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Wärmepumpen und Kältetechnik – Wärmepumpen in Heizsysteme integrieren

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Wärmepumpen und Kältetechnik – Wärmepumpen in Heizsysteme integrieren

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Wärmepumpen und Kältetechnik – Wärmepumpen in Heizsysteme integrieren


Einleitung

Eine Wärmepumpe arbeitet nur dann gut, wenn Wärmeerzeuger, Heizflächen, Speicher, Pumpen, Regelung und Hydraulik als System zusammenpassen. In diesem Lernkurs lernst Du deshalb nicht, „eine Wärmepumpe anzuschließen“, sondern eine bestehende oder neue Heizungsanlage fachlich zu beurteilen und hydraulisch sinnvoll zu integrieren.

Zielgruppe: Ausbildung im SHK-, Anlagenmechanik-, Mechatronik- oder gebäudetechnischen Bereich.

Wichtig: Arbeiten am Kältekreis sind nicht Bestandteil dieses Kurses. Öffnen, Evakuieren, Befüllen, Absaugen, Dichtheitsarbeiten oder Eingriffe an kältemittelführenden Bauteilen dürfen nur im Rahmen der dafür erforderlichen Fachkunde und betrieblichen Voraussetzungen durchgeführt werden.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Wärmepumpen als Teil eines Gesamtsystems betrachten.
  2. Heizlast, Heizflächen und Vorlauftemperatur miteinander verknüpfen.
  3. Pufferspeicher, Trinkwarmwasserspeicher und hydraulische Weichen funktional unterscheiden.
  4. einfache Hydraulikschemata lesen und typische Fehler erkennen.
  5. Volumenstrom, Temperaturspreizung und Wärmeleistung qualitativ beurteilen.
  6. Diagnosefälle systematisch bearbeiten.
  7. Energieeffizienz und Trinkwasserhygiene getrennt bewerten.
  8. Grenzen der eigenen Fachkunde bei Kältemittel, Brand- und Druckrisiken erkennen.


Ausbildungsfall: Einfamilienhaus Lindenweg 8

Du begleitest einen Fachbetrieb bei der Modernisierung eines Einfamilienhauses.

Merkmal Bestand
Gebäude Einfamilienhaus, Baujahr 1994
Wärmeverteilung Heizkörper im Erdgeschoss, Fußbodenheizung im Bad
Wärmeerzeuger bisher Gas-Brennwertgerät
geplanter Wärmeerzeuger Luft/Wasser-Wärmepumpe
Trinkwarmwasser zentraler Speicher
Auffälligkeit Wohnzimmer wird nur bei hoher Vorlauftemperatur warm
Kundenwunsch niedrige Betriebskosten, leiser Betrieb, keine Komforteinbußen

Dein Auftrag: Prüfe schrittweise, welche Änderungen an Heizflächen, Speicher und Hydraulik nötig sind.


Lerneinheit 1: Die Wärmepumpe als System

Eine Wärmepumpe verschiebt Wärme von einem niedrigeren auf ein höheres Temperaturniveau. Für die Integration in ein Heizsystem ist vor allem wichtig:

  1. Je niedriger die erforderliche Vorlauftemperatur, desto günstiger sind meist die Betriebsbedingungen.
  2. Hohe Rücklauftemperaturen und unnötige Temperaturerhöhungen verschlechtern die Systembedingungen.
  3. Der erforderliche Heizwasser-Volumenstrom muss zur Leistung und zur Temperaturspreizung passen.
  4. Regelung und Hydraulik müssen gemeinsam betrachtet werden.

Merksatz: Eine effiziente Wärmepumpe braucht nicht nur ein gutes Gerät, sondern ein passendes Gebäude- und Heizsystem.


Basisaufgabe 1

Aufgabe: Nenne drei Teile des Heizsystems, die neben der Wärmepumpe die Effizienz beeinflussen.

Gestufte Hilfe 1: Denke an Wärmeübergabe, Speicherung und Wassertransport.

Gestufte Hilfe 2: Suche in der Einleitung nach den Begriffen Heizflächen, Speicher und Hydraulik.

