Aluminium und Leichtmetalle - Handwerk


Aluminium und Leichtmetalle - Handwerk
Aluminium und Leichtmetalle - Handwerk
Aluminium und andere Leichtmetalle werden im Metallbau, Fahrzeugbau, Fensterbau, Anlagenbau, Dach- und Fassadenbau sowie in vielen weiteren Gewerken eingesetzt. Für Dich als Auszubildende oder Auszubildender sind vor allem die richtige Werkstoffauswahl, eine saubere Bearbeitung, sichere Verbindungen und der Arbeitsschutz wichtig.

Lernziele
Nach diesem aiMOOC kannst Du:
- Leichtmetalle anhand ihrer Dichte und Eigenschaften einordnen.
- Aluminiumlegierungen und typische Halbzeuge unterscheiden.
- geeignete Verfahren zum Sägen, Bohren, Fräsen, Umformen und Fügen auswählen.
- Korrosion und Oberflächenschäden erkennen und vermeiden.
- Gefahren durch Staub, Späne, scharfe Kanten und Schweißarbeiten beurteilen.
- Werkstücke fachgerecht prüfen, kennzeichnen und dem Recycling zuführen.
Werkstoff-Grundlagen
Was sind Leichtmetalle?
Als Leichtmetalle gelten Metalle und Legierungen mit einer Dichte unter 5 g/cm³. Im Handwerk sind besonders Aluminium, Magnesium und Titan wichtig.
| Werkstoff | Dichte ungefähr | Typische Stärke | Typische Herausforderung |
|---|---|---|---|
| Aluminium | 2,7 g/cm³ | leicht, gut formbar, gut wärmeleitend | geringe Steifigkeit, Oxidschicht, Kontaktkorrosion |
| Magnesium | 1,7 g/cm³ | sehr leicht, gut zerspanbar | hohe Brandgefahr bei feinen Spänen und Staub |
| Titan | 4,5 g/cm³ | hohe spezifische Festigkeit, korrosionsbeständig | teuer, schlechte Wärmeableitung, anspruchsvolle Bearbeitung |
| Baustahl | etwa 7,8 g/cm³ | steif, fest, verbreitet | deutlich schwerer |

Merke: Leicht bedeutet nicht automatisch weich, schwach oder einfach zu bearbeiten. Entscheidend sind Legierung, Zustand, Form und Belastung.
Eigenschaften von Aluminium
Aluminium ist im Handwerk beliebt, weil es:
- eine geringe Dichte besitzt,
- gut umformbar und meist gut zerspanbar ist,
- Wärme und elektrischen Strom gut leitet,
- durch eine natürliche Oxidschicht vor weiterer Oxidation geschützt wird,
- gut recycelt werden kann.
Aluminium hat jedoch einen deutlich niedrigeren Elastizitätsmodul als Stahl. Ein Bauteil gleicher Form biegt sich deshalb unter gleicher Belastung stärker durch. Häufig werden größere Querschnitte, Rippen oder Hohlprofile eingesetzt.
Die natürliche Oxidschicht schützt die Oberfläche, kann aber beim Schweißen, Löten, Kleben und elektrischen Kontaktieren stören.
Reinaluminium und Legierungen
Reinaluminium ist weich, gut leitfähig und gut umformbar. Für tragende oder stark beanspruchte Bauteile werden meist Legierungen verwendet.
| Legierungsgruppe | Typische Eigenschaft | Beispiele aus dem Handwerk |
|---|---|---|
| Aluminium-Magnesium | korrosionsbeständig, gut schweißbar | Bleche, Behälter, Fahrzeugteile |
| Aluminium-Magnesium-Silicium | gut strangpressbar, aushärtbar | Fenster-, Fassaden- und Maschinenbauprofile |
| Aluminium-Mangan | gut umformbar, korrosionsbeständig | Bleche, Dach- und Fassadenbauteile |
| Aluminium-Kupfer | hohe Festigkeit | stärker beanspruchte technische Bauteile |
| Aluminium-Silicium | gute Gießeigenschaften | Gehäuse und Gussteile |
Praxisregel: Die genaue Werkstoffbezeichnung aus Zeichnung, Lieferschein oder Materialzeugnis darf nicht durch eine Vermutung ersetzt werden.
Halbzeuge und Bauteile
Typische Lieferformen
Aluminium wird als Blech, Platte, Band, Folie, Rohr, Stange, Draht, Gussstück oder Strangpressprofil geliefert.

