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Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Maschinenkosten im Modell ermitteln

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Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Maschinenkosten im Modell ermitteln

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Technische Kalkulation und Wirtschaftlichkeit – Maschinenkosten im Modell ermitteln

Ein praxisnaher Lernkurs für die berufliche Ausbildung

Bild: Impressionmanufacturer / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert.


Einleitung

Was kostet eine Maschinenstunde? Welche Maschine arbeitet wirtschaftlicher? Und wann lohnt sich eine höhere Investition?

In diesem aiMOOC begleitest Du eine fiktive Lernwerkstatt bei der Auswahl zweier Fräsmaschinen. Du rechnest, vergleichst, diskutierst und begründest eine Entscheidung.

Zielgruppe: Auszubildende in technischen und kaufmännischen Berufen, insbesondere Industriemechanik, Zerspanungsmechanik, Industriekaufleute und verwandte Ausbildungsberufe.

Vorkenntnisse: Grundrechenarten, Prozentrechnung und einfache Tabellen.

Kursdauer: 90 Minuten im Kernkurs, zusätzlich etwa 45 bis 60 Minuten für offene Vertiefungsaufgaben.

Kursaufbau:

  1. Einstieg und Ausbildungsfall: 10 Minuten
  2. Maschinenlaufzeit verstehen: 10 Minuten
  3. Fixkosten berechnen: 15 Minuten
  4. Variable Kosten berechnen: 10 Minuten
  5. Maschinen vergleichen: 15 Minuten
  6. Aufträge kalkulieren und Entscheidungen begründen: 10 Minuten
  7. Interaktive Übungsfälle und Selbstkontrolle: 20 Minuten

Deine Lernziele: Du kannst Maschinenstundensätze ermitteln, Fixkosten und variable Kosten unterscheiden, die Wirtschaftlichkeit zweier technischer Lösungen beurteilen und die Grenzen einer Modellrechnung erklären.

Wichtiger Modellhinweis: Sämtliche Personen, Unternehmensbezeichnungen, Maschinenangebote, Preise, Leistungsdaten und Aufträge des Ausbildungsfalls sind ausdrücklich fiktiv. Die verwendeten Fotografien zeigen reale Technik, jedoch nicht die beiden Modellmaschinen.


Ausbildungsfall: Zwei Maschinen, eine Entscheidung


Gesprächsmedium 1: Der Auftrag

Ausbilderin Nela (fiktiv): „Wir brauchen eine Maschine zur Bearbeitung unserer Halterplatten. Welche der beiden Alternativen ist wirtschaftlicher?“

Auszubildender Ben (fiktiv): „Dann nehmen wir die günstigere Maschine.“

Nela: „Günstiger beim Kauf – oder günstiger während der Nutzung?“

Ben: „Das müssen wir ausrechnen!“

Gesprächsauftrag: Spielt diesen Dialog zu zweit nach. Nehmt eine kurze Audioaufnahme auf und ergänzt eine begründete Vermutung.


Die beiden fiktiven Maschinenangebote

Merkmal Maschine A: Basisfräse Maschine B: Präzisionsfräse
Anschaffungswert netto, einschließlich angenommener Anschaffungsnebenkosten 58.000 € 100.000 €
Restwert am Ende der Nutzungsdauer 10.000 € 20.000 €
Wirtschaftliche Nutzungsdauer 8 Jahre 8 Jahre
Kalkulationszinssatz 5 % pro Jahr 5 % pro Jahr
Raumkosten jährlich 2.000 € 2.400 €
Geplante Instandhaltung jährlich 1.600 € 1.800 €
Maschinenversicherung jährlich 700 € 800 €
Angenommene elektrische Leistung 4 kW 5 kW
Mittlerer Leistungsfaktor während des produktiven Betriebs 75 % 80 %
Werkzeug- und Betriebsstoffkosten je produktive Stunde 5,10 € 0,80 €
Produktive Bearbeitungszeit je Halterplatte 0,75 h 0,60 h

Gemeinsame Modellannahmen:

  1. Maschinenlaufzeit: 1.200 produktive Stunden jährlich im Ausgangsfall; maximal 1.800 produktive Stunden jährlich im betrachteten Kapazitätsbereich.
  2. Strompreis: konstant 0,30 € netto je kWh.
  3. Abschreibung: linear über acht Jahre auf Basis von Anschaffungswert und Restwert.
  4. Kalkulatorische Zinsen: 5 % auf das durchschnittlich gebundene Kapital nach der Halbwertmethode.
  5. Instandhaltung: im vereinfachten Modell als jährlich fixer Planbetrag.
  6. Kostenfunktion: innerhalb des betrachteten Bereichs konstante variable Kosten pro produktiver Maschinenstunde.
  7. Kalkulationsgrenze: Material, Bedienpersonal, gesonderte Rüstkosten, Ausschuss, Finanzierungsauszahlungen, Erlöse, Gewinnzuschläge und Umsatzsteuer werden nicht in den Maschinenstundensatz eingerechnet.

