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Netzwerke und Systemintegration – VLANs zur Trennung von Netzen nutzen

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Netzwerke und Systemintegration – VLANs zur Trennung von Netzen nutzen

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Einleitung

Netzwerke und Systemintegration – VLANs zur Trennung von Netzen nutzen

Kurzbeschreibung: Logische Segmente und Zugriff. Für die Ausbildung in der Fachinformatik mit Schwerpunkt Systemintegration. Dauer: etwa 75–100 Minuten in kurzen Einheiten. Voraussetzungen: Grundlagen zu Ethernet, Switch und IP-Adresse.

Lernziele: Du unterscheidest Access-Port und Trunk, erklärst IEEE 802.1Q, planst VLANs und prüfst Zugriffsregeln. Am Ende begründest Du, warum VLANs allein noch keine vollständige Netzwerksicherheit bieten.

Sicherheitsrahmen: Alle Geräte, IP-Adressen und Vorgänge sind erfunden. Die Python-Beispiele simulieren ausschließlich Daten im Arbeitsspeicher: keine Netzwerkpakete, keine Sockets, keine Gerätebefehle. Nutze nur Deinen eigenen Rechner beziehungsweise eine ausdrücklich freigegebene Offline-VM. Keine fremden Netze, produktiven Switches oder vertraulichen Daten verwenden.


Ausbildungsfall: Werkstatt NOVA

Die fiktive Fahrradwerkstatt NOVA hat zwei Switches. Büro, Werkstatt und Gäste sollen getrennt sein. Nur das Büro darf auf den Werkstattserver per HTTPS zugreifen. Die Gäste dürfen nicht auf interne Geräte zugreifen. Internetzugriffe sind nicht Teil der Simulation.

             Switch A ===== 802.1Q-Trunk ===== Switch B
             |                                  |
   buero     | VLAN 10                 VLAN 10 | buero2
   werkstatt | VLAN 20                 VLAN 20 | server
             |                         VLAN 30 | gast

       Router / Layer-3-Gateway + ACL an Switch A
Segment VLAN Beispielnetz nur zur Dokumentation Fiktive Geräte
Büro 10 192.0.2.0/24 buero, buero2
Werkstatt 20 198.51.100.0/24 werkstatt, server
Gäste 30 203.0.113.0/24 gast

Die Netze stammen aus den Dokumentationsbereichen von RFC 5737. Nicht auf realen Schnittstellen einsetzen.


Kurzmodule


Einheit 1 – Was trennt ein VLAN? (8 Minuten)

Ein VLAN bildet auf Layer 2 eine eigene Broadcast-Domäne. Mehrere VLANs können dieselben Switches nutzen, ohne dass Ethernet-Broadcasts standardmäßig VLAN-Grenzen überschreiten.

Medienimpuls: Zeige in der Grafik, welche Rechner logisch zusammengehören.

Vergleiche physische Kabel mit logischer Segmentzugehörigkeit.

Mini-Check: Kann ein Rechner nur durch eine neue IP-Adresse sein zugewiesenes Access-VLAN ändern? Nein. Die VLAN-Zuordnung geschieht hier am Switchport.


Einheit 2 – Access, Trunk und Tagging (10 Minuten)

Ein Access-Port gehört in diesem Kurs zu einem VLAN und überträgt gewöhnlich ungetaggte Endgeräte-Frames. Ein Trunk transportiert mehrere VLANs; IEEE 802.1Q markiert Frames mit einer VLAN-ID. Bei 802.1Q können native VLANs auch ungetaggt übertragen werden; beide Trunk-Enden müssen konsistent konfiguriert sein.

Suche den gemeinsamen Transportweg mehrerer VLANs.

Der 802.1Q-Tag umfasst vier Byte: TPID und TCI einschließlich VLAN-ID.

Video: Lehrer Go – Access und Trunk (Theorie ab 07:59, Tagging ab 09:48).