Strangpressprofile können Nuten, Kammern und Funktionsflächen besitzen. Dadurch lassen sich steife und leichte Konstruktionen herstellen. Vor der Bearbeitung prüfst Du:
- Legierung und Werkstoffzustand,
- Maße und Toleranzen,
- Oberflächenqualität,
- Schutzfolie und Beschichtung,
- Verzug und Transportschäden.
Werkstoff eindeutig kennzeichnen
Aluminiumwerkstoffe können sich optisch stark ähneln. Abschnitte und Reststücke müssen deshalb nach betrieblicher Vorgabe gekennzeichnet und getrennt gelagert werden. Eine Verwechslung kann die Festigkeit, Schweißbarkeit, Korrosionsbeständigkeit oder Oberflächenbehandlung beeinträchtigen.
Bearbeiten von Aluminium
Arbeitsvorbereitung
Vor Arbeitsbeginn:
- Zeichnung, Maß, Toleranz und Oberfläche prüfen.
- Bearbeitungsverfahren und Reihenfolge festlegen.
- Werkstückauflage und Spannung vorbereiten.
- geeignete Werkzeuge und freigegebene Kühlschmierstoffe auswählen.
- Schutzfolie nur dort entfernen, wo es für die Bearbeitung nötig ist.
- Gefährdungsbeurteilung und Betriebsanweisung beachten.
Wichtig: Weiche Aluminiumoberflächen bekommen schnell Druckstellen und Kratzer. Verwende saubere Auflagen, Schonbacken und geeignete Spannmittel.
Sägen und Trennen
Für saubere Schnitte brauchst Du ein für Aluminium geeignetes Sägeblatt, eine stabile Spannung und passende Schnittwerte. Zu kleine Spanräume können sich zusetzen. Ein schlecht gespanntes Profil kann vibrieren, ausbrechen oder sich verformen.
Nach dem Sägen werden Grate entfernt. Sichtflächen dürfen dabei nicht beschädigt und scharfe Kanten nicht übersehen werden.
Bohren und Senken
Aluminium lässt sich meist gut bohren. Lange oder klebende Späne können jedoch Werkzeug und Oberfläche gefährden.

Achte auf:
- scharfe und geeignete Bohrer,
- sichere Werkstückspannung,
- passende Drehzahl und Vorschub,
- kontrollierten Spanabtransport,
- geeignete, betrieblich freigegebene Schmierung,
- korrektes Entgraten ohne Maßverlust.
Nie improvisieren: Reinigungs- oder Lösemittel dürfen nicht ohne Freigabe als Kühlschmierstoff verwendet werden.
Fräsen, Drehen und Feilen
Beim Zerspanen können Aufbauschneiden entstehen. Sie verschlechtern Maßhaltigkeit und Oberfläche. Scharfe Schneiden, geeignete Schneidengeometrien und richtige Schnittwerte wirken dem entgegen.
Feilen und Bürsten für Aluminium sollten nicht zuvor für Stahl benutzt worden sein. Eingetragene Fremdpartikel können Kratzer oder Korrosion verursachen.
Stanzen, Biegen und Umformen
Aluminiumbleche können gestanzt, gekantet, gerollt und tiefgezogen werden. Die mögliche Umformung hängt von Legierung, Zustand, Blechdicke, Walzrichtung und Biegeradius ab.

Zu kleine Biegeradien können Risse verursachen. Bei Sichtteilen müssen Werkzeugflächen sauber sein. Schutzfolie darf nicht in scharfe Biegezonen eingezogen oder eingedrückt werden.
Fügen und Verbinden
Schrauben und Nieten
Schraub- und Nietverbindungen sind im Aluminiumhandwerk weit verbreitet. Bei dünnen Blechen kommen häufig Blindniete und Blindnietmuttern zum Einsatz.


Prüfe vor dem Fügen:
- Werkstoff und Durchmesser des Verbindungselements,
- Klemmbereich und Lochdurchmesser,
- Rand- und Lochabstände,
- Zugänglichkeit,
- Dichtheit,
- Gefahr der Kontaktkorrosion.
Unterschiedliche Metalle müssen bei Feuchtigkeit gegebenenfalls elektrisch voneinander getrennt und abgedichtet werden. Beachte immer Zeichnung, Zulassung und Montageanweisung.
Kleben
Kleben verteilt Kräfte großflächig und vermeidet Wärmeeintrag. Eine Klebung ist nur zuverlässig, wenn Oberfläche, Vorbehandlung, Klebstoff, Schichtdicke, Temperatur und Aushärtezeit stimmen.
Typischer Ablauf:
- Oberfläche prüfen und nach Vorgabe reinigen.
- Oxidschicht oder Beschichtung nur nach Arbeitsanweisung vorbereiten.
- Mischungsverhältnis und Verarbeitungszeit beachten.
- Fügeteile gleichmäßig fixieren.
- Aushärtung abwarten und dokumentieren.
Fett, Staub, Fingerabdrücke und ungeeignete Reiniger können die Haftung stark vermindern.
Schweißen
Aluminium wird im Handwerk häufig mit WIG oder MIG geschweißt. Die Oxidschicht schmilzt bei einer deutlich höheren Temperatur als das Grundmetall. Deshalb sind saubere Oberflächen und geeignete Schweißparameter besonders wichtig.


