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Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Fahrzeugübergaben verständlich gestalten

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Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Fahrzeugübergaben verständlich gestalten

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Automobilhandel Service und Mobilitätsangebote – Fahrzeugübergaben verständlich gestalten

Kurzbeschreibung: In diesem aiMOOC lernst Du, Fahrzeugübergaben im Automobilhandel verständlich, kundenorientiert und dokumentiert zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen Funktionen, Grenzen und Einweisung: Du erklärst Fahrzeugfunktionen in kleinen Schritten, grenzt Assistenz- und Komfortsysteme korrekt ab, vergleichst Mobilitätsangebote und hältst wichtige Übergabepunkte nachvollziehbar fest.

Zielgruppe: Ausbildung im Automobilhandel, insbesondere angehende Automobilkaufleute und verwandte kaufmännische Ausbildungsberufe.

Lernprinzip: kurze Lerneinheiten, ein durchgehender Ausbildungsfall, Gesprächsmedien, Produktvergleiche, fiktive kaufmännische Daten, gestufte Hilfen sowie Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben.

Wichtiger Modellhinweis: Alle Personen-, Kunden-, Fahrzeug-, Preis-, Vertrags- und Geschäftsdaten in den Fällen dieses Kurses sind frei erfunden. Rechenbeispiele dienen nur dem Lernen. Der bei der Kurserstellung geprüfte allgemeine deutsche Umsatzsteuersatz beträgt 19 %. Rechtliche Pflichten können sich ändern; im betrieblichen Alltag müssen aktuelle Gesetze, Herstellerinformationen, Vertragsunterlagen und betriebliche Vorgaben geprüft werden.


Ausbildungsfall: Übergabe bei AutoMobil Beispiel GmbH

Du arbeitest als Auszubildende oder Auszubildender bei der AutoMobil Beispiel GmbH. Kundin Lea Berger übernimmt heute einen fiktiven batterieelektrischen Pkw namens E-Motion 45. Kaufpreis, Ausstattung und Zusatzleistungen sind reine Modelldaten.

Fiktive Übergabedaten:

Merkmal Fiktive Angabe
Fahrzeug E-Motion 45
Listenpreis brutto 36.890,00 €
Zubehörpaket brutto 890,00 €
Gesamtpreis brutto 37.780,00 €
Antrieb batterieelektrisch
Modellannahme Reichweite 410 km nach angegebenem Prüfwert
Mobilitätsangebot 24 Monate Pannenhilfe im Beispielpaket
Übergabezeit 45 Minuten

Dein Auftrag: Gestalte eine Übergabe, bei der die Kundin nicht mit Informationen überladen wird. Erkläre zuerst sicherheits- und fahrrelevante Funktionen, danach Komfort und digitale Dienste. Zeige Grenzen ausdrücklich und dokumentiere, was tatsächlich erklärt wurde.


Lerneinheit 1: Was eine gute Fahrzeugübergabe leisten soll

Eine Fahrzeugübergabe ist mehr als die Schlüsselübergabe. Sie verbindet Verkauf, Service, Kundenkommunikation und Kundenbindung.

Eine verständliche Übergabe folgt dem Prinzip:

  1. Orientieren: Was ist heute wichtig?
  2. Zeigen: Funktion direkt am Fahrzeug demonstrieren.
  3. Ausprobieren: Kundin oder Kunde führt die Handlung selbst aus.
  4. Grenzen erklären: Was kann das System nicht zuverlässig leisten?
  5. Dokumentieren: Festhalten, welche Punkte besprochen wurden.

Merksatz: Eine Einweisung ist gelungen, wenn die Kundin oder der Kunde eine wichtige Funktion selbst bedienen und ihre Grenzen in eigenen Worten erklären kann.


Gesprächsmedium: Die 3-Satz-Erklärung

Nutze für eine Funktion immer drei kurze Sätze:

  1. Funktion: „Der Abstandsassistent kann den eingestellten Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unterstützen.“
  2. Bedienung: „Du aktivierst ihn über die Bedienelemente am Lenkrad.“
  3. Grenze: „Du bleibst verantwortlich und musst jederzeit auf Verkehr, Wetter, Markierungen und Systemmeldungen reagieren.“

Danach folgt eine Rückfrage: „Magst Du es einmal selbst ausprobieren?“


Lerneinheit 2: Funktionen erklären – Grenzen sichtbar machen

Moderne Fahrzeuge enthalten viele Fahrerassistenzsysteme. Sie unterstützen, ersetzen aber nicht automatisch die Verantwortung der fahrenden Person. Je nach System können Sensorik, Fahrbahnmarkierungen, Sicht, Wetter, Verschmutzung oder komplexe Verkehrssituationen die Funktion beeinflussen.