Video: Lehrer Go – Trunk-Konfiguration und Frame-Analyse (nur als Anschauung, nicht an echten Geräten nachmachen).

Datenbild: 802.1Q verwendet eine 12-Bit-VLAN-ID. Regulär nutzbar sind IDs von 1 bis 4094; ID 0 und 4095 sind reserviert. Im Beispiel sind PCP und DEI jeweils null.

VLAN 802.1Q-Tag in Hexadezimal (4 Byte) Binäre VLAN-ID (12 Bit)
10 81 00 00 0A 000000001010
20 81 00 00 14 000000010100
30 81 00 00 1E 000000011110

Lauffähiges lokales Codebeispiel: Als tag_demo.py speichern und mit python3 -I tag_demo.py ausführen. Es erzeugt nur Textausgabe.

def tag_bytes(vid):
    if not 1 <= vid <= 4094:
        raise ValueError("VLAN-ID ungueltig")
    tci = vid  # PCP=0, DEI=0
    return (0x8100).to_bytes(2, "big") + tci.to_bytes(2, "big")

for vid in (10, 20, 30):
    print(vid, tag_bytes(vid).hex(" ").upper())

Erwartung: 10 81 00 00 0A, 20 81 00 00 14, 30 81 00 00 1E. Feedback: Ändert sich nur die VLAN-ID, verändern sich die niederwertigen Bits des Tag-Control-Information-Feldes. Das Programm erzeugt keine Frames auf einer Netzwerkkarte.


Einheit 3 – Zugriff zwischen VLANs (10 Minuten)

Zwischen zwei VLANs ist normalerweise Inter-VLAN-Routing durch einen Router oder Layer-3-Switch erforderlich. Erst eine ACL oder Firewall-Regel definiert, welche VLAN-übergreifenden Verbindungen erlaubt sind. Routing einschalten bedeutet nicht automatisch sicher trennen.

Analysiere den Übergang zwischen VLAN-Segmenten und gerouteten Verbindungen.

Vertiefung: Virtuelle Router-Schnittstellen können mehrere VLANs ansprechen.

Video: Lehrer Go – Inter-VLAN-Routing; Einstieg bei 00:00 und Testphase ab 12:39.

Soll-Zugriffsmatrix unseres fiktiven Betriebs:

Quelle Ziel Dienst Ergebnis Begründung
buero buero2 HTTPS Erlaubt Gleiches VLAN; Trunk transportiert VLAN 10
buero server HTTPS Erlaubt Routing und ausdrückliche ACL-Regel
buero server SSH Gesperrt Keine passende ACL-Freigabe
gast server HTTPS Gesperrt Gäste erhalten keinen internen Zugriff
werkstatt server SSH Erlaubt im Modell Gleiches VLAN, daher keine Inter-VLAN-ACL

Wichtig: Die Matrix bildet nur das vereinfachte Lernmodell ab. Echte Host-Firewalls, Authentifizierung und weitere Netzregeln können die Kommunikation zusätzlich einschränken.


Einheit 4 – Absichern und prüfen (8 Minuten)

Prüfkette: VLAN-Zuordnung → Access-/Trunk-Modus → am Trunk erlaubte VLANs → Routing → ACL → Soll-Ist-Test. Segmentiere nach Funktion, erlaube nur benötigte Dienste und dokumentiere jede Änderung.

Video: Lehrer Go – VLAN-Best-Practices; insbesondere Trunk/Port-Konfiguration und ACLs.

Fehlannahme Fachliches Feedback
„VLANs ersetzen Firewalls.“ Falsch: Inter-VLAN-Routing kann Verbindungen ermöglichen. Regeln sind separat erforderlich.
„Ein Trunk lässt alle VLANs durch.“ Nicht zwingend: Erlaubte VLANs lassen sich einschränken.
„Gleiche VLAN-ID bedeutet immer Verbindung.“ Nur mit passendem Layer-2-Pfad, einschließlich erlaubter Trunk-VLANs.
„Eine ACL schützt automatisch Hosts im selben VLAN.“ Nein: Lokaler Layer-2-Verkehr kann am Inter-VLAN-Gateway vorbeigehen.

