Lagerlogistik Ersatzteile und Materialfluss – Artikelstammdaten eindeutig pflegen
Lagerlogistik Ersatzteile und Materialfluss – Artikelstammdaten eindeutig pflegen
Ausbildungsbereich: Fachkraft für Lagerlogistik, Fachlagerist/in und kaufmännische Logistikberufe
Lernzeit: etwa 60–75 Minuten
Lernform: Fünf kurze Lerneinheiten, ein durchgehender Ausbildungsfall, Gesprächssimulationen und interaktive Aufgaben.
Lernziel: Du kannst Artikelstammdaten eindeutig pflegen, Mengen richtig umrechnen und die Kompatibilität von Ersatzteilen prüfen.
Merke: Eine eindeutige Artikelnummer, eine klare Mengeneinheit und eine belegte technische Freigabe verhindern viele Lagerfehler.

Bildauftrag: Welche Probleme entstehen in diesem Lager, wenn zwei unterschiedliche Ersatzteile dieselbe Artikelnummer erhalten?
Dein Ausbildungsfall
Du arbeitest im vollständig fiktiven Übungsbetrieb Modellwerk Delta. Die ebenfalls fiktiven Mitarbeitenden Sam und Nela betreuen das Ersatzteillager.
Für eine Übungsmaschine des Typs P-100, Revision R3 werden 25 Filterpatronen benötigt. Freigegeben ist der fiktive Filtertyp F-12 mit Dichtung D-12.
Im Warenwirtschaftssystem stehen mehrere Angebote. Die Artikelnummern, Maschinenmodelle, Anbieter und Preise sind ausschließlich erfundene Übungsdaten.
Dein Auftrag:
- Artikelnummer: Identifiziere den richtigen Artikel.
- Mengeneinheit: Vergleiche Stück und Karton.
- Kompatibilität: Prüfe die technische Freigabe.
- Beschaffung: Berechne Menge und Kosten.
- Materialfluss: Verhindere Buchungsfehler.
Lerneinheit 1: Artikelnummern eindeutig erfassen
Lernzeit: 8 Minuten

Bildimpuls: Unterscheide eine betriebsinterne Artikelkennung von einer standardisierten Handelsartikelnummer.
Ein Artikelstamm enthält die grundlegenden Merkmale eines Artikels.
Eine interne Artikelnummer wird innerhalb eines Unternehmens eindeutig vergeben. Eine GTIN ist eine standardisierte Kennung für Handelsartikel. Der Barcode macht die enthaltene Kennung maschinenlesbar.
Interne Nummern sind nicht automatisch GTINs. Offizielle GTINs dürfen nicht willkürlich erfunden werden.

Mini-Auftrag: Welche Informationen kannst Du erst nach dem Abgleich des Barcodes mit den Produktdaten sicher feststellen?
Stammdatenkarte
| Datenfeld | Fiktiver Übungswert |
|---|---|
| Interne Artikelnummer | AR-041-C |
| Artikelbezeichnung | Filterpatrone F-12 |
| Basiseinheit | Stück |
| Bestelleinheit | Karton |
| Umrechnungsfaktor | 10 Stück je Karton |
| Kompatibilität | P-100, Revision R3 |
| Erforderliche Dichtung | D-12 |
| Lieferantenkennung | F-C |
| GTIN | Nicht vorhanden |
| Freigabestatus | Im Übungsfall freigegeben |
Wichtig: Der aktuelle Lagerbestand gehört zu den Bestandsdaten. Ein Wareneingang erzeugt Bewegungsdaten. Beides ist von den Artikelstammdaten zu unterscheiden.
Qualitätsregel: Neue Artikel prüfst Du vor der Freigabe auf doppelte Nummern, unklare Bezeichnungen und fehlende technische Merkmale.
