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Ökologischer Landbau - Baden-Württemberg

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Ökologischer Landbau - Baden-Württemberg




Ökologischer Landbau - Baden-Württemberg


Einleitung

Der ökologische Landbau verfolgt das Ziel, Lebensmittel zu erzeugen und dabei natürliche Ressourcen wie Boden, Wasser, Klima und Biodiversität möglichst zu schonen. Dabei wird der landwirtschaftliche Betrieb als vernetztes System betrachtet: Bodenfruchtbarkeit, Pflanzenbau, Tierhaltung, Fütterung, Düngung, Vermarktung und Landschaftspflege hängen miteinander zusammen.

In Baden-Württemberg spielt der Ökolandbau eine bedeutende Rolle. Ende 2024 wurden nach Angaben des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz rund 213.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Das entsprach etwa 15,3 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche des Landes. Gleichzeitig unterstützt Baden-Württemberg ökologische Wertschöpfungsketten unter anderem durch den Aktionsplan „Bio aus Baden-Württemberg“ und durch 14 Bio-Musterregionen.

Für Dich als Lernende oder Lernender ist Ökolandbau besonders interessant, weil hier viele Themen zusammenkommen: Bodenfruchtbarkeit, Fruchtfolge, Tierwohl, Nährstoffkreislauf, Klimaschutz, Artenvielfalt, wirtschaftliche Entscheidungen und die Frage, wie Landwirtschaft langfristig tragfähig gestaltet werden kann.


Grundidee des ökologischen Landbaus

Ein wichtiges Leitbild des Ökolandbaus ist ein möglichst geschlossener Betriebskreislauf. Pflanzen nehmen Nährstoffe aus dem Boden auf. Ein Teil der Pflanzen wird als Lebensmittel verkauft, ein anderer Teil kann als Tierfutter dienen. Tiere liefern Mist oder Gülle, die wiederum zur Düngung der Flächen genutzt werden können. Dadurch sollen möglichst viele Nährstoffe im Betrieb verbleiben.

Ein vollständig geschlossener Kreislauf ist in der Praxis selten erreichbar. Saatgut, Futter, Stroh, Maschinen, Energie oder zugelassene Düngemittel können von außen in den Betrieb gelangen. Auch durch verkaufte Erzeugnisse verlassen Nährstoffe den Hof. Entscheidend ist deshalb, Stoffströme bewusst zu planen und Verluste möglichst gering zu halten.

Der ökologische Landbau verzichtet grundsätzlich auf leicht lösliche mineralische Stickstoffdünger und schränkt den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel stark ein. Stattdessen spielen Fruchtfolgen, Leguminosen, organische Düngung, mechanische Unkrautregulierung, vorbeugender Pflanzenschutz und die Förderung natürlicher Regulationsprozesse eine zentrale Rolle.


Boden als Grundlage des Ökolandbaus


Warum Bodenfruchtbarkeit wichtig ist

Ein fruchtbarer Boden ist weit mehr als eine Fläche, auf der Pflanzen stehen. Er ist ein lebendiges System aus mineralischen Bestandteilen, organischer Substanz, Wasser, Luft, Pflanzenwurzeln und einer großen Zahl von Bodenorganismen. Regenwürmer, Pilze, Bakterien und viele weitere Lebewesen bauen organisches Material ab und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar.

Im Ökolandbau steht deshalb nicht nur die unmittelbare Versorgung einer Kulturpflanze im Mittelpunkt. Wichtig ist vielmehr, die Bodenfruchtbarkeit langfristig zu erhalten oder zu verbessern. Ein humusreicher, gut strukturierter Boden kann Wasser besser aufnehmen und speichern, lässt sich leichter durchwurzeln und kann widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit oder Starkregen sein.


Humus und organische Substanz

Humus entsteht aus abgestorbenen Pflanzenresten, Wurzeln, Mist, Kompost und anderen organischen Materialien. Bodenorganismen bauen diese Stoffe um. Dabei werden Nährstoffe freigesetzt und zugleich stabile organische Verbindungen gebildet.

