Prüfungswerkstatt Kfz Elektro SHK IT und Handel – Elektrotechnische Prüfungsaufgaben nachvollziehbar rechnen
Prüfungswerkstatt Kfz Elektro SHK IT und Handel – Elektrotechnische Prüfungsaufgaben nachvollziehbar rechnen
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Einleitung
Prüfungswerkstatt Kfz Elektro SHK IT und Handel – Elektrotechnische Prüfungsaufgaben nachvollziehbar rechnen
Kurzbeschreibung: Schaltungen, elektrische Leistung und Einheiten verstehen, berechnen und prüfen. Du bearbeitest einen durchgehenden Ausbildungsfall und erstellst ein eigenes Projektdossier mit Schaltskizzen, Simulationen, fiktiven Prüfdaten und einer begründeten Abschlussentscheidung.
Zielgruppe: Berufliche Ausbildung in Kfz-Mechatronik, Elektrotechnik, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (SHK), Informationstechnik (IT) und Handel.
Niveau: Ausbildungsbeginn bis Prüfungsvorbereitung.
Zeitbedarf: Sieben Lernstationen zu je etwa 8–12 Minuten sowie eine individuelle Projektabgabe.
Dein Lernziel: Du kannst einen einfachen Gleichstromkreis erklären, Ströme, Widerstände, Leistung und Energie korrekt berechnen, Einheiten umwandeln und Ergebnisse kritisch bewerten.

Bildimpuls: Vergleiche die Reihen- und Parallelschaltung. Welche Anordnung passt zu zwei unabhängig betriebenen Prüfmodulen?
Dein Lernweg:
| Abschnitt | Deine Tätigkeit | Projektdossier |
|---|---|---|
| Verstehen | Schaltungen und elektrische Größen erkunden | Schaltskizze und Symbolübersicht |
| Berechnen | Formeln und Einheiten anwenden | Nachvollziehbare Rechenwege |
| Simulieren | Modellschaltung überprüfen | Simulationsprotokoll |
| Auswerten | Fiktive Prüfdaten vergleichen | Prüfprotokoll |
| Übertragen | Einen Ausbildungsfall verändern | Begründete eigene Abgabe |
Wichtig: Sämtliche Projektdaten sind ausdrücklich fiktiv. Die Aufgaben sind Rechen-, Zeichen- und Simulationsaufgaben. Eine praktische elektrische Prüfung wird damit weder durchgeführt noch ersetzt. Du musst keine Dateien hochladen und keine externe KI verwenden.
Dein Ausbildungsfall: Das 12-V-Prüfboard
Eine Ausbildungswerkstatt soll ein mobiles Demonstrations- und Prüfboard beurteilen. Zwei idealisierte ohmsche Lastmodule werden an einer Gleichspannungsquelle parallel betrieben.
Das Board dient als gemeinsames Lernmodell für fünf Berufsfelder. Es ist keine fertige Schaltung zur Verwendung an einem Fahrzeug oder einer realen Anlage.
Der fiktive Arbeitsauftrag
Auftrag: Prüfe rechnerisch, welche Ströme und Leistungen beim Betrieb entstehen. Vergleiche danach simulierte Prüfdaten mit den Sollwerten. Begründe, ob die Zahlen plausibel sind und welche Informationen für eine tatsächliche Freigabe noch fehlen.
| Größe | Vorgabe |
|---|---|
| Spannungsquelle | 12 V Gleichspannung, idealisiert |
| Lastmodul A | 24 Ω, ohmsches Modell |
| Lastmodul B | 48 Ω, ohmsches Modell |
| Schaltungsart | Parallelschaltung |
| Nutzungsdauer | 4 Stunden täglich |
| Betrachtungszeitraum | 30 Tage |
| Fiktiver Energiepreis | 0,30 € je kWh |
| Fiktive Bewertungstoleranz | ±5 % für den Vergleich von errechnetem und protokolliertem Gesamtstrom |
Modellannahmen: Die Spannungsquelle hält ihre Spannung konstant. Die Widerstände sind temperaturunabhängig. Leitungswiderstände, Verluste und Einschaltströme werden zunächst vernachlässigt.
Deine erste Schaltskizze
+12 V o---Schalter---+---[ R_A 24 Ω ]---+---o 0 V
| |
+---[ R_B 48 Ω ]---+
Aufgabe: Zeichne diese Schaltung in Dein Projektdossier. Kennzeichne die gemeinsame Spannung U, die beiden Teilströme I_A und I_B sowie den Gesamtstrom I_ges.