Gesprächsmedium: Ein doppelter Artikel
| Person | Gespräch |
|---|---|
| Sam | „Im System gibt es zweimal AR-041. Beide heißen Filter.“ |
| Nela | „Sind es wirklich dieselben Teile?“ |
| Sam | „Nein. Eine Patrone passt zur P-100, die andere zur P-200.“ |
| Nela | „Dann dürfen wir sie nicht unter einer gemeinsamen Artikelnummer verwechselbar führen.“ |
Partnerübung: Sprecht das Gespräch nach. Ergänzt eine Rückfrage zur technischen Dokumentation.
Feedback: Entscheidend ist nicht nur der Name „Filter“, sondern die eindeutig dokumentierte technische Ausführung.
Lerneinheit 2: Stück und Verpackungseinheiten
Lernzeit: 10 Minuten

Bestell-, Lager- und Transporteinheiten können sich unterscheiden.
Im Modellbetrieb werden Filterpatronen einzeln gezählt, aber kartonweise bestellt.
| Einheit | Bedeutung im Übungsfall |
|---|---|
| Stück | Eine Filterpatrone |
| Karton A | 12 Filterpatronen |
| Karton C | 10 Filterpatronen |
| Palette | Möglicher Ladungsträger; keine feste Stückzahl ohne weitere Angabe |
Rechenregel:
Stückzahl = Kartonanzahl × Stück je Karton
Beispiel: 2 Kartons A × 12 Stück = 24 Stück.
Achtung: Zwei Kartons sind nicht dasselbe wie zwei Stück. Der Umrechnungsfaktor gehört eindeutig zum richtigen Artikel und seiner Verpackungseinheit.
Gesprächsmedium: Fehler beim Wareneingang
Sam: „Der Lieferant bringt zwei Kartons A.“
Nela: „Wie viele Filter enthält die Lieferung?“
Sam: „24 Stück.“
Nela: „Dann muss unsere Bestandsbuchung 24 Stück ergeben, wenn Stück die Bestandsführungseinheit ist.“
Deine Aufgabe: Erkläre den Fehler, wenn stattdessen nur zwei Stück gebucht werden.
Feedback: Im System fehlen rechnerisch 22 Stück. Der physische und der gebuchte Bestand stimmen nicht überein.
Lerneinheit 3: Kompatibilität zuverlässig prüfen
Lernzeit: 10 Minuten
Kompatibel bedeutet, dass ein Ersatzteil für den vorgesehenen Einsatz nach den maßgeblichen technischen Unterlagen geeignet und freigegeben ist.
Bei Ersatzteilen können unter anderem Abmessungen, Anschlussform, Spannung, Revision, Material und Sicherheitsanforderungen entscheidend sein.
Für den Modellfall gilt ausschließlich die fiktive Freigabeliste:
| Maschine | Revision | Freigegebener Filter | Dichtung |
|---|---|---|---|
| P-100 | R3 | F-12 | D-12 |
| P-200 | R1 | F-20 | D-20 |
Merksatz: Gleiches Aussehen beweist keine Kompatibilität.
Eine Freigabe erfolgt anhand gültiger technischer Unterlagen und der vorgesehenen betrieblichen Zuständigkeit, nicht allein aufgrund eines ähnlichen Produktfotos.
Gesprächsmedium: Die günstige Alternative
Sam: „Der Filter für P-200 ist günstiger. Kann ich ihn bestellen?“
Nela: „Für welche Revision ist er freigegeben?“
Sam: „Nur für P-200 R1.“
Nela: „Dann ist er für unseren Auftrag P-100 R3 nicht freigegeben.“
Rollenspiel: Überzeuge Sam mit zwei technischen Argumenten.
Begründetes Feedback: Der niedrige Preis ersetzt keine Freigabe. Eine nicht nachgewiesene Eignung kann zu Störungen, Rücksendungen und Folgekosten führen.
Lerneinheit 4: Angebote kaufmännisch vergleichen
Lernzeit: 15 Minuten
Alle Angaben in der folgenden Tabelle sind fiktive Modellannahmen. Die Preise verstehen sich netto. Versandkosten, Rabatte und Lagerhaltungskosten werden nicht berücksichtigt. Es dürfen nur ganze Kartons bestellt werden.
