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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Servicebedarf für Elektrofahrzeuge analysieren

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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Servicebedarf für Elektrofahrzeuge analysieren

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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Servicebedarf für Elektrofahrzeuge analysieren


Einleitung

Projektauftrag: Du arbeitest in einem Kfz-Servicebetrieb. Eine Kundin möchte wissen, welchen Service ihre elektrifizierten Fahrzeuge benötigen. Du vergleichst Fahrzeugtypen, Nutzungsprofile, Prüfdaten und erforderliche Qualifikationen. Am Ende gibst Du eine begründete Serviceempfehlung ab.

Zielgruppe: Ausbildung im Kfz-Gewerbe, insbesondere Kraftfahrzeugmechatronikerinnen und Kraftfahrzeugmechatroniker.

Lernzeit: Sechs Lerneinheiten von etwa 10 bis 15 Minuten plus Projektabgabe.

Leitfrage: Wie kann ein Servicebetrieb Elektrofahrzeuge fachgerecht, wirtschaftlich und sicher betreuen?

Deine Lernziele:

  1. Fahrzeugtypen: BEV, HEV und PHEV unterscheiden.
  2. Servicebedarf: Wartung nach Technik, Nutzung und Herstellervorgaben einschätzen.
  3. Prüfdaten: Angaben aus einem simulierten Prüfbericht auswerten.
  4. Qualifikationen: Zuständigkeiten, Gefährdungen und Fachfreigaben berücksichtigen.
  5. Projektabgabe: Deine Empfehlung mit Skizzen, Daten und Quellen begründen.

Sicherheitsgrenze: Du öffnest keine Hochvoltkomponenten, führst keine Hochvoltmessungen durch und arbeitest nicht an spannungsführenden Anlagen. Traktionsbatterien, Hochvoltsysteme, Ladeleitungen und PV-Spannungen werden hier nur theoretisch beziehungsweise im ausdrücklich sicheren Simulator behandelt. Es gibt keine Anleitung zur Hochvoltreparatur und keine Befähigungsbescheinigung.


Dein Ausbildungsfall: Die Mobilwerk Service GmbH

Die fiktive Werkstatt Mobilwerk betreut drei Kundenfahrzeuge. Die Serviceleitung bittet Dich um einen Vorschlag für die nächsten Werkstatttermine.

Fahrzeug Nutzung Kundenanliegen
A: BEV-Lieferwagen 38.000 km/Jahr, zwei Jahre alt, Stadtlieferverkehr Reichweite schwankt; gelegentliche Ladeabbrüche
B: PHEV-Dienstwagen 14.000 km/Jahr, fünf Jahre alt, überwiegend Verbrennerbetrieb Allgemeine Inspektion
C: HEV-Taxi 52.000 km/Jahr, vier Jahre alt, häufiges Stop-and-go Bremsgeräusche und Reifenverschleiß

Werkstattsituation: Eine auszubildende Person ohne nachgewiesene HV-Fachkunde unterstützt die Planung. Die konkrete Qualifikation, Beauftragung und Fachfreigabe des später ausführenden Personals müssen vor Arbeitsbeginn geprüft werden.

Dein Auftrag: Entscheide nicht selbst über eine HV-Reparatur. Ermittle vielmehr, welche Befunde wichtig sind, welche Unterlagen fehlen und welche Arbeiten fachkundig beurteilt beziehungsweise freigegeben werden müssen.


Das fortlaufende Projektdossier

Lege ein digitales oder analoges Dossier mit diesen sechs Blättern an:

Blatt Inhalt Ergebnis
1 Fahrzeugtypen Vergleich und Antriebsskizze
2 Nutzungsprofile Tabelle und Nutzungsszenario
3 Wartung Service- und Sichtbefundübersicht
4 Simulation Prüfdaten, Rechnung und Bewertung
5 Sicherheit Qualifikations- und Freigabeplan
6 Projektabschluss Servicevorschlag mit Begründung und Quellen

Dokumentationsregel: Kennzeichne jede Aussage als Fallangabe, Simulation, Fachquelle oder eigene Schlussfolgerung. Eine simulierte Messung ist kein tatsächlich ermittelter Fahrzeugzustand.


