beschädigte tragende Nähte, Verformung durch Wärme, chemischer Angriff, unlesbares Etikett Sofort außer Betrieb nehmen
Rundschlinge Beschädigte Ummantelung oder Vernähung, sichtbare Einlage, Schnitt, Loch, Hitze- oder Chemikalienschaden Nicht mehr anschlagen
Haken und Schäkel Riss, Aufweitung, Verbiegung, Verdrehen, starker Verschleiß, defekte Sicherung, beschädigter oder unpassender Bolzen Sperren und durch befähigte Person beurteilen lassen
Anschlagpunkt Verformung, Riss, beschädigtes Gewinde, lockerer Sitz, auffällige Schweißnaht, fehlende Kennzeichnung Last nicht anschlagen und Mangel melden

Bei Ketten gelten unter anderem eine innere Längung eines Gliedes von fünf Prozent oder mehr und eine Abnahme der mittleren Gliedstärke um mehr als zehn Prozent als Ablegekriterien. Bei gewebten Hebebändern sind Garnbrüche oder Garneinschnitte von mehr als zehn Prozent des Querschnitts ein Ablegekriterium. Diese Zahlen sind keine Einladung zum Weiterbenutzen bis zur Grenzlinie: Bereits jeder sicherheitsrelevante Zweifel führt zur Aussonderung und fachlichen Prüfung.


Richtig reagieren bei einem Mangel

  1. Hub nicht beginnen oder die Last sicher absetzen.
  2. Anschlagmittel sofort der weiteren Benutzung entziehen.
  3. Eindeutig kennzeichnen und so lagern, dass niemand es versehentlich verwendet.
  4. Mangel nach betrieblichem Verfahren melden und dokumentieren.
  5. Beurteilung, Instandsetzung oder endgültige Zerstörung nur durch dafür zuständige Stellen veranlassen.
  6. Ersatzanschlagmittel vollständig neu auswählen und prüfen.


Lagerung und Pflege

Anschlagmittel werden sauber, trocken, übersichtlich und vor Witterung, aggressiven Stoffen und unzulässiger Wärme geschützt gelagert. Ketten und Seile werden zweckmäßig hängend aufbewahrt. Textile Anschlagmittel dürfen nicht in der Nähe heißer Flächen getrocknet oder durch Ziehen unter einer abgestellten Last beschädigt werden. Lasten werden deshalb auf geeigneten Unterlagen abgesetzt, damit das Anschlagmittel spannungsfrei entnommen werden kann.


Sicherheitsregeln für den Schmiedebetrieb

  1. Kenne Lastmasse und Schwerpunkt, bevor Du anschlägst.
  2. Verwende nur gekennzeichnete, freigegebene und zur Last passende Anschlagmittel.
  3. Berücksichtige Temperatur, Zunder, scharfe Kanten und Wärmestrahlung.
  4. Miss den Neigungswinkel zur Lotrechten und nutze die Belastungstabelle.
  5. Prüfe Anschlagmittel, Verbindungsteile und Anschlagpunkte vor jeder Benutzung.
  6. Nutze Kantenschutz nur, wenn er für Last, Temperatur und Anschlagmittel geeignet ist.
  7. Fasse beim Straffen nicht zwischen Last und Anschlagmittel.
  8. Verlasse vor dem Anheben den Gefahrenbereich und halte Sichtkontakt zum Transportweg.
  9. Führe lange oder sperrige Lasten mit einem geeigneten Leitseil aus sicherer Position.
  10. Arbeite nie unter schwebenden Lasten und stoppe den Vorgang bei Unklarheiten.


Fachliche Quellen und Vertiefung

  1. DGUV Regel 109-017: Betreiben von Lastaufnahmemitteln und Anschlagmitteln im Hebezeugbetrieb
  2. DGUV Information 209-013: Anschläger
  3. DGUV Information 209-021: Belastungstabellen für Anschlagmittel
  4. DGUV Information 209-061: Gebrauch von Hebebändern und Rundschlingen aus Chemiefasern
  5. Betriebssicherheitsverordnung
  6. TRBS 1203: Zur Prüfung befähigte Personen


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Angabe muss vor der Auswahl eines Anschlagmittels zuverlässig bekannt sein? (Die Lastmasse) (!Die Lackfarbe der Last) (!Die Hallentemperatur am Vortag) (!Die Länge des Transportwegs allein)




Was beschreibt der Neigungswinkel beim Anschlagen? (Den Winkel zwischen Strang und Lotrechter) (!Den Winkel zwischen Hallenboden und Kranbahn) (!Den Öffnungswinkel eines Schäkels) (!Den Drehwinkel des Kranhakens)




Was gilt für Neigungswinkel über 60 Grad? (Sie sind beim Anschlagen unzulässig) (!Sie verdoppeln immer die Tragfähigkeit) (!Sie sind nur bei Rundschlingen erlaubt) (!Sie sind bei leichten Lasten bedeutungslos)




