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Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Lüftungsgeräte im Aufbau erklären

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Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Lüftungsgeräte im Aufbau erklären

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Lüftung Raumluft und Klimatisierung – Lüftungsgeräte im Aufbau erklären


Einleitung

Ausbildungs-Lernkurs: Lüftungsgeräte verstehen, Energie bewerten und Störungen erkennen

Zielgruppe: Ausbildung in der Sanitär-, Heizungs-, Klima-, Kälte- und Gebäudetechnik

Dauer: ca. 75–90 Minuten mit Praxisaufgaben

Lernziele: Du kannst den Luftweg erklären, Ventilator und Filter zuordnen, die Wärmerückgewinnung berechnen und bei Störungen eine sichere Diagnose vorbereiten.

Dein Auftrag: Untersuche im Modell ein raumlufttechnisches Gerät für ein Schulgebäude.

Sicherheitsregel: Alle Messwerte und Diagnosefälle sind simuliert. Reale Eingriffe in elektrische, mechanische oder hygienisch relevante Anlagen erfolgen ausschließlich fachlich beaufsichtigt, nach den betrieblichen Sicherheitsvorgaben. Eine Lernaufgabe ersetzt weder eine Hygieneprüfung noch eine Betriebs- oder Gesundheitsfreigabe. Trinkwasserhygiene und Anlagenbetrieb müssen zuständige Fachkräfte gesondert beurteilen.


Lerneinheit 1: Wie strömt Luft durch ein Gebäude?

Lernzeit: 7 Minuten

Ein Lüftungsgerät fördert und behandelt Luft. Es kann filtern, erwärmen, kühlen und Energie zurückgewinnen. Nicht jedes Gerät besitzt alle Funktionen.

Bildauftrag: Erkenne den Unterschied zwischen freier und ventilatorgestützter Lüftung.


Die vier Luftarten

Luftart Bedeutung
Außenluft Luft aus der Umgebung
Zuluft Luft, die in den Raum gelangt
Abluft Luft, die dem Raum entnommen wird
Fortluft Luft, die nach draußen abgegeben wird

Merke: Umluft wird im Gebäude erneut verwendet. Sie ersetzt nicht den erforderlichen Außenluftwechsel.


Einfaches Anlagenschema

Luftstrom Schematischer Weg
Zuluftseite Außenluft → Filter → Wärmerückgewinnung → Ventilator → Zuluft
Abluftseite Abluft → Filter → Wärmerückgewinnung → Abluftventilator → Fortluft

Hinweis: Dies ist ein vereinfachtes Funktionsschema. Bauteilfolge und Ausstattung hängen von der konkreten Anlage ab.

Bildauftrag: Suche Filterbereich, Wärmeübertrager und Ventilator im dargestellten Gerät.

Videoauftrag: Verfolge die Außen-, Zu-, Ab- und Fortluft in der Animation von Brink Climate Systems.

Basisaufgabe: Zeichne zwei verschiedenfarbige Luftwege. Begründe, weshalb Außenluft und Zuluft nicht dasselbe sind.

Feedback: Außenluft wird erst nach der Behandlung im Gerät zur Zuluft.


Lerneinheit 2: Ventilator und Filter

Lernzeit: 8 Minuten


Ventilator: Luft in Bewegung setzen

Ein Ventilator erzeugt die für die Luftförderung erforderliche Druckdifferenz. Er muss unter anderem Widerstände von Filtern, Kanälen und Wärmeübertragern überwinden.

Merke: Volumenstrom beschreibt, wie viel Luft pro Zeit gefördert wird. Er wird häufig in m³/h angegeben.

Diagnosefrage: Was kann passieren, wenn der Widerstand im Luftweg steigt?

Feedback: Bei unveränderter Ventilatordrehzahl kann der Volumenstrom sinken. Eine geregelte Anlage kann dagegen die Drehzahl und den Strombedarf erhöhen, um den Sollvolumenstrom zu halten.


Filter: Partikel zurückhalten

Anlagensymbol: Luftfilter.

