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Reifen- und Vulkanisationstechnik – Reifendruckkontrollsysteme verstehen

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Reifen- und Vulkanisationstechnik – Reifendruckkontrollsysteme verstehen

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Reifen- und Vulkanisationstechnik – Reifendruckkontrollsysteme verstehen

Ausbildungskurs für Reifen- und Vulkanisationstechnikerinnen und -techniker

Kurzbeschreibung: Direkte und indirekte Messprinzipien von Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) verstehen, Warnmeldungen einordnen und sichere Werkstattentscheidungen vorbereiten.

Lernzeit: ca. 90–120 Minuten einschließlich Aufgaben.

Lernform: Kurze Lerneinheiten, Fachbilder, Videos, interaktive Übungen und ein praxisnaher Ausbildungsfall.

Sicherheitshinweis: Dieser Kurs vermittelt Grundlagen und trainiert ausschließlich sichere Modellaufgaben. Arbeiten an sicherheitsrelevanten Fahrzeugkomponenten, an Hochvoltsystemen oder Rückhaltesystemen, Prüf- und Diagnosearbeiten sowie Entscheidungen über die Fahrfreigabe bleiben qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten. Verbindlich sind immer die aktuellen fahrzeug- und bauteilspezifischen Herstellerangaben. Dieser Lernkurs erteilt keine Zulassungs-, Reparatur- oder Fahrfreigabe.


Einleitung

Ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS, englisch TPMS) überwacht den Zustand der Fahrzeugbereifung. Es hilft, gefährliche Druckverluste zu erkennen.

Deine Leitfrage: Wie erkennt ein Fahrzeug zu niedrigen Reifendruck, obwohl manche Systeme überhaupt keinen Drucksensor im Reifen besitzen?

Nach diesem Kurs kannst Du:

  1. RDKS: Aufgabe und Warnsymbol erklären.
  2. Direkte Messung: Sensorik und Datenübertragung zuordnen.
  3. Indirekte Messung: Abrollverhalten und Referenzwerte erklären.
  4. Diagnoseverständnis: Modellbefunde sachgerecht auswerten.
  5. Werkstattsicherheit: Fachpersonal, Herstellerangaben und Freigabegrenzen berücksichtigen.


Lerneinheit 1: Reifendruck und Sicherheit

Zeit: 5–10 Minuten

Ein zu geringer Reifenfülldruck kann Fahrverhalten, Reifenverschleiß und Rollwiderstand ungünstig beeinflussen. Ein RDKS warnt vor bestimmten Druckabweichungen, ersetzt aber keine regelmäßige Reifenprüfung.

Merksatz: RDKS bedeutet Überwachung – nicht automatische Gewährleistung eines sicheren Reifenzustands.

Bildauftrag: Erkläre, weshalb ein separates Reifendruckprüfgerät auch bei Fahrzeugen mit RDKS wichtig bleibt.

Lernfeedback: Ein Reifendruckkontrollsystem kann Warnschwellen, Erkennungsverzögerungen oder Störungen haben. Die tatsächlichen Druckwerte und der Reifenzustand müssen deshalb nach Herstellervorgaben kontrolliert werden.


Lerneinheit 2: Direkt messendes RDKS

Zeit: 10 Minuten

Ein direkt messendes System verwendet elektronische Sensoren am oder im Rad. Sie erfassen den Reifeninnendruck und je nach Ausführung auch die Temperatur.

Messkette:

Reifendruck → Sensor → Funksignal → Fahrzeugelektronik → Anzeige oder Warnung

Sensor-Vorderseite: Beispiel einer RDKS-Sensoreinheit für Fahrzeuge von Ford und Volvo.

Sensor-Rückseite: Vergleiche Gehäuse, Befestigung und Bauform.

Ein direktes RDKS besitzt typischerweise:

  1. Drucksensor: Erfasst den tatsächlichen Reifeninnendruck.
  2. Temperatursensor: Erfasst je nach Sensortyp die Temperatur.
  3. Sensor-ID: Ermöglicht die Identifikation des Sensors.
  4. Funkübertragung: Übermittelt Messdaten an die Fahrzeugelektronik.
  5. Batterie: Versorgt viele Sensortypen mit Energie.

Schema: Beispiel für Aktivierung und Datenübertragung eines direkten RDKS. Die konkrete Kommunikation ist systemabhängig.