Die Modellwerte sind keine Marktpreise, Herstellerangaben oder steuerlichen Abschreibungsvorgaben.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Maschinenkosten erkennen

Bild: Tosaka / Wikimedia Commons, CC BY 3.0, unverändert. Die Darstellung zeigt eine konventionelle Fräsmaschine.

Merksatz: Eine Maschine verursacht Kosten, selbst wenn sie zeitweise stillsteht. Andere Kosten entstehen erst durch ihre Nutzung.

Fixe Kosten im Modell Variable Kosten im Modell
Kalkulatorische Abschreibung Strom für den produktiven Betrieb
Kalkulatorische Zinsen Werkzeugverschleiß je Stunde
Raumkosten Zeitabhängige Betriebsstoffe
Pauschale Instandhaltung Verbrauchsabhängige Hilfsmittel
Versicherung Weitere nutzungsabhängige Kosten

Mini-Aufgabe: Ordne die Kostenarten zu und erkläre, warum ein Strom-Grundpreis und ein Strom-Arbeitspreis unterschiedlich behandelt werden können.

Feedback: Ein Grundpreis fällt regelmäßig unabhängig von der verbrauchten Energie an. Der Arbeitspreis hängt im Modell von den verbrauchten Kilowattstunden ab. In realen Betrieben können Kostenarten gemischte fixe und variable Anteile enthalten.

Videoimpuls: Maschinenstundensatzrechnung einfach erklärt – JL Education

Beobachtungsfrage: Warum kann eine Verteilung allein nach Fertigungslöhnen die Kosten einer automatisierten Fertigung ungenau abbilden?


Lerneinheit 2: Die richtige Laufzeit bestimmen

Bild: Jeremyida002 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert.

Merksatz: Für unseren Maschinenstundensatz verwenden wir die geplanten produktiven Maschinenstunden, nicht die bloße Anwesenheitszeit.

Zeitart Behandlung im Kursmodell
Produktive Bearbeitung Im Nenner enthalten
Wartungsstillstand Nicht enthalten
Reiner Leerlauf Nicht enthalten
Rüstzeit ohne produktive Bearbeitung Nicht enthalten; gegebenenfalls separat kalkulieren
Wirtschaftliche Nutzungsdauer in Jahren Grundlage für Abschreibung, nicht der Stunden-Nenner

Beispiel: Eine Maschine kann 1.800 produktive Stunden pro Jahr erreichen. Geplant werden zunächst 1.200 produktive Stunden.

Auslastungsgrad im Modell = 1.200 / 1.800 × 100 = 66,67 %.

Wichtig: Rüstzeiten können in anderen betrieblichen Kalkulationssystemen anders verrechnet werden. Du musst die Behandlung der Zeitarten mit dem gewählten Stundensatz abstimmen und Doppelberechnungen vermeiden.

Mini-Aufgabe: Welche Auswirkungen hat eine geringere produktive Laufzeit auf die Fixkosten je Maschinenstunde?

Feedback: Die jährlichen Fixkosten bleiben im Modell unverändert, verteilen sich aber auf weniger produktive Stunden. Dadurch steigt der Fixkostenanteil je Stunde.


Lerneinheit 3: Fixkosten berechnen

Bild: Pavel Ševela / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, unverändert.

Formelkarte 1:

Kalkulatorische Abschreibung pro Jahr = (Anschaffungswert − Restwert) / Nutzungsdauer.

Formelkarte 2:

Kalkulatorische Zinsen pro Jahr = (Anschaffungswert + Restwert) / 2 × Kalkulationszinssatz.

Maschine A:

Abschreibung = (58.000 − 10.000) / 8 = 6.000 € jährlich.

Kalkulatorische Zinsen = (58.000 + 10.000) / 2 × 0,05 = 1.700 € jährlich.

Jährliche Fixkosten A = 6.000 + 1.700 + 2.000 + 1.600 + 700 = 12.000 €.