Produktvergleich
| Angebot | Artikelnummer | Verpackung | Nettopreis/Karton | Nettopreis/Stück | Freigabe P-100 R3 |
|---|---|---|---|---|---|
| A | AR-041-A | 12 Stück | 96,00 € | 8,00 € | Ja |
| B | AR-041-B | 10 Stück | 70,00 € | 7,00 € | Nein |
| C | AR-041-C | 10 Stück | 85,00 € | 8,50 € | Ja |
Arbeitsauftrag: Du brauchst mindestens 25 Stück. Welches Angebot würdest Du wählen? Begründe Deine Entscheidung nicht nur über den Stückpreis.
Musterrechnung
Angebot A:
3 Kartons × 12 Stück = 36 Stück
3 × 96,00 € = 288,00 € netto
Überbestand gegenüber dem Bedarf: 11 Stück
Angebot C:
3 Kartons × 10 Stück = 30 Stück
3 × 85,00 € = 255,00 € netto
Überbestand gegenüber dem Bedarf: 5 Stück
Angebot B: Nicht freigegeben und deshalb für diesen Auftrag ausgeschlossen.
Feedback: Angebot A hat den günstigeren Stückpreis der kompatiblen Angebote. Angebot C benötigt für diese Mindestbeschaffung weniger Nettokapital und erzeugt weniger Restbestand. Ohne weitere Angaben zu Folgebedarf, Lagerkosten und Lieferbedingungen gibt es keine allgemeingültig beste kaufmännische Entscheidung.
Gestufte Hilfen zum Angebotsvergleich
Hilfe 1 – Einstieg: Streiche alle technisch nicht freigegebenen Angebote.
Hilfe 2 – Rechenweg: Teile den Kartonpreis durch die enthaltene Stückzahl.
Hilfe 3 – Entscheidung: Runde die benötigte Kartonzahl auf eine ganze Zahl auf. Vergleiche Gesamtausgabe und Restbestand.
Selbstkontrolle: Wähle C, wenn im Modellfall die geringere sofortige Auszahlung und der geringere Restbestand Vorrang haben. Begründe A, wenn der niedrigere Stückpreis bei sicherem zukünftigem Verbrauch wichtiger ist.
Kaufmännischer Zusatz: Umsatzsteuer und Rechnung
Rechtsstand: 11. Oktober 2026, Deutschland.
Für die hier modellierte inländische, regulär umsatzsteuerpflichtige Ersatzteillieferung wird der gesetzliche Regelsteuersatz von 19 Prozent angenommen. Der ermäßigte Steuersatz von 7 Prozent gilt nur in gesetzlich vorgesehenen Fällen und wird hier nicht angewendet.
Beispiel C:
255,00 € netto + 48,45 € Umsatzsteuer = 303,45 € brutto.
Bei regulären Rechnungen nach § 14 Absatz 4 UStG gehören insbesondere folgende Angaben dazu: Namen und vollständige Anschriften beider Beteiligten, Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Leistenden, Rechnungsdatum, eindeutige Rechnungsnummer, Menge und handelsübliche Art der Ware, Lieferzeitpunkt, Entgelt, gegebenenfalls vereinbarte Entgeltminderungen, Steuersatz und Steuerbetrag beziehungsweise die einschlägigen gesetzlichen Hinweise.
Für bestimmte Rechnungen und Sachverhalte gelten Sonderregeln.
E-Rechnung 2026: Für inländische B2B-Umsätze gelten grundsätzlich die gesetzlichen Regeln zur strukturierten E-Rechnung. Bis zum 31. Dezember 2026 bestehen für die Rechnungsausstellung allgemeine Übergangsregelungen. Für bestimmte Rechnungsaussteller bestehen längere Fristen. Ein einfaches PDF ist nicht automatisch eine strukturierte E-Rechnung.
Wichtig: Die interne Artikelnummer ist nicht als allgemeine eigenständige Pflichtangabe des § 14 Absatz 4 UStG aufgezählt. Die Ware muss jedoch ausreichend bestimmt beschrieben werden.