Beim WIG-Schweißen von Aluminium wird häufig Wechselstrom eingesetzt. Das Schutzgas schützt Schmelzbad und Elektrode vor der Umgebungsluft.
Vor dem Schweißen klären:
- Ist die Legierung schweißgeeignet?
- Welcher Zusatzwerkstoff ist vorgeschrieben?
- Welche Nahtvorbereitung ist nötig?
- Sind Beschichtung, Öl, Feuchtigkeit und Oxide entfernt?
- Welche Schweißfolge begrenzt den Verzug?
- Welche Prüfung und Dokumentation sind gefordert?
Schweißarbeiten dürfen nur mit Unterweisung, geeigneter Ausrüstung und nach betrieblicher Freigabe durchgeführt werden.
Rührreibschweißen
Beim Rührreibschweißen verbindet ein rotierendes Werkzeug den Werkstoff im plastischen Zustand. Das Verfahren wird besonders bei Aluminiumprofilen, Platten und Fahrzeugbauteilen eingesetzt.

Oberfläche und Korrosion
Natürliche Oxidschicht
Aluminium bildet an Luft schnell eine dünne Oxidschicht. Diese Passivierung schützt häufig vor weiterer Korrosion. Beschädigt sich die Schicht, bildet sie sich unter geeigneten Bedingungen erneut.
Die Schutzwirkung kann durch Salze, ungeeignete Reinigungsmittel, dauerhafte Feuchtigkeit oder Kontakt zu anderen Metallen beeinträchtigt werden.
Kontaktkorrosion
Werden Aluminium und ein edleres Metall elektrisch leitend verbunden und kommt Feuchtigkeit hinzu, kann Aluminium bevorzugt korrodieren.

Schutzmaßnahmen können sein:
- geeignete Werkstoffpaarung,
- isolierende Zwischenlagen,
- Beschichtung und Abdichtung,
- konstruktiver Wasserablauf,
- regelmäßige Kontrolle.
Lochfraß und Spaltkorrosion
Chloridhaltige Feuchtigkeit kann örtliche Angriffe und Lochfraßkorrosion fördern. Enge Spalte halten Wasser und Schmutz fest und erschweren das Abtrocknen.

Konstruktionen sollten deshalb Wasser ableiten, Schmutznester vermeiden und zugänglich für Reinigung und Kontrolle bleiben.
Eloxieren und Beschichten
Beim Eloxieren wird die Oxidschicht elektrochemisch verstärkt. Sie verbessert je nach Ausführung Korrosionsschutz, Verschleißverhalten und Aussehen.