Sicherheitsgrenze: Arbeite im Kurs ausschließlich mit Papier oder Simulation. Auch bei 12 V können hohe Kurzschlussströme und heiße Bauteile gefährlich sein. Reale Messungen, Fahrzeuganschlüsse, Netzspannungen und die Auswahl geeigneter Schutzmaßnahmen gehören unter fachkundige Aufsicht und in eine gesonderte Gefährdungsbeurteilung. Beachte die Fünf Sicherheitsregeln und die DGUV Information 203-001.
Lernstation 1: Elektrische Größen erkennen
Dauer: etwa 8 Minuten
Die vier Grundgrößen erscheinen in fast jeder elektrotechnischen Prüfungsaufgabe.
| Größe | Zeichen | Einheit | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Elektrische Spannung | U | Volt (V) | Potenzialdifferenz |
| Elektrische Stromstärke | I | Ampere (A) | Elektrischer Ladungsfluss je Zeit |
| Elektrischer Widerstand | R | Ohm (Ω) | Verhältnis von Spannung zu Stromstärke |
| Elektrische Leistung | P | Watt (W) | Umgesetzte Energie je Zeit |

Merksatz: Für einen ohmschen Widerstand mit konstantem Widerstandswert gilt U = R · I.
Video: VERBUND – Strom verstehen leicht gemacht! Ampere, Volt und Watt erklärt.
Basisaufgabe: Übertrage die vier Größen mit Zeichen und Einheiten in Dein Dossier. Erkläre anschließend mit eigenen Worten, weshalb Ampere und Watt nicht dasselbe bedeuten.
Begründetes Feedback: Ampere gibt die Stromstärke an. Watt beschreibt die Leistung. Derselbe Strom kann bei verschiedenen Spannungen unterschiedliche Leistungen ergeben, weil bei Gleichstrom P = U · I gilt.
Lernstation 2: Schaltungen verstehen
Dauer: etwa 10 Minuten
Reihenschaltung

Bei der Reihenschaltung gibt es nur einen Strompfad.
Regeln für ideale ohmsche Widerstände:
Die Teilspannungen addieren sich zur Gesamtspannung.
Beispiel: 24 Ω + 48 Ω = 72 Ω.
Bei 12 V fließen durch diese Reihenschaltung rund 0,167 A.
Parallelschaltung

Bei der Parallelschaltung liegen die Widerstände an denselben beiden Knoten.
Regeln:
Für genau zwei Widerstände:
Video: ingenieurkurse – Parallelschaltung von Widerständen berechnen.
Anwendungsaufgabe: Berechne den Ersatzwiderstand des Prüfboards. Begründe danach, weshalb das Board keine Reihenschaltung ist.
Gestufte Hilfen:
| Stufe | Hinweis |
|---|---|
| Hilfe 1 | Beide Lastmodule haben dieselbe Spannung. |
| Hilfe 2 | Für zwei parallele Widerstände gilt R_ges = R_A · R_B / (R_A + R_B). |
| Hilfe 3 | Setze 24 Ω · 48 Ω / 72 Ω ein. |
Begründetes Feedback: Der Ersatzwiderstand ist 16 Ω. Das Ergebnis muss kleiner als der kleinste Einzelwiderstand sein, da ein weiterer paralleler Strompfad hinzukommt. 72 Ω wäre das Ergebnis einer Reihenschaltung und hier deshalb falsch.
Dossiereintrag 2: Schaltskizze, begründete Schaltungsart, Ersatzwiderstand.
Lernstation 3: Mit dem ohmschen Gesetz rechnen
Dauer: etwa 10 Minuten

Für konstante ohmsche Widerstände gelten drei zusammengehörige Formeln:
Rechenmethode für Deine Prüfung:
- Gegeben: Schreibe Zahlen und Einheiten auf.
- Gesucht: Benenne die unbekannte Größe.
- Formel: Wähle die passende Beziehung.
- Einsetzen: Rechne mit den richtigen Einheiten.
- Prüfen: Ist das Ergebnis plausibel?
Video: Attractor – Strom, Spannung, Widerstand und das Ohmsche Gesetz.
Beispiel: Strom in Lastmodul A
Gegeben: U = 12 V; R_A = 24 Ω.
Gesucht: I_A.
Jetzt rechnest Du
Basisaufgabe: Berechne I_B für 48 Ω.
Anwendungsaufgabe: Berechne I_ges aus beiden Teilströmen und kontrolliere mit R_ges.
Transferaufgabe: Erkläre, weshalb sich bei einem ohmschen Widerstand der Strom verdoppelt, wenn die Spannung verdoppelt wird.
