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Buch - Stella - Goethe, Johann Wolfgang

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Originalwerk · Lesefassung

Stella

Goethe, Johann Wolfgang · 1749–1832

Stella von Goethe, Johann Wolfgang. Volltext der angegebenen Ausgabe mit textbezogenen Leseaufgaben.

DramaKlasse 9–10 · 11–137 Abschnitte
Porträt von Goethe, Johann Wolfgang von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Porträt · Goethe, Johann Wolfgang von · Joseph Karl Stieler · Public domain Bildquelle ↗
Hinweise für den Unterricht
  • Historische Sprache und Wertvorstellungen im Unterricht einordnen.

Behutsam angepasste Schreibweise nach einer begrenzten Wortliste. Mehrdeutige Formen, erfasste Namen, Sprechernamen, Bühnenanweisungen, Überschriften und Anmerkungen bleiben unverändert. Keine vollständige redaktionelle Überarbeitung nach heutiger Rechtschreibung. Für wortgetreue Quellenzitate die Quellfassung wählen.

Abschnitt 3 von 7

1. Akt

1
Erster Akt
Vorlage S. 307
2
Im Posthause.
Vorlage S. 307
3
Man hört einen Postillion blasen. Postmeisterin.
Vorlage S. 307
4
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 307
5
Karl! Karl!
Vorlage S. 307
6
Der Junge kommt.
Vorlage S. 307
7
DER JUNGE.
Vorlage S. 307
8
Was is?
Vorlage S. 307
9
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 307
10
Wo hat dich der Henker wieder? Geh hinaus; der Postwagen kommt. Führ die Passagiers herein, trag ihnen das Gepäck; rühr dich! Machst du wieder ein Gesicht? Der Junge ab. Ihm nachrufend. Wart, ich will dir dein muffig Wesen vertreiben. Ein Wirtsbursche muss immer munter, immer alert sein. Hernach, wenn so ein Schurke Herr wird, so verdirbt er. Wenn ich wieder heiraten möchte, so wär's nur darum; einer Frau allein fällt's gar zu schwer, das Pack in Ordnung zu halten!
Vorlage S. 307
11
Madame Sommer, Lucie, in Reisekleidern. Karl.
Vorlage S. 307
12
LUCIE
Vorlage S. 307
13
einen Mantelsack tragend, zu Karl.
Vorlage S. 307
14
Lass Er's nur, es ist nicht schwer; aber nehm Er meiner Mutter die Schachtel ab.
Vorlage S. 307
15
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 307
16
Ihre Dienerin, meine Frauenzimmer! Sie kommen beizeiten. Der Wagen kommt sonst nimmer so früh.
Vorlage S. 307
17
LUCIE.
Vorlage S. 307
18
Wir haben einen gar jungen, lustigen, hübschen Schwager gehabt, mit dem ich durch die Welt fahren möchte; und unser sind nur zwei, und wenig beladen.
Vorlage S. 307
19
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 307
20
Wenn Sie zu speisen belieben, so sind Sie wohl so gütig zu warten; das Essen ist noch nicht gar fertig.
Vorlage S. 307
21
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 307
22
Darf ich Sie nur um ein wenig Suppe bitten?
Vorlage S. 307
23
LUCIE.
Vorlage S. 307
24
Ich hab keine Eil. Wollten Sie indes meine Mutter versorgen?
Vorlage S. 307
25
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 307
26
Sogleich.
Vorlage S. 307
27
LUCIE.
Vorlage S. 307
28
Nur recht gute Brühe!
Vorlage S. 307
29
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 307
30
So gut sie da ist. Ab.
Vorlage S. 307
31
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 307
32
Dass du dein Befehlen nicht lassen kannst! Du hättest, dünkt mich, die Reise über schon klug werden können! Wir haben immer mehr bezahlt als verzehrt; und in unsern Umständen –!
Vorlage S. 307
33
LUCIE.
Vorlage S. 307
34
Es hat uns noch nie gemangelt.
Vorlage S. 307
35
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 307
36
Aber wir waren dran.
Vorlage S. 307
37
Postillion tritt herein.
Vorlage S. 307
38
LUCIE.
Vorlage S. 307
39
Nun, braver Schwager, wie steht's? Nicht wahr, dein Trinkgeld?
Vorlage S. 307
40
POSTILLION.
Vorlage S. 307
41
Hab' ich nicht gefahren wie Extrapost?
Vorlage S. 307
42
LUCIE.
Vorlage S. 307
43
Das heißt, du hast auch was extra verdient; nicht wahr? Du solltest mein Leibkutscher werden, wenn ich nur Pferde hätte.
Vorlage S. 307
44
POSTILLION.
Vorlage S. 307
45
Auch ohne Pferde steh ich zu Diensten.
Vorlage S. 307
46
LUCIE.
Vorlage S. 307
47
Da!
Vorlage S. 307
48
POSTILLION.
Vorlage S. 307
49
Danke, Mamsell! Sie gehn nicht weiter?
Vorlage S. 307
50
LUCIE.
Vorlage S. 307
51
Wir bleiben für diesmal hier.
Vorlage S. 307
52
POSTILLION.
Vorlage S. 307
53
Adies! Ab.
Vorlage S. 307
54
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 307
55
Ich seh' an seinem Gesicht, dass du ihm zu viel gegeben hast.
Vorlage S. 307
56
LUCIE.
Vorlage S. 307
57
Sollte er mit Murren von uns gehen? Er war die ganze Zeit so freundlich. Sie sagen immer, Mama, ich sei eigensinnig; wenigstens eigennützig bin ich nicht.
Vorlage S. 307
58
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 307
59
Ich bitte dich, Lucie, verkenne nicht, was ich dir sage. Deine Offenheit ehr ich, wie deinen guten Mut und deine Freigebigkeit; aber es sind nur Tugenden, wo sie hingehören.
Vorlage S. 307
60
LUCIE.
Vorlage S. 308
61
Mama, das Örtchen gefällt mir wirklich. Und das Haus da drüben ist wohl der Dame, der ich künftig Gesellschaft leisten soll?