Beschichtete oder eloxierte Flächen benötigen eine schonende Bearbeitung. Nachträgliches Sägen oder Bohren legt ungeschützte Schnittkanten frei. Sichtflächen werden mit sauberen Werkzeugen, Schutzfolien und geeigneten Auflagen geschützt.
Arbeitssicherheit
Allgemeine Gefahren
Bei der Aluminiumbearbeitung können auftreten:
- scharfe Kanten und heiße Späne,
- wegfliegende Späne und Werkzeugbruch,
- Lärm und Vibration,
- Quetsch- und Einzugsstellen,
- Schweißrauch und optische Strahlung,
- brennbare oder explosionsfähige Metallstäube.
Persönliche Schutzausrüstung ersetzt keine sichere Maschine, Absaugung oder Arbeitsorganisation. Sie ergänzt diese Maßnahmen.
Aluminiumstaub
Feiner Aluminiumstaub kann mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch bilden. Staubablagerungen müssen nach Betriebsanweisung vermieden und mit geeigneten Verfahren entfernt werden. Druckluft kann Staub aufwirbeln und ist dafür in der Regel ungeeignet.
Bei der Nassabscheidung können zusätzliche Gefahren durch Wasserstoff entstehen. Nur dafür geeignete und freigegebene Absauganlagen dürfen eingesetzt werden.[1]
Merksatz: Brennbarer Metallstaub, Luft und eine Zündquelle können zusammen eine Explosion verursachen.
Magnesium sicher bearbeiten
Magnesiumspäne und besonders Magnesiumstaub können leicht entzündlich sein. Brennendes Magnesium darf nicht eigenmächtig mit Wasser, Schaum oder Kohlendioxid bekämpft werden. Es gelten der betriebliche Alarmplan, die Unterweisung und die vorgesehenen Löschmittel.[2]
Schweißen und Schleifen
Beim Schweißen schützen geeignete Abschirmungen, Absaugung, Schweißerschutzschild, Schutzkleidung und weitere vorgeschriebene PSA vor Strahlung, Rauch, Hitze und Spritzern. Auch Personen in der Umgebung müssen geschützt werden.
Beim Schleifen von Aluminium sind Brand- und Explosionsschutz besonders zu beachten. Werkzeuge, Absaugung und Arbeitsbereich müssen für den Werkstoff geeignet sein.[3]
Qualitätssicherung
Prüfen während der Arbeit
Prüfe nicht erst am Ende. Sinnvolle Zwischenprüfungen sind:
- Materialidentität vor Arbeitsbeginn,
- Zuschnittmaß und Rechtwinkligkeit,
- Lochdurchmesser und Lochabstand,
- Biegeradius und Rissfreiheit,
- Sitz von Schrauben, Nieten oder Klebungen,
- Nahtbild und Verzug,
- Oberfläche und Kanten,
- Vollständigkeit der Dokumentation.
Messflächen müssen gratfrei, sauber und temperaturangepasst sein. Dünnwandige Profile dürfen beim Messen nicht zusammengedrückt werden.
Typische Fehlerbilder
| Fehler | Mögliche Ursache | Vorbeugung |
|---|---|---|
| Kratzer | schmutzige Auflage oder Späne | Arbeitsplatz und Spannflächen reinigen |
| Grat | stumpfes Werkzeug oder falsche Schnittwerte | Werkzeug und Parameter prüfen |
| Ovales Bohrloch | schlechte Spannung oder verlaufender Bohrer | Werkstück sicher spannen und zentrieren |
| Riss an Biegung | zu kleiner Radius oder falscher Werkstoffzustand | Vorgabe und Walzrichtung prüfen |
| Poren in Schweißnaht | Feuchtigkeit, Schmutz oder mangelhafter Gasschutz | reinigen, trocknen und Schutzgasführung prüfen |
| Kontaktkorrosion | ungeeignete Metallpaarung mit Feuchtigkeit | trennen, abdichten und entwässern |
Nachhaltigkeit und Recycling
Aluminium kann nach Sortierung wieder eingeschmolzen und erneut genutzt werden. Im Betrieb ist eine saubere Trennung nach Werkstoffgruppen besonders wertvoll. Fremdmetalle, Schleifmittel, Kunststoffe, Dichtstoffe und verschmutzte Späne erschweren die Wiederverwertung.