Welches Anschlagmittel ist für ein heißes Schmiedestück ohne Herstellerfreigabe besonders ungeeignet? (Eine textile Rundschlinge) (!Eine dafür freigegebene Anschlagkette) (!Ein gekennzeichneter Hochtemperaturanschlagpunkt) (!Ein nach Herstellerangabe ausgewählter Kettenstrang)




Was ist vor jeder Benutzung eines Anschlagmittels erforderlich? (Eine Sicht- und Funktionskontrolle) (!Eine Belastungsprobe bis zum Bruch) (!Eine neue CE-Kennzeichnung) (!Ein Austausch aller Verbindungsteile)




Was bedeutet Ablegereife? (Das Anschlagmittel darf nicht weiter benutzt werden) (!Das Anschlagmittel ist für höhere Lasten geeignet) (!Das Anschlagmittel muss nur gereinigt werden) (!Das Anschlagmittel darf ausschließlich im Schnürgang genutzt werden)




Welche Beobachtung macht eine Rundschlinge ablegereif? (Die tragende Einlage ist durch einen Mantelschaden sichtbar) (!Die Farbe ist durch Staub leicht verschmutzt) (!Die Schlinge liegt trocken im Regal) (!Das Etikett ist vollständig lesbar)




Wer führt die wiederkehrende Prüfung von Anschlagmitteln durch? (Eine zur Prüfung befähigte Person) (!Jede beliebige Person im Betrieb) (!Nur der Lieferfahrer) (!Ausschließlich der Auszubildende)




Warum wird eine Last zunächst nur probeweise angelüftet? (Um Lastlage und gleichmäßiges Tragen zu kontrollieren) (!Um die Last absichtlich pendeln zu lassen) (!Um die Kennzeichnung des Krans zu ersetzen) (!Um den Neigungswinkel zu vergrößern)




Was ist bei einem erkannten sicherheitsrelevanten Mangel richtig? (Das Anschlagmittel sofort außer Betrieb nehmen) (!Den Mangel mit Klebeband verdecken) (!Die Last besonders schnell heben) (!Die Tragfähigkeit ohne Prüfung halbieren und weiterarbeiten)





Memory

Tragfähigkeit Zulässige Belastung unter festgelegten Bedingungen
Schwerpunkt Angriffspunkt der resultierenden Gewichtskraft
Neigungswinkel Winkel zwischen Strang und Lotrechter
Ablegereife Zustand für die Aussonderung
Kantenschutz Schutz vor Schnitt und Abrieb an Kanten
Rundschlinge Textiles Anschlagmittel mit tragendem Endloskern
Schäkel Lösbares Verbindungsteil mit Bolzen
Befähigte Person Qualifizierte Person für vorgeschriebene Prüfungen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Arbeitsschritt
Lastmasse Vor der Tragfähigkeitsauswahl zuverlässig bestimmen
Schwerpunkt Für die Lage des Kranhakens ermitteln
Neigungswinkel Zur Lotrechten messen und in der Belastungstabelle berücksichtigen
Sichtkontrolle Vor jeder Benutzung durchführen
Aussonderung Bei sicherheitsrelevantem Mangel sofort veranlassen




...


Kreuzworträtsel

Tragfähigkeit Welche Kenngröße begrenzt die zulässige Belastung eines Anschlagmittels?
Schwerpunkt Über welchem Punkt soll der Kranhaken beim Anlüften stehen?
Kantenschutz Welches Hilfsmittel schützt ein Anschlagmittel an einer scharfen Kante?
Ablegereife Wie heißt der Zustand, bei dem ein Anschlagmittel ausgesondert werden muss?
Kettenanhänger Welches Bauteil trägt wichtige Angaben einer Anschlagkette?
Sichtprüfung Welche Kontrolle erfolgt vor der Benutzung mit Augen und Händen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Vor der Auswahl eines Anschlagmittels muss die

zuverlässig bekannt sein. Der Kranhaken soll beim Anlüften über dem

stehen. Der Neigungswinkel wird zwischen dem Strang und der

gemessen. Mit größerem Neigungswinkel steigt die Kraft im einzelnen

. Neigungswinkel über

Grad sind unzulässig. Vor jeder Benutzung erfolgt eine

. Ein nicht mehr sicher verwendbares Anschlagmittel hat die

erreicht. Bei textilen Anschlagmitteln schützt geeigneter

vor scharfen Kanten. Wiederkehrende Prüfungen werden durch eine zur Prüfung

Person durchgeführt. Ein mangelhaftes Anschlagmittel wird gegen erneute

gesichert.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Anschlagmittel erkennen: Fotografiere oder skizziere in der Ausbildungswerkstatt fünf unterschiedliche Anschlagmittel und beschrifte ihre Bauteile. Nutze nur freigegebene Übungsobjekte und beachte die betrieblichen Fotoregeln.
  2. Kennzeichnung lesen: Übertrage die Angaben eines Kettenanhängers oder Textiletiketts in eine Tabelle und erkläre die Bedeutung jeder Angabe.
  3. Gefahrensuche: Markiere auf einer selbst gezeichneten Schmiedeszene mögliche Gefahren durch Hitze, Kanten, Quetschstellen und schwebende Lasten.
  4. Fachbegriffe erklären: Erstelle Karten zu Tragmittel, Anschlagmittel, Lastaufnahmemittel und Anschlagpunkt und erläutere die Unterschiede in eigenen Worten.