Maschine B:

Abschreibung = (100.000 − 20.000) / 8 = 10.000 € jährlich.

Kalkulatorische Zinsen = (100.000 + 20.000) / 2 × 0,05 = 3.000 € jährlich.

Jährliche Fixkosten B = 10.000 + 3.000 + 2.400 + 1.800 + 800 = 18.000 €.

Fixkosten im Jahr Maschine A Maschine B
Abschreibung 6.000 € 10.000 €
Zinsen 1.700 € 3.000 €
Raum 2.000 € 2.400 €
Instandhaltung 1.600 € 1.800 €
Versicherung 700 € 800 €
Summe 12.000 € 18.000 €

Videoimpuls: Maschinenstundensatzrechnung mit Rechenweg – Wirtschaft gaaanz einfach!

Hinweis: Die hier verwendete lineare kalkulatorische Abschreibung ist eine vereinfachte Kostenrechnungsannahme. Sie darf nicht mit einer automatisch zulässigen steuerlichen Abschreibung gleichgesetzt werden.


Lerneinheit 4: Energie und Werkzeugkosten bestimmen

Bild: LordShadowWing / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, unverändert.

Formelkarte 3:

Mittlere elektrische Leistung = angenommene Leistung × Leistungsfaktor.

Energiekosten pro Stunde = mittlere Leistung in kW × 1 h × Strompreis je kWh.

Maschine A:

4 kW × 0,75 = 3 kW.

3 kWh × 0,30 €/kWh = 0,90 € je Stunde.

0,90 € Strom + 5,10 € Werkzeuge und Betriebsstoffe = 6,00 € variable Kosten je Stunde.

Maschine B:

5 kW × 0,80 = 4 kW.

4 kWh × 0,30 €/kWh = 1,20 € je Stunde.

1,20 € Strom + 0,80 € Werkzeuge und Betriebsstoffe = 2,00 € variable Kosten je Stunde.

Bild: Pavel Ševela / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0, unverändert.

Gesprächsmedium 2: Werkzeugverschleiß

Ben: „Maschine B benötigt mehr Strom pro Stunde. Also ist sie teurer im Betrieb.“

Nela: „Prüfe zusätzlich den Werkzeugverbrauch.“

Ben: „Dann liegen die variablen Kosten bei Maschine B trotz des höheren Stromverbrauchs niedriger.“

Mini-Aufgabe: Erkläre, weshalb elektrische Leistung, Energieverbrauch und Energiekosten nicht dieselbe Größe sind.

Feedback: Leistung wird in kW angegeben. Energie ergibt sich aus Leistung und Zeit und wird in kWh gemessen. Erst die Multiplikation des Energieverbrauchs mit dem Preis je kWh ergibt die Energiekosten.


Lerneinheit 5: Maschinenstundensätze vergleichen

Formelkarte 4:

Jährliche Maschinenkosten = jährliche Fixkosten + variable Kosten je Stunde × produktive Jahresstunden.

Maschinenstundensatz = jährliche Maschinenkosten / produktive Jahresstunden.

Für 1.200 Stunden:

Berechnung Maschine A Maschine B
Fixkosten 12.000 € 18.000 €
Variable Kosten 1.200 × 6 € = 7.200 € 1.200 × 2 € = 2.400 €
Jahreskosten 19.200 € 20.400 €
Maschinenstundensatz 16,00 €/h 17,00 €/h

Erstes Ergebnis: Bei 1.200 produktiven Jahresstunden ist Maschine A hinsichtlich der jährlichen Maschinenkosten um 1.200 € günstiger.

Aber: Das Ergebnis ändert sich möglicherweise, wenn beide Maschinen stärker ausgelastet werden.


Drei Auslastungsszenarien

Produktive Stunden jährlich Jahreskosten A Jahreskosten B Günstigere Maschine nach Jahreskosten
1.200 h 19.200 € 20.400 € A
1.500 h 21.000 € 21.000 € Gleich teuer
1.800 h 22.800 € 21.600 € B

Kostenfunktionen:

Maschine A: K(A) = 12.000 + 6 × h.

Maschine B: K(B) = 18.000 + 2 × h.

h bezeichnet die produktiven Maschinenstunden pro Jahr.

Kostengleichheit:

12.000 + 6h = 18.000 + 2h

4h = 6.000

h = 1.500 Stunden.

