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David Bowie

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David Bowie

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Einleitung

David Bowie (8. Januar 1947 – 10. Januar 2016) war ein britischer Sänger, Songwriter, Musiker und Schauspieler. Er zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Popmusik und Rockmusik. Bekannt wurde er durch Songs wie Space Oddity, Starman, Heroes und Let's Dance.

Bowie verband Musik mit Mode, Theater, Film und bildender Kunst. Besonders auffällig war seine Fähigkeit, neue Bühnenfiguren zu erfinden und seinen musikalischen Stil immer wieder zu verändern.

Zielgruppe: Klassen 8–10, Fach Musik, fächerübergreifend mit Kunst, Englisch und Geschichte.

Lernziele: Du lernst wichtige Stationen in Bowies Leben kennen, vergleichst unterschiedliche Musikstile und untersuchst, wie Musik, Bühnenbilder und gesellschaftliche Entwicklungen zusammenhängen.

David Bowie bei einem Konzert in Chicago im Jahr 2002. Quelle: Wikimedia Commons.


Kindheit und musikalischer Durchbruch

David Bowie wurde als David Robert Jones im Londoner Stadtteil Brixton geboren. Bereits als Jugendlicher interessierte er sich für Musik, Kunst und Schauspiel. Er lernte unter anderem Saxophon und spielte in verschiedenen Bands.

In den 1960er-Jahren nahm er den Künstlernamen David Bowie an. Der größere Durchbruch gelang ihm 1969 mit Space Oddity. Der Song erzählt von dem fiktiven Astronauten Major Tom. Seine Veröffentlichung fiel in das Jahr der ersten bemannten Mondlandung.

Die Verbindung von Weltraumthemen, ungewöhnlichen Klängen und einer erzählten Geschichte machte das Lied besonders.

Hörauftrag: Achte darauf, wie Bowies Stimme und die Instrumente eine geheimnisvolle Atmosphäre erzeugen.

David Bowie – Space Oddity (offizielles Musikvideo).


Ziggy Stardust und der Glam Rock

1972 veröffentlichte Bowie das Album The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars.

Mit Ziggy Stardust erfand er eine fiktive, außerirdisch wirkende Rockfigur. Auffällige Kostüme, geschminkte Gesichter, farbige Frisuren und theatralische Auftritte waren wesentliche Bestandteile dieser Inszenierung.

Dieser Stil gehört zum Glam Rock, einer Strömung der Rockmusik, bei der das visuelle Erscheinungsbild eine wichtige Rolle spielt.

Bowie zeigte, dass eine Bühnenfigur nicht mit der Privatperson identisch sein muss. Seine Auftritte stellten zugleich traditionelle Erwartungen an männliches und weibliches Aussehen infrage.

Bowie als Ziggy Stardust bei einem Konzert in Santa Monica, 1972. Foto: Boris Yaro/UCLA, Wikimedia Commons.

Ein Bühnenkostüm der Ziggy-Stardust-Tour als Beispiel für die Verbindung von Musik, Mode und Theater.

Sehauftrag: Beobachte im folgenden Fernsehauftritt Kleidung, Frisur, Gestik und den Umgang mit anderen Musikern.

David Bowie – Starman, Fernsehauftritt bei Top of the Pops, 1972.


Musikalische Vielfalt und Bildsprache

Bowie beschränkte sich nicht auf einen einzigen Musikstil. In seiner Karriere verwendete er Elemente aus Rock, Soul, Funk, elektronischer Musik und tanzbarer Popmusik.

Das Album Hunky Dory von 1971 enthält das Lied Life on Mars?. Es verbindet eine markante Gesangsstimme mit Klavier, orchestralen Klängen und ungewöhnlichen Textbildern.

Auch seine visuelle Gestaltung änderte sich regelmäßig. Ein Beispiel ist sein Auftritt im niederländischen Fernsehen 1974 im Zusammenhang mit Rebel Rebel.

David Bowie – Life on Mars? (offizielles Musikvideo).

David Bowie während einer Fernsehproduktion zu Rebel Rebel im Jahr 1974.

Merke: Bowies Songs lassen sich nicht allein nach ihrem Klang beurteilen. Auch Texte, Musikvideos, Kostüme und Bühnenauftritte tragen zur künstlerischen Aussage bei.


David Bowie in Berlin

Von 1976 bis 1978 lebte Bowie zeitweise in West-Berlin. Dort beschäftigte er sich intensiv mit neuen musikalischen Ideen. Wichtige Einflüsse kamen unter anderem von deutschen experimentellen Bands wie Kraftwerk und Neu!.

