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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Einen Elektrofahrzeug-Serviceauftrag kalkulieren

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Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Einen Elektrofahrzeug-Serviceauftrag kalkulieren

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Einleitung

Projekt Elektromobilität im Servicebetrieb – Einen Elektrofahrzeug-Serviceauftrag kalkulieren

Zielgruppe: Ausbildung zum/zur Kfz-Mechatroniker/-in und verwandte technische Ausbildungsberufe.

Leitfrage: Wie kalkulierst Du einen sicheren, wirtschaftlichen und nachvollziehbaren Serviceauftrag für ein Elektrofahrzeug?

Lernformat: 7 kurze Lerneinheiten, ein durchgängiger Ausbildungsfall, zwei Simulationen und ein fortlaufendes Projektdossier.

Dein Ergebnis: Ein eigener Serviceauftrag mit Prüfumfang, Kostenberechnung, Freigabeplan und begründeter Entscheidung.

Wichtig: Du arbeitest ausschließlich mit fiktiven Diagnosedaten, Skizzen, Fotos und sicheren Simulationen. Keine praktischen Eingriffe am Hochvoltsystem, an Traktionsbatterien oder an PV-Anlagen. Auch Arbeiten an offenen Hochvoltkomponenten und Spannungsmessungen an solchen Systemen sind nicht Teil dieses Kurses.

Dieser Lernkurs ersetzt keine betriebliche Unterweisung, Fachqualifikation, Gefährdungsbeurteilung oder Arbeitsfreigabe. Er stellt keine Befähigungsbescheinigung aus.


Dein Ausbildungsfall: Ladeunterbrechung

Eine Kundin bringt ein batterieelektrisches Fahrzeug in den Servicebetrieb.

Kundenbeschreibung: „Zu Hause unterbricht mein Elektroauto manchmal den Ladevorgang. An öffentlichen Ladestationen funktioniert es meistens. Bitte prüfen Sie das. Mehr als 180 Euro möchte ich zunächst nicht ausgeben.“

Fahrzeugakte A-17 Angaben
Fahrzeug Fiktiver batterieelektrischer Pkw
Kilometerstand 43.000 km
Problem Unregelmäßige Unterbrechung beim AC-Laden
Heimladestation Wallbox mit PV-Überschusssteuerung
Kundenbudget 180,00 € brutto
Auftrag Zunächst nur Diagnose und Kosteneinschätzung
Reparaturfreigabe Noch nicht erteilt

Dein Auftrag: Grenze das Problem systematisch ein, ohne eine unbelegte Fehlerursache anzunehmen. Plane die erforderlichen Prüfungen, kalkuliere die Kosten und dokumentiere, welche Freigaben notwendig sind.


Dein fortlaufendes Projektdossier

Du ergänzt während jeder Lerneinheit dieselbe Projektmappe.

Dokument Inhalt
D0 Kundenauftrag und Rahmenbedingungen
D1 Systemskizze zum Ladevorgang
D2 Sicherheits- und Qualifikationsmatrix
D3 Prüfdaten, Hypothesen und Simulation A
D4 Begründeter Prüfumfang
D5 Kostenkalkulation und Simulation B
D6 Kundenfreigaben und Fachfreigaben
D7 Eigene Abgabe, Reflexion und Quellenrechte

Nutze Tabellen, selbst erstellte Zeichnungen, Screenshots Deiner ungefährlichen Simulationen und kurze Begründungen. Markiere angenommene Daten immer als fiktiv.


Lerneinheit 1: Kundenauftrag verstehen

Dauer: 10 Minuten

Ein Serviceauftrag beschreibt, was die Werkstatt mit dem Kunden vereinbart hat. Eine Diagnose ist noch keine Reparaturfreigabe.

Wichtige Fragen:

  1. Kundenwunsch: Welches Problem beschreibt die Kundin?
  2. Prüfumfang: Welche Leistungen sollen zunächst angeboten werden?
  3. Kostenrahmen: Welche Preisgrenze gilt?
  4. Dokumentation: Welche Arbeiten sind ausdrücklich nicht beauftragt?