Cockpit-Beispiel: Das Display zeigt Reifenfülldruckwerte in psi. Nicht jedes direkte System besitzt eine solche Einzelradanzeige.

Merksatz: Direkt bedeutet, dass der Reifendruck tatsächlich gemessen wird.

Mini-Aufgabe: Ein Diagnoseausdruck enthält Sensor-ID, Druckwert und Temperatur. Welches Messprinzip ist naheliegend?

Feedback: Ein direkt messendes RDKS. Die Merkmale stammen typischerweise aus einem elektronischen Radsensor. Die endgültige Systemzuordnung erfolgt anhand der Fahrzeugdokumentation.


Lerneinheit 3: Indirekt messendes RDKS

Zeit: 10 Minuten

Indirekte Systeme verwenden unter anderem die vorhandenen ABS-Raddrehzahlsensoren.

Sinkt der Druck, kann sich der wirksame Abrollradius ändern. Das beeinflusst die Raddrehzahl. Moderne indirekte Verfahren können zusätzlich das Schwingungsverhalten der Reifen auswerten.

Bauteilbild: Beispiel eines ABS-Raddrehzahlsensors aus dem Volkswagen-Konzern. Seine Signale verdeutlichen die Sensorgrundlage indirekter Systeme.

Messkette:

Reifenzustand → Abrollverhalten → Raddrehzahlsignale → Auswertung → Warnmeldung

Wichtig: Ein indirektes RDKS misst keinen absoluten Reifeninnendruck. Veränderungen an allen vier Reifen in ähnlichem Umfang können schwieriger zu erkennen sein.

Initialisierung: Nach bestimmten Änderungen an Reifen, Rädern oder Fülldruck muss das indirekte System entsprechend der Fahrzeuganleitung einen korrekten Referenzzustand erhalten.

Videoauftrag: TÜ TAUNUS erklärt die Grundlagen der Reifendruckkontrolle. Notiere zwei Unterschiede zwischen direktem und indirektem System. Vergleiche die Aussagen mit den Fachquellen von ADAC und HELLA.

Feedback: Beim indirekten Verfahren werden Änderungen des Rollverhaltens erkannt. Ein Sensor im Reifen, der den absoluten Druck misst, ist hierfür nicht erforderlich.


Lerneinheit 4: Beide Messprinzipien vergleichen

Zeit: 10 Minuten

Merkmal Direktes RDKS Indirektes RDKS
Messgröße Reifeninnendruck Abroll- und Schwingungsverhalten
Sensorik Eigene Radsensoren Vorhandene Raddrehzahlsensorik
Funkübertragung aus dem Rad Typischerweise ja Nicht erforderlich
Druckwerte je Rad Systemabhängig möglich Keine direkte absolute Druckmessung
Gleichmäßiger Druckverlust an mehreren Rädern Grundsätzlich erkennbar Kann schwieriger erkennbar sein
Nach Rad- oder Reifenwechsel Sensorzuordnung und gegebenenfalls Anlernen nach Hersteller Gegebenenfalls Referenzzustand neu initialisieren
Typische Besonderheit Sensoren und Batterien benötigen Beachtung Erkennungsqualität hängt vom Verfahren und Referenzzustand ab

Merke: Auch direkte Systeme können eine Initialisierung benötigen. Der konkrete Ablauf ist niemals allein aus dem Messprinzip ableitbar.


Lerneinheit 5: Werkstattprozess verstehen

Zeit: 10–15 Minuten

Im Werkstattalltag müssen Warnmeldung, Fahrzeugdaten, Herstellervorgaben und dokumentierte Messergebnisse zusammenpassen.

Beobachtungsprozess – keine Arbeitsanweisung:

Kundenmeldung → Systemidentifikation → Herstellervorgaben → Prüfung durch Fachpersonal → Ergebnisdokumentation → Entscheidung durch befugtes Fachpersonal

Schadensbild: Beschädigter RDKS-Sensor eines Opel Astra K. Eine Bildbeobachtung reicht nicht zur abschließenden Diagnose.

Fachvideo: HELLA TECH WORLD – RDKS-Programmierung und Anlernen am Beispiel VW Passat B8.

Beobachtungsauftrag: Achte auf Fahrzeugidentifikation, Sensortyp, Sensor-ID und die Unterschiede zwischen Programmieren und Anlernen.