Beispielfoto: Ein Filterelement. Bauform und Wartungsmethode sind geräteabhängig; das Foto begründet keine Waschbarkeit anderer Filter.

Luftfilter vermindern die Partikelbelastung. Filter für die allgemeine Raumlufttechnik werden unter anderem nach DIN EN ISO 16890 hinsichtlich ihres Feinstaubabscheidegrades klassifiziert.

Wichtige Messgröße: Der Differenzdruck über dem Filter.

Ein zunehmender Druckverlust kann auf eine steigende Filterbeladung hinweisen. Die Beurteilung erfordert jedoch auch Angaben zu Luftvolumenstrom, Filtertyp, zulässigem Enddruckverlust und Betriebszustand.

Achtung: Ein niedriger Differenzdruck beweist keinen sauberen Filter. Auch eine Undichtigkeit oder ein geringer Volumenstrom kann ihn verursachen.


Lerneinheit 3: Wärmeübertragung und Energie

Lernzeit: 8 Minuten

Bei der Wärmerückgewinnung kann Wärme aus der Abluft auf die kältere Außenluft übertragen werden. So wird die erforderliche Heizenergie für die Zuluft im Winter verringert.

Bildauftrag: Erkläre den Wärmetransport zwischen zwei getrennten Luftwegen bei einem Plattenwärmeübertrager.

Vergleich: Beim Rotationswärmeübertrager dreht sich eine Speichermasse zwischen den Luftströmen. Je nach Bauart sind Feuchteübertragung und Luftübertragungen beziehungsweise Leckagen zu berücksichtigen.

Praxisbild: Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung im Testgebäude des US-amerikanischen NIST.


Energiebeispiel: Zulufttemperatur

Ein vereinfachtes Wintermodell:

Größe Modellwert
Außenluft 0 °C
Abluft 20 °C
Temperaturänderungsgrad 75 %
Zuluft unmittelbar nach Wärmeübertrager 15 °C

Rechnung:

0 °C + 0,75 × (20 °C − 0 °C) = 15 °C

Wichtig: Das ist eine ideale Modellrechnung für den angegebenen Betriebszustand. Tatsächliche Temperaturen hängen unter anderem von Luftvolumenströmen, Wärmeverlusten, Feuchte, Frostschutz und Regelung ab.

Videotipp: ENERGIESPARKOMMISSAR – Lüftungsanlagen. Die Wärmerückgewinnung wird ab etwa Minute 25:27 erläutert. Schau gezielt diesen Abschnitt an.

Anwendungsfrage: Warum bedeutet Wärmerückgewinnung nicht, dass der Ventilator keinen Strom benötigt?

Feedback: Wärmerückgewinnung senkt den thermischen Energiebedarf. Ventilatoren benötigen weiterhin elektrische Antriebsenergie.


Lerneinheit 4: Regelung, Kondensat und Hygiene

Lernzeit: 8 Minuten

Ein Lüftungsgerät kann zusätzlich Sensoren, Regelklappen, Schalldämpfer, Heiz- oder Kühlregister und eine Bypassfunktion besitzen.

Bauteil Aufgabe
Differenzdrucksensor Überwachung eines Druckunterschieds
Temperaturfühler Erfassung des Temperaturzustandes
Bypassklappe Umgehung des Wärmeübertragers bei geeignetem Betriebszustand
Kondensatablauf Ableitung anfallenden Kondensats
Regelung Ansteuerung und Überwachung der Funktionen

Hygienegrundlage: VDI 6022 beschreibt Anforderungen an Hygiene, Errichtung, Betrieb und Instandhaltung raumlufttechnischer Anlagen. Feuchtigkeit und Verunreinigungen müssen fachlich beurteilt werden.

Praxisgrenze: Ein sichtbarer Feuchtebefund ist ein Anlass zur Prüfung, keine Grundlage für eine eigenständige Gesundheitsdiagnose oder Hygiene-Freigabe.

Trinkwasserhygiene: Bei wasserführenden beziehungsweise wasserbenutzenden Komponenten ist zu klären, welche zusätzlichen Anforderungen gelten. Die Trinkwasser-Installation ist eigenständig nach Trinkwasserverordnung und einschlägigen technischen Regeln, insbesondere dem DVGW-Regelwerk, zu beurteilen. Die Freigabe erfolgt nicht durch Lernende.