Merksatz: Erst den Auftrag klären, dann Leistungen planen und kalkulieren.

Arbeitsauftrag D0: Schreibe eine Auftragsannahme mit Fehlerbeschreibung, Kostenobergrenze, offenen Fragen und ausgeschlossenen Reparaturarbeiten.

Hilfe 1: Trenne Kundenbeobachtung und technische Schlussfolgerung.

Hilfe 2: Beginne mit „Die Kundin berichtet von ...“.

Hilfe 3: Muster: „Beauftragt ist zunächst die Eingrenzung der Ladeunterbrechungen bis zur vereinbarten Preisgrenze. Reparaturen bedürfen einer gesonderten Freigabe.“


Lerneinheit 2: Fahrzeugsystem und Arbeitssicherheit

Dauer: 15 Minuten

Ein Elektroauto enthält unter anderem eine Traktionsbatterie, Leistungselektronik, einen Elektromotor und Ladeelektronik.

Beim AC-Laden verarbeitet das fahrzeugseitige Ladegerät Wechselstrom. Beim DC-Laden wird Gleichstrom über die dafür vorgesehene Ladeinfrastruktur bereitgestellt.

Video: Deutsche Welle – Wie funktioniert ein Elektroauto? Historischer Techniküberblick von 2016; nicht als aktuelle Sicherheitsanweisung verwenden.


Sicherheit geht vor

Die DGUV Information 209-093 beschreibt Qualifizierungsanforderungen für Tätigkeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen.

Orientierung Tätigkeitsbereich
Stufe S Sensibilisierung für bestimmte Tätigkeiten an Serienfahrzeugen
Stufe 1S Fachkundig unterwiesene Person für zugewiesene allgemeine, nicht unmittelbar das HV-System betreffende Arbeiten
Stufe 2S Fachkundige Person Hochvolt für entsprechende elektrotechnische Arbeiten nach den geltenden Voraussetzungen
Stufe 3S Besondere Fachkunde für bestimmte Arbeiten an unter Spannung stehenden HV-Systemen

Entscheidend: Die Stufe allein ist keine pauschale Arbeitsfreigabe. Tätigkeit, persönliche Fachkunde, aktuelle Qualifikationsnachweise, Herstellerinformationen, Gefährdungsbeurteilung und betriebliche Beauftragung müssen zusammenpassen.

Sicherheitsentscheidung im Projekt:

Bereich Entscheidung
Grün Dokumentation, Auswertung fiktiver Daten und theoretische Simulation
Gelb Arbeiten am unbeschädigten Fahrzeug nur nach betrieblicher Gefährdungsbeurteilung und mit passender Qualifikation
Rot Unklare elektrische Gefährdung, beschädigte HV-Komponenten oder notwendiger Eingriff ins HV-System: Lernarbeit stoppen und zuständige Fachkundige einschalten

Arbeitsauftrag D1: Zeichne ein vereinfachtes Blockbild:

PV-Anlage → Energiemanagement → Wallbox → Fahrzeug-Ladegerät → Traktionsbatterie

Beschrifte die Komponenten. Kennzeichne diese Darstellung ausdrücklich als Funktionsskizze und nicht als elektrischen Schalt- oder Arbeitsplan.

Arbeitsauftrag D2: Lege eine Sicherheitsmatrix an. Ordne „Ladedaten auswerten“, „Sichtprüfung am realen Fahrzeug“ und „HV-Komponente öffnen“ den passenden Freigabe- oder Eskalationsentscheidungen zu.

Hilfe: Frage immer: „Wer darf die Tätigkeit nach welcher Prüfung und Freigabe tatsächlich ausführen?“

Fachquelle: DGUV Information 209-093. Prüfe vor einer realen Tätigkeit die aktuell geltende Fassung und die verbindlichen Hersteller- und Betriebsanweisungen.


Lerneinheit 3: Prüfdaten lesen und Ursachen eingrenzen

Dauer: 15 Minuten

Video: ADAC – E-Auto laden: Ladearten und Ladestecker erklärt.