Modellgrenze: Die Beispiele sind keine echten Geschäftsvorfälle und keine verwendbaren Rechnungsdokumente. Es werden keine echten Steuerkennzeichen, Firmenanschriften oder GTINs erzeugt.
Geprüfte Rechtsquellen: § 12 UStG, § 14 UStG und BMF: E-Rechnung, FAQ Stand März 2026.
Lerneinheit 5: Artikelstammdaten steuern den Materialfluss
Lernzeit: 10 Minuten

Betrachte den beispielhaften Lagerplan. Plane einen eindeutigen Weg für die Filterpatronen vom Wareneingang bis zur Ausgabe.
Der Materialfluss beschreibt die Bewegung der Güter. Der zugehörige Informationsfluss sorgt für die korrekte Erfassung.
Beispielprozess:
Wareneingang → Identitäts- und Mengenprüfung → Stammdatenabgleich → Einlagerung → Kommissionierung → Ausgabe → Bestandsbuchung
Lernvideo: Innerbetrieblicher Materialfluss einfach erklärt, LagerLernen. Beobachtungsauftrag: Wo müssen Informationen gemeinsam mit der Ware weitergegeben werden?

Lernvideo: Kommissionieren einfach erklärt, LagerLernen. Beobachtungsauftrag: Wie können falsche Artikeldaten die Kommissionierung beeinflussen?
Checkliste für die Artikelpflege
| Prüffrage | Qualitätsziel |
|---|---|
| Ist die interne Artikelnummer eindeutig? | Keine Dublette |
| Ist die Bezeichnung ausreichend präzise? | Sichere Unterscheidung |
| Ist die Basiseinheit definiert? | Korrekte Bestandsführung |
| Stimmt die Verpackungsumrechnung? | Korrekte Mengenbuchung |
| Ist die Kompatibilität belegt? | Richtige Ersatzteilverwendung |
| Ist der Freigabestatus dokumentiert? | Nachvollziehbare Entscheidung |
| Sind Änderungen protokolliert? | Nachverfolgbare Stammdatenpflege |
Praxisregel: Unklare oder widersprüchliche Datensätze nicht stillschweigend überschreiben. Zuerst prüfen, klären, dokumentieren und im vorgesehenen betrieblichen Verfahren freigeben lassen.
Interaktive kaufmännische Fallwerkstatt
Basisfall: Wareneingang
Aufgabe: Zwei Kartons A kommen an. Welche Menge muss in Stück erfasst werden?
Hilfe 1: Schaue auf die Verpackungseinheit von Angebot A.
Hilfe 2: Multipliziere Kartonanzahl und Inhalt je Karton.
Lösung mit Feedback: 24 Stück. Wer nur zwei Stück bucht, unterschätzt den tatsächlichen Bestand um 22 Stück. Der Fehler entsteht durch die Verwechslung von Bestell- und Basiseinheit.
Anwendungsfall: Ersatzteilbestellung
Aufgabe: Entscheide zwischen den Angeboten A, B und C für 25 benötigte Filterpatronen.
Hilfe 1: Prüfe die technische Freigabe.
Hilfe 2: Berechne ganze Kartons und die Gesamtausgabe.
Lösung mit Feedback: B scheidet technisch aus. A kostet 288,00 € netto bei 36 Stück, C kostet 255,00 € netto bei 30 Stück. C ist für eine auf geringe Sofortausgaben ausgerichtete Beschaffung plausibel; A kann bei künftigem Verbrauch wirtschaftlich sinnvoll sein.
Transferfall: Datenkonflikt
Situation: Eine fiktive neue Lieferantenmeldung bezeichnet Angebot B als passend für P-100 R3. Die freigegebene Ersatzteilliste enthält weiterhin nur F-12.
Aufgabe: Entscheide, ob die Stammdaten sofort geändert werden dürfen.
Hilfe 1: Unterscheide Lieferantenbehauptung und technische Freigabe.
Hilfe 2: Überlege, wer die Ersatzteilliste prüfen und Änderungen autorisieren muss.