Lerneinheit 1: Fahrzeugtypen verstehen

Dauer: etwa 12 Minuten


Drei Antriebskonzepte

Typ Antrieb Extern laden
BEV Batterieelektrischer Antrieb Ja
HEV Verbrennungs- und Elektroantrieb In der Regel nein
PHEV Verbrennungs- und Elektroantrieb mit größerem extern ladbarem Speicher Ja

Ein BEV besitzt keinen Verbrennungsmotor für den Fahrantrieb. Bei HEV und PHEV bleibt die Verbrennertechnik für den Service relevant. Nicht jeder Hybrid besitzt einen externen Ladeanschluss.

Bildanalyse: Zeige auf die Antriebsbatterie, den Motor und den Ladeanschluss.

Vergleiche das parallele Hybridsystem mit dem rein elektrischen Antrieb.

Lernvideo – ADAC: HEV, PHEV und BEV

Dossierblatt 1: Zeichne eine einfache Antriebsskizze und ordne A, B und C den Antriebsarten zu.

Gestufte Hilfe:

  1. Hinweis: Achte auf Verbrennungsmotor und externen Ladeanschluss.
  2. Strukturhilfe: Verwende die Begriffe Energiespeicher, Antrieb und Ladequelle.
  3. Lösungshilfe: A ist BEV, B ist PHEV und C ist HEV.

Feedback: Die Einteilung ist richtig, wenn die technische Ausstattung und nicht allein die Modellbezeichnung Deine Entscheidung begründet. Beim PHEV musst Du sowohl den elektrischen als auch den konventionellen Antrieb berücksichtigen.


Lerneinheit 2: Nutzung und Servicebedarf

Dauer: etwa 12 Minuten

Der Servicebedarf hängt nicht allein vom Fahrzeugtyp ab. Wichtig sind Fahrleistung, Alter, Fahrprofil, Umwelteinflüsse und die Herstellervorgaben.

Vergleiche: Ein Lieferwagen mit vielen Stopps belastet seine Bremsen und Reifen anders als ein Fahrzeug auf überwiegenden Langstrecken. Rekuperation kann den mechanischen Bremsverschleiß reduzieren; geringe Nutzung der Reibbremse kann jedoch Korrosion begünstigen.

Analysiere: Welche Bedeutung haben Ladeort und Ladehäufigkeit für das Kundengespräch?

Lernvideo – ADAC: Was beeinflusst den Stromverbrauch?

Dossierblatt 2: Erstelle für A, B und C eine Tabelle mit den Spalten Nutzung, möglicher Servicebedarf, offene Frage und Datenquelle.

Gestufte Hilfe:

  1. Hinweis: Vergleiche Laufleistung und Stop-and-go-Anteil.
  2. Strukturhilfe: Trenne Kundenangaben von bestätigten Befunden.
  3. Lösungshilfe: Bei C stehen Bremsen und Reifen besonders im Fokus; bei B bleibt zusätzlich die Verbrennerwartung wichtig.

Feedback: Ein hoher Kilometerstand begründet eine genauere Wartungsplanung, aber keinen automatischen Bauteiltausch. Ohne fahrzeugbezogene Herstellervorgaben darfst Du keine verbindlichen Intervalle erfinden.


Lerneinheit 3: Wartung und neue Serviceanforderungen

Dauer: etwa 12 Minuten

Bei BEV entfallen typische Wartungsarbeiten am Verbrennungsmotor, etwa der regelmäßige Motorölwechsel. Andere Servicepositionen bleiben: Bremsanlage, Autoreifen, Fahrwerk, Klimaanlage, 12-Volt-Bordnetz, Kühl- und Thermomanagement sowie fahrzeugspezifische Diagnose.

Erkläre die Energierückgewinnung beim Verzögern.

