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Anpassung an den Klimawandel - Baden-Württemberg

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Anpassung an den Klimawandel - Baden-Württemberg



Anpassung an den Klimawandel - Baden-Württemberg


Einleitung

Der Klimawandel verändert auch Baden-Württemberg. Die Folgen zeigen sich nicht überall gleich: In dicht bebauten Städten kann Hitze besonders belastend sein, in ländlichen Räumen können Dürre, sinkende Bodenfeuchte und Niedrigwasser wichtige Probleme werden. Starkregen und Hochwasser können Siedlungen und Infrastruktur treffen, während sich in Wäldern, Gewässern und anderen Lebensräumen die Bedingungen für Pflanzen und Tiere verschieben.

Klimaanpassung bedeutet, Gesellschaft, Wirtschaft, Infrastruktur und Ökosysteme so weiterzuentwickeln, dass Schäden durch bereits eingetretene oder künftig zu erwartende Klimafolgen möglichst gering bleiben. Sie ersetzt den Klimaschutz nicht. Klimaschutz begrenzt die Ursachen des Klimawandels, indem Treibhausgasemissionen vermindert werden. Klimaanpassung verringert dagegen die Folgen, die sich nicht mehr vollständig vermeiden lassen.

Dieser aiMOOC richtet sich an Lernende ab Klasse 8, an die gymnasiale Oberstufe und an Studierende. Du lernst, regionale Klimarisiken mit geografischen Daten zu erkennen, Zusammenhänge zu erklären und geeignete Lösungen zu bewerten. Fachbegriffe werden dabei so eingeführt, dass Du sie schrittweise anwenden kannst.


Warum Baden-Württemberg unterschiedlich betroffen ist

Baden-Württemberg besitzt auf engem Raum sehr unterschiedliche Landschaften. Der Oberrheingraben, der Schwarzwald, die Schwäbische Alb, das Neckarbecken, Oberschwaben und die Bodenseeregion unterscheiden sich in Höhenlage, Niederschlag, Temperatur, Böden, Vegetation und Siedlungsdichte. Deshalb entstehen aus demselben Klimatrend unterschiedliche regionale Risiken.

Die Landesstrategie zur Klimaanpassung bündelt vier besonders wichtige Klimawirkungen: Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser, Starkregen, Hochwasser und andere Extremereignisse sowie den Wandel von Lebensräumen und Arten. Daraus ergeben sich Aufgaben unter anderem für Gesundheit, Landwirtschaft, Naturschutz, Stadtplanung, Verkehr, Wald, Wasserwirtschaft, Wirtschaft und Bevölkerungsschutz.


Vom Klimaereignis zum Risiko

Ein extremes Wetterereignis allein ist noch nicht dasselbe wie ein hohes Risiko. In der Klimafolgenforschung werden mehrere Faktoren zusammen betrachtet.

Begriff Bedeutung Beispiel
Gefährdung Ein klimatisches Ereignis oder ein langfristiger Klimatrend Hitzewelle, Starkregen, Dürre oder Niedrigwasser
Exposition Menschen, Gebäude, Infrastruktur oder Ökosysteme befinden sich im betroffenen Raum Viele Wohnungen liegen in einem stark aufgeheizten Stadtquartier
Verwundbarkeit Ein System reagiert besonders empfindlich und kann sich nur begrenzt anpassen Ein Schulhof ist vollständig versiegelt und besitzt kaum Schatten
Risiko Möglicher Schaden aus dem Zusammenspiel von Gefährdung, Exposition und Verwundbarkeit Gesundheitsbelastung bei Hitze oder Überflutung nach Starkregen
Resilienz Fähigkeit, Belastungen zu bewältigen und funktionsfähig zu bleiben Ein Quartier besitzt Grünflächen, Schatten, Rückhalteflächen und Notfallpläne

Für eine gute Klimaanpassung reicht es deshalb nicht, nur zu fragen: „Wird es heißer?“ Entscheidend ist zusätzlich: Wo? Wer oder was ist dort betroffen? Wie empfindlich ist das System? Welche Anpassungsmöglichkeiten gibt es?