Praxisregel: Ungenutzte Ports deaktivieren, Trunks nur wo erforderlich einsetzen und deren VLAN-Liste begrenzen. Native VLANs und Trunk-Enden konsistent verwalten; die Verwaltungszugänge gesondert schützen.


Isoliertes Interaktiv-Labor (15–20 Minuten)

Testumgebung A: Dieses Python-3-Kommandozeilenlabor modelliert Switch A, Switch B, einen Trunk, Routing und ACLs. Es erstellt keine Netzwerkschnittstellen, sendet nichts und ändert keine Dateien. Führe es bei Bedarf in einer Offline-VM ohne Netzadapter aus.

Start: Den folgenden vollständigen Code als vlan_lab.py speichern. Im gleichen Ordner python3 -I vlan_lab.py starten. Zum Beenden exit eingeben.

"""Rein lokale VLAN-Lernsimulation, keine Netzwerkzugriffe."""
HOSTS = {
    "buero": ("A", 10, "192.0.2.10"),
    "buero2": ("B", 10, "192.0.2.11"),
    "werkstatt": ("A", 20, "198.51.100.10"),
    "server": ("B", 20, "198.51.100.20"),
    "gast": ("B", 30, "203.0.113.10"),
}
VLAN_NAMEN = {10: "Buero", 20: "Werkstatt", 30: "Gaeste"}
TRUNK = {10, 20, 30}
ROUTING = True
# Quell-VLAN, Ziel-VLAN, Zielrechner, Dienst
ACL = {(10, 20, "server", "https")}

def pruefen(quelle, ziel, dienst):
    if quelle not in HOSTS or ziel not in HOSTS:
        return False, "Unbekannter Host"
    sa, sv, _ = HOSTS[quelle]
    sb, zv, _ = HOSTS[ziel]
    if sv == zv:
        if sa != sb and sv not in TRUNK:
            return False, "Gleiches VLAN, aber im Trunk gesperrt"
        return True, "Gleiches VLAN: lokaler Layer-2-Pfad"
    if not ROUTING:
        return False, "Inter-VLAN-Routing deaktiviert"
    # Das vereinfachte Modell platziert den L3-Gateway an Switch A.
    if sa == "B" and sv not in TRUNK:
        return False, "Quell-VLAN fehlt im Trunk zum Gateway"
    if sb == "B" and zv not in TRUNK:
        return False, "Ziel-VLAN fehlt im Trunk vom Gateway"
    if (sv, zv, ziel, dienst) in ACL:
        return True, "Routing und ACL erlauben diesen Dienst"
    return False, "ACL: standardmaessig gesperrt"

def testfaelle():
    faelle = [
        ("buero", "buero2", "https", True),
        ("buero", "server", "https", True),
        ("buero", "server", "ssh", False),
        ("gast", "server", "https", False),
        ("werkstatt", "server", "ssh", True),
    ]
    for q, z, d, soll in faelle:
        ist, begruendung = pruefen(q, z, d)
        print(("OK" if ist == soll else "FEHLER"),
              q, "->", z, d, "erlaubt:", ist, "|", begruendung)
        assert ist == soll
    print("Alle 5 Ausgangstests erfolgreich.")