Humus kann mehrere Funktionen erfüllen:

  1. Bodenstruktur: stabile Bodenkrümel erleichtern Belüftung und Durchwurzelung.
  2. Wasserhaushalt: organische Substanz trägt zur Wasserspeicherung bei.
  3. Nährstoffspeicherung: Nährstoffe können gebunden und später wieder verfügbar werden.
  4. Bodenleben: organische Stoffe dienen vielen Bodenorganismen als Nahrungsgrundlage.

Das Bild zeigt einen landwirtschaftlichen Kompost- beziehungsweise Misthaufen auf einem Hof in Heidelberg in Baden-Württemberg. Solche organischen Materialien können bei sachgerechter Anwendung dazu beitragen, Nährstoffe zurück auf die Fläche zu bringen.


Fruchtfolge und Leguminosen

Eine durchdachte Fruchtfolge gehört zu den wichtigsten Werkzeugen des ökologischen Pflanzenbaus. Dabei werden auf einem Feld nicht Jahr für Jahr dieselben Kulturen angebaut. Stattdessen wechseln verschiedene Pflanzenarten in einer geplanten Reihenfolge.

Besonders wichtig sind Leguminosen wie Klee, Luzerne, Erbsen oder Ackerbohnen. In ihren Wurzelknöllchen leben Bakterien, die Luftstickstoff binden können. Dadurch gelangt Stickstoff in das landwirtschaftliche System, ohne dass dafür synthetischer Stickstoffdünger hergestellt werden muss.

Eine vielfältige Fruchtfolge kann außerdem Krankheits- und Schädlingszyklen unterbrechen, unterschiedliche Bodenschichten durchwurzeln und Unkräuter begrenzen. Für die Planung eines Ökobetriebs ist sie deshalb gleichzeitig eine pflanzenbauliche, ökologische und wirtschaftliche Entscheidung.


Zwischenfrüchte und Gründüngung

Zwischenfrüchte wachsen zwischen zwei Hauptkulturen. Sie schützen den Boden vor Erosion, nehmen noch vorhandene Nährstoffe auf und können zusätzliche organische Masse liefern. Werden Pflanzen gezielt zur Bodenverbesserung angebaut, spricht man auch von Gründüngung.

Eine dauerhafte oder möglichst lange Bodenbedeckung ist besonders wertvoll, wenn Starkregen auftritt. Pflanzen und Pflanzenreste bremsen Regentropfen und Oberflächenabfluss. Gleichzeitig halten Wurzeln den Boden zusammen.


Unkrautregulierung ohne chemisch-synthetische Herbizide

Ökobetriebe regulieren Unkräuter vor allem durch vorbeugende und mechanische Maßnahmen. Dazu gehören Fruchtfolge, Saatzeitpunkt, konkurrenzfähige Bestände, Striegeln und Hacken.

Mechanische Verfahren haben jedoch ebenfalls Grenzen. Häufiges Bearbeiten benötigt Arbeitszeit und Energie und kann bei ungünstigen Bedingungen Bodenstruktur oder Bodenwasser beeinflussen. Gute Betriebsführung bedeutet deshalb, verschiedene Maßnahmen sinnvoll zu kombinieren.


Tierhaltung im Ökolandbau


Tierhaltung und Fläche

Im ökologischen Landbau ist Tierhaltung an die bewirtschaftete Fläche gekoppelt. Die Grundidee lautet: Die Fläche soll einen wesentlichen Teil der Futtergrundlage bereitstellen und zugleich Nährstoffe aus den Ausscheidungen der Tiere aufnehmen können. So wird verhindert, dass sehr große Tierbestände unabhängig von der verfügbaren Fläche entstehen.

Für Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine und Geflügel gelten im Ökolandbau besondere Anforderungen an Haltung, Fütterung, Platzangebot und Auslauf. Die konkreten Regeln richten sich nach dem EU-Ökorecht und gegebenenfalls zusätzlich nach strengeren Vorgaben einzelner Anbauverbände.


Weide, Auslauf und Tierwohl

Für Pflanzenfresser hat der Zugang zu Weideflächen im Ökolandbau eine besondere Bedeutung, sofern die Bedingungen dies zulassen. Weidegang ermöglicht artspezifische Verhaltensweisen wie Grasen, Bewegung und soziale Interaktion.