Regionale Risiken in Baden-Württemberg

Die folgende Übersicht zeigt beispielhafte räumliche Schwerpunkte. Sie bedeutet nicht, dass ein Risiko nur in diesen Gebieten auftreten kann.

Raumtyp Mögliche Klimafolgen Besonders zu beachten Mögliche Anpassung
Dicht bebaute Städte und Tallagen Häufigere und stärkere Hitzebelastung Versiegelung, geringe nächtliche Abkühlung, wenig Schatten Bäume, Grünflächen, Verschattung, Kaltluftbahnen, Hitzeaktionspläne
Oberrheingraben und andere warme Tieflagen Hitze, Trockenstress, höherer Bewässerungsbedarf Landwirtschaft, Gesundheit, Stadtklima und Wasserbedarf Wassersparen, angepasste Kulturen, Bodenschutz, Stadtgrün
Flussräume an Rhein, Neckar und Donau Hochwasser oder Niedrigwasser Siedlungen, Schifffahrt, Ökosysteme und Wassernutzung Retentionsräume, Hochwasserschutz, Niedrigwassermanagement
Schwarzwald und Schwäbische Alb Waldstress, veränderte Schneeverhältnisse, lokale Starkregenfolgen Forstwirtschaft, Tourismus, Hanglagen und kleine Einzugsgebiete Waldumbau, Erosionsschutz, angepasste Tourismusangebote
Agrarräume Bodentrockenheit, Erosion, Ertragsschwankungen Bodenfruchtbarkeit und Wasserversorgung Humusaufbau, vielfältige Fruchtfolgen, Erosionsschutz, effiziente Bewässerung
Naturnahe Lebensräume Verschiebung von Lebensbedingungen und Arten Feuchtgebiete, Gewässer, Wälder und Biotopverbund Renaturierung, Vernetzung, Schutz von Rückzugsräumen


Hitze in Städten und Gemeinden

Städte können sich stärker aufheizen als ihr Umland. Gebäude und versiegelte Flächen speichern Sonnenenergie, während Verdunstung und Beschattung fehlen. Nachts wird die gespeicherte Wärme nur langsam abgegeben. Dieses Phänomen heißt städtische Wärmeinsel.

Eine klimaangepasste Stadtplanung versucht deshalb, Grün- und Freiflächen zu erhalten, Bäume zu pflanzen, Dächer und Fassaden zu begrünen, Plätze zu entsiegeln und wichtige Kaltluftbahnen freizuhalten. Für Schulen sind schattige Aufenthaltsbereiche, Trinkwasserzugang und Hitzeschutz im Gebäude besonders wichtig. Kommunale Hitzeaktionspläne verbinden bauliche, gesundheitliche und organisatorische Maßnahmen.


Starkregen und Hochwasser

Starkregen kann in kurzer Zeit große Wassermengen bringen. Besonders problematisch wird dies, wenn Wasser auf versiegelten Flächen kaum versickern kann oder in Senken, Unterführungen und tiefer liegende Gebäude strömt. Auch kleine Bäche können sehr schnell anschwellen.

Ein einzelnes Starkregenereignis ist kein alleiniger Beweis für den Klimawandel. Für die Risikovorsorge ist trotzdem entscheidend, dass Starkregen grundsätzlich nahezu jeden Ort treffen kann. Baden-Württemberg unterstützt deshalb kommunales Starkregenrisikomanagement mit Gefahrenkarten, Risikoanalysen und Maßnahmenkonzepten.

Anpassung bedeutet hier nicht nur höhere Mauern. Wirksam ist häufig eine Kombination: Wasser soll dort zurückgehalten werden, wo es fällt, möglichst versickern können und bei Extremereignissen kontrolliert abfließen. Freiflächen können so geplant werden, dass sie im Alltag als Platz oder Sportfläche dienen und bei Starkregen vorübergehend Wasser aufnehmen.


