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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Unternehmensformen im Überblick vergleichen

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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Unternehmensformen im Überblick vergleichen

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Wirtschaft Sozialkunde und berufliche Verantwortung – Unternehmensformen im Überblick vergleichen


Einleitung

Kurzbeschreibung: Verantwortung und wirtschaftlicher Zweck.

Welche Rechtsform ein Unternehmen wählt, wirkt sich auf Haftung, Leitung, Finanzierung, Steuern, Registerpflichten und Außenwirkung aus. In der Ausbildung begegnet Dir das Thema ganz praktisch: auf Angeboten, Geschäftsbriefen, Bestellungen, im Handelsregister und bei Entscheidungen über Lieferanten.

Alle Personen-, Firmen-, Orts-, Register- und Geschäftsdaten in den Fällen dieses Kurses sind vollständig fiktiv. Die Rechenfälle sind Modellannahmen und keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Das Video dient als Überblick. Für Rechtsdetails gilt der unten dokumentierte Rechtscheck mit Stand 09.10.2026.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du wichtige Unternehmensformen nach Haftung, Kapital, Leitung, Register und Zweck vergleichen, eine Rechtsform für einen betrieblichen Fall begründet auswählen, Pflichtangaben auf einem Geschäftsbrief prüfen und einfache Steuer- sowie Beschaffungsmodelle fachlich einordnen.


Lernroute in kurzen Einheiten

  1. Einheit 1 – Wozu eine Rechtsform?: Verantwortung, Risiko und wirtschaftlicher Zweck
  2. Einheit 2 – Einzelunternehmen und Personengesellschaften: Nähe zur Person, persönliche Haftung
  3. Einheit 3 – Kapitalgesellschaften: Kapital, Organe und Haftungsbegrenzung
  4. Einheit 4 – Kaufmännischer Fall: Produkte und Lieferanten vergleichen
  5. Einheit 5 – Pflichtangaben: Außenauftritt korrekt prüfen
  6. Einheit 6 – Steuern als Modell: Steuersätze richtig einordnen
  7. Einheit 7 – Transfer: wirtschaftlich und verantwortlich entscheiden


Lerneinheit 1: Rechtsform, Zweck und Verantwortung

Eine Rechtsform ist das rechtliche Gerüst eines Unternehmens. Sie ist nicht das Geschäftsmodell. Der wirtschaftliche Zweck eines gewerblichen Betriebs liegt typischerweise darin, Leistungen oder Waren am Markt anzubieten, zahlungsfähig zu bleiben und nachhaltig Erträge zu erwirtschaften.

Verantwortung bedeutet dabei mehr als Haftung. Sie umfasst auch sorgfältige Leitung, Schutz von Gläubigern, verlässliche Verträge, korrekte Informationen und verantwortbare Entscheidungen gegenüber Beschäftigten, Kunden, Lieferanten und Gesellschaft.


Gesprächsmedium: Ausbildungsgespräch

Rolle Gesprächsimpuls
Mara Muster, Auszubildende – fiktiv „Wenn eine GmbH haftungsbeschränkt ist, trägt dann niemand persönliche Verantwortung?“
Tariq Beispiel, Ausbilder – fiktiv „Nein. Die Gesellschaft haftet grundsätzlich mit ihrem Vermögen. Geschäftsleiter haben trotzdem gesetzliche Sorgfalts- und Handlungspflichten.“
Mara „Dann muss ich Haftung und berufliche Verantwortung getrennt betrachten?“
Tariq „Genau. Rechtsform, Entscheidungsbefugnis und Pflichtverletzung sind verschiedene Fragen.“

Merksatz: Haftungsbeschränkung ist kein Freibrief. Für GmbH-Geschäftsführer verlangt § 43 GmbHG die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes; bei Insolvenzreife können zudem Antragspflichten nach § 15a InsO greifen.


Basisaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Nenne zwei Bereiche, die durch die Rechtsform beeinflusst werden.

