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Wärmepumpen und Kältetechnik – Schall und Aufstellbedingungen beurteilen

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Wärmepumpen und Kältetechnik – Schall und Aufstellbedingungen beurteilen

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Wärmepumpen und Kältetechnik – Schall und Aufstellbedingungen beurteilen

Zielgruppe: Ausbildung im SHK-, Kälte-, Elektro- und Gebäudetechnik-Umfeld

Kurzbeschreibung: Du beurteilst Umgebung, Schallübertragung und Aufstellbedingungen von Wärmepumpen und kälte­technischen Anlagen. Du arbeitest mit Anlagenschemata, Gebäudemodellen und Diagnosefällen. Arbeiten am Kältekreis sind ausdrücklich nicht Bestandteil dieses Kurses.


Einleitung

Eine technisch funktionierende Wärmepumpe kann trotzdem falsch geplant sein: zu nah an einem schutzbedürftigen Raum, ungünstig zwischen reflektierenden Wänden, schlecht entkoppelt oder mit ungeeignetem Luftweg. In der Ausbildung geht es deshalb nicht nur um das Gerät, sondern um das System aus Maschine, Gebäude, Umgebung und Nutzung.

Der Kurs reduziert Theorie auf das, was Du zum Beurteilen brauchst: Schallquelle – Übertragungsweg – Empfänger, Aufstellbedingungen, Luftführung, Körperschall, Planung und Sicherheitsgrenzen.

Sicherheitsgrenze des Kurses: Du darfst Anlagen beobachten, Unterlagen auswerten, Aufstellorte beurteilen und Mess- oder Planungsdaten interpretieren. Du öffnest, entleerst, befüllst, reparierst oder veränderst keinen Kältekreis. Arbeiten an Kältemitteln, Drucksystemen und sicherheitsrelevanten Bauteilen gehören ausschließlich in die Hände entsprechend qualifizierter und befugter Fachpersonen.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Schallquelle: typische Quellen an Wärmepumpen und Kälteanlagen benennen.
  2. Schallübertragung: Luftschall, Körperschall und Reflexion unterscheiden.
  3. Aufstellort: einen Aufstellort anhand von Gebäude, Nachbarschaft, Luftweg und Zugänglichkeit beurteilen.
  4. Schallleistung: Schallleistungspegel und Schalldruckpegel auseinanderhalten.
  5. Fachplanung: erkennen, wann eine überschlägige Beurteilung nicht ausreicht.
  6. Arbeitssicherheit: Risiken durch Kältemittel, Brand, Druck und fehlende Fachkunde erkennen und Arbeiten stoppen.


Lerneinheit 1: Anlage lesen

Eine Wärmepumpe verschiebt Wärme von einem niedrigen zu einem höheren Temperaturniveau. Im Kältekreis übernehmen im Grundprinzip Verdampfer, Verdichter, Verflüssiger und Expansionsorgan diese Aufgabe.

Für die Schallbeurteilung sind besonders relevant:

  1. Verdichter: kann tonale und tieffrequente Anteile sowie Schwingungen erzeugen.
  2. Ventilator: erzeugt vor allem Luftschall und strömungsbedingte Geräusche.
  3. Rohrleitungen: können Schwingungen in Bauteile einleiten.
  4. Gehäuse: kann Schall abstrahlen oder durch Resonanzen verstärken.

Merksatz: Nicht nur „Wie laut ist das Gerät?“ ist entscheidend, sondern wohin sich der Schall überträgt.


Mini-Fall: Außengerät am Reihenhaus

Ein Außengerät soll zwischen Hauswand und Grundstücksgrenze stehen. Gegenüber liegt das Schlafzimmerfenster des Nachbarhauses. Der Boden ist gepflastert, seitlich steht eine massive Wand.

Dein erster Blick: Reflektierende Flächen, Abstand zum Immissionsort, Luftweg, Körperschallentkopplung, Wartungszugang und Herstellerangaben.

Hilfe 1: Markiere zuerst Quelle, Übertragungsweg und Empfänger.

Hilfe 2: Prüfe danach, welche Flächen Schall reflektieren können.

Hilfe 3: Erst dann vergleichst Du Geräte- und Planungsdaten mit den Anforderungen am maßgeblichen Immissionsort.

