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Erzählen

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Erzählen

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Einleitung

Erzählen bedeutet, ein Geschehen so darzustellen, dass andere Menschen es verstehen und miterleben können. Wir erzählen von persönlichen Erlebnissen, erfinden fantastische Geschichten oder geben Erzählungen anderer Menschen wieder. Dabei kommt es nicht nur darauf an, was geschieht, sondern auch darauf, wie wir davon erzählen.

Dieser aiMOOC richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6. Du lernst, Geschichten sinnvoll aufzubauen, Spannung zu erzeugen, Figuren lebendig darzustellen und Deine Erzählungen mündlich oder schriftlich zu gestalten.

Bildimpuls: Ein Geschichtenerzähler und sein Publikum. Überlege, wie Gestik, Stimme und Aufmerksamkeit das Erzählen beeinflussen.


Lernziele

Nach diesem aiMOOC kannst Du:

  1. Erzählungen erkennen und unterschiedliche Erzählformen unterscheiden.
  2. Geschichten strukturieren und einen Höhepunkt gestalten.
  3. Erzählperspektiven bewusst einsetzen.
  4. Wörtliche Rede, treffende Verben und Sinneseindrücke verwenden.
  5. Eigene Geschichten planen, vortragen und überarbeiten.


Was bedeutet Erzählen?

Beim Erzählen werden Ereignisse zu einer verständlichen Geschichte verbunden. Das Geschehen kann wirklich passiert oder erfunden sein. Wichtig ist, dass die Handlung nachvollziehbar dargestellt wird.

Eine Geschichte enthält meistens Figuren, einen Ort, eine Zeit und eine Handlung. Häufig gibt es ein Problem, ein besonderes Ereignis oder eine überraschende Veränderung.

Du kannst beispielsweise von einem aufregenden Schultag erzählen oder eine Geschichte über eine geheimnisvolle Tür erfinden.

Erzählen unterscheidet sich vom Bericht. Ein Bericht informiert möglichst sachlich über ein Ereignis. Eine Erzählung darf dagegen Gefühle, Gedanken, Dialoge und Spannung besonders hervorheben.


Mündliches und schriftliches Erzählen

Beim mündlichen Erzählen verwendest Du Deine Stimme, Betonung, Pausen, Mimik und Gestik. Du kannst auf die Reaktionen Deiner Zuhörerinnen und Zuhörer eingehen.

Beim schriftlichen Erzählen gestaltest Du die Wirkung vor allem durch die Auswahl Deiner Wörter, den Satzbau, die Absätze und die Erzählperspektive.

Beobachtungsaufgabe: Beschreibe, woran Du erkennen kannst, ob Menschen einer Geschichte aufmerksam zuhören.


Der Aufbau einer Erzählung

Viele Geschichten lassen sich in drei große Abschnitte gliedern: Einleitung, Hauptteil und Schluss. Diese Einteilung hilft Dir beim Schreiben und freien Erzählen. Nicht jede literarische Geschichte folgt diesem Muster genau.


Die Einleitung

In der Einleitung führst Du in das Geschehen ein. Dabei helfen Dir wichtige W-Fragen:

  1. Wer? Welche Figuren spielen eine Rolle?
  2. Wo? An welchem Ort findet die Geschichte statt?
  3. Wann? Zu welcher Zeit geschieht etwas?
  4. Was? Welches Ereignis setzt die Handlung in Gang?

Eine gute Einleitung informiert und weckt gleichzeitig Neugier.

Beispiel:

Es war schon dunkel, als Lea die Bibliothek verließ. Plötzlich hörte sie hinter der verschlossenen Tür ein leises Klopfen.


Der Hauptteil

Im Hauptteil entwickelt sich die Handlung. Figuren treffen Entscheidungen, erleben Hindernisse oder versuchen ein Problem zu lösen.

Oft nimmt die Spannung dabei zu. Schließlich erreicht die Handlung einen Höhepunkt: einen besonders wichtigen oder aufregenden Moment.