Auch in Baden-Württemberg wird die praktische Umsetzung der Weideanforderungen intensiv diskutiert, weil Hoflagen, Flächenzuschnitt, Verkehrswege und Stallstandorte sehr unterschiedlich sein können.

Tierwohl bedeutet jedoch mehr als Auslauf. Dazu gehören auch Tiergesundheit, geeignete Stallgestaltung, Fütterung, Betreuung, Liegeflächen, Klima im Stall und ein möglichst geringer Stress bei Transport und Umgang.


Fütterung und Tiergesundheit

Ökologische Tierhaltung setzt auf ökologisch erzeugte Futtermittel und eine möglichst betriebsnahe Futtergrundlage. Wiederkäuer wie Rinder können Gras und anderes Raufutter nutzen, das Menschen nicht direkt essen können. Dadurch können insbesondere Dauergrünlandflächen landwirtschaftlich genutzt werden.

Die Tiergesundheit soll vor allem durch robuste Tiere, angemessene Besatzdichten, gute Haltungsbedingungen, Hygiene, Bewegung und passende Fütterung unterstützt werden. Wenn ein Tier erkrankt, muss es behandelt werden. Ökolandbau bedeutet daher nicht, notwendige tierärztliche Versorgung zu vermeiden.


Nachhaltigkeit


Was bedeutet Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft?

Nachhaltigkeit umfasst ökologische, ökonomische und soziale Aspekte. Eine landwirtschaftliche Methode ist nicht allein deshalb nachhaltig, weil sie einzelne Umweltbelastungen reduziert. Sie muss zugleich langfristig wirtschaftlich tragfähig sein und für Menschen in Landwirtschaft, Verarbeitung und Gesellschaft akzeptable Bedingungen schaffen.

Beim Vergleich verschiedener Landwirtschaftssysteme ist es deshalb wichtig, mehrere Kriterien gleichzeitig zu betrachten: Bodenfruchtbarkeit, Artenvielfalt, Gewässerschutz, Treibhausgasemissionen, Flächenbedarf, Ertrag, Tierwohl, Einkommen, Arbeitsaufwand und Versorgungssicherheit.


Biodiversität

Vielfältige Fruchtfolgen, geringerer Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und Strukturelemente können Lebensräume für Pflanzen, Insekten, Vögel und andere Organismen schaffen. Blühstreifen sind ein Beispiel für eine Maßnahme, die Insekten Nahrung und Rückzugsräume bieten kann.

Das Foto stammt aus Bad Rappenau-Bonfeld in Baden-Württemberg. Ein Blühstreifen allein macht einen Betrieb jedoch noch nicht nachhaltig. Entscheidend ist das Zusammenspiel vieler Maßnahmen auf der gesamten Fläche.


Klima und Energie

Der Ökolandbau verzichtet auf synthetische Stickstoffdünger, deren Herstellung viel Energie benötigt. Stickstoff wird stattdessen unter anderem über Leguminosen und organische Dünger in den Betrieb eingebracht. Das kann Energieverbrauch und bestimmte Treibhausgasemissionen verringern.

Gleichzeitig können Erträge je Hektar bei manchen Kulturen im Ökolandbau niedriger sein als in intensiven konventionellen Systemen. Für eine faire Klimabilanz muss deshalb klar sein, ob Emissionen pro Hektar, pro Kilogramm Produkt oder für ein ganzes Ernährungssystem betrachtet werden. Nachhaltigkeitsbewertungen brauchen also immer eine passende Bezugsgröße.


Wasser- und Gewässerschutz

Pflanzen benötigen Stickstoff, doch überschüssiger Stickstoff kann als Nitrat ins Grundwasser gelangen. Der ökologische Landbau versucht, Nährstoffüberschüsse durch begrenzte Tierzahlen, Fruchtfolgen, Zwischenfrüchte und organische Düngung zu reduzieren.

Auch Pflanzenschutzmittel können Gewässer belasten. Im Ökolandbau ist der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel grundsätzlich nicht vorgesehen. Zugelassene Pflanzenschutzmittel müssen dennoch gezielt und verantwortungsvoll eingesetzt werden.


Ökolandbau in Baden-Württemberg


Flächen und Betriebe

Baden-Württemberg weist sehr unterschiedliche landwirtschaftliche Räume auf: Ackerbaugebiete, Grünlandregionen, Weinbau, Obstbau, Gemüsebau und eine große Zahl gemischter Familienbetriebe. Diese Vielfalt beeinflusst auch die Formen des ökologischen Landbaus.