Fiktive Prüfdaten aus dem Simulator

Die folgenden Werte sind frei erfundene Ausbildungsdaten, keine realen Messungen und keine herstellerspezifischen Fehlercodes.

Ladeort Betriebsart Beobachtete Ladevorgänge Unterbrechungen
Zuhause AC mit PV-Überschusssteuerung 5 2
Öffentliche AC-Säule Standardbetrieb 3 0
Öffentliche DC-Säule Standardbetrieb 2 0

Zusatzinformation: Im fiktiven Ladetagebuch treten beide häuslichen Unterbrechungen bei wechselndem Solarertrag auf. Es liegen keine zusätzlichen gesicherten Fahrzeug-Fehlerdiagnosen vor.

Was lässt sich daraus schließen?

Ein Zusammenhang mit der häuslichen Ladesteuerung ist denkbar. Eine eindeutige Ursache ist damit nicht bewiesen.

Mögliche Untersuchungsrichtungen sind:

  1. Energiemanagement: Geplante Ladepausen durch die PV-Überschussregelung?
  2. Ladeinfrastruktur: Auffälligkeit an der privaten Wallbox oder ihrer Kommunikation?
  3. Fahrzeugdiagnose: Fahrzeugseitige Meldungen, die nur eine qualifizierte Fachkraft beurteilen kann?


Simulation A: Hypothesenprüfung

Nur Denk- und Datensimulation – keine Bedienung einer realen Ladeanlage.

Simulationskarte Zusätzliche angenommene Information Bewertung
A Das fiktive Energiemanagement protokolliert eine planmäßige Ladepause Eine Steuerungsursache wird wahrscheinlicher
B Eine vergleichbare Unterbrechung tritt auch an einer unabhängigen AC-Ladestation auf Eine ausschließlich häusliche Ursache wird weniger wahrscheinlich
C Es fehlen vollständige Zeitstempel und eindeutige Meldungen Ursache offen; weitere Daten notwendig

Arbeitsauftrag D3: Erstelle eine Datentabelle mit zwei Hypothesen. Notiere jeweils ein unterstützendes Indiz, eine alternative Erklärung und die noch fehlenden Informationen.

Hilfe 1: Achte auf den Unterschied zwischen AC und DC sowie öffentlichem und privatem Laden.

Hilfe 2: Die Frage lautet nicht nur „Was könnte defekt sein?“, sondern „Was belegen die Daten tatsächlich?“.

Hilfe 3: „Die häusliche Steuerung ist als Ursache denkbar, weil ...; eine Fahrzeugursache ist dadurch noch nicht ausgeschlossen.“

Fachquelle: ADAC – PV-Überschussladen und Ladesteuerung.


Lerneinheit 4: Prüfumfang festlegen

Dauer: 10 Minuten

Ein wirtschaftlicher Prüfplan enthält zunächst nur begründete und vereinbarte Leistungen.

Vorgeschlagener Erstauftrag:

Position Leistung Projektmodus
A Auftragsannahme und Dokumentation Schreibarbeit
B Sichtung der von der Kundin bereitgestellten Fotos Bildauswertung
C Auswertung des überlassenen Ladetagebuchs Simulation und Datenanalyse
D Zusammenfassung und Befundgespräch Dokumentation und Kommunikation

Nicht enthalten: Öffnen von Komponenten, elektrische Prüfungen am Fahrzeug oder an der Wallbox, Arbeiten an der Traktionsbatterie und Reparaturen.

Ein realer ergänzender Prüfumfang muss gesondert fachlich geprüft, kalkuliert und beauftragt werden. Die Durchführung bleibt qualifizierten und beauftragten Fachkräften vorbehalten.

Arbeitsauftrag D4: Begründe die Reihenfolge der vier Leistungen. Notiere, welche zusätzliche Information Du vor einer Reparaturempfehlung benötigen würdest.

Feedbackmaßstab: Gut ist ein Prüfplan, der mit wenig Aufwand belastbare Informationen gewinnt, Unsicherheiten benennt und keine unfreigegebenen Arbeiten enthält.