Beispiel:

Lea blieb stehen. Das Klopfen wurde lauter. Vorsichtig drückte sie die Türklinke herunter. Die Tür sprang auf – und direkt vor ihr lag ein geheimnisvoller Brief.


Der Schluss

Der Schluss zeigt, welche Folgen die Ereignisse haben. Ein Problem kann gelöst werden, eine Figur kann etwas lernen oder eine überraschende Wendung erleben.

Manche Geschichten enden bewusst offen. Dann müssen die Lesenden selbst überlegen, wie es weitergehen könnte.

Beispiel:

Auf dem Brief stand nur ein Satz: „Du hast den ersten Hinweis gefunden.“ Lea lächelte. Ihr Abenteuer hatte offenbar gerade erst begonnen.


Der Spannungsbogen

Ein Spannungsbogen beschreibt, wie sich die Spannung innerhalb einer Geschichte verändert. Oft steigt die Spannung durch neue Hindernisse, Fragen oder Gefahren an, erreicht einen Höhepunkt und lässt danach wieder nach.

Die Grafik zeigt ein mögliches Modell für den Spannungsverlauf. Beschrifte es mit Einleitung, Spannungsaufbau, Höhepunkt und Auflösung.

Merke: Spannung entsteht nicht nur durch Gefahr. Auch ein Geheimnis, ein Streit, eine schwierige Entscheidung oder ein unerwartetes Ereignis können spannend sein.

Lernvideo von Die Merkhilfe: Wie schreibe ich eine Erzählung? Achte besonders auf die Erklärungen zu Aufbau, Perspektive und Spannung.


Spannung und lebendige Sprache


Spannung erzeugen

Beim Erzählen möchtest Du die Aufmerksamkeit Deines Publikums gewinnen. Dafür kannst Du wichtige Informationen zunächst zurückhalten, neue Fragen aufwerfen oder eine entscheidende Situation besonders ausführlich schildern.

Wenig spannend:

Tom ging in den Wald und fand eine Tasche.

Spannender:

Tom schlich zwischen den dunklen Bäumen hindurch. Plötzlich raschelte etwas hinter ihm. Sein Herz klopfte schneller. Unter einer alten Eiche entdeckte er eine Tasche, aus der ein leises Ticken drang.

Die zweite Fassung verwendet genauere Verben, Sinneseindrücke und eine offene Frage: Was befindet sich in der Tasche?

Bildimpuls: Die Illustration zu Rotkäppchen von Gustave Doré. Entwickle zu dieser Szene einen spannenden Erzählanfang.


Treffende Verben und Sinneseindrücke

Starke Verben machen Handlungen genauer. Statt immer nur „gehen“ zu schreiben, kannst Du je nach Situation „schleichen“, „rennen“, „stolpern“ oder „schlendern“ verwenden.

Auch Sinneseindrücke können Deine Geschichte lebendig gestalten. Beschreibe, was eine Figur sieht, hört, riecht, schmeckt oder fühlt. Wähle aber nur Einzelheiten aus, die zur Situation passen.

Beispiel:

Kalter Wind pfiff durch das offene Fenster. Der Geruch feuchter Erde lag in der Luft.


Gefühle zeigen

Gefühle werden besonders anschaulich, wenn Du passende Reaktionen beschreibst.

Einfach: Mia hatte Angst.

Anschaulicher: Mia hielt den Atem an. Ihre Hände zitterten, als sie nach dem Lichtschalter tastete.

So können die Lesenden selbst erkennen, was Mia empfindet.


Die Erzählperspektive

Die Erzählperspektive bestimmt, aus welcher Sicht eine Geschichte erzählt wird und welche Informationen die Lesenden erhalten.


Ich-Erzählung

Bei einer Ich-Erzählung berichtet eine Figur in der ersten Person.

Beispiel:

Ich öffnete die Tür. Mein Herz klopfte. Was mich dahinter erwartete, konnte ich nicht erkennen.