Nach Angaben des Landes wurden Ende 2024 rund 213.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Das waren etwa 15,3 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Solche Zahlen verändern sich von Jahr zu Jahr und sollten bei aktuellen Projekten immer mit einer offiziellen Statistik geprüft werden.


Bio-Musterregionen

In Baden-Württemberg gibt es 14 Bio-Musterregionen. Sie sollen Akteurinnen und Akteure aus Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung und Verbraucherschaft miteinander vernetzen. Damit wird deutlich: Ein erfolgreicher Ökolandbau hängt nicht nur von der Produktion auf dem Feld oder im Stall ab, sondern von der gesamten Wertschöpfungskette.

Für Lernende ist eine Bio-Musterregion ein gutes Beispiel für regionale Nachhaltigkeit. Du kannst untersuchen, wo Bio-Rohstoffe erzeugt werden, wo sie verarbeitet werden, wie weit sie transportiert werden und welche Betriebe oder Kantinen sie abnehmen.


Chancen und Zielkonflikte

Ökologischer Landbau bietet Chancen für Boden, Wasser, Biodiversität und Tierwohl. Gleichzeitig entstehen Zielkonflikte. Mechanische Unkrautregulierung braucht Maschinen und Arbeitszeit. Weidehaltung benötigt geeignete Flächen. Niedrigere Erträge können den Flächenbedarf je Produkteinheit erhöhen. Höhere Anforderungen können Produktionskosten steigern.

Gerade deshalb ist Ökolandbau ein gutes Thema für Schule und Ausbildung: Es gibt selten nur eine Kennzahl, mit der sich „nachhaltig“ eindeutig beantworten lässt. Du musst Zusammenhänge erkennen, Daten vergleichen und begründete Entscheidungen treffen.


Praxisbeispiel: Ein Betriebskreislauf

Stell Dir einen ökologischen Gemischtbetrieb in Baden-Württemberg vor. Auf einigen Flächen wachsen Kleegras und Futtergetreide. Das Kleegras liefert Futter für Rinder und bindet mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff. Die Tiere erzeugen Mist. Der Mist wird gelagert und anschließend auf Ackerflächen ausgebracht. Dort wachsen im nächsten Jahr beispielsweise Weizen oder Kartoffeln. Erntereste und Zwischenfrüchte liefern wieder organische Substanz für den Boden.

Dieses vereinfachte Beispiel zeigt, warum Pflanzenbau und Tierhaltung gut zusammenpassen können. In der Realität müssen zusätzlich Futterbilanzen, Nährstoffbilanzen, Arbeitszeit, Maschinenkosten, Tiergesundheit, Vermarktung und gesetzliche Vorgaben berücksichtigt werden.


Quellen und Vertiefung

  1. Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg: Ökolandbau in Zahlen
  2. Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg: Bio-Musterregionen
  3. Ökolandbau.de: Ökologische Landwirtschaft
  4. Ökolandbau.de: Lernstation Kreislaufwirtschaft
  5. Umweltbundesamt: Ökolandbau


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welches Leitbild ist für den ökologischen Landbau besonders wichtig? (Ein möglichst geschlossener Betriebskreislauf) (!Ein möglichst hoher Mineraldüngereinsatz) (!Eine jährliche Monokultur) (!Eine vollständig tierfreie Landwirtschaft)




Welche Pflanzengruppe kann mithilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden? (Leguminosen) (!Gräser) (!Kartoffeln) (!Sonnenblumen)




Warum ist Humus für einen Ackerboden wichtig? (Er unterstützt Bodenstruktur und Wasserspeicherung) (!Er verhindert jede Form von Erosion vollständig) (!Er ersetzt jede Bodenbearbeitung) (!Er besteht ausschließlich aus mineralischem Gestein)




Welche Maßnahme ist typisch für die Unkrautregulierung im Ökolandbau? (Mechanisches Hacken) (!Routineeinsatz chemisch-synthetischer Herbizide) (!Abbrennen aller Ackerflächen) (!Ganzjähriges Offenlassen des Bodens)