Schwammstadt, Entsiegelung und blau-grüne Infrastruktur

Das Prinzip der Schwammstadt behandelt Regenwasser als Ressource. Wasser wird gespeichert, versickert, verdunstet oder zeitlich verzögert abgegeben. Dadurch kann ein Quartier zugleich besser mit Starkregen und Hitze umgehen.

Blaue Infrastruktur umfasst beispielsweise offene Wasserflächen, Mulden, Teiche oder Wasserspeicher. Grüne Infrastruktur umfasst Bäume, Parks, begrünte Dächer und Fassaden. In Kombination entstehen sogenannte blau-grüne Lösungen. Sie können gleichzeitig kühlen, Wasser zurückhalten, Lebensräume schaffen und die Aufenthaltsqualität verbessern.

Eine gute Maßnahme erfüllt möglichst mehrere Funktionen. Ein entsiegelter und begrünter Schulhof kann zum Beispiel Regenwasser aufnehmen, Hitze mindern, biologische Vielfalt fördern und gleichzeitig ein attraktiver Lern- und Aufenthaltsort sein.


Trockenheit, Grundwasser und Niedrigwasser

Trockenheit betrifft nicht nur sichtbare Oberflächen. Wenn über längere Zeit weniger Wasser im Boden gespeichert wird, leiden Pflanzen, Landwirtschaft und Wälder. Sinkende Grundwasserstände und geringere Quellschüttungen können zusätzlich die Wasserversorgung belasten.

Nach den Planungsgrundlagen des Landes kann die Grundwasserneubildung in manchen Teilen Baden-Württembergs bis 2050 deutlich zurückgehen. Deshalb werden Wasserversorgungssysteme auf ihre Klimaresilienz geprüft. Anpassung umfasst sparsame Wassernutzung, bessere Speicherung, Schutz von Grundwasserressourcen, Verbindung von Versorgungssystemen sowie vorausschauendes Niedrigwassermanagement.

Für die Bewertung ist wichtig: Eine zusätzliche Wasserentnahme kann kurzfristig helfen, langfristig aber neue Nutzungskonflikte verschärfen. Gute Anpassung betrachtet deshalb den gesamten Wasserhaushalt.


Landwirtschaft und Böden

Böden sind ein Schlüssel der Klimaanpassung. Ein gesunder Boden kann Wasser aufnehmen und speichern, Pflanzen versorgen und bei Starkregen Erosion bremsen. Verdichtete, ausgetrocknete oder stark erodierte Böden verlieren dagegen einen Teil dieser Funktionen.

In der Landwirtschaft können vielfältige Fruchtfolgen, humusfördernde Bewirtschaftung, Erosionsschutz, angepasste Saattermine, standortgeeignete Sorten und effiziente Bewässerung die Widerstandsfähigkeit erhöhen. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt vom Standort, vom Boden, von der Kultur und von der verfügbaren Wassermenge ab.

Klimaanpassung in der Landwirtschaft ist deshalb keine einzelne Technik, sondern ein Prozess des Beobachtens, Prüfens und Nachsteuerns.


Wald und Forstwirtschaft

Hitze und Trockenheit können Bäume schwächen. Geschwächte Bestände können empfindlicher gegenüber Schädlingen wie bestimmten Borkenkäfern werden. Gleichzeitig erhöhen trockene Vegetation und lange Trockenphasen regional die Waldbrandgefahr.

Ein klimaangepasster Waldumbau zielt auf stabile, standortgerechte und möglichst vielfältige Wälder. Mischbestände können Risiken verteilen, aber auch sie sind nicht automatisch gegen jede zukünftige Klimabedingung geschützt. Forstliche Entscheidungen müssen deshalb langfristig denken und unterschiedliche Zukunftsszenarien berücksichtigen.


Biodiversität und Lebensräume

Arten reagieren unterschiedlich auf steigende Temperaturen, Trockenheit und veränderte Niederschläge. Manche können sich räumlich verlagern, andere sind auf spezielle Lebensräume angewiesen. Werden Landschaften stark zerschnitten, wird eine Ausweichbewegung schwieriger.