Diese Form ermöglicht einen unmittelbaren Einblick in die Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle der erzählenden Figur.


Er- und Sie-Erzählung

Bei der Er- oder Sie-Erzählung berichtet eine Erzählinstanz über Figuren in der dritten Person.

Beispiel:

Mia öffnete die Tür. Ihr Herz klopfte. Was sie dahinter erwartete, konnte sie nicht erkennen.

Dabei kann sich die Erzählung auf die Wahrnehmungen einer einzelnen Figur beschränken. Ein auktorialer Erzähler kann hingegen auch mehr wissen als die Figuren und das Geschehen kommentieren.

Wichtig: Die Erzählform allein legt nicht fest, wie viel die erzählende Stimme weiß. Beim Schreiben einer einfachen Geschichte hilft es, die gewählte Sichtweise möglichst konsequent beizubehalten.

Lernvideo von musstewissen Deutsch: Erzählperspektiven. Untersuche die Unterschiede zwischen Ich-Erzähler, personalem, neutralem und auktorialem Erzählen.


Wörtliche Rede und Zeitformen


Wörtliche Rede

Die Wörtliche Rede gibt wieder, was eine Figur sagt. Sie macht Gespräche unmittelbar erlebbar und kann Informationen über die Figuren vermitteln.

Beispiel:

Mia fragte: „Hast du den Schlüssel gefunden?“

„Ja“, antwortete Tom, „aber die Tür ist verschwunden!“

Die gesprochenen Wörter stehen zwischen Anführungszeichen. Der Begleitsatz zeigt, wer spricht. Beim Schreiben musst Du auf die richtigen Satzzeichen achten.

Lernvideo von Lernen mit Leo: Wörtliche Rede und Satzzeichen.


Zeitformen beim Erzählen

In schriftlichen Geschichten wird häufig das Präteritum verwendet.

Beispiel: Lea öffnete das Fenster und blickte hinaus.

Im mündlichen Alltag erzählen Menschen dagegen häufig im Perfekt.

Beispiel: Ich habe das Fenster geöffnet und hinausgeschaut.

Auch das Präsens kann als bewusstes Gestaltungsmittel dienen, um ein Geschehen unmittelbar wirken zu lassen. Achte darauf, dass Deine gewählte Zeitform zur Erzählweise passt.


Unterschiedliche Erzählformen

Es gibt zahlreiche Formen des Erzählens.

Bei einer Erlebniserzählung berichtest Du von einem selbst erlebten oder als Erlebnis gestalteten Geschehen.

In einer Fantasiegeschichte dürfen erfundene Welten, ungewöhnliche Figuren und unmögliche Ereignisse auftreten.

Eine Nacherzählung gibt die wesentlichen Ereignisse einer bereits vorhandenen Geschichte in eigenen Worten wieder.

Bei einer Bildergeschichte entwickelst Du aus einer Bilderfolge eine zusammenhängende Handlung.


Fantasie als Ausgangspunkt

Das weiße Kaninchen aus Alice im Wunderland, illustriert von John Tenniel. Was könnte geschehen, wenn Du einem solchen Kaninchen begegnest?

Das Titelbild der Erstausgabe von Der Zauberer von Oz aus dem Jahr 1900. Beschreibe die Figuren und entwickle eine eigene Abenteueridee.

Bilder und bekannte Erzählwelten eignen sich als Anregung. Deine eigene Geschichte sollte jedoch selbst entwickelte Figuren, Ereignisse oder Wendungen enthalten.


Eigene Erzählungen planen und überarbeiten

Bevor Du eine Geschichte schreibst, kannst Du einen Schreibplan erstellen. Halte darin die Hauptfigur, ihren Wunsch, das zentrale Problem, den Höhepunkt und eine mögliche Lösung fest.

Beim Schreiben entwickelst Du daraus eine zusammenhängende Handlung. Anschließend überprüfst Du, ob die Ereignisse logisch verbunden sind und ob die Geschichte für andere verständlich bleibt.