Lerneinheit 5: Den Serviceauftrag kalkulieren

Dauer: 15 Minuten

Fiktive Werkstattvorgaben:

  1. Stundenverrechnungssatz: 120,00 € netto pro Stunde
  2. Umsatzsteuer: 19 %
  3. Materialkosten: Keine im vereinbarten Erstauftrag
  4. Kundenbudget: Maximal 180,00 € brutto

Formel:

Arbeitskosten netto = Arbeitszeit in Stunden × Stundenverrechnungssatz

Bruttopreis = Nettopreis × 1,19


Musterkalkulation für Fahrzeugakte A-17

Position Arbeitszeit Nettokosten
A: Auftragsannahme 0,25 h 30,00 €
B: Fotoauswertung 0,25 h 30,00 €
C: Datenanalyse 0,50 h 60,00 €
D: Befundgespräch 0,25 h 30,00 €
Summe 1,25 h 150,00 €
Berechnung Betrag
Arbeitskosten netto 150,00 €
Umsatzsteuer 19 % 28,50 €
Gesamtbetrag brutto 178,50 €
Verbleibender Budgetspielraum 1,50 €

Ergebnis: Der modellhafte Erstauftrag bleibt innerhalb der vorgegebenen Preisgrenze. Diese Beträge sind ausschließlich Unterrichtswerte und keine verbindlichen Marktpreise.


Simulation B: Zusätzlicher Aufwand

Während der theoretischen Auswertung wird eine weitere halbe Arbeitsstunde vorgeschlagen.

Rechnung Betrag
Zusätzliche Arbeitszeit 0,50 h
Mehrkosten netto 60,00 €
Mehrkosten brutto 71,40 €
Neuer Gesamtbetrag brutto 249,90 €
Ursprüngliches Kundenbudget 180,00 €

Entscheidung: Der zusätzliche Auftrag darf nicht einfach angenommen werden. Vor weiteren kostenpflichtigen Leistungen sind der geänderte Umfang und die Kosten mit der Kundin abzustimmen und ihre Freigabe einzuholen. Unabhängig davon bleibt die fachliche Arbeitsfreigabe erforderlich.

Arbeitsauftrag D5: Übertrage die Kalkulation in eine eigene Tabelle. Berechne den Grundauftrag und zwei zusätzliche Kostenszenarien.

Hilfe 1: Rechne zuerst sämtliche Nettoarbeitskosten aus.

Hilfe 2: Prüfe, ob Du Stunden und Minuten korrekt umrechnest: Eine Viertelstunde entspricht 0,25 Stunden.

Hilfe 3: Kontrollwert für den Grundauftrag: 1,25 Stunden und 178,50 € brutto.

Rechtsquelle: § 12 Umsatzsteuergesetz.


Lerneinheit 6: Freigaben und Kommunikation

Dauer: 10 Minuten

Kundenfreigabe und Arbeitsfreigabe erfüllen unterschiedliche Zwecke.

Freigabe Bedeutung
Kundenfreigabe Die Kundin stimmt Leistungsumfang und Kosten zu
Fachliche Freigabe Zuständige Fachverantwortliche prüfen Qualifikation, Gefährdung und Herstellervorgaben
Nachtragsfreigabe Zusätzliche Kosten und Leistungen werden vorab vereinbart
Abschlussdokumentation Ergebnisse, offene Fragen und tatsächlich erbrachte Leistungen werden festgehalten

Entscheidungsbaum:

Frage Bei Ja Bei Nein
Ist der Diagnoseumfang klar? Angebot erstellen Auftrag präzisieren
Ist die Durchführung fachlich zulässig und freigegeben? Zuständigkeit festlegen Fachverantwortliche einschalten
Hat die Kundin den angebotenen Umfang und Preis akzeptiert? Auftrag im genehmigten Rahmen weiterbearbeiten Keine kostenpflichtige Durchführung beginnen
Werden zusätzliche Leistungen notwendig? Neues Angebot und erneute Freigabe prüfen Beim vereinbarten Umfang bleiben

Beispiel für ein Kundengespräch:

„Wir haben Hinweise auf einen Zusammenhang mit der häuslichen Ladesteuerung, aber noch keine gesicherte Ursache. Unser erster Diagnoseauftrag kostet kalkuliert 178,50 Euro brutto. Für weitergehende Prüfungen oder Reparaturen würden wir vorab ein neues Angebot abstimmen.“

Arbeitsauftrag D6: Erstelle zwei getrennte Freigabefelder: eines für die Kundin und eines für die zuständige Fachverantwortung. Notiere Umfang, Kostenrahmen, Datum, Status und offene Bedingungen.

