Zum Inhalt springen

Informationselektronik und vernetzte Endgeräte – Fehler an Informationsgeräten systematisch eingrenzen

Aus MOOCsWiki Staging
Version vom 11. Oktober 2026, 14:16 Uhr von Glanz (Diskussion | Beiträge) (aiMOOC über GPT aiMOOC Action erstellt)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
aiMOOC-Siegel aiMOOC

Informationselektronik und vernetzte Endgeräte – Fehler an Informationsgeräten systematisch eingrenzen

QR-Code


Informationselektronik und vernetzte Endgeräte – Fehler an Informationsgeräten systematisch eingrenzen


Einleitung

Zielgruppe: Ausbildung Informationselektroniker/-in · Lernzeit: ca. 60–75 Minuten · Leitfrage: Fehlt die Versorgung, die Verbindung oder die Funktion?

Du kannst danach ein Fehlerbild beschreiben, risikoarme Diagnoseschritte begründen, Ergebnisse auswerten und einen Prüfbericht erstellen. Das entspricht insbesondere der systematischen Fehlersuche und Funktions- und Systemanalyse der Informationselektronik.

Sicherheitsgrenze: Alle Handlungen erfolgen nur in Simulationen, anhand von Befundkarten oder an ausdrücklich freigegebenen berührungssicheren Schulungsmodellen. Keine geöffneten Netzgeräte, keine Netzspannungsmessungen, keine Arbeiten an aktiven elektrischen Anlagen. Reale Elektroarbeiten sind qualifizierten und dafür beauftragten Personen vorbehalten; betriebliche Gefährdungsbeurteilung und Schutzregeln gelten. Bei unklarer Gefährdung: Stoppen, absichern, Fachverantwortliche hinzuziehen. Ein Quiz oder Kursabschluss erteilt keine Arbeitsfreigabe.

Beruflicher Kontext: Netzwerkkameras, PoE-Switch und Rekorder. Bild: Petr Novák, Wikipedia, CC BY-SA 3.0.


Lernfahrplan

Kurze Einheit Leitfrage Produkt
Diagnoseweg (8 Min.) Was beobachtest Du wirklich? Fehlerhypothese
Versorgung (8 Min.) Startet das Gerät? Versorgungsbefund
Verbindung (8 Min.) Besteht ein Datenweg? Verbindungsbefund
Funktion (8 Min.) Erreicht der Dienst sein Ziel? Funktionstest
Ausbildungsfall (15 Min.) Welche Ursache ist belegt? Prüfprotokoll
Üben und Transfer (15–25 Min.) Was gilt bei anderen Endgeräten? Begründete Lösung


Lernstation 1: Systematisch statt auf Verdacht

Diagnosekette: Auftrag → Beobachtung → Hypothese → sichere Prüfung → Befund → nächste Entscheidung → Funktionskontrolle → Dokumentation.

Netzwerktopologien helfen, den betroffenen Abschnitt einzukreisen. Grafik: Foobaz, Parzi, Predatorix, CC BY-SA 4.0.

Stufe Typische Beobachtung Gute Prüffrage
Versorgung Keine Betriebsanzeige Erhält das Endgerät die vorgesehene Energie?
Verbindung Kein Link oder keine Netzwerkkonfiguration Ist der Weg bis zum Gegenüber funktionsfähig?
Funktion Gerät erreichbar, Dienst gestört Stimmen Dienst, Einstellung, Berechtigung und Gegenstelle?

Merke: Eine leuchtende Link-LED belegt weder eine korrekte IP-Konfiguration noch die Funktion der Anwendung. Eine ausgefallene Link-LED beweist allein noch keinen Kabeldefekt.


Lernstation 2: Versorgung

Bei PoE können kompatible Endgeräte Stromversorgung und Datensignale über ein Ethernet-Kabel erhalten. Ob ein Port tatsächlich geeignete Leistung bereitstellt, hängt von Gerät, Standard, Konfiguration und Leistungsbudget ab.

Detailbild: IP-Kamera mit Ethernet-Versorgung. Bild: Olli Niemitalo, CC0.

PoE-Injektor als Bauteilansicht; keine Aufforderung zum Anschließen. Bild: deavmi, CC BY-SA 4.0.