Lerneinheit 5: Ausbildungsfall – Lüftungsanlage im Schulgebäude

Lernzeit: 20 Minuten


Gebäudemodell

Praxisbezug: Eine reale Lüftungsanlage an einem Schulgebäude. Der folgende Fall ist davon unabhängig und vollständig simuliert.

Gebäudemodell Schultrakt West:

Gebäudebereich Vereinfachter Luftweg
Technikzentrale Außenluft → RLT-Gerät → Zuluftkanal
Unterrichtsraum A Zuluft → Aufenthaltszone → Abluft
Unterrichtsraum B Zuluft → Aufenthaltszone → Abluft
Sanitärbereich Gesonderte Abluftführung zur Fortluft; keine Rückführung als Zuluft

Dieses Modell zeigt Funktionsbeziehungen, keinen Ausführungsplan. Tatsächliche Luftmengen und Luftführungen müssen geplant und geprüft werden.


Der Arbeitsauftrag

Situation: An einer zentralen Lüftungsanlage wird ein verringerter Luftvolumenstrom gemeldet. Gleichzeitig steigt der Filterdifferenzdruck.

Simulierte Messdaten:

Messgröße Referenzzustand Auffälliger Zustand
Luftvolumenstrom 1.000 m³/h 760 m³/h
Filterdifferenzdruck 110 Pa 240 Pa
Elektrische Ventilatorleistung 0,35 kW 0,43 kW
Außenlufttemperatur 0 °C 0 °C
Ablufttemperatur 20 °C 20 °C

Hinweis: Die Werte dienen nur dem Rechen- und Diagnosetraining. Sie sind keine allgemeinen Grenz- oder Freigabewerte.


Diagnosefall: Luftmengenproblem

Deine Entscheidung: Welche plausible Fehlerhypothese ergibt sich aus den Messwerten?

Erwartete Begründung: Ein erhöhter Filterwiderstand ist naheliegend. Zu prüfen sind aber auch Messbedingungen, Sensorik, Kanalwiderstände, Klappenstellungen und die Ventilatorregelung.

Feedback: Eine nachvollziehbare Diagnose unterscheidet zwischen Beobachtung, Hypothese und bestätigter Ursache. Der Druckwert allein reicht nicht aus.


Energiefall: Mehrverbrauch berechnen

Deine Aufgabe: Ermittle die elektrische Mehrarbeit für acht Betriebsstunden.

Rechenweg:

Leistungsdifferenz = 0,43 kW − 0,35 kW = 0,08 kW

Mehrarbeit = 0,08 kW × 8 h = 0,64 kWh

Feedback: Das Ergebnis gilt für die angenommenen konstanten Leistungswerte und acht Stunden. Es beweist weder eine konkrete Filterursache noch die Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme.


Hygienefall: Feuchtigkeit am Filter

Zusatzmeldung: Bei einer simulierten Sichtkontrolle wird ein feuchter Filterbereich dokumentiert.

Deine Entscheidung: Welche Vorgehensweise ist geeignet?

Erwartete Handlung: Beobachtung dokumentieren, zuständige Fachkraft und Betreiber informieren, mögliche Feuchteursachen und hygienische Risiken fachlich prüfen lassen. Keine eigenmächtige Reinigung, Freigabe oder Weiterbetriebsentscheidung.

Feedback: Feuchtigkeit kann hygienisch relevant sein. Aus einem Lernfall darf keine Aussage abgeleitet werden, dass eine Anlage hygienisch unbedenklich oder zum Betrieb freigegeben sei.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1 – Messwerte lesen

Vergleiche Soll- und Istwerte. Welche Größe sinkt, welche steigt? Trenne Messwert und vermutete Ursache.

Hilfe 2 – Fachlich einordnen

Überlege, wie Filterwiderstand, Ventilatordrehzahl und Volumenstrom zusammenhängen. Für die elektrische Mehrarbeit gilt: Energie = Leistung × Zeit.