Vorlage S. 308
62
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 308
63
Mich freut's, wenn der Ort deiner Bestimmung dir angenehm ist.
Vorlage S. 308
64
LUCIE.
Vorlage S. 308
65
Stille mag's sein, das merk' ich schon. Ist's doch wie Sonntag auf dem großen Platze! Aber die gnädige Frau hat einen schönen Garten und soll eine gute Frau sein; wir wollen sehen, wie wir zurechtkommen. Was sehen Sie sich um, Mama?
Vorlage S. 308
66
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 308
67
Lass mich, Lucie! Glückliches Mädchen, das durch nichts erinnert wird! Ach damals war's anders! Mir ist nichts schmerzlicher, als in ein Posthaus zu treten.
Vorlage S. 308
68
LUCIE.
Vorlage S. 308
69
Wo fänden Sie auch nicht Stoff, sich zu quälen?
Vorlage S. 308
70
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 308
71
Und wo nicht Ursache dazu? Meine Liebe, wie ganz anders war's damals, da dein Vater noch mit mir reiste: da wir die schönste Zeit unsers Lebens in freier Welt genossen; die ersten Jahre unserer Ehe! Damals hatte alles den Reiz der Neuheit für mich. Und in seinem Arm vor so tausend Gegenständen vorüberzueilen; da jede Kleinigkeit mir interessant ward, durch seinen Geist, durch seine Liebe! –
Vorlage S. 308
72
LUCIE.
Vorlage S. 308
73
Ich mag auch wohl gerne reisen.
Vorlage S. 308
74
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 308
75
Und wenn wir denn nach einem heißen Tag, nach ausgestandenen Fatalitäten, schlimmen Weg im Winter, wenn wir eintraten in manche noch schlechtere Herberge, wie diese ist, und den Genuss der einfachsten Bequemlichkeit zusammen fühlten, auf der hölzernen Bank zusammen saßen, unsern Eierkuchen und abgesottene Kartoffeln zusammen aßen – – Damals war's anders!
Vorlage S. 308
76
LUCIE.
Vorlage S. 308
77
Es ist nun einmal Zeit, ihn zu vergessen.
Vorlage S. 308
78
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 308
79
Weißt du, was das heißt: Vergessen! Gutes Mädchen, du hast, Gott sei Dank! noch nichts verloren, das nicht zu ersetzen gewesen wäre. Seit dem Augenblick, da ich gewiss ward, er habe mich verlassen, ist alle Freude meines Lebens dahin. Mich ergriff eine Verzweifelung. Ich mangelte mir selbst; ein Gott mangelte mir. Ich weiß mich des Zustands kaum zu erinnern.
Vorlage S. 308
80
LUCIE.
Vorlage S. 308
81
Auch ich weiß nichts mehr, als dass ich auf Ihrem Bette saß und weinte, weil Sie weinten. Es war in der grünen Stube, auf dem kleinen Bette. Die Stube hat mir am wehsten getan, da wir das Haus verkaufen mussten.
Vorlage S. 308
82
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 309
83
Du warst sieben Jahre alt, und konntest nicht fühlen, was du verlorst.
Vorlage S. 309
84
Annchen, mit der Suppe. Die Postmeisterin. Karl.
Vorlage S. 309
85
ANNCHEN.
Vorlage S. 309
86
Hier ist die Suppe für Madame.
Vorlage S. 309
87
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 309
88
Ich danke, meine Liebe! Ist das Ihr Töchterchen?
Vorlage S. 309
89
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 309
90
Meine Stieftochter, Madame! aber da sie so brav ist, ersetzt sie mir den Mangel an eigenen Kindern.
Vorlage S. 309
91
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 309
92
Sie sind in Trauer?
Vorlage S. 309
93
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 309
94
Für meinen Mann, den ich vor drei Monaten verlor. Wir haben nicht gar drei Jahre zusammen gelebt.
Vorlage S. 309
95
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 309
96
Sie scheinen doch ziemlich getröstet.
Vorlage S. 309
97
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 309
98
O Madame! Unsereins hat so wenig Zeit zu weinen als leider zu beten. Das geht Sonntage und Werkeltage. Wenn der Pfarrer nicht manchmal auf den Text kommt, oder man ein Sterbelied singen hört. Karl, ein paar Servietten! deck hier am Ende auf.
Vorlage S. 309
99
LUCIE.
Vorlage S. 309
100
Wem ist das Haus da drüben?
Vorlage S. 309
101
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 309
102
Unserer Frau Baronesse. Eine allerliebste Frau.
Vorlage S. 309
103
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 309
104
Mich freut's, dass ich von einer Nachbarin bestätigen höre, was man uns in einer weiten Ferne beteuert hat. Meine Tochter wird künftig bei ihr bleiben und ihr Gesellschaft leisten.
Vorlage S. 309
Porträt von Goethe, Johann Wolfgang von; Kontextbild zur Autorin oder zum Autor, keine Szene aus dem Buch.
Kontextbild zum Werk. Porträt · Goethe, Johann Wolfgang von · Joseph Karl Stieler · Public domain Bildquelle ↗
105
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 309
106
Dazu wünsche ich Ihnen Glück, Mamsell.
Vorlage S. 309
107
LUCIE.
Vorlage S. 309
108
Ich wünsche, dass sie mir gefallen möge.
Vorlage S. 309
109
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 309
110
Sie müssten einen sonderbaren Geschmack haben, wenn Ihnen der Umgang mit der gnädgen Frau nicht gefiele.
Vorlage S. 309
111
LUCIE.
Vorlage S. 309
112
Desto besser! Denn wenn ich mich einmal nach jemanden richten soll, so muss Herz und Wille dabei sein; sonst geht's nicht.