Standard

  1. Auswahlentscheidung: Wähle für drei vorgegebene Lasten ein geeignetes Anschlagmittel aus und begründe Deine Entscheidung mit Masse, Schwerpunkt, Oberfläche, Temperatur und Anschlagart.
  2. Prüfprotokoll: Entwickle eine Checkliste für die Kontrolle vor der Benutzung von Anschlagketten, Drahtseilen und Rundschlingen.
  3. Neigungswinkel untersuchen: Baue mit einem ungefährlichen Modell zwei Anschlagkonfigurationen auf, miss die Winkel und erkläre, warum die Strangkräfte unterschiedlich sind.
  4. Unterweisung gestalten: Produziere ein zweiminütiges Erklärvideo zur Regel „Bei Mangel sofort aussondern“ und zeige ein korrektes Meldeverfahren.


Schwer

  1. Gefährdungsbeurteilung: Analysiere den Transport eines heißen, asymmetrischen Schmiedestücks und leite technische, organisatorische und personenbezogene Schutzmaßnahmen ab.
  2. Transportplanung: Erstelle einen vollständigen Arbeitsplan vom Bereitstellen der Anschlagmittel bis zum sicheren Absetzen eines schweren Gesenks.
  3. Schadensanalyse: Untersuche dokumentierte Schadensbilder verschiedener Anschlagmittel und begründe anhand fachlicher Quellen, welche Merkmale zur Ablegereife führen.
  4. Betriebliche Verbesserung: Führe ein Interview mit einer befähigten Person oder Fachkraft für Arbeitssicherheit und entwickle daraus einen Verbesserungsvorschlag für Lagerung, Kennzeichnung oder Prüforganisation.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Fallanalyse Heißteil: Ein heißes Schmiedestück mit scharfen Kanten soll kurzfristig umgesetzt werden. Entwickle eine begründete Auswahlentscheidung und nenne Bedingungen, unter denen der Hub abgebrochen werden muss.
  2. Fehlerkette bewerten: Erkläre, wie eine unbekannte Lastmasse, ein falsch angenommener Schwerpunkt und ein großer Neigungswinkel gemeinsam zu einer Überlastung führen können.
  3. Prüfarten vergleichen: Stelle Kontrolle vor der Benutzung, wiederkehrende Prüfung und außerordentliche Prüfung gegenüber und ordne Verantwortlichkeiten sowie Anlässe zu.
  4. Systemgrenze bestimmen: Begründe, warum nicht nur das Anschlagmittel, sondern auch Kranhaken, Schäkel, Anschlagpunkt und Lastaufnahmemittel in die Tragfähigkeitsbetrachtung gehören.
  5. Mangelentscheidung: Beurteile einen Fall mit beschädigtem Rundschlingenmantel, bei dem die Einlage noch nicht sichtbar ist. Formuliere ein sicheres Vorgehen, ohne den Zustand eigenmächtig schönzureden.
  6. Transfer in den Betrieb: Entwirf ein Kennzeichnungs- und Sperrsystem, das verhindert, dass ausgesonderte Anschlagmittel versehentlich erneut verwendet werden.




Lernnachweis

Für den Lernnachweis sollst Du zeigen, dass Du nicht nur Begriffe kennst, sondern einen Hebevorgang sicher planen und begründen kannst.

  1. Du unterscheidest Tragmittel, Anschlagmittel, Lastaufnahmemittel und Anschlagpunkt fachlich korrekt.
  2. Du wählst ein Anschlagmittel anhand von Lastmasse, Schwerpunkt, Anschlagart, Strangzahl, Neigungswinkel, Oberfläche und Temperatur aus.
  3. Du liest Kennzeichnungen und Belastungstabellen korrekt.
  4. Du führst an freigegebenen Übungsobjekten eine strukturierte Sicht- und Funktionskontrolle durch.
  5. Du erkennst typische Ablegekriterien und leitest die sichere Sofortmaßnahme ab.
  6. Du dokumentierst Deine Entscheidung in einem kurzen Prüf- oder Arbeitsprotokoll.
  7. Du erklärst das probeweise Anlüften, den Gefahrenbereich und die Kommunikation mit dem Kranführer.
  8. Du begründest, warum der Kurs keine betriebliche Unterweisung und keine Prüfung durch eine befähigte Person ersetzt.




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