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Verkauf und Einzelhandel mit technischen Waren – Kundenbindung ohne Datensammeln um jeden Preis gestalten

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Verkauf und Einzelhandel mit technischen Waren – Kundenbindung ohne Datensammeln um jeden Preis gestalten

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Verkauf und Einzelhandel mit technischen Waren – Kundenbindung ohne Datensammeln um jeden Preis gestalten


Einleitung

Ausbildung Einzelhandel / Kaufleute im Einzelhandel. Fünf Lerneinheiten à etwa 8–12 Minuten plus Übungszeit. Du lernst, technische Waren bedarfsgerecht zu verkaufen, Einwilligungen fair einzuholen und Kundschaft auch ohne Kundenkonto zu binden.

Leitfrage: Wie schaffst Du Vertrauen durch guten Service statt durch möglichst viele gespeicherte Kundendaten?

Rechtsstand: Deutschland, geprüft am 10.10.2026. Modellannahmen: Die Personen, das Geschäft, Geräte, Preise, Eigenschaften und Vorgänge sind ausnahmslos erfunden. Der fiktive Betrieb ist regelbesteuert; im Beispiel gilt für die Geräte der reguläre Umsatzsteuersatz von 19 %. Die angegebenen Preise sind bereits Bruttopreise. Alle Lernbelege sind didaktische Darstellungen und keine vollständigen rechtsgültigen Kassenbelege.

Bildimpuls: Was erzeugt im Beratungsgespräch Vertrauen?


Ausbildungsfall: Ein Tablet ohne Kundenkonto kaufen

Du arbeitest als Auszubildende oder Auszubildender im fiktiven Technikgeschäft LernFunke. Deine ebenfalls fiktive Kundin Nora Beispiel sucht ein Tablet für Berufsschule und Freizeit. Sie möchte höchstens 380,00 € ausgeben, braucht mindestens acht Stunden Akkulaufzeit und will keine Werbung und kein Kundenprofil. Ein Kollege empfiehlt: „Erfasse trotzdem die E-Mail-Adresse. Das bringt uns Wiederkäufe.“

Dein Auftrag: Berate, rechne, entscheide über Daten und gestalte ein überzeugendes Nachkaufangebot – ohne Druck.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Bedarf statt Profil (8 Minuten)

Gute Beratung beginnt mit Fragen nach Nutzung, Budget, Anschlüssen, Haltbarkeit und Servicebedarf. Dabei musst Du nicht automatisch Name, Geburtsdatum oder E-Mail-Adresse speichern. Bei einem anonymen Sofortkauf kann der Verkauf grundsätzlich ohne persönliches Kundenkonto stattfinden; Kassen- und Steueraufzeichnungen bleiben davon unberührt.

Gesprächsmedium – spiele beide Rollen:

Person Sprechtext
Nora (fiktiv) „Ich brauche ein Tablet für die Schule. Meine E-Mail-Adresse möchte ich nicht angeben.“
Du „Das ist in Ordnung. Wir vergleichen zunächst, was Du wirklich brauchst. Für den Ladenkauf benötigst Du kein Werbekonto.“
Nora „Bekomme ich trotzdem Hilfe, falls etwas nicht funktioniert?“
Du „Ja. Du erhältst die gesetzlichen Rechte unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung. Zusätzlich erklären wir Dir den Service vor Ort.“

Basisimpuls: Markiere im Dialog eine Bedarfsfrage, eine vertrauensbildende Aussage und eine Grenze der Datenerhebung.

Videomedium: Der ZDF-Kanal „logo!“ erklärt EU-Datenschutz anhand von Beispielen (2025).


Lerneinheit 2: Zwei Produkte kaufmännisch vergleichen (10 Minuten)

Fiktives Produktblatt – keine echten Herstellerangaben:

Kriterium Tablet A „LernTab Basis“ Tablet B „LernTab Plus“
Bruttopreis 238,00 € 357,00 €
Speicher 64 GB 128 GB
Modell-Akkulaufzeit 6 Stunden 10 Stunden
Angenommene Softwarepflege 3 Jahre 5 Jahre
Anschluss USB-C USB-C
Werbung/Kundenkonto für Ladenkauf nicht erforderlich nicht erforderlich

Entscheidung: Nur Tablet B erfüllt im Modell die geforderten mindestens acht Stunden und bleibt unter 380,00 €. Begründe die Empfehlung mit Bedarf und Preis, nicht mit der Höhe einer möglichen Provision.

Rechenkarte: Bei 19 % Umsatzsteuer entsprechen 238,00 € brutto = 200,00 € netto + 38,00 € USt und 357,00 € brutto = 300,00 € netto + 57,00 € USt. Berechnung: Brutto ÷ 1,19 = Netto. Ein gegenüber Verbrauchern ausgezeichneter Gesamtpreis enthält die Umsatzsteuer (PAngV § 3; UStG § 12). Bei anderen Waren oder Steuerkonstellationen kann die Behandlung abweichen.

Qualitätscheck: Bedarf erfüllt? Gesamtpreis klar? Geräteeigenschaften als Modellannahmen erkennbar? Kein Druck zum teureren Angebot?


Lerneinheit 3: Einwilligung, Zweck und Datenminimierung (12 Minuten)

Nach Art. 5 DSGVO gelten unter anderem Zweckbindung, Datenminimierung und Speicherbegrenzung. Jede personenbezogene Verarbeitung braucht eine passende Rechtsgrundlage (Art. 6 DSGVO): zum Beispiel Vertragserfüllung, rechtliche Pflicht oder eine wirksame Einwilligung. Nicht jede Verarbeitung setzt eine Einwilligung voraus; nicht jede gewünschte Datensammlung ist für den Vertrag erforderlich.

Einwilligung für freiwillige Werbenachrichten muss freiwillig, informiert, zweckbezogen, nachweisbar und widerrufbar sein. Die Ablehnung darf den normalen Tabletverkauf nicht verhindern. Für E-Mail-Werbung ist zusätzlich § 7 UWG zu beachten; die enge Bestandskunden-Ausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG wird im Ausbildungsfall bewusst nicht genutzt.

Gesprächsmedium – entscheide zwischen Druck und Freiwilligkeit:

Ungünstig Besser
„Ohne E-Mail gibt es keine Beratung.“ „Wir beraten Dich auch ohne E-Mail-Adresse.“
„Ich hake den Newsletter gleich mit an.“ „Werbung ist freiwillig. Du kannst gesondert zustimmen oder ablehnen.“
„Wir speichern Deine Daten vorsichtshalber.“ „Wir fragen nur Angaben ab, die für einen konkreten Zweck benötigt werden.“

Beispiel einer freiwilligen, getrennten Werbefrage – nur Simulation: „Möchtest Du E-Mails mit Angeboten unseres Geschäfts erhalten? Du kannst jederzeit widersprechen oder eine erteilte Einwilligung für die Zukunft widerrufen.“ Voreinstellung: Nein. Ein realer Einwilligungstext braucht außerdem klare Informationen über Verantwortliche, Zweck und Widerrufsweg; Informationspflichten nach Art. 13 DSGVO bleiben bestehen.

Videoanalyse: Der ORF-Bericht beschreibt Datenschutzfragen bei Kundenkarten (Österreich, 2025). Er illustriert wirtschaftliche Interessen; für den deutschen Rechtsfall gelten die unten genannten deutschen und EU-Quellen.


Lerneinheit 4: Service, Beleg und Reparaturrechte (10 Minuten)

Kundenbindung ohne Datensammlung: Ein verständliches Merkblatt zu Updates, eine Vorführung des Geräts, eine offene Sprechstunde und eine anonyme Servicekarte helfen auch ohne Werbung. Werden für einen konkreten Reparaturauftrag Kontaktdaten benötigt, kläre Zweck, Rechtsgrundlage, Zugriffsrechte und Löschung beziehungsweise gesetzliche Aufbewahrung getrennt von Marketing.

Rechtlicher Unterschied: Die gesetzliche Gewährleistung richtet sich grundsätzlich gegen den Verkäufer; eine Garantie ist eine zusätzliche, freiwillige Zusage nach ihren Bedingungen. Für neue Waren beträgt die reguläre Mängelverjährung zwei Jahre. Seit 31.07.2026 gilt bei betroffenen Käufen eine Verlängerung auf drei Jahre, wenn innerhalb der zweijährigen Frist wegen eines Mangels nacherfüllt und dafür repariert wird. Daneben besteht für bestimmte Produktgruppen ein gesetzlicher Reparaturanspruch gegenüber dem Hersteller; die Reparatur kann außerhalb der Gewährleistung kostenpflichtig sein. Prüfe immer, welche Regeln im Einzelfall greifen.

Videomedium: Verbraucherzentrale Bayern zu Garantie und Gewährleistung (2023). Achtung: Für die Rechtsänderung von 2026 lies zusätzlich die aktuelle Quelle im Abschnitt „Geprüfte Fachquellen“.

Pflichtangaben unterscheiden: Am Preisschild ist der Gesamtpreis auszuzeichnen. Bei einer erfassten Transaktion mit einem einschlägigen elektronischen Kassensystem ist grundsätzlich ein Beleg bereitzustellen (§ 146a AO). Ein Beleg nach § 6 KassenSichV enthält unter anderem vollständigen Unternehmensnamen und -anschrift, Datum und Vorgangszeiten, Menge und Art der Leistung, Transaktionsnummer, Entgelt und Steuerangaben, Kassen- und TSE-Seriennummer sowie Prüfwert und Signaturzähler. Rechnungen unterliegen gegebenenfalls zusätzlichen Vorgaben des § 14 UStG. Das QR-Bild hier ist nur ein Symbol, kein Kassenbeleg. Die Kassenpflicht ist keine Erlaubnis, eine persönliche Werbedatenbank anzulegen.


Lerneinheit 5: Kundenbindung fair messen (8 Minuten)

Statt Bewegungsprofile oder personenbezogene Kaufhistorien anzulegen, kann das Geschäft nicht personenbezogene, zusammengefasste Kennzahlen auswerten, etwa die Anzahl nachgefragter Reparaturberatungen oder ausgegebener Servicemerkblätter. Achte darauf, dass aus kleinen Gruppen keine Einzelperson rückerschlossen werden kann.

Fiktive Strategie im Ausbildungsfall: Nora kauft Tablet B, erhält einen ordnungsgemäßen Kassenbeleg ohne Werbeanmeldung und eine allgemeine Papier-Checkliste für die erste Einrichtung. Du lädst sie zu einer offenen Techniksprechstunde ein. Es wird kein Werbekontakt angelegt.

Merksatz: Nützlicher Service schafft Gründe zum Wiederkommen – eine Datenbank allein noch keine vertrauensvolle Beziehung.


Interaktive kaufmännische Fälle mit Hilfen und Feedback


Basisfall: Welche Angabe ist nötig?

Situation A: Nora bezahlt im Laden und nimmt das Gerät direkt mit. Entscheide: Muss für diesen normalen Sofortkauf zwingend eine persönliche E-Mail-Adresse für Werbezwecke erhoben werden?

Hilfe 1 – Denke an den Zweck.
Braucht die Kasse zur Erfassung des Warenverkaufs eine Werbeadresse?
Hilfe 2 – Denke an die Rechtsgrundlage.
Trenne steuerliche Aufzeichnungen von freiwilliger Direktwerbung.
Feedback Basisfall anzeigen
Nein. Eine Werbe-E-Mail-Adresse ist keine Voraussetzung für den anonymen Sofortkauf. Kassenbeleg und Aufzeichnungspflichten gelten unabhängig davon. Gute Lösung: Nicht erheben und den Kauf dennoch vollständig abwickeln.


Anwendungsfall: Beratung unter Budgetgrenze

Situation B: Nora hat 380,00 € Budget und verlangt acht Stunden Akkulaufzeit. Wähle aus dem Produktblatt ein Gerät und rechne den Nettopreis aus. Was ändert sich, wenn das Budget nur 250,00 € beträgt?

Hilfe 1 – Vergleiche den Mindestbedarf.
Sechs Stunden genügen nicht für acht Stunden; vergleiche erst danach die Preise.
Hilfe 2 – Nutze die Formel.
Nettopreis = Bruttopreis ÷ 1,19. Notiere, warum ein günstigeres Gerät trotzdem ungeeignet sein kann.
Feedback Anwendungsfall anzeigen
380,00 €: Tablet B, 357,00 € brutto, 300,00 € netto. Es erfüllt die angenommene Laufzeit und bleibt im Budget. 250,00 €: keines der beiden Geräte erfüllt beide Bedingungen. Korrekt wäre, offen nach Alternativen oder veränderbaren Anforderungen zu fragen, nicht Tablet A als gleichwertig darzustellen.


Transferfall: Werbung oder Beziehung?

Situation C: Das Geschäft möchte Wiederbesuche fördern; Nora lehnt Werbung ab. Entwickle zwei datensparsame Serviceangebote und eine Kennzahl, mit der Du ihre Nutzung ohne personenbezogene Profile auswertest.

Hilfe 1 – Fokussiere den Nutzen.
Denke an Einrichtungsberatung, Reparaturhinweise oder eine offene Sprechstunde.
Hilfe 2 – Prüfe Deine Messung.
Zähle Termine oder ausgegebene Merkblätter zusammengefasst, ohne Namen und einzelne Kaufverläufe zu verknüpfen.
Begründetes Transferfeedback anzeigen
Tragfähig sind zum Beispiel eine offene Techniksprechstunde und ein gedruckter Update-Leitfaden; gemessen wird die Gesamtzahl der Beratungen je Monat. Nicht tragfähig wäre die verdeckte Erfassung der Geräte- oder Kundennummern für Werbung. Entscheidend sind Bedarfsgerechtigkeit, Freiwilligkeit, Datenminimierung und echte Nicht-Personenbeziehbarkeit.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welcher Grundsatz begrenzt die Datenerhebung auf das Erforderliche? (Datenminimierung) (!Vorratsdatensammlung) (!Umsatzmaximierung) (!Kundenprofilpflicht)




Was gilt für einen normalen anonymen Ladenkauf? (Ein Werbekundenkonto ist grundsätzlich nicht erforderlich) (!Die Newsletteranmeldung ist Pflicht) (!Ein Geburtsdatum muss erfasst werden) (!Eine Profilbildung ist vorgeschrieben)




Was macht eine freiwillige Werbeeinwilligung aus? (Sie kann für die Zukunft widerrufen werden) (!Sie gilt für alle späteren Zwecke) (!Sie ist Voraussetzung jedes Verkaufs) (!Sie ist immer unwiderruflich)




Welche Rechtsgrundlage kann für erforderliche Lieferdaten einschlägig sein? (Vertragserfüllung) (!Ein beliebiges Kundeninteresse) (!Die Neugier der Verkaufskraft) (!Eine automatische Werbeerlaubnis)




Welches fiktive Tablet erfüllt mindestens acht Stunden Laufzeit? (LernTab Plus) (!LernTab Basis) (!Keines trotz der Angaben) (!Beide laut Produktblatt)




Wie hoch ist der Nettopreis bei 357 Euro brutto und 19 Prozent Umsatzsteuer? (300 Euro) (!319 Euro) (!357 Euro) (!425 Euro)




Was ist gegenüber Verbrauchern als Preis grundsätzlich anzugeben? (Der Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer) (!Nur der Nettopreis) (!Nur der Einkaufspreis) (!Nur eine unverbindliche Marge)




An wen richten sich gesetzliche Gewährleistungsansprüche regelmäßig? (An den Verkäufer) (!Nur an das Finanzamt) (!Immer nur an den Hersteller) (!An den Newsletterdienst)




Welche Folge kann bei Reparatur zur Nacherfüllung für betroffene Käufe ab 31 Juli 2026 eintreten? (Verlängerung der Gewährleistungsfrist auf drei Jahre) (!Wegfall aller Mängelrechte) (!Pflicht zu einer Kundenkarte) (!Automatische zehnjährige Garantie)




Welche Form der Kundenbindung braucht keine persönlichen Werbeprofile? (Offene Techniksprechstunde) (!Heimliche Kaufhistorie) (!Erzwungene Newsletteranmeldung) (!Weitergabe der Kontaktdaten)





Memory

Datenminimierung Nur für den Zweck erforderliche Daten
Zweckbindung Vorab festgelegte Verwendung
Einwilligung Freiwillige informierte Zustimmung
Einwilligungswiderruf Zustimmung für die Zukunft zurücknehmen
Gewährleistung Gesetzliche Ansprüche bei Mängeln
Garantie Zusätzliche freiwillige Zusage
Gesamtpreis Endpreis einschließlich Umsatzsteuer





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Bedarfsanalyse Fragen nach Nutzung und Budget
Datenminimierung Nur nötige Angaben verarbeiten
Vertragserfüllung Daten für eine erforderliche Lieferung
Werbeeinwilligung Freiwillig über Angebote informiert werden
Serviceberatung Hilfe zur Nutzung des Geräts





Kreuzworträtsel

Datenminimierung Welches Prinzip beschränkt personenbezogene Daten auf das Notwendige?
Zweckbindung Welches Prinzip bindet Daten an festgelegte Zwecke?
Einwilligung Wie heißt die freiwillige Zustimmung zu einer Datenverarbeitung?
Widerruf Wie heißt die Rücknahme einer bereits gegebenen Zustimmung für die Zukunft?
Gesamtpreis Wie heißt der Endpreis einschließlich Umsatzsteuer?
Garantie Wie heißt eine zusätzliche freiwillige Zusage zur Ware?





LearningApps

Suchangebot für ergänzende Übungen; einzelne Treffer sind nicht vorab als freie Lernmaterialien geprüft.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein gutes Verkaufsgespräch beginnt mit der

.
Das Begrenzen auf nötige personenbezogene Angaben heißt

.
Daten dürfen nicht beliebig für neue Zwecke genutzt werden; es gilt die

.
Eine freiwillige Zustimmung zur Werbung nennt man

.
Diese Zustimmung kann für die Zukunft durch einen

zurückgenommen werden.
Für die erforderliche Abwicklung einer Lieferung kommt als Rechtsgrundlage die

in Betracht.
Der Endpreis für Verbraucher heißt

.
Im Modell beträgt der allgemeine Umsatzsteuersatz

Prozent.
Das teurere fiktive Tablet mit zehn Stunden Akkulaufzeit heißt LernTab

.
Gesetzliche Ansprüche bei Mängeln heißen

.
Eine zusätzliche freiwillige Produktzusage heißt

.
Kundenbindung kann ohne persönliche Profile durch guten

entstehen.



Offene Aufgaben


Leicht

  1. Bedarfsanalyse: Formuliere drei kurze Fragen für Noras Beratung, ohne persönliche Identitätsdaten abzufragen.
  2. Verkaufsgespräch: Sprich mit einer Partnerperson den Dialog aus Lerneinheit 1 nach und verbessere eine Formulierung.
  3. Produktvergleich: Gestalte eine Bildkarte mit zwei der fiktiven Produktmerkmale und dem passenden Kundenbedarf.
  4. Datenschutz: Zeichne eine Ampel, die Werbeeinwilligung, notwendige Lieferdaten und unnötige Vorratsdaten unterscheidet.


Standard

  1. Umsatzsteuer: Rechne bei beiden Modelltablets Nettopreis und Umsatzsteuer aus und dokumentiere Deinen Rechenweg.
  2. Kaufberatung: Nimm ein 90-Sekunden-Rollenspiel zur Empfehlung von Tablet B auf; nutze ausschließlich fiktive Namen und Daten.
  3. Einwilligung: Entwirf eine freiwillige Werbefrage mit klarer Ablehnungsmöglichkeit und erkläre, welche Informationen noch erforderlich wären.
  4. Kundenservice: Erstelle ein datensparsames Informationsblatt für Erstinstallation, Updates und Reklamationen.


Schwer

  1. Kundenbindung: Entwickle ein Konzept aus drei nicht personalisierten Maßnahmen mit Zielen, Kostenannahmen und passenden Kennzahlen.
  2. Reklamation: Entwirf für eine fiktive Reparaturanfrage einen Prozessplan mit Datenzweck, Zugriffsberechtigung und Löschprüfung.
  3. Recht auf Reparatur: Erkläre einem Kunden im simulierten Gespräch den Unterschied zwischen Gewährleistung, Garantie und Reparaturanspruch nach Rechtsstand 2026.
  4. Datenschutz-Folgenabschätzung: Prüfe kritisch einen Vorschlag zur Kundenprofilbildung: Nutzen, Risiken, alternative Maßnahmen und Verhältnismäßigkeit.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Feedback und Bewertungsraster

Basisaufgaben: Richtig ist eine Antwort, wenn Du Kundennutzen erkennst und unnötige Daten nicht abfragst. Begründung: Ein Kundenprofil ist keine Voraussetzung für gute Beratung.

Anwendungsaufgaben: Richtig sind nachvollziehbare Berechnungen, Bedarfsabgleich und eine getrennte Werbeentscheidung. Begründung: Ein günstigerer Preis nützt wenig, wenn ein Muss-Kriterium nicht erfüllt ist; eine Zustimmung darf nicht erzwungen werden.

Transferaufgaben: Überzeugend sind Lösungen mit Zweck, Datenminimierung, rechtlicher Prüfung, wirtschaftlicher Umsetzbarkeit und messbaren, möglichst anonymen Ergebnissen. Begründung: Kundenbindung ist dauerhaft, wenn Nutzen und Vertrauen zusammenkommen.

Selbstprüfung: Gib zu Deiner Lösung jeweils einen konkreten Beleg aus dem Fall, eine rechtliche Regel und eine Verbesserungsidee an.


Lernkontrolle

  1. Kundenvertrauen: Begründe, weshalb ein Verzicht auf eine Werbeadresse für ein Geschäft wirtschaftlich sinnvoll sein kann.
  2. Datenminimierung: Vergleiche Datenbedarf bei Sofortkauf, Lieferung und Reparatur. Leite für jeden Zweck die kleinste sinnvolle Datenmenge ab.
  3. Preisgestaltung: Erkläre anhand von Tablet A und B, warum guter Verkaufserfolg nicht automatisch mit dem niedrigsten Preis gleichzusetzen ist.
  4. Gewährleistung: Übertrage den Rechtsstand 2026 auf einen erfundenen Reparaturfall und grenze das Recht von einer freiwilligen Garantie ab.
  5. Kundenbindung: Entwickle Kennzahlen für wiederkehrende Servicekontakte, die keine individuellen Einkaufsprofile benötigen.
  6. Datenschutzrecht: Prüfe die Behauptung „Mit Einwilligung dürfen wir alle Daten unbegrenzt sammeln“ und widerlege sie mit Zweckbindung und Speicherbegrenzung.


Lernnachweis

Dein Portfolio enthält eine fiktive Bedarfsanalyse, den begründeten Produktvergleich einschließlich Steuerrechnung, ein Rollenspiel oder Gesprächsskript, eine datensparsame Kundenbindungsmaßnahme, die Prüfung der Einwilligung sowie einen kurzen Transferfall zu Service und Gewährleistung. Benenne mindestens zwei geprüfte Rechtsquellen mit Stand und reflektiere einen Zielkonflikt zwischen Umsatz und Privatsphäre. Es dürfen keine realen Kunden-, Betriebs- oder Kontaktdaten enthalten sein.


OERs zum Thema

Vertiefung: Wikipedia zu Datenvermeidung und Datensparsamkeit.

Optionales Hörmedium ohne Pflicht zur Videonutzung: Datenschutz – bpb, Audio, 3 Minuten. Der Audiobeitrag ist unter CC BY-NC-ND 3.0 DE veröffentlicht.

Medien- und Datenschutz-Hinweis: Die eingebundenen Videos bleiben urheberrechtlich bei ihren jeweiligen Anbietern und sind nicht automatisch OER. Beim Aufruf externer Player oder iFrames können Nutzungsdaten übertragen werden. Der Betrieb der Lernseite muss eine datenschutzgerechte, möglichst zustimmungsabhängige Aktivierung sicherstellen; alle Kernaufgaben sind auch ohne externe Medien bearbeitbar. Die Commons-Bilder sind frei lizenziert; prüfe Lizenz- und Namensnennungsbedingungen auf den jeweiligen Dateiseiten.


Geprüfte Fachquellen – Stand 10.10.2026

  1. DSGVO, insbesondere Art. 5, 6, 7 und 13 – Datenminimierung, Rechtsgrundlagen, Widerruf, Informationspflichten.
  2. Europäischer Datenschutzausschuss: Rechtsgrundlagen – Einwilligung ist nur eine von mehreren Grundlagen.
  3. § 7 UWG – elektronische Werbung; enge Ausnahme für bestimmte Bestandskunden.
  4. § 3 PAngV und § 12 UStG – Gesamtpreise und Regelsteuersatz von 19 %.
  5. § 146a AO, § 6 KassenSichV und § 14 UStG – Belegpflicht und gegebenenfalls Rechnungsangaben.
  6. §§ 437 ff. BGB und Verbraucherzentralen, Stand 07.08.2026 – Mängelrechte und neues Reparaturrecht.
  7. Verbraucherzentralen, Stand 03.07.2026 – Betroffenenrechte.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

  1. Handshake symbol.svg – Cdrei, CC0.
  2. Tablet - The Noun Project.svg – Umar Irshad, CC0.
  3. USB Type-C Connector.svg – Wyzzymoon, CC BY 4.0 (Namensnennung).
  4. Checklist.svg – Arjunaraoc, CC0.
  5. Padlock.svg – AJ Ashton / Open Clip Art, CC0.
  6. Smartphone-.svg – ClkerFreeVectorImages, Bearbeitung Mielon, CC0.
  7. Laptop Pinhead icon.svg – OSM Carto contributors, CC0.
  8. QR Code Example.svg – Bobmath, CC0.
  9. Handshake-deal.svg – publicdomainvectors.org, CC0.
  10. Checklist-icon.svg – Clker-Free-Vector-Images, CC0.
  11. ZDF logo!: EU-Datenschutz, 2025, ORF Zeit im Bild: Kundenkarten, 2025 und Verbraucherzentrale Bayern: Garantie/Gewährleistung, 2023 – Originalkanäle, YouTube-Einbettung; keine freie Nachnutzung behauptet.


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