Damit liegt der Schnittpunkt der jährlichen Kostenfunktionen bei 1.500 produktiven Stunden jährlich.

Bei gleicher produktiver Jahreslaufzeit ist Maschine A unterhalb dieser Grenze günstiger. Oberhalb der Grenze ist Maschine B günstiger.

Videoimpuls: Kostenvergleichsrechnung – Wirtschaft gaaanz einfach!


Lerneinheit 6: Einen Fertigungsauftrag kalkulieren

Fiktiver Kundenauftrag: 40 Halterplatten.

Für die Bearbeitung benötigt Maschine A 0,75 produktive Stunden je Stück, Maschine B nur 0,60 Stunden.

Kennzahl Maschine A Maschine B
Produktive Zeit für 40 Stück 30 h 24 h
Maschinenstundensatz bei 1.200 h pro Jahr 16,00 € 17,00 €
Maschinenkosten für den Auftrag 480,00 € 408,00 €
Maschinenkosten je Stück 12,00 € 10,20 €

Ergebnis: Obwohl Maschine B im Ausgangsszenario den höheren Maschinenstundensatz hat, verursacht sie für diesen Auftrag 72 € weniger Maschinenkosten.

Warum? Sie benötigt weniger produktive Bearbeitungszeit pro Werkstück.

Gesprächsmedium 3: Die Entscheidung

Nela: „Welche Maschine würdest Du für diesen Auftrag wählen?“

Ben: „Für den betrachteten Bearbeitungsauftrag Maschine B, weil die Maschinenkosten um 72 € niedriger sind.“

Nela: „Reicht das als vollständige Investitionsentscheidung?“

Ben: „Nein. Wir müssen unter anderem auch die erwartete Auslastung, Kapazität, Qualität, Rüstkosten, Lieferfähigkeit und weitere Kosten prüfen.“

Sprechaufgabe: Erstellt einen 60-Sekunden-Entscheidungsdialog und nehmt ihn als Audio auf. Die Entscheidung muss eine Zahl, eine Annahme und eine Grenze des Modells nennen.


Interaktive kaufmännische Fallwerkstatt


Fall A: Basis – Maschinenstundensatz berechnen

Auftrag: Ermittle die Maschinenkosten je Stunde für Maschine A bei 1.200 produktiven Jahresstunden.

Hilfe Stufe 1: Unterscheide jährliche Fixkosten von variablen Stundenkosten.

Hilfe Stufe 2: Verwende die Formel „Fixkosten / Jahresstunden + variable Stundenkosten“.

Hilfe Stufe 3: Rechne 12.000 / 1.200 + 6.

Lösung und begründetes Feedback: Das Ergebnis ist 16,00 €/h. Die 12.000 € Fixkosten ergeben 10 € je Stunde; zusätzlich fallen 6 € variable Kosten je Stunde an. Wer lediglich den Anschaffungswert durch die Jahresstunden teilt, berücksichtigt weder die Nutzungsdauer noch den Restwert sachgerecht.


Fall B: Anwendung – Zwei Angebote prüfen

Auftrag: Entscheide, welche Maschine bei 1.800 produktiven Jahresstunden niedrigere jährliche Maschinenkosten aufweist.

Hilfe Stufe 1: Nutze für beide Alternativen dieselbe produktive Jahreslaufzeit.

Hilfe Stufe 2: Vergleiche Fixkosten plus variable Jahreskosten.

Hilfe Stufe 3: A = 12.000 + 6 × 1.800; B = 18.000 + 2 × 1.800.

Lösung und begründetes Feedback: Maschine A kostet 22.800 €, Maschine B 21.600 € jährlich. B ist um 1.200 € günstiger. Der höhere fixe Kostenblock von B wird bei dieser Auslastung durch die niedrigeren variablen Stundenkosten überkompensiert.


Fall C: Transfer – Eine neue Rahmenbedingung

Fiktive Änderung: Der Nettostrompreis steigt von 0,30 € auf 0,40 € je kWh. Alle übrigen Annahmen bleiben unverändert.

Auftrag: Ermittle die neuen variablen Stundenkosten und entscheide bei 1.200 produktiven Jahresstunden erneut.

Hilfe Stufe 1: Nur der Stromkostenanteil wird neu berechnet.

Hilfe Stufe 2: A benötigt im Modell 3 kWh je produktive Stunde, B benötigt 4 kWh.

Hilfe Stufe 3: Neue variable Kosten A = 3 × 0,40 + 5,10. Neue variable Kosten B = 4 × 0,40 + 0,80.