Vorlage S. 309
113
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 309
114
Nun! nun! wir reden bald wieder davon, und Sie sollen sagen, ob ich wahr gesprochen habe. Wer um unsre gnädige Frau lebt, ist glücklich; wird meine Tochter ein wenig größer, so soll sie ihr wenigstens einige Jahre dienen: es kommt dem Mädchen auf sein ganzes Leben zugute.
Vorlage S. 309
115
ANNCHEN.
Vorlage S. 310
116
Wenn Sie sie nur sehn! Sie ist so lieb! so lieb! Sie glauben nicht, wie sie auf Sie wartet. Sie hat mich auch recht lieb. Wollen Sie denn nicht zu ihr gehn? Ich will Sie begleiten.
Vorlage S. 310
117
LUCIE.
Vorlage S. 310
118
Ich muss mich erst zurecht machen, und will auch noch essen.
Vorlage S. 310
119
ANNCHEN.
Vorlage S. 310
120
So darf ich doch hinüber, Mamachen? Ich will der gnädigen Frau sagen, dass die Mamsell gekommen ist.
Vorlage S. 310
121
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 310
122
Geh nur!
Vorlage S. 310
123
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 310
124
Und sag ihr, Kleine, wir wollten gleich nach Tisch aufwarten. Annchen ab.
Vorlage S. 310
125
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 310
126
Mein Mädchen hängt außerordentlich an ihr. Auch ist sie die beste Seele von der Welt, und ihre ganze Freude ist mit Kindern. Sie lehrt sie allerlei Arbeiten machen und singen. Sie lässt sich von Bauersmädchen aufwarten, bis sie ein Geschick haben, hernach sucht sie eine gute Kondition für sie; und so vertreibt sie sich die Zeit, seit ihr Gemahl weg ist. Es ist unbegreiflich, wie sie so unglücklich sein kann, und dabei so freundlich, so gut.
Vorlage S. 310
127
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 310
128
Ist sie nicht Witwe?
Vorlage S. 310
129
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 310
130
Das weiß Gott! Ihr Herr ist vor drei Jahren weg, und hört und sieht man nichts von ihm. Und sie hat ihn geliebt über alles. Mein Mann konnte nie fertig werden, wenn er anfing, von ihnen zu erzählen. Und noch! Ich sag's selbst, es gibt so kein Herz auf der Welt mehr. Alle Jahre den Tag, da sie ihn zum letzten Mal sah, lässt sie keine Seele zu sich, schließt sich ein, und auch sonst, wenn sie von ihm red't, geht's einem durch die Seele.
Vorlage S. 310
131
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 310
132
Die Unglückliche!
Vorlage S. 310
133
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 310
134
Es lässt sich von der Sache viel reden.
Vorlage S. 310
135
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 310
136
Wie meinen Sie?
Vorlage S. 310
137
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 310
138
Man sagt's nicht gern.
Vorlage S. 310
139
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 310
140
Ich bitte Sie!
Vorlage S. 310
141
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 310
142
Wenn Sie mich nicht verraten wollen, kann ich's Ihnen wohl vertrauen. Es sind nun über die acht Jahre, dass sie hierher kamen. Sie kauften das Rittergut; niemand kannte sie; man hieß sie den gnädigen Herrn und die gnädige Frau, und hielt ihn für einen Offizier, der in fremden Kriegsdiensten reich geworden war und sich nun zur Ruhe setzen wollte. Sie war damals blutjung, nicht älter als sechzehn Jahr, und schön wie ein Engel.
Vorlage S. 310
143
LUCIE.
Vorlage S. 311
144
Da wär sie jetzt nicht über vierundzwanzig?
Vorlage S. 311
145
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 311
146
Sie hat für ihr Alter Betrübnis genug erfahren. Sie hatte ein Kind; es starb ihr bald; im Garten ist sein Grab, nur von Rasen, und seit der Herr weg ist, hat sie eine Einsiedelei dabei angelegt und ihr Grab dazu bestellen lassen. Mein Mann seliger war bei Jahren und nicht leicht zu rühren; aber er erzählte nichts lieber als von der Glückseligkeit der beiden Leute, solang sie hier zusammen lebten. Man war ein ganz anderer Mensch, sagte er, nur zuzusehn, wie sie sich liebten.
Vorlage S. 311
147
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 311
148
Mein Herz bewegt sich nach ihr.
Vorlage S. 311
149
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 311
150
Aber wies geht. Man sagte, der Herr hätte kuriose Principia gehabt; wenigstens kam er nicht in die Kirche; und die Leute, die keine Religion haben, haben keinen Gott und halten sich an keine Ordnung. Auf einmal hieß es: Der gnädige Herr ist fort. Er war verreist und kam eben nicht wieder.
Vorlage S. 311
151
MADAME SOMMER
Vorlage S. 311
152
vor sich.
Vorlage S. 311
153
Ein Bild meines ganzen Schicksals!
Vorlage S. 311
154
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 311
155
Da waren alle Mäuler davon voll. Eben zur Zeit, da ich als eine junge Frau hierher zog, auf Michael sind's eben drei Jahre. Und da wußt jedes was anders, sogar zischelte man einander in die Ohren, sie seien niemals getraut gewesen; aber verraten Sie mich nicht. Er soll wohl ein vornehmer Herr sein, soll sie entführt haben, und was man alles sagt. Ja, wenn ein junges Mädchen so einen Schritt tut, sie hat ihr Leben lang dran abzubüßen.