Betrachte die Reibbremse. Warum bleibt ihre Kontrolle trotz Rekuperation wichtig?

Welche Angaben benötigst Du, um einen Reifenbefund fachgerecht zu beurteilen?

Vertiefung: Eine geringe Abnutzung der Bremsbeläge bedeutet nicht automatisch, dass die Bremsanlage mängelfrei ist. Sicherheit, Korrosion und Funktionsfähigkeit müssen fachgerecht berücksichtigt werden.

Dossierblatt 3: Erstelle eine Serviceübersicht mit den Spalten Bauteil, Einfluss der Nutzung, notwendige Prüfung nach Vorgabe und zuständige Fachkraft.

Feedback: Eine passende Übersicht unterscheidet zwischen Wartung, Inspektion und Reparaturbedarf. Ein Verdacht führt zur fachkundigen Prüfung, nicht automatisch zur Reparaturempfehlung.


Lerneinheit 4: Simulierte Prüfdaten auswerten

Dauer: etwa 15 Minuten

Das Foto dient der Bauteilerkennung. Die Batterie wird im Kurs nicht geöffnet oder untersucht.

SoC bezeichnet den aktuellen Ladezustand einer Traktionsbatterie. SoH beschreibt einen geschätzten Gesundheitszustand, häufig bezogen auf die verbleibende Kapazität. SoH-Werte können je nach Prüfverfahren voneinander abweichen.

Lernvideo – ADAC: Batterie und Batteriemanagement

Lernvideo – ADAC: Batterielebensdauer und SoH


Fiktiver Prüfbericht aus einem Lernsimulator

Achtung: Die folgenden Werte wurden für diesen Ausbildungsfall erfunden. Sie sind keine echten Messungen und keine herstellerbezogenen Grenzwerte.

Merkmal A: BEV B: PHEV C: HEV
Reifenprofil, niedrigster dokumentierter Wert 3,1 mm 4,0 mm 2,7 mm
Bremsenhinweis Auffällige Korrosionsspuren Kein auffälliger Hinweis Bremsgeräusche gemeldet
SoC 64 % Keine Angabe Keine Angabe
SoH aus nicht näher validiertem Fremdbericht 92 % Keine Angabe Keine Angabe
Ladeereignisse Vier gemeldete Abbrüche in 14 Tagen Keine Meldung Kein externer Ladeanschluss

Auswertung: Der SoH-Wert von A ist ohne Prüfverfahren, Bezugsgröße und Herstellerkontext nicht ausreichend für eine Reparaturentscheidung. Ladeabbrüche sind ein Anlass zur fachkundigen Klärung, kein Beweis für eine defekte Traktionsbatterie. Bremsgeräusche und auffällige Befunde müssen durch zuständige Fachkräfte beurteilt werden.


Sichere Energiesimulation

Für eine reine Rechenübung wird eine Strecke von 120 km bei einem angenommenen Verbrauch von 22 kWh je 100 km geplant.

Energiebedarf = Strecke × Verbrauch / 100

120 km × 22 kWh / 100 km = 26,4 kWh.

Bei einer fiktiven verfügbaren Energiemenge von 40 kWh verbleibt rechnerisch eine Differenz von 13,6 kWh. Dies ist keine garantierte Fahrreserve: Temperatur, Fahrweise, Beladung und weitere Verbraucher verändern den realen Bedarf.

Dossierblatt 4: Übertrage den Prüfbericht, dokumentiere die Rechnung und kennzeichne offene Fragen.

Gestufte Hilfe:

  1. Hinweis: Eine Zahl ist noch keine Fehlerdiagnose.
  2. Strukturhilfe: Trenne Beobachtung, mögliche Erklärung und erforderliche Fachprüfung.
  3. Lösungshilfe: Der Ladeabbruch bleibt ungeklärt; der SoH allein rechtfertigt keinen Batterietausch.

Feedback: Gute Diagnoseplanung erkennt die Grenzen der Daten. Ein seriöser Servicebericht benennt Unsicherheiten, statt scheinbar präzise Fehlerursachen zu erfinden.