Begründetes Feedback: Wer nur den Nenn-Schallwert des Geräts betrachtet, übersieht den Einfluss von Entfernung, Richtwirkung, Reflexion und Betriebszustand.


Lerneinheit 2: Schall richtig unterscheiden

Luftschall breitet sich über die Luft aus. Körperschall wird über feste Bauteile übertragen und kann an anderer Stelle wieder als Luftschall abgestrahlt werden.

Schallleistungspegel beschreibt die Schallemission einer Quelle als Geräteeigenschaft. Schalldruckpegel beschreibt die Schallsituation an einem Ort und hängt unter anderem von Entfernung, Umgebung und Reflexionen ab.

Für die Planung bedeutet das: Ein Datenblattwert ersetzt nicht die Beurteilung am Empfänger.


Reflexion und Gebäudemodell

Stell Dir das Außengerät als Punkt im Modell vor. Eine freie Aufstellung bietet andere Ausbreitungsbedingungen als eine Position direkt an einer Wand, in einer Ecke oder in einem engen Hof. Mehr reflektierende Flächen können die Situation verschlechtern.

Ausbildungsregel: Keine pauschale „Sicherheitsdistanz“ erfinden. Die geeignete Position ergibt sich aus Geräteeigenschaften, Geometrie, Immissionsort, Richtwirkung, Betriebszuständen, Herstellerangaben und den einschlägigen Anforderungen.


Lerneinheit 3: Aufstellbedingungen beurteilen

Prüfe einen Aufstellort in dieser Reihenfolge:

  1. Umgebung: schutzbedürftige Räume, Grundstücksgrenze, Wände, Ecken, Höfe und bestehende Geräuschquellen.
  2. Luftweg: freie Ansaugung und Ausblasung, keine unzulässige Kurzschlussströmung, keine Behinderung durch Schnee, Pflanzen oder Einbauten.
  3. Schwingungen: tragfähiger Untergrund, geeignete Entkopplung und spannungsarme Leitungsführung nach Herstellerplanung.
  4. Entwässerung: Kondensat und Abtauwasser sicher berücksichtigen; keine gefährlichen Eisflächen erzeugen.
  5. Zugang: Wartungs- und Sicherheitsbereiche nach Herstellerunterlagen freihalten.
  6. Elektro und Brandschutz: Schutzbereiche, Abschaltmöglichkeiten und Leitungsführung fachgerecht planen.
  7. Dokumentation: Herstellerangaben, Planungsdaten, Aufstellskizze und Beurteilung nachvollziehbar festhalten.


Anwendungsfall: Drei mögliche Standorte

Standort A: frei im Garten, weit von Schlafräumen entfernt, gut zugänglich.

Standort B: direkt in einer Gebäudeecke neben einem Schlafzimmerfenster.

Standort C: an einer Wand, aber mit günstigem Abstand zum Nachbargebäude und gutem Wartungszugang.

Aufgabe: Ordne nicht sofort „gut/schlecht“ zu. Nenne zuerst für jeden Standort mindestens drei Prüfpunkte und fordere die fehlenden Planungsdaten an.

Feedback: Fachgerechte Beurteilung beginnt mit fehlenden Informationen. Ohne Geräuschdaten, Betriebszustand, Geometrie und Immissionsort ist eine endgültige Freigabe nicht belastbar.


Lerneinheit 4: Vorschriften und Fachplanung

Für Deutschland ist bei vielen stationären Anlagen die TA Lärm ein zentraler Bezugspunkt. In der am 9. Oktober 2026 online verfügbaren Fassung nennt Nummer 6.1 für Immissionsorte außerhalb von Gebäuden unter anderem folgende Immissionsrichtwerte: allgemeine Wohngebiete tags 55 dB(A), nachts 40 dB(A); reine Wohngebiete tags 50 dB(A), nachts 35 dB(A). Entscheidend sind jedoch Gebietseinstufung, maßgeblicher Immissionsort, Vorbelastung, Zuschläge und der konkrete Anwendungsfall.

Wichtig: Diese Werte sind keine Montageabstände. Für eine konkrete Anlage ist die schalltechnische Planung erforderlich.