Beispielhafte Übergabereihenfolge:

Priorität Funktion Einweisung Wichtige Grenze
1 Sitz, Spiegel, Lenkrad korrekt einstellen falsche Einstellung beeinträchtigt Sicht und Ergonomie
2 Licht und Warnanzeigen Schalter und Anzeigen zeigen Automatik ersetzt nicht jede situationsgerechte Kontrolle
3 Notbrems- und Spurunterstützung Anzeige, Aktivierung und Warnung erläutern reagiert nicht in jeder Situation gleich zuverlässig
4 Tempomat oder Abstandsassistent Aktivieren, Einstellen, Beenden keine automatische Freigabe von Aufmerksamkeit oder Verantwortung
5 Infotainment Kernfunktionen zeigen Ablenkung vermeiden

Praxisregel: Verwende bei sicherheitsrelevanten Funktionen immer auch die aktuelle Betriebsanleitung und die Herstellervorgaben des konkreten Fahrzeugs.


Basisaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Formuliere für den Abstandsassistenten jeweils einen Satz zu Funktion, Bedienung und Grenze.

Begründetes Feedback: Eine gute Lösung trennt die drei Ebenen klar. Eine Aussage wie „Das Auto fährt dann von selbst“ wäre ungeeignet, weil sie die Funktionsgrenze verwischt. Präzise Sprache senkt das Risiko falscher Erwartungen.


Lerneinheit 3: Infotainment und digitale Funktionen

Digitale Funktionen wirken für viele Kundinnen und Kunden einfach, können aber Erklärungsbedarf auslösen: Navigation, Smartphone-Kopplung, Benutzerprofile, App-Dienste, Online-Funktionen oder Ladeplanung.

Kurze Übergabestruktur:

  1. Startbildschirm zeigen.
  2. Lautstärke und wichtige Schnellzugriffe erklären.
  3. Navigation mit einem fiktiven Ziel starten.
  4. Smartphone-Kopplung nur mit Zustimmung durchführen.
  5. Datenschutz- und Kontoeinstellungen nicht stellvertretend „einfach anklicken“, sondern verständlich erläutern.
  6. Auf Handbuch, Hersteller-App und Support verweisen.

Gesprächsmedium – Rückfrage: „Welche zwei digitalen Funktionen möchtest Du direkt nach der Übergabe sicher nutzen können?“


Anwendungsaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Lea Berger möchte Smartphone, Navigation und Fahrzeug-App sofort eingerichtet haben. Plane fünf Gesprächsschritte.

Gestufte Hilfe 1: Beginne mit dem Kundenbedarf, nicht mit dem Menü.

Gestufte Hilfe 2: Trenne Funktionen, die nur demonstriert werden, von Funktionen, bei denen persönliche Konten oder Zustimmungen nötig sind.

Gestufte Hilfe 3: Schließe mit einem Selbsttest der Kundin ab.

Begründetes Feedback: Besonders stark ist eine Lösung, wenn sie neben der Technik auch Zustimmung, Datenschutz und Selbstbedienung berücksichtigt. Ziel ist nicht, möglichst viele Menüs zu öffnen, sondern sichere Nutzung.


Lerneinheit 4: Elektrofahrzeug und Laden

Bei einem batterieelektrischen Fahrzeug gehören Ladeanschluss, Ladekabel, Ladearten, Ladeanzeige und Reichweitenanzeige zur Übergabe.

Einweisung in fünf Schritten:

  1. Ladeanschluss öffnen.
  2. passenden Anschluss und Kabel erläutern.
  3. Ladevorgang starten.
  4. Anzeige für Ladezustand und Ladeleistung zeigen.
  5. Beenden und Entriegeln demonstrieren.