Lösung und begründetes Feedback: Maschine A kostet nun 6,30 €/h variabel, Maschine B 2,40 €/h. Bei 1.200 Jahresstunden ergeben sich Maschinenstundensätze von 16,30 €/h und 17,40 €/h. Maschine A bleibt nach jährlichen Maschinenkosten günstiger. Allerdings wächst der Unterschied auf 1,10 €/h, da B je Stunde mehr Strom benötigt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Stunden verwendet das Kursmodell im Nenner der Maschinenstundensatzrechnung? (Produktive Maschinenstunden) (!Kalenderstunden eines Jahres) (!Alle Stillstandszeiten) (!Gesamte wirtschaftliche Nutzungsdauer)




Welche Kostenart wird im vereinfachten Modell als jährlicher Fixkostenbetrag behandelt? (Maschinenversicherung) (!Zeitabhängiger Werkzeugverschleiß) (!Stromverbrauch je produktive Stunde) (!Verbrauchsabhängige Betriebsstoffe)




Wie hoch ist die jährliche kalkulatorische Abschreibung von Maschine A? (6000 Euro) (!58000 Euro) (!7250 Euro) (!10000 Euro)




Wie hoch sind die jährlichen kalkulatorischen Zinsen von Maschine A? (1700 Euro) (!2900 Euro) (!3400 Euro) (!5000 Euro)




Welche Energiekosten fallen bei Maschine A je produktive Stunde an? (0,90 Euro) (!3,00 Euro) (!0,30 Euro) (!5,10 Euro)




Wie hoch ist der Maschinenstundensatz von Maschine A bei 1200 produktiven Jahresstunden? (16 Euro je Stunde) (!17 Euro je Stunde) (!12 Euro je Stunde) (!22 Euro je Stunde)




Wie hoch ist der Maschinenstundensatz von Maschine B bei 1200 produktiven Jahresstunden? (17 Euro je Stunde) (!16 Euro je Stunde) (!15 Euro je Stunde) (!19 Euro je Stunde)




Welche Maschine hat bei 1800 produktiven Jahresstunden geringere jährliche Maschinenkosten? (Maschine B) (!Maschine A) (!Beide verursachen gleich hohe Jahreskosten) (!Keine Berechnung ist möglich)




Bei welcher gleichen produktiven Jahreslaufzeit sind die jährlichen Maschinenkosten beider Maschinen im Ausgangsmodell gleich hoch? (1500 Stunden) (!1200 Stunden) (!1800 Stunden) (!2000 Stunden)




Welche Aussage trifft bei einem Auftrag über 40 Halterplatten mit den angegebenen Bearbeitungszeiten zu? (Maschine B verursacht 408 Euro Maschinenkosten) (!Maschine A verursacht 408 Euro Maschinenkosten) (!Beide Maschinen verursachen 480 Euro Maschinenkosten) (!Maschine B verursacht 680 Euro Maschinenkosten)





Memory

Fixkosten Jährlich unabhängig von den produktiven Stunden geplanter Kostenblock
Variable Stundenkosten Von der produktiven Laufzeit abhängiger Kostenanteil
Abschreibung Rechnerische Verteilung des Wertverzehrs über die Nutzungsdauer
Kalkulatorische Zinsen Rechnerische Verzinsung des durchschnittlich gebundenen Kapitals
Restwert Angenommener Maschinenwert am Ende der Nutzung
Maschinenstundensatz Maschinenkosten je produktiver Betriebsstunde
Werkzeugverschleiß Nutzung führt zum Verbrauch von Schneidwerkzeugen
Kostengleichheit Zwei Alternativen verursachen bei einem bestimmten Umfang identische Kosten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Bedeutung
Fixkosten Bleiben im vereinfachten Jahresmodell trotz unterschiedlicher Nutzung unverändert
Stromkosten Entstehen aus Energieverbrauch und Energiepreis
Nutzungsdauer Beschreibt den wirtschaftlich geplanten Einsatzzeitraum einer Maschine
Produktive Laufzeit Ist die Bezugsgröße des hier verwendeten Maschinenstundensatzes
Kalkulatorische Verzinsung Berücksichtigt die Kosten des gebundenen Kapitals
Kostenvergleich Stellt die Kosten alternativer technischer Lösungen gegenüber





Kreuzworträtsel

Abschreibung Wie heißt die rechnerische Verteilung des Wertverzehrs einer Maschine?
Restwert Wie nennt man den angenommenen Wert der Maschine am Ende ihrer Nutzungsdauer?
Laufzeit Welcher Begriff bezeichnet die Zeit des Maschinenbetriebs?
Zinsen Wie heißen die kalkulatorisch angesetzten Kosten des gebundenen Kapitals?
Werkzeuge Welche Betriebsmittel können beim Fräsen durch Verschleiß ersetzt werden müssen?
Fixkosten Wie heißen die im Modell unabhängig von der produktiven Laufzeit angesetzten Kosten?