Vorlage S. 311
156
Annchen kommt.
Vorlage S. 311
157
ANNCHEN.
Vorlage S. 311
158
Die gnädige Frau lässt Sie sehr bitten, doch gleich hinüberzukommen; sie will Sie nur einen Augenblick sprechen, nur sehen.
Vorlage S. 311
159
LUCIE.
Vorlage S. 311
160
Es schickt sich nicht in diesen Kleidern.
Vorlage S. 311
161
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 311
162
Gehn Sie nur, ich geb Ihnen mein Wort, dass sie darauf nicht achtet.
Vorlage S. 311
163
LUCIE.
Vorlage S. 312
164
Will Sie mich begleiten, Kleine?
Vorlage S. 312
165
ANNCHEN.
Vorlage S. 312
166
Von Herzen gern!
Vorlage S. 312
167
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 312
168
Lucie, ein Wort! Die Postmeisterin entfernt sich. Dass du nichts verrätst! nicht unsern Stand, nicht unser Schicksal. Begegne ihr ehrerbietig.
Vorlage S. 312
169
LUCIE.
Vorlage S. 312
170
Lassen Sie mich nur! Mein Vater war ein Kaufmann, ist nach Amerika, ist tot; und dadurch sind unsere Umstände – Lassen Sie mich nur; ich hab das Märchen ja schon oft genug erzählt. Laut. Wollten Sie nicht ein bisschen ruhen? Sie haben's not. Die Frau Wirtin weist Ihnen wohl ein Zimmerchen mit einem Bett an.
Vorlage S. 312
171
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 312
172
Ich hab eben ein hübsches, stilles Zimmerchen im Garten. Zu Lucien. Ich wünsche, dass Ihnen die gnädige Frau gefallen möge. Lucie mit Annchen ab.
Vorlage S. 312
173
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 312
174
Meine Tochter ist noch ein bisschen obenaus.
Vorlage S. 312
175
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 312
176
Das tut die Jugend. Werden sich schon legen, die stolzen Wellen.
Vorlage S. 312
177
MADAME SOMMER.
Vorlage S. 312
178
Desto schlimmer.
Vorlage S. 312
179
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 312
180
Kommen Sie, Madame, wenn's gefällig ist.
Vorlage S. 312
181
Beide ab.
Vorlage S. 312
182
Man hört einen Postillion.
Vorlage S. 312
183
Fernando, in Offizierstracht. Ein Bedienter.
Vorlage S. 312
184
BEDIENTER.
Vorlage S. 312
185
Soll ich gleich wieder einspannen und Ihre Sachen aufpacken lassen?
Vorlage S. 312
186
FERNANDO.
Vorlage S. 312
187
Du sollst's hereinbringen, sag ich dir; herein. Wir gehen nicht weiter, hörst du.
Vorlage S. 312
188
BEDIENTER.
Vorlage S. 312
189
Nicht weiter? Sie sagten ja –
Vorlage S. 312
190
FERNANDO.
Vorlage S. 312
191
Ich sage, lass dir ein Zimmer anweisen und bring meine Sachen dorthin. Bedienter ab.
Vorlage S. 312
192
FERNANDO
Vorlage S. 312
193
ans Fenster tretend.
Vorlage S. 312
194
So seh ich dich wieder? Himmlischer Anblick! So seh ich dich wieder? Den Schauplatz all meiner Glückseligkeit! Wie still das ganze Haus ist! Kein Fenster offen! Die Galerie wie öde, auf der wir so oft zusammen saßen! Merk dir's, Fernando, das klösterliche An sehn ihrer Wohnung, wie schmeichelt es deinen Hoffnungen! Und sollte, in ihrer Einsamkeit, Fernando ihr Gedanke, ihre Beschäftigung sein? Und hat er's um sie verdient? O! mir ist, als wenn ich nach einem langen, kalten, freudelosen Todesschlaf ins Leben wieder erwachte; so neu, so bedeutend ist mir alles. Die Bäume, der Brunnen, noch alles, alles! So lief das Wasser aus eben den Röhren, wenn ich, ach, wie tausendmal! mit ihr gedankenvoll aus unserm Fenster schaute, und jedes, in sich gekehrt, still dem Rinnen des Wassers zusah! Sein Geräusch ist mir Melodie, rückerinnernde Melodie. Und sie? Sie wird sein, wie sie war. Ja, Stella, du hast dich nicht verändert; das sagt mir mein Herz. Wie's dir entgegenschlägt! Aber ich will nicht, ich darf nicht! Ich muss mich erst erholen, muss mich erst überzeugen, dass ich wirklich hier bin, dass mich kein Traum täuscht, der mich so oft schlafend und wachend aus den fernsten Gegenden hierher geführt hat. Stella! Stella! Ich komme! fühlst du nicht meine Näherung? in deinen Armen alles zu vergessen! – Und wenn du um mich schwebst, teurer Schatten meines unglücklichen Weibes, vergib mir, verlaß mich! Du bist dahin; so lass mich dich vergessen, in den Armen des Engels alles vergessen, meine Schicksale, allen Verlust, meine Schmerzen, und meine Reue – Ich bin ihr so nah und so ferne – Und in einem Augenblick – Ich kann nicht, ich kann nicht! Ich muss mich erholen, oder ich ersticke zu ihren Füßen.
Vorlage S. 312
195
Postmeisterin kommt.
Vorlage S. 313
196
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 313
197
Verlangen der gnädige Herr zu speisen?
Vorlage S. 313
198
FERNANDO.
Vorlage S. 313
199
Sind Sie versehen?
Vorlage S. 313
200
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 313
201
O ja! wir warten nur auf ein Frauenzimmer, das hinüber zur gnädigen Frau ist.
Vorlage S. 313
202
FERNANDO.
Vorlage S. 313
203
Wie geht's Ihrer gnädigen Frau?
Vorlage S. 313
204
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 313
205
Kennen Sie sie?
Vorlage S. 313
206
FERNANDO.
Vorlage S. 313
207
Vor Jahren war ich wohl manchmal da. Was macht ihr Gemahl?
Vorlage S. 313
208