Begründetes Feedback: Keine automatische Freigabe. Zunächst aktuelle technische Unterlagen anfordern, Widerspruch klären und die zuständige Fachstelle entscheiden lassen. Danach werden die Stammdaten kontrolliert angepasst und die Änderung dokumentiert.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Aufgabe hat eine interne Artikelnummer? (Sie identifiziert einen Artikel innerhalb des betrieblichen Nummernsystems) (!Sie zeigt immer den aktuellen Lagerbestand) (!Sie ersetzt jede technische Freigabe) (!Sie gibt automatisch den Bruttopreis an)
Was bezeichnet die GTIN? (Eine standardisierte Handelsartikelkennung) (!Eine frei erfundene Lagerplatznummer) (!Eine Schichtnummer im Wareneingang) (!Eine immer aktuelle Inventurmenge)
Wie viele Filter enthält ein Karton A im Modellfall? (Zwölf Stück) (!Zehn Stück) (!Fünfundzwanzig Stück) (!Zwei Stück)
Welche Angebote sind für P-100 R3 im Modellfall freigegeben? (Angebot A und Angebot C) (!Nur Angebot B) (!Alle drei Angebote) (!Keines der Angebote)
Welche Einheit wird im Übungslager als Basiseinheit verwendet? (Stück) (!Palette) (!Lieferwagen) (!Rechnung)
Wie viele ganze Kartons C werden für mindestens 25 Stück benötigt? (Drei Kartons) (!Zwei Kartons) (!Vier Kartons) (!Ein Karton)
Wie hoch ist der Nettostückpreis bei Angebot A? (Acht Euro) (!Sieben Euro) (!Neun Euro) (!Zehn Euro)
Wie hoch ist der Nettobestellwert für drei Kartons C? (Zweihundertfünfundfünfzig Euro) (!Zweihundertachtundachtzig Euro) (!Zweihundertzehn Euro) (!Dreihundert Euro)
Welche Information verändert sich normalerweise durch eine Wareneingangsbuchung? (Der gebuchte Lagerbestand) (!Die eindeutige Artikelidentität) (!Die zugelassene Maschinenrevision) (!Die technische Artikelzeichnung)
Was kennzeichnet eine strukturierte E-Rechnung? (Sie ermöglicht eine elektronische Weiterverarbeitung ihrer strukturierten Daten) (!Jede beliebige Bilddatei ist automatisch eine E-Rechnung) (!Sie benötigt niemals Angaben zur Ware) (!Sie ist ausschließlich eine handschriftliche Quittung)
Quiz-Feedback: Wenn Dir Mengenfragen schwerfallen, wiederhole Lerneinheit 2. Bei Fehlern zur Freigabe hilft Lerneinheit 3. Bei kaufmännischen Fragen nutze die Musterrechnung in Lerneinheit 4.
Memory
Finde jeweils einen Fachbegriff und die passende Bedeutung.
| Interne Artikelnummer | Betriebsinterner eindeutiger Schlüssel |
| GTIN | Standardisierte Handelsartikelkennung |
| Basiseinheit | Stück |
| Bestelleinheit | Karton |
| Umrechnungsfaktor | Mengenverhältnis zwischen Einheiten |
| Kompatibilität | Nachgewiesene technische Eignung |
| Wareneingangsbuchung | Erfassung einer eingegangenen Warenmenge |
Drag and Drop
Ordne die Schritte den passenden Tätigkeiten zu.
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Tätigkeit |
|---|---|
| Wareneingang | Lieferung annehmen und prüfen |
| Stammdatenprüfung | Artikelmerkmale kontrollieren |
| Einlagerung | Ware dem vorgesehenen Lagerplatz zuordnen |
| Kommissionierung | Benötigte Artikel für einen Auftrag zusammenstellen |
| Bestandsbuchung | Warenbewegung mengenmäßig im System erfassen |
Feedback: Die Warenbewegung muss durch richtige Identifikation und Mengenbuchung im Informationssystem nachvollziehbar bleiben.