LearningApps

Der iFrame öffnet eine thematische Suche. Es wird nicht behauptet, dass eine bestimmte Lern-App bereits verfügbar ist.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Kosten einer Maschine je produktiver Stunde werden durch den

ausgedrückt.
Für den Nenner der Modellrechnung verwenden wir die

Maschinenstunden.
Die wirtschaftlich geplante Einsatzzeit über mehrere Jahre nennt man

.
Der angenommene verbleibende Maschinenwert heißt

.
Die rechnerische Verteilung des Wertverzehrs bezeichnet man als

.
Für das durchschnittlich gebundene Kapital berücksichtigt die Rechnung kalkulatorische

.
Die jährlich unverändert geplanten Kosten heißen

.
Die Stromkosten zählen im Modell zu den

Kosten.
Elektrische Energie wird in

angegeben.
Bei 1200 Jahresstunden beträgt der Stundensatz von Maschine A

Euro.
Bei derselben Laufzeit beträgt der Stundensatz von Maschine B

Euro.
Die Jahreskosten beider Alternativen sind bei

produktiven Stunden gleich.
Die Maschinenkosten des Auftrags über 40 Halterplatten betragen auf Maschine B

Euro.




Begründetes Feedback und typische Denkfehler

Typische Antwort oder Annahme Fachliches Feedback
Die billigere Anschaffung ist immer wirtschaftlicher. Nicht ausreichend. Entscheidend sind die Kosten über den betrachteten Nutzungs- und Leistungsumfang.
Für den Stundensatz zählen alle Kalenderstunden. Falsch für unser Modell. Es werden geplante produktive Maschinenstunden verwendet.
Die Abschreibung entspricht dem vollen Anschaffungswert pro Jahr. Falsch. Nutzungsdauer und angenommener Restwert müssen in der Modellformel berücksichtigt werden.
Eine größere elektrische Leistung bedeutet automatisch höhere Fertigungskosten pro Stück. Nicht zwingend. Bearbeitungsdauer, Leistungsfaktor und weitere Kosten beeinflussen das Ergebnis.
Maschine A hat den kleineren Stundensatz und muss deshalb jeden Auftrag günstiger fertigen. Falsch. Unterschiedliche Bearbeitungszeiten können die Rangfolge der auftragsbezogenen Kosten ändern.
Oberhalb der Kostengleichheit ist B nach dem Modell günstiger. Richtig. Ihre geringeren variablen Kosten überwiegen dann die höheren Fixkosten.
Mit diesem Vergleich ist der Kauf vollständig entschieden. Nein. Investitionsbedarf, Qualität, Rüstzeiten, Personal, Ausschuss, Erlöse, Liquidität und Risiken sind noch zu prüfen.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Fixkosten: Gestalte eine kleine Bildkarte mit drei fixen Kostenarten aus dem Maschinenmodell und erkläre jede mit einem kurzen Satz.
  2. Maschinenlaufzeit: Zeichne einen Zeitstrahl, der produktive Bearbeitung, Leerlauf, Wartung und Rüstzeit voneinander unterscheidet.
  3. Maschinenstundensatz: Rechne den Stundensatz von Maschine A nach und erkläre Deinem Lernpartner den Unterschied zwischen Fixkosten je Stunde und variablen Stundenkosten.
  4. Energiekosten: Erstelle ein beschriftetes Formeldreieck oder eine Infokarte zu Leistung, Energieverbrauch und Stromkosten.


Standard

  1. Kostenartenrechnung: Übertrage die Kostendaten beider Maschinen in eine Tabellenkalkulation und lasse Jahreskosten und Stundenkosten automatisch berechnen.
  2. Kostenvergleichsrechnung: Prüfe die Maschinen bei 1.200, 1.500 und 1.800 produktiven Stunden und stelle die Kostenfunktionen grafisch dar.
  3. Fertigungskalkulation: Berechne die Maschinenkosten für einen fiktiven Auftrag über 60 Halterplatten auf beiden Maschinen und dokumentiere Deinen Rechenweg.
  4. Fachgespräch: Produziere gemeinsam mit einer anderen lernenden Person ein zweiminütiges fiktives Beratungsgespräch über die Maschinenwahl.