Bei tieffrequenten Geräuschen verweist die Fachpraxis zusätzlich auf spezielle Bewertungsverfahren. Das Umweltbundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass Wärmepumpen tieffrequente Anteile erzeugen können und der Aufstellort früh geplant werden sollte.

Planungsstopp: Wenn Gebietseinstufung, Vorbelastung, Richtwirkung, Tonhaltigkeit, tieffrequente Anteile oder mehrere Geräte eine Rolle spielen, muss die Beurteilung durch eine fachkundige Planung bzw. Akustikbewertung vertieft werden.


Aktuell geprüfte Quellen

  1. TA Lärm – Verwaltungsvorschriften im Internet, abgerufen am 09.10.2026.
  2. Umweltbundesamt – Gebäudetechnische Anlagen, abgerufen am 09.10.2026.
  3. Umweltbundesamt – Wärmepumpe, abgerufen am 09.10.2026.
  4. Betriebssicherheitsverordnung, abgerufen am 09.10.2026.
  5. Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215, abgerufen am 09.10.2026.
  6. Chemikalien-Klimaschutzverordnung 2026 – Übergangsvorschriften, abgerufen am 09.10.2026.
  7. DIN – Veröffentlichungsstand EN 378, abgerufen am 09.10.2026.


Lerneinheit 5: Kältemittel, Brand, Druck und Fachkunde

Hier gilt eine klare Grenze: keine eigenständigen Arbeiten am Kältekreis.


Kältemittelrisiken

Kältemittel unterscheiden sich hinsichtlich Brennbarkeit, Toxizität, Drucklage und Umweltwirkung. Natürliche Kältemittel sind nicht automatisch ungefährlich. Beispielsweise ist Propan brennbar; Kohlendioxid kann mit hohen Systemdrücken verbunden sein; Ammoniak ist toxisch und erfordert besondere Schutzmaßnahmen.

Die Verordnung (EU) 2024/573 und die Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215 regeln Zertifizierungsanforderungen für bestimmte Tätigkeiten an ortsfesten Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen und beziehen auch Alternativen wie Ammoniak, Kohlendioxid und Kohlenwasserstoffe ein. In Deutschland sind zusätzlich die geltenden nationalen Regelungen zur Sachkunde zu beachten.

Ausbildungsregel: Typenschild lesen, Kältemittel identifizieren, Gefahrenhinweise und Herstellerunterlagen prüfen – aber nicht in den Kältekreis eingreifen.


Brand

Bei brennbaren Kältemitteln müssen Zündquellen, mögliche Freisetzungsbereiche, Lüftung, Aufstellung und Hersteller-Sicherheitsvorgaben gemeinsam betrachtet werden. Konkrete Schutzabstände oder Zonen werden nicht pauschal auswendig gelernt, sondern aus aktueller Herstellerdokumentation, Regelwerk und Fachplanung übernommen.


Druck

Kälte- und Wärmepumpenanlagen enthalten druckbeaufschlagte Komponenten. Die Betriebssicherheitsverordnung enthält besondere Prüfanforderungen für Druckanlagen und nennt ausdrücklich Kälte- und Wärmepumpenanlagen. Prüfpflichten hängen von der konkreten Anlage und Einstufung ab.

Stop-Regel: Beschädigte Leitungen, ungewöhnliche Vereisung, Kältemittelgeruch bzw. Warnanzeigen, starke Vibrationen, Druckwarnungen oder Leckageverdacht werden gemeldet und abgesichert – nicht durch eigenständiges Öffnen oder Nachfüllen „behoben“.


Fachkunde

Installation, Reparatur, Wartung, Instandhaltung, Außerbetriebnahme, Dichtheitskontrollen und Rückgewinnung können zertifizierungs- oder sachkundepflichtig sein. Als Auszubildende oder Auszubildender arbeitest Du nur im zulässigen Rahmen, unter betrieblicher Verantwortung und entsprechend Ausbildungsstand und Qualifikation.


Diagnosefälle


Diagnosefall A: Brummen im Schlafzimmer

Situation: Die Außeneinheit steht außen an der Kellerwand. Im Schlafzimmer darüber ist nachts ein tiefes Brummen hörbar.

Basisaufgabe: Nenne zwei mögliche Übertragungswege.