Fachliche Einordnung:

  1. Sensorprogrammierung: Ein geeigneter Universalsensor wird für eine bestimmte Fahrzeuganwendung konfiguriert.
  2. Sensor-ID: Kennzeichnung, mit der das System einen Sensor wiedererkennen kann.
  3. Anlernen: Fahrzeugspezifischer Vorgang zur Erkennung oder Zuordnung von Sensoren.
  4. Herstellerangaben: Bestimmen, welche Arbeitsschritte und Prüfungen tatsächlich vorgeschrieben sind.

Sicherheitsgrenze: Das Video ist Anschauungsmaterial für die Ausbildung. Du führst keine der gezeigten Montage-, Diagnose- oder Fahrvorgänge selbstständig am Kundenfahrzeug aus. Drehmomente, Sensorfrequenzen, Reifendrücke und Anlernverfahren dürfen nicht von einem Beispiel auf andere Fahrzeuge übertragen werden.


Lerneinheit 6: Ausbildungsfall „Warnmeldung nach dem Räderwechsel“

Zeit: 15–20 Minuten

Auftrag: Eine Kundin meldet nach einem saisonalen Räderwechsel eine Reifendruckwarnung.

Du erhältst zwei alternative, fiktive Fallakten. Sie stellen unterschiedliche Fahrzeuge dar.

Fallakte A Fallakte B
Einzelradwerte werden angezeigt Keine absoluten Einzelradwerte
Modellwerte: 2,3 / 2,3 / 1,7 / 2,3 bar Warnmeldung nach Räderwechsel
Ausschließlich fiktiver Modell-Sollwert: 2,3 bar je Rad Referenzinitialisierung nicht dokumentiert
Sensor-ID-Daten im Prüfprotokoll Fahrzeugunterlagen nennen indirektes RDKS

Wichtiger Hinweis: Die Zahlen in Fallakte A sind frei erfundene Rechen- und Vergleichswerte. Sie sind keine zulässigen Reifendruckvorgaben für ein reales Fahrzeug.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Orientierung: Welche Informationen stammen aus einem echten Drucksensor? Welche aus der Auswertung von Raddrehzahlen?

Hilfe 2 – Eingrenzung: Vergleiche die Einzelradwerte in Fall A. Prüfe in Fall B, ob ein Referenzzustand dokumentiert ist.

Hilfe 3 – Entscheidung: Trenne einen auffälligen Messwert von einer nachgewiesenen Schadensursache. Formuliere nur, welche weiteren fachlichen Prüfungen erforderlich sind. Gib keine Fahrfreigabe.


Basisaufgabe

Frage: Welches Messprinzip verwendet Fallakte A wahrscheinlich?

Musterlösung: Direktes RDKS.

Begründetes Feedback: Einzelrad-Druckwerte und Sensor-ID-Daten sprechen deutlich für eigenständige Radsensoren. Die Fahrzeugunterlagen sichern die Zuordnung ab.


Anwendungsaufgabe

Frage: Warum wäre es fachlich falsch, bei Fallakte A lediglich die Warnmeldung zurückzusetzen?

Musterlösung: Ein Modellwert weicht deutlich von den anderen ab. Ursache und tatsächlicher Zustand sind unbekannt. Eine fachliche Prüfung ist erforderlich.

Begründetes Feedback: Das Zurücksetzen einer Anzeige beseitigt weder einen möglichen Druckverlust noch einen Defekt. Ein einzelner auffälliger Befund rechtfertigt keine Aussage über die Betriebssicherheit.


Transferaufgabe

Frage: Weshalb ist bei Fallakte B eine fehlende Referenzinitialisierung relevant, während ein gleichmäßiger Druckverlust trotzdem nicht ausgeschlossen werden darf?

Musterlösung: Die indirekte Auswertung benötigt einen geeigneten Referenzzustand. Gleichmäßige Veränderungen können bei manchen indirekten Verfahren schwer erkennbar sein. Der tatsächliche Druck muss unabhängig davon fachgerecht geprüft werden.