Lerneinheit 5: Qualifikationen und Arbeitssicherheit

Dauer: etwa 15 Minuten

Maßgebliche Fachquelle ist die DGUV Information 209-093: Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen.

DGUV Information 209-093, offizielle Quelle

Im Service unterscheidet sie unter anderem diese Stufen:

Stufe Grundsätzliche Einordnung
S Sensibilisierte Person
1S Fachkundig unterwiesene Person für geeignete allgemeine Arbeiten ohne unmittelbaren Eingriff in das HV-System
2S Fachkundige Person Hochvolt für Arbeiten im spannungsfreien HV-System im vorgesehenen Qualifikationsrahmen
3S Fachkundige Person für Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen unter den besonderen Voraussetzungen

Wichtig: Die Zuordnung hängt von nachgewiesener Ausbildung und Qualifizierung, konkreter Tätigkeit, Gefährdungsbeurteilung, Herstellervorgaben, betrieblicher Organisation und Freigabe ab. Eine absolvierte Berufsausbildung kann nach der DGUV-Information bereits bestimmte Fachkundestufen vermitteln. Als Auszubildende oder Auszubildender darfst Du daraus jedoch keine persönliche Arbeitsberechtigung ableiten.

Aktuelle Ergänzung: Das DGUV-Fachbereichsblatt FBETEM-009 vom Juli 2026 behandelt zusätzliche Qualifikationsanforderungen für die wiederkehrende Prüfung von Lade- und Notladeleitungen. Auch eine vorhandene HV-Fachkunde allein reicht dafür nicht in jedem Fall aus.

DGUV FBETEM-009

Ordne diesen Steckverbinder einem Ladesystem zu. Untersuche ihn nicht praktisch.

Vergleiche Typ 2 und CCS ausschließlich anhand des Fotos.


Die Sicherheitsentscheidung für das Dossier

Situation Entscheidung im Lernprojekt
Herstellerunterlagen fehlen Klärung vor Ausführung
HV-Qualifikation oder Freigabe unklar Nicht beginnen, zuständige Fachperson einbeziehen
Auffälligkeit an HV-System, Batterie oder Ladeleitung Keine Eigenprüfung, fachkundig beurteilen lassen
PV-Anlage oder Wallbox elektrisch zu prüfen An zuständige qualifizierte Elektrofachkräfte weitergeben
Rechenmodell oder ausdrücklich sicherer Offline-Simulator Für die theoretische Ausbildung geeignet

Dossierblatt 5: Erstelle einen Entscheidungsbaum mit geplant – Qualifikation prüfen – Fachfreigabe prüfen – ausführen lassen oder stoppen.

Feedback: Sicherheit hat Vorrang vor Zeit und Kosten. Eine richtig begründete Nichtfreigabe ist ein professionelles Arbeitsergebnis. Dieser Kurs bescheinigt keine Fachkunde und ersetzt keine praktische Qualifizierung.


Lerneinheit 6: Serviceangebot und Projektabgabe

Dauer: etwa 12 Minuten plus Abschlussarbeit

Für einen guten Werkstattvorschlag brauchst Du eine nachvollziehbare Reihenfolge: Kundenanliegen aufnehmen, Informationen prüfen, Risiken bewerten, Fachpersonal zuordnen und Ergebnisse verständlich erläutern.

Lernvideo – ADAC: Elektroauto im Alltag


Beispiel einer begründeten Serviceplanung

Fahrzeug Vorschlag Begründung
A Bremsbefund fachkundig beurteilen; Ladeabbrüche an berechtigte Fachstelle übergeben; Herstellerdaten und Batterieprüfbericht anfordern Sichtbefund und Lademeldungen verlangen Klärung, erlauben aber keine eigene HV-Diagnose
B Inspektion für beide Antriebssysteme nach fahrzeugspezifischem Wartungsplan vorbereiten PHEV benötigt auch Servicepositionen des Verbrennungsmotors
C Bremsgeräusche und Reifenbefund prioritär fachkundig prüfen lassen Hohe Laufleistung und sicherheitsrelevantes Kundenanliegen

Dies ist eine Planung für einen fiktiven Fall, keine Reparaturanweisung. Priorität und konkreter Arbeitsumfang werden erst durch bestätigte Befunde, Herstellervorgaben und die verantwortliche Fachperson verbindlich.