def anzeigen():
    print("\nGeraet      Switch VLAN IP")
    for name, (sw, vid, ip) in HOSTS.items():
        print(f"{name:11} {sw:6} {vid:4} {ip}")
    print("Trunk:", sorted(TRUNK), " Routing:", ROUTING)
    print("ACL: Buero -> Server nur https; sonst VLAN-uebergreifend DENY")

def main():
    global ROUTING
    print("Offline-VLAN-Labor (keine Pakete, keine Sockets).")
    testfaelle()
    print("Befehle: show | test QUELLE ZIEL DIENST |")
    print("routing on/off | trunk 10/20/30 on/off | exit")
    while True:
        try:
            teile = input("lab> ").lower().split()
        except EOFError:
            break
        if not teile:
            continue
        if teile == ["exit"]:
            break
        if teile == ["show"]:
            anzeigen()
        elif len(teile) == 4 and teile[0] == "test":
            erlaubt, grund = pruefen(*teile[1:])
            print(("ERLAUBT" if erlaubt else "GESPERRT") + ": " + grund)
        elif len(teile) == 2 and teile[0] == "routing" and teile[1] in {"on", "off"}:
            ROUTING = teile[1] == "on"
            print("Routing:", ROUTING)
        elif (len(teile) == 3 and teile[0] == "trunk"
              and teile[1] in {"10", "20", "30"}
              and teile[2] in {"on", "off"}):
            vid = int(teile[1])
            if teile[2] == "on":
                TRUNK.add(vid)
            else:
                TRUNK.discard(vid)
            print("Trunk-VLANs:", sorted(TRUNK))
        else:
            print("Unbekannt. Nutze show, test, routing, trunk oder exit.")

if __name__ == "__main__":
    main()

Versuchsreihe und begründetes Feedback:

Eingabe Erwartung Warum?
test buero server https ERLAUBT Regel erlaubt genau diesen Zugriff.
test buero server ssh GESPERRT HTTPS-Freigabe ist keine SSH-Freigabe.
trunk 20 off, dann test buero server https GESPERRT Das Ziel-VLAN erreicht Switch B nicht mehr.
trunk 20 on, routing off, dann test buero server https GESPERRT Kein Weg über die VLAN-Grenze.
test werkstatt server ssh ERLAUBT Gleiche VLAN-Zugehörigkeit; Routing wird nicht benötigt.

Grenze des Modells: Es simuliert Erreichbarkeit und Regeln, aber weder echte Ethernet-Frames noch TCP-Verbindungsaufbau, DHCP oder kryptografische Sicherheit. Nach einer Änderung zeigt show den aktuellen Modellzustand. Ein Programmneustart stellt die Ausgangslage wieder her.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Den Pfad erkennen (aufklappen)

Prüfe zuerst: Liegen Quelle und Ziel im selben VLAN? Wenn ja, benötigst Du für den normalen lokalen Verkehr kein Inter-VLAN-Routing.

Hilfe 2 – Den Trunk prüfen (aufklappen)

Befindet sich ein betroffener Host an Switch B, muss sein VLAN über den Trunk zum beziehungsweise vom Gateway an Switch A transportiert werden.

Hilfe 3 – Die Regel verstehen (aufklappen)

Für verschiedene VLANs sind Routing und eine passende ACL-Freigabe erforderlich. Im Labor ist nur Büro → server → HTTPS ausdrücklich erlaubt.


Interaktive Aufgaben

Testumgebung B: Alle folgenden Wiki-Übungen nutzen ausschließlich fiktive Netzobjekte. Du brauchst dafür weder Gerätezugriff noch ein echtes Netzwerk.


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Wirkung hat ein VLAN auf Layer 2? (Es bildet eine eigene Broadcast-Domäne) (!Es ersetzt jede Firewall) (!Es verschlüsselt Ethernet-Frames) (!Es vergibt automatisch Benutzerkonten)




Welcher Port verbindet gewöhnlich einen ungetaggten PC mit einem VLAN? (Access-Port) (!Trunk-Port mit allen VLANs) (!WAN-Port am Internetrouter) (!Serielle Konsolenschnittstelle)




Wozu dient ein 802.1Q-Tag? (Zur Kennzeichnung der VLAN-Zugehörigkeit) (!Zum Speichern des Routerpassworts) (!Zur Verschlüsselung von IP-Adressen) (!Zum Erzeugen eines WLAN-Signals)