In dieser Phase arbeitete er mit dem Musiker Brian Eno und dem Produzenten Tony Visconti zusammen.

Die Alben Low (1977), Heroes (1977) und Lodger (1979) werden als Berlin-Trilogie bezeichnet. Sie verbinden Rock mit elektronischen Klängen, experimentellen Aufnahmetechniken und zum Teil instrumentalen Stücken.

Wichtige Präzisierung: Nicht alle drei Alben wurden vollständig in Berlin aufgenommen. Nur Heroes entstand komplett dort.

Das bekannte Lied Heroes erzählt von zwei Liebenden, die für einen Augenblick gesellschaftliche und politische Grenzen überwinden möchten. Die Berliner Mauer ist dabei ein wichtiges Bildmotiv.

Gedenktafel an Bowies ehemaligem Wohnhaus in Berlin-Schöneberg.

David Bowie – Heroes (offizielles Musikvideo).

Reflexion: Warum könnte ein Lied über Hoffnung und eine kurze Begegnung besonders bedeutsam in einer geteilten Stadt gewesen sein?


Internationaler Pop-Erfolg in den 1980er-Jahren

1983 veröffentlichte Bowie das Album Let's Dance. Mit dem Produzenten Nile Rodgers entstand ein stärker tanzbarer Klang mit Einflüssen aus Pop, Rock und Funk.

Songs wie Let's Dance, Modern Love und China Girl erreichten ein großes internationales Publikum.

Pressefotografie aus der Zeit des Albums Let's Dance, 1983.

David Bowie – Let's Dance (offizielles Musikvideo).

Bowie war außerdem als Schauspieler tätig. Im Fantasyfilm Labyrinth von 1986 spielte er die Figur Jareth, den Koboldkönig.


Spätwerk und Blackstar

Auch in den folgenden Jahrzehnten veröffentlichte Bowie neue Musik und arbeitete mit unterschiedlichen Künstlern zusammen.

Sein öffentliches Erscheinungsbild war nicht dauerhaft an eine bestimmte Bühnenfigur gebunden. Das zeigt auch ein Vergleich von Konzertfotografien und späteren Porträts.

Iman und David Bowie beim Tribeca Film Festival 2009.

Am 8. Januar 2016 veröffentlichte Bowie sein letztes Studioalbum Blackstar. Darin verband er unter anderem Rock mit Einflüssen des Jazz und experimenteller Musik.

Zwei Tage später, am 10. Januar 2016, starb er im Alter von 69 Jahren.

David Bowie – Blackstar (offizielles Musikvideo). Hinweis: Das Video enthält düstere, teilweise verstörende Bildmotive.


Bedeutung für Musik und Kultur

David Bowie beeinflusste nicht nur die Musik, sondern auch Mode, Performance, Musikvideos und die öffentliche Darstellung von Identität.

Seine Kunst bietet wichtige Beispiele für drei Zusammenhänge:

  1. Musikalische Innovation: Künstler können bekannte Stilrichtungen kombinieren und neue Klänge entwickeln.
  2. Kunst und Identität: Kleidung, Auftreten und Bühnenrollen können gesellschaftliche Erwartungen hinterfragen.
  3. Musik und Zeitgeschichte: Lieder können persönliche Erfahrungen mit politischen und kulturellen Entwicklungen verbinden.

Die Londoner Kulturinstitution Victoria and Albert Museum würdigt Bowie als bedeutenden Künstler, dessen Wirkung über die Musik hinausreicht.

Vergleichsauftrag: Höre Ausschnitte aus Space Oddity, Heroes und Let's Dance. Beschreibe jeweils Rhythmus, Instrumentierung, Stimme und Stimmung. Erkläre anschließend, warum die drei Lieder trotz ihrer Unterschiede zum Werk desselben Künstlers gehören.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Wie lautete David Bowies Geburtsname? (David Robert Jones) (!John Winston Lennon) (!George Harrison) (!Freddie Mercury)




In welchem Londoner Stadtteil wurde Bowie geboren? (Brixton) (!Camden) (!Chelsea) (!Soho)




Welcher Song wurde 1969 zu einem wichtigen Durchbruch für Bowie? (Space Oddity) (!Let's Dance) (!Blackstar) (!Modern Love)




Wie hieß Bowies berühmte fiktive Bühnenfigur aus den frühen 1970er-Jahren? (Ziggy Stardust) (!Major Nelson) (!Johnny Thunder) (!Peter Pan)