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 313
Max Liebermann – Garten des Waisenhauses in Amsterdam. Vergleichsbild zu Garten, Alltag und Gemeinschaft; keine Buchillustration.
Kontextbild zum Werk. Garten eines Amsterdamer Waisenhauses · Max Liebermann · Public domain Bildquelle ↗
209
Weiß Gott. Er ist in die weite Welt.
Vorlage S. 313
210
FERNANDO.
Vorlage S. 313
211
Fort?
Vorlage S. 313
212
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 313
213
Freilich! Verlässt die liebe Seele! Gott verzeih's ihm!
Vorlage S. 313
214
FERNANDO.
Vorlage S. 313
215
Sie wird sich schon zu trösten wissen.
Vorlage S. 313
216
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 313
217
Meinen Sie doch? Da müssen Sie sie wenig kennen. Sie lebt wie eine Nonne, so eingezogen, die Zeit ich sie kenne. Fast kein Fremdes, kein Besuch aus der Nachbarschaft kommt zu ihr. Sie lebt mit ihren Leuten, hat die Kinder des Orts alle an sich und ist, ungeachtet ihres innern Schmerzens, immer freundlich, immer angenehm.
Vorlage S. 313
218
FERNANDO.
Vorlage S. 314
219
Ich will sie doch besuchen.
Vorlage S. 314
220
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 314
221
Das tun Sie. Manchmal lässt sie uns invitieren, die Frau Amtmännin, die Frau Pfarrerin und mich, und diskuriert mit uns von allerlei. Freilich hüten wir uns, sie an den gnädigen Herrn zu erinnern. Ein einzigmal geschah's. Gott weiß, wie's uns wurde, da sie anfing, von ihm zu reden, ihn zu preisen, zu weinen. Gnädiger Herr, wir haben alle geweint wie die Kinder, und uns fast nicht erholen können.
Vorlage S. 314
222
FERNANDO
Vorlage S. 314
223
vor sich.
Vorlage S. 314
224
Das hast du um sie verdient! – Laut. Ist meinem Bedienten ein Zimmer angewiesen?
Vorlage S. 314
225
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 314
226
Eine Treppe hoch. Karl, zeig dem gnädigen Herrn das Zimmer! Fernando mit dem Jungen ab.
Vorlage S. 314
227
Lucie, Annchen kommen.
Vorlage S. 314
228
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 314
229
Nun, wie ist's?
Vorlage S. 314
230
LUCIE.
Vorlage S. 314
231
Ein liebes Weibchen, mit der ich mich vertragen werde. Sie haben nicht zuviel von ihr gesagt. Sie wollt mich nicht lassen. Ich musste ihr heilig versprechen, gleich nach Tisch mit meiner Mutter und dem Gepäck zu kommen.
Vorlage S. 314
232
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 314
233
Das dacht ich wohl! Ist's jetzt gefällig zu essen? Noch ein schöner langer Offizier ist angefahren, wenn Sie den nicht fürchten.
Vorlage S. 314
234
LUCIE.
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235
Nicht im geringsten. Mit Soldaten hab ich lieber zu tun als mit andern. Sie verstellen sich wenigstens nicht, dass man die Guten und Bösen gleich das erste Mal kennt. Schläft meine Mutter?
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236
POSTMEISTERIN.
Vorlage S. 314
237
Ich weiß nicht.
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238
LUCIE.
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239
Ich muss doch nach ihr sehn. Ab.
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240
POSTMEISTERIN.
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241
Karl! Da ist wieder das Salzfaß vergessen. Heißt das geschwenkt? Sieh nur die Gläser! Ich sollt dir sie am Kopf entzwei schmeißen, wenn du so viel wert wärst, als sie kosten!
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242
Fernando kommt.
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243
POSTMEISTERIN.
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244
Das Frauenzimmer ist wieder da. Sie wird gleich zu Tisch kommen.
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FERNANDO.
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Wer ist sie?
Vorlage S. 314
247
POSTMEISTERIN.
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248
Ich kenn sie nicht. Sie scheint von gutem Stande, aber ohne Vermögen; sie wird künftig der gnädgen Frau zur Gesellschaft sein.
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249
FERNANDO.
Vorlage S. 315
250
Sie ist jung?
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251
POSTMEISTERIN.
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252
Sehr jung; und schnippisch. Ihre Mutter ist auch droben.
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Lucie kommt.
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254
LUCIE.
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255
Ihre Dienerin!
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256
FERNANDO.
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257
Ich bin glücklich, eine so schöne Tischgesellschaft zu finden. Lucie neigt sich.
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258
POSTMEISTERIN.
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259
Hierher, Mamsell! Und Sie belieben hierher!
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260
FERNANDO.
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261
Wir haben nicht die Ehre von Ihnen, Frau Postmeisterin?
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262