Womit ist die Tierhaltung im Ökolandbau grundsätzlich verbunden? (Mit der verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche) (!Nur mit der Größe des Stallgebäudes) (!Nur mit dem Marktpreis des Futters) (!Nur mit der Entfernung zum Schlachthof)




Was ist eine wichtige Funktion von Zwischenfrüchten? (Sie können Boden schützen und Nährstoffe aufnehmen) (!Sie machen jede Fruchtfolge überflüssig) (!Sie ersetzen alle Hauptkulturen) (!Sie verhindern grundsätzlich jede Pflanzenkrankheit)




Was gehört zu einer umfassenden Bewertung von Nachhaltigkeit? (Ökologische ökonomische und soziale Aspekte) (!Nur der Ertrag pro Hektar) (!Nur der Verkaufspreis) (!Nur die Zahl der Maschinen)




Wie groß war der Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche in Baden-Württemberg Ende 2024 ungefähr? (15,3 Prozent) (!2,1 Prozent) (!48,7 Prozent) (!73,5 Prozent)




Wie viele Bio-Musterregionen gibt es in Baden-Württemberg? (14) (!4) (!27) (!52)




Warum muss eine Klimabilanz eine Bezugsgröße nennen? (Weil Ergebnisse pro Fläche und pro Produkt unterschiedlich ausfallen können) (!Weil Treibhausgase nur im Winter entstehen) (!Weil Landwirtschaft keine Energie benötigt) (!Weil Erträge bei allen Betrieben gleich sind)





Memory

Humus organische Bodensubstanz
Leguminose Stickstoffbindung
Fruchtfolge wechselnde Kulturen
Weidegang Bewegung und Grasen
Zwischenfrucht Bodenbedeckung zwischen Hauptkulturen
Kompost organischer Dünger
Bio-Musterregion regionale Vernetzung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Kleegras Stickstoffbindung und Futter
Mist Rückführung organischer Nährstoffe
Hackgerät mechanische Unkrautregulierung
Blühstreifen Lebensraum und Nahrungsangebot für Insekten
Weide Auslauf und Futterfläche für Pflanzenfresser





Kreuzworträtsel

Humus Wie heißt die organische Substanz im Boden?
Leguminose Wie heißt eine Pflanze aus der Gruppe der Hülsenfrüchtler in der Einzahl?
Fruchtfolge Wie heißt der geplante Wechsel verschiedener Kulturen auf einem Feld?
Kompost Wie heißt verrottetes organisches Material zur Bodenverbesserung?
Weidegang Wie heißt der Aufenthalt von Nutztieren auf einer Weide?
Biodiversität Wie heißt die Vielfalt des Lebens?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.

Im ökologischen Landbau ist ein möglichst geschlossener

ein wichtiges Leitbild. Die langfristige Leistungsfähigkeit eines Ackers hängt stark von seiner

ab. Organische Bodensubstanz wird häufig als

bezeichnet. Pflanzen wie Klee und Luzerne gehören zu den

. Der geplante Wechsel verschiedener Kulturen heißt

. Zwischen zwei Hauptkulturen können

den Boden bedecken. Unkräuter werden im Ökolandbau unter anderem durch mechanisches

reguliert. Bei Pflanzenfressern spielt der Zugang zur

eine wichtige Rolle. Nachhaltigkeit umfasst neben Umweltwirkungen auch wirtschaftliche und

Aspekte. In Baden-Württemberg vernetzen Bio-Musterregionen verschiedene Akteure der regionalen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bodenprobe untersuchen: Vergleiche zwei Bodenproben aus Deiner Umgebung nach Farbe, Geruch, Krümelstruktur und sichtbaren Bodenlebewesen. Dokumentiere Deine Beobachtungen mit Fotos oder Zeichnungen.
  2. Fruchtfolge planen: Entwickle eine einfache vierjährige Fruchtfolge mit mindestens einer Leguminose und begründe die Reihenfolge.
  3. Bio-Produkte erkunden: Suche in einem Lebensmittelgeschäft fünf Bio-Produkte aus Baden-Württemberg und dokumentiere Herkunft, Siegel und Preis.
  4. Blühstreifen beobachten: Beobachte für 15 Minuten einen Blühstreifen oder eine artenreiche Wiese und notiere verschiedene Insektengruppen.