Begründetes Feedback: Eine vollständige Antwort nennt zum Beispiel Heizkörper oder Fußbodenheizung, Speicher sowie Pumpen/Rohrnetz. Entscheidend ist die Systemperspektive: Die Wärmepumpe kann ungünstige Heizflächen oder eine schlechte Hydraulik nicht vollständig ausgleichen.


Lerneinheit 2: Heizflächen und Vorlauftemperatur

Heizflächen übertragen Wärme an den Raum. Ihre Wärmeabgabe hängt unter anderem von:

  1. Fläche,
  2. Bauart,
  3. mittlerer Heizwassertemperatur,
  4. Raumtemperatur und
  5. Luftbewegung

ab.

Für Wärmepumpensysteme ist deshalb wichtig, die erforderliche Vorlauftemperatur möglichst niedrig zu halten. Große Heizflächen sind dabei meist günstiger als kleine Heizflächen mit sehr hoher Temperatur.

Eine Fußbodenheizung besitzt große Übertragungsflächen und kann häufig mit niedrigen Heizwassertemperaturen betrieben werden. Heizkörper können ebenfalls geeignet sein, wenn ihre Leistung bei der erforderlichen Systemtemperatur ausreicht.


Diagnosefall A: Wohnzimmer bleibt kühl

Im Ausbildungsfall erreicht das Wohnzimmer bei abgesenkter Heizkurve nur 19 °C.

Beobachtung:

  1. andere Räume erreichen 21 °C,
  2. Thermostatventil im Wohnzimmer ist vollständig geöffnet,
  3. Heizkörper wird oben warm, unten deutlich kühler.

Deine Diagnosefrage: Liegt das Problem eher an zu kleiner Heizfläche, zu geringem Volumenstrom oder an der Wärmepumpe selbst?

Gestufte Hilfe 1: Vergleiche zuerst Räume und Heizflächen.

Gestufte Hilfe 2: Prüfe als Nächstes Ventileinstellung, Volumenstrom und Heizkörperleistung.

Gestufte Hilfe 3: Erst wenn Wärmeverteilung und Heizfläche plausibel sind, wird der Wärmeerzeuger als Ursache bewertet.

Begründetes Feedback: Der Befund beweist noch keine einzelne Ursache. Fachlich richtig ist ein systematisches Vorgehen: Heizlast des Raums, Heizkörperleistung bei der vorgesehenen Systemtemperatur und hydraulische Versorgung werden zuerst geprüft.


Lerneinheit 3: Hydraulik lesen

Ein Hydraulikschema zeigt die funktionalen Beziehungen zwischen Wärmeerzeuger, Pumpen, Heizkreisen, Speicher, Ventilen und Verbrauchern.

Achte besonders auf:

  1. Fließrichtung,
  2. Pumpenposition,
  3. Vorlauf und Rücklauf,
  4. Verbraucher,
  5. Bypass- oder Mischstrecken,
  6. Speicheranschlüsse,
  7. Sensorpositionen.


Volumenstrom und Temperaturspreizung

Für eine qualitative Beurteilung genügt zunächst:

Hohe Wärmeleistung + kleine Temperaturspreizung = höherer erforderlicher Volumenstrom.

Niedrige Wärmeleistung + große Temperaturspreizung = geringerer erforderlicher Volumenstrom.

Die genaue Auslegung erfolgt mit den vorgesehenen Berechnungsverfahren und Herstellerdaten.


Hydraulischer Abgleich

Der hydraulische Abgleich sorgt dafür, dass die Heizflächen die vorgesehenen Volumenströme erhalten. Typische Folgen eines nicht abgeglichenen Systems sind:

  1. überversorgte Räume,
  2. unterversorgte Räume,
  3. Strömungsgeräusche,
  4. unnötig hohe Pumpenleistung,
  5. unnötig hohe Vorlauftemperaturen.


Anwendungsaufgabe 1

Situation: Der Heizkörper im Schlafzimmer ist sehr heiß. Der weit entfernte Heizkörper im Wohnzimmer bleibt lauwarm.

Aufgabe: Formuliere eine fachliche Prüfreihenfolge.

Gestufte Hilfe 1: Beginne nicht mit dem Austausch der Wärmepumpe.

Gestufte Hilfe 2: Prüfe Ventile, Voreinstellungen, Pumpe, Differenzdruck und Volumenstromverteilung.