Wichtig: Reichweite und Ladezeit hängen unter anderem von Temperatur, Fahrweise, Strecke, Ladezustand, Fahrzeugkonfiguration und Ladeleistung ab. Ein Modellwert ist keine Garantie für jede reale Fahrt.


Produktvergleich: Drei fiktive Mobilitätsangebote

Merkmal BasisMobil FlexMobil ElektroPlus
Monatspreis 0 € im Fahrzeugpaket 9,90 € 14,90 €
Pannenhilfe national europaweit europaweit
Ersatzmobilität nein bis 2 Tage im Modellfall bis 3 Tage im Modellfall
Ladehotline nein nein ja
App-Service Basis erweitert erweitert

Achtung: Diese Tabelle ist vollständig fiktiv. Sie zeigt nur, wie Angebote vergleichbar dargestellt werden können.


Transferaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Lea fährt jährlich etwa 18.000 km, davon mehrfach ins europäische Ausland. Sie möchte bei einer Panne möglichst schnell weiterfahren. Welches der drei fiktiven Angebote passt am besten? Begründe anhand von mindestens drei Kriterien.

Begründetes Feedback: Eine gute Entscheidung nennt nicht nur den Preis. Sie verknüpft Nutzungssituation, räumliche Abdeckung, Ersatzmobilität und gegebenenfalls Ladeunterstützung. Es kann mehr als eine vertretbare Lösung geben, wenn die Gewichtung nachvollziehbar ist.


Lerneinheit 5: Kaufmännischer Fall – Preis transparent erklären

Fiktiver Gesamtpreis: 37.780,00 € brutto.

Bei einem Umsatzsteuersatz von 19 % kann der enthaltene Steueranteil rechnerisch so ermittelt werden:

Nettobetrag = Bruttobetrag / 1,19

37.780,00 € / 1,19 = 31.747,90 € netto

Umsatzsteueranteil = 37.780,00 € - 31.747,90 € = 6.032,10 €

Kleine Rundungsdifferenzen sind bei Einzelpositionen möglich. Für reale Geschäftsvorfälle gelten die tatsächlichen Rechnungsdaten und steuerrechtlichen Vorgaben.


Kaufmännischer Mini-Fall

Die Kundin fragt: „Warum kostet das Servicepaket zusätzlich, obwohl ich gerade ein Fahrzeug gekauft habe?“

Geeignete Antwortstruktur:

  1. Leistung konkret benennen.
  2. Abgrenzen, was bereits im Fahrzeugpreis enthalten ist.
  3. Laufzeit und Bedingungen nennen.
  4. Preis transparent machen.
  5. Kundennutzen erklären, ohne Druck aufzubauen.

Begründetes Feedback: Eine kundenorientierte Erklärung trennt Preis und Nutzen. Eine Aussage wie „Das nimmt eigentlich jeder“ wäre kein sachliches Argument.


Lerneinheit 6: Was muss dokumentiert werden?

Ein Übergabeprotokoll ist im Betrieb ein wichtiges Organisations- und Nachweismittel. Welche Punkte rechtlich oder vertraglich erforderlich sind, hängt vom konkreten Geschäft, Fahrzeug, Vertrag, Hersteller und betrieblichen Prozess ab. Deshalb darf ein internes Muster nicht mit einer allgemeingültigen gesetzlichen Pflichtliste verwechselt werden.

Sinnvolle betriebliche Dokumentationsfelder können sein:

  1. Fahrzeug und Übergabedatum
  2. Kilometerstand
  3. übergebene Schlüssel
  4. übergebene Unterlagen
  5. sichtbarer Fahrzeugzustand
  6. erläuterte Bedienfunktionen
  7. erläuterte Assistenzfunktionen und Grenzen
  8. Ladezubehör bei Elektrofahrzeugen
  9. vereinbarte Zusatzleistungen
  10. offene Punkte und Ansprechpartner

Datenschutzregel: Nur erforderliche personenbezogene Daten dokumentieren und betriebliche Datenschutzvorgaben beachten.