Wichtig: Dein Dossier dokumentiert Entscheidungen. Es ersetzt keine echte Unterschrift oder betriebliche Freigabe und darf nicht als Fachkunde- oder Befähigungsnachweis benutzt werden.

Quelle: ADAC – Werkstattauftrag und Kostenvoranschlag.


Lerneinheit 7: Eigene Projektabgabe

Dauer: 15 Minuten Vorbereitung zuzüglich individueller Projektarbeit

Du trittst jetzt als Serviceplaner oder Serviceplanerin auf.

Deine Abgabe D7 soll eigenständig zeigen, wie Du von einer Kundenbeobachtung zu einem verantwortbaren und kalkulierten Serviceauftrag gelangst.

Abgabeformat: Ein übersichtliches Projektdossier als PDF, digitale Präsentation oder ordentlich gegliederte Projektmappe.

Bestandteil Erwartete Qualität
D0 und D1 Klare Auftragsbeschreibung und verständliche Systemskizze
D2 Passende Grenzen, Zuständigkeiten und Sicherheitsentscheidungen
D3 Datengestützte Hypothesen statt unbelegter Diagnosen
D4 Begründete und abgegrenzte Prüfpositionen
D5 Richtige Arbeitszeiten, Netto- und Bruttopreise
D6 Nachvollziehbare Kunden- und Fachfreigaben
D7 Begründete Empfehlung, Reflexion und Quellen-/Rechtenachweis

Begründe Deine Empfehlung in fünf Sätzen: Was ist bekannt? Was bleibt unklar? Was ist der erste sinnvolle Auftrag? Was kostet er? Welche Bedingungen müssen vor weiteren Maßnahmen erfüllt sein?


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört zuerst zu einem eindeutigen Werkstattauftrag? (Erfassung des Kundenanliegens) (!Sofortiger Teiletausch) (!Ungeprüfte Fehlerdiagnose) (!Automatische Reparaturfreigabe)



Welche Aussage zu den fiktiven Ladedaten ist richtig? (Die Daten liefern Hinweise, aber keinen sicheren Fehlernachweis) (!Die Traktionsbatterie ist nachweislich defekt) (!Die Wallbox muss sofort ersetzt werden) (!Weitere Informationen sind grundsätzlich überflüssig)



Wofür steht AC beim Laden eines Elektrofahrzeugs? (Wechselstrom) (!Gleichstrom) (!Batteriekapazität) (!Werkstattfreigabe)



Welche DGUV Information behandelt Qualifizierungen für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen? (DGUV Information 209-093) (!Eine beliebige Kundenrechnung) (!Die Fahrzeugzulassungsbescheinigung) (!Das allgemeine Werkstattprospekt)



Welche Aussage zur Stufe 1S ist richtig? (Sie betrifft fachkundig unterwiesene Personen für zugewiesene allgemeine Arbeiten) (!Sie erlaubt beliebige Arbeiten unter Spannung) (!Sie ersetzt alle Herstellervorgaben) (!Sie ist automatisch eine Reparaturfreigabe)



Wie hoch sind die Nettokosten bei einer halben Stunde und 120 Euro Stundenverrechnungssatz? (60 Euro) (!30 Euro) (!120 Euro) (!240 Euro)



Wie hoch ist die Umsatzsteuer auf 150 Euro netto beim Steuersatz von 19 Prozent? (28,50 Euro) (!19 Euro) (!150 Euro) (!178,50 Euro)



Wie hoch ist der Bruttopreis des Erstauftrags im Ausbildungsfall? (178,50 Euro) (!150 Euro) (!180 Euro) (!249,90 Euro)