Anschlussschema eines Access Points mit PoE-Injektor. Nur lesen und beschriften, nicht real nachbauen. Grafik: Edsonsguizzato, gemeinfrei.

Prozessmedium: Axis Communications Academy, „Power over Ethernet“ (60 Sekunden, Herstellerinformation, Englisch). Beobachte Versorgungswege; YouTube-Inhalt ist nicht automatisch OER.

Modellfrage: Die simulierte Kamera startet nicht. Prüfe zunächst im virtuellen Switchstatus: PoE am richtigen Port aktiv? Leistungsbudget ausreichend? Erst danach den Datenweg bewerten.

Feedback: „Kein Bild = Kamera kaputt“ ist nicht belegt; ohne bestätigte Versorgung lassen sich Netzwerk- und Anwendungsfehler noch nicht sauber trennen.


Lernstation 3: Verbindung

Ethernet benötigt passende Anschlüsse, funktionsfähige Übertragungswege und aktive Gegenstellen. Der Linkstatus ist ein erster Hinweis. Für WLAN gelten zusätzlich Funkverbindung, SSID und Authentisierung.

Detail: Link-LED über dem roten Stecker; gelbes Kabel nicht verbunden. Bild: Simon A. Eugster, CC BY-SA 3.0.

Anschlussdetail: Ethernet-Buchse am Notebook. Bild: Pittigrilli, CC BY-SA 4.0.

Steckerdetail: Belegung eines Netzwerkkabels. Bild: Markus Bärlocher, CC0.

Kabeltester. Ein einfacher Durchgangs- oder Belegungstest ersetzt keinen Nachweis der Übertragungsqualität. Bild: Reise Reise, CC BY-SA 4.0.

Prozessmedium: Fluke Networks, „LinkIQ Cable and Network Tester“ (Herstellerdemonstration, Englisch). Beobachte den Unterschied zwischen Kabelprüfung, Netzwerktest und PoE-Nachweis; keine eigenständigen Prüfungen an realen Anlagen.

Modellfrage: Link aus, PoE als „ein“ angezeigt: Welche Alternativen kommen infrage? Zum Beispiel ungeeigneter Datenweg, ausgeschaltetes Endgerät, falscher Port oder defektes Patchkabel. Ein einzelnes LED-Signal beweist keine dieser Ursachen.


Lernstation 4: Funktion

Nach bestätigter Versorgung und Verbindung prüfst Du die IP-Konfiguration und erst dann den konkreten Dienst, zum Beispiel die Bildübertragung eines Testkamerasystems.

Patchfelder und Switches: Dokumentiere immer den tatsächlich betroffenen Port. Bild: Dsimic, CC BY-SA 4.0.

Beobachtung im Modell Vermutung Nächste risikoarme Prüfung
Link vorhanden, aber IPv4-Adresse 169.254.x.x Möglicherweise keine passende DHCP-Zuweisung DHCP- und VLAN-Befund im Simulator vergleichen
Ziel-IP erreichbar, Name nicht auflösbar DNS prüfen IP-Zugriff und Namenszugriff getrennt vergleichen
Ziel-IP antwortet, Videobild fehlt Anwendung, Dienst oder Berechtigung prüfen Testkonto und Dienststatus auswerten

Achtung: Ping prüft ICMP-Erreichbarkeit, nicht den vollständigen Anwendungsdienst. Fehlende Ping-Antworten können auch durch Filterregeln entstehen. Eine 169.254-Adresse ist ein Hinweis auf Link-Local-Adressierung, allein kein Beweis für einen DHCP-Ausfall.

Prozessmedium: DR-LAN, „DNS, DHCP, Mail und Webserver in Cisco Packet Tracer“ (Deutsch). Bearbeite nur die Abschnitte zu Adressvergabe und Namensauflösung im isolierten Modell.

Sichere Übungsumgebung: Cisco Packet Tracer dient zur Simulation von Netzwerken, Adressierung und Datenflüssen. PoE-Portfehler werden hier ausschließlich mit fiktiven Befundkarten modelliert; eine PoE-Simulation in Packet Tracer wird nicht vorausgesetzt. Alternativ reichen Papierkarten und ein berührungssicheres, freigegebenes Schulungsmodell.