Dossierblatt 6: Formuliere eine Seite mit Deiner eigenen Empfehlung, einer nachvollziehbaren Reihenfolge, offenen Fragen und mindestens drei geprüften Quellen.


Gestufte Aufgaben mit begründetem Feedback

Niveau Arbeitsauftrag Feedbackkriterium
Basis Ordne die drei Fahrzeuge zu und beschrifte eine Skizze. Richtig ist die Zuordnung, wenn Antrieb und externe Ladefähigkeit berücksichtigt werden.
Anwendung Vergleiche die fiktiven Prüfdaten und plane zwei begründete nächste Schritte. Gut ist eine Lösung, wenn Auffälligkeiten von gesicherten Diagnosen getrennt werden.
Transfer Entscheide, wie die Werkstatt trotz fehlender Fachfreigabe kundenorientiert vorgeht. Professionell ist eine Lösung, die unzulässige Arbeit stoppt und eine sichere Alternative organisiert.

Musterfeedback:

„SoH 92 %, daher Batterie ersetzen.“ – Nicht ausreichend begründet. Ein isolierter, nicht validierter SoH-Wert ist keine Austauschentscheidung.

„Ladeabbrüche dokumentieren und an eine berechtigte Fachstelle geben.“ – Fachlich sinnvoll. Der Befund wird geklärt, ohne eine Fehlerursache oder Arbeitsberechtigung zu unterstellen.

„Das Taxi zuerst wegen der Bremsgeräusche zur fachkundigen Prüfung einplanen.“ – Nachvollziehbar. Eine möglicherweise sicherheitsrelevante Auffälligkeit hat Vorrang vor bloßer Terminoptimierung.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Fahrzeugtyp fährt mit rein batterieelektrischem Antrieb? (BEV) (!HEV) (!PHEV) (!Mildhybrid)




Welcher Typ kann seine Antriebsbatterie extern laden und besitzt zusätzlich einen Verbrennungsmotor? (PHEV) (!HEV) (!Reiner Diesel) (!Konventioneller Benziner)




Was wird beim Rekuperieren zurückgewonnen? (Bewegungsenergie) (!Motoröl) (!Kühlmittel) (!Reifenprofil)




Welche Serviceposition bleibt beim BEV relevant? (Bremsenkontrolle) (!Zündkerzenwechsel) (!Motorölwechsel am Verbrennungsmotor) (!Abgasuntersuchung eines Verbrennungsmotors)




Was bezeichnet der SoC einer Traktionsbatterie? (Aktueller Ladezustand) (!Reifenverschleiß) (!Bremsleistung) (!Garantiedauer)




Was gilt für einen einzelnen nicht validierten SoH-Wert? (Er erlaubt keine sichere Austauschentscheidung) (!Er beweist einen Batteriefehler) (!Er ersetzt den Herstellerserviceplan) (!Er bestätigt jede Reparaturfreigabe)




Was musst Du bei unklarer Hochvolt-Fachfreigabe tun? (Arbeit nicht beginnen und Zuständigkeit klären) (!Arbeit ohne Rückfrage fortsetzen) (!Traktionsbatterie selbst öffnen) (!Hochvoltmessung ohne Qualifikation ausführen)




Welche DGUV-Information behandelt die Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen? (DGUV Information 209-093) (!Ein allgemeiner Reiseprospekt) (!Ein Reifenverkaufskatalog) (!Ein Straßenatlas)




Was ist für einen fahrzeugspezifischen Serviceplan besonders wichtig? (Aktuelle Herstellervorgaben) (!Nur das Fahrzeugalter) (!Nur die Fahrzeugfarbe) (!Nur der Kaufpreis)