Kreuzworträtsel
| Artikelnummer | Welche betriebliche Kennung unterscheidet einzelne Artikelstammsätze? |
| Karton | Wie heißt eine typische Verpackungseinheit für mehrere Einzelteile? |
| Barcode | Wie heißt eine maschinenlesbare Darstellung einer Kennung mit Strichen? |
| Inventur | Wie nennt man die mengenmäßige Bestandsaufnahme im Lager? |
| Freigabe | Wie heißt die dokumentierte Erlaubnis zur vorgesehenen Verwendung eines Ersatzteils? |
| Materialfluss | Wie heißt die Bewegung von Gütern innerhalb logistischer Prozesse? |
LearningApps
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben in der angegebenen Reihenfolge. Alle selbst erstellten Betriebs- und Personendaten müssen fiktiv sein.
Leicht – Basis
- Artikelnummer: Erstelle drei unterschiedliche interne Artikelnummern für fiktive Ersatzteile und erkläre Deine Vergaberegel.
- Stammdaten: Gestalte eine übersichtliche Artikelkarte mit sechs wichtigen Datenfeldern.
- Mengeneinheit: Zeichne eine Verpackung mit mehreren Einzelteilen und notiere den Umrechnungsfaktor.
- Barcode: Beschreibe anhand eines Commons-Bildes, welche Informationen der Barcode zeigt und welche erst im System hinterlegt sind.
Standard – Anwendung
- Wareneingang: Entwickle einen kurzen Dialog zwischen Lager und Einkauf zur Klärung einer falsch angegebenen Verpackungseinheit.
- Beschaffung: Erstelle einen fiktiven Angebotsvergleich mit mindestens drei Produktvarianten und berechne Stückpreise sowie Bestellmengen.
- Kommissionierung: Gestalte eine Bildfolge oder ein kurzes Erklärvideo vom Lagerplatz bis zur Materialausgabe.
- Stammdatenmanagement: Korrigiere eine selbst entworfene fehlerhafte Stammdatentabelle und dokumentiere jede Änderung.
Schwer – Transfer
- Prozessoptimierung: Entwirf ein Freigabeverfahren, das doppelte Artikelnummern und unklare Kompatibilitätsangaben verhindert.
- Wirtschaftlichkeit: Vergleiche bei einem fiktiven Jahresbedarf die Auswirkungen von Verpackungseinheiten auf Restbestände und Kapitalbindung.
- Qualitätsmanagement: Entwickle ein Vier-Augen-Prüfprotokoll für die Anlage und Änderung sicherheitsrelevanter Ersatzteilstammdaten.
- Digitalisierung: Produziere ein Rollenspiel oder Lernvideo darüber, wie ein Stammdatenfehler Einkauf, Lager und Instandhaltung beeinflusst.
Hinweis zur Bewertung: Gute Lösungen sind nachvollziehbar, fachlich begründet und unterscheiden zwischen belegten Informationen und eigenen Annahmen.


Lernkontrolle
Diese Aufgaben prüfen Dein Verständnis von Zusammenhängen und Deine Fähigkeit, Lösungen auf neue Situationen zu übertragen.
- Datenqualität: Ein Artikel besitzt zwei verschiedene Verpackungsumrechnungen. Erkläre die Folgen für Wareneingang, Lagerbestand und Nachbestellung.
- Kompatibilität: Ein günstiges Ersatzteil sieht genauso aus wie ein freigegebenes Bauteil. Entwickle einen nachvollziehbaren Prüf- und Entscheidungsweg.
- Beschaffungslogistik: Vergleiche einen niedrigen Stückpreis bei großen Packungen mit höheren Stückpreisen bei kleineren Packungen. Begründe eine Entscheidung anhand selbst festgelegter Annahmen.
- Materialfluss: Zeige anhand eines selbst erstellten Ablaufplans, an welchen Übergabestellen falsche Artikelstammdaten Fehler auslösen können.
- Informationsfluss: Erkläre, warum die Abstimmung zwischen Einkauf, Lager, Instandhaltung und Stammdatenverantwortlichen notwendig ist.