Welchen Zweck erfüllt ein Trunk zwischen zwei Switches? (Er transportiert mehrere VLANs über eine Verbindung) (!Er schaltet Routing grundsätzlich aus) (!Er ersetzt alle IP-Subnetze) (!Er vergibt öffentliche IP-Adressen)




Was wird für eine IP-Verbindung zwischen zwei VLANs benötigt? (Ein Routing-Gerät oder eine Layer-3-Routingfunktion) (!Nur eine andere Monitorauflösung) (!Allein ein längeres Netzwerkkabel) (!Nur ein DNS-Name)




Warum wird der Bürozugriff auf den Server per HTTPS erlaubt? (Weil im Modell Routing und eine passende ACL-Regel vorhanden sind) (!Weil alle VLANs automatisch offen sind) (!Weil jeder Gast Administratorrechte hat) (!Weil HTTPS einen Trunk ersetzt)




Warum ist der Bürozugriff auf denselben Server per SSH gesperrt? (Weil die modellierte ACL nur HTTPS freigibt) (!Weil SSH kein Netzwerkprotokoll ist) (!Weil beide Geräte im selben VLAN liegen) (!Weil VLAN-IDs verschlüsselt sind)




Was passiert im Modell beim Abschalten von Trunk-VLAN 20? (Der Bürozugriff auf den Server an Switch B wird gesperrt) (!Die VLAN-ID des Servers wird automatisch 10) (!Die Firewall wird vollständig gelöscht) (!Der Router wird zu einem Access-Point)




Warum kann die Werkstatt im Modell den Server per SSH erreichen? (Weil beide im selben VLAN liegen und der Layer-2-Pfad besteht) (!Weil SSH immer eine Firewall umgeht) (!Weil das Gast-VLAN alle Ports freigibt) (!Weil IPv4 kein Routing kennt)




Welche Aussage zur VLAN-Sicherheit trifft zu? (VLAN-Trennung und Zugriffskontrolle müssen zusammen geplant werden) (!Ein VLAN verhindert jede Art von Angriff) (!Eine VLAN-ID ist ein Passwort) (!Eine ACL ist im selben VLAN immer automatisch aktiv)





Feedback zum Quiz

Basis: Prüfe bei Fehlern zu Frage 1–4 die Trennung zwischen Access-Port und Trunk. Anwendung: Bei Frage 5–8 ist der Pfad entscheidend: erst Layer 2, dann Routing, dann ACL. Transfer: Frage 9–10 zeigt den Grenzfall: Hosts im selben VLAN brauchen ergänzende Host-Schutzmaßnahmen.


Memory

VLAN Logisch getrennte Broadcast-Domäne
Access-Port Untagged-Anschluss für Endgeräte
Trunk-Port Verbindung für mehrere VLANs
802.1Q-Tag Kennzeichnung eines Ethernet-Frames
Router Vermittler zwischen IP-Netzen
ACL Regelwerk für Zugriffe
Default Deny Nicht freigegebene Zugriffe sperren





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Access-Port Endgeräteanschluss
Trunk-Port VLAN-Sammelverbindung
Tagging Frame-Kennzeichnung
Routing Netzübergreifende Weiterleitung
Firewall Verkehrskontrolle





Kreuzworträtsel

SWITCH Welches Gerät verbindet Ethernet-Endgeräte und ordnet Ports VLANs zu?
TRUNK Wie heißt eine Verbindung für mehrere VLANs?
ROUTER Welches Gerät kann zwischen IP-Netzen vermitteln?
TAGGING Wie heißt das Markieren von Frames mit einer VLAN-Kennung?
BROADCAST Wie heißt ein Frame an alle Geräte der eigenen Broadcast-Domäne?
FIREWALL Welche Sicherheitskomponente kann Verbindungen nach Regeln filtern?