Welches Ergebnis soll Dein Projektdossier liefern? (Eine begründete und sicherheitsbewusste Serviceempfehlung) (!Eine Hochvolt-Befähigungsbescheinigung) (!Eine ungeprüfte Reparaturanleitung) (!Einen beliebigen Teileaustauschplan)





Memory

BEV Batterieelektrischer Antrieb ohne Verbrennungsmotor
PHEV Extern ladbarer Hybridantrieb
HEV Hybridantrieb ohne reguläres externes Laden
Rekuperation Rückgewinnung von Bewegungsenergie
SoC Momentaner Ladezustand
SoH Geschätzter Batteriegesundheitszustand
FHV Fachkundige Person Hochvolt
Projektdossier Sammlung begründeter Arbeitsergebnisse





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Servicebetrieb
Kundenanliegen Gespräch und Auftragsannahme
Nutzungsprofil Fahrstrecke und Einsatzbedingungen
Prüfbericht Dokumentierte Befunde
Gefährdungsbeurteilung Bewertung möglicher Risiken
Fachfreigabe Betriebliche Erlaubnis für die konkrete Tätigkeit
Serviceempfehlung Begründeter Vorschlag für den Kunden





Kreuzworträtsel

Rekuperation Wie heißt die Rückgewinnung von Bremsenergie?
Inspektion Wie nennt man die fachgerechte Untersuchung des Fahrzeugzustands?
Ladebuchse Über welches Bauteil kann ein extern ladbares Elektrofahrzeug angeschlossen werden?
Bremsanlage Welches sicherheitsrelevante Fahrzeugsystem verzögert das Fahrzeug?
Fachkunde Wie nennt man die nachzuweisenden Kenntnisse und Fähigkeiten für bestimmte Facharbeiten?
Serviceplan Welches Dokument ordnet geplante Wartungsmaßnahmen?





LearningApps

Die verlinkte Suche zeigt vorhandene Lernangebote. Prüfe vor der Nutzung deren Inhalt, fachliche Aktualität und Rechte.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein rein batterieelektrisches Fahrzeug wird mit der Abkürzung

bezeichnet.
Ein extern ladbares Hybridfahrzeug heißt

.
Ein Vollhybrid ohne regulären externen Ladeanschluss gehört zum Fahrzeugtyp

.
Bei der Energierückgewinnung wird von

gesprochen.
Der aktuelle Ladezustand einer Antriebsbatterie heißt

.
Der geschätzte Gesundheitszustand einer Batterie wird mit

abgekürzt.
Für konkrete Wartungsintervalle sind die

entscheidend.
Die Grundlage für die Bewertung betrieblicher Risiken ist die

.
Eine fachkundige Person für Hochvoltsysteme wird mit

abgekürzt.
Die Ergebnisse der Projektarbeit werden im

gesammelt.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Antriebsskizze: Zeichne ein BEV als vereinfachtes Blockdiagramm und beschrifte die Hauptkomponenten.
  2. Fahrzeugvergleich: Gestalte drei kleine Steckbriefe für BEV, HEV und PHEV.
  3. Servicebild: Markiere auf einem frei lizenzierten Fahrzeugbild fünf wartungsrelevante Bereiche und begründe Deine Auswahl.
  4. Nutzungsprofil: Erstelle für den BEV-Lieferwagen eine Tagesübersicht mit Fahrtstrecken und Ladepausen als Planungsannahmen.


Standard

  1. Erklärgrafik: Gestalte eine Infografik zur Rekuperation und ihrem Einfluss auf den Bremsservice.
  2. Prüfdatenauswertung: Erstelle aus dem fiktiven Prüfbericht ein Diagramm und erläutere die Grenzen seiner Aussagekraft.
  3. Kundengespräch: Führe ein Rollenspiel zur Werkstattannahme durch und dokumentiere fünf fachlich sinnvolle Rückfragen.
  4. Sicherheitsplan: Entwickle für die drei Fahrzeuge eine Entscheidungsmatrix mit offenen Qualifikationsfragen und erforderlichen Fachfreigaben.