Begründetes Feedback: Eine tragfähige Antwort nennt zum Beispiel Haftung und Leitung oder Kapital und Register. Die Rechtsform ordnet rechtliche Verantwortung und Entscheidungsstrukturen; sie legt nicht automatisch das Produkt oder die Marktstrategie fest.


Lerneinheit 2: Unternehmensformen im Überblick


Vergleichstabelle

Form Gründung Gesetzliches Mindestkapital Haftung im Grundsatz Register Typischer Ausbildungsfokus
Einzelunternehmen eine Person keines Inhaber persönlich und unbeschränkt Kleingewerbe grundsätzlich ohne HR; e.K. mit HR schnelle Entscheidungen, persönliches Risiko
GbR / eGbR mindestens zwei Personen keines Gesellschaft und Gesellschafter; persönliche Haftung GbR nicht allgemein eintragungspflichtig; Eintragung führt zur eGbR gemeinsamer Zweck, Vertrag, persönliche Verantwortung
OHG mindestens zwei Gesellschafter keines Gesellschafter grundsätzlich persönlich und unbeschränkt Handelsregister Handelsgewerbe, hohe persönliche Haftung
KG mindestens ein Komplementär und ein Kommanditist kein allgemeines gesetzliches Mindestkapital Komplementär unbeschränkt; Kommanditist nach HGB grundsätzlich bis zur Haftsumme Handelsregister Trennung von Leitung und unterschiedlich starkem Haftungsrisiko
UG (haftungsbeschränkt) eine oder mehrere Personen unter 25.000 Euro; praktisch ab 1 Euro möglich grundsätzlich Gesellschaftsvermögen Handelsregister geringes Startkapital, volle Einzahlung, Rücklagenpflicht
GmbH eine oder mehrere Personen 25.000 Euro Stammkapital grundsätzlich Gesellschaftsvermögen Handelsregister Haftungsbegrenzung, formalisierte Geschäftsführung
AG eine oder mehrere Personen 50.000 Euro Grundkapital grundsätzlich Gesellschaftsvermögen Handelsregister Vorstand, Aufsichtsrat, Hauptversammlung

Wichtig: „Haftung im Grundsatz“ ist eine Lernvereinfachung. Persönliche Haftung kann trotz haftungsbeschränkter Form in besonderen Pflichtverletzungsfällen entstehen.


Einzelunternehmen und Personengesellschaften

Beim Einzelunternehmen liegen Leitung und wirtschaftliches Risiko nah bei einer Person. Bei GbR, OHG und KG stehen die Gesellschafter stärker im Mittelpunkt. Die KG verteilt das Haftungsrisiko unterschiedlich: Der Komplementär haftet grundsätzlich unbeschränkt, beim Kommanditisten ist die Haftung nach den HGB-Regeln begrenzt.

Seit 2024 kann eine rechtsfähige GbR in das Gesellschaftsregister eingetragen werden. Dann führt sie den Zusatz eGbR. Eine allgemeine Eintragungspflicht besteht nicht.


Kapitalgesellschaften

GmbH, UG (haftungsbeschränkt) und AG sind Kapitalgesellschaften. Die GmbH benötigt mindestens 25.000 Euro Stammkapital. Die AG benötigt 50.000 Euro Grundkapital. Die UG ist eine Variante der GmbH mit niedrigerem Stammkapital; Sacheinlagen sind bei ihrer Gründung ausgeschlossen und ein Viertel des um einen Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses ist in die gesetzliche Rücklage einzustellen.

Medienhinweis: Das ältere Video erklärt die Grundsystematik. Änderungen seitdem – besonders zur GbR/eGbR – werden im aktuellen Kurstext nach Rechtsstand 09.10.2026 behandelt.


Gestufte Hilfe: Welche Form passt?

Hilfestufe Leitfrage
Hilfe 1 Wie viele Personen gründen?
Hilfe 2 Soll Privatvermögen grundsätzlich dem Unternehmensrisiko ausgesetzt sein?
Hilfe 3 Wie viel Kapital ist verfügbar und wie viel Formalität ist akzeptabel?
Hilfe 4 Wer soll leiten, wer nur Kapital geben und wie wichtig ist ein klarer Registerauftritt?


Anwendungsaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Zwei fiktive Gründer wollen gemeinsam einen kleinen Reparaturservice starten. Sie haben 6.000 Euro Startkapital, wollen aber ihr Privatvermögen möglichst vom Geschäftsrisiko trennen. Nenne eine naheliegende Form und einen Nachteil.

Begründetes Feedback: Eine UG (haftungsbeschränkt) ist naheliegend, weil sie mit weniger als 25.000 Euro Stammkapital gegründet werden kann und die Haftung grundsätzlich auf das Gesellschaftsvermögen zielt. Gegenargumente sind Formalitäten, volle Einzahlung des Stammkapitals, Rücklagenpflicht und laufende gesellschaftsrechtliche Pflichten. Eine bloße GbR passt weniger gut zum Ziel der Haftungsbegrenzung.


Lerneinheit 3: Der konkrete Ausbildungsfall

Fiktiver Betrieb: Die „Musterwerk Lerntechnik GmbH“, Sitz Beispielstadt, montiert Lern- und Werkstattausstattung. Die Auszubildende Mara Muster arbeitet in der Beschaffung. Alle folgenden Daten sind Modellwerte.

Der Betrieb benötigt 40 mobile Barcodescanner. Modellannahme: Der Betrieb ist zum vollen Vorsteuerabzug berechtigt; für die Beschaffungsentscheidung werden deshalb Nettowerte verglichen. Für die Produkte gilt im Fall der Regelsteuersatz von 19 Prozent Umsatzsteuer.


Produkt- und Lieferantenvergleich

Kriterium Nordstern Bürobedarf KG – fiktiv LernLogik Handel e.K. – fiktiv Werkblick Technik UG (haftungsbeschränkt) – fiktiv
Nettopreis je Scanner 238,00 € 226,00 € 231,00 €
Mengenrabatt 2 % 0 % 1 %
Fracht netto 180,00 € 520,00 € 290,00 €
Lieferzeit 5 Arbeitstage 10 Arbeitstage 7 Arbeitstage
Ersatzteilzusage 3 Jahre 5 Jahre 8 Jahre
Reaktionszeit Service 48 Stunden 36 Stunden 24 Stunden


Kaufmännischer Fall A: Bezugspreis

Aufgabe: Berechne für alle drei Angebote den Nettogesamtbetrag nach Rabatt plus Fracht. Entscheide danach, welches Angebot rein preislich günstigste ist.

Gestufte Hilfe Hinweis
Hilfe 1 Menge × Stückpreis ergibt zunächst den Warenwert.
Hilfe 2 Rabatt wird vom Warenwert abgezogen.
Hilfe 3 Danach wird die Fracht addiert.

Begründetes Feedback: Nordstern: 40 × 238,00 € = 9.520,00 €; minus 2 % = 9.329,60 €; plus 180,00 € = 9.509,60 € netto. LernLogik: 9.040,00 € + 520,00 € = 9.560,00 € netto. Werkblick: 9.240,00 € minus 1 % = 9.147,60 €; plus 290,00 € = 9.437,60 € netto. Rein preislich ist Werkblick am günstigsten.


Kaufmännischer Fall B: Nicht nur der Preis

Aufgabe: Entscheide zwischen Nordstern und Werkblick, wenn ein Produktionsstillstand sehr teuer wäre. Begründe mit mindestens drei Kriterien.

Begründetes Feedback: Werkblick ist im Modell sowohl beim Nettogesamtbetrag als auch bei Service-Reaktionszeit und Ersatzteilzusage stärker. Eine verantwortbare Beschaffungsentscheidung betrachtet daher Gesamtkosten, Ausfallrisiko und Nutzungsdauer – nicht nur den Listenpreis. In echten Fällen müssten Qualität, Vertragsbedingungen, Lieferfähigkeit und Nachhaltigkeitsnachweise geprüft werden.


Transferaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Die billigste Alternative stammt von einem Lieferanten mit wiederholten dokumentierten Verstößen gegen vereinbarte Arbeitsstandards. Entwickle eine Entscheidung, die wirtschaftlichen Zweck und berufliche Verantwortung zusammenführt.

Begründetes Feedback: Eine starke Lösung quantifiziert das Preisargument, bewertet Rechts-, Reputations- und Lieferkettenrisiken und formuliert eine prüfbare Alternative. Verantwortung bedeutet nicht, Wirtschaftlichkeit zu ignorieren, sondern Risiken und Folgen in die Entscheidung einzubeziehen.


Lerneinheit 4: Pflichtangaben im Geschäftsverkehr

Auf Geschäftsbriefen einer GmbH an bestimmte Empfänger müssen nach § 35a GmbHG unter anderem Rechtsform und Sitz, Registergericht und Handelsregisternummer sowie alle Geschäftsführer genannt werden. Bei OHG und KG gelten die Angaben nach § 125 HGB; für eingetragene Kaufleute § 37a HGB. Für eine AG enthält § 80 AktG entsprechende Vorgaben.


Kaufmännischer Fall C: Geschäftsbrief prüfen

Fiktiver Entwurf:

Musterwerk Lerntechnik GmbH
Sitz: Beispielstadt
Geschäftsführung: Mara Muster
„Angebot 2026-104 an Lernraum Handel KG“

Aufgabe: Welche Pflichtangaben fehlen im Modell für einen GmbH-Geschäftsbrief?

Gestufte Hilfe 1: Denke an das Register.

Gestufte Hilfe 2: Gesucht sind Gericht und Nummer.

Begründetes Feedback: Es fehlen mindestens Registergericht und Handelsregisternummer. Ein vollständiges fiktives Beispiel wäre: „Registergericht: Amtsgericht Beispielstadt, HRB 12345“. Diese Angaben sind ausdrücklich fiktiv. Werden Kapitalangaben gemacht, verlangt § 35a GmbHG weitere Angaben.


Lerneinheit 5: Steuern – aktuell geprüft, aber als Modell

Die Rechtsform beeinflusst die Besteuerung, aber ein einfacher „Steuersatzvergleich“ reicht für die Rechtsformwahl nicht.

Größe Rechtsstand / Modell Bedeutung im Kurs
Umsatzsteuer Regelsteuersatz 19 %, ermäßigter Satz für gesetzlich bestimmte Umsätze 7 % Beschaffungsfall nutzt 19 %
Körperschaftsteuer bis einschließlich 2027: 15 % gilt im Modell für die GmbH
Solidaritätszuschlag 5,5 % der jeweiligen Bemessungsgrundlage im GmbH-Modell 5,5 % der Körperschaftsteuer
Gewerbesteuermesszahl 3,5 % gesetzliche Rechengröße
Gewerbesteuerhebesatz wird von der Gemeinde festgesetzt Modellannahme: 400 %
Gewerbesteuerfreibetrag 24.500 € für natürliche Personen und Personengesellschaften nicht als GmbH-Freibetrag verwenden


Kaufmännischer Fall D: Steuerrechnung der fiktiven GmbH

Modellannahmen: zu versteuerndes Einkommen 80.000 €, Gewerbeertrag 80.000 €, keine Hinzurechnungen oder Kürzungen, Hebesatz der fiktiven Gemeinde Beispielstadt 400 %, keine Ausschüttung.

  1. Körperschaftsteuer: 80.000 € × 15 % = 12.000 €
  2. Solidaritätszuschlag: 12.000 € × 5,5 % = 660 €
  3. Gewerbesteuer: 80.000 € × 3,5 % = 2.800 € Messbetrag; 2.800 € × 400 % = 11.200 €
  4. Modell-Gesamtbelastung auf Gesellschaftsebene: 23.860 €

Begründetes Feedback: Die Rechnung zeigt nur die Gesellschaftsebene unter vereinfachten Annahmen. Ausschüttungen, persönliche Einkommensteuer, Anrechnungen, Sonderregeln sowie tatsächliche kommunale Hebesätze sind nicht enthalten. Deshalb darf aus diesem Modell keine individuelle Rechtsformempfehlung abgeleitet werden.