Der Biotopverbund verbindet Lebensräume miteinander. Renaturierte Bäche, Feuchtgebiete, Hecken, Wälder und andere naturnahe Strukturen können Rückzugsräume schaffen. Maßnahmen für Biodiversität sind deshalb häufig gleichzeitig Maßnahmen der Klimaanpassung.


Gesundheit und soziale Gerechtigkeit

Klimarisiken treffen Menschen unterschiedlich. Bei großer Hitze sind beispielsweise Personen besonders gefährdet, die sich nicht gut selbst schützen können, im Freien arbeiten oder in stark aufgeheizten Wohnungen leben. Klimaanpassung ist deshalb auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.

Eine Gemeinde sollte nicht nur die durchschnittliche Temperatur betrachten, sondern auch fragen, wo besonders belastete Menschen leben, welche Einrichtungen dort liegen und wie gut Schutzangebote erreichbar sind. So wird aus einer Klimakarte eine sozialräumliche Risikoanalyse.


Anpassung planen: vom Datensatz zur Maßnahme

Für Baden-Württemberg stellt der Klimaatlas BW Karten, Zeitreihen und Informationen zu vergangenen und zukünftigen Klimaveränderungen bereit. Er kann auf Landes-, Regional- und kommunaler Ebene genutzt werden. Für Planungen ist besonders wichtig, Klimadaten mit Informationen zu Bebauung, Bevölkerung, Vegetation, Wasser und Infrastruktur zu verbinden.

Ein sinnvoller Arbeitsablauf lautet:

  1. Klimadaten analysieren: Welche Klimaveränderungen und Extremereignisse sind für den Raum relevant?
  2. Exposition untersuchen: Welche Menschen, Gebäude, Verkehrswege oder Ökosysteme liegen in gefährdeten Bereichen?
  3. Verwundbarkeit bewerten: Welche Bereiche reagieren besonders empfindlich?
  4. Ziele festlegen: Was soll geschützt, verbessert oder langfristig verändert werden?
  5. Maßnahmen entwickeln: Welche naturbasierten, technischen, organisatorischen oder sozialen Lösungen sind möglich?
  6. Prioritäten setzen: Welche Maßnahmen wirken stark, sind umsetzbar und schaffen zusätzliche Vorteile?
  7. Monitoring durchführen: Wird die Maßnahme umgesetzt und erreicht sie die gewünschte Wirkung?


Kommunale Klimaanpassung in Baden-Württemberg

Mit der Änderung des Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetzes Baden-Württemberg im Jahr 2025 wurde die kommunale Anpassungsplanung weiter gestärkt. Stadtkreise, Große Kreisstädte und Landkreise sollen Klimaanpassungskonzepte erstellen; Landkreise übernehmen zusätzlich Aufgaben für viele kreisangehörige Gemeinden. Die Umsetzung erfolgt in gesetzlich festgelegten Phasen bis in die 2030er Jahre.

Ein Klimaanpassungskonzept besteht nicht nur aus einer Maßnahmenliste. Es verbindet eine Klimawirkungsanalyse, eine Betroffenheitsanalyse und einen an die örtlichen Bedingungen angepassten Maßnahmenkatalog. Damit wird deutlich: Klimaanpassung ist eine dauerhafte Planungsaufgabe.

Das Förderprogramm KLIMOPASS unterstützt in Baden-Württemberg unter anderem kommunale Anpassung, zum Beispiel bei Begrünung, Entsiegelung, Trinkwasserangeboten, Stadtklimaanalysen und Hitzeaktionsplänen.


Gute Anpassung und Fehlanpassung

Nicht jede gut gemeinte Maßnahme ist automatisch nachhaltig. Von Fehlanpassung spricht man, wenn eine Maßnahme langfristig neue Risiken erzeugt, andere Gruppen stärker belastet oder Probleme nur verlagert.