Für die Werkstatt gilt:
- sortenrein sammeln,
- Späne trocken und nach Vorgabe lagern,
- beschichtete und verschmutzte Abfälle getrennt behandeln,
- Gefahrstoffe und Metallabfälle nicht vermischen,
- Reststücke kennzeichnen und möglichst weiterverwenden.
Praxisablauf: Vom Auftrag zum Bauteil
| Arbeitsschritt | Leitfrage |
|---|---|
| Auftrag klären | Welche Funktion, Belastung und Oberfläche sind gefordert? |
| Werkstoff prüfen | Stimmen Legierung, Zustand und Abmessung? |
| Fertigung planen | Welche Reihenfolge vermeidet Verzug und Beschädigung? |
| Sicher arbeiten | Welche Schutzmaßnahmen und Betriebsanweisungen gelten? |
| Bearbeiten | Sind Werkzeug, Spannung und Parameter geeignet? |
| Fügen | Passt das Verfahren zu Werkstoff, Belastung und Umgebung? |
| Prüfen | Sind Maß, Form, Verbindung und Oberfläche einwandfrei? |
| Dokumentieren | Sind Messwerte, Material und Abweichungen nachvollziehbar? |
| Recyceln | Können Reststücke und Späne sortenrein verwertet werden? |
Quellen und Arbeitsschutz
- Aluminium: Eigenschaften, Legierungen und Verarbeitung.
- Leichtmetalle: Einordnung nach Dichte.
- Wolfram-Inertgas-Schweißen: Grundlagen des WIG-Verfahrens.
- DGUV: Aluminium- und Magnesiumbearbeitung
- DGUV Regel 109-001
- BGHM: Sicheres Arbeiten mit Winkelschleifern
- ↑ Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Aluminium- und Magnesiumbearbeitung.
- ↑ Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: DGUV Information 209-090, Tätigkeiten mit Magnesium.
- ↑ Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: DGUV Regel 109-001.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Wodurch werden Leichtmetalle allgemein abgegrenzt? (Durch eine Dichte unter 5 Gramm je Kubikzentimeter) (!Durch eine silberne Farbe) (!Durch elektrische Leitfähigkeit) (!Durch magnetische Eigenschaften)
Warum biegt sich ein Aluminiumbauteil gleicher Form meist stärker als ein Stahlbauteil? (Aluminium besitzt einen niedrigeren Elastizitätsmodul) (!Aluminium besitzt immer eine geringere Temperatur) (!Aluminium enthält keine Legierungselemente) (!Aluminium ist grundsätzlich hohl)
Welche Lieferform wird häufig durch Strangpressen hergestellt? (Profil) (!Gusssand) (!Schleifscheibe) (!Schweißelektrode)
Was vermindert Kratzer auf Aluminium-Sichtflächen? (Saubere Auflagen und Schonbacken) (!Grobe Stahlspäne auf dem Werktisch) (!Stärkeres Einspannen ohne Unterlage) (!Entfernen jeder Schutzfolie vor Arbeitsbeginn)
Was kann beim Bohren von Aluminium die Oberfläche und das Werkzeug gefährden? (Lange klebende Späne) (!Eine eindeutige Werkstoffkennzeichnung) (!Eine saubere Werkstückauflage) (!Eine Zwischenprüfung des Lochdurchmessers)
Welches Fügeverfahren eignet sich häufig für dünne Bleche bei einseitiger Zugänglichkeit? (Blindnieten) (!Schmieden) (!Walzen) (!Härten)
Warum ist die Oxidschicht beim Aluminiumschweißen wichtig? (Sie schmilzt deutlich später als das Grundmetall) (!Sie ist immer weich und flüssig) (!Sie ersetzt das Schutzgas) (!Sie verhindert jede Wärmeleitung)
Welche Bedingung fördert Kontaktkorrosion? (Unterschiedliche leitend verbundene Metalle und Feuchtigkeit) (!Zwei trockene Kunststoffteile) (!Ein einziger Werkstoff ohne Elektrolyt) (!Eine saubere isolierende Zwischenlage)
Welche Gefahr besteht bei feinem Aluminiumstaub? (Brand und Staubexplosion) (!Gefrieren des Werkstücks) (!Magnetisierung der Maschine) (!Auflösung des Aluminiums ohne Rückstand)
Was verbessert die Wiederverwertung von Aluminiumresten? (Sortenreine Sammlung) (!Vermischung mit Schleifstaub und Kunststoff) (!Ungekennzeichnete Lagerung) (!Entsorgung zusammen mit Restmüll)
Memory
| Aluminium-Magnesium-Silicium | Strangpressprofile |
| Passivierung | natürliche Oxidschicht |
| Blindniete | einseitig zugängliche Verbindung |
| Eloxieren | verstärkte Oxidschicht |
| Aufbauschneide | schlechtere Zerspanungsoberfläche |
| Kontaktkorrosion | unterschiedliche Metalle mit Feuchtigkeit |
| Schonbacke | Schutz vor Druckstellen |
| Sortenreinheit | hochwertiges Recycling |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Werkstoffkennzeichnung | Verhindert die Verwechslung ähnlicher Legierungen |
| Zwischenprüfung | Erkennt Maßfehler vor dem nächsten Arbeitsschritt |
| Schutzgas | Schützt das Schmelzbad beim Schweißen |
| Isolierlage | Vermindert elektrischen Kontakt zwischen verschiedenen Metallen |
| Absaugung | Erfasst gefährliche Stäube und Rauche an der Entstehungsstelle |
Kreuzworträtsel
| Passivierung | Wie heißt die schützende Bildung einer Oxidschicht? |
| Strangpressen | Welches Verfahren erzeugt Profile mit gleichbleibendem Querschnitt? |
| Eloxieren | Wie heißt das elektrochemische Verstärken der Aluminiumoxidschicht? |
| Magnesium | Welches wichtige Nutzmetall ist leichter als Aluminium? |
| Schutzgas | Was schützt beim WIG-Schweißen das Schmelzbad vor der Luft? |
| Blindniete | Welches Verbindungselement wird häufig bei einseitiger Zugänglichkeit gesetzt? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Werkstoffsuche: Finde in Deiner Werkstatt fünf Bauteile aus Aluminium und notiere Funktion, Halbzeugform und Oberfläche.
- Gewichtsvergleich: Vergleiche gleich große Probestücke aus Stahl und Aluminium durch Wiegen und erkläre den Unterschied.
- Fehlerbild-Kartei: Fotografiere mit Erlaubnis Grat, Kratzer, Druckstelle und saubere Kante und beschrifte die Bilder.
- Recycling-Check: Prüfe die Sammelstellen im Betrieb und erstelle ein übersichtliches Schild zur sortenreinen Trennung.
Standard
- Arbeitsplan Aluminiumprofil: Plane Zuschnitt, Bohren, Entgraten, Fügen und Prüfen für ein kleines Profilbauteil.
- Bohrversuch: Vergleiche nach Unterweisung zwei freigegebene Schnittwert-Einstellungen und bewerte Spanform, Grat und Oberfläche.
- Korrosionsanalyse: Untersuche eine Verbindung aus unterschiedlichen Metallen und entwickle Maßnahmen gegen Feuchtigkeit und Kontaktkorrosion.
- Montageanleitung: Erstelle eine bebilderte Anleitung zum fachgerechten Setzen einer Blindniete oder Blindnietmutter.
Schwer
- Leichtbau-Konstruktion: Entwirf eine steife Halterung aus Aluminiumprofilen und begründe Querschnitt, Verbindung und Oberflächenschutz.
- Fertigungsvergleich: Vergleiche Schrauben, Nieten, Kleben und Schweißen für ein Bauteil nach Festigkeit, Wärmeeintrag, Demontage und Korrosionsrisiko.
- Gefährdungsbeurteilung Metallstaub: Entwickle mit Deiner Ausbilderin oder Deinem Ausbilder eine Gefährdungsanalyse für Schleifarbeiten an Aluminium.
- Qualitätsprojekt: Fertige ein Prüfprotokoll mit Materialnachweis, Maßen, Toleranzen, Oberflächenmerkmalen und dokumentierten Abweichungen.