Mit welcher Musikrichtung ist Ziggy Stardust besonders verbunden? (Glam Rock) (!Barockmusik) (!Minimal Techno) (!Reggae)




Welche Alben bilden die sogenannte Berlin-Trilogie? (Low und Heroes und Lodger) (!Hunky Dory und Let's Dance und Blackstar) (!Space Oddity und Diamond Dogs und Tonight) (!Young Americans und Never Let Me Down und Heathen)




Welcher Musiker arbeitete mit Bowie an experimentellen Klangideen der Berlin-Trilogie? (Brian Eno) (!Elvis Presley) (!Paul McCartney) (!Bob Marley)




Welches bekannte Bowie-Lied ist eng mit dem Motiv der Berliner Mauer verbunden? (Heroes) (!Starman) (!Changes) (!Fashion)




Welches Bowie-Album wurde 1983 ein großer internationaler Pop-Erfolg? (Let's Dance) (!Low) (!Blackstar) (!Aladdin Sane)




Wie heißt David Bowies letztes Studioalbum? (Blackstar) (!Heroes) (!Reality) (!Lodger)





Memory

Ordne jeweils einen Begriff seiner passenden Bedeutung zu.

David Robert Jones Geburtsname
Space Oddity Major-Tom-Song
Ziggy Stardust Fiktive Bühnenfigur
Glam Rock Theatralischer Rockstil
Brian Eno Experimenteller Musikpartner
Hansa-Studios Berliner Aufnahmestudio
Let's Dance Erfolgsalbum der Achtzigerjahre
Blackstar Letztes Studioalbum





Drag and Drop

Ordne den Werken oder Begriffen die passende Beschreibung zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. David Bowie
Space Oddity Raumfahrtgeschichte
Ziggy Stardust Bühnenfigur
Low Experimentelle Klangwelt
Heroes Berliner Mauer
Let's Dance Tanzbarer Pop
Blackstar Musikalisches Spätwerk





Kreuzworträtsel

Bowie Wie lautet der Künstlernachname von David Robert Jones?
Ziggy Wie lautet der Vorname von Bowies berühmter außerirdisch wirkender Bühnenfigur?
Brixton In welchem Londoner Stadtteil wurde Bowie geboren?
Berlin In welcher deutschen Stadt lebte Bowie in den 1970er-Jahren?
Saxophon Welches Blasinstrument lernte Bowie bereits in jungen Jahren?
Blackstar Wie heißt sein letztes Studioalbum?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
David Bowie wurde als

geboren.
Sein Geburtsort war der Londoner Stadtteil

.
Mit dem Lied

machte Bowie 1969 international auf sich aufmerksam.
Der Astronaut in diesem Lied trägt den Namen Major

.
Bowie entwickelte die Bühnenfigur

.
Sein Album Hunky Dory erschien im Jahr

.
Die auffällige und theatralische Rockrichtung heißt

.
In den 1970er-Jahren lebte Bowie zeitweise in

.
Die drei Alben Low, Heroes und Lodger werden als

bezeichnet.
Mit dem Musiker

arbeitete Bowie an experimentellen Klängen.
Der Produzent der Berlin-Trilogie hieß Tony

.
Das einzige vollständig in Berlin aufgenommene Album der Trilogie heißt

.
Ein großer Pop-Erfolg der 1980er-Jahre war das Album

.
David Bowies letztes Studioalbum trägt den Titel

.
Bowie starb im Januar

.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben einzeln oder in Gruppen. Du kannst Ergebnisse als Text, Bild, Präsentation, Tonaufnahme oder Video gestalten.


Leicht

  1. Steckbrief: Gestalte einen übersichtlichen Steckbrief zu David Bowie mit sechs wichtigen Informationen.
  2. Zeitstrahl: Erstelle eine Zeitleiste mit mindestens fünf Stationen seiner musikalischen Entwicklung.
  3. Bildbeschreibung: Beschreibe Bowies Kleidung und Auftreten auf einem Ziggy-Stardust-Foto. Welche Wirkung entsteht?
  4. Musikhören: Höre Space Oddity und beschreibe Stimme, Tempo, Instrumente und Stimmung in eigenen Worten.


Standard

  1. Songanalyse: Vergleiche Starman und Let's Dance. Welche musikalischen Unterschiede kannst Du hören?
  2. Plakatgestaltung: Entwirf ein Informationsplakat über die Berlin-Trilogie mit Albumtiteln, Klangmerkmalen und historischem Hintergrund.
  3. Interview: Befrage zwei Personen verschiedener Altersgruppen zu David Bowie. Dokumentiere, welche Songs oder Bilder sie kennen.
  4. Storyboard: Entwickle ein kurzes Storyboard für ein eigenes Musikvideo zu einem Bowie-Song. Begründe Deine Bildideen.