Gesprächsmedium: Übergabe-Check

Prüffrage Ja Noch offen
Kann die Kundin die wichtigsten Bedienelemente selbst finden? □ □
Wurde mindestens eine Assistenzfunktion samt Grenze erklärt? □ □
Wurde die Ladefunktion praktisch gezeigt? □ □
Wurden Zusatzleistungen verständlich abgegrenzt? □ □
Wurden offene Fragen dokumentiert? □ □


Lerneinheit 7: Gesetzliche Informationen nicht mit Einweisung verwechseln

Für neue Pkw bestehen in Deutschland besondere Informationspflichten nach der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung. Dazu gehören je nach Fahrzeug unter anderem Angaben zu Energieverbrauch, CO₂-Emissionen, Energiekosten, Kraftfahrzeugsteuer, möglichen CO₂-Kosten und CO₂-Klasse. Bei rein elektrischen Fahrzeugen sind zusätzlich Stromverbrauch und elektrische Reichweite anzugeben.

Diese Pflichten betreffen insbesondere Ausstellung, Angebot und Werbung. Sie sind nicht identisch mit der praktischen Bedien-Einweisung bei der Fahrzeugübergabe.

Prüfregel für Auszubildende: Nutze für echte Kundenfälle niemals die fiktiven Werte dieses Kurses. Prüfe immer die aktuellen und fahrzeugspezifischen Pflichtangaben.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was gehört zu einer verständlichen Erklärung eines Assistenzsystems? (Funktion Bedienung und Grenze) (!Nur der Produktname) (!Nur die Höchstgeschwindigkeit) (!Nur der Verkaufspreis)




Was sollte die Kundin nach einer Demonstration möglichst tun? (Die Funktion selbst ausprobieren) (!Sofort das Fahrzeug verlassen) (!Nur die Broschüre unterschreiben) (!Alle Einstellungen überspringen)




Welche Aussage zu Assistenzsystemen ist angemessen? (Sie unterstützen innerhalb bestimmter Systemgrenzen) (!Sie übernehmen immer vollständig die Verantwortung) (!Sie funktionieren unabhängig von Sensoren) (!Sie machen eine Einweisung überflüssig)




Welche Größe ist im fiktiven Preisfall brutto angegeben? (37.780 Euro) (!31.747 Euro) (!6.032 Euro) (!19 Euro)




Welcher allgemeine Umsatzsteuersatz wurde für den deutschen Modellfall geprüft? (19 Prozent) (!5 Prozent) (!12 Prozent) (!25 Prozent)




Was ist bei digitalen Diensten besonders wichtig? (Zustimmung und persönliche Einstellungen beachten) (!Alle Konten ohne Rückfrage anlegen) (!Passwörter im Übergabeprotokoll notieren) (!Datenschutzfragen auslassen)




Welche Aussage zur Reichweite eines Elektrofahrzeugs ist richtig? (Die reale Reichweite kann von Modellwerten abweichen) (!Die Reichweite ist bei jedem Wetter identisch) (!Die Reichweite hängt nie von der Fahrweise ab) (!Die Reichweite ist immer exakt vorhersagbar)




Was ist ein sinnvoller Inhalt eines betrieblichen Übergabeprotokolls? (Erläuterte Funktionen und offene Punkte) (!Private Passwörter der Kundschaft) (!Beliebige nicht erforderliche Personendaten) (!Nur der Name des Verkäufers)




Welche Reihenfolge ist bei einer kompakten Übergabe sinnvoll? (Zuerst sicherheitsrelevante dann Komfortfunktionen) (!Zuerst Werbegeschenke dann Sicherheitsfunktionen) (!Zuerst alle Untermenüs des Infotainments) (!Zuerst Zubehörpreise ohne Fahrzeugbedienung)




Was ist beim Vergleich von Mobilitätsangeboten besonders wichtig? (Bedarf Preis Leistung und Bedingungen gemeinsam betrachten) (!Nur das teuerste Paket wählen) (!Nur den Namen des Pakets vergleichen) (!Bedingungen nicht berücksichtigen)





Memory

Assistenzsystem Unterstützt die fahrende Person innerhalb definierter Grenzen
Übergabeprotokoll Dokumentiert besprochene und übergebene Punkte
CCS Schnellladeanschluss für geeignete Elektrofahrzeuge
Infotainment Bündelt Navigation Medien und digitale Bedienfunktionen
Mobilitätsangebot Ergänzende Leistung rund um Nutzung und Weiterfahrt
Selbsttest Kundin oder Kunde führt eine erklärte Funktion eigenständig aus