Hilfen:
| Stufe | Unterstützung |
|---|---|
| Hilfe 1 | In der Parallelschaltung liegt an jedem Zweig dieselbe Spannung. |
| Hilfe 2 | Berechne I_B = U / R_B. |
| Hilfe 3 | I_ges = 12 V / 24 Ω + 12 V / 48 Ω. |
Begründetes Feedback: I_B = 0,25 A. Insgesamt fließen 0,75 A. Die Kontrollrechnung 12 V / 16 Ω liefert ebenfalls 0,75 A. Zwei unabhängige Rechenwege bestätigen das Ergebnis. Bei konstantem R ist I proportional zu U.
Dossiereintrag 3: Drei Rechenwege mit Formel, Einsetzen, Ergebnis und Einheit.
Lernstation 4: Elektrische Leistung bestimmen
Dauer: etwa 10 Minuten
Die Elektrische Leistung gibt an, wie schnell elektrische Energie umgesetzt wird.
Für Gleichstrom gilt:
Für einen ohmschen Widerstand zusätzlich:
Video: #Sogeht by Sven Stemmler – Ohmsches Gesetz und Leistungsberechnung.
Berechnung für das Prüfboard
| Last | Berechnung | Leistung |
|---|---|---|
| Modul A | 12 V · 0,5 A | 6 W |
| Modul B | 12 V · 0,25 A | 3 W |
| Gesamt | 12 V · 0,75 A | 9 W |
Kontrolle: 6 W + 3 W = 9 W.
Anwendungsaufgabe: Kontrolliere die Leistung von Modul A mit P = U² / R.
Begründetes Feedback: 12² / 24 = 6 W. Damit stimmen zwei unterschiedliche Formeln überein. Eine Angabe von 6 A statt 6 W wäre falsch, da Ampere Stromstärke und nicht Leistung beschreibt.
Wichtige Praxisgrenze: Ein realer Widerstand setzt die aufgenommene elektrische Leistung überwiegend in Wärme um. Aus 6 W berechneter Verlustleistung folgt noch keine Freigabe eines realen Bauteils. Die thermische Belastbarkeit, Kühlung und Sicherheitsreserven müssen gesondert geprüft werden.

Bildimpuls: Mit Farbringen kann der nominelle Widerstandswert bestimmter Bauteile gekennzeichnet werden. Ihre zulässige Verlustleistung lässt sich daraus allein nicht bestimmen.
Dossiereintrag 4: Leistungstabelle und Erklärung der Wärmeentwicklung.
Lernstation 5: Einheiten, Energie und Kosten
Dauer: etwa 10 Minuten
Einheiten sicher umrechnen
| Ausgangswert | Umrechnung |
|---|---|
| 1 A | 1000 mA |
| 750 mA | 0,75 A |
| 1 kW | 1000 W |
| 9 W | 0,009 kW |
| 1 kWh | 1000 Wh |
| 1 Wh | 3600 J |
| 30 Minuten | 0,5 Stunden |
Unterscheide: Watt beschreibt Leistung. Wattstunden beschreiben Energie. Die Energie bei konstanter Leistung berechnest Du mit:
Das Prüfboard im Monatsbetrieb
Täglich:
9 W · 4 h = 36 Wh = 0,036 kWh.
In 30 Tagen:
0,036 kWh · 30 = 1,08 kWh.
Fiktive Energiekosten:
1,08 kWh · 0,30 €/kWh = 0,324 €.
Das entspricht auf Cent gerundet 0,32 €.
Hinweis: Diese Energiebilanz bezieht sich nur auf die idealisierten Lastmodule. Verluste eines realen Netzgeräts sind nicht enthalten.
Video: Robin TV – Watt, Volt, Ampere einfach erklärt. Bezug zu Elektromobilität und Energieeinheiten.
Basisaufgabe: Rechne 0,75 A in mA und 9 W in kW um.
Transferaufgabe: Berechne die Energie für acht tägliche Betriebsstunden über 30 Tage.
Begründetes Feedback: 0,75 A entsprechen 750 mA; 9 W entsprechen 0,009 kW. Bei doppelter täglicher Betriebsdauer verdoppelt sich bei unveränderter Leistung die Energie auf 2,16 kWh. Die Leistung selbst bleibt gleich.
Dossiereintrag 5: Einheitentabelle, Energie- und Kostenberechnung.
Lernstation 6: Simulation und Prüfdaten
Dauer: etwa 12 Minuten
Mit einer Simulation kannst Du Deine Berechnungen überprüfen, ohne eine reale elektrische Anlage aufzubauen.
Virtuelles Gleichstromlabor
Simulation: PhET – Stromkreise schalten: Gleichstrom
Entwickelt von PhET Interactive Simulations, University of Colorado Boulder.