Ein Beispiel: Zusätzliche technische Kühlung kann Innenräume kurzfristig angenehmer machen. Wird dafür viel Energie benötigt und zusätzlich Wärme an die Umgebung abgegeben, kann dies andere Probleme verstärken. Ähnlich kann eine harte Ableitung von Regenwasser einen Ort schützen, aber das Wasserproblem flussabwärts verschärfen.

Gute Anpassung prüft deshalb mehrere Kriterien: Wirksamkeit, Kosten, soziale Gerechtigkeit, ökologische Folgen, Flächenbedarf, langfristige Robustheit und mögliche Nebenwirkungen.


Klimaschutz und Klimaanpassung zusammendenken

Klimaschutz und Anpassung sind zwei verschiedene, aber miteinander verbundene Aufgaben. Ohne Klimaschutz werden die Belastungen immer größer und Anpassungsgrenzen schneller erreicht. Ohne Anpassung entstehen bereits heute vermeidbare Schäden.

Besonders wertvoll sind Maßnahmen mit mehreren Vorteilen. Stadtbäume können Schatten spenden, verdunsten Wasser, Lebensräume schaffen und Kohlenstoff speichern. Renaturierte Auen können Hochwasser zurückhalten, Biodiversität fördern und Erholungsräume schaffen. Solche Lösungen werden häufig als naturbasierte Lösungen bezeichnet.


Daten und verlässliche Quellen

Für eigene Untersuchungen solltest Du möglichst aktuelle Daten und Originalquellen nutzen.

  1. Klimaatlas BW: Interaktive Karten, Zeitreihen und Planungsinformationen für Baden-Württemberg
  2. LUBW Klimawandel und Anpassung: Fachinformationen des Landes
  3. Anpassungsstrategie Baden-Württemberg: Landesstrategie mit Handlungsfeldern und Maßnahmen
  4. KlimaG BW und kommunale Anpassung: Informationen zu kommunalen Klimaanpassungskonzepten
  5. KLIMOPASS: Förderinformationen und Beispiele


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist das Hauptziel von Klimaanpassung? (Schäden durch Klimafolgen verringern und Widerstandsfähigkeit erhöhen) (!Alle Treibhausgasemissionen sofort vollständig beseitigen) (!Nur Wettervorhersagen für den nächsten Tag verbessern) (!Ausschließlich neue Straßen bauen)




Worin unterscheidet sich Klimaanpassung grundsätzlich vom Klimaschutz? (Klimaanpassung mindert Folgen während Klimaschutz Ursachen begrenzt) (!Klimaanpassung betrifft nur Wälder) (!Klimaschutz betrifft nur Städte) (!Beide Begriffe bedeuten genau dasselbe)




Welcher Faktor gehört neben Gefährdung und Exposition zur Klimarisikoanalyse? (Verwundbarkeit) (!Zeitzone) (!Landesflagge) (!Postleitzahl)




Warum können dicht bebaute Stadtquartiere besonders hitzegefährdet sein? (Versiegelte Flächen speichern Wärme und es fehlt oft Verdunstung) (!Gebäude erzeugen grundsätzlich Regen) (!Städte liegen immer auf Bergen) (!Asphalt kühlt nachts stärker als Vegetation)




Was ist ein zentrales Prinzip der Schwammstadt? (Regenwasser vor Ort speichern versickern oder verzögert ableiten) (!Regenwasser möglichst schnell vollständig ableiten) (!Alle Grünflächen versiegeln) (!Nur Trinkwasser zur Straßenkühlung verwenden)




Welche Maßnahme kann gleichzeitig Hitze und Starkregenrisiken mindern? (Entsiegelung und Begrünung) (!Zusätzliche Flächenversiegelung) (!Entfernung aller Stadtbäume) (!Vollständige Überdachung aller Gewässer)




Welche Aufgabe erfüllt der Klimaatlas BW? (Er stellt regionale Klimadaten Karten und Informationen bereit) (!Er ersetzt kommunale Entscheidungen vollständig) (!Er zeigt nur historische Landesgrenzen) (!Er dient ausschließlich der Wettervorhersage für einen Tag)