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bedarf klären Gesprächsbeginn
Funktion zeigen Demonstration
Grenze erklären Erwartungsmanagement
Selbst ausprobieren Lernkontrolle
Übergabe dokumentieren Abschluss






Kreuzworträtsel

Service Wie heißt die Unterstützung rund um Nutzung und Betreuung?
Grenze Was muss neben der Funktion eines Assistenzsystems erklärt werden?
Laden Welcher Vorgang versorgt ein Elektrofahrzeug mit elektrischer Energie?
Vertrag Welche Grundlage regelt vereinbarte Leistungen?
Rechnung Welches Dokument weist Preisbestandteile eines Geschäftsvorgangs aus?
Beratung Wie nennt man die bedarfsorientierte Unterstützung der Kundschaft?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine gute Fahrzeugübergabe beginnt mit dem

der Kundin oder des Kunden. Bei einer Funktionsbeschreibung sollen neben der Bedienung auch die

erläutert werden. Nach der Demonstration sollte die Kundin eine wichtige Funktion möglichst

ausprobieren. Beim Elektrofahrzeug gehört das praktische

zu den typischen Einweisungsthemen. Ein betriebliches

kann festhalten, welche Punkte erklärt und welche Unterlagen übergeben wurden. Digitale Dienste können persönliche Daten verarbeiten, deshalb sind

und Zustimmung zu beachten. Für neue Pkw bestehen besondere Informationspflichten nach der

. Der in diesem Kurs verwendete allgemeine Umsatzsteuersatz beträgt

.




Gestufte Fallhilfe: Wenn die Übergabe stockt

Situation: Lea Berger sagt nach 20 Minuten: „Das ist zu viel auf einmal.“

Hilfe Stufe 1 – Priorisieren: Frage, was sie heute für die erste Fahrt unbedingt braucht.

Hilfe Stufe 2 – Reduzieren: Beschränke Dich auf Starten, Fahrstufe, Laden, Licht, Warnanzeigen und eine zentrale Assistenzfunktion.

Hilfe Stufe 3 – Aktivieren: Lass Lea zwei Funktionen selbst ausführen.

Hilfe Stufe 4 – Nachsorge: Vereinbare einen fiktiven kurzen Folgetermin oder verweise auf Herstellerunterlagen und Support.

Begründetes Feedback: Gute Beratung passt Informationsmenge und Tempo an die Kundin an. Mehr Information ist nicht automatisch bessere Information.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fahrzeugübergabe: Erstelle eine Checkliste mit zehn Punkten für eine 30-minütige Übergabe.
  2. Kundenkommunikation: Formuliere drei kurze Fragen, mit denen Du den Informationsbedarf einer Kundin ermittelst.
  3. Fahrerassistenzsystem: Erkläre ein frei gewähltes Assistenzsystem in den drei Schritten Funktion, Bedienung und Grenze.
  4. Elektromobilität: Zeichne einen einfachen Ablauf vom Anschließen des Ladekabels bis zum Beenden des Ladevorgangs.


Standard

  1. Verkaufsgespräch: Spiele zu zweit eine fünfminütige Übergabesequenz und wechselt anschließend die Rollen.
  2. Produktvergleich: Entwickle drei fiktive Mobilitätspakete und vergleiche sie nach Preis, Reichweite des Services, Laufzeit und Zielgruppe.
  3. Übergabeprotokoll: Entwirf ein datensparsames betriebliches Muster mit Pflichtfeldern des eigenen Modellprozesses und optionalen Feldern.
  4. Beschwerdemanagement: Schreibe eine Antwort auf die fiktive Reklamation „Mir wurde die Bedienung der Ladefunktion nicht verständlich erklärt“.