POSTMEISTERIN.
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263
Wenn ich einmal ruhe, ruht alles. Ab.
Vorlage S. 315
264
FERNANDO.
Vorlage S. 315
265
Also ein Tête-à-tête!
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266
LUCIE.
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267
Den Tisch dazwischen, wie ich's wohl leiden kann.
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268
FERNANDO.
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269
Sie haben sich entschlossen, der Frau Baronesse künftig Gesellschaft zu leisten?
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270
LUCIE.
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271
Ich muss wohl!
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272
FERNANDO.
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273
Mich dünkt, Ihnen sollt' es nicht fehlen, einen Gesellschafter zu finden, der noch unterhaltender wäre als die Frau Baronesse.
Vorlage S. 315
274
LUCIE.
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275
Mir ist nicht drum zu tun.
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276
FERNANDO.
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277
Auf Ihr ehrlich Gesicht?
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LUCIE.
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279
Mein Herr, Sie sind wie alle Männer, merk ich!
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280
FERNANDO.
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281
Das heißt?
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282
LUCIE.
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283
Auf den Punkt sehr arrogant. Ihr Herren dünkt euch unentbehrlich; und ich weiß nicht, ich bin doch groß geworden ohne Männer.
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284
FERNANDO.
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285
Sie haben keinen Vater mehr?
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286
LUCIE.
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287
Ich erinnere mich kaum, dass ich einen hatte. Ich war jung, da er uns verließ, eine Reise nach Amerika zu tun, und sein Schiff ist untergegangen, hören wir.
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FERNANDO.
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289
Und Sie scheinen so gleichgültig dabei?
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290
LUCIE.
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291
Wie könnt ich anders? Er hat mir wenig zuliebe getan; und ob ich's ihm gleich verzeihe, dass er uns verlassen hat – denn was geht dem Menschen über seine Freiheit? –, so möcht ich doch nicht meine Mutter sein, die vor Kummer stirbt.
Vorlage S. 315
292
FERNANDO.
Vorlage S. 316
293
Und Sie sind so ohne Hülfe, ohne Schutz?
Vorlage S. 316
294
LUCIE.
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295
Was braucht's das? Unser Vermögen ist alle Tage kleiner worden; dafür auch ich alle Tage größer; und mir ist's nicht bange, meine Mutter zu ernähren.
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FERNANDO.
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297
Mich erstaunt Ihr Mut!
Vorlage S. 316
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LUCIE.
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299
O, mein Herr, der gibt sich. Wenn man so oft unterzugehen fürchtet und sich immer wieder gerettet sieht, das gibt ein Zutrauen!
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300
FERNANDO.
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301
Davon Sie Ihrer lieben Mutter nichts mitteilen können?
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302
LUCIE.
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303
Leider ist sie, die verliert, nicht ich. Ich dank's meinem Vater, dass er mich auf die Welt gesetzt hat, denn ich lebe gern und vergnügt; aber sie – die alle Hoffnung des Lebens auf ihn gesetzt, ihm den Flor ihrer Jugend aufgeopfert hatte, und nun verlassen, auf einmal verlassen – – Das muss was Entsetzliches sein, sich verlassen zu fühlen! – Ich habe noch nichts verloren; ich kann nichts davon reden. – Sie scheinen nachdenkend!
Vorlage S. 316
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FERNANDO.
Vorlage S. 316
305
Ja, meine Liebe, wer lebt, verliert; Aufstehend. aber er gewinnt auch. Und so erhalt Ihnen Gott Ihren Mut! Er nimmt ihre Hand. Sie haben mich erstaunen machen. O, mein Kind, wie glücklich! – – Ich bin auch in der Welt gar viel, gar oft von meinen Hoffnungen – Freuden – Es ist doch immer – Und –
Vorlage S. 316
306
LUCIE.
Vorlage S. 316
307
Wie meinen Sie?
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308
FERNANDO.
Vorlage S. 316
309
Alles Gute! die besten, wärmsten Wünsche für Ihr Glück! Ab.
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310
LUCIE.
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311
Das ist ein wunderbarer Mensch! Er scheint aber gut zu sein.
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Nach dem Lesen