Hilfe 3 – Eine Entscheidung vorbereiten

Erstelle eine Prüfliste mit Messbedingungen, Differenzdruck, Volumenstrom, Klappenstellung und Feuchtebefund. Vergleiche erst mit Herstellerunterlagen und dokumentierten Vorgaben. Überlasse reale Prüfungen und Entscheidungen der verantwortlichen Fachkraft.

Abschlussauftrag: Erstelle eine kurze Diagnosemeldung mit Beobachtung, Hypothese, Prüfbedarf und Sicherheitsgrenze.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Luft gelangt nach der Behandlung durch das Lüftungsgerät in den Raum? (Zuluft) (!Fortluft) (!Abluft) (!Außenluft vor dem Gerät)




Welche Hauptaufgabe übernimmt ein Ventilator? (Luft fördern und Strömungswiderstände überwinden) (!Staubpartikel abscheiden) (!Wärme speichern) (!Kondensat sammeln)




Was beschreibt die Normenreihe ISO 16890 bei allgemeinen Raumluftfiltern? (Die Partikelabscheidung und Filterklassifizierung) (!Die elektrische Versorgung des Ventilators) (!Die maximal zulässige Raumtemperatur) (!Die erforderliche Farbe des Filters)




Was kann ein steigender Filterdifferenzdruck anzeigen? (Einen höheren Strömungswiderstand des Filters) (!Eine garantierte hygienische Unbedenklichkeit) (!Eine gestiegene Außenlufttemperatur) (!Einen sicher defekten Motor)




Warum wird ein Wärmeübertrager eingesetzt? (Um Wärme zwischen Luftströmen zu übertragen) (!Um Luftleitungen vollständig abzudichten) (!Um Strom für den Ventilator zu erzeugen) (!Um Messsensoren zu ersetzen)




Welches Merkmal kennzeichnet einen typischen Plattenwärmeübertrager? (Wärmeübertragung über trennende Flächen) (!Direktes Vermischen aller Luftströme) (!Antrieb durch einen Elektromotor als Grundprinzip) (!Energieübertragung ausschließlich durch Wasser)




Welche Aufgabe kann ein Sommerbypass übernehmen? (Den Wärmeübertrager bei geeigneten Bedingungen umgehen) (!Den Filter dauerhaft ersetzen) (!Jede Art von Kühlung garantieren) (!Die Fortluft vollständig abschalten)




Wie groß ist die elektrische Mehrarbeit bei 0,08 kW zusätzlicher Leistung über acht Stunden? (0,64 kWh) (!0,08 kWh) (!8 kWh) (!64 kWh)




Welche Temperatur ergibt das vereinfachte Modell bei 0 Grad Außenluft, 20 Grad Abluft und 75 Prozent Temperaturänderungsgrad? (15 Grad Celsius) (!5 Grad Celsius) (!20 Grad Celsius) (!75 Grad Celsius)




Was ist bei einer gemeldeten feuchten Filterfläche fachlich angemessen? (Befund dokumentieren und fachliche Prüfung veranlassen) (!Die Anlage ohne Prüfung hygienisch freigeben) (!Den Filter eigenmächtig auswaschen) (!Den Feuchtebefund grundsätzlich ignorieren)




Feedback zum Quiz – Begründungen anzeigen

  1. Zuluft: Sie bezeichnet die in den Raum zugeführte Luft.
  2. Ventilator: Er erzeugt eine Druckdifferenz und fördert Luft.
  3. ISO 16890: Sie behandelt die Bewertung und Klassifizierung von Partikelfiltern.
  4. Differenzdruck: Eine Zunahme kann einen höheren Widerstand anzeigen, beweist aber allein keine Ursache.
  5. Wärmeübertrager: Er macht vorhandene Wärmeenergie für einen anderen Luftstrom nutzbar.
  6. Plattenwärmeübertrager: Wärme wird über Trennflächen übertragen; die Luftströme sind konstruktiv voneinander getrennt.
  7. Sommerbypass: Er kann unerwünschte Wärmeübertragung vermeiden, ersetzt aber keine aktive Kälteerzeugung.
  8. Mehrarbeit: 0,08 kW mal acht Stunden ergeben 0,64 kWh.
  9. Temperatur: 75 Prozent von 20 K entsprechen 15 K Erwärmung.
  10. Feuchtebefund: Dokumentation und Fachprüfung gehen einer Betriebsentscheidung voraus.