Schwer

  1. Beratung: Plane eine Übergabe für eine Person mit wenig digitaler Erfahrung und begründe Deine didaktische Reihenfolge.
  2. Kalkulation: Entwickle mit fiktiven Zahlen eine Rechnung mit Fahrzeug, Zubehör und Serviceleistung und trenne Netto, Umsatzsteuer und Brutto.
  3. Mobilitätsdienstleistung: Entwickle ein neues fiktives Mobilitätsangebot für Pendlerinnen und Pendler und begründe Preis, Nutzen und Leistungsgrenzen.
  4. Qualitätssicherung: Beobachte eine simulierte Übergabe im Unterricht, entwickle fünf Qualitätskriterien und gib begründetes Peer-Feedback.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Transfer Fahrzeugübergabe: Eine Kundin hat nur 15 Minuten Zeit. Entscheide, welche fünf Übergabepunkte Du priorisierst, und begründe die Reihenfolge.
  2. Assistenzsysteme bewerten: Analysiere die Aussage „Mit dem Spurhalteassistenten muss ich nicht mehr so genau aufpassen“ und formuliere eine fachlich geeignete Reaktion.
  3. Mobilitätsangebote vergleichen: Vergleiche zwei selbst entwickelte Pakete für eine Person mit 8.000 km und eine Person mit 35.000 km Jahresfahrleistung. Begründe unterschiedliche Empfehlungen.
  4. Dokumentation beurteilen: Prüfe ein fiktives Übergabeprotokoll darauf, ob es zu viele, zu wenige oder unklare Angaben enthält. Begründe Änderungen.
  5. Beratung gestalten: Entwickle aus einem technisch komplizierten Handbuchsatz eine verständliche Kundenerklärung mit maximal drei Sätzen.
  6. Kaufmännischer Fall: Ein Kunde fragt, ob ein Zusatzpaket „sein Geld wert“ sei. Entwickle eine Antwort, die Nutzen, Kosten, Alternativen und Kundenbedarf abwägt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. eine Fahrzeugübergabe sinnvoll strukturierst,
  2. Kundenbedarf durch geeignete Fragen ermittelst,
  3. Funktionen verständlich erklärst,
  4. Grenzen von Assistenz- und Komfortsystemen korrekt benennst,
  5. digitale Funktionen datenschutzsensibel erläuterst,
  6. Ladefunktionen eines Elektrofahrzeugs verständlich demonstrierst,
  7. Mobilitäts- und Serviceangebote nach mehreren Kriterien vergleichst,
  8. fiktive kaufmännische Fälle nachvollziehbar berechnest,
  9. zwischen gesetzlichen Informationen, vertraglichen Leistungen und betrieblicher Dokumentation unterscheidest,
  10. Übergabepunkte nachvollziehbar dokumentierst,
  11. Feedback begründest und auf neue Beratungssituationen überträgst.




Fachliche Quellen und Aktualitätsprüfung

Bei Kurserstellung geprüft: 11. Oktober 2026.

  1. Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung: Aktuelle Fassung auf „Gesetze im Internet“, insbesondere § 1, § 3 und Anlagen zu Pflichtangaben bei neuen Pkw.
  2. Umsatzsteuergesetz: § 12 UStG; allgemeiner Steuersatz im Modellfall 19 %.
  3. ADAC: Fachinformationen zu Fahrerassistenzsystemen, deren Funktionen und Grenzen.
  4. Herstellerunterlagen: Für reale Übergaben sind immer die aktuellen Unterlagen des konkreten Fahrzeugmodells maßgeblich.

Modellannahmen: Fahrzeug E-Motion 45, Preise, Reichweite, Servicepakete, Vertragsdaten und Kundendaten sind frei erfunden und keine Marktangebote.


Medien und Medienrechte

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Dateibeschreibungsseiten geprüft. Sie stehen dort unter freien Lizenzen oder als gemeinfreie Inhalte zur Verfügung. Maßgeblich bleibt jeweils die Lizenzangabe auf der Commons-Dateiseite.

  1. : Wikimedia Commons, als CC0 gekennzeichnet.
  2. : Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
  3. : Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0.
  4. : Wikimedia Commons, frei lizenzierte Datei laut Dateiseite.
  5. : Wikimedia Commons, freie Creative-Commons-Lizenz laut Dateiseite.
  6. : Wikimedia Commons, frei lizenzierte Datei laut Dateiseite.
  7. YouTube: „Assistenzsysteme im Auto: In diesen Situationen versagen sie (noch)“, offizieller ADAC-Kanal.
  8. YouTube: „E-Auto laden: Wie geht das? Erklärung und Tipps“, offizieller ADAC-Kanal.


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