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Beschaffung Einkauf und Lieferanten – Lieferanten anhand von Kriterien bewerten

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Beschaffung Einkauf und Lieferanten – Lieferanten anhand von Kriterien bewerten

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Beschaffung Einkauf und Lieferanten – Lieferanten anhand von Kriterien bewerten

Zielgruppe: Kaufmännische Ausbildung (z. B. Büromanagement, Groß- und Außenhandelsmanagement) · Dauer: 5 Lerneinheiten à 7–10 Minuten plus Übungszeit · Leitfrage: Welcher Lieferant ist insgesamt geeignet – und warum?

Lernziele: Du vergleichst Angebote und Produktmuster, berechnest den Bezugspreis, bewertest Qualität, Zuverlässigkeit und Risiko mit einer gewichteten Matrix und begründest Deine Beschaffungsentscheidung.

Modellhinweis: Sämtliche Personen, Betriebe, Angebote, Preise, Proben, Lieferhistorien und Gespräche im Ausbildungsfall sind frei erfunden. Alle Zahlen sind didaktische Annahmen, keine Marktdaten. Die Wikimedia-Bilder zeigen echte allgemeine Motive, nicht die fiktiven Lieferanten. Die Rechtsinformationen betreffen Deutschland; Rechtsstand der Prüfung: 11. Oktober 2026.


Einleitung

Dein Auftrag: Der fiktive Übungsbetrieb „Versandwerk“ benötigt 1.000 Versandkartons für kommende Bestellungen. Drei fiktive Lieferanten A, B und C stehen zur Auswahl. Du arbeitest im Einkauf und musst für das Team eine Empfehlung vorbereiten.

Bildimpuls: Wo entstehen Schwierigkeiten, wenn eine Lieferung ausfällt?

Merksatz: Der günstigste Preis ist nicht automatisch die beste Beschaffungsentscheidung. Gute Lieferantenbewertung verbindet Produktqualität, Liefertreue, Ausfallrisiko und Bezugskosten.


Lerneinheit 1: Bedarf klären – 7 Minuten

Bedarfskarte (fiktiv): 1.000 einwellige Versandkartons, Innenmaß 30 × 20 × 15 cm, Lieferung spätestens in sieben Arbeitstagen. K.-o.-Kriterien: passendes Innenmaß, lieferbare Menge und Einhaltung der Frist. Alle drei Anbieter bestehen diese Vorprüfung.

Beobachtungsauftrag: Nenne zwei prüfbare Merkmale eines Kartons, zum Beispiel Maße und unbeschädigte Kanten.

Gesprächsmedium – Einkaufsgespräch zum Vorlesen oder Einsprechen (alle Rollen fiktiv):

Auszubildende Person: „Lieferant A ist am billigsten. Reicht das als Entscheidung?“
Lagerleitung: „Nein. Beschädigte Kartons verzögern unseren Versand.“
Einkaufsleitung: „Vergleiche dieselbe Ware, die Termintreue und die Ausfallrisiken. Begründe Deine Wahl.“

Basisaufgabe: Ordne „Kartongröße“, „Lieferfähigkeit“ und „Preis“ den Begriffen K.-o.-Kriterium oder Bewertungskriterium zu.

Feedback einblenden
Kartongröße und Mindestlieferfähigkeit sind hier K.-o.-Kriterien, weil die Bestellung sonst nicht nutzbar ist. Den Preis vergleichen wir erst unter geeigneten Angeboten.


Lerneinheit 2: Produkte und Angebote vergleichen – 9 Minuten

Produktvergleich: Alle Anbieter liefern laut Modell dieselbe Kartonart in der geforderten Größe. Die fiktiven Musterprüfungen umfassen jeweils 100 Kartons. Eine kleine Stichprobe zeigt Hinweise, aber keine gesicherte zukünftige Fehlerquote.

Fiktive Vergleichsdaten Lieferant A Lieferant B Lieferant C
Einzelpreis netto 0,65 € 0,73 € 0,69 €
Menge 1.000 1.000 1.000
Fracht gesamt netto 35 € 0 € 20 €
Lieferzeit 4 Arbeitstage 4 Arbeitstage 6 Arbeitstage
Fehlerhafte Muster / 100 3 1 2
Pünktliche Lieferungen / 20 16 19 18
Lieferstruktur (Annahme) ein Werk, kein Puffer zwei Werke und Ersatzmaterial ein Werk, Sicherheitsbestand

Rechnung: Bezugspreis = Stückpreis × Menge + Fracht. Annahme: keine Rabatte, kein Skonto, keine zusätzlichen Nebenkosten; sämtliche Beträge netto.

Vergleich A B C
Warenwert netto 650 € 730 € 690 €
Fracht netto 35 € 0 € 20 €
Bezugspreis netto 685 € 730 € 710 €
Bezugspreis je Karton 0,685 € 0,730 € 0,710 €

Praxisblick: Unbeschädigte Kartons müssen nicht nur günstig, sondern auch zur richtigen Zeit ankommen.

Anwendungsaufgabe: Erkläre, weshalb B trotz des höchsten Bezugspreises interessant sein kann.

Video: Bezugskalkulation in der kaufmännischen Ausbildung. Achte auf die Rolle der Bezugskosten; das Video behandelt zusätzliche Kalkulationsschritte, die unser Modell bewusst vereinfacht.


Lerneinheit 3: Kriterien gewichten – 10 Minuten

Bewertungsmaßstab: 5 Punkte = sehr günstig oder gut, 1 Punkt = ungünstig oder schlecht. Bei Risiko bedeutet 5 ausdrücklich: geringes Risiko. Die Gewichtungen werden vor der Bewertung festgelegt und ergeben zusammen 100 Prozent.

Kriterium Gewicht Modellregel für die Punkte
Qualität 35 % 5: höchstens 1 Fehler in 100; 4: 2 Fehler; 3: 3 Fehler; 2: 4 Fehler; 1: mindestens 5 Fehler
Liefertreue 30 % 5: mindestens 95 % pünktlich; 4: 90 bis unter 95 %; 3: 85 bis unter 90 %; 2: 80 bis unter 85 %; 1: unter 80 %
Ausfallrisiko 20 % 5: zwei Werke mit Ersatzmaterial; 3: ein Werk mit Sicherheitsbestand; 1: ein Werk ohne Puffer; Zwischenwerte werden hier nicht benötigt
Bezugspreis 15 % 5: bis 690 €; 4: über 690 bis 715 €; 3: über 715 bis 750 €; 2: über 750 bis 800 €; 1: über 800 €

Achtung: Die Grenzwerte und Risikoeinstufungen sind nur Modellannahmen. In der Praxis müssen sie zum Produkt passen, überprüfbar sein und im Team beschlossen werden.

Erklärvideo: Nutzwertanalyse bei der Lieferantenauswahl. Halte bei der Berechnung an und prüfe die Gewichte.

Formel: Gesamtwert = (Qualität × 0,35) + (Liefertreue × 0,30) + (Risiko × 0,20) + (Preis × 0,15).

Kriterium Gewicht A: Punkte B: Punkte C: Punkte
Qualität 35 % 3 5 4
Liefertreue 30 % 2 5 4
Ausfallrisiko 20 % 1 5 3
Bezugspreis 15 % 5 3 4
Gesamtwert 100 % 2,60 4,70 3,80

Ergebnis: B erreicht mit 4,70 von 5 Punkten den höchsten Modellwert. B kostet bei 1.000 Kartons 45 € netto mehr als A, liefert im fiktiven Datensatz jedoch die beste Qualität, Liefertreue und Vorsorge gegen Ausfälle. Empfehlung: B – vorbehaltlich Prüfung der Lieferantenauskünfte und Vertragsbedingungen.


Gestufte Hilfen für Deine eigene Rechnung

Hilfe 1 – Start
Lies aus der Datentabelle die Fehlerzahl, den Anteil pünktlicher Lieferungen, die Lieferstruktur und den Bezugspreis ab.
Hilfe 2 – Punkte
Bei B sind 1 von 100 Mustern fehlerhaft und 19 von 20 Lieferungen pünktlich. Das ergibt im Modell je 5 Punkte für Qualität und Liefertreue.
Hilfe 3 – Rechenweg
Für C gilt: 4 × 0,35 + 4 × 0,30 + 3 × 0,20 + 4 × 0,15 = 1,40 + 1,20 + 0,60 + 0,60 = 3,80.


Lerneinheit 4: Risiken erkennen – 8 Minuten

Die Grafik erklärt das Denken in Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Sie bildet nicht die Punktwerte unseres Falls ab.

Risikofragen: Wie wahrscheinlich ist eine Störung? Wie schwer wäre ihre Wirkung? Existieren Ausweichmöglichkeiten? Eine Risikoanalyse ergänzt die Bewertungsmatrix; eine hohe Punktzahl ersetzt keinen belegten Notfallplan.

Gesprächsmedium – Rollenspiel am Telefon (beide Rollen fiktiv):

Einkauf: „Sie geben zwei Werke an. Kann ein zweites Werk kurzfristig dieselben Kartons liefern?“
Lieferant B: „In unserem Modell ja. Wir prüfen gemeinsam die erforderlichen Nachweise.“
Einkauf: „Bitte bestätigen Sie Kapazität, Frist und Ersatzmaterial schriftlich.“

Transferimpuls: Eine unbestätigte Aussage über ein zweites Werk ist kein Nachweis. Formuliere zwei Rückfragen zum Lieferkettenrisiko.

Podcast-Video: Typische Fehler der Lieferantenbewertung. Gesprächsauftrag: Welche Warnung passt zu unserem Fall?


Lerneinheit 5: Entscheidung prüfen und nachhalten – 8 Minuten

Video: Wareneingangskontrolle. Beobachte, was nach der Warenannahme überprüft wird.

Praxisablauf: Bestellung dokumentieren → Lieferung und Lieferschein abgleichen → Menge und Qualität prüfen → erkannte Mängel dokumentieren und gegebenenfalls anzeigen → tatsächliche Lieferleistung später in die Bewertung aufnehmen.

Recht in Kürze (Deutschland, geprüft am 11.10.2026): Nach § 433 BGB schuldet die verkaufende Seite eine mangelfreie Sache. Bei einem für beide Seiten vorliegenden Handelsgeschäft verlangt § 377 HGB eine unverzügliche Untersuchung nach Ablieferung, soweit sie nach ordnungsmäßigem Geschäftsgang tunlich ist, und eine unverzügliche Anzeige erkennbarer Mängel. Das ist keine pauschale Regel für jeden Privatkauf.

Umsatzsteuer und Rechnung (Stand 11.10.2026): Für die hier modellierten Versandkartons gilt der deutsche Regelsteuersatz von 19 % nach § 12 UStG; der gesetzliche ermäßigte Satz beträgt 7 %, ist für diese Kartons jedoch nicht angesetzt. Bei B ergeben 730,00 € netto + 138,70 € USt = 868,70 € brutto. Der Lieferantenvergleich nutzt Netto-Bezugspreise unter der Modellannahme eines regulär vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmens.

Rechnungspflichtangaben im Regelfall (§ 14 Abs. 4 UStG): Vollständige Namen und Anschriften beider Seiten; Steuernummer oder USt-IdNr. des leistenden Unternehmens; Ausstellungsdatum; eindeutige fortlaufende Rechnungsnummer; Menge und handelsübliche Warenbezeichnung; Leistungszeitpunkt; nach Steuersätzen aufgeschlüsseltes Entgelt und vereinbarte Entgeltminderungen; Steuersatz und Steuerbetrag oder Hinweis auf Steuerbefreiung. Sonderfälle können Zusatzangaben oder Erleichterungen auslösen.

E-Rechnung 2026: Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen grundsätzlich E-Rechnungen empfangen können. Eine E-Rechnung benötigt ein strukturiertes, elektronisch verarbeitbares Format; ein einfaches PDF allein genügt dafür nicht. Für das Ausstellen gelten 2026 noch Übergangsregeln; bis Ende 2026 sind unter den gesetzlichen Voraussetzungen sonstige Rechnungen zulässig, bei bestimmten kleineren Rechnungsausstellern bis Ende 2027.

Verpackungsrecht: Die EU-Verordnung 2025/40 zu Verpackungen und Verpackungsabfällen gilt seit 12. August 2026. Die konkreten Pflichten hängen unter anderem von der Rolle des Unternehmens und vom Zeitpunkt der Einzelanforderung ab. Frage im realen Einkauf die einschlägigen Verpackungsnachweise ab; die Modellangebote enthalten hierzu keine verifizierten Angaben.


Interaktive kaufmännische Fälle


Fall A: Preis gegen Sicherheit (Basis)

Situation (fiktiv): Lieferant A bietet 685 € netto, Lieferant B 730 €. Auftrag: Berechne die Differenz und entscheide, welche drei Sachargumente B trotz Mehrkosten unterstützen.

Musterfeedback
Die Differenz beträgt 45 € netto beziehungsweise 4,5 Cent pro Karton. Für B sprechen in diesem Modell weniger Musterfehler, höhere Termintreue und zwei Werke mit Ersatzmaterial. Die Vorteile sind sachlich, aber noch durch Unterlagen zu überprüfen.


Fall B: Neue Gewichtung (Anwendung)

Situation (fiktiv): Eine andere Abteilung will 70 % Bezugspreis, je 10 % Qualität, Liefertreue und Risiko gewichten. Berechne die neue Reihenfolge. Diskutiere, ob sie für zeitkritischen Versand sinnvoll ist.

Hilfe
Multipliziere jedes bisherige Kriterium mit dem neuen Gewicht. Zum Beispiel für A: 3 × 0,10 + 2 × 0,10 + 1 × 0,10 + 5 × 0,70.
Begründetes Feedback
A = 4,10; C = 3,90; B = 3,60. Das Ranking kippt. Eine Rechenmethode ist nur so plausibel wie ihre vorab begründeten Gewichte. Für einen zeitkritischen Prozess könnte eine so hohe Preisgewichtung Ausfallkosten unterschätzen.


Fall C: Wareneingang und Rechnung (Transfer)

Situation (fiktiv): B liefert 1.000 Kartons; bei der Prüfung fallen 12 beschädigte Kartons auf. Ein unvollständiger Übungsdatenauszug – keine echte Rechnung enthält nur Menge, Ware, 730,00 € netto, 19 % USt und 868,70 € brutto. Auftrag: Welche Schritte sind bei der Lieferung nötig? Welche Rechnungsangaben fehlen? Wie wirkt der Vorfall auf die nächste Lieferantenbewertung?

Begründetes Feedback
Sichere Belege und Fotos, prüfe Mangel und Lieferschein und leite gegebenenfalls die unverzügliche Mängelanzeige nach § 377 HGB ein. Im Datenauszug fehlen unter anderem vollständige Namen und Anschriften, Steuernummer oder USt-IdNr. des Ausstellers, Ausstellungsdatum, Rechnungsnummer und Leistungszeitpunkt. Der Vorfall gehört als reale Beobachtung innerhalb des fiktiven Falls in die Qualitätsentwicklung; eine einzelne Lieferung genügt nicht für eine pauschale Aussage über alle künftigen Lieferungen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Zweck steht hinter der Lieferantenbewertung? (Eine begründete Auswahl anhand festgelegter Kriterien) (!Nur den geringsten Einzelpreis finden) (!Den langjährigsten Kontakt bevorzugen) (!Auf die Warenprüfung verzichten)




Welches Merkmal ist im Modell ein K.-o.-Kriterium? (Das geforderte Kartoninnenmaß) (!Die Farbe der Werbung) (!Die persönliche Sympathie) (!Die Gestaltung des Lieferantenlogos)




Wie hoch ist die fiktive Liefertreue von B bei 19 pünktlichen von 20 Lieferungen? (95 Prozent) (!80 Prozent) (!90 Prozent) (!100 Prozent)




Welcher Anbieter hat den niedrigsten Netto-Bezugspreis? (Lieferant A mit 685 Euro) (!Lieferant B mit 730 Euro) (!Lieferant C mit 710 Euro) (!Lieferant A mit 650 Euro)




Welches Kriterium besitzt im Ausgangsmodell das höchste Gewicht? (Qualitaet) (!Bezugspreis) (!Risiko) (!Werbung)




Was bedeuten fünf Punkte beim Kriterium Ausfallrisiko? (Ein geringes Ausfallrisiko) (!Eine garantierte Lieferung) (!Einen besonders hohen Kaufpreis) (!Ein besonders hohes Ausfallrisiko)




Welchen Gesamtnutzwert erzielt B im Ausgangsmodell? (4 Komma 70 Punkte) (!2 Komma 60 Punkte) (!3 Komma 80 Punkte) (!5 Komma 50 Punkte)




Was passiert im Modell bei 70 Prozent Preisgewicht? (Lieferant A erreicht den höchsten Wert) (!Lieferant B bleibt auf Platz eins) (!Alle Anbieter erhalten gleiche Werte) (!Die Gewichtungen ergeben 120 Prozent)




Was gilt als E-Rechnung im Sinne der Regeln seit 2025? (Eine strukturiert elektronisch verarbeitbare Rechnung) (!Ein einfacher PDF Anhang ohne strukturierte Daten) (!Jede gedruckte Rechnung) (!Eine mündliche Zahlungszusage)




Was ist bei einem Handelskauf mit erkennbaren Mängeln grundsätzlich zu beachten? (Unverzueglich untersuchen und Maengel anzeigen) (!Die Ware ohne Pruefung weiterverkaufen) (!Immer erst nach einem Jahr reklamieren) (!Nur den Lieferantenpreis vergleichen)




Begründetes Quiz-Feedback anzeigen
  1. Auswahlkriterien ermöglichen eine sachliche, nachvollziehbare Entscheidung.
  2. Ohne passendes Maß kann die Ware den Auftrag nicht erfüllen.
  3. 19 geteilt durch 20 ergibt 0,95 und damit 95 Prozent.
  4. Zu 650 € Warenwert kommen bei A 35 € Fracht.
  5. Qualität zählt mit 35 Prozent mehr als die anderen Kriterien.
  6. Eine hohe Risikopunktzahl steht im Modell für eine gute Absicherung, nicht für eine Garantie.
  7. Die gewichteten Teilwerte bei B ergeben zusammen 4,70.
  8. Bei der neuen Gewichtung dominiert der Preis; deshalb führt A.
  9. Ein bloßes PDF ohne strukturierte Daten erfüllt die E-Rechnungsdefinition nicht.
  10. Bei einem beiderseitigen Handelsgeschäft verlangt § 377 HGB zeitnahes Handeln.


Memory

Qualität Prüfen der Beschaffenheit
Liefertreue Einhalten von Lieferterminen
Bezugspreis Warenwert und Bezugskosten
Ausfallrisiko Gefahr einer Lieferunterbrechung
Gewichtung Bedeutung eines Vergleichskriteriums
Stichprobe Auswahl geprüfter Exemplare
Zweitquelle Weiterer geeigneter Lieferant





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Passende Bedeutung
Qualität Fehlerarme Kartons
Liefertreue Pünktliche Lieferung
Risikopuffer Reserven bei Ausfall
Bezugspreis Gesamte Einkaufskosten
Nutzwertanalyse Gewichtete Gesamtbewertung





Kreuzworträtsel

Liefertreue Wie heißt das Einhalten zugesagter Liefertermine?
Stichprobe Wie heißt eine ausgewählte Teilmenge der geprüften Ware?
Bezugspreis Wie heißt die Summe aus Warenwert und Bezugskosten?
Gewichtung Wie heißt die festgelegte Bedeutung eines Kriteriums?
Reklamation Wie heißt eine Beanstandung gegenüber dem Lieferanten?
Nutzwertanalyse Wie heißt das Verfahren der gewichteten Kriterienbewertung?





LearningApps

Dies ist eine thematische Suche nach externen LearningApps, keine Zusage für die Existenz einer bestimmten Übung.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Zu Beginn beschreibt der Einkauf den

.
Ein zwingend erforderliches Merkmal heißt

.
Die geprüften Kartons bilden eine

.
Der Anteil pünktlicher Lieferungen zeigt die

.
Zusätzlich zum Warenwert gehört die Fracht zu den

.
Die Gewichtungen der vier Kriterien ergeben zusammen

Prozent.
Die höchste Gewichtung erhält im Ausgangsmodell die

.
Fünf Risikopunkte bedeuten ein

Ausfallrisiko.
Der günstigste Netto-Bezugspreis stammt von Lieferant

.
Im Ausgangsmodell erreicht Lieferant

den höchsten Nutzwert.
Eine kaufmännische Mängelanzeige nennt man häufig

.
Eine E-Rechnung besitzt ein

elektronisches Format.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Beschaffung: Zeichne eine Karte mit Bedarf, Anfrage, Vergleich und Entscheidung.
  2. Produktqualität: Fotografiere einen eigenen Karton ohne erkennbare Geschäfts- oder Personendaten und markiere drei überprüfbare Qualitätsmerkmale.
  3. Liefertreue: Erstelle aus den fiktiven 20 Lieferungen ein einfaches Säulendiagramm und erläutere den Unterschied.
  4. Angebotsvergleich: Sprich das fiktive Einkaufsgespräch mit einer zweiten Person als 60-Sekunden-Audio ein; verwende keine realen Namen.


Standard

  1. Bezugskalkulation: Erstelle eine Tabelle mit Netto-Bezugspreis und Preis je Karton für A, B und C; kontrolliere Deine Formeln.
  2. Nutzwertanalyse: Baue die Vier-Kriterien-Matrix digital nach und erläutere die vier Gewichte mit eigenen Worten.
  3. Qualitätsmanagement: Entwickle eine kurze Prüfliste für 100 Musterkartons und dokumentiere Beispielbefunde ausschließlich mit erfundenen Daten.
  4. Kommunikation: Produziere ein fiktives Telefon-Rollenspiel, in dem Du zwei konkrete Nachweise für eine zweite Produktionsstätte einforderst.


Schwer

  1. Risikomanagement: Entwirf einen Notfallplan für die Unterbrechung von Lieferant B und lege Kriterien zur Auswahl einer Zweitquelle fest.
  2. Sensitivitätsanalyse: Variiere mindestens zwei Gewichtungen, berechne das neue Ranking und erkläre die betriebliche Tragweite.
  3. Lieferantenentwicklung: Schreibe einen fiktiven Maßnahmenplan mit Zielwert, Verantwortungsrolle und Kontrolltermin nach 12 beschädigten Kartons.
  4. Nachhaltige Beschaffung: Entwickle Fragen zu Recyclingfähigkeit, Nachweisen und EU-Verpackungsrecht, ohne die unbelegten Angaben des Modellfalls als Tatsachen auszugeben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Beschaffungsstrategie: Begründe für eine zeitkritische Lieferung, warum Du Gewichte möglicherweise anders setzt als für ein leicht austauschbares Verbrauchsgut.
  2. Risikoanalyse: Prüfe kritisch, welche weiteren Daten fehlen, bevor Du die Aussage „zwei Werke“ als verlässliche Risikominderung anerkennst.
  3. Qualitätsmanagement: Entwickle aus dem Fall mit beschädigten Kartons einen Weg von der Erfassung des Mangels zur neuen Bewertung.
  4. Wirtschaftlichkeit: Entscheide, ob 45 € Mehrkosten für B unter zwei unterschiedlichen Annahmen über mögliche Versandverzögerungen wirtschaftlich sein könnten.
  5. Kaufvertrag: Stelle dar, wie Produktauswahl, Vertragspflichten, Wareneingang und Reklamation zusammenhängen.
  6. Nutzwertanalyse: Erkläre, weshalb eine mathematisch richtige Bewertung durch schlecht gewählte Kriterien zu einer falschen Einkaufsentscheidung führen kann.




Lernnachweis

Abgabe: ein fiktives digitales Einkaufsdossier mit beschriftetem Produktvergleich, nachvollziehbaren Netto-Berechnungen, Gewichtungsmatrix, Entscheidungsempfehlung, zwei benannten Risiken, einem Gesprächsprotokoll und einer begründeten Reaktion auf einen Wareneingangsmangel. Keine realen Namen, Adressen, Rechnungsnummern oder Steuernummern verwenden.

Bewertung Anteil Erwarteter Nachweis
Bedarf und Vergleichbarkeit 15 % K.-o.-Kriterien und gleichartige Waren
Rechnungen 20 % Bezugspreise und überprüfbare Rechenwege
Kriterienbewertung 30 % transparente Punkte und korrekt gewichtete Werte
Entscheidung und Risikotransfer 25 % plausible Begründung, Grenzen und Notfallidee
Gespräch und Dokumentation 10 % verständliche, datensparsame Kommunikation

Erfolgskriterium: Nicht nur die Rangfolge, sondern auch das Warum muss erkennbar sein. Gute Lösungen diskutieren Annahmen, Datenqualität und Konsequenzen.




OERs zum Thema

Fachquellen (geprüft am 11.10.2026):

  1. Wikipedia: Lieferantenbewertung und Nutzwertanalyse – Einstieg und Begriffsklärung.
  2. BIBB/IHK-Umsetzungshilfe Groß- und Außenhandelsmanagement – Angebotsvergleiche, Nutzwertanalyse und Ausbildungskontext.
  3. BGB § 433 und HGB § 377 – Kaufvertrag und Untersuchungs-/Rügeobliegenheit.
  4. UStG § 12 und UStG § 14 – Steuersätze und Rechnungsangaben.
  5. Bundesfinanzministerium: E-Rechnung, FAQ Stand März 2026 – Definition, Empfang und Übergangsfristen.
  6. EU-Verordnung 2025/40 und EU-Leitlinien vom Juni 2026 – Verpackungen und Verpackungsabfälle.

Medienrechte und Bildnachweise: Die folgenden auf Wikimedia Commons geprüften Dateien werden mit ihrer jeweiligen freien Lizenz eingebunden. Die Dateiseiten enthalten die vollständigen Lizenzbedingungen und gegebenenfalls Hinweise zur Namensnennung. Keine der Abbildungen ist ein Originalbeleg aus dem fiktiven Ausbildungsfall.

Datei auf Wikimedia Commons Urheberangabe Lizenz
Lieferkette eines Unternehmens Stern / Voskos CC BY-SA 3.0
Packaging Material GatiPackersddun CC BY-SA 4.0
UNICEF pallets 02 Heb CC BY-SA 3.0
Check-list Icons8 CC0 1.0
Risk matrix diagram Peter Gladdish CC BY 4.0

Videoquellen: Bezugskalkulation – Herr Gerold; Nutzwertanalyse bei Lieferantenauswahl – erklaerung-und-mehr; Fehler bei der Lieferantenbewertung – Florian Frankl; Wareneingangskontrolle – Logistik-Kanal. Rechtehinweis: Die Videos sind externe YouTube-Einbettungen und werden nicht als frei lizenzierte OER zur Weiterverbreitung ausgegeben; Nutzungsbedingungen der Rechteinhabenden gelten.


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