Warum ist ein vielfältiger Wald für die Anpassung interessant? (Vielfalt kann Risiken auf unterschiedliche Arten und Strukturen verteilen) (!Jede Baumart reagiert auf Trockenheit identisch) (!Mischwälder benötigen grundsätzlich kein Wasser) (!Ein vielfältiger Wald verhindert jede Naturgefahr)




Was beschreibt Fehlanpassung? (Eine Maßnahme erzeugt neue Risiken oder verlagert bestehende Probleme) (!Eine Maßnahme wird wissenschaftlich ausgewertet) (!Eine Stadt nutzt Klimadaten für ihre Planung) (!Ein Wald besteht aus mehreren Baumarten)




Welche Kombination beschreibt eine gute kommunale Anpassungsplanung am besten? (Klimawirkungen analysieren Betroffenheit prüfen Maßnahmen entwickeln und Wirkung beobachten) (!Nur ein einzelnes Extremereignis dokumentieren) (!Nur die mittlere Jahrestemperatur betrachten) (!Maßnahmen ohne lokale Daten zufällig auswählen)





Memory

Hitzeinsel starke Erwärmung dicht bebauter Stadtbereiche
Schwammstadt Regenwasser speichern und verzögert abgeben
Entsiegelung wasserdurchlässige Flächen wiederherstellen
Hitzeaktionsplan organisierter Schutz während Hitzeperioden
Waldumbau Wälder langfristig widerstandsfähiger entwickeln
Biotopverbund getrennte Lebensräume miteinander vernetzen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Schattenbäume Hitzeschutz
Versickerungsmulde Starkregenvorsorge
Humusaufbau Bodenanpassung
Mischwald Forstwirtschaft
Biotopverbund Naturschutz




...


Kreuzworträtsel

Hitzeinsel Wie heißt ein dicht bebauter Stadtbereich der sich stärker erwärmt als sein Umland?
Resilienz Wie heißt die Fähigkeit eines Systems Belastungen zu bewältigen und funktionsfähig zu bleiben?
Retention Wie heißt das zeitweise Zurückhalten von Wasser?
Entsiegelung Wie heißt die Wiederherstellung wasserdurchlässiger Flächen?
Biodiversitaet Wie heißt die Vielfalt von Arten Genen und Lebensräumen?
Mischwald Wie heißt ein Wald mit mehreren Baumarten?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Die Verringerung von Schäden durch bereits eintretende oder erwartete Klimafolgen nennt man

. Ein dicht bebauter Stadtbereich kann sich als städtische

besonders stark erwärmen. Durch Entsiegelung kann Regenwasser besser im Boden

. Eine Stadt die Wasser speichert und verzögert abgibt folgt dem Prinzip der

. Die Fähigkeit eines Systems Belastungen zu bewältigen wird als

bezeichnet. Die Vernetzung getrennter Lebensräume heißt

. Für die räumliche Planung stellt der Klimaatlas BW regionale

bereit. Eine Maßnahme die neue Risiken erzeugt oder Probleme verlagert kann als

bezeichnet werden.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Klimaspaziergang: Fotografiere in Deiner Umgebung fünf Orte, die bei Hitze oder Starkregen unterschiedlich reagieren könnten, und begründe Deine Einschätzung.
  2. Schulhofanalyse: Markiere auf einem Plan Deiner Schule versiegelte Flächen, Schattenplätze, Bäume und mögliche Wasserwege.
  3. Oberflächenvergleich: Vergleiche Asphalt, Rasen, Kies und beschatteten Boden an einem warmen Tag und dokumentiere Unterschiede.
  4. Anpassungsplakat: Gestalte ein Plakat mit drei Klimarisiken in Baden-Württemberg und jeweils einer passenden Anpassungsmaßnahme.