Dein Blick auf das Kapitel

10er-QuizZitate verstehen · Zusammenhänge erkennen · Lernpunkte sammeln10 Fragen

Eine Antwort ist jeweils richtig. Lies den Textbeleg aufmerksam. Bei einer falschen Antwort kannst du es erneut versuchen.

Angemeldet zählen richtige Antworten für deinen Lernstand. Als Gast übst du ohne Kontopunkte.

Je Frage sind beim ersten Versuch 10 Punkte möglich, danach 5, 3 oder 1. Bereits gelöste Fragen bleiben zum Üben verfügbar.

1. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Du solltest mein Leibkutscher werden, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

2. Welches Wort steht an der markierten Stelle? Achte auf die Bedeutung im Zusammenhang und prüfe den genauen Wortlaut. »Mich freut's, wenn der Ort deiner […] dir angenehm ist.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

3. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Es ist nun einmal Zeit, ihn zu vergessen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

4. Welcher Ausschnitt verweist mit einer Zeitangabe ausdrücklich auf eine frühere Zeit? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

5. Welche Sprecherangabe gehört im Kapitel zu diesen Worten? »Es sind nun über die acht Jahre, dass sie hierher kamen.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

6. In welcher Reihenfolge stehen diese drei Ausschnitte im Kapitel? Gemeint ist ihre Reihenfolge im Text, nicht die Zeit der erzählten Ereignisse. A: »Deine Offenheit ehr ich, wie deinen guten Mut und deine Freigebigkeit; aber es sind nur Tugenden, wo sie hingehören.« B: »Ihr Herr ist vor drei Jahren weg, und hört und sieht man nichts von ihm.« C: »Manchmal lässt sie uns invitieren, die Frau Amtmännin, die Frau Pfarrerin und mich, und diskuriert mit uns von allerlei.«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗

7. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Merk dir's, Fernando, das klösterliche An sehn …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

9. Welcher Ausschnitt enthält eine ausdrückliche Verneinung oder einen Ausschluss? Achte auf ein ausdrücklich genanntes Signalwort.

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗ Textstelle 4 ↗

10. Wie geht dieser Textausschnitt im Kapitel unmittelbar weiter? Ergänze den genauen Wortlaut. »Er hat mir wenig zuliebe getan; und ob ich's ihm gleich verzeihe, …«

Eine Antwort ist richtig.

Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗ Textstelle 3 ↗
Aufgaben zum TextVerstehen, begründen und mit Textstellen arbeiten · ohne Punkte

1. Lies den Abschnittsbeginn: »Man hört einen Postillion blasen. Postmeisterin.« Welche Informationen sind hier bereits sicher, und welche Frage bleibt für dich offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne zwei Informationen, die sich tatsächlich aus dieser Passage ableiten lassen.
  • Trenne eine eigene Frage oder Vermutung klar vom Textbefund.
Textstelle nachlesen ↗

2. Prüfe, ob es in dieser Passage um Angst oder Unsicherheit geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »Was braucht's das? Unser Vermögen ist alle Tage kleiner worden; dafür auch ich alle Tage größer; und mir ist's nicht bange, meine Mutter zu ernähren.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

3. Prüfe, ob es in dieser Passage um Nähe oder Gefühle geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] wie sie war. Ja, Stella, du hast dich nicht verändert; das sagt mir mein Herz. Wie's dir entgegenschlägt! Aber ich will nicht, ich darf nicht! Ich muss mich erst erholen, muss mich erst überzeugen, dass ich wirklich hier bin, dass mich kein […]«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

4. Prüfe, ob es in dieser Passage um Geld oder Besitz geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] Frau, und hielt ihn für einen Offizier, der in fremden Kriegsdiensten reich geworden war und sich nun zur Ruhe setzen wollte. Sie war damals blutjung, nicht älter als sechzehn Jahr, und schön wie ein Engel.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

5. Prüfe, ob es in dieser Passage um Beziehungen zwischen Figuren geht. Wenn ja, begründe dies am Text. Wenn nicht, erläutere stattdessen die konkrete Aussage oder Handlung. Unterscheide wörtliche und übertragene Bedeutungen. Ausgangspunkt: »[…] aus der Nachbarschaft kommt zu ihr. Sie lebt mit ihren Leuten, hat die Kinder des Orts alle an sich und ist, ungeachtet ihres innern Schmerzens, immer freundlich, immer angenehm.«

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf die konkrete verlinkte Passage und ihren unmittelbaren Zusammenhang.
  • Belege deine Aussage mit einem passenden kurzen Zitat.
  • Kennzeichne eine weitergehende Interpretation als Deutung, nicht als ausdrücklich genannte Tatsache.
Textstelle nachlesen ↗

6. Vergleiche diese beiden Stellen: »O Madame! Unsereins hat so wenig Zeit zu weinen als leider zu beten. Das geht Sonntage und Werkeltage. Wenn der Pfarrer nicht […]« und »Freilich! Verlässt die liebe Seele! Gott verzeih's ihm!«. Welche Gemeinsamkeit oder welchen Unterschied kannst du am Wortlaut zeigen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne eine nachvollziehbare Gemeinsamkeit oder einen Unterschied.
  • Belege beide Seiten des Vergleichs; unterstelle keine Entwicklung, die der Text nicht zeigt.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗

7. Am Abschnittsende steht: »Das ist ein wunderbarer Mensch! Er scheint aber gut zu sein.« Was ist hier geklärt, und was bleibt offen?

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Absatz der Lesefassung. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Beziehe dich auf den Schluss dieses Abschnitts, nicht auf dein Vorwissen über das ganze Werk.
  • Falls die Stelle nichts eindeutig klärt, begründe auch das mit dem Text.
Textstelle nachlesen ↗

8. Prüfe deinen ersten Leseeindruck an Anfang und Ende: »Man hört einen Postillion blasen. Postmeisterin.« / »Das ist ein wunderbarer Mensch! Er scheint aber gut zu sein.«. Würdest du deine erste Einschätzung jetzt verändern? Begründe.