Schwer

  1. Servicekonzept: Erstelle eine begründete Werkstattplanung für A, B und C mit Prioritäten, Zuständigkeiten und Alternativen bei fehlender Freigabe.
  2. Erklärvideo: Produziere ein kurzes Video zur Frage, warum Elektrofahrzeuge weiterhin Wartung benötigen. Verwende nur eigenes oder nachweislich nutzbares Material.
  3. Ladeinfrastruktur: Entwirf ausschließlich auf Papier oder in einem sicheren Offline-Simulator eine Systemübersicht aus PV-Anlage, Ladeeinrichtung und Fahrzeug. Kennzeichne die Zuständigkeiten der Elektrofachkräfte.
  4. Projektverteidigung: Präsentiere Deine Serviceempfehlung und beantworte kritische Nachfragen zu Datenqualität, Arbeitssicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Feedback zu den offenen Aufgaben: Auf Basisniveau zählt die korrekte Zuordnung. Auf Anwendungsniveau zählt die nachvollziehbare Verwendung von Daten und Quellen. Auf Transferniveau zählt besonders, ob Du Unsicherheiten, Sicherheitsgrenzen und realistische betriebliche Entscheidungen begründest.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Vergleich: Erkläre, warum ein BEV mit weniger Antriebskomponenten trotzdem sicherheitsrelevanten Wartungsbedarf hat.
  2. Zusammenhang: Leite aus häufigem Stop-and-go-Verkehr mögliche Folgen für Energieverbrauch und Reibbremsen ab.
  3. Datenkritik: Beurteile, warum ein isolierter SoH-Wert keine sichere Diagnose einer defekten Traktionsbatterie ermöglicht.
  4. Priorisierung: Entscheide, welches Fahrzeug Du zuerst zur fachkundigen Untersuchung einplanst, und begründe Deine Entscheidung mit dem Kundenanliegen.
  5. Transfer: Entwickle ein betriebliches Vorgehen, wenn ein Kunde auf sofortige Prüfung des Hochvoltsystems drängt, die erforderliche Fachfreigabe jedoch nicht nachgewiesen ist.
  6. Beratung: Formuliere eine verständliche Erklärung, warum die Werkstatt noch keine verbindliche Reparaturfreigabe erteilen kann.

Bewertungsmaßstab: Nicht die bloße Wiedergabe von Begriffen zählt, sondern eine fachlich begründete Entscheidung unter Beachtung von Datenqualität, Kundeninteresse und Arbeitssicherheit.


Lernnachweis

Deine Abgabe besteht aus einem vollständigen, eigenständig begründeten Projektdossier.

  1. Blatt 1: Zuordnung der drei Antriebsarten und mindestens eine beschriftete Skizze.
  2. Blatt 2: Nutzungsprofile mit Auswirkungen auf den Servicebedarf.
  3. Blatt 3: Übersicht relevanter Wartungs- und Inspektionspositionen.
  4. Blatt 4: Auswertung der simulierten Prüfdaten mit Energiebedarfsrechnung, Einheiten und Grenzen der Aussagekraft.
  5. Blatt 5: Qualifikationsmatrix, Sicherheitsentscheidung und erforderliche Fachfreigaben.
  6. Blatt 6: Priorisierter Servicevorschlag mit Begründung, Quellen und kurzer Reflexion.
  7. Quellenverzeichnis: Mindestens drei geprüfte Fachquellen; bei verwendeten Medien jeweils Urheber, Fundstelle und Lizenz.
  8. Eigenleistung: Kennzeichne eigene Zeichnungen, Annahmen, Simulationen und Schlussfolgerungen.