Transferbild: WLAN-Access-Point als weiteres vernetztes Endgerät. Bild: Pjpearce, CC0.


Lernstation 5: Ausbildungsfall – Kamera offline

Kundenauftrag (didaktisch konstruiert): In einem abgeschotteten Schulungsnetz zeigt der Rekorder die PoE-Testkamera „K3“ als offline. Eine zweite Testkamera liefert ein Bild. Es werden keine realen Personen aufgenommen.

Modellnetz: Testkamera K3 → Switch-Port 3 → Testrekorder → Monitor. Die Lehrkraft gibt ausschließlich simulierte Statusanzeigen frei.

Befundkarte Anzeige Was lässt sich sagen?
Auftrag K3 offline; andere Kamera online Störung auf K3-Zweig eingrenzen
Versorgung Port 3: PoE „deaktiviert“ Energieversorgung von K3 zunächst nicht bestätigt
Verbindung Port 3: Link „aus“ Physischer Datenlink aktuell nicht nachgewiesen
Konfiguration Port 3: administrativ „aktiv“; Testkabel laut Modellkarte „in Ordnung“ Port nicht generell abgeschaltet; Kabelursache im Modell weniger plausibel
Gegenprobe Nach simulierter PoE-Aktivierung: Kamera startet, Link an, gültige Modell-IP, Testbild sichtbar PoE-Konfiguration ist als Ursache im Modell bestätigt

Dein Diagnoseauftrag: Formuliere vor dem Lesen der Gegenprobe eine Hypothese, wähle einen sicheren nächsten Prüfschritt und erkläre, welches Ergebnis sie widerlegen würde.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Orientierung: Trenne zunächst „Gerät erhält Energie“, „Datenlink steht“ und „Bilddienst läuft“.

Hilfe 2 – Eingrenzung: Vergleiche PoE-Status und Link-Status des betroffenen Ports, ohne am Realgerät zu arbeiten.

Hilfe 3 – konkrete Spur: Bei Port 3 steht im virtuellen Management „PoE deaktiviert“. Welche Änderung prüft die Hypothese in der Simulation?


Begründetes Feedback zum Fall

Lösungsvorschlag Rückmeldung
„Kamera sofort ersetzen“ Nicht begründet: Es fehlt ein Nachweis eines Kameradefekts.
„IP-Adresse zuerst ändern“ Zu früh: Ohne Start und Link kann keine stabile Netzwerkfunktion erwartet werden.
„PoE-Zustand im Modell prüfen und gegenprüfen“ Gut: Der Versorgungsbefund passt zum Fehlerbild; die simulierte Gegenprobe bestätigt die Hypothese.
„Nur die Link-LED betrachten“ Unvollständig: Link ist ein Teilbefund, kein Nachweis für Versorgung und Bilddienst.

Muster-Protokoll: Symptom: K3 offline · Befund: PoE an Port 3 deaktiviert, Link aus · Hypothese: fehlende PoE-Versorgung · Test: PoE nur im Modell aktivieren · Gegenprobe: Start, Link, IP und Testbild vorhanden · Ergebnis: simulierte Konfigurationsstörung bestätigt · Übertragung auf reale Anlage: nur nach Zuständigkeit, Freigabe und Schutzkonzept.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Hinweis: Das Quiz prüft Verständnis, nicht die Befähigung oder Freigabe für Elektroarbeiten.

Welche Reihenfolge ist für eine erste systematische Eingrenzung sinnvoll? (Versorgung dann Verbindung dann Funktion) (!Funktion dann Gerätetausch dann Versorgung) (!Gerätetausch dann Zurücksetzen dann Dokumentation) (!Firmwareupdate dann Neustart dann Rateversuch)




Was bedeutet PoE bei passenden Netzwerkgeräten? (Energieversorgung über eine Ethernet-Verbindung) (!Kabellose Stromversorgung durch WLAN) (!Automatische Reparatur von Netzwerkkabeln) (!Ausschließliche Übertragung von Videosignalen)




Was beweist eine leuchtende Ethernet-Linkanzeige unmittelbar? (Ein Datenlink wird signalisiert) (!Die Anwendung funktioniert fehlerfrei) (!Der DNS-Server antwortet) (!Die Kamera überträgt sicher ein Videobild)