LearningApps

Die folgende Suchansicht liefert passende Lernaufgaben, sofern solche auf LearningApps vorhanden sind; sie ist kein geprüftes Einzel-Lernspiel.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Ein VLAN trennt auf Layer 2 eine eigene

ab.
Ein typischer Endgeräteanschluss heißt

.
Eine Verbindung für mehrere VLANs nennt man

.
Die standardisierte Markierung eines VLAN-Frames heißt

.
Eine VLAN-ID besitzt

Bit.
Für Verbindungen zwischen VLANs ist

erforderlich.
Freigaben zwischen VLANs lassen sich mit einer

begrenzen.
Das Büro gehört im Fallbeispiel zum VLAN

.
Die Werkstatt nutzt das VLAN

.
Die Gäste gehören zum VLAN

.
Der erlaubte Bürozugriff auf den Server verwendet

.
Der nicht freigegebene Bürozugriff per

wird gesperrt.
Alle Beispieladressen dienen nur der

.
Das Python-Labor sendet keine echten

.



Offene Aufgaben

Bearbeite erst Basis-, dann Anwendungs- und schließlich Transferaufgaben. Dokumentiere Deine Ergebnisse nur mit fiktiven Daten.


Leicht – Basis

  1. Netzwerkplan: Zeichne die drei VLANs aus dem Fall in unterschiedlichen Farben und beschrifte alle fünf Geräte.
  2. Switch: Erkläre anhand der Medien in zwei Sätzen den Unterschied zwischen Access-Port und Trunk-Port.
  3. Broadcast-Domäne: Ordne die fünf Geräte den Broadcast-Domänen zu und begründe die Gruppierung.
  4. Zugriffskontrolle: Markiere in der Soll-Matrix alle gesperrten Verbindungen und erkläre mindestens eine Sperre.


Standard – Anwendung

  1. Python: Starte das Offline-Labor und protokolliere drei test-Befehle mit Erwartung und Ergebnis.
  2. VLAN-Trunk: Schalte VLAN 20 im Modell am Trunk aus und wieder ein. Erkläre die Wirkung auf den HTTPS-Zugriff.
  3. Inter-VLAN-Routing: Schalte Routing aus. Vergleiche Büro → Server mit Werkstatt → Server und begründe das Ergebnis.
  4. Access Control List: Ergänze im lokalen Code eine ausdrücklich begründete zweite Freigabe und entwickle zwei Tests, die Freigabe und Sperre vergleichen.


Schwer – Transfer

  1. Netzwerksegmentierung: Entwirf zusätzlich ein separates IoT-VLAN für fiktive Geräte; dokumentiere nur logische Ports und notwendige Zugriffe.
  2. Informationssicherheit: Erkläre, weshalb ein Server im Werkstatt-VLAN auch nach einer Inter-VLAN-ACL noch einen Host-Firewall-Schutz benötigen kann.
  3. Fehlersuche: Entwirf einen Diagnosebaum für „Büro erreicht Server nicht“ mit Trunk-, Routing- und ACL-Prüfpunkten.
  4. Lernvideo: Erstelle ein 60-Sekunden-Erklärvideo oder Poster zu „VLAN ist keine Firewall“. Nutze ausschließlich eigene Grafiken oder korrekt lizenzierte Medien.


Begründetes Feedback für die drei Niveaustufen

Niveau Gute Lösung Rückmeldung bei einem Fehler
Basis Bürogeräte in VLAN 10, Werkstattgeräte in VLAN 20, Gast in VLAN 30. Eine andere IP-Adresse allein ändert die Access-Port-Zuordnung nicht; prüfe die Switchkonfiguration.
Anwendung HTTPS aus dem Büro funktioniert nur mit passendem Trunk-Pfad, Routing und ACL. Wenn Routing ausgeschaltet ist, kann auch eine vorhandene ACL-Freigabe keinen Layer-3-Weg herstellen.
Transfer Neues VLAN mit begrenzten Trunks, Minimalfreigaben und Schutz der einzelnen Hosts. VLANs blockieren Layer-2-Verkehr zwischen Segmenten; Verkehr innerhalb eines VLANs wird dadurch nicht automatisch gefiltert.