Begründetes Feedback: Eine Initialisierung ist keine Ersatzmessung und keine automatische Fehlerbeseitigung. Ohne fachliche Prüfung ist keine abschließende Beurteilung möglich.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Hauptaufgabe erfüllt ein RDKS? (Vor relevanten Reifendruckabweichungen warnen) (!Den Reifen automatisch reparieren) (!Den Bremsdruck einstellen) (!Die Reifenprofiltiefe messen)




Was misst ein direktes RDKS? (Den tatsächlichen Reifeninnendruck) (!Nur die Raddrehzahl) (!Die Geschwindigkeit des Motors) (!Die Dicke der Bremsscheibe)




Welche Sensoren nutzt ein indirektes RDKS üblicherweise? (ABS-Raddrehzahlsensoren) (!Regensensoren) (!Lambdasonden) (!Klopfsensoren)




Was kann sich bei sinkendem Reifenfülldruck verändern? (Der wirksame Abrollradius) (!Die Anzahl der Radschrauben) (!Die Fahrzeugidentifikationsnummer) (!Die Getriebeübersetzung)




Wie übertragen typische direkte RDKS-Sensoren ihre Daten? (Über Funk) (!Über den Kraftstoffschlauch) (!Über die Bremsflüssigkeit) (!Über die Reifenlauffläche)




Wozu dient die Sensor-ID? (Zur Identifikation eines Radsensors) (!Zum Bestimmen der Reifenfarbe) (!Zum Festlegen der Reifenprofiltiefe) (!Zum Verändern des Felgendurchmessers)




Was ist vor der Referenzinitialisierung eines indirekten RDKS wichtig? (Der korrekte Reifenfülldruck nach Herstellervorgabe) (!Das Abschalten aller Warnlampen) (!Das Entfernen der Ventilkappen für die gesamte Fahrt) (!Das Löschen aller Fahrzeugdaten)




Welcher Fall ist für manche indirekten Systeme besonders schwierig? (Gleichmäßiger Druckverlust an allen Rädern) (!Ein einzelnes deutlich abweichendes Rad) (!Unterschiedliche Raddrehzahlen) (!Eine Änderung des Abrollverhaltens)




Was folgt aus einer Reifendruckwarnung? (Eine fachgerechte Klärung der Ursache) (!Eine sofortige Fahrfreigabe) (!Ein automatischer Sensoraustausch) (!Ein vollständiger Verzicht auf Druckprüfung)




Welche Quelle ist für den vorgeschriebenen Reifenfülldruck maßgeblich? (Die fahrzeugbezogene Herstellerangabe) (!Ein beliebiges Internetforum) (!Der Druckwert eines anderen Fahrzeugs) (!Der höchste auf der Reifenflanke genannte Druck)





Begründetes Quiz-Feedback

  1. Frage 1: Ein RDKS überwacht und warnt. Es repariert keinen Reifen.
  2. Frage 2: Direkte Systeme messen den physikalischen Druck im Reifen.
  3. Frage 3: Indirekte Systeme verwenden bereits vorhandene Raddrehzahlsignale.
  4. Frage 4: Der wirksame Abrollradius kann sich bei Druckverlust verändern.
  5. Frage 5: Radsensoren übermitteln ihre Informationen typischerweise drahtlos.
  6. Frage 6: Die Sensor-ID ermöglicht das Wiedererkennen beziehungsweise Zuordnen eines Sensors.
  7. Frage 7: Ein falscher Ausgangsdruck kann einen ungeeigneten Referenzzustand erzeugen.
  8. Frage 8: Gleichartige Veränderungen an allen Rädern erschweren bestimmte Vergleichsverfahren.
  9. Frage 9: Warnmeldungen verlangen eine Ursachenklärung, nicht nur eine Anzeigeänderung.
  10. Frage 10: Die Vorgaben hängen vom konkreten Fahrzeug und seiner Betriebsbedingung ab.


Memory

Finde die passenden Fachbegriffe und Bedeutungen.