Eine sinnvolle Überarbeitung berücksichtigt den Aufbau, die sprachliche Gestaltung, die Erzählperspektive und die Rechtschreibung.

Merke: Eine gute Erzählung entsteht häufig in mehreren Schritten. Planen, Schreiben, Rückmeldungen erhalten und Überarbeiten gehören zusammen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist ein wesentliches Merkmal des Erzählens? (Ein Geschehen wird als zusammenhängende Geschichte dargestellt) (!Es werden ausschließlich Messwerte angegeben) (!Es werden nur Wörter ohne Zusammenhang aufgezählt) (!Es wird grundsätzlich eine wissenschaftliche Theorie bewiesen)




Welche Gliederung wird häufig für einfache Erzählungen verwendet? (Einleitung Hauptteil Schluss) (!Titel Quellenverzeichnis Anhang) (!Frage Antwort Literaturangabe) (!Inhaltsangabe Tabelle Ergebnis)




Welche Aufgabe übernimmt die Einleitung häufig? (Sie führt wichtige Figuren sowie Ort und Zeit ein) (!Sie löst immer sofort das zentrale Problem) (!Sie enthält ausschließlich die Moral der Geschichte) (!Sie wiederholt den vollständigen Hauptteil)




Was versteht man unter dem Höhepunkt einer Geschichte? (Einen besonders wichtigen oder spannenden Moment) (!Die erste Überschrift einer Geschichte) (!Die Anzahl der verwendeten Adjektive) (!Den letzten Buchstaben des Textes)




Wie kann beim Erzählen Spannung entstehen? (Durch offene Fragen und neue Hindernisse) (!Durch die Wiederholung völlig gleicher Ereignisse) (!Durch das Weglassen jeder Handlung) (!Durch eine möglichst lange Wortliste)




Welche Formulierung verwendet ein besonders treffendes Verb? (Der Hund schlich durch den Garten) (!Der Hund machte etwas im Garten) (!Der Hund war irgendwie im Garten) (!Der Hund tat dort eine Sache)




Woran erkennst Du eine Ich-Erzählung? (Eine erzählende Figur spricht von sich als ich) (!Alle Figuren werden grundsätzlich mit du angesprochen) (!Die Geschichte enthält keine handelnden Personen) (!Der Erzähler muss jede Zukunft kennen)




Wozu dient die wörtliche Rede? (Sie gibt Äußerungen von Figuren unmittelbar wieder) (!Sie ersetzt grundsätzlich jede Beschreibung) (!Sie nennt nur den Erscheinungsort eines Buches) (!Sie macht aus jeder Geschichte einen Bericht)




Welche Zeitform wird häufig in schriftlichen Erzählungen verwendet? (Präteritum) (!Futur zwei als einzige erlaubte Form) (!Konjunktiv zwei in jedem einzelnen Satz) (!Imperativ als durchgehende Erzählzeit)




Was gehört zur Überarbeitung einer Geschichte? (Den Aufbau und die sprachliche Gestaltung überprüfen) (!Jeden Satz ohne Prüfung unverändert lassen) (!Alle Figuren und Handlungen grundsätzlich streichen) (!Die Erzählperspektive zufällig wechseln)





Memory

Ordne die Fachbegriffe den passenden Erklärungen zu.

Einleitung Einführung in Figuren und Ausgangssituation
Hauptteil Entfaltung der zentralen Handlung
Höhepunkt Entscheidender spannender Moment
Schluss Abschluss und Folgen des Geschehens
Ich-Erzählung Darstellung aus Sicht einer erzählenden Figur
Wörtliche Rede Unmittelbare Wiedergabe gesprochener Worte
Spannungsbogen Entwicklung der Spannung im Handlungsverlauf





Drag and Drop

Ordne die Begriffe ihren passenden Funktionen zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion beim Erzählen
Schreibplan Ideen und Handlungsschritte vor dem Schreiben ordnen
Konflikt Gegensätzliche Wünsche oder ein Problem der Figuren
Sinneseindruck Wahrnehmung durch Hören, Sehen, Riechen, Schmecken oder Fühlen
Dialog Gespräch zwischen Figuren
Überarbeitung Einen vorhandenen Text gezielt verbessern





Kreuzworträtsel

Löse die Fragen mit den passenden Fachbegriffen.