Was ist bei kostenpflichtigen Zusatzarbeiten außerhalb des vereinbarten Auftrags erforderlich? (Eine vorherige Abstimmung und Freigabe durch die Kundin) (!Eine stillschweigende Ausführung) (!Eine nachträgliche Schätzung ohne Rückfrage) (!Ein automatisch erhöhter Rechnungsbetrag)



Was muss bei unklarer elektrischer Gefährdung geschehen? (Arbeiten stoppen und zuständige Fachkundige einschalten) (!Hochvoltkomponenten zur Kontrolle öffnen) (!Ohne Gefährdungsbeurteilung weiterarbeiten) (!Die Warnzeichen ignorieren)




Memory

AC-Laden Wechselstromversorgung
DC-Laden Gleichstromversorgung
Fachkundige Person Hochvolt Qualifikationsbegriff FHV
Kundenzustimmung Kaufmännische Freigabe
Gefährdungsbeurteilung Bewertung möglicher Gefahren
Bruttobetrag Preis mit Umsatzsteuer
Prüfdokumentation Nachvollziehbare Befundaufzeichnung
Budgetgrenze Vereinbarter Kostenrahmen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung im Serviceprozess
Auftragsannahme Kundenanliegen und Rahmenbedingungen erfassen
Datenauswertung Hinweise aus vorhandenen Protokollen vergleichen
Gefährdungsbeurteilung Risiken vor der Arbeitszuweisung einschätzen
Kostenvoranschlag Leistungsumfang und voraussichtliche Kosten darstellen
Fachfreigabe Fachliche Zulässigkeit und Zuständigkeit klären
Nachtragsfreigabe Zusätzliche Leistungen vor der Ausführung genehmigen lassen





Kreuzworträtsel

Wallbox Wie heißt eine typische private Ladeeinrichtung für Elektrofahrzeuge?
Diagnose Wie nennt man die systematische Eingrenzung einer Störung?
Budget Welcher Begriff beschreibt einen verfügbaren finanziellen Rahmen?
Protokoll Wie heißt eine geordnete Aufzeichnung von Vorgängen und Ergebnissen?
Freigabe Wie heißt die erforderliche Zustimmung zu einer geplanten Leistung?
Kalkulation Wie heißt die rechnerische Ermittlung der erwarteten Kosten?





LearningApps

Die folgende Suche ermöglicht die zusätzliche Auswahl von Übungen. Gefundene Apps müssen vor ihrem Einsatz fachlich und hinsichtlich ihrer Inhalte geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Zu Beginn eines Serviceauftrags wird das

dokumentiert.
Ein Elektrofahrzeug kann an einer privaten

geladen werden.
Die Antriebsenergie wird in der

gespeichert.
Beim AC-Laden handelt es sich um

.
Vor gefährdungsrelevanten Arbeiten ist eine

notwendig.
Die vorhandenen Ladeereignisse werden in einem

festgehalten.
Eine technische Vermutung wird als

bezeichnet.
Die geplanten Leistungen bilden den

.
Aus Arbeitszeit und Stundenverrechnungssatz ergeben sich die

.
Zum Nettopreis wird die

addiert.
Vor zusätzlichen kostenpflichtigen Arbeiten ist eine erneute

notwendig.
Nicht belegte Ursachen bleiben in der

offen.
Ein vollständiger Serviceauftrag benötigt eine nachvollziehbare

.




Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben mit Feedback

Niveau Aufgabe Begründetes Feedback
Basis Unterscheide Kundenbeobachtung und gesicherte Diagnose. Richtig ist: Die Kundin berichtet Unterbrechungen, aber eine Ursache ist nicht bewiesen. Eine vorschnelle Teilempfehlung wäre unbegründet.
Anwendung Kalkuliere den Erstauftrag aus 1,25 Stunden zu 120 Euro netto und 19 Prozent Umsatzsteuer. Ergebnis: 178,50 Euro brutto. Entscheidend ist, dass Arbeitszeit, Nettobetrag und Steuer getrennt berechnet werden.
Transfer Die Werkstatt schlägt 0,50 Stunden zusätzlich vor. Entscheide über das weitere Vorgehen. Der neue Modellbetrag von 249,90 Euro liegt über dem vereinbarten Budget. Deshalb sind ein neuer Auftrag und die erforderlichen Freigaben nötig. Ohne Zustimmung wird der Umfang nicht eigenmächtig erweitert.