Dein Vorgehen:
- Erstelle zwei parallele Widerstandszweige.
- Wähle eine Spannungsquelle und stelle nach Möglichkeit 12 V sowie 24 Ω und 48 Ω ein.
- Prüfe die Spannung an beiden Widerständen.
- Vergleiche Zweigströme und Gesamtstrom.
- Zeichne die Simulationsschaltung ab und notiere die angezeigten Werte.
Alternative ohne externes Programm: Erstelle eine Papiersimulation. Zeichne Strompfeile und beschrifte die Zweige mit den rechnerischen Sollwerten. Notiere ausdrücklich, dass keine digitale oder reale Messung stattfand.
Falls die Simulation abweichende Einstellungen oder nichtideale Bauteile verwendet, dokumentiere die Unterschiede. Gib nicht vor, eine nicht tatsächlich ausgeführte Simulation durchgeführt zu haben.
Fiktives Prüfprotokoll
Wichtig: Die folgenden Werte sind vorgegebene, erfundene Übungsdaten und keine tatsächlich gemessenen Ergebnisse.
| Prüfgröße | Fiktiver Protokollwert |
|---|---|
| Spannung an den Zweigen | 11,9 V |
| Strom durch Modul A | 0,49 A |
| Strom durch Modul B | 0,25 A |
| Gesamtstrom | 0,74 A |
| Vorgabe für die Auswertung | Maximal 5 % relative Abweichung vom berechneten Gesamtstrom bei der protokollierten Spannung |

Bildimpuls: Ein Multimeter kann je nach Einstellung verschiedene elektrische Größen messen. Das Foto ist kein Messschaltplan für diesen Ausbildungsfall.
Video: FearlessEngineers – Widerstände mit dem Multimeter messen. Beachte besonders, dass Widerstandsmessungen am spannungsfreien, geeignet isolierten Prüfling erfolgen.
Messprinzipien: Ein Spannungsmessgerät wird parallel zum betrachteten Bauteil angeschlossen. Ein herkömmliches Strommessgerät misst in Reihe zum Strompfad; berührungslose Verfahren können anders arbeiten. Ein auf Strommessung eingestelltes Multimeter darf niemals einfach parallel an die Spannungsquelle angeschlossen werden.
Prüfdaten bewerten
Schritt 1: Berechne den idealen Sollgesamtstrom für 11,9 V und 16 Ω.
Schritt 2: Vergleiche mit dem fiktiven Protokollwert von 0,74 A.
Schritt 3: Berechne die relative Abweichung.
Ergebnis: rund 0,50 %.
Schritt 4: Vergleiche mit der fiktiven 5-%-Bewertungsgrenze.
Begründetes Feedback: Die protokollierte Abweichung liegt innerhalb der vorgegebenen Übungstoleranz. Außerdem gilt 0,49 A + 0,25 A = 0,74 A. Die Daten sind rechnerisch konsistent. Das beweist jedoch keine elektrische Sicherheit oder praktische Funktion eines realen Prüfboards.
Dossiereintrag 6: Simulationsskizze oder Papiersimulation, Soll-Ist-Tabelle, prozentuale Abweichung und Bewertung.
Lernstation 7: Transfer in fünf Ausbildungsberufe
Dauer: etwa 12 Minuten
Der gleiche Rechenweg hilft in verschiedenen Berufen. Die tatsächlichen Geräte, Einsatzbedingungen und Sicherheitsvorgaben unterscheiden sich jedoch.
| Berufsfeld | Fiktiver Transferfall | Prüfungsfrage |
|---|---|---|
| Kfz | Das ideale Modell wird statt mit 12 V mit 14,4 V betrieben. | Wie ändern sich Gesamtstrom und Leistung? |
| Elektro | Zwei ohmsche Prüflasten werden an eine Spannungsquelle angeschlossen. | Wie prüfst Du Ersatzwiderstand und Gesamtstrom mit zwei Rechenwegen? |
| SHK | Ein zusätzliches Modul mit 24 Ω kommt parallel hinzu. | Wie stark steigt der Gesamtstrom? |
| IT | Das Modell wird mit 5 V statt 12 V betrieben. | Welche Gesamtleistung ergibt sich? |
| Handel | Ein Vorführboard läuft länger als geplant. | Wie verändern sich Energiebedarf und fiktive Betriebskosten? |
Transferbeispiel Kfz
Geändert: U = 14,4 V bei weiterhin 16 Ω Ersatzwiderstand.
Die Leistung steigt gegenüber 9 W um 44 %.
Feedback: Die Spannung steigt um 20 %, die Leistung jedoch um 44 %, weil P = U² / R gilt. Diese Aussage setzt einen konstanten Widerstand voraus. Bei realen Fahrzeugverbrauchern kann das Verhalten abweichen.
Transferbeispiel SHK
Ein weiterer Widerstand von 24 Ω wird parallel ergänzt.
Der zusätzliche Strom beträgt 12 V / 24 Ω = 0,5 A.
Der neue Gesamtstrom beträgt 0,75 A + 0,5 A = 1,25 A.
Feedback: Die Gesamtstromstärke steigt. Eine reale Spannungsversorgung müsste für die neue Belastung einschließlich geeigneter Reserven und möglicher Einschaltströme ausgelegt sein.
Transferbeispiel IT
Bei 5 V und unveränderten Modellwiderständen von 24 Ω und 48 Ω gilt:
Feedback: Die Leistung sinkt im idealen ohmschen Modell quadratisch mit der Spannung. Diese Rechnung ist nicht ohne Weiteres auf elektronische Geräte mit geregelter Leistungsaufnahme übertragbar.
Grenzen des Modells: Reale Verbraucher

Eine Leuchtdiode ist kein ohmscher Widerstand mit konstantem Widerstandswert. Für reale LED-Schaltungen benötigt man zusätzliche Daten, beispielsweise Durchlassspannung und zulässigen Betriebsstrom.
Auch Motoren, elektronische Netzteile, Heizungssteuerungen und Fahrzeugbaugruppen können ein anderes Strom-Spannungs-Verhalten besitzen.
Dossiereintrag 7: Wähle einen Transferfall. Berechne die Veränderung und begründe, welche Modellgrenzen Du beachten musst.
Deine Prüfungswerkstatt: Basis, Anwendung und Transfer
Bearbeite die Aufgaben zunächst selbst. Vergleiche erst danach Deine Lösung mit dem begründeten Feedback.
| Niveau | Prüfungsaufgabe | Begründetes Feedback |
|---|---|---|
| Basis | An einem 30-Ω-Widerstand liegen 12 V. Berechne den Strom. | 0,4 A. Der Strom ergibt sich aus 12 V / 30 Ω. Eine größere Widerstandszahl ergibt bei gleicher Spannung einen kleineren Strom. |
| Basis | Wandle 250 mA in A um. | 0,25 A. Milli bedeutet ein Tausendstel. Division durch 1000 ist notwendig. |
| Anwendung | Berechne für das ursprüngliche Prüfboard die Gesamtleistung. | 9 W. Entweder addierst Du 6 W und 3 W oder verwendest 12 V · 0,75 A. |
| Anwendung | Vergleiche 0,74 A mit dem Sollwert bei 11,9 V. | Rund 0,50 % Abweichung. Die protokollierte Spannung muss beim Soll-Ist-Vergleich berücksichtigt werden. |
| Transfer | Erhöhe die Modellspannung auf 14,4 V und berechne die Leistung. | 12,96 W. Bei konstantem Widerstand steigt die Leistung mit dem Quadrat der Spannung. |
| Transfer | Begründe, warum ein korrektes Rechenergebnis noch keine Freigabe der Schaltung erlaubt. | Modellgrenzen und Sicherheit. Bauteilbelastbarkeit, Schutzmaßnahmen, Toleranzen und reale Prüfungen fehlen. |
Gestufte Hilfen für Deine Abschlussprüfung
| Problem | Hilfe 1: Orientierung | Hilfe 2: Formel | Hilfe 3: Kontrolle |
|---|---|---|---|
| Strom berechnen | Suche Spannung und Widerstand. | I = U / R | Einheit muss A sein. |
| Schaltung bestimmen | Betrachte Strompfade und Knoten. | Parallel: gleiche Spannung | Summe der Zweigströme prüfen. |
| Leistung berechnen | Suche U und I. | P = U · I | Ergebnis in W. |
| Energie berechnen | Bestimme Nutzungsdauer. | E = P · t | W · h ergibt Wh. |
| Abweichung bewerten | Soll und Ist vergleichen. | Betrag der Differenz / Soll · 100 % | Vorher festgelegte Bewertungsgrenze prüfen. |
| Ergebnis begründen | Nenne Modellannahmen. | Nutze eine unabhängige Kontrollrechnung. | Trenne rechnerische Plausibilität von realer Sicherheit. |
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Einheit gehört zur elektrischen Stromstärke? (Ampere) (!Volt) (!Ohm) (!Watt)
Welche Formel gilt für den Strom durch einen ohmschen Widerstand? (I = U / R) (!I = U · R) (!I = R / U) (!I = P · R)
Wie groß ist der Strom durch einen Widerstand von 24 Ohm bei 12 Volt? (0,5 A) (!2 A) (!12 A) (!24 A)
Welche Größe ist in einer idealen Parallelschaltung an allen Zweigen gleich? (Spannung) (!Widerstand) (!Leistung) (!Stromstärke)
Welcher Ersatzwiderstand ergibt sich aus 24 Ohm und 48 Ohm parallel? (16 Ohm) (!72 Ohm) (!24 Ohm) (!48 Ohm)
Wie groß ist der Gesamtstrom des ursprünglichen Prüfboards? (0,75 A) (!0,25 A) (!0,5 A) (!1,5 A)
Welche elektrische Leistung besitzt das ursprüngliche Prüfboard? (9 W) (!12 W) (!16 W) (!36 W)
Wie viele Milliampere entsprechen 0,75 Ampere? (750 mA) (!75 mA) (!7,5 mA) (!7500 mA)
Welche elektrische Energie benötigt das Prüfboard bei 9 Watt während vier Stunden? (36 Wh) (!36 W) (!2,25 Wh) (!9 kWh)
Was lässt sich aus rechnerisch plausiblen fiktiven Prüfdaten schließen? (Die vorgegebenen Werte sind mit dem Rechenmodell vereinbar) (!Die reale Anlage ist sicher) (!Alle Schutzmaßnahmen wurden geprüft) (!Eine praktische Prüfung ist nicht mehr erforderlich)
Memory
Verbinde die passenden Fachbegriffe und Bedeutungen.
| Spannung | Volt |
| Stromstärke | Ampere |
| Widerstand | Ohm |
| Leistung | Watt |
| Energie | Wattstunde |
| Reihenschaltung | gleicher Strom |
| Parallelschaltung | gleiche Spannung |
Drag and Drop
Ordne den Beschreibungen die richtigen elektrotechnischen Begriffe zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Stromstärke | Spannung geteilt durch Widerstand |
| Elektrische Leistung | Spannung multipliziert mit Stromstärke |
| Elektrische Energie | Leistung multipliziert mit Betriebsdauer |
| Gesamtstrom | Summe der Teilströme am Knoten |
| Reihenschaltung | Stromkreis mit nur einem Strompfad |
Kreuzworträtsel
| Spannung | Welche elektrische Größe wird in Volt angegeben? |
| Widerstand | Welche Größe wird in Ohm angegeben? |
| Voltmeter | Welches Messgerät misst eine elektrische Spannung? |
| Amperemeter | Welches Messgerät dient zur Messung der Stromstärke? |
| Parallelschaltung | Welche Schaltung besitzt mehrere Strompfade zwischen gemeinsamen Knoten? |
| Leistung | Welche Größe wird in Watt angegeben? |
LearningApps
Weitere interaktive Aufgaben zum Kursthema:
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite insgesamt zwölf Aufgaben. Sammle Deine Ergebnisse im Projektdossier. Alle Aufgaben können ohne physische elektrische Arbeiten durchgeführt werden.
Leicht
- Elektrische Größen: Gestalte vier kleine Lernkarten für Spannung, Strom, Widerstand und Leistung mit Zeichen, Einheit und einem Beispiel.
- Schaltplan: Zeichne die beiden Lastmodule in einer Parallelschaltung und ergänze Strompfeile sowie Spannungsangaben.
- Ohmsches Gesetz: Erstelle einen kommentierten Rechenweg zur Stromstärke durch Modul A und erkläre jeden Rechenschritt.
- Einheiten umrechnen: Entwirf eine eigene Mini-Übung mit sechs Umrechnungen und einem Lösungsblatt.
Standard
- Parallelschaltung: Berechne beide Zweigströme, den Gesamtstrom und den Ersatzwiderstand. Führe eine unabhängige Kontrollrechnung durch.
- Elektrische Leistung: Entwickle eine Leistungstabelle für beide Module. Erkläre, welche Rolle Wärmeentwicklung bei der realen Auswahl von Widerständen spielt.
- Simulation: Baue die Modellschaltung im virtuellen Labor nach oder simuliere sie auf Papier. Dokumentiere die verwendeten Annahmen und Ergebnisse.
- Messprotokoll: Werte die fiktiven Prüfdaten aus. Berechne die relative Abweichung und formuliere einen begründeten Prüfvermerk.
Schwer
- Kraftfahrzeugelektrik: Untersuche die Auswirkungen von 14,4 V auf Strom und Leistung. Gestalte eine Vorher-Nachher-Grafik und erläutere die Grenzen des ohmschen Modells.
- Technische Gebäudeausrüstung: Entwickle einen fiktiven Erweiterungsfall mit einem zusätzlichen parallelen Lastmodul. Bestimme die neue Belastung und begründe, welche zusätzlichen Daten für die Auswahl einer realen Versorgung benötigt würden.