Anwendungsaufgabe: Welche Beobachtungen und Unterlagen würdest Du sammeln, ohne die Anlage zu öffnen?

Transferaufgabe: Entwickle eine Reihenfolge für die Fachdiagnose: Quelle – Übertragungsweg – Empfänger – Messung – Maßnahme – Kontrolle.

Feedback: Ein Brummen kann durch Luftschall oder Körperschall entstehen. Eine Maßnahme nur an der Quelle ist nicht automatisch ausreichend, wenn der Übertragungsweg über Bauteile dominiert.


Diagnosefall B: Hoher Energieverbrauch und häufiges Takten

Situation: Eine Anlage startet sehr häufig. Bewohner berichten über schwankende Raumtemperaturen und hohe Stromkosten.

Basisaufgabe: Sammle Betriebsdaten, ohne am Kältekreis zu arbeiten.

Anwendungsaufgabe: Prüfe Heizkurve, Sollwerte, Hydraulik, Laufzeiten, Außentemperatur und Heizstabeinsatz anhand vorhandener Dokumentation.

Transferaufgabe: Begründe, wann Du eine Fachperson für Hydraulik, Regelung oder Kältetechnik hinzuziehst.

Feedback: Takten kann viele Ursachen haben. Aus einem Symptom darfst Du keine Kältemittelfehlerdiagnose ableiten. Erst systematisch Daten prüfen.


Diagnosefall C: Hygiene und Kondensat

Situation: Abtauwasser läuft über einen Gehweg. In der Nähe bildet sich im Winter Eis.

Basisaufgabe: Erkenne das Sicherheitsproblem.

Anwendungsaufgabe: Prüfe Entwässerung, Gefälle, Ablaufweg und Herstellerangaben.

Transferaufgabe: Entwickle eine Lösung, die Betriebssicherheit, Hygiene, Frostschutz und Wartbarkeit berücksichtigt.

Feedback: Kondensatmanagement gehört zur Aufstellplanung. Es ist kein „Nebenproblem“, wenn dadurch Rutschgefahr, Vereisung oder Feuchteschäden entstehen.


Ausbildungsfall: Wärmepumpe für ein Mehrfamilienhaus

Ein Mehrfamilienhaus soll eine neue Luft-Wasser-Wärmepumpe erhalten. Hinter dem Gebäude liegen Schlafräume. Rechts steht eine hohe Grenzwand. Links befindet sich ein schmaler Wartungsweg. Der geplante Standort liegt nahe einer Lichtschachtöffnung.

Arbeitsauftrag: Erstelle eine fachliche Vorprüfung.

  1. Gebäudeplan markieren: Quelle, mögliche Reflexionsflächen, schutzbedürftige Räume und Zugänge.
  2. Herstellerdaten anfordern: Schallleistung, Nachtbetrieb, Abmessungen, Mindestfreiräume, Luftführung, Kältemittel und Sicherheitsvorgaben.
  3. Übertragungswege prüfen: Luftschall, Körperschall, Rohrleitungen, Gebäudekontakt.
  4. Umweltbedingungen prüfen: Schnee, Abtauwasser, Wind, Vegetation und Wartungszugang.
  5. Sicherheitsprüfung: Kältemittel, Brand, Druck, elektrische Gefahren und erforderliche Fachkunde.
  6. Ergebnis formulieren: „geeignet“, „nur mit Fachplanung/Maßnahmen weiterverfolgen“ oder „Standort verwerfen“ – jeweils mit Begründung.

Gestufte Hilfe A: Beginne nicht mit einem dB-Wert, sondern mit einer Skizze.

Gestufte Hilfe B: Markiere danach den maßgeblichen Empfänger und mögliche Reflexionen.

Gestufte Hilfe C: Trenne Geräteeigenschaft Schallleistung von der Immissionssituation Schalldruck.