Selbstbewertung: Formuliere zu jeder Aufgabe: „Meine Annahme war …; der Test zeigte …; die Erklärung ist …“.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Die folgenden Prüfaufgaben verlangen Begründungen und Transfer statt reiner Begriffsabfrage.

  1. Fehleranalyse: Ein Gastgerät erreicht überraschend einen internen Server. Beschreibe eine sinnvolle, nichtinvasive Prüfreihenfolge für VLAN-Zuordnung, Routing und Regeln.
  2. Netzwerkdesign: Vergleiche einen gemeinsamen VLAN-fähigen Switch mit getrennten physischen Switches bezüglich Flexibilität und Sicherheitsgrenzen.
  3. Zugriffsmodell: Leite aus „Nur Büro darf HTTPS zum Server nutzen“ eine Regelmatrix mit erlaubten und gesperrten Verbindungen ab.
  4. Betriebssicherheit: Ein Trunk wird um ein unnötiges VLAN erweitert. Bewerte den Nutzen und das zusätzliche Fehlkonfigurationsrisiko.
  5. Praxistransfer: Entwickle für einen neuen fiktiven Drucker die Entscheidung, in welches VLAN er gehört, wer ihn benötigt und wie sich die Entscheidung ohne echtes Netzwerk testen lässt.
  6. Kommunikation: Erkläre einer fachfremden Person anhand des Werkstattfalls, warum VLAN-Trennung alleine keinen vollständigen Schutz ergibt.


Lernnachweis

Dein Lernnachweis besteht aus einem selbst gezeichneten VLAN-Plan, einer nachvollziehbaren Zugriffs- und Trunk-Tabelle, den Ergebnissen von mindestens fünf lokalen Tests, einem dokumentierten Fehlerfall sowie einer begründeten Minimalfreigabe. Belege, dass Du Layer-2-Trennung, Routing und Firewallregeln voneinander unterscheiden kannst. Verwende ausschließlich fiktive Daten; Screenshots dürfen keine realen Adressen oder Zugangsdaten enthalten.


OERs zum Thema

Wikipedia: Virtual Local Area Network als vertiefende Grundlage.


Fachliche Quellen

  1. RFC 5737 – Dokumentations-IPv4-Adressen (IETF).
  2. Cisco – Inter-VLAN-Routing mit Catalyst-Switches (Layer-3-Routing).
  3. Cisco – VLAN-Routing mit ACLs (Zugriffsbegrenzung).
  4. Cisco – VLAN Trunking (Trunks und Konfiguration).
  5. IEEE 802.1Q – Grundlagen des VLAN-Taggings.


Geprüfte Medienrechte und externe Videos

Die eingebundenen Bilder stammen von Wikimedia Commons. Die Dateiseiten enthalten Urheber und Lizenzen; attribution und ShareAlike bei Weiterverwendung beachten.

Bilddatei Urheber Lizenz
VLAN Concept.svg Michel Bakni CC BY-SA 4.0
VLAN.svg Rafax CC BY 3.0 / GFDL
VLAN trunk links.svg Luca Ghio CC BY-SA 4.0
Ethernet 802.1Q Insert simplified.svg Luca Ghio, nach Bill Stafford CC BY-SA 4.0
Corporate LAN VLAN segmentation.svg Luca Ghio CC BY-SA 4.0
VLAN virtual network interfaces.svg Luca Ghio CC BY-SA 4.0

YouTube-Videos: Lehrer Go, Videos 4/9, 5/9, 6/9 und 8/9 zur VLAN-Reihe (konkrete Videos oben eingebettet). Einbettung bedeutet nicht, dass die Videos offen lizenziert sind. Rechte verbleiben bei den Anbietern; externe Player können beim Aufruf Verbindungsdaten übertragen. Labordaten werden in keinem Video- oder Lernapp-Dienst eingetragen.


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