Memory

Ordne Luftarten, Bauteile und Messgrößen ihren Bedeutungen zu.

Außenluft Luft aus der Umgebung
Zuluft Dem Raum zugeführte Luft
Abluft Dem Raum entnommene Luft
Fortluft Nach draußen abgegebene Luft
Volumenstrom Luftmenge je Zeiteinheit
Differenzdruck Druckunterschied zwischen zwei Messstellen
Sommerbypass Umgehung des Wärmeübertragers




Feedback: Kontrolliere die Richtung des Luftweges. Außen- und Fortluft gehören zur Außenseite, Zu- und Abluft zur Raumseite.


Drag and Drop

Ordne die Komponenten ihrer Funktion zu.

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
Ventilator Erzeugt die Druckdifferenz zur Luftförderung
Luftfilter Hält Partikel zurück
Plattenwärmeübertrager Überträgt Wärme über Trennflächen
Differenzdruckfühler Überwacht einen Druckunterschied
Bypassklappe Ermöglicht die Umgehung des Wärmeübertragers




Feedback: Unterscheide zwischen Lufttransport, Luftreinigung, Energieübertragung und Regelung.


Kreuzworträtsel

Finde sechs Fachbegriffe aus dem Lernkurs.

Ventilator Welches Bauteil fördert Luft durch die Anlage?
Filter Welches Bauteil hält Partikel zurück?
Zuluft Wie heißt die Luft, die in einen Raum eintritt?
Fortluft Wie heißt die Luft, die ins Freie abgegeben wird?
Bypass Wie heißt die Umgehung eines Wärmeübertragers?
Kondensat Wie heißt die durch Kondensation entstandene Flüssigkeit?





LearningApps

Vertiefung: Suche nach weiteren interaktiven Lernaufgaben. Die Suchergebnisse sind nicht fachlich kuratiert und müssen vor einer Verwendung geprüft werden.


Lückentext

Vervollständige den Text zum Aufbau eines Lüftungsgerätes.

Vervollständige den Text.
Die aus der Umgebung entnommene Luft heißt

.
Die einem Raum zugeführte Luft heißt

.
Aus dem Raum abgeführte Luft heißt zunächst

.
Die nach außen abgegebene Luft heißt

.
Die Luftförderung übernimmt der

.
Partikel werden in der Anlage durch den

zurückgehalten.
Ein Maß für die geförderte Luftmenge pro Zeit ist der

.
Der Druckunterschied vor und nach einem Filter heißt

.
Die Rückgewinnung von Wärme aus Abluft heißt

.
Die Umgehung des Wärmeübertragers erfolgt über einen

.
Bei Abkühlung feuchter Luft kann

entstehen.
Für die Hygiene raumlufttechnischer Anlagen ist die Richtlinienreihe VDI

relevant.



Feedback: Achte besonders auf die Fachsprache. Luftart, Bauteil und Messgröße bezeichnen unterschiedliche Dinge.


Offene Aufgaben

Arbeitsprinzip: Die Aufgaben steigen von Basiswissen über Anwendung bis zum Transfer. Zeichnungen, Auswertungen und Simulationen sind ohne Eingriff in reale Anlagen möglich.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Luftführung: Zeichne Außen-, Zu-, Ab- und Fortluft in unterschiedlichen Farben. Feedback: Alle vier Luftarten müssen dem richtigen Ein- beziehungsweise Austrittsbereich zugeordnet sein.
  2. Ventilator: Skizziere ein Lüfterrad und beschreibe die Förderaufgabe. Feedback: Entscheidend sind Druckdifferenz und Luftbewegung, nicht die Temperaturregelung.
  3. Luftfilter: Erstelle eine kleine Bildkarte mit Filter, Aufgabe und Messgröße. