Prüfungswerkstatt Metall und Mechatronik – Einen mechatronischen Störfall strukturiert lösen
Prüfungswerkstatt Metall und Mechatronik – Einen mechatronischen Störfall strukturiert lösen
QR-Code
Einleitung
Prüfungswerkstatt Metall und Mechatronik – Einen mechatronischen Störfall strukturiert lösen
Zielgruppe: Ausbildung in Mechatronik, Industriemechanik und verwandten Metallberufen.
Lernzeit: etwa 70 Minuten plus eigene Projektarbeit.
Kurzbeschreibung: Befund, Hypothese und Gegenprüfung: Du untersuchst einen ausgefallenen Werkstückstopper, wertest Messdaten aus und begründest Deine Fehlerdiagnose. Deine Ergebnisse sammelst Du in einem fortlaufenden Projektdossier D0–D6.
Wichtig: Station, Schaltzeichen-Zuordnung, Messwerte, Reparatur und Prüfzeiten sind fiktive Übungsdaten. Bilder zeigen ähnliche Bauteile, nicht die erfundene Anlage. Du arbeitest mit Papier, lokalen Dateien oder einer Offline-Simulation. Kein Upload und kein externer KI-Dienst sind erforderlich.

Bildimpuls: Pneumatikzylinder mit Sensoren. Wo könnte eine Störung entstehen?
Lernpfad und Projektdossier
| Lerneinheit | Zeit | Deine Dossierseite |
|---|---|---|
| Sicherheit und Auftrag | 8 min | D0 Freigabe und Gefahren |
| Anlage lesen und skizzieren | 10 min | D1 Wirk- und Signalweg |
| Befund festhalten | 8 min | D2 Soll/Ist |
| Hypothesen planen | 8 min | D3 Prüftabelle |
| Prüfdaten und Gegenprüfung | 12 min | D4–D5 Daten und Urteil |
| Lokal simulieren | 10 min | D5 Simulationsvergleich |
| Eigenständig abgeben | 10 min | D6 Begründung und Reflexion |
Dossier-Vorlage: Notiere auf jeder Seite Beobachtung – Beleg – Schluss – offene Frage. Trenne gemessene Werte von Vermutungen. Skizziere selbst und speichere Simulationen ausschließlich lokal. Bei fehlender Software genügt eine Zustands- und Wahrheitstabelle auf Papier.
Lerneinheit 1: Auftrag und Sicherheit
Auftrag: Eine Montagestation soll ein Metallwerkstück mit dem pneumatischen Stopper Z1 positionieren. Nach einem Startsignal bleibt Z1 eingefahren. Die SPS zeigt dennoch einen aktiven Ausgang Q0.2.
Stopp vor jedem Eingriff: Gefährliche Bewegungen verhindern; elektrische Energiequellen freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern und die Spannungsfreiheit fachgerecht feststellen lassen. Druckluft trennen, gespeicherte Druckenergie vollständig abbauen und die Druckfreiheit prüfen. Nur autorisierte Fachkräfte arbeiten nach Betriebsanweisung an echten Anlagen. Keine Schutzfunktion überbrücken und keine Leitungen probeweise unter Spannung lösen! An dieser Station sind Spannungswerte ausschließlich bereitgestellte Übungsdaten; reale Messungen wären nur an freigegebenen didaktischen Messpunkten unter fachlicher Aufsicht zulässig.
D0-Auftrag: Kennzeichne Quetschstelle, unerwarteten Anlauf, elektrische Energie und Druckluft-Restenergie in Deiner Sicherheitsskizze.
Geprüfte Fachquellen: DGUV/IFA: Sicherer Umgang mit pneumatischen Anlagen und BG ETEM: Fünf Sicherheitsregeln.
Lerneinheit 2: System verstehen und skizzieren
Ausbildungsanlage im Modell: Ein induktiver Sensor B1 erkennt das Metallwerkstück am SPS-Eingang I0.1. Wenn die weiteren, hier als erfüllt angenommenen Freigabebedingungen vorliegen, setzt die SPS ihren Ausgang Q0.2. Über Leitung W7 und Stecker X2 wird die 24-V-Gleichstrom-Spule Y1 eines monostabilen 5/2-Wegeventils angesteuert. Im festgelegten Modell fährt dadurch der doppeltwirkende Zylinder Z1 aus. Ohne Ansteuerung bringt die Ventilfeder das Ventil zurück; Z1 fährt ein. Die Druckluftversorgung ist auf 6,0 bar eingestellt.
| Elektrische Signalkette | Pneumatische Wirkung |
|---|---|
| B1 → I0.1 → SPS Q0.2 → W7 → X2 → Y1 → 0 V | Druckregler → 5/2-Ventil → Z1 |
| Q0.2 = ein, Y1 erhält 24 V | Z1 fährt aus |
| Q0.2 = aus, Ventil fällt zurück | Z1 fährt ein |

Bild: Beispiel eines induktiven Sensors.

Bild: Beispiel einer Kleinsteuerung; die Modell-SPS ist herstellerneutral.

Schaltzeichen: doppeltwirkender Zylinder.

Bild: Beispiel eines 5/2-Magnetventil-Schaltbildes; Anschlusslage im eigenen Plan prüfen.

Bauteilfoto: 5/2-Wege-Magnetventil.
Videoimpuls: Monostabile und bistabile 5/2-Wegeventile unterscheiden.
D1-Auftrag: Zeichne den Strompfad zu Y1 und den Luftweg zu Z1 mit allen Kennzeichnungen. Markiere die Grenze zwischen Signal und mechanischer Bewegung.
Lerneinheit 3: Den Befund vom Verdacht trennen

Animation: Prinzip eines doppeltwirkenden Zylinders.
| Zustand | Soll | Ist im fiktiven Störfall |
|---|---|---|
| Werkstück an B1 | I0.1 = 1 | I0.1 = 1 |
| Freigabe aktiv | Q0.2 = 1 | Q0.2 = 1 |
| Zylindermeldung | Z1 fährt aus | Z1 bleibt eingefahren |
| Druckanzeige | 6,0 bar | 6,0 bar |
Befund: „Q0.2 ist aktiv, Z1 bewegt sich nicht.“ Keine Beobachtung, sondern eine Hypothese: „Das Ventil ist kaputt.“
D2-Auftrag: Verfasse zwei beobachtbare Sätze und einen getrennten Verdacht. Erkläre, weshalb die Anzeige Q0.2 = 1 noch keine Spannung an der Spule beweist.
Lerneinheit 4: Hypothesen und trennende Prüfungen

Messgerät-Symbolbild; Messhandlungen werden hier nicht praktisch ausgeführt.
| Hypothese | Trennender Befund | Wie könnte man sie widerlegen? |
|---|---|---|
| H-A: SPS-Ausgang liefert keine Spannung | Spannung am Ausgang Q0.2 | Bei korrekt anstehender Ausgangsspannung wird H-A unwahrscheinlich. |
| H-B: Leitung W7 ist unterbrochen | Ausgangsspannung vorhanden, an Y1 fehlt sie; W7 getrennt und spannungsfrei ohne Durchgang | Durchgängige, intakte Leitung würde H-B widerlegen. |
| H-C: Spule Y1 ist unterbrochen | Widerstand der isolierten Spule außerhalb des Beispiel-Sollbereichs | Spulenwert im Beispielbereich schwächt H-C deutlich. |
| H-D: Pneumatische Versorgung fehlt | Druck am vorgesehenen Manometer | 6,0 bar am Versorgungsmesspunkt widersprechen einem vollständigen Versorgungsverlust, schließen aber lokale Fehler nicht vollständig aus. |
D3-Auftrag: Sortiere die vier Hypothesen nach Prüfbarkeit. Begründe, welcher Befund nur eine Vermutung schwächt und welcher eine Unterbrechung unmittelbar nachweist.
Lerneinheit 5: Prüfdaten, Diagnose, Gegenprüfung
Datenkarte A – nur fiktive Messprotokolle. Die Lehrkraft hat die Diagnosedaten sicher bereitgestellt. Für Widerstands- und Durchgangswerte waren Leitung und Spule vollständig spannungsfrei und jeweils an den Messenden getrennt.
| Messpunkt / Prüfkriterium | Fiktiver Wert | Einordnung |
|---|---|---|
| SPS-Ausgang Q0.2 gegen 0 V bei Freigabe | 24,0 V | Ausgabe vorhanden |
| Spannung direkt an Y1 bei Freigabe | 0,2 V | Für Betätigung im Modell nicht ausreichend |
| Leitungsprüfung W7, beidseitig abgeklemmt | kein Durchgang | Unterbrechung nachgewiesen |
| Isolierte Magnetspule Y1 | 120 Ω | Innerhalb des fiktiven Spulen-Sollbereichs 110–130 Ω |
| Manometer vor dem Ventil | 6,0 bar | Versorgung dort vorhanden |

Vergleichsfoto: 24-V-Magnetspule eines Pneumatikventils.
Diagnose: Die Werte stützen H-B (Leitungsunterbrechung W7). Ein zusätzlicher fiktiver Sichtbefund zeigt eine beschädigte Ader am Metall-Haltewinkel. Die Messung beweist den Leitungsbruch, nicht allein die genaue Entstehungsursache.
Datenkarte B – fiktive fachgerechte Instandsetzung: Autorisierte Fachkräfte ersetzen W7 nach Vorgaben, prüfen Verlegung/Kantenschutz und stellen die Betriebssicherheit wieder her. Nach kontrollierter Wiederinbetriebnahme zeigt der Messpunkt an Y1 24,0 V. Z1 fährt in fünf beobachteten Testzyklen aus und ein; der Versorgungsdruck bleibt bei 6,0 bar. Das ist ein Übungsnachweis, keine generelle Maschinenfreigabe.
D4-Auftrag: Übertrage die fünf Werte mit Einheit, Messzustand und Herkunft „Simulation/Falldaten“. D5-Auftrag: Verknüpfe H-B → Prüfbefund → Maßnahme → unabhängige Funktionskontrolle in vier Sätzen. Nenne eine verbleibende Unsicherheit.
Lerneinheit 6: Offline-Simulation und Transfer
Baue lokal oder auf Papier zwei Zustände: „W7 intakt“ und „W7 unterbrochen“. Ändere nur diese eine Variable; Eingänge, Freigabe und Druck bleiben gleich. Simuliere die 5/2-Ventilfunktion mit einem doppeltwirkenden Zylinder. Programme wie FluidSIM können an einer vorhandenen Schullizenz offline genutzt werden; alternativ reicht folgende Tabelle.
| Zustand | Q0.2 | Spannung Y1 | Beobachtung Z1 |
|---|---|---|---|
| W7 intakt | 1 | 24 V | fährt aus |
| W7 offen | 1 | nahezu 0 V | bleibt eingefahren |
| W7 fachgerecht ersetzt | 1 | 24 V | fährt wieder aus |
Videobeispiel: Elektropneumatische Schaltung eines doppeltwirkenden Zylinders in FluidSIM. Die konkrete W7-Störung ist Deine eigene Modellergänzung.
Mini-Transfer: Bei einem zweiten fiktiven Fehler zeigt Q0.2 = 0 trotz vorhandenem Werkstück. Untersuche zuerst Freigabebedingungen und Eingangssignale, statt W7 ungeprüft erneut auszutauschen.
D5-Ergänzung: Füge zwei selbst erstellte Schaltskizzen oder lokal gespeicherte Simulationsergebnisse und einen Vergleichssatz ein. Keine Dateien auf externe Plattformen laden.
Lerneinheit 7: Eigene Abgabe und gestufte Hilfen
D6: Deine eigenständige Prüfungsabgabe ist eine lokale Dossiermappe mit Systemskizze, Soll/Ist-Befund, Hypothesentabelle, fiktiven Prüfdaten, Simulation, begründeter Diagnose, Sicherheitsbetrachtung und Gegenprüfung. Kennzeichne Unsicherheiten. Eigene Schlussfolgerungen zählen mehr als eine bloße Teileliste.
| Hilfestufe | Denkanstoß |
|---|---|
| Hilfe 1 – Impuls | Was wurde beobachtet und was ist nur vermutet? |
| Hilfe 2 – Messstrategie | Vergleiche Q0.2, den Anschluss an Y1 und die isolierte Leitung W7. |
| Hilfe 3 – Deutung | 24 V am Ausgang, fast 0 V an Y1 und kein Durchgang von W7 passen zur Leitungsunterbrechung. |
Selbstfeedback: Deine Lösung ist belastbar, wenn Du Alternativen anhand von Daten ausschließt und die Funktion nach der Maßnahme unabhängig prüfst. Nur „Ventil getauscht, geht wieder“ ist nicht ausreichend, weil Ursache und Wirksamkeit unbelegt bleiben.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aussage ist ein Befund und keine Ursachenhypothese? (Der Zylinder bleibt eingefahren) (!Die Leitung W7 ist sicher defekt) (!Die Magnetspule ist kaputt) (!Der Ventilschieber klemmt)
Was erkennt B1 in der beschriebenen Station? (Das Metallwerkstück) (!Den Leitungswiderstand) (!Den Netzdruck) (!Die Ventiltemperatur)
Welche Funktion hat Q0.2 im Modell? (Es steuert die Ventilspule an) (!Es stellt den Druck ein) (!Es ist der Zylinderkolben) (!Es misst die Druckluftfeuchte)
Wann soll Z1 im beschriebenen Normalablauf ausfahren? (Wenn Y1 mit 24 Volt versorgt wird) (!Wenn W7 absichtlich geöffnet wird) (!Wenn die Druckluft getrennt ist) (!Wenn Q0.2 ohne Freigabe abgeschaltet ist)
Welcher fiktive Messwert liegt am aktiven SPS-Ausgang Q0.2 an? (24,0 Volt) (!0,2 Volt) (!120 Ohm) (!6,0 bar)
Welche Spannung wurde im Fehlerzustand direkt an Y1 festgestellt? (0,2 Volt) (!24,0 Volt) (!120 Volt) (!6,0 Volt)
Was ergibt die Prüfung der freigeschalteten und abgetrennten Leitung W7? (Keinen Durchgang) (!Den korrekten Druck) (!Eine laufende Zylinderbewegung) (!Eine sichere SPS-Freigabe)
Welche Hypothese wird durch die vollständige Datenkarte am stärksten gestützt? (Unterbrechung der Leitung W7) (!Fehlende Druckluftversorgung) (!Ausfall des SPS-Ausgangs) (!Ein durchgebrannter Sensor B1)
Was gilt vor einer Widerstandsmessung an Leitungen oder Spulen? (Spannungsfreiheit fachgerecht herstellen und prüfen) (!Nur die Starttaste loslassen) (!Die Anlage schneller laufen lassen) (!Eine Schutzeinrichtung überbrücken)
Welche Gegenprüfung ist nach der fachgerechten Reparatur besonders aussagekräftig? (Spannung an Y1 und wiederholte sichere Zylinderbewegung prüfen) (!Nur den Defekt im Bericht behaupten) (!Die SPS ohne Test neu starten) (!Die Leitung ohne Freigabe überbrücken)
Memory
| Befund | dokumentierter Istzustand |
| Hypothese | überprüfbare Ursache |
| Gegenprüfung | unabhängige Funktionskontrolle |
| Eingang I0.1 | Sensorsignal der Steuerung |
| Ausgang Q0.2 | Steuerbefehl an den Aktor |
| Magnetspule Y1 | elektrische Ventilbetätigung |
| Leitung W7 | Übertragungsweg zur Spule |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Diagnosehandlung |
|---|---|
| Sicherungsphase | Energien beherrschen |
| Beobachtungsphase | Sollzustand und Istzustand vergleichen |
| Vermutungsphase | Prüfbare Ursachen formulieren |
| Messphase | Hypothesen mit Daten abgleichen |
| Abnahmephase | Funktion unabhängig bestätigen |
Kreuzworträtsel
| Pneumatik | Welche Technik bewegt den Zylinder mit Druckluft? |
| Sensor | Welches Bauteil erkennt das Metallwerkstück? |
| Magnetspule | Welches Bauteil betätigt das Wegeventil elektrisch? |
| Leitungsbruch | Welcher Fehler ist bei W7 im Fall nachgewiesen? |
| Befund | Wie heißt eine nachweisbare Beobachtung? |
| Gegenprobe | Wie nennt man eine unabhängige Bestätigungsprüfung? |
LearningApps
Freiwillige Themensuche auf einer externen Lernplattform; keine bestimmte App wird zugesichert. Keine persönlichen Daten oder Projektdossiers übermitteln.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Sicherheitsbild: Markiere vier mögliche Gefahren am Arbeitsplatz und beschreibe je eine Schutzmaßnahme für D0.
- Signalweg-Skizze: Zeichne B1, I0.1, Q0.2, W7, X2, Y1 und Z1 mit Pfeilen in D1.
- Befundkarte: Formuliere für D2 drei Ist-Aussagen ohne vorschnelle Ursachenzuschreibung.
- Messwertkarte: Übertrage die vorgegebenen Übungswerte mit Einheiten und Kennzeichnung „fiktiv“ in D4.
Standard
- Hypothesenvergleich: Stelle zu drei möglichen Ursachen je eine passende trennende Gegenmessung in D3 dar.
- Zustandsvergleich: Simuliere „W7 intakt“ und „W7 offen“ lokal oder auf Papier und begründe die Änderung bei Z1.
- Spulenmodell: Berechne für das fiktive Modell mit 24 Volt und 120 Ohm den idealisierten stationären Strom und erkläre die Modellgrenze.
- Prüfbericht: Begründe anhand der Datenkarten, weshalb der reine Austausch des Ventils keine ausreichende Diagnose wäre.
Schwer
- Alternativfall: Entwickle einen zweiten fiktiven Störfall mit Q0.2 = 0 und erläutere eine neue Prüfreihenfolge.
- Ursachenanalyse: Unterscheide sicher nachgewiesenen Leitungsbruch und nur vermutete mechanische Schadensentstehung.
- Prüfvideo oder Bildserie: Entwirf eine lokale, selbst erstellte Erklärung der Simulation ohne reale Gefahrensituation und ohne Upload.
- Fachgespräch: Verteidige D0–D6, diskutiere Gegenargumente und nenne die Grenzen von fünf Testzyklen.