Schwer

  1. Sensitivitätsanalyse: Verändere Strompreis und Werkzeugkosten in Deiner Tabellenkalkulation und ermittle, wann sich die Maschinenrangfolge ändert.
  2. Investitionsrechnung: Erstelle eine Entscheidungsvorlage, in der Du neben den Maschinenkosten auch die Grenzen einer statischen Kostenvergleichsrechnung erläuterst.
  3. Produktivität: Entwickle ein alternatives Szenario mit längeren Bearbeitungszeiten oder zusätzlichem Ausschuss. Begründe, ob sich die Rangfolge der auftragsbezogenen Kosten verändert.
  4. Nachhaltigkeit: Vergleiche die angenommene elektrische Energie pro Halterplatte beider Maschinen. Erkläre, welche weiteren überprüfbaren Informationen für eine ökologische Gesamtbewertung fehlen.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Aufgaben prüfen Zusammenhänge und den Transfer auf andere Situationen.

  1. Auslastung: Erkläre anhand beider Kostenfunktionen, warum steigende Auslastung die wirtschaftliche Rangfolge verändern kann. Zeige den Schnittpunkt rechnerisch und grafisch.
  2. Kalkulation: Eine fiktive Lernwerkstatt erhält zusätzliche Aufträge. Untersuche, wann eine Neubewertung des Maschinenstundensatzes nötig ist und weshalb die ursprünglich geplanten Stunden relevant bleiben.
  3. Kostenvergleich: Beurteile die Behauptung, dass ein niedriger Maschinenstundensatz automatisch niedrige Stückkosten garantiert. Nutze den Auftrag über 40 Halterplatten.
  4. Risikoanalyse: Entwickle ein Szenario mit ungeplanten Maschinenstillständen und diskutiere die Folgen für produktive Stunden, Lieferfähigkeit und Kosten je Stunde.
  5. Kostenrechnung: Prüfe, wie sich eine andere Verteilung von Instandhaltungskosten in fixe und variable Bestandteile auswirken würde. Beschreibe die Modelländerung.
  6. Entscheidungsfindung: Verfasse eine begründete Empfehlung an die fiktive Ausbilderin. Nenne mindestens eine Rechnung, zwei Modellannahmen und drei zusätzliche Entscheidungskriterien.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis ist eine nachvollziehbare, eigenständig erstellte Entscheidungsvorlage für die fiktive Lernwerkstatt.

Darin sollen die folgenden Leistungen erkennbar sein:

  1. Modellannahmen: Alle verwendeten Annahmen und ihre Gültigkeitsgrenzen sind deutlich gekennzeichnet.
  2. Kostenarten: Fixe und variable Maschinenkosten sind korrekt zugeordnet.
  3. Maschinenstundensatz: Beide Maschinenstundensätze sind mit Einheiten und Rechenwegen richtig ermittelt.
  4. Kostenfunktionen: Die jährlichen Kosten und der Punkt der Kostengleichheit sind berechnet.
  5. Auftragskalkulation: Die Bearbeitungszeiten und Maschinenkosten für einen Auftrag sind verglichen.
  6. Entscheidungsbegründung: Die Empfehlung ist an den betrachteten Fall gebunden und fachlich nachvollziehbar.
  7. Kritische Reflexion: Fehlende Daten und Grenzen der Berechnung werden erläutert.
  8. Quellenkompetenz: Verwendete fachliche Quellen und Medien werden korrekt angegeben.

Vorgeschlagener Bewertungsmaßstab: Rechengenauigkeit 30 %, Modellverständnis 25 %, Entscheidungsbegründung 25 %, Reflexion und Quellenarbeit 20 %. Diese Gewichtung ist eine didaktische Empfehlung und keine rechtlich verbindliche Prüfungsregel.




Rechtliche Einordnung und Quellenprüfung

Stand der Rechtsprüfung: 11. Oktober 2026. Bezugsraum: Deutschland.

Dieser Kurs enthält eine interne Kostenrechnung, keine echte Rechnung an einen Kunden und kein rechtsverbindliches Angebot.