Begründetes Feedback: Die richtige Lösung ist keine einzelne Maßnahme, sondern eine Diagnosekette. Ein hydraulisches Ungleichgewicht ist plausibel, muss aber durch Messungen und Einstellwerte bestätigt werden.


Lerneinheit 4: Speicher richtig unterscheiden

Nicht jeder Speicher erfüllt dieselbe Aufgabe.

Bauteil Hauptaufgabe Typische Frage
Pufferspeicher Heizungswasser speichern oder hydraulisch entkoppeln Wird wirklich Speichervolumen oder nur hydraulische Entkopplung benötigt?
Trinkwarmwasserspeicher Trinkwasser erwärmen und bereitstellen Wie werden Komfort und Hygiene eingehalten?
Kombispeicher mehrere Funktionen verbinden Sind Temperaturzonen und Anschlüsse passend?
hydraulische Weiche Volumenströme entkoppeln Ist Entkopplung nötig oder entstehen unnötige Mischverluste?

Wichtig: Ein zusätzlicher Speicher ist nicht automatisch besser. Jede hydraulische Entkopplung kann Vorteile bringen, aber auch zusätzliche Pumpen, Wärmeverluste oder höhere Temperaturen verursachen.


Energie-Fall: Pufferspeicher ja oder nein?

Eine Wärmepumpe versorgt einen einzigen Heizkreis mit überwiegend offenen Heizflächen. Der Hersteller nennt einen erforderlichen Mindestvolumenstrom.

Aufgabe: Entscheide nicht sofort für oder gegen einen Pufferspeicher. Nenne zuerst vier Prüfpunkte.

Gestufte Hilfe 1: Mindestvolumenstrom, Anlagenwasserinhalt, Abtauanforderung und Regelverhalten.

Gestufte Hilfe 2: Prüfe zusätzlich, ob Einzelraumregelungen viele Heizflächen schließen können.

Begründetes Feedback: Ein Pufferspeicher ist eine Systementscheidung. Er kann hydraulische Stabilität schaffen, ist aber nicht in jeder Anlage erforderlich. Herstellerunterlagen und Anlagenkonzept sind maßgebend.


Lerneinheit 5: Hydraulische Entkopplung

Hydraulische Entkopplung trennt Volumenströme. Das kann nötig sein, wenn Wärmeerzeuger- und Verbraucherkreis unterschiedliche Volumenströme benötigen.

Problem: Wenn sich Vor- und Rücklaufwasser ungünstig mischen, kann die Temperatur am Wärmeerzeuger steigen. Für Wärmepumpen kann das ungünstig sein.

Prüffrage: Braucht die Anlage wirklich zwei Pumpenkreise oder lässt sie sich direkt und einfacher betreiben?


Transferaufgabe 1

Vergleiche zwei Varianten:

Variante A: Wärmepumpe direkt an einen Heizkreis.

Variante B: Wärmepumpe über Pufferspeicher und zweiten Pumpenkreis.

Bewerte:

  1. Betriebssicherheit,
  2. Mindestvolumenstrom,
  3. Regelbarkeit,
  4. Pumpenstrom,
  5. Mischverluste,
  6. Wartungsaufwand.

Begründetes Feedback: Es gibt keine pauschal richtige Variante. Die bessere Lösung hängt von Anlagenvolumen, Verbraucherstruktur, Abtauanforderungen, Regelung und Herstellervorgaben ab. Eine begründete Entscheidung ist wichtiger als ein Schema „nach Gewohnheit“.


Lerneinheit 6: Trinkwarmwasser und Hygiene

Trinkwarmwasser ist kein Heizungswasser. Bei Wärmepumpenanlagen entsteht ein Zielkonflikt: hohe Temperaturen können die Wärmepumpe stärker belasten, gleichzeitig darf Trinkwasserhygiene nicht zugunsten der Energieeffizienz vernachlässigt werden.

Nach aktuellen DVGW-Hinweisen beeinflussen insbesondere Temperatur, Aufenthaltszeit und Nährstoffangebot das Legionellenrisiko. Die Trinkwasserinstallation muss nach den geltenden Regeln geplant und betrieben werden.