Begründetes Feedback zu Basis, Anwendung und Transfer
| Niveau | Woran Du eine starke Lösung erkennst | Begründete Rückmeldung |
|---|---|---|
| Basis | Kennzeichen, Soll/Ist und Messwerte stimmen überein. | Gut: „Q0.2 zeigt 1, Z1 bleibt eingefahren.“ Das sind überprüfbare Angaben. Überarbeiten: „Die Spule ist defekt“ gehört zunächst zu den Hypothesen, nicht in den Befund. |
| Anwendung | Der Messplan trennt H-A bis H-D; W7 ohne Durchgang wird als zentraler Beleg verwendet. | Gut: Ausgang 24 Volt, Spule nahezu 0 Volt, intakte Spule und offene W7 stützen die Leitungsunterbrechung. Überarbeiten: Ein leuchtender SPS-Ausgang allein belegt keine funktionsfähige Leitung. |
| Transfer | Der neue Fall führt zu einer neuen Hypothese; Diagnose und Freigabe werden getrennt. | Gut: Bei Q0.2 = 0 prüfst Du erst Eingänge und Bedingungen. Fünf erfolgreiche Fahrten belegen eine begrenzte Übungs-Gegenprobe, nicht die vollständige Sicherheit einer Produktionsanlage. |
Lernkontrolle
- Ursache und Wirkung: Erkläre, warum eine aktivierte SPS-Anzeige mit einer ausgebliebenen Zylinderbewegung vereinbar ist.
- Priorisierung: Entscheide bei begrenzter Zeit, welche drei Prüfungen die Hypothesen am besten trennen, und begründe ihre Reihenfolge.
- Sicherheitsentscheidung: Begründe, weshalb ein erfolgreicher Funktionstest das vorherige Sichern und Drucklosmachen nicht ersetzt.
- Gegenargument: Entwerfe ein Messergebnis, das Deine bevorzugte Leitungsbruch-Hypothese widerlegen würde.
- Modellkritik: Nenne zwei Unterschiede zwischen der Offline-Simulation und einer echten elektropneumatischen Anlage.
- Transfer: Entwickle für einen sporadischen Fehler einen dokumentierbaren Beobachtungs- und Prüfplan ohne unzulässige Eingriffe.
Lernnachweis
Deine eigenständige Dossier-Abgabe D0–D6 enthält:
- D0: Sicherheitsbetrachtung und Grenzen der eigenen Handlungskompetenz.
- D1: lesbare Signal- und Pneumatikskizze mit Bauteilkennungen.
- D2: Soll/Ist-Befund ohne unbelegte Ursachenaussage.
- D3: mehrere prüfbare Hypothesen samt möglicher Widerlegung.
- D4: vollständig gekennzeichnete fiktive Prüfdaten mit Einheiten.
- D5: lokale Skizze oder Simulation sowie unabhängig begründete Gegenprüfung.
- D6: eigenes Urteil, Alternativen, Unsicherheiten und Reflexion.