Standard

  1. Betriebskreislauf zeichnen: Erstelle eine Grafik für einen ökologischen Gemischtbetrieb und kennzeichne Futter, Tiere, Mist, Boden, Pflanzen und verkaufte Produkte.
  2. Tierwohl vergleichen: Entwickle Kriterien für Tierwohl und wende sie auf zwei unterschiedliche Stall- oder Weidesysteme an.
  3. Bio-Musterregion recherchieren: Untersuche eine Bio-Musterregion in Baden-Württemberg und stelle drei Projekte, beteiligte Akteure und deren Ziele vor.
  4. Landwirtschaftliches Interview: Befrage eine Landwirtin, einen Landwirt oder eine Fachkraft zu Chancen und Schwierigkeiten des Ökolandbaus.


Schwer

  1. Nährstoffbilanz modellieren: Erstelle für einen Modellbetrieb eine vereinfachte Stickstoffbilanz mit Einträgen, innerbetrieblichen Stoffströmen und Austrägen.
  2. Nachhaltigkeit bewerten: Vergleiche ein ökologisches und ein konventionelles Produktionssystem anhand von mindestens sechs Kriterien und diskutiere Zielkonflikte.
  3. Betriebsexkursion planen: Entwickle einen vollständigen Erkundungsbogen für einen Besuch auf einem Biohof mit Fragen zu Boden, Tierhaltung, Wirtschaftlichkeit und Vermarktung.
  4. Zukunftskonzept entwerfen: Entwickle für einen fiktiven Betrieb in Baden-Württemberg ein Konzept bis 2040, das Klimaanpassung, Bodenfruchtbarkeit, Tierwohl und wirtschaftliche Tragfähigkeit verbindet.




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Lernkontrolle

  1. Betriebskreislauf erklären: Erkläre anhand eines selbst gewählten Beispiels, wie eine Veränderung in der Tierhaltung Auswirkungen auf Düngung, Pflanzenbau und Boden haben kann.
  2. Zielkonflikt analysieren: Ein Betrieb möchte mehr mechanisch hacken, zugleich aber Energie sparen und Bodenwasser erhalten. Entwickle eine begründete Strategie.
  3. Bezugsgrößen vergleichen: Erkläre, warum eine Umweltbewertung pro Hektar zu einem anderen Ergebnis kommen kann als eine Bewertung pro Kilogramm Lebensmittel.
  4. Tierhaltung beurteilen: Bewerte die Aussage „Weidehaltung ist immer nachhaltig“. Beziehe Tierwohl, Flächennutzung, Fütterung und betriebliche Bedingungen ein.
  5. Wertschöpfungskette untersuchen: Entwickle eine regionale Lieferkette für ein Bio-Produkt aus Baden-Württemberg und kennzeichne mögliche ökologische und wirtschaftliche Vorteile sowie Risiken.
  6. Boden und Klima verknüpfen: Erkläre, wie Humus, Bodenbedeckung und vielfältige Fruchtfolgen einem Betrieb helfen können, mit Trockenperioden und Starkregen umzugehen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du Zusammenhänge nicht nur auswendig kennst, sondern fachlich erklären und auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Du kannst den Betriebskreislauf eines ökologischen Hofes erklären.
  2. Du kannst die Bedeutung von Humus, Fruchtfolge, Leguminosen und Zwischenfrüchten für die Bodenfruchtbarkeit erläutern.
  3. Du kannst typische Verfahren der mechanischen und vorbeugenden Unkrautregulierung beschreiben.
  4. Du kannst zentrale Anforderungen und Ziele ökologischer Tierhaltung einordnen.
  5. Du kannst ökologische, ökonomische und soziale Aspekte von Nachhaltigkeit unterscheiden und miteinander abwägen.
  6. Du kannst Zielkonflikte des Ökolandbaus erkennen und begründet diskutieren.
  7. Du kannst aktuelle Kennzahlen zum Ökolandbau in Baden-Württemberg aus offiziellen Quellen prüfen und einordnen.
  8. Du kannst eine regionale Wertschöpfungskette analysieren.
  9. Du kannst Daten, Bilder und Aussagen kritisch prüfen und Deine Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründen.




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