Umsatzsteuer: Der allgemeine deutsche Umsatzsteuersatz beträgt gemäß § 12 Abs. 1 UStG 19 %. Für bestimmte gesetzlich geregelte Umsätze gilt ein ermäßigter Satz von 7 %. Für eine gewöhnliche steuerpflichtige Maschinenlieferung im Inland wird im vereinfachten Beispiel der allgemeine Satz zugrunde gelegt. Die Berechnungen erfolgen netto unter der Modellannahme, dass abzugsfähige Vorsteuer kein Kostenbestandteil ist. Diese Annahme gilt nicht für jeden Betrieb und jeden Umsatz.

Beispiel außerhalb der Maschinenkostenrechnung: Bei einem fiktiven Nettoverkaufspreis von 500 € und einem Steuersatz von 19 % ergeben sich 95 € Umsatzsteuer und 595 € Bruttobetrag. Ein Verkaufspreis ist nicht mit einem Maschinenstundensatz gleichzusetzen.

Rechnungspflichtangaben: Eine reguläre Rechnung benötigt nach § 14 Abs. 4 UStG unter anderem Namen und Anschriften der Beteiligten, Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmens, Ausstellungsdatum, eindeutige Rechnungsnummer, Leistungsbeschreibung, Leistungszeitpunkt, Entgelt und Angaben zu Steuersatz und Steuerbetrag. Für bestimmte Fälle gelten besondere oder vereinfachte Regelungen.

E-Rechnung: Seit 1. Januar 2025 gelten neue Regeln für Rechnungen zwischen inländischen Unternehmen. Nach den im Oktober 2026 geltenden Übergangsregelungen ist die Ausstellung sonstiger Rechnungen grundsätzlich noch bis Ende 2026 möglich; bei elektronischen sonstigen Formaten wie PDF ist die Zustimmung des Empfängers erforderlich. Unter bestimmten Voraussetzungen verlängert sich die Übergangsfrist bis Ende 2027. Eine strukturierte E-Rechnung unterscheidet sich von einer einfachen PDF-Datei. Maßgeblich sind die gesetzlichen Vorschriften und die Erläuterungen des Bundesfinanzministeriums.

Arbeitsauftrag zur Rechtskompetenz: Erkläre, weshalb eine Maschinenkostenkalkulation nicht allein durch das Hinzufügen von Umsatzsteuer zu einer ordnungsgemäßen Rechnung wird.

Fachliche Quellen:

  1. Wikipedia: Maschinenstundensatz – Begriffe, Kostenarten und Bezugsgröße.
  2. Wikipedia: Kalkulatorische Zinsen – Verzinsung des durchschnittlich gebundenen Kapitals.
  3. Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern: Formelsammlung 2025 – Formeln der kalkulatorischen Zinsen.
  4. § 12 Umsatzsteuergesetz – Gesetzliche Umsatzsteuersätze.
  5. § 14 Umsatzsteuergesetz – Rechnungsanforderungen.
  6. Bundesministerium der Finanzen: FAQ zur E-Rechnung, Stand März 2026 – Elektronische Rechnungen und Übergangsfristen.

Quellenbewertung: Die Fachquellen begründen die Rechenmethoden. Sämtliche eingesetzten Beträge, Bearbeitungszeiten, Leistungsfaktoren und Maschinenkonfigurationen sind dagegen bewusst gesetzte Modellwerte und nicht aus diesen Quellen übernommen.


OERs zum Thema

Wikipedia: Maschinenstundensatz

Geprüfte Medien und Nutzungsrechte:

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien besitzen die jeweils direkt beim Bild angegebenen Creative-Commons-Lizenzen. Namen der Urheber, Lizenzlinks und Dateiquellen sind genannt. Die Bilder wurden für diesen Kurs nicht verändert.

Die eingebetteten YouTube-Videos stammen aus den überprüften Videoseiten der jeweiligen Anbieter. Ihre Einbettung bedeutet nicht, dass die Videos als frei bearbeitbare Open Educational Resources lizenziert sind. Für Download, Veränderung oder Weiterveröffentlichung sind die jeweiligen Rechte separat zu prüfen.

Weitere Videoquelle zum Vertiefen: Kalkulatorische Abschreibung und Zinsen – MariusEbert

Medienreflexion: Vergleiche zwei der Videos hinsichtlich Rechenweg, Verständlichkeit und der offengelegten Annahmen. Prüfe besonders, ob die gewählte Maschinenlaufzeit und die verwendete Abschreibungsbasis erläutert werden.


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