Orientierungsraster (fiktive Kursbewertung): Sicherheit 20 %, Systemverständnis 15 %, Befund und Daten 20 %, Hypothesenprüfung 20 %, Gegenprüfung 15 %, Begründung und Reflexion 10 %. Keine Abgabe an externe Dienste erforderlich. Die echte Freigabe einer Anlage bleibt den zuständigen Fachkräften und betrieblichen Vorgaben vorbehalten.
OERs zum Thema
Nachgeprüfte Fachinformationen:
- Festo: Pneumatische Zylinder und doppeltwirkende Bauweise – technische Grundlagen.
- Wikipedia: Elektropneumatische Steuerung – Verbindung von elektrischer Steuerung und Pneumatik.
- DGUV/IFA: Sicherer Umgang mit pneumatischen Anlagen – Instandhaltung und Restenergie.
- BG ETEM: Fünf Sicherheitsregeln – elektrische Sicherheit.
Mediennachweis und Rechte (Dateiseiten von Wikimedia Commons, jeweils unverändert eingebunden):
- Pneumatic cylinder 2172.jpg – Mixabest, CC BY-SA 3.0.
- Inductive proximity sensor.jpg – Ekbsensor, CC BY-SA 4.0.
- Siemens sps logo 8 12-24 RCE-03.jpg – MakeMagazinDE, CC BY-SA 4.0.
- Double acting cylinder symbol.svg – Marton Kiss-Albert, CC BY 3.0.
- 5 2 solenoid valve example.svg – Qscgy256, CC BY-SA 4.0.
- Herion Magnetventi 5-2 Wege-(26360 00)a.jpg – ADwarf, CC BY-SA 3.0.
- Doppelwirkender Zylinder Funktionsprinziep hochkant.gif – RainerB., CC0 1.0.
- Handheld DMM.svg – Inductiveload, Public Domain.
- Solenoid coil of a pneumatic valve.jpg – Sarah Adrita, CC BY-SA 4.0.
Videos: 5/2-Wegeventile in SPS-Steuerungen (ronnie) und Doppeltwirkender Zylinder in FluidSIM (EduVision – Technical Education). Hinweis: YouTube-Videos sind keine automatisch frei lizenzierten OER. Hier werden nur verifizierte Originalseiten eingebettet; keine Vervielfältigung oder Neuveröffentlichung. Externe Medien sind freiwillige Ergänzungen, kein Bestandteil der lokalen Abgabe. Lizenzbedingungen bei Weiterverwendung auf den verlinkten Commons-Dateiseiten beachten.
Da für diesen konkreten fiktiven Prüfungsfall kein Wikipedia-Artikel existiert, zeigt das iFrame den thematisch passenden Grundlagenartikel.
Verknüpfte Lernbereiche
aiMOOC-Projekte
Schulfach+


aiMOOCs


aiMOOC Projekte


MOOCwiki · Deutsch
Nach dem Lernen ist vor dem Lernen
Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.
Zur MOOCwiki-HauptseiteMediathek
Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...
Keine passenden Inhalte gefunden. Bitte ändere Suche oder Filter.
NEWSLernweltNOAH fragen