Lernkontrolle
- Werkstoffauswahl: Für eine Außenkonstruktion stehen Stahl, Aluminium und Magnesium zur Wahl. Begründe Deine Auswahl unter Berücksichtigung von Gewicht, Steifigkeit, Korrosion, Bearbeitung und Kosten.
- Fehlerursache: Ein gebohrtes Aluminiumprofil zeigt Grat, Rattermarken und ein ovales Loch. Entwickle eine systematische Fehlersuche und nenne passende Verbesserungen.
- Fügevergleich: Entscheide für ein dünnwandiges, nur einseitig zugängliches Bauteil zwischen Schrauben, Blindnieten, Kleben und Schweißen. Begründe Deine Lösung.
- Korrosionsschutz: Eine Aluminiumplatte soll mit Edelstahlbauteilen im Außenbereich verbunden werden. Entwickle eine korrosionsgerechte Detailausführung.
- Arbeitsorganisation: Plane einen sicheren Arbeitsplatz für das Schleifen von Aluminium und erkläre die Reihenfolge technischer, organisatorischer und persönlicher Schutzmaßnahmen.
- Nachhaltigkeit: Zeige an einem Werkstattauftrag, wie Zuschnittplanung, Reststückverwaltung, sortenreine Sammlung und reparaturgerechte Konstruktion Ressourcen sparen.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:
- Leichtmetalle sicher einordnen und typische Anwendungen erklären kannst.
- Aluminiumlegierungen und Halbzeuge anhand von Unterlagen auswählst.
- einen vollständigen Arbeitsplan für ein Aluminiumbauteil erstellst.
- Werkzeuge, Spannmittel und Schnittwerte begründet auswählst.
- geeignete Fügeverfahren vergleichst und festlegst.
- Korrosionsrisiken an einer Konstruktion erkennst und verringerst.
- Gefahren durch Späne, Staub und Schweißarbeiten beurteilst.
- Maße, Kanten, Oberfläche und Verbindung fachgerecht prüfst.
- Material, Prüfergebnisse und Abweichungen nachvollziehbar dokumentierst.
- Aluminiumreste sortenrein und nach betrieblicher Vorgabe behandelst.
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