Feedbackprinzip: Begründe nicht nur, ob ein Ergebnis stimmt, sondern auch, welche Annahme, Rechenoperation oder Freigabeentscheidung dafür ausschlaggebend ist.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Kundenauftrag: Erstelle eine übersichtliche Auftragskarte zur Fahrzeugakte A-17.
  2. Systemskizze: Zeichne den funktionalen Weg vom häuslichen Energiemanagement zum Fahrzeug, ohne einen elektrischen Arbeitsplan zu erstellen.
  3. Begriffslexikon: Gestalte sechs digitale Lernkarten zu AC, DC, Wallbox, Diagnose, Freigabe und Kalkulation.
  4. Datendiagramm: Stelle die fiktiven Ladeunterbrechungen nach Ladeort grafisch dar.


Standard

  1. Prüfplan: Entwirf einen begründeten Erstdiagnoseumfang mit klaren Ausschlüssen.
  2. Kostenberechnung: Erstelle ein Tabellenblatt, das Arbeitszeiten und Netto- und Bruttopreise automatisch berechnet.
  3. Kundengespräch: Produziere ein kurzes Rollenspielvideo, das eine ungesicherte Fehlerursache und das Diagnoseangebot verständlich erklärt.
  4. Fachinterview: Befrage eine qualifizierte Fachkraft zu Zuständigkeiten und Freigaben, ohne Arbeiten am Hochvoltsystem vorzuführen.


Schwer

  1. Alternativszenario: Simuliere geänderte Ladedaten und untersuche, wie sich Deine Prioritäten bei der Fehlereingrenzung verändern.
  2. Prozessoptimierung: Entwickle einen Freigabeprozess, der Sicherheitszuständigkeiten und Kundenbudget zuverlässig berücksichtigt.
  3. Werkstattvergleich: Vergleiche zwei selbst kalkulierte Diagnoseangebote und begründe ihre Unterschiede in Umfang und Preis.
  4. Projektpräsentation: Stelle ein vollständiges, mit Quellen und Medienrechten belegtes Projektdossier vor und verteidige Deine Empfehlung gegen kritische Rückfragen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite die Aufgaben anhand Deiner eigenen Projektakte. Entscheidend sind Zusammenhänge, Begründungen und der sichere Transfer auf andere Fälle.

  1. Fehleranalyse: Warum erlauben erfolgreiche DC-Ladevorgänge allein noch keinen Ausschluss sämtlicher fahrzeugseitiger Ursachen?
  2. Wirtschaftlichkeit: Eine zusätzliche Prüfung kostet Geld, kann aber unnötige Reparaturen verhindern. Entwickle Kriterien für ihren sinnvollen Einsatz.
  3. Sicherheitsmanagement: Erkläre anhand eines Beispiels, warum eine Kundenfreigabe keine fachliche Arbeitsfreigabe ersetzen kann.
  4. Datenqualität: Welche Schlussfolgerungen ändern sich, wenn die fiktiven Ladeprotokolle unvollständig oder zeitlich widersprüchlich sind?
  5. Kommunikation: Begründe, wie Du einer Kundin einen ungesicherten technischen Befund professionell vermittelst.
  6. Transfer: Übertrage Deinen Plan auf einen zweiten Fall mit einer Warnmeldung zum Hochvoltsystem. Zeige, an welcher Stelle Du die bisherige Bearbeitung abbrichst und eskalierst.
  7. Qualitätssicherung: Analysiere, welche Dokumentationsfehler zu falschen Kosten, unzulässigen Arbeitsaufträgen oder Missverständnissen führen können.




Lernnachweis

Dein Lernnachweis ist die vollständige, individuell begründete Projektmappe D0 bis D7.

Bewertungsbereich Anteil Nachweis
Sicherheitsverständnis 30 % Grenzen erkennen, Qualifikation und Freigaben unterscheiden, gefährliche Tätigkeiten ausschließen
Technische Analyse 20 % Daten korrekt auswerten, Annahmen kennzeichnen, Hypothesen begründen
Wirtschaftliche Kalkulation 25 % Zeiten und Preise rechnerisch korrekt und nachvollziehbar darstellen
Auftragskommunikation 15 % Leistungsumfang, Kosten und Nachträge verständlich dokumentieren
Quellen und Medienrechte 10 % Nachprüfbare Fachquellen, Urhebernennung und Lizenzangaben

Erforderliche Belege: Eigene Systemskizze, tabellarische Prüfdaten, beide Simulationsergebnisse, Kostenblatt, Freigabeübersicht, begründete Empfehlung und Quellen-/Rechteverzeichnis.

Reflexionsfrage: Welche Entscheidung würdest Du im nächsten Serviceauftrag anders treffen, und weshalb?

Hinweis: Dieser Lernnachweis bewertet ausschließlich Ausbildungsleistungen. Er verleiht keine Hochvoltqualifikation, keine Berechtigung für elektrotechnische Arbeiten und keine betriebliche Arbeitsfreigabe.




OERs zum Thema


Wikipedia: Elektroauto


Fachquellen und Rechtsgrundlagen

  1. DGUV Information 209-093: Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen, Ausgabe 2021 mit aktualisierter Onlinefassung.
  2. DGUV – E-Fahrzeuge sicher warten: Betriebliche Sicherheit und Gefährdungsbeurteilung.
  3. ADAC – Werkstattauftrag: Kostenvoranschlag, Kundenabsprachen und Reparaturumfang, 2026.
  4. ADAC – Wallbox und PV-Überschussladen: Zusammenwirken von Fahrzeug, Wallbox und Energiemanagement, 2026.
  5. ADAC – Elektromobilitätsglossar: Technische Grundbegriffe.
  6. Umsatzsteuergesetz § 12: Gesetzliche Steuersätze.
  7. Elektroauto, Elektromobilität, Kostenvoranschlag: Ergänzende Grundlagenartikel.

Stand der Quellenprüfung: Oktober 2026. Die angegebenen Rechts- und Qualifikationsquellen müssen vor realen Arbeiten erneut auf Aktualität und Anwendbarkeit überprüft werden. Für konkrete Fahrzeuge haben die einschlägigen Herstellerinformationen und betrieblichen Sicherheitsvorgaben besondere Bedeutung.


Medienrechte und Nachweise

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Datei Urheber Lizenz
EV Type2 Charging Cable.jpg Pamsimhaho CC0 1.0
Electric car diagram.svg Ian Furst CC BY-SA 4.0
High voltage warning.svg Duesentrieb CC BY-SA 2.5 oder weitere auf der Dateiseite genannte Lizenzoptionen
Battery pack of an EV.jpg Mugel2110 CC BY-SA 4.0
Type2 Socket de.svg Chris828 CC0 1.0
CCS (Type2 Combo) Charging Plug.jpg Danilo Bargen CC BY-SA 4.0
Elektroauto CCS HPC.jpg Tomás Freres CC BY-SA 4.0
Checklist-icon.svg Clker-Free-Vector-Images CC0 1.0
Calculator SVG Vector.svg paomedia CC0 1.0

Lizenzverweise: CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 2.5 und CC0 1.0.

YouTube: Verifizierte Videos der Kanäle Deutsche Welle und ADAC. Die Einbettung ist keine Freigabe zum Herunterladen oder zur Weiterverbreitung. Videorechte verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern; es gelten die Nutzungsbedingungen der Plattform.

Eigene Unterrichtsmaterialien: Sämtliche Fahrzeug-, Preis-, Diagnose- und Simulationsdaten des Ausbildungsfalls sind fiktiv. Die Lernenden erstellen ihre Projektzeichnungen und Kalkulationen eigenständig.


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