Welche erste Maßnahme ist bei unklarer elektrischer Gefährdung korrekt? (Arbeit stoppen und Fachverantwortliche hinzuziehen) (!Gerätegehäuse selbst öffnen) (!Netzspannung ohne Auftrag messen) (!Sicherheitsprüfung durch Quiz ersetzen)




Was ist in diesem Kurs der geeignete Ort für PoE-Fehlerprüfungen durch Lernende? (Eine Simulation mit Befundkarten) (!Eine offene Netzspannungsversorgung) (!Ein ungeprüftes Schaltnetzteil) (!Ein beliebiger aktiver Schaltschrank)




Worauf weist eine automatisch vergebene IPv4-Adresse aus dem Bereich 169.254 hin? (Auf eine lokale Ersatzadressierung) (!Auf einen sicher funktionierenden DNS-Dienst) (!Auf ein garantiert defektes Patchkabel) (!Auf einen bestätigten Kamera-Hardwarefehler)




Welche Aussage zu Ping trifft zu? (Ping kann ICMP-Erreichbarkeit prüfen) (!Ping beweist immer eine funktionierende Anwendung) (!Ping ersetzt die Prüfung der IP-Konfiguration) (!Ping behebt automatisch VLAN-Fehler)




Welche Beobachtung stützt im Ausbildungsfall die PoE-Hypothese am stärksten? (Die simulierte Gegenprobe stellt Start und Bild wieder her) (!Die andere Kamera hat eine ähnliche Farbe) (!Der Monitor zeigt eine Uhr) (!Das Gehäuse der Kamera ist staubfrei)




Welche Prüfung gehört zur Funktionsebene einer Testkamera? (Den autorisierten Testbilddienst kontrollieren) (!Ein Steckerkontaktfoto bewerten) (!Nur die Kabelfarbe vergleichen) (!Die Netzspannung am offenen Netzteil messen)




Was gehört zu einem belastbaren Prüfprotokoll? (Beobachtung Hypothese Prüfweg Ergebnis und Gegenprobe) (!Nur die Vermutung ohne Messbefund) (!Nur ein Bildschirmfoto ohne Kontext) (!Nur das Ergebnis des Multiple Choice Quiz)





Memory

Finde die passenden Fachbegriffe und Erklärungen.

PoE Versorgung über Ethernet
Linkstatus Anzeige einer Datenverbindung
DHCP Automatische IP-Konfiguration
DNS Auflösung von Namen
Switch Verbindung lokaler Netzteilnehmer
Ping Prüfung der ICMP-Erreichbarkeit
Gegenprobe Überprüfung einer Fehlerhypothese
Prüfprotokoll Nachvollziehbare Befunddokumentation





Drag and Drop

Ordne Diagnoseebenen zu passenden Befunden zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Versorgung Endgerät startet nicht
Verbindung Physischer Link fehlt
Adressierung Unpassende Netzkonfiguration
Namensauflösung Rechnername bleibt unbekannt
Anwendungsdienst Testbild wird nicht angezeigt
Dokumentation Befunde werden nachvollziehbar festgehalten





Kreuzworträtsel

Ethernet Wie heißt eine weit verbreitete kabelgebundene LAN-Technik?
Switch Welches Netzwerkgerät verbindet lokale Netzteilnehmer über Ports?
Kamera Welches Endgerät liefert im Ausbildungsfall das Testbild?
Gateway Wie heißt der typische Übergang zu anderen IP-Netzen?
Protokoll Wie nennt man die geordnete Aufzeichnung der Diagnoseschritte?
Tester Wie heißt ein Prüfgerät für Netzwerkleitungen in einem Wort?





LearningApps

Die Einbettung zeigt eine thematische Suche, keine einzeln didaktisch geprüfte Aufgabe.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine systematische Diagnose beginnt mit einer genauen

des Symptoms.
Der erste technische Prüfbereich heißt

.
Bei PoE können Daten und Energie über ein

übertragen werden.
Eine Linkanzeige liefert einen Hinweis auf eine bestehende

.
Die automatische Zuweisung der IP-Konfiguration übernimmt häufig

.
Die Auflösung von Rechnernamen ist eine Aufgabe von

.
Ein Ping kann die

auf IP-Ebene untersuchen.
Ein erreichbares Gerät garantiert noch keine funktionierende

.
Eine Hypothese wird durch eine gezielte

überprüft.
Die Ergebnisse werden in einem

festgehalten.



Offene Aufgaben

Arbeitsregel für alle 12 Aufgaben: Nur Simulation, Befundkarten oder freigegebene berührungssichere Schulungsmodelle; keine reale Elektroarbeit.


Leicht – Basis

  1. Symptomkarte: Schreibe für „K3 offline“ drei mögliche Ursachen auf und ordne sie den Bereichen zu. Feedback: Eine Zuordnung ist nützlich, weil sie unbegründeten Teiletausch verhindert.
  2. PoE-Bildanalyse: Beschrifte am Injektorbild Datenweg und Versorgungsweg. Feedback: Beide Wege zu unterscheiden erklärt, warum ein Bildfehler mit Versorgung zusammenhängen kann.
  3. Anschlussvergleich: Markiere auf zwei Detailfotos Buchse, Stecker und Linkanzeige. Feedback: Saubere Bauteilbenennung verbessert die Kommunikation im Prüfteam.
  4. Befundnotiz: Schreibe eine knappe Beobachtung ohne Vermutung. Feedback: „Link aus“ ist überprüfbar; „Kamera kaputt“ wäre bereits eine unbelegte Diagnose.


Standard – Anwendung

  1. Prüfplan: Erstelle einen Ablauf mit sicheren Entscheidungspunkten für Versorgung, Verbindung und Funktion. Feedback: Ein guter Plan trennt Prüfschritt und erwarteten Befund.
  2. DHCP-Modell: Simuliere im isolierten Netzwerk eine fehlende Adresszuweisung und dokumentiere die Änderung. Feedback: Ein Link allein erklärt keine gültige Adressierung.
  3. K3-Fall: Beurteile die Befundkarten und erläutere die simulierte PoE-Gegenprobe. Feedback: Erst die dokumentierte Wiederherstellung stärkt die Ursachenzuordnung.
  4. Erreichbarkeitstest: Vergleiche vorgegebene Ergebnisse zu IP-Zugriff, Namenszugriff und Videodienst. Feedback: Unterschiedliche Ergebnisse lokalisieren die Störung in unterschiedlichen Ebenen.


Schwer – Transfer

  1. WLAN-Transfer: Übertrage die Diagnosekette auf einen Access Point mit fehlender Verbindung. Feedback: Funkanmeldung ergänzt die Verbindungsebene, ersetzt aber nicht die Versorgungsprüfung.
  2. IP-Telefonie: Erstelle einen fiktiven Fehlerfall „Telefon startet, aber Gespräch nicht möglich“. Feedback: Versorgung und Link können korrekt sein, während Registrierung oder Dienst scheitern.
  3. Datenschutzkonzept: Entwirf ein Diagnoseprotokoll ohne personenbezogene IP-Kundendaten oder echte Kamerabilder. Feedback: Datenminimierung schützt Betroffene und erhält die fachliche Nachvollziehbarkeit.
  4. Kundenübergabe: Gestalte ein zweiminütiges Erklärvideo oder ein Rollenspiel mit Befund, Gegenprobe, Grenzen und Eskalation. Feedback: Fachlich überzeugend ist eine Aussage nur, wenn Belege und Zuständigkeiten klar genannt werden.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Transferaufträge und begründe jede Entscheidung.

  1. Widersprüchliche Indizien: PoE „aktiv“, Link „aus“, aber der Simulator meldet Neustarts. Nenne mindestens zwei konkurrierende Ursachen und eine diskriminierende sichere Folgeprüfung.
  2. Mehrere Ebenen: Erkläre, warum ein erfolgreicher Ping weder eine gesunde Kamera noch einen funktionierenden Bilddienst beweist.
  3. Priorität und Schutz: Begründe, warum bei einem echten Kundenauftrag weder Zugangsdaten noch Livebilder ohne Berechtigung zur Diagnose verwendet werden dürfen.
  4. Strategiewechsel: Eine simulierte PoE-Gegenprobe ändert nichts. Erstelle einen neuen Prüfpfad, statt dieselbe Hypothese zu wiederholen.
  5. Wirtschaftliche Entscheidung: Vergleiche „Komponente tauschen“ und „eingegrenzten Fehler beheben“ hinsichtlich Beleglage, Ausfallzeit, Kosten und Nachhaltigkeit.
  6. Verantwortung: Ein Kollege fordert die Prüfung im geöffneten Netzteil. Formuliere Deine sichere Reaktion und die Eskalation an zuständige Fachpersonen.