Musterfeedback: Eine belastbare Vorprüfung nennt offene Punkte. Gute Planung bedeutet nicht, Unsicherheit zu verstecken, sondern sie gezielt in Messung, Herstellerabfrage oder Fachplanung zu überführen.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was beschreibt der Schallleistungspegel am besten? (Eine Kenngröße der Schallemission einer Quelle) (!Den Pegel an jedem beliebigen Nachbarfenster) (!Die Lautstärke nur im Innenraum) (!Den Abstand zur Grundstücksgrenze)




Welche Übertragung erfolgt über feste Bauteile? (Körperschall) (!Luftschall) (!Lichtschall) (!Wärmeschall)




Was ist bei einem Aufstellort zwischen mehreren Wänden besonders zu prüfen? (Schallreflexion) (!Nur die Farbe des Gehäuses) (!Nur die elektrische Leistung) (!Nur das Baujahr des Gebäudes)




Welche Aussage zum Datenblatt ist fachlich richtig? (Der Schallleistungspegel ersetzt keine Immissionsbeurteilung am Empfänger) (!Ein Datenblatt macht jede Ortsbesichtigung unnötig) (!Der höchste Leistungswert ist immer der leiseste Betriebspunkt) (!Der Schalldruck ist überall gleich)




Was darfst Du bei fehlender Kältemittel-Fachkunde nicht eigenständig durchführen? (Den Kältekreis öffnen) (!Das Typenschild lesen) (!Den Aufstellort fotografisch dokumentieren) (!Herstellerunterlagen vergleichen)




Welches Bauteil kann besonders Körperschall anregen? (Verdichter) (!Fensterscheibe des Nachbarhauses) (!Regenrinne ohne Anlagenkontakt) (!Gartenzaun aus großer Entfernung)




Was gehört zur Aufstellplanung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe? (Abtauwasser sicher ableiten) (!Kondensat grundsätzlich ignorieren) (!Wartungsflächen zustellen) (!Luftwege absichtlich verengen)




Warum ist Propan sicherheitstechnisch gesondert zu betrachten? (Es ist brennbar) (!Es ist immer drucklos) (!Es ist nicht als Kältemittel einsetzbar) (!Es beseitigt jede Brandgefahr)




Wann ist eine vertiefte Fachplanung sinnvoll? (Bei komplexer Schallsituation mit mehreren Einflussgrößen) (!Nur wenn das Gerät eine andere Farbe hat) (!Nur nach vollständigem Ausfall) (!Nie bei Wohngebäuden)




Was ist bei Leckageverdacht richtig? (Arbeit stoppen und qualifizierte Fachperson hinzuziehen) (!Kältekreis selbst öffnen) (!Kältemittel ohne Prüfung nachfüllen) (!Sicherheitshinweise ignorieren)





Memory

Schallleistung Emission der Quelle
Schalldruck Pegel am Ort
Luftschall Übertragung durch Luft
Körperschall Übertragung durch Bauteile
Reflexion Rückwurf an Flächen
Verdichter mögliche Schwingungsquelle
Abtauwasser sichere Entwässerung





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Schallquelle Verdichter oder Ventilator
Übertragungsweg Luft oder Bauteil
Empfänger Schutzbedürftiger Raum
Fachplanung Komplexe Immissionssituation
Arbeitsstopp Leckageverdacht oder unbekannte Gefahr





Kreuzworträtsel

Verdichter Welches Bauteil komprimiert das Kältemittel und kann Schwingungen anregen?
Luftschall Wie heißt Schall, der sich über die Luft ausbreitet?
Koerperschall Wie heißt die Übertragung über feste Bauteile?
Reflexion Wie heißt der Rückwurf von Schall an einer Fläche?
Abtauwasser Was muss bei der Außenaufstellung sicher abgeleitet werden?
Fachkunde Welche Qualifikation kann für Arbeiten am Kältekreis erforderlich sein?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Der

beschreibt die Emission einer Quelle. Der

bezieht sich auf einen konkreten Ort. Schwingungen können sich als

über Bauteile ausbreiten. Wände können Schall durch

beeinflussen. Bei Leckageverdacht gilt der

. Arbeiten am Kältekreis erfordern die passende

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Anlagenskizze: Zeichne eine Wärmepumpe mit Quelle, Übertragungsweg und Empfänger.
  2. Fotodokumentation: Dokumentiere an einer frei zugänglichen Beispielanlage mögliche Reflexionsflächen, ohne Schutzbereiche zu betreten.
  3. Typenschild: Erstelle eine Liste der Informationen, die Du für die Planung aus Typenschild und Datenblatt benötigst.
  4. Schallbegriffe: Erkläre Schallleistung, Schalldruck, Luftschall und Körperschall in eigenen Worten.