Einleitung Wie heißt der Abschnitt, der in die Ausgangssituation einer Geschichte einführt?
Hauptteil In welchem großen Abschnitt entwickelt sich die zentrale Handlung?
Spannung Was entsteht durch Neugier und die Erwartung eines wichtigen Ereignisses?
Konflikt Wie bezeichnet man den Gegensatz zwischen Zielen oder Wünschen der Figuren?
Dialog Wie heißt ein Gespräch zwischen zwei oder mehreren Figuren?
Schluss Wie heißt der abschließende Teil einer Erzählung?





LearningApps

Entdecke weitere Übungen zum Thema Erzählen.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Beim Erzählen wird ein

als zusammenhängende Geschichte dargestellt.
Eine einfache Erzählung beginnt häufig mit einer

zur Ausgangssituation.
Die zentrale Handlung entwickelt sich überwiegend im

der Geschichte.
Ein Problem oder Gegensatz zwischen Figuren wird als

bezeichnet.
Der besonders wichtige und spannende Moment heißt

einer Erzählung.
Im

können die Folgen des Geschehens deutlich werden.
Wenn eine erzählende Figur von sich selbst berichtet, spricht man von einer

.
Gesprochene Äußerungen werden in der wörtlichen Rede durch

gekennzeichnet.
In schriftlichen Erzählungen steht die Haupthandlung häufig im

.
Geräusche, Gerüche und andere Wahrnehmungen nennt man

.
Nach dem ersten Entwurf solltest Du Deinen Text sorgfältig

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Erzählanfang: Schreibe drei unterschiedliche Anfangssätze für eine Geschichte über einen geheimnisvollen Fund. Wähle den spannendsten aus und begründe Deine Entscheidung.
  2. Figurenbeschreibung: Erfinde eine Hauptfigur. Beschreibe ihr Aussehen, eine besondere Eigenschaft und einen wichtigen Wunsch.
  3. Bildergeschichte: Wähle ein Bild aus diesem aiMOOC und schreibe eine kurze Geschichte mit Einleitung, Hauptteil und Schluss.
  4. Mündliches Erzählen: Erzähle einer anderen Person in zwei Minuten ein lustiges oder überraschendes Erlebnis. Bitte anschließend um eine Rückmeldung zur Verständlichkeit.


Standard

  1. Spannungsaufbau: Schreibe eine Erzählung über eine verschlossene Tür. Entwickle einen Spannungsbogen mit einem deutlich erkennbaren Höhepunkt.
  2. Perspektivwechsel: Schreibe eine kurze Ich-Erzählung und gestalte dieselbe Handlung anschließend in der Er- oder Sie-Form. Vergleiche die Wirkung.
  3. Wörtliche Rede: Erfinde ein Gespräch zwischen zwei Figuren, die etwas Geheimnisvolles entdeckt haben. Verwende passende Begleitsätze und korrekte Satzzeichen.
  4. Hörgeschichte: Erstelle eine kurze Audioerzählung mit Stimme, Pausen und selbst erzeugten Geräuschen. Veröffentliche die Aufnahme nur mit Einverständnis aller Beteiligten.