- Qualitätssicherung: Entwickle drei prüfbare Kriterien, mit denen Du den Erfolg einer verbesserten Stammdatenpflege nachweisen würdest.
Begründetes Bewertungsfeedback:
| Kriterium | Gute Leistung | Verbesserungsbedarf |
|---|---|---|
| Artikelidentität | Eindeutige Nummer und technische Merkmale | Nur allgemeiner Produktname |
| Mengensicherheit | Nachvollziehbare Einheiten und Berechnungen | Vermischte Stück- und Kartonangaben |
| Technische Sicherheit | Dokumentierte Freigabe | Ungeprüfte Austauschbarkeit |
| Kaufmännische Entscheidung | Mehrere Kriterien begründet | Nur günstigsten Preis ausgewählt |
| Prozessverständnis | Ursachen und Folgen erklärt | Nur Fehler benannt |
Lernnachweis
Erstelle eine digitale Ausbildungsmappe mit folgenden Bestandteilen:
- Eine vollständig ausgefüllte fiktive Artikelstammkarte.
- Einen korrigierten Stammdatensatz mit Änderungsbegründung.
- Einen Vergleich von mindestens zwei technisch geeigneten Angeboten.
- Eine Berechnung der Bestellmengen und Nettokosten.
- Einen Ablaufplan vom Wareneingang zur Materialausgabe.
- Eine kurze Gesprächssimulation zur Klärung eines Stammdatenfehlers.
- Eine persönliche Reflexion mit zwei Maßnahmen zur Fehlervermeidung.
Bewertungsmaßstab: Artikelidentifikation 20 Prozent, Mengenumrechnung 20 Prozent, Kompatibilitätsprüfung 20 Prozent, kaufmännische Begründung 20 Prozent sowie Prozessdarstellung und Reflexion 20 Prozent.
Bestehensziel: Fachlich plausible, nachprüfbare Entscheidungen. Nicht die bloße Wiedergabe von Begriffen steht im Vordergrund.
OERs zum Thema
Grundlagen zu Stammdaten:
Weitere Fachinformationen:
- GS1 Germany: GTIN und Artikelidentifikation
- GS1 Germany: Barcodes
- GS1 Germany: GTIN der Artikeleinheit und Verpackungsstufen
- Umsatzsteuergesetz: Steuersätze
- Umsatzsteuergesetz: Rechnungsangaben
- Bundesfinanzministerium: E-Rechnung
Mediennachweise und Nutzungsrechte
Die folgenden Dateien wurden über ihre Wikimedia-Commons-Dateiseiten recherchiert. Lizenzbedingungen, insbesondere Namensnennung und gegebenenfalls Weitergabe unter gleichen Bedingungen, sind bei einer Nachnutzung zu beachten.
| Medium | Urheber | Lizenz |
|---|---|---|
| Lagerregale | Shixart1985 / Nenad Stojković | CC BY 2.0 |
| SKU und EAN-13 | Grasso Luigi | CC0 |
| Beispielbarcode | Fred the Oyster | Public Domain |
| Paletten | Nadeem55 | CC BY-SA 4.0 |
| Lagerplan | VersionMismatch | CC BY 4.0 |
| Barcode-Kommissionierung | MicroSYST Systemelectronic GmbH | CC BY-SA 4.0 |
Videos: Materialfluss und Kommissionierung von LagerLernen. Sie sind als externe YouTube-Lernmedien eingebunden, nicht als frei lizenzierte OER ausgewiesen. Eine gesonderte Weiterverwendung oder Bearbeitung erfordert die entsprechenden Nutzungsrechte.
Quellen- und Datenstand: 11. Oktober 2026. Sämtliche Betriebsfälle, Angebote, Mitarbeitenden, Maschinenbezeichnungen und internen Artikelnummern sind fiktiv. Rechtsangaben gelten für das ausdrücklich beschriebene deutsche Modellszenario; Sonderfälle sind gesondert zu prüfen.
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