Bewertungsraster:

Kriterium Punkte
Fachlich korrekte Fahrzeugzuordnung und Nutzung 20
Relevanter und begründeter Servicebedarf 20
Nachvollziehbare Datenauswertung 20
Sichere Qualifikations- und Freigabeentscheidung 25
Dokumentation, Quellen und Präsentation 15
Gesamt 100

Besonders wichtig: Eine unbegründete Hochvolt-Eigenarbeit kann nicht durch eine gute Rechnung ausgeglichen werden. Dieser Lernnachweis bewertet eine theoretische Projektleistung und ist kein Fachkundenachweis, keine Arbeitsfreigabe und keine Befähigungsbescheinigung.




OERs zum Thema


Wikipedia als Grundlagenquelle

Ergänzend: Hybridantrieb, Elektromotor, Lithium-Ionen-Akkumulator, Rekuperation, Fahrzeugdiagnose.

Wikipedia eignet sich zur Orientierung. Für verbindliche Werkstattentscheidungen benötigst Du aktuelle, fahrzeugbezogene Herstellerinformationen und die einschlägigen Arbeitsschutzregelungen.


Geprüfte Fachquellen

  1. DGUV Information 209-093: Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen; Ausgabe 2021 mit aktualisierter Fassung.
  2. DGUV FAQ Elektromobilität: Fragen und Antworten, Stand Oktober 2025.
  3. DGUV FBETEM-009: Zusätzliche Qualifikationen für wiederkehrende Prüfungen an Ladeleitungen; Juli 2026.
  4. ADAC Glossar Elektromobilität: Technische Fachbegriffe, aktualisiert 2026.
  5. ADAC Wartung und Inspektion: Bedeutung von Herstellervorgaben und Betriebsbedingungen.
  6. ADAC Rekuperation: Fachliche Erklärung der Energierückgewinnung.
  7. ADAC Inspektionskosten 2026: Vergleich von Servicekosten.
  8. BERUFENET: Berufsbild Kraftfahrzeugmechatronik mit Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik.

Quellenhinweis: Fachinformationen des ADAC und der DGUV sind nicht automatisch freie OER zur beliebigen Weiterverwendung. Beachte die jeweiligen Nutzungsbedingungen. Der Stand von Qualifikationsanforderungen und Herstellervorgaben muss vor einem echten Arbeitsauftrag erneut geprüft werden.


Wikimedia-Commons-Medien und Rechte

Die folgenden Mediendateien wurden über ihre Wikimedia-Commons-Dateiseiten geprüft. Es wurden keine Bilddateien aus fremden Fachportalen übernommen.

  1. Electric car diagram.svg – Ian Furst, CC BY-SA 4.0.
  2. Parallel hybrid.svg – Ludwig Dupas, CC BY-SA 4.0.
  3. Electric vehicle charging station.jpg – Rgaenzle, CC BY-SA 3.0.
  4. Regenerative brake.png – JeffMik1, CC BY-SA 4.0.
  5. Disc brakes.jpg – Envy fstop, CC BY-SA 4.0.
  6. Tire tread .jpg – Jbobby, CC BY-SA 3.0.
  7. Battery pack of an EV.jpg – Mugel2110, CC BY-SA 4.0.
  8. CCS (Type2 Combo) Charging Plug.jpg – Danilo Bargen, CC BY-SA 4.0.
  9. Iec-type2-ccs-combo2-and-iec-type2-charging-connectors-side-by-side.jpg – Paul Sladen, CC0 1.0.

Bei Bearbeitungen beachtest Du Namensnennung, Lizenzverweis, Kennzeichnung der Änderungen und gegebenenfalls die Weitergabe unter gleichen Bedingungen. Maßgeblich ist die Lizenz auf der jeweiligen Dateiseite.

YouTube-Medien: Die eingebundenen Videos stammen aus der ADAC-Reihe „Unter Strom – Einfach Elektromobilität“. Ihre Video-URLs wurden recherchiert. Das Einbetten im offiziellen Player macht diese Videos nicht automatisch zu frei lizenzierten OER. Ein Download, eine Veränderung oder eine anderweitige Weiterveröffentlichung erfordert eine eigene rechtliche Grundlage. Einbettbarkeit und Verfügbarkeit können sich ändern.


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