Beurteilungsraster: Eine gute Lösung nennt Beobachtung + alternative Erklärungen + risikoarmen Prüfweg + erwarteten Gegenbefund + dokumentierte Entscheidung. Unsichere Handlungen sind kein Nachweis beruflicher Handlungskompetenz.




Lernnachweis

Dein Lernnachweis besteht aus einem simulierten Diagnoseportfolio: Fehlerbild und Skizze, mindestens zwei begründete Hypothesen, sicherer Prüfplan, protokollierte Modellbefunde, Gegenprobe, Funktionskontrolle, Datenschutz- und Sicherheitsreflexion sowie kurze verständliche Kundenrückmeldung.

Bewertung: 30 % Eingrenzung und Logik · 25 % Befundbelege · 20 % sichere Arbeitsentscheidung · 15 % Gegenprobe und Funktion · 10 % Dokumentation. Bestehen oder Quizpunkte ersetzen weder Qualifikation noch betriebliche Beauftragung, Gefährdungsbeurteilung oder Arbeitsfreigabe.




OERs zum Thema

Fachquellen (geprüfte Einstiegsseiten):

  1. Informationselektronikerausbildungsverordnung, besonders Ausbildungsrahmenplan sowie §§ 11 und 13 – rechtlicher Ausbildungsbezug.
  2. DGUV: Stromunfälle vermeiden – Sicherheitsregeln und Zuständigkeiten.
  3. Fluke Networks: LinkIQ-Datenblatt – Grenzen und Funktionen professioneller Kabel-, Netz- und PoE-Prüfung.
  4. Microsoft Learn: ping – Aussagegrenzen eines ICMP-Tests.
  5. Cisco Networking Academy: Packet Tracer – virtuelle Netzwerkarbeit.

Wikipedia als ergänzende Orientierung (nicht statt aktueller Sicherheitsunterweisung):


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Bilder: Verifizierte Wikimedia-Commons-Dateiseiten mit Autoren- und Lizenzhinweis. Die eingebetteten Dateien sind illustrative Beispiele, keine gerätespezifischen Arbeitsanweisungen.

Datei / Herkunft Urheber Lizenz laut Commons
IP-Kameras und Rekorder Petr Novák, Wikipedia CC BY-SA 3.0
PoE-Kamera Olli Niemitalo CC0
PoE-Injektor deavmi CC BY-SA 4.0
PoE-Anschlussschema Edsonsguizzato Gemeinfrei
Switch mit Linkanzeige Simon A. Eugster CC BY-SA 3.0
Ethernet-Buchse Pittigrilli CC BY-SA 4.0
Kabelstecker Markus Bärlocher CC0
Kabeltester Reise Reise CC BY-SA 4.0
Rack mit Patchfeldern Dsimic CC BY-SA 4.0
Netzwerktopologien Foobaz / Parzi / Predatorix CC BY-SA 4.0
WLAN-Access-Point Pjpearce CC0

Videos: Axis Communications Academy, Fluke Networks und DR-LAN wurden nach Titel, Herausgeber und Themenbezug ausgewählt. Nur verlinkt/eingebettet, nicht als frei lizenzierte OER gekennzeichnet; Rechte und Verfügbarkeit verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern. Fachliche Detailangaben vor realem Einsatz immer gegen aktuelle Herstellerunterlagen prüfen.


Verknüpfte Lernbereiche


aiMOOC-Projekte



Schulfach+




aiMOOCs



aiMOOC Projekte









MOOCwiki · Deutsch

Nach dem Lernen ist vor dem Lernen

Entdecke direkt den nächsten Lernkurs. Weitere Inhalte erscheinen, wenn Du weiter nach unten scrollst.

Zur MOOCwiki-Hauptseite

Mediathek

Inhalte werden geladen ...

Mediathek wird aus dem Wiki geladen ...