Standard

  1. Gebäudemodell: Baue ein einfaches Modell mit Hauswand, Außengerät und Nachbarfenster und markiere mögliche Schallwege.
  2. Standortvergleich: Vergleiche drei mögliche Aufstellorte und begründe, welche Daten noch fehlen.
  3. Diagnoseprotokoll: Entwickle ein Protokoll für Beschwerden über Brummen, ohne Eingriff in den Kältekreis.
  4. Kondensatplanung: Entwirf eine sichere Lösung für Abtauwasser an einem winterlichen Gehweg.


Schwer

  1. Fachplanung: Erstelle für den Ausbildungsfall eine Vorprüfung mit offenen Punkten, Risiken und Eskalationskriterien.
  2. Schallkonzept: Entwickle Maßnahmen an Quelle, Übertragungsweg und Empfänger und ordne sie nach Wirksamkeit und Aufwand.
  3. Sicherheitsanalyse: Vergleiche die Planungsrisiken von brennbarem Kältemittel, hohen Drücken und toxischem Kältemittel auf abstrakter Ebene, ohne Arbeitsanweisungen am Kältekreis zu formulieren.
  4. Transferprojekt: Führe ein Interview mit einer Fachplanerin, einem Kälteanlagenbauer oder einer SHK-Fachkraft zur Frage durch, welche Planungsfehler bei Aufstellung und Schall am häufigsten auftreten.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Systemanalyse: Ein Außengerät erfüllt laut Datenblatt niedrige Schallemissionswerte, verursacht aber Beschwerden. Erkläre mindestens drei mögliche Ursachen außerhalb des Datenblattwerts.
  2. Standortentscheidung: Vergleiche freie Aufstellung und Eckaufstellung anhand von Schall, Wartung, Luftführung und Sicherheit.
  3. Diagnoselogik: Entwickle aus dem Symptom „Brummen im Schlafzimmer“ einen Diagnoseweg, der Luft- und Körperschall trennt.
  4. Sicherheitsentscheidung: Begründe, warum eine beobachtete Störung nicht automatisch zum Öffnen des Kältekreises berechtigt.
  5. Regelwerkskompetenz: Erkläre, warum konkrete Grenzwerte, Zertifizierungsanforderungen und Hersteller-Schutzbereiche vor einer realen Planung aktuell geprüft werden müssen.
  6. Transfer: Entwirf eine Entscheidungsmatrix, mit der ein Betrieb erkennt, ob eine Aufgabe intern beurteilt werden kann oder an Akustik-, Kälte-, Elektro- oder Brandschutzfachplanung übergeben werden muss.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. eine Aufstellsituation strukturiert analysierst,
  2. Schallleistung und Schalldruck sicher unterscheidest,
  3. Luftschall und Körperschall nachvollziehbar trennst,
  4. Reflexionsflächen, Immissionsorte und Wartungszugänge erkennst,
  5. fehlende Planungsdaten gezielt benennst,
  6. Risiken durch Kältemittel, Brand und Druck erkennst,
  7. die Grenze zur erforderlichen Fachkunde einhältst,
  8. keine eigenständigen Eingriffe in den Kältekreis vorschlägst,
  9. aktuelle Regelwerke und Herstellerunterlagen vor einer konkreten Entscheidung prüfst,
  10. Maßnahmen fachlich begründet und anschließend auf Wirksamkeit kontrollieren lässt.




Medien und Rechte

Die eingebundenen Bilder stammen aus Wikimedia Commons. Die jeweiligen Dateiseiten enthalten Urheber- und Lizenzangaben. Verwendet wurden nur verifizierte Commons-Dateinamen:

  1. Heatpump.svg – gemeinfrei.
  2. Heat-pump-simple DE.svg – CC BY-SA 4.0.
  3. Schallausbreitung.png – CC BY-SA 3.0.
  4. Sound pressure diagram.svg – CC BY-SA / GFDL.
  5. Air Source Heat Pumps Diagram.jpg – CC0.
  6. A modern heat pump unit is installed outside a house, set on a wooden platform.jpg – Lizenz siehe Commons-Dateiseite.


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