Praxisregel für die Ausbildung: Keine Temperaturabsenkung allein mit dem Argument „Wärmepumpe spart dann Strom“. Zuerst sind Nutzung, Anlagengröße, Zirkulation, Trinkwasserhygiene und die jeweils geltenden technischen Regeln zu prüfen.


Hygiene-Fall

Der Kunde möchte die Trinkwarmwassertemperatur stark absenken, um die Arbeitszahl zu verbessern.

Aufgabe: Formuliere eine fachgerechte Reaktion.

Gestufte Hilfe 1: Trenne Heizungsoptimierung und Trinkwasserhygiene.

Gestufte Hilfe 2: Prüfe Anlagentyp, Nutzung, Speicher, Zirkulation und geltende Regeln.

Begründetes Feedback: Richtig ist eine risikobasierte, regelkonforme Prüfung. Eine pauschale Temperaturabsenkung ist keine fachgerechte Optimierung.


Lerneinheit 7: Kältemittel, Brand, Druck und Fachkunde

Dieser Abschnitt ist eine Sicherheitsgrenze des Kurses.

Wärmepumpen können je nach Bauart fluorierte oder alternative Kältemittel enthalten. Kältemittel können unter anderem:

  1. unter hohem Druck stehen,
  2. brennbar sein,
  3. besondere Umweltwirkungen besitzen,
  4. besondere Werkzeuge, Messmittel und Schutzmaßnahmen erfordern.

Bei entzündlichen Kältemitteln wie R290 ist das Brand- und Explosionsrisiko zu beachten. Bei anderen Kältemitteln können hohe Betriebsdrücke oder weitere Gefährdungen maßgebend sein.

Keine eigenständigen Arbeiten am Kältekreis:

  1. keine Leitungen öffnen,
  2. kein Kältemittel ablassen,
  3. nicht befüllen,
  4. nicht evakuieren,
  5. keine Lecksuche mit Eingriff in den Kreislauf,
  6. keine Reparatur kältemittelführender Bauteile ohne erforderliche Fachkunde.

Nach der seit 17. April 2026 geltenden deutschen Chemikalien-Klimaschutzverordnung sind bestimmte Tätigkeiten an Einrichtungen mit fluorierten Treibhausgasen an Sachkundebescheinigungen und weitere Voraussetzungen gebunden. Die EU-Vorgaben erfassen außerdem Kenntnisse zu Entflammbarkeit, Toxizität und Druckrisiken.

Ausbildungsregel: Wenn die Diagnose den Kältekreis betrifft, dokumentierst Du die Beobachtung und übergibst an entsprechend qualifiziertes Fachpersonal.


Sicherheitsfall

An einer Monoblock-Wärmepumpe mit R290 meldet die Regelung eine Störung. Du vermutest ein Problem im Kältekreis.

Richtige Reaktion:

  1. Anlage nach Betriebs- und Sicherheitsvorgaben beurteilen.
  2. Keine kältemittelführenden Bauteile öffnen.
  3. Gefahrenbereich und Herstellervorgaben beachten.
  4. Diagnose an entsprechend fachkundiges Personal übergeben.

Begründetes Feedback: Eine gute Diagnose endet dort, wo Fachkunde- und Sicherheitsgrenzen beginnen.


Lerneinheit 8: Diagnose mit Messdaten

Für die Systemdiagnose helfen:

  1. Vorlauf- und Rücklauftemperatur,
  2. Raumtemperaturen,
  3. Volumenstrom,
  4. Pumpenzustand,
  5. Ventilstellungen,
  6. Außentemperatur,
  7. Verdichterlaufzeiten,
  8. Anzahl der Starts,
  9. Speicher- und Trinkwarmwassertemperaturen,
  10. Fehlermeldungen.

Diagnoseprinzip: Erst messen, dann bewerten, dann verändern.


Diagnose-Fall: Viele Verdichterstarts

Die Wärmepumpe startet häufig, obwohl es draußen nur mäßig kalt ist.

Mögliche systemische Ursachen:

  1. Wärmepumpe im Verhältnis zur aktuellen Last zu leistungsstark,
  2. zu wenig aktives Anlagenvolumen,
  3. viele geschlossene Heizflächen,
  4. ungünstige Regelparameter,
  5. hydraulische Entkopplung mit kurzen Laufzeiten.

Aufgabe: Ordne diese Ursachen nach „zuerst ohne Eingriff prüfbar“ und „erst nach Systemanalyse bewertbar“.

Begründetes Feedback: Regelzustände, Temperaturen, Ventilstellungen und Laufzeiten sind zuerst beobachtbar. Änderungen an Hydraulik oder Dimensionierung werden erst nach Auswertung der Daten beurteilt.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Warum ist eine niedrige Vorlauftemperatur für Wärmepumpensysteme günstig? (Sie reduziert den erforderlichen Temperaturhub) (!Sie erhöht immer den Kältemitteldruck) (!Sie ersetzt den hydraulischen Abgleich) (!Sie macht Heizflächen überflüssig)




Welche Aufgabe hat der hydraulische Abgleich? (Die vorgesehenen Volumenströme auf die Heizflächen verteilen) (!Den Kältekreis mit Kältemittel füllen) (!Die Trinkwasserqualität chemisch verändern) (!Die Außentemperatur erhöhen)




Welches Bauteil überträgt Wärme direkt an den Raum? (Heizfläche) (!Verdichter) (!Expansionsventil) (!Kältemittelsammler)




Welche Aussage zum Pufferspeicher ist richtig? (Sein Nutzen muss aus dem Anlagenkonzept begründet werden) (!Er ist bei jeder Wärmepumpe zwingend) (!Er ersetzt immer eine Umwälzpumpe) (!Er gehört zum Kältekreis)




Was ist bei einem weit entfernten unterversorgten Heizkörper zuerst sinnvoll? (Die Hydraulik und den Volumenstrom prüfen) (!Sofort Kältemittel nachfüllen) (!Die Wärmepumpe austauschen) (!Den Speicher entfernen)




Welche Aussage zur Trinkwasserhygiene ist richtig? (Sie muss unabhängig von Effizienzwünschen regelkonform bewertet werden) (!Sie ist bei Wärmepumpen unwichtig) (!Sie betrifft nur den Heizkreis) (!Sie wird allein über die Heizkurve geregelt)




Was ist bei Verdacht auf eine Störung im Kältekreis richtig? (Die Fachkundegrenze beachten und an qualifiziertes Personal übergeben) (!Den Kältekreis probeweise öffnen) (!Kältemittel in die Umgebung ablassen) (!Ein Ventil ohne Herstellerangabe lösen)




Welche Größe verbindet Wärmeleistung, Volumenstrom und Temperaturspreizung? (Die übertragene Wärmeleistung) (!Die Gebäudehöhe) (!Die Fensterfläche allein) (!Die Netzspannung allein)




Was kann eine hydraulische Entkopplung verursachen? (Sie kann Volumenströme trennen, aber auch Mischverluste erzeugen) (!Sie beseitigt immer alle Wärmeverluste) (!Sie macht Regelung überflüssig) (!Sie verhindert jede Pumpenstörung)




Welches Diagnoseprinzip ist fachlich sinnvoll? (Erst messen, dann bewerten, dann verändern) (!Erst Bauteile tauschen, dann messen) (!Erst Kältemittel ergänzen, dann prüfen) (!Erst alle Ventile schließen, dann starten)





Memory

Vorlauftemperatur Temperaturniveau zum Heizkreis
Heizfläche Wärmeübergabe an den Raum
Pufferspeicher Speicherung von Heizungswasser
Volumenstrom transportierte Wassermenge pro Zeit
hydraulischer Abgleich bedarfsgerechte Verteilung
Trinkwarmwasser hygienisch zu bewertendes Nutzwasser
R290 brennbares Kältemittel Propan





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Heizkörper Wärmeübergabe
Pufferspeicher Heizungswasser
Umwälzpumpe Volumenstrom
Trinkwarmwasserspeicher Hygiene
Kältekreis Fachkunde





Kreuzworträtsel

Heizkörper Welche Komponente gibt Wärme an einen Raum ab?
Speicher Welches Bauteil kann Heizungswasser bevorraten?
Hydraulik Wie heißt die Lehre von Strömung und Druck im Heizsystem?
Vorlauf Wie heißt die warme Leitung vom Wärmeerzeuger zum Heizkreis?
Rücklauf Wie heißt die Leitung vom Heizkreis zurück zum Wärmeerzeuger?
Propan Welcher Stoff ist unter der Bezeichnung R290 als Kältemittel bekannt?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Eine Wärmepumpe sollte möglichst mit einer niedrigen

betrieben werden. Die Wärme wird über die

an die Räume abgegeben. Der

verteilt die berechneten Volumenströme. Ein

kann Heizungswasser speichern oder hydraulisch entkoppeln. Trinkwarmwasser muss zusätzlich unter dem Gesichtspunkt der

betrachtet werden. Eingriffe in den

gehören nur in die Hände entsprechend qualifizierter Fachpersonen.




Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basis

  1. Heizfläche: Markiere in einem Anlagenschema alle Bauteile, die Wärme an Räume übertragen.
  2. Vorlauftemperatur: Erkläre in zwei Sätzen, warum eine unnötig hohe Vorlauftemperatur vermieden werden soll.
  3. Pufferspeicher: Nenne zwei mögliche Funktionen eines Pufferspeichers.
  4. Hydraulischer Abgleich: Beschreibe den Zweck ohne Berechnungsformel.

Feedbackmaßstab: Richtig sind Antworten, die Bauteilfunktion und Systemwirkung verbinden. Reine Stichworte ohne Zusammenhang sind noch unvollständig.


Anwendung

  1. Diagnose: Erstelle für einen kalten Heizkörper eine Prüfreihenfolge mit mindestens fünf Schritten.
  2. Hydraulik: Vergleiche direkten Heizkreis und hydraulisch entkoppelten Heizkreis.
  3. Speicher: Entscheide für einen gegebenen Anlagenfall, welche Speicherfunktion tatsächlich benötigt wird.
  4. Trinkwasserhygiene: Begründe, warum eine Effizienzoptimierung nicht ohne Hygienebewertung erfolgen darf.

Feedbackmaßstab: Gute Lösungen nennen Messwerte, Randbedingungen und begründen die Reihenfolge. Ein bloßer Bauteiltausch ohne Diagnose ist nicht ausreichend.


Transfer

  1. Systemoptimierung: Entwickle zwei Varianten für den Ausbildungsfall Lindenweg 8 und vergleiche sie.
  2. Gebäudemodell: Übertrage die Erkenntnisse auf ein Mehrfamilienhaus mit mehreren Heizkreisen.
  3. Fehleranalyse: Entwickle einen Diagnosebaum für „zu viele Verdichterstarts“.
  4. Sicherheit: Formuliere eine Übergabe an eine kältemitteltechnisch fachkundige Person mit allen relevanten Beobachtungen.

Feedbackmaßstab: Transferlösungen sind gut, wenn sie Zielkonflikte sichtbar machen, Sicherheitsgrenzen beachten und die Entscheidung fachlich begründen.


Offene Aufgaben


Leicht

  1. Anlagenschema: Zeichne ein einfaches Schema aus Wärmepumpe, Pumpe, Heizkörper und Rücklauf.
  2. Heizflächen: Fotografiere in Deiner Lernumgebung unterschiedliche Heizflächen und beschreibe ihre Eigenschaften.
  3. Bauteilkunde: Erstelle Karten zu Pumpe, Speicher, Heizkörper und Ventil.
  4. Messwerte: Entwirf ein Protokollblatt für Vorlauf, Rücklauf und Raumtemperatur.


Standard

  1. Hydraulischer Abgleich: Erkläre einem Mitschüler anhand eines Schemas, warum nahe und entfernte Heizkörper unterschiedliche Einstellwerte benötigen können.
  2. Pufferspeicher: Vergleiche drei Speicherfunktionen in einer Tabelle.
  3. Diagnosefall: Entwickle einen Fall „Wohnzimmer bleibt kalt“ mit Messwerten und Lösungspfad.
  4. Trinkwarmwasser: Erstelle ein Poster zum Zielkonflikt Energieeffizienz und Hygiene.