- Energieeffizienz: Erstelle eine Vergleichsgrafik für zwei unterschiedliche tägliche Betriebsdauern und einen fiktiven Energiepreis. Formuliere daraus eine verständliche Erklärung für eine Kundin oder einen Kunden.
- Technische Dokumentation: Gestalte eine eigenständige Abschlussabgabe mit Schaltskizze, Rechenwegen, Simulationsdaten, Soll-Ist-Vergleich und einer begründeten Empfehlung. Kennzeichne alle erfundenen Werte ausdrücklich.


Das fortlaufende Projektdossier
Deine Abschlussabgabe entsteht schrittweise. Du kannst sie handschriftlich, als Textdokument oder als digitale Präsentation gestalten.
| Dossierseite | Inhalt | Prüfkriterium |
|---|---|---|
| 1 | Ausbildungsfall und Schaltskizze | Verbindungen und Größen korrekt dargestellt |
| 2 | Formelsammlung und Einheiten | Formeln und Größen unterscheiden sich eindeutig |
| 3 | Strom- und Widerstandsberechnung | Rechenweg nachvollziehbar |
| 4 | Leistung und Energie | Einheit und Modellannahmen korrekt |
| 5 | Simulationsskizze oder Papiersimulation | Quelle der Werte offengelegt |
| 6 | Fiktives Prüfprotokoll | Soll-Ist-Vergleich rechnerisch richtig |
| 7 | Transfer und Abschlussentscheidung | Aussage sachlich begründet und begrenzt |
Muster für Deine begründete Rückmeldung
Beobachtung: Der vorgegebene fiktive Gesamtstrom beträgt 0,74 A.
Rechnung: Bei der protokollierten Spannung von 11,9 V beträgt der theoretische Strom rund 0,744 A.
Vergleich: Die relative Abweichung beträgt rund 0,50 % und liegt innerhalb der fiktiven 5-%-Bewertungsgrenze.
Begründung: Die Zweigströme addieren sich zum protokollierten Gesamtstrom. Der Messwert passt zum idealisierten Schaltungsmodell.
Einschränkung: Aus den fiktiven Zahlen allein folgt keine praktische Funktions- oder Sicherheitsfreigabe.
Eigene Schlussfolgerung: Das Modell ist rechnerisch plausibel. Für eine tatsächliche technische Freigabe fehlen unter anderem geeignete Bauteildaten, Schutzkonzept und fachgerecht durchgeführte Prüfungen.
Lernkontrolle
Bearbeite diese Aufgaben ohne vorgegebene Antwortmöglichkeiten. Entscheidend ist nicht nur das Ergebnis, sondern Deine Begründung.
- Fehleranalyse: Ein Auszubildender berechnet für die Parallelschaltung 72 Ω. Erkläre seinen Denkfehler und entwickle eine einfache Plausibilitätsregel.
- Spannungsänderung: Begründe mithilfe einer Rechnung, warum eine Spannungserhöhung um 20 % bei einem konstanten Widerstand die Leistung um 44 % erhöht.
- Messabweichung: Zwei Prüfprotokolle zeigen denselben Gesamtstrom, jedoch unterschiedliche Spannungen. Erkläre, warum für einen fairen Vergleich jeweils die zugehörige Spannung berücksichtigt werden muss.
- Energieverbrauch: Ein Handelsbetrieb verdoppelt die Nutzungsdauer seines Vorführboards. Erkläre, welche Größen sich verändern und welche gleich bleiben.
- Bauteilauswahl: Ein realer Widerstand ist mit 24 Ω gekennzeichnet. Begründe, warum diese Angabe für eine sichere Auslegung bei 12 V nicht genügt.
- Beruflicher Transfer: Vergleiche einen ohmschen Prüfwiderstand mit einem elektronischen Verbraucher. Erkläre, warum die Rechnung U / R nicht für jedes reale Gerät einen verlässlichen Stromwert liefert.
- Qualitätssicherung: Entwickle drei zusätzliche Prüffragen, mit denen Du eine fremde elektrotechnische Berechnung kontrollieren kannst.
- Technische Verantwortung: Begründe, warum ein fiktives Protokoll niemals als Nachweis einer tatsächlich durchgeführten elektrischen Prüfung ausgegeben werden darf.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis reichst Du Dein selbst erstelltes Projektdossier ein. Eine externe Veröffentlichung oder ein Upload auf eine KI-Plattform ist nicht erforderlich.
Notwendige Bestandteile:
- Schaltskizze: Beide parallelen Lastmodule sind korrekt dargestellt und beschriftet.