Drucksensor Erfasst den tatsächlichen Reifeninnendruck
Raddrehzahlsensor Liefert Signale über die Radbewegung
Sensor-ID Identifiziert eine elektronische Sensoreinheit
Initialisierung Legt einen geeigneten Referenzzustand fest
Funkübertragung Übermittelt Sensordaten drahtlos
Herstellerdokumentation Enthält fahrzeugbezogene Vorgaben





Drag and Drop

Ordne die Begriffe dem passenden Zusammenhang zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Fachlicher Zusammenhang
Druckerfassung Direktes Messprinzip
Abrollverhalten Indirektes Messprinzip
Sensoridentifikation Elektronische Zuordnung
Referenzzustand Systeminitialisierung
Befunddokumentation Werkstattqualitätssicherung





Kreuzworträtsel

SENSOR Welches Bauteil erfasst beim direkten RDKS die physikalischen Messwerte?
FUNKSIGNAL Womit werden die Daten typischer Radsensoren drahtlos übertragen?
RADDREHZAHL Welche Größe wird beim indirekten RDKS ausgewertet?
VENTIL In welchem Bereich der Felge sitzen viele direkte RDKS-Sensoren?
REFERENZ Welchen Ausgangszustand benötigt ein indirektes Kontrollsystem?
WARNLEUCHTE Was macht eine erkannte Störung im Kombiinstrument sichtbar?





LearningApps

Weitere digitale Lernübungen zum Thema:


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein Reifendruckkontrollsystem wird kurz

genannt.
Das direkte Messprinzip erfasst den tatsächlichen

.
Viele direkte Sensoren übertragen Daten durch

.
Zur Identifikation eines Radsensors dient seine

.
Ein indirektes RDKS wertet unter anderem die

aus.
Bei Druckverlust kann sich der wirksame

verändern.
Für eine zuverlässige indirekte Auswertung ist ein geeigneter

wichtig.
Ein RDKS ersetzt keine regelmäßige

.
Für fahrzeugspezifische Verfahren gelten die Angaben des

.
Die Entscheidung über eine Fahrfreigabe trifft ausschließlich qualifiziertes

.




Offene Aufgaben

Alle Aufgaben erfolgen mit Bildern, Modellprotokollen, freigegebenen Demonstrationsbauteilen oder schriftlichen Fallakten. Keine eigenständigen Arbeiten an Kundenfahrzeugen.


Leicht

  1. RDKS-Warnsymbol: Zeichne das Warnsymbol ab und erkläre seine Bedeutung mit zwei Sätzen.
  2. Direktes RDKS: Beschrifte auf einem ausgedruckten Sensorfoto Gehäuse, Ventilanschluss und Sensoreinheit, soweit sichtbar.
  3. Indirektes RDKS: Erstelle eine kleine Skizze der Signalkette vom Reifen zum Warnsymbol.
  4. Reifendruck: Formuliere drei Gründe, weshalb ein korrekter Reifenfülldruck wichtig ist.


Standard

  1. Sensorvergleich: Gestalte ein Vergleichsposter für direkte und indirekte Reifendruckkontrollsysteme.
  2. Fehleranalyse: Untersuche die fiktive Fallakte A und erläutere den auffälligen Messwert.
  3. Kundenkommunikation: Schreibe einen kurzen Dialog zwischen einer Kundin und dem Werkstattpersonal über eine RDKS-Warnung.
  4. Lernvideo: Erstelle mit Papiermodellen eine kurze Animation zur Datenübertragung eines direkten RDKS.


Schwer

  1. Diagnoseplanung: Entwickle einen Entscheidungsbaum zur schriftlichen Einordnung von RDKS-Warnmeldungen ohne Reparatur- oder Fahrfreigabe.
  2. Systemvergleich: Analysiere, welche Risiken bei gleichmäßigem Druckverlust für indirekte Systeme entstehen können.
  3. Fachinterview: Befrage nach Absprache eine qualifizierte Fachkraft über typische RDKS-Fehlerquellen und fasse ihre Aussagen kritisch zusammen.
  4. Werkstattprojekt: Erstelle ein Schulungsplakat mit sicheren Übergabepunkten zwischen Auszubildenden und qualifiziertem Fachpersonal.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die Aufgaben mit Begründungen und nachvollziehbaren Sicherheitsgrenzen.

  1. Messprinzipien: Erkläre, weshalb zwei Fahrzeuge mit unterschiedlichen RDKS eine vergleichbare Warnmeldung anzeigen können.
  2. Fehlersuche: Ein Fahrzeug zeigt nach dem Räderwechsel eine Warnung. Entwickle zwei mögliche Erklärungen, ohne die Ursache vorschnell festzulegen.
  3. Reifendrucküberwachung: Begründe, weshalb eine Initialisierung keinen tatsächlichen Druckverlust beseitigen kann.
  4. Sensorik: Vergleiche die Folgen eines ausgefallenen Radsensors bei einem direkten System mit einer gestörten Raddrehzahlerfassung bei einem indirekten System.
  5. Qualitätssicherung: Entwickle ein Dokumentationsschema, das Kundenmeldung, Systemtyp, Herstellerunterlagen und fachlichen Prüfstatus unterscheidet.
  6. Sicherheitsbewertung: Begründe, weshalb aus unvollständigen Diagnosedaten keine Fahrfreigabe abgeleitet werden darf.