Schwer

  1. Systemvergleich: Plane zwei hydraulische Varianten für den Ausbildungsfall und begründe eine Empfehlung.
  2. Gebäudemodell: Baue ein Modell mit zwei Heizkreisen und markiere mögliche Misch- und Kurzschlusswege.
  3. Fehlerdiagnose: Entwickle eine interaktive Entscheidungslogik für häufiges Takten.
  4. Fachkunde: Recherchiere die aktuell geltenden Qualifikationsanforderungen für Arbeiten an Kältemittelkreisläufen und stelle die Grenzen für Auszubildende dar.




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Lernkontrolle

  1. Systemdenken: Ein Gebäude erreicht nur mit hoher Heizkurve die Solltemperatur. Entwickle eine Prüfreihenfolge, bevor Du die Wärmepumpe größer auslegst.
  2. Hydraulikbewertung: Erkläre, wann hydraulische Entkopplung nützlich sein kann und wann sie Effizienznachteile verursachen kann.
  3. Heizflächenoptimierung: Entscheide, ob ein Heizkörpertausch, ein hydraulischer Abgleich oder eine höhere Vorlauftemperatur die nachhaltigste Lösung ist. Begründe anhand eines selbst gewählten Falls.
  4. Trinkwasserhygiene: Bewerte den Vorschlag, die Trinkwarmwassertemperatur pauschal abzusenken, um Strom zu sparen.
  5. Sicherheitsgrenze: Beschreibe, wie Du vorgehst, wenn Messdaten auf eine Störung im Kältekreis hindeuten.
  6. Transfer: Übertrage die Planung vom Einfamilienhaus auf ein Gebäude mit zwei Heizkreisen und unterschiedlichen Systemtemperaturen.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. ein Hydraulikschema lesen kannst,
  2. Heizflächen und Vorlauftemperatur gemeinsam bewertest,
  3. Speicherfunktionen unterscheidest,
  4. eine systematische Diagnose durchführst,
  5. Messwerte fachlich interpretierst,
  6. Hygiene- und Energieziele getrennt bewertest,
  7. Grenzen der eigenen Fachkunde einhältst,
  8. eine technische Entscheidung nachvollziehbar begründest.




Aktuelle Fachquellen und Rechtsprüfung

Stand der Prüfung: 9. Oktober 2026.

  1. VDI 4645: Planung, Errichtung und Betrieb von Wärmepumpenanlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern.
  2. Gebäudeenergiegesetz: Anforderungen unter anderem zu Heizungsoptimierung und hydraulischem Abgleich.
  3. Verordnung EU 2024/573: aktuelle europäische F-Gas-Regelung.
  4. Chemikalien-Klimaschutzverordnung 2026: deutsche Durchführungsvorschriften, Sachkunde und Betreiberpflichten.
  5. Durchführungsverordnung EU 2025/1893: Mindestkenntnisse zu Kältemitteln, Entflammbarkeit, Toxizität und Druck.
  6. DVGW Legionellen: aktuelle Hinweise zur Trinkwasserhygiene.
  7. Umweltbundesamt: Trinkwarmwasserkonzepte für Gebäude mit Wärmepumpenheizung.
  8. Trinkwasserverordnung: rechtliche Anforderungen an Trinkwasser.

Hinweis: Normen, Herstellerunterlagen und betriebliche Vorgaben können sich ändern. Vor konkreter Ausführung sind die aktuell gültigen Fassungen und Herstellervorgaben zu prüfen.


Medien und Medienrechte

Die verwendeten Bilder wurden auf Wikimedia Commons geprüft. Dort sind Lizenz und Urheberangaben auf der jeweiligen Dateiseite dokumentiert.

  1. Heatpump.svg – Schema einer Wärmepumpe.
  2. Heatpump2.svg – Wärmepumpen-Prinzipschema.
  3. Radiator.svg – Heizkörper.
  4. Heizkreisverteiler.jpg – Verteiler einer Fußbodenheizung.
  5. Heizkreis Schema.svg – Heizkreis-Schema.
  6. Heizkreis Schema Dreiwegemischer.svg – Heizkreis mit Mischer.
  7. Warmwasserspeicher und Isolierte Speicher.png – Speicherdarstellung.
  8. Dimensionierung der Wärmepumpe – SHK Info – ergänzendes Ausbildungsvideo.
  9. Hydraulischer Abgleich – SHK Info – ergänzendes Ausbildungsvideo.


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