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Industriekaufleute und betriebliche Steuerung – Eine betriebliche Entscheidung begründet präsentieren

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Industriekaufleute und betriebliche Steuerung – Eine betriebliche Entscheidung begründet präsentieren

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Industriekaufleute und betriebliche Steuerung – Eine betriebliche Entscheidung begründet präsentieren


Einleitung

Du lernst, eine betriebliche Entscheidung so vorzubereiten und zu präsentieren, dass Alternativen, Annahmen, Zahlen, Risiken und Empfehlung für andere nachvollziehbar sind. Der Kurs richtet sich an Auszubildende für Industriekaufleute und verbindet Controlling, Kostenvergleichsrechnung, Nutzwertanalyse und Präsentation.

Ausbildungsbezug 2026: Die seit 1. August 2024 geltende Industriekaufleuteausbildungsverordnung verlangt in der Fachaufgabe im Einsatzgebiet, Lösungen zu analysieren, eine begründete Auswahl unter rechtlichen, ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten zu treffen und Ergebnisse zu präsentieren und zu bewerten. Präsentation und Fachgespräch dauern zusammen 30 Minuten; die Präsentation soll 10 Minuten nicht überschreiten.

Leitidee: Eine gute Entscheidung ist nicht die mit der schönsten Folie, sondern die, deren Weg von der Ausgangslage bis zur Empfehlung prüfbar bleibt.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du eine Entscheidungsfrage eingrenzen, Daten auf Plausibilität prüfen, Annahmen kennzeichnen, mehrere Alternativen quantitativ und qualitativ vergleichen, eine Sensitivitätsprüfung durchführen und eine Entscheidung in kurzer Form begründet vertreten.


Ausbildungsfall: Fiktiva Komponenten GmbH

Alle Personen-, Unternehmens-, Produkt- und Geschäftsdaten dieses Kurses sind vollständig fiktiv. Die Auszubildende Mika Beispiel arbeitet im Einsatzgebiet kaufmännische Steuerung und Kontrolle der fiktiven Fiktiva Komponenten GmbH. Für eine neue Verpackungsstation liegen drei Angebote vor. Die Geschäftsleitung erwartet eine Empfehlung mit belastbaren Zahlen und einem kurzen Entscheidungsgespräch.

Entscheidungsfrage: Welche Alternative soll für vier Jahre ausgewählt werden?

Merkmal Alternative A Alternative B Alternative C
Anschaffung netto 48.000 € 44.500 € 53.000 €
Einrichtung netto 3.000 € 5.500 € 2.500 €
Wartung pro Jahr 2.400 € 3.200 € 1.800 €
Energie pro Jahr 3.600 € 4.100 € 2.500 €
erwartete Ausfallkosten pro Jahr 1.800 € 3.400 € 1.500 €
Lieferzeit 4 Wochen 6 Wochen 8 Wochen
Serviceeinschätzung sehr gut befriedigend gut
Nachhaltigkeitseinschätzung mittel eher schwach sehr gut


Modellannahmen des Lernfalls

Annahme Warum sie sichtbar sein muss
Betrachtungszeitraum 4 Jahre Ergebnisse hängen vom Zeitraum ab.
Restwert 0 € Ein anderer Restwert verändert Abschreibung und Vergleich.
Kalkulationszinssatz 6 % Der Satz ist eine fiktive interne Vorgabe.
gleiche Kapazität und gleicher Nutzen Nur dann ist ein reiner Kostenvergleich sinnvoll.
konstante Jahreswerte Preissteigerungen und Mengenänderungen bleiben zunächst außen vor.
volle Berechtigung zum Vorsteuerabzug Deshalb wird im Fall mit Nettobeträgen verglichen.
alle Beträge und Bewertungen fiktiv Sie dienen ausschließlich dem Lernen.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Von der Frage zur Entscheidung

Eine Entscheidung wird belastbar, wenn Du Ziel, Alternativen, Kriterien und Grenzen zuerst festlegst. Unklare Ziele führen zu Scheingenauigkeit.

Prüffrage Kurzantwort im Ausbildungsfall
Was wird entschieden? Auswahl einer Verpackungsstation
Zwischen welchen Alternativen? A, B und C
Für welchen Zeitraum? vier Jahre
Wer benötigt die Entscheidung? fiktive Geschäftsleitung
Welche Grenzen gelten? Budget, Lieferzeit, Service, Nachhaltigkeit, Kosten

Merksatz: Erst die Entscheidungslogik, dann die Folien.


Lerneinheit 2: Zahlen vergleichbar machen

Für den Lernfall wird eine vereinfachte statische Kostenvergleichsrechnung verwendet.

Kalkulatorische Abschreibung = Anschaffung inklusive Einrichtung geteilt durch Nutzungsdauer.

Kalkulatorische Zinsen = durchschnittlich gebundenes Kapital mal 6 %. Bei Restwert 0 € entspricht das durchschnittlich gebundene Kapital der Hälfte der Anschaffung inklusive Einrichtung.

Rechenschritt A B C
Anschaffung plus Einrichtung 51.000 € 50.000 € 55.500 €
jährliche Betriebskosten 7.800 € 10.700 € 5.800 €
Abschreibung pro Jahr 12.750 € 12.500 € 13.875 €
kalkulatorische Zinsen pro Jahr 1.530 € 1.500 € 1.665 €
Jahreskosten 22.080 € 24.700 € 21.340 €

Zwischenergebnis: C ist unter den Modellannahmen mit 21.340 € pro Jahr die kostengünstigste Alternative.


Lerneinheit 3: Qualitative Kriterien gewichten

Kosten allein beantworten nicht jede betriebliche Frage. Die Nutzwertanalyse ergänzt den Zahlenvergleich um bewertete Kriterien.

Bewertungsskala im Lernfall: 1 = sehr ungünstig, 5 = sehr günstig. Gewichtungen und Punktwerte sind Modellannahmen und müssen begründet werden.

Kriterium Gewicht A B C
Jahreskosten 40 % 4 3 5
Zuverlässigkeit 25 % 4 3 5
Service 15 % 5 3 4
Lieferzeit 10 % 5 4 3
Nachhaltigkeit 10 % 3 2 5
gewichteter Gesamtwert 100 % 4,15 3,00 4,65

Interpretation: C erreicht trotz längerer Lieferzeit den höchsten Nutzwert. Das Ergebnis ist keine objektive Wahrheit: Andere Gewichte oder Bewertungen können die Rangfolge ändern.


Lerneinheit 4: Entscheidung auf Robustheit prüfen

Eine Sensitivitätsanalyse fragt: Bleibt die Empfehlung bestehen, wenn eine wichtige Annahme verändert wird?

Stressfall: Die jährlichen Ausfallkosten von C steigen von 1.500 € auf 5.500 €. Dadurch erhöhen sich die Jahreskosten von C um 4.000 € auf 25.340 €. Dann wäre A mit 22.080 € kostenmäßig günstiger.

Hinweis zur Grafik: Sie zeigt allgemein das Prinzip eines Schwellenwerts und bildet nicht die fiktiven Fallzahlen dieses Kurses ab.

Schluss: Eine Empfehlung sollte nicht nur sagen, was gilt, sondern auch unter welchen Bedingungen sie gilt.


Lerneinheit 5: Umsatzsteuer, Rechnung und E-Rechnung 2026

Rechtsstand dieses Kurses: 9. Oktober 2026. Für reale Geschäftsvorgänge musst Du vor Verwendung die aktuelle Rechtslage und betriebliche Besonderheiten erneut prüfen.

Für steuerpflichtige Umsätze gilt nach § 12 UStG grundsätzlich ein Regelsteuersatz von 19 %; für bestimmte Umsätze gilt der ermäßigte Satz von 7 %. Für die im Lernfall angenommene Maschine wird mit 19 % gerechnet. Die Nettobetrachtung setzt im Lernfall die volle Berechtigung zum Vorsteuerabzug voraus.

Beispiel Alternative C: 55.500 € netto + 10.545 € Umsatzsteuer = 66.045 € brutto.

Seit 1. Januar 2025 ist die E-Rechnung im inländischen B2B-Bereich gesetzlich neu geregelt. 2026 bestehen noch Übergangsregeln für die Ausstellung: Bis 31. Dezember 2026 können Rechnungsaussteller grundsätzlich noch eine sonstige Rechnung verwenden; bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 € reicht die Übergangsfrist für die Ausstellung bis Ende 2027. Inländische Unternehmen müssen seit 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen können.

Reguläre Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG:

Nr. Pflichtangabe
1 vollständiger Name und vollständige Anschrift von leistendem Unternehmen und Leistungsempfänger
2 Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des leistenden Unternehmens
3 Ausstellungsdatum
4 einmalig vergebene fortlaufende Rechnungsnummer
5 Menge und Art der Gegenstände oder Umfang und Art der Leistung
6 Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung
7 nach Steuersätzen oder Steuerbefreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt sowie vereinbarte Entgeltminderungen
8 Steuersatz und Steuerbetrag oder Hinweis auf Steuerbefreiung
9 gegebenenfalls Hinweis auf die besondere Aufbewahrungspflicht des Leistungsempfängers
10 bei Rechnung durch den Leistungsempfänger gegebenenfalls die Angabe Gutschrift


Lerneinheit 6: Die Entscheidung präsentieren

Eine kurze Entscheidungsvorlage kann nach der Reihenfolge Problem – Kriterien – Rechnung – Risiko – Empfehlung aufgebaut werden.

Folie oder Gesprächsschritt Kerninhalt
1 Ausgangslage Was muss entschieden werden und warum jetzt?
2 Alternativen Welche realistischen Optionen wurden geprüft?
3 Annahmen Welche Modellgrenzen beeinflussen das Ergebnis?
4 Zahlen Welche Rechnung führt zu welchem Ergebnis?
5 Nutzwert und Risiko Welche nichtmonetären Kriterien und Unsicherheiten zählen?
6 Empfehlung Was soll entschieden werden und unter welcher Bedingung?

Beispiel für einen 30-Sekunden-Entscheidungssatz: „Ich empfehle Alternative C, weil sie unter unseren Annahmen die niedrigsten Jahreskosten von 21.340 € und mit 4,65 den höchsten gewichteten Nutzwert erreicht. Kritisch ist die längere Lieferzeit. Steigen die jährlichen Ausfallkosten von C um 4.000 €, kippt der reine Kostenvorteil; deshalb sollte die Ausfallannahme vor Bestellung verifiziert werden.“


Gesprächsmedium: Entscheidungsgespräch

Rolle Fiktive Aussage Deine Reaktion
Geschäftsleitung „B ist doch in der Anschaffung am billigsten. Warum nehmen wir nicht B?“ Zeige, dass Anschaffungspreis und Jahreskosten nicht dasselbe sind.
Einkauf „C liefert vier Wochen später als A.“ Benenne den Zielkonflikt und prüfe, ob der Termin ein Muss-Kriterium ist.
Controlling „Wie sicher sind die Ausfallkosten?“ Kennzeichne die Schätzung und zeige die Sensitivitätsprüfung.
Nachhaltigkeitsbeauftragte „Wie stark zählt Nachhaltigkeit?“ Begründe das Gewicht und zeige, wie eine andere Gewichtung das Ergebnis verändern kann.

Gesprächsregel: Nicht verteidigen, sondern begründen: Datenquelle nennen, Annahme offenlegen, Alternative zeigen, Konsequenz erklären.


Produktvergleich: Entscheidung auf einen Blick

Dimension A B C Bewertung
Jahreskosten 22.080 € 24.700 € 21.340 € Vorteil C
Lieferzeit 4 Wochen 6 Wochen 8 Wochen Vorteil A
Service sehr gut befriedigend gut Vorteil A
Nachhaltigkeit mittel eher schwach sehr gut Vorteil C
Gesamtwert 4,15 3,00 4,65 Vorteil C

Begründete Empfehlung: Unter den gesetzten Annahmen ist C die beste Gesamtalternative. Vor Bestellung sollten die erwarteten Ausfallkosten und die Akzeptanz der achtwöchigen Lieferzeit bestätigt werden.


Gestufte Hilfen und Falltraining


Basisaufgabe: Rechenweg sichern

Aufgabe: Berechne für Alternative A aus 51.000 € Anschaffung inklusive Einrichtung, vier Jahren Nutzungsdauer, Restwert 0 € und 6 % Kalkulationszins die jährliche Abschreibung und die kalkulatorischen Zinsen.

Hilfe 1: Teile die Anschaffung inklusive Einrichtung durch vier.

Hilfe 2: Für die Zinsen verwendest Du bei Restwert 0 € die Hälfte von 51.000 €.

Hilfe 3: Multipliziere 25.500 € mit 0,06.

Begründetes Feedback: Die Abschreibung beträgt 12.750 € pro Jahr. Die kalkulatorischen Zinsen betragen 1.530 € pro Jahr. Richtig ist der Rechenweg, weil die Modellannahmen Restwert 0 € und lineare Verteilung über vier Jahre vorgeben. Wer nur den Anschaffungspreis vergleicht, übersieht laufende und kalkulatorische Kosten.


Anwendungsaufgabe: Entscheidung begründen

Aufgabe: Formuliere eine Empfehlung zwischen A und C in höchstens vier Sätzen. Nenne mindestens eine Zahl, eine qualitative Stärke und ein Risiko.

Hilfe 1: Beginne mit „Ich empfehle …“.

Hilfe 2: Nutze 21.340 €, 22.080 €, 4,65 oder 4,15.

Hilfe 3: Nenne die Lieferzeit von C als möglichen Zielkonflikt.

Begründetes Feedback: Eine überzeugende Antwort verbindet Ergebnis und Bedingung. Beispiel: C ist unter den Annahmen vorzuziehen, weil die Jahreskosten 740 € unter A liegen und C den höheren Nutzwert erreicht. Gegen C spricht die längere Lieferzeit. Die Empfehlung ist deshalb an die Bedingung geknüpft, dass acht Wochen betrieblich akzeptabel sind.


Transferaufgabe: Entscheidung kippt?

Aufgabe: Prüfe, ob Du C weiterhin empfehlen würdest, wenn die Ausfallkosten von C auf 5.500 € pro Jahr steigen. Begründe Deine Antwort und benenne, welche Information Du zusätzlich beschaffen würdest.

Hilfe 1: Die Mehrkosten gegenüber dem Ausgangsfall betragen 4.000 € pro Jahr.

Hilfe 2: Neue Jahreskosten C: 21.340 € + 4.000 €.

Hilfe 3: Vergleiche 25.340 € mit A = 22.080 € und denke zusätzlich an Nutzwert, Risiko und Lieferzeit.

Begründetes Feedback: Rein kostenmäßig kippt die Empfehlung zu A. Eine vollständige Entscheidung darf aber nicht automatisch kippen, weil C qualitativ stärker bewertet wurde. Du solltest die Wahrscheinlichkeit und Ursache der höheren Ausfallkosten klären und die Nutzwertanalyse mit der neuen Risikolage aktualisieren. Genau diese Trennung zwischen Zahl, Annahme und Wertung macht die Entscheidung nachvollziehbar.


Erweiterung: Make-or-Buy als zweiter Entscheidungstyp

Bei Make-or-Buy vergleichst Du nicht Produkte, sondern Handlungsalternativen: selbst herstellen oder extern beziehen. Auch hier gilt: relevante Kosten, Kapazitäten, Qualität, Abhängigkeiten, Know-how und Risiken gemeinsam betrachten.


Quellencheck, Aktualität und Medienrechte

Fachliche Quellen, geprüft am 9. Oktober 2026:

  1. Industriekaufleuteausbildungsverordnung: Rechtsgrundlage der seit 1. August 2024 geltenden Ausbildung und Prüfung.
  2. BIBB zur Modernisierung der Industriekaufleute: Einordnung der kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen, digitalen und prozessorientierten Kompetenzen.
  3. IHK Ulm zur Neuordnung: aktuelle Prüfungsstruktur und Fachaufgabe.
  4. § 12 UStG: 19 % Regelsteuersatz und 7 % ermäßigter Steuersatz für gesetzlich bestimmte Umsätze.
  5. § 14 UStG: Rechnung, E-Rechnung und Pflichtangaben.
  6. BMF-FAQ E-Rechnung, Stand März 2026: Definition, Empfangspflicht und Übergangsregelungen.
  7. Wikipedia: Kostenvergleichsrechnung und Wikipedia: Nutzwertanalyse: fachliche Grundbegriffe und Grenzen der Methoden.

Medienrechte: Die eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre Beschreibungsseiten geprüft. „Weighted decision matrix diagram.svg“ von Peter Gladdish steht unter CC BY 4.0. „Accounting Calculator.png“ von DoubleCritch ist CC0. „High-bay warehouse in the central industrial warehouse in Erligheim.jpg“ von JanatAMANNGroup steht unter CC BY-SA 4.0. „Group presentation.jpg“ von Saanirukayatutungteiya steht unter CC BY 4.0. „Break-even.png“ von Oftcc steht unter CC BY-SA 3.0 beziehungsweise zusätzlich GFDL. Die jeweilige Dateibeschreibungsseite enthält die Lizenzdetails.

YouTube: Verwendet werden nur reale, geprüfte Video-URLs und keine Sofatutor-Inhalte. Die Videos werden über den YouTube-Player eingebettet; YouTube erlaubt das Anzeigen von Videos über den einbettbaren Player. Rechte am jeweiligen Video verbleiben bei den Rechteinhabern. Externe Videos können später geändert, entfernt oder vom Einbetten ausgeschlossen werden.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was macht eine betriebliche Entscheidung besonders nachvollziehbar? (Alternativen, Annahmen, Zahlen und Risiken werden offengelegt) (!Nur die günstigste Alternative wird genannt) (!Die Präsentation enthält möglichst viele Folien) (!Annahmen werden nicht erwähnt)




Warum werden im Lernfall Nettobeträge verglichen? (Weil als Modellannahme volle Vorsteuerabzugsberechtigung gilt) (!Weil Umsatzsteuer 2026 abgeschafft ist) (!Weil Maschinen immer steuerfrei sind) (!Weil Bruttobeträge gesetzlich verboten sind)




Welche Alternative hat im Ausgangsfall die niedrigsten Jahreskosten? (Alternative C mit 21.340 Euro) (!Alternative A mit 22.080 Euro) (!Alternative B mit 24.700 Euro) (!Alle Alternativen sind gleich teuer)




Wie hoch ist der allgemeine Umsatzsteuer-Regelsteuersatz im Lernstand 2026? (19 Prozent) (!7 Prozent) (!16 Prozent) (!21 Prozent)




Welche Aussage zur E-Rechnung trifft für 2026 im Lernstand zu? (Für die Ausstellung gelten noch Übergangsregelungen) (!Unternehmen müssen E-Rechnungen erst ab 2030 empfangen können) (!Ein einfaches PDF ist seit 2025 immer eine E-Rechnung) (!B2B-Rechnungen sind von der Neuregelung ausgenommen)




Wozu dient die Nutzwertanalyse im Kurs? (Sie ergänzt monetäre Daten um gewichtete qualitative Kriterien) (!Sie ersetzt jede Kostenrechnung) (!Sie berechnet automatisch die Umsatzsteuer) (!Sie beweist eine objektiv einzig richtige Entscheidung)




Welchen gewichteten Gesamtwert erreicht Alternative C im Lernfall? (4,65) (!4,15) (!3,00) (!5,00)




Was prüft eine Sensitivitätsanalyse? (Ob sich die Empfehlung bei veränderten Annahmen verändert) (!Ob die Rechnung eine Rechnungsnummer enthält) (!Ob alle Folien gleich gestaltet sind) (!Ob eine Alternative einen Rabatt anbietet)




Wie lange soll die Durchführung der Präsentation nach der Ausbildungsordnung höchstens dauern? (10 Minuten) (!5 Minuten) (!20 Minuten) (!30 Minuten)




Welche Aussage gehört in eine starke Entscheidungsempfehlung? (Unter welchen Annahmen und Risiken die Empfehlung gilt) (!Dass nur eine Alternative betrachtet wurde) (!Dass alle Unsicherheiten ignoriert wurden) (!Dass Zahlen ohne Rechenweg genügen)





Memory

Kostenvergleich monetärer Alternativenvergleich
Nutzwertanalyse gewichtete qualitative Kriterien
Annahme ausdrücklich gesetzte Modellvoraussetzung
Sensitivitätsanalyse Prüfung veränderter Eingangsdaten
Vorsteuer unter Voraussetzungen abziehbare Umsatzsteuer
Fachgespräch Hintergründe erklären und Ergebnisse bewerten





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Jahreskosten quantitative Vergleichsgröße
Lieferzeit nichtmonetäres Entscheidungskriterium
Gewichtung Bedeutung eines Kriteriums
Nutzwert gewichteter Gesamtwert
Sensitivitätsanalyse Prüfung der Robustheit
Empfehlung begründeter Entscheidungsvorschlag






Kreuzworträtsel

Nutzwertanalyse Welches Verfahren verbindet gewichtete Kriterien zu einem Gesamtwert?
Vorsteuer Wie heißt die unter Voraussetzungen abziehbare Umsatzsteuer beim Unternehmen?
Annahme Wie heißt eine ausdrücklich gesetzte Voraussetzung eines Modells?
Kalkulation Wie nennt man die rechnerische Ermittlung betrieblicher Werte?
Sensitivität Welcher Begriff beschreibt die Reaktion eines Ergebnisses auf geänderte Eingaben?
Fachgespräch Wie heißt der Prüfungsteil, in dem Hintergründe erläutert und Ergebnisse bewertet werden?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine begründete betriebliche Entscheidung beginnt mit einer klaren

. Vergleichbare Optionen heißen

. Im Lernfall werden wegen der Modellannahme zur Vorsteuerabzugsberechtigung

verwendet. Die jährlichen Kosten von Alternative C betragen im Ausgangsfall

. Qualitative Kriterien können mit einer

strukturiert werden. Eine veränderte Annahme wird mit einer

geprüft. Der allgemeine Umsatzsteuer-Regelsteuersatz beträgt

. Eine E-Rechnung muss in einem

elektronischen Format vorliegen. Die Durchführung der Präsentation soll höchstens

dauern. Eine professionelle Empfehlung nennt auch ein wesentliches

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Entscheidungskriterium: Formuliere für den Ausbildungsfall drei Muss-Kriterien und drei Wunsch-Kriterien und begründe die Trennung.
  2. Kostenvergleichsrechnung: Rechne die Jahreskosten von A vollständig nach und markiere jede verwendete Annahme.
  3. Nutzwertanalyse: Erkläre in höchstens 90 Sekunden, warum eine hohe Punktzahl nicht automatisch objektive Wahrheit bedeutet.
  4. Präsentation: Gestalte eine einzige Entscheidungsfolie, die A, B und C mit höchstens sechs Kennzahlen vergleicht.


Standard

  1. Sensitivitätsanalyse: Verändere zwei Eingangswerte und zeige, ab wann Deine Empfehlung kippt.
  2. Umsatzsteuer: Erstelle für Alternative C eine fiktive Rechnungsskizze mit Netto, 19 Prozent Umsatzsteuer und Brutto sowie den regulären Pflichtangaben.
  3. Fachgespräch: Spiele zu zweit ein dreiminütiges Entscheidungsgespräch und dokumentiere zwei kritische Rückfragen.
  4. Nutzwertanalyse: Entwickle eine zweite Gewichtung aus Sicht des Einkaufs und vergleiche das Ergebnis mit der Controlling-Sicht.


Schwer

  1. Investitionsrechnung: Diskutiere, welche Aussagekraft die statische Kostenvergleichsrechnung im Fall hat und welche Informationen für ein dynamisches Verfahren zusätzlich nötig wären.
  2. Make-or-Buy: Übertrage die Entscheidungslogik auf einen fiktiven Eigenfertigungs-oder-Fremdbezugsfall mit eigenen Zahlen und Risiken.
  3. Controlling: Erstelle ein kompaktes Entscheidungspapier mit Ausgangslage, Datenquellen, Annahmen, Rechnung, Nutzwert, Sensitivität und Empfehlung.
  4. Fachaufgabe im Einsatzgebiet: Entwickle eine prüfungsnahe zehnminütige Präsentationsstruktur und simuliere anschließend ein Fachgespräch mit mindestens fünf begründeten Antworten.




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Lernkontrolle

  1. Entscheidungslogik: Ein Lieferant senkt den Kaufpreis, erhöht aber die Wartungskosten. Erkläre, welche Daten Du neu berechnen musst und warum der Kaufpreis allein keine ausreichende Entscheidung liefert.
  2. Sensitivitätsanalyse: Bestimme qualitativ, welche zwei Annahmen im Ausbildungsfall das größte Risiko für die Empfehlung C darstellen und begründe Deine Auswahl.
  3. Nutzwertanalyse: Zeige an einem eigenen Beispiel, wie eine geänderte Gewichtung zu einer anderen Rangfolge führen kann, ohne dass sich die Ausgangsdaten ändern.
  4. Umsatzsteuer: Begründe, warum eine Nettobetrachtung im Lernfall sinnvoll sein kann und in welchen Situationen diese Modellannahme nicht ungeprüft übernommen werden darf.
  5. Präsentation: Formuliere eine 60-Sekunden-Empfehlung, die Zahl, Nutzen, Risiko und Bedingung enthält, ohne die gesamte Rechnung vorzulesen.
  6. Fachgespräch: Beantworte die Frage „Warum haben Sie Alternative B verworfen?“ so, dass Kosten, qualitative Kriterien und Unsicherheit nachvollziehbar verbunden werden.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen können, dass Du:

  1. eine betriebliche Entscheidungsfrage präzise formulierst,
  2. mindestens zwei realistische Alternativen vergleichst,
  3. Annahmen und Datenquellen sichtbar trennst,
  4. einen prüfbaren Rechenweg mit korrekten Einheiten darstellst,
  5. qualitative Kriterien begründet gewichtest,
  6. eine Sensitivitätsprüfung durchführst,
  7. Rechts- und Steuerannahmen mit aktuellem Stand kennzeichnest,
  8. eine Empfehlung mit Risiko und Bedingung präsentierst und
  9. Rückfragen im Fachgespräch sachlich und nachvollziehbar beantwortest.




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