Standard

  1. Klimaatlas-Recherche: Untersuche im Klimaatlas BW Deine Gemeinde oder eine ausgewählte Stadt und beschreibe zwei auffällige Klimarisiken.
  2. Schwamm-Schulhof: Entwirf einen klimaangepassten Schulhof mit Entsiegelung, Schatten, Begrünung und Wasserrückhalt.
  3. Kommunalinterview: Befrage eine Person aus Gemeindeverwaltung, Umweltamt, Feuerwehr oder Stadtplanung zu regionaler Klimaanpassung.
  4. Fallstudie Hochwasser: Analysiere ein Hochwasser- oder Starkregenereignis aus Baden-Württemberg und unterscheide Gefährdung, Exposition und Verwundbarkeit.


Schwer

  1. GIS-Risikoanalyse: Verbinde Klimadaten mit Informationen zu Bebauung, Bevölkerung oder Grünflächen und erstelle eine begründete Risikokarte.
  2. Maßnahmenbewertung: Vergleiche mindestens vier Anpassungsmaßnahmen anhand von Wirksamkeit, Kosten, Gerechtigkeit, Ökologie und möglichen Nebenwirkungen.
  3. Kommunales Anpassungskonzept: Entwickle für einen selbst gewählten Ort ein Kurzkonzept aus Klimawirkungsanalyse, Betroffenheitsanalyse, Zielen, Maßnahmen und Monitoring.
  4. Planungskonflikt: Simuliere eine kommunale Entscheidung zu einer Fläche, die entweder bebaut, entsiegelt, begrünt oder als Retentionsraum genutzt werden könnte, und begründe einen Kompromiss aus mehreren Perspektiven.




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Lernkontrolle

  1. Kausalkette Klimarisiko: Erkläre an einem selbst gewählten Beispiel aus Baden-Württemberg, wie aus Gefährdung, Exposition und Verwundbarkeit ein konkretes Risiko entsteht.
  2. Stadtvergleich: Zwei Quartiere erleben dieselbe Hitzewelle. Das eine besitzt viele Bäume und wenig Versiegelung, das andere kaum Grün. Erkläre die unterschiedlichen Folgen und leite geeignete Maßnahmen ab.
  3. Wasser im Quartier: Entwickle eine Lösung, die gleichzeitig bei Starkregen und Trockenheit hilft. Begründe, warum sie in beiden Situationen wirksam sein kann.
  4. Fehlanpassung prüfen: Wähle eine mögliche Anpassungsmaßnahme und untersuche, unter welchen Bedingungen sie neue soziale, ökologische oder räumliche Probleme verursachen könnte.
  5. Prioritäten setzen: Eine Gemeinde kann zunächst nur zwei von fünf Maßnahmen finanzieren. Entwickle transparente Bewertungskriterien und begründe Deine Auswahl.
  6. Transfer auf die Schule: Erstelle für Deine Schule einen kleinen Klimaanpassungsplan und erläutere, welche Daten Du vor einer Umsetzung noch erheben müsstest.




Lernnachweis

Für einen überzeugenden Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du Klimaanpassung nicht nur als Sammlung einzelner Maßnahmen verstehst, sondern als räumlichen Planungs- und Bewertungsprozess.

  1. Fachbegriffe: Klimaanpassung, Klimaschutz, Gefährdung, Exposition, Verwundbarkeit, Risiko, Resilienz und Fehlanpassung sicher erklären
  2. Regionale Analyse: mindestens zwei unterschiedliche Klimarisiken in Baden-Württemberg räumlich einordnen
  3. Datenkompetenz: Karten, Zeitreihen oder andere Klimadaten nachvollziehbar auswerten
  4. Maßnahmenkompetenz: passende Anpassungsmaßnahmen entwickeln und ihre Wirkungsweise erklären
  5. Bewertungskompetenz: Zielkonflikte, Nebenwirkungen und soziale Gerechtigkeit berücksichtigen
  6. Transfer: Erkenntnisse auf eine konkrete Gemeinde, ein Quartier, eine Schule oder eine Landschaft übertragen
  7. Quellenarbeit: aktuelle und überprüfbare Fachquellen nennen und von bloßen Behauptungen unterscheiden
  8. Reflexion: begründen, warum Klimaschutz und Klimaanpassung gemeinsam notwendig sind




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