Impulse zur Selbstprüfung

Vergleiche deine Antwort mit dem verlinkten Originalabsatz. Mehrere begründete Antworten sind möglich; die Aufgabe wird nicht automatisch als richtig oder falsch bewertet.

  • Nenne deine ursprüngliche Einschätzung oder Leseerwartung.
  • Verwende mindestens einen Textbeleg für deine jetzige Einschätzung.
  • Sowohl eine veränderte als auch eine bestätigte Einschätzung ist möglich.
Textstelle 1 ↗ Textstelle 2 ↗
Kreativ schreibenDrei Anregungen in drei Niveaustufen · ohne Punkte

Wähle die Anregung, die zu dir passt. Deine eigene Fassung bleibt klar vom Originaltext getrennt.

Niveau 1 · Einstieg

1. Schreibe zu diesem Textausschnitt 5–8 eigene Sätze: »Führ die Passagiers herein, trag ihnen das Gepäck; rühr dich!«. Wähle eine Person, einen Gegenstand oder einen Gedanken daraus. Schreibe aus einer neuen Sicht. Satzanfänge helfen: „Ich bemerke …“, „Ich frage mich …“, „Als Nächstes …“.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Übernimm mindestens zwei passende Einzelheiten aus dem Kapitel.
  • Trenne ein wörtliches Zitat deutlich von deinem eigenen Text.
  • Kennzeichne deine Ergänzungen als erfunden.
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 2 · Vertiefung

2. Verwandle den folgenden Ausschnitt in einen Brief, Tagebucheintrag oder kurzen Dialog: »Sie hatte ein Kind; es starb ihr bald; im Garten ist sein Grab, nur von Rasen, und seit der Herr weg ist, hat sie eine Einsiedelei dabei angelegt und ihr Grab dazu bestellen lassen.«. Entscheide, wer sich an wen richtet. Schreibe etwa 120–180 Wörter. Bei einem Sachtext kann ein lernender Mensch einem anderen die Idee erklären.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die neue Textform und die gewählte Stimme sind erkennbar.
  • Mindestens zwei Aussagen oder Ereignisse bleiben mit dem Kapitel vereinbar.
  • Ergänze einen kurzen Kommentar: Was hast du übernommen, was bewusst erfunden?
Textstelle nachlesen ↗

Niveau 3 · Gestaltung

3. Schreibe ausgehend vom Kapitelende eine alternative Fortsetzung oder eine Szene mit einer Gegenposition: »Alles Gute! die besten, wärmsten Wünsche für Ihr Glück!«. Entwickle etwa 200–300 Wörter. Bei einem Sachtext kannst du ein Streitgespräch über eine These gestalten. Begründe anschließend in 3–5 Sätzen deine Entscheidungen mit zwei kurzen Zitaten aus dem Kapitel.

Impulse zur Selbstprüfung

Mehrere Lösungen sind möglich. Prüfe deinen Text an den Kriterien oder besprich ihn mit anderen. Diese Aufgabe gibt keine automatisch bewerteten Punkte.

  • Die Fortsetzung oder Gegenposition knüpft nachvollziehbar an konkrete Textstellen an.
  • Zwei genaue Zitate begründen die Gestaltung; Schlussfolgerungen werden als eigene Deutung markiert.
  • Der neue Text ist ausdrücklich eine eigene Bearbeitung und wird nicht dem Originalautor zugeschrieben.
Textstelle nachlesen ↗

Ausgabe, Herkunft und Rechte

Originalautor vor 1956 verstorben. TextGrid kennzeichnet die zugrunde liegenden reinen Texte als gemeinfrei; Struktur und Metadaten unter CC BY 3.0 DE mit Namensnennung TextGrid und www.editura.de. Das Werk Stella von Goethe, Johann Wolfgang ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de, und wird unter der Creative Commons Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Der zugrunde liegende literarische Reintext ist gemeinfrei. TextGrid wurde vom BMBF gefördert (Förderkennzeichen 01UG1203A).

Die Extraktion erfasst alle Textpositionen der gelieferten Quelldatei; dies ersetzt keinen vollständigen Vergleich mit dem historischen Druck. Offene Kapitelaufgaben dienen der Selbstprüfung und sind keine automatisch bewertete Interpretation.

Stella

Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden. Textkritisch durchgesehen und mit Anmerkungen versehen von Erich Trunz, Hamburg: Christian Wegener, 1948 ff. [Seitenkonkordanz zu einer Mischauflage aus den Jahren 1959 und 1960.] Goethe, Johann Wolfgang 307- Hamburg

Das Werk Stella von Goethe, Johann Wolfgang ist eine Abwandlung des Datenbestandes der Digitalen Bibliothek von TextGrid, www.editura.de und wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Quelltext und Ausgabe ↗ · CC BY 3.0 DE; reine Originaltexte gemeinfrei Lizenz

Welche Änderungen enthält die Lesefassung?

Explizite Wortliste statt allgemeiner Such-und-Ersetz-Regeln. Jede Änderung ist mit Kapitel, Absatz, Quellposition und Regel dokumentiert. Erfasste Namen und bekannte mehrdeutige Formen bleiben ausgespart; dies ist keine automatische vollständige Namenserkennung. Grundlage für s/ss/ß: Amtliches Regelwerk 2024, §§ 2, 5 und 25. Die unveränderte Quellfassung bleibt verfügbar.