Lerneinheit 6: Verantwortungscheck

Prüfe bei jeder Entscheidung fünf Fragen: Wer entscheidet? Wer haftet? Wer trägt wirtschaftliches Risiko? Welche gesetzlichen Pflichten bestehen? Welche Folgen entstehen für andere?


Fallentscheidung: Gründung im Ausbildungsprojekt

Drei fiktive Personen – Mara Muster, Jan Beispiel und Nila Lern – planen einen technischen Reparaturbetrieb. Geplant sind 90.000 € Jahresumsatz im Startjahr, drei Beschäftigte, 18.000 € Eigenmittel und ein Haftungsrisiko durch Reparaturfehler. Zwei Personen wollen operativ leiten; eine Person will nur Kapital geben.

Aufgabe: Vergleiche mindestens KG, UG (haftungsbeschränkt) und GmbH. Triff eine begründete Empfehlung, ohne so zu tun, als gäbe es nur eine „richtige“ Rechtsform.

Hilfestufe Denkimpuls
Hilfe 1 Trenne Leitungswunsch und Kapitalbeteiligung.
Hilfe 2 Prüfe persönliche Haftung und vorhandenes Kapital.
Hilfe 3 Vergleiche Formalitäten, Rücklagen, Außenwirkung und spätere Finanzierung.
Hilfe 4 Benenne, welche Informationen für eine echte Beratung noch fehlen.

Begründetes Feedback: Eine UG kann zur gewünschten Haftungsbegrenzung und zum vorhandenen Kapital passen; eine GmbH bietet die etablierte Kapitalgesellschaftsstruktur, setzt aber 25.000 € Stammkapital voraus; eine klassische KG kann Leitung und Kapitalbeteiligung trennen, lässt jedoch mindestens einen Komplementär grundsätzlich unbeschränkt haften. Eine professionelle Empfehlung müsste zusätzlich Finanzierung, Vertragsrisiken, Steuerfolgen, Versicherungen und konkrete Rollen prüfen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Haftung ist für ein Einzelunternehmen typisch? (Persönliche und grundsätzlich unbeschränkte Haftung des Inhabers) (!Haftung nur bis 1 Euro) (!Haftung nur des Handelsregisters) (!Keine Haftung für betriebliche Schulden)




Wie hoch ist das gesetzliche Mindeststammkapital einer GmbH? (25000 Euro) (!50000 Euro) (!24500 Euro) (!1000 Euro)




Welche Besonderheit gilt für die UG haftungsbeschränkt? (Ein Viertel des maßgeblichen Jahresüberschusses ist gesetzlich in eine Rücklage einzustellen) (!Sie darf nur durch drei Personen gegründet werden) (!Sie benötigt immer 50000 Euro Grundkapital) (!Sie darf nicht im Handelsregister stehen)




Wie hoch ist das gesetzliche Mindestgrundkapital einer AG? (50000 Euro) (!25000 Euro) (!24500 Euro) (!10000 Euro)




Welche Rollen kennzeichnen die KG? (Komplementär und Kommanditist) (!Vorstand und Betriebsrat) (!Geschäftsführer und Aktionär) (!Inhaber und Prokurist zwingend)




Welchen Namenszusatz führt eine im Gesellschaftsregister eingetragene GbR? (eGbR) (!eKG) (!eGmbH) (!eOHG)




Wie hoch ist der Körperschaftsteuersatz für den Veranlagungszeitraum 2026? (15 Prozent) (!19 Prozent) (!7 Prozent) (!3 Komma 5 Prozent)




Wie hoch ist die Gewerbesteuermesszahl im Grundfall? (3 Komma 5 Prozent) (!15 Prozent) (!19 Prozent) (!25 Prozent)




Welcher Umsatzsteuersatz wird im Beschaffungsfall als Regelsteuersatz verwendet? (19 Prozent) (!15 Prozent) (!7 Prozent) (!5 Komma 5 Prozent)




Welche Angabe gehört bei einer GmbH grundsätzlich auf einen Geschäftsbrief an einen bestimmten Empfänger? (Registergericht und Handelsregisternummer) (!Privatadresse aller Gesellschafter) (!Kontostand der Gesellschaft) (!Einkommensteuer der Geschäftsführer)





Memory

Einzelunternehmen Persönliche unbeschränkte Haftung des Inhabers
eGbR Eintragung im Gesellschaftsregister
OHG Alle Gesellschafter grundsätzlich unbeschränkt haftend
KG Komplementär und Kommanditist
UG haftungsbeschränkt Gesetzliche Rücklagenbildung
GmbH Stammkapital von mindestens 25000 Euro
AG Grundkapital von mindestens 50000 Euro





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Volle persönliche Gesellschafterhaftung OHG
Unbeschränkter Vollhafter neben beschränkt Haftendem KG
Stammkapital GmbH
Grundkapital AG
Gesetzliche Rücklagenpflicht UG haftungsbeschränkt




...


Kreuzworträtsel

Haftung Welcher Begriff beschreibt das rechtliche Einstehen für Verbindlichkeiten?
Kommanditist Wie heißt der grundsätzlich nur nach den HGB-Regeln beschränkt haftende Gesellschafter einer KG?
Registergericht Welches Gericht wird auf Geschäftsbriefen registerpflichtiger Gesellschaften genannt?
Stammkapital Wie heißt das satzungsmäßige Kapital einer GmbH?
Grundkapital Wie heißt das Kapital einer AG?
Rücklage Was muss die UG aus einem Teil ihres maßgeblichen Jahresüberschusses bilden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Rechtsform beeinflusst besonders die

eines Unternehmens.
Eine GmbH hat ein gesetzliches Mindeststammkapital von

.
Bei der KG heißt der grundsätzlich unbeschränkt haftende Gesellschafter

.
Eine eingetragene GbR führt den Zusatz

.
Der Körperschaftsteuersatz beträgt im Jahr 2026

.
Der Regelsteuersatz der Umsatzsteuer beträgt

.
Bei der Gewerbesteuer bestimmt die Gemeinde den

.
Haftungsbeschränkung beseitigt nicht die gesetzlichen

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Rechtsform-Steckbrief: Gestalte für eine Unternehmensform eine Karte mit Haftung, Leitung, Kapital und Register.
  2. Geschäftsbrief-Check: Erstelle einen vollständig fiktiven GmbH-Briefkopf und markiere die Pflichtangaben.
  3. Begriffserklärung: Erkläre Haftung, Stammkapital und Handelsregister in eigenen Worten mit je einem Ausbildungsbeispiel.
  4. Gesprächsübung: Spiele zu zweit das Gespräch „Warum ist haftungsbeschränkt nicht verantwortungsfrei?“ und fasse das Ergebnis in fünf Sätzen zusammen.


Standard

  1. Lieferantenvergleich: Entwickle drei fiktive Angebote für ein Ausbildungsprodukt und begründe eine Auswahl aus Preis, Lieferzeit und Service.
  2. Nutzwertanalyse: Gewichte Preis, Qualität, Service und Nachhaltigkeit für den Scannerfall und prüfe, ob sich die Entscheidung ändert.
  3. Rechtsformvergleich: Vergleiche UG, GmbH und KG für einen fiktiven Reparaturbetrieb und begründe eine Empfehlung.
  4. Registerrecherche: Beschreibe, welche Informationen ein Handels- oder Gesellschaftsregister transparent machen soll, ohne reale Personendaten zu sammeln.


Schwer

  1. Risikomatrix: Entwickle für drei Rechtsformen eine Matrix aus Haftungs-, Finanzierungs-, Leitungs- und Reputationsrisiken.
  2. Steuermodell: Variiere im fiktiven GmbH-Fall den Gewerbesteuerhebesatz und erkläre, warum das Ergebnis keine individuelle Steuerberatung ersetzt.
  3. Unternehmensethik: Entwirf eine Beschaffungsrichtlinie, die Preis, Lieferfähigkeit, Arbeitsstandards und Umweltfolgen in überprüfbare Kriterien übersetzt.
  4. Beratungssimulation: Führe ein Rollenspiel zwischen Gründerteam, Bank und Steuerberatung durch und dokumentiere offene Informationen vor einer Rechtsformwahl.




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Lernkontrolle

  1. Entscheidungsbegründung: Ein fiktives Gründerteam hat wenig Kapital, hohes Produkthaftungsrisiko und möchte zwei Personen gemeinsam leiten lassen. Vergleiche zwei geeignete Rechtsformen und begründe, welche Zusatzinformationen Deine Entscheidung verändern könnten.
  2. Beschaffungsentscheidung: Ein Angebot ist 4 Prozent teurer, bietet aber halb so lange Service-Reaktionszeit und deutlich längere Ersatzteilversorgung. Entwickle eine nachvollziehbare kaufmännische Entscheidung.
  3. Verantwortung und Haftung: Erkläre an einem Beispiel, warum beschränkte Gesellschafterhaftung nicht mit fehlender persönlicher Pflicht von Geschäftsleitern gleichgesetzt werden darf.
  4. Geschäftsbriefanalyse: Prüfe einen selbst erstellten fiktiven GmbH-Geschäftsbrief auf Pflichtangaben und erkläre die Schutzfunktion dieser Transparenz.
  5. Steuertransfer: Zeige, wie sich ein geänderter kommunaler Gewerbesteuerhebesatz auf das Modell einer GmbH auswirkt, und benenne mindestens zwei Grenzen des Rechenmodells.
  6. Rechtsformwechsel: Begründe, welche betrieblichen Veränderungen eine erneute Prüfung der Rechtsform sinnvoll machen können.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Unternehmensformen nach Haftung, Kapital, Leitung und Register unterscheiden kannst.
  2. kaufmännische Entscheidungen nicht nur nach Preis, sondern nach mehreren überprüfbaren Kriterien begründest.
  3. Pflichtangaben im passenden Rechtsformkontext erkennst.
  4. Steuerangaben von Modellannahmen trennst und aktuelle Sätze korrekt einordnest.
  5. Berufliche Verantwortung als Verbindung von Wirtschaftlichkeit, Sorgfalt, Recht und Folgen für Stakeholder erklärst.
  6. bei Fallaufgaben Unsicherheiten benennst und erkennst, wann fachkundige Rechts- oder Steuerberatung nötig ist.




Quellen- und Rechtscheck

Stand der Prüfung: 09.10.2026. Maßgeblich sind die jeweils geltenden Gesetze. Der Kurs reduziert komplexe Rechts- und Steuerfragen didaktisch; vor realen Entscheidungen ist eine aktuelle Einzelfallprüfung erforderlich.

Thema Geprüfte Quelle
Rechtsformen und Auswahlkriterien Existenzgründungsportal des Bundes – Rechtsformen
GbR und eGbR § 705 BGB und § 707a BGB
OHG und KG § 105 HGB und § 161 HGB
GmbH und UG § 5 GmbHG und § 5a GmbHG
AG § 7 AktG
Geschäftsbriefe § 37a HGB, § 125 HGB, § 35a GmbHG, § 80 AktG
Geschäftsleiterverantwortung § 43 GmbHG und § 15a InsO
Körperschaftsteuer § 23 KStG
Gewerbesteuer § 11 GewStG und § 16 GewStG
Umsatzsteuer § 12 UStG
Solidaritätszuschlag § 4 SolzG 1995


Medien- und Rechtecheck

Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden auf ihren Dateibeschreibungsseiten geprüft. Lizenzen können dort nachvollzogen werden. YouTube-Videos werden nur über den vorgesehenen Player eingebettet; sie werden nicht als OER umdeklariert. Rechte am Videoinhalt verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Medium Nachweis Lizenz-/Nutzungshinweis
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