Bewertungskriterien: Fachlich richtige Zusammenhänge, begründete Schlussfolgerungen, kritischer Umgang mit Unsicherheit, sachgerechte Dokumentation und konsequente Einhaltung der Sicherheitsgrenzen.


Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis kannst Du:

  1. Das direkte und indirekte Messprinzip anhand einer Skizze korrekt erklären.
  2. Reifendrucksensor, Raddrehzahlsensor und Fahrzeuganzeige unterscheiden.
  3. Grundlegende Sensorinformationen und Warnhinweise interpretieren.
  4. Einen fiktiven RDKS-Befund verständlich dokumentieren.
  5. Grenzen der Fehlererkennung beider Verfahren erläutern.
  6. Herstellerinformationen als verbindliche Prüfgrundlage benennen.
  7. Sicherheitstechnische Entscheidungen an qualifiziertes Fachpersonal übergeben.

Mögliche Nachweisform: Lernportfolio mit Systemvergleich, beschriftetem Fachbild, bearbeitetem Ausbildungsfall und schriftlicher Reflexion.

Wichtig: Der Lernnachweis ist kein Sachkunde-, Reparatur-, Zulassungs- oder Fahrfreigabenachweis.




OERs zum Thema

Wikipedia – Reifendruckkontrollsystem


Fachlich geprüfte Informationsquellen

Die folgenden Fachquellen wurden zur Überprüfung der zentralen Aussagen über Messprinzipien, Warnfunktionen und Werkstattbesonderheiten herangezogen.

  1. ADAC: Reifendruck-Kontrollsysteme – Funktionsweisen und Warnmeldungen. Fachinformationen zu direkter und indirekter Überwachung.
  2. HELLA TECH WORLD: Reifendruckkontrollsystem – Funktionsweise und Werkstattinformationen. Technische Erklärungen und Fahrzeugbeispiele.
  3. HELLA TECH WORLD: Reifendrucksensoren programmieren und anlernen. Fachliche Begleitinformationen zum eingebetteten Prozessvideo.
  4. Continental: Reifendruckkontrollsysteme. Grundlagen des direkten und indirekten Messprinzips.
  5. ADAC: Reifendruck prüfen. Herstellerangaben und regelmäßige Druckkontrolle.

Hinweis: Die Quellen erläutern allgemeine Technik und ausgewählte Fahrzeuge. Sie ersetzen keine aktuelle Hersteller-Serviceinformation.


Medien- und Lizenznachweis

Die verwendeten Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Ihre Dateiseiten und Lizenzangaben wurden geprüft.

Bilddatei Urheber und Lizenz
Hydrargyrum – CC BY-SA 3.0
Tokino – gemeinfrei
Sinafe – CC BY-SA 4.0
Lumu – CC BY-SA 3.0
Lumu – CC BY-SA 3.0
Jzest – CC BY-SA 3.0
WillisMoon – CC BY 4.0
Hans Haase – CC BY-SA 4.0
Infestor – CC BY-SA 4.0

Lizenzen: CC BY 4.0 und CC BY-SA 4.0 beziehungsweise CC BY-SA 3.0.

Die Bilder sind unverändert eingebunden. Dateiseiten auf Wikimedia Commons enthalten die jeweiligen vollständigen Quellen-, Urheber- und Lizenzinformationen. Bei einer Weiterbearbeitung sind die konkreten Lizenzbedingungen zu beachten.

Videoquellen:

  1. TÜ TAUNUS – RDKS: Was ist das?
  2. HELLA TECH WORLD – RDKS-Programmierung und Anlernen

Die Videos werden über YouTube eingebettet. Sie werden damit nicht als frei lizenzierte OER ausgewiesen. Rechte an den Videos verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Vor einer Weiterverwendung außerhalb der Einbettung ist eine entsprechende Erlaubnis oder Lizenz erforderlich.


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