Schwer

  1. Musikgeschichte: Recherchiere anhand von mindestens zwei Quellen, warum die Bezeichnung Berlin-Trilogie trotz unterschiedlicher Aufnahmeorte verwendet wird.
  2. Kulturgeschichte: Untersuche, wie Ziggy Stardust Vorstellungen von Geschlechterrollen und Bühnenidentität in den 1970er-Jahren hinterfragte.
  3. Musikproduktion: Komponiere oder produziere ein Musikstück von 30 bis 60 Sekunden, das zwei unterschiedliche Stilrichtungen kombiniert. Erläutere Deine Entscheidungen.
  4. Medienkritik: Vergleiche zwei Bowie-Musikvideos aus verschiedenen Jahrzehnten. Analysiere Bildsprache, Inszenierung und das Verhältnis zwischen Musik und visueller Gestaltung.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen, ob Du Zusammenhänge erklären und das Gelernte auf andere Beispiele übertragen kannst.

  1. Musikvergleich: Erkläre anhand von Space Oddity und Let's Dance, wie ein Künstler verschiedene musikalische Zielgruppen erreichen kann, ohne seine künstlerische Identität vollständig aufzugeben.
  2. Musik und Politik: Untersuche, wie das Bild der Berliner Mauer die Bedeutung von Heroes beeinflusst. Unterscheide historische Fakten und künstlerische Interpretation.
  3. Identität und Inszenierung: Entwickle für eine fiktive Band eine Bühnenfigur. Begründe, wie Kleidung, Musik und Auftreten zusammenwirken.
  4. Musikvideoanalyse: Erkläre, wie ein Musikvideo die Wahrnehmung eines Liedes verändert. Verwende mindestens zwei konkrete Beobachtungen.
  5. Quellenkritik: Bewerte die Aussage, dass sämtliche Alben der Berlin-Trilogie in Berlin entstanden seien. Zeige, wie sich diese Behauptung überprüfen lässt.
  6. Kulturtransfer: Wähle einen heutigen Musikact und vergleiche dessen visuelle Inszenierung mit Bowies Bühnenfiguren. Benenne Gemeinsamkeiten und Unterschiede.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis solltest Du die folgenden Leistungen erbringen können:

  1. Biografischer Überblick: Du kannst zentrale Stationen aus Bowies Leben zeitlich einordnen.
  2. Musikalisches Verständnis: Du kannst typische Merkmale verschiedener Bowie-Songs beschreiben und vergleichen.
  3. Kunst und Inszenierung: Du kannst erklären, wie Bowie Bühnenfiguren, Kostüme und Bilder einsetzte.
  4. Historische Einordnung: Du kannst Bowies Berliner Zeit in ihren kulturellen und politischen Zusammenhang stellen.
  5. Transferleistung: Du kannst Bowies künstlerische Strategien auf ein anderes Beispiel aus der Popkultur anwenden.
  6. Eigenständige Gestaltung: Du präsentierst ein selbst erarbeitetes Produkt und begründest Deine gestalterischen Entscheidungen.
  7. Quellenbewertung: Du verwendest überprüfbare Informationen und unterscheidest Fakten von Interpretationen.

Möglicher Lernnachweis: Ein Portfolio mit einem Zeitstrahl, zwei kurzen Songanalysen, einer eigenen gestalterischen Arbeit und einer abschließenden Reflexion.




OERs zum Thema

Wikipedia: David Bowie

Weitere Informations- und Medienquellen:

  1. Offizielle David-Bowie-Website: Biografie und Informationen zur musikalischen Entwicklung.
  2. Victoria and Albert Museum: David Bowies Bühnenbilder, Mode und kulturelle Wirkung.
  3. Wikimedia Commons: Galerie mit Bildern aus unterschiedlichen Lebens- und Karrierephasen.
  4. Wikipedia: Ausführlicher biografischer Überblick.
  5. Wikipedia – Heroes: Informationen über das Album und die Berliner Aufnahmen.
  6. Wikipedia – Lodger: Hintergrund zur Entstehung des letzten Albums der Berlin-Trilogie.

Hinweis zu Medienrechten: Die eingebundenen Fotografien stammen aus Wikimedia Commons. Beachte bei ihrer Weiterverwendung die Lizenz- und Urheberangaben der jeweiligen Dateiseiten. Die YouTube-Videos sind externe, urheberrechtlich geschützte Veröffentlichungen.



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