Schwer

  1. Kreatives Schreiben: Verfasse eine Fantasiegeschichte mit einem Konflikt, mehreren Handlungsschritten, einem Höhepunkt und einer überraschenden, aber nachvollziehbaren Wendung.
  2. Textvergleich: Beschreibe ein erfundenes Ereignis einmal als sachlichen Bericht und einmal als lebendige Erzählung. Analysiere die Unterschiede in Sprache und Wirkung.
  3. Comic: Gestalte einen Comic mit mindestens sechs Bildern und einer zusammenhängenden Handlung. Überführe die Bildgeschichte anschließend in einen Fließtext.
  4. Erzählprojekt: Führe mit einer freiwillig teilnehmenden Person ein Interview über ein besonderes Erlebnis. Gestalte daraus mit ihrer Zustimmung eine Erzählung und reflektiere, wie Du Erinnerungen sprachlich gestaltet hast.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben überprüfen, ob Du das Gelernte auf neue Situationen übertragen kannst.

  1. Erzählstruktur: Du erhältst eine ungeordnete Geschichte. Ordne die Ereignisse sinnvoll an und erläutere, weshalb Deine Reihenfolge Spannung entstehen lässt.
  2. Sprachgestaltung: Überarbeite einen sachlichen, wenig anschaulichen Absatz zu einer lebendigen Erzählung. Begründe mindestens drei Veränderungen.
  3. Erzählperspektive: Zwei Texte schildern dieselbe Situation aus unterschiedlichen Perspektiven. Untersuche, welche Informationen und Gefühle jeweils zugänglich sind.
  4. Spannung: Eine Geschichte verrät ihr Ende bereits im ersten Satz. Entwickle eine andere Erzählweise und erkläre, wie sie die Erwartungen der Lesenden verändert.
  5. Figurenentwicklung: Eine Figur handelt am Ende anders als am Anfang. Entwickle eine Handlung, die diese Veränderung verständlich macht.
  6. Feedback: Vergleiche zwei Fassungen einer selbst geschriebenen Erzählung. Erläutere, welche Überarbeitung den größten Unterschied für die Wirkung des Textes erzeugt.




Lernnachweis

Als Lernnachweis erstellst Du eine eigene, vollständig ausgearbeitete Geschichte und dokumentierst Deinen Arbeitsprozess.

Dein Lernnachweis enthält:

  1. Einen passenden Schreibplan mit Figuren, Ausgangssituation, zentralem Problem und möglichem Höhepunkt.
  2. Eine eigene Erzählung mit einer nachvollziehbaren Handlung und einem geeigneten Schluss.
  3. Eine bewusste Wahl und möglichst konsequente Verwendung der Erzählperspektive.
  4. Mindestens ein sinnvoll eingesetztes Gespräch mit wörtlicher Rede.
  5. Anschauliche Formulierungen mit treffenden Verben und passenden Sinneseindrücken.
  6. Eine erste und eine überarbeitete Fassung des Textes.
  7. Eine kurze Reflexion, in der Du mindestens drei Verbesserungen begründest.

Bewertungsschwerpunkte: Zusammenhang der Handlung, Erzählaufbau, Spannungsentwicklung, sprachliche Gestaltung, Verständlichkeit und begründete Überarbeitung.




OERs zum Thema

Der folgende Wikipedia-Artikel erläutert den Begriff Erzählung und behandelt unter anderem mündliches Erzählen und literarische Erzählperspektiven.

Weitere Lernmaterialien:

  1. Planet Schule – GRIPS Deutsch: Erzählen und Beschreiben: Ein Bildungsangebot zum Aufbau und zur Gestaltung von Erzählungen.
  2. Wikipedia – Erzählperspektive: Weiterführende Erklärungen zur Sichtweise und zur Rolle des Erzählers.
  3. Wikimedia Commons – Storytelling: Frei lizenzierte Medien rund um das Erzählen.

Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Informationen zu Urheberschaft und Nutzungsbedingungen findest Du auf den jeweiligen Dateibeschreibungsseiten.


Verknüpfte Lernbereiche

Erzählen verbindet das Verstehen von Geschichten mit dem eigenen mündlichen und schriftlichen Ausdruck. Von der ersten Idee über den Spannungsaufbau bis zur Überarbeitung werden unterschiedliche sprachliche Fähigkeiten benötigt.


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