- Berechnungen: Strom, Ersatzwiderstand, Leistung und Energie sind mit Formel, Einsetzen und Einheit nachvollziehbar berechnet.
- Simulation: Deine verwendeten Modellwerte und ein Simulationsprotokoll oder eine ausdrücklich gekennzeichnete Papiersimulation liegen vor.
- Prüfdaten: Du hast die fiktiven Daten in einer Soll-Ist-Tabelle verglichen.
- Auswertung: Du berechnest die Abweichung und begründest die Bewertung.
- Transfer: Du löst einen Fall aus Deinem Berufsfeld und erläuterst die Grenzen des Modells.
- Eigenständigkeit: Du formulierst Deine Abschlussentscheidung in eigenen Worten und kennzeichnest übernommene Quellen.
- Sicherheit: Du unterscheidest eindeutig zwischen rechnerischer Plausibilität und tatsächlicher elektrischer Prüfung.
Bewertungsraster:
| Kriterium | Maximalpunkte |
|---|---|
| Fachliche Richtigkeit der Schaltung | 2 |
| Nachvollziehbare Berechnungen und Einheiten | 2 |
| Transparente Dokumentation und Prüfdaten | 2 |
| Begründeter beruflicher Transfer | 2 |
| Reflexion von Modellgrenzen und Sicherheit | 2 |
| Gesamt | 10 |
Rückmeldeprinzip: Jeder Punkt wird mit einer kurzen Begründung bewertet. Für eine Verbesserung sollst Du erkennen können, ob ein Fehler bei Schaltungsverständnis, Formelauswahl, Einheiten, Datenvergleich oder technischer Beurteilung liegt.
OERs zum Thema
Fachliche Quellen
Die folgenden Quellen wurden als Grundlage der Fachinformationen und der Sicherheitsabgrenzung geprüft.
- Wikipedia – Ohmsches Gesetz: Zusammenhang zwischen Stromstärke, Spannung und konstantem Widerstand.
- Wikipedia – Parallelschaltung: Grundlagen zu Zweigströmen, Spannungen und Ersatzwiderstand.
- LEIFIphysik – Elektrische Leistung: Leistungsbegriff und Formel bei Gleichstrom.
- LEIFIphysik – Elektrische Energie: Zusammenhang von Energie, Leistung und Zeit.
- DGUV – Sicherheit bei Arbeiten an elektrischen Anlagen: Sicherheit und fachliche Zuständigkeiten.
- PhET – Lizenzinformationen: Lizenzbedingungen für digitale Simulationen.
Wikipedia zum Nachlesen:
Bildmedien und Lizenznachweise
Die verwendeten Abbildungen stammen aus überprüften Wikimedia-Commons-Dateiseiten. Die Lizenzangaben gelten für die jeweiligen Originaldateien. Bei Bearbeitungen sind die konkreten Lizenzbedingungen zu beachten.
| Abbildung | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Reihen- und Parallelschaltung | Jjbeard | Public Domain |
| Ohmsches Gesetz | Waveguide2 | Public Domain |
| Reihenschaltung | Mets501 | CC BY-SA 3.0 |
| Parallelschaltung | Mets501 | CC BY-SA 3.0 |
| Vektorielle Darstellung zum ohmschen Gesetz | MovGP0 | CC BY-SA 2.0 DE |
| Widerstandsfarbcode | Knarfili | CC0 1.0 |
| Multimeter | Nhtechnology | CC BY-SA 3.0 |
| LED-Schaltung | Dmccreary, später bearbeitet von StevenBell | CC BY-SA 2.5 |
Medienrechtlicher Hinweis: Die YouTube-Videos werden über ihre tatsächlich gefundenen Videoadressen eingebunden. Für die Videos wird keine freie Lizenz behauptet. Die Verfügbarkeit, Einbettung und urheberrechtliche Nutzung richten sich nach den Bedingungen der jeweiligen Plattform und Rechteinhaber.
Die HTML-Simulationen von PhET stehen laut Anbieter unter CC BY-NC 4.0 für nichtkommerzielle Nutzung. Der Kurs verlinkt die Originalsimulation, verbreitet sie jedoch nicht als eigene Datei. Für kommerzielle Nutzungen können zusätzliche Genehmigungen notwendig sein.
Datenschutz und Selbstbestimmung: Du kannst den gesamten rechnerischen Kernkurs ohne YouTube, ohne externe Simulation und ohne Registrierung bearbeiten. Externe eingebettete Dienste können bei ihrer Nutzung Daten übertragen. Es werden keine persönlichen Daten, Projektdossiers oder Prüfungsunterlagen an externe KI-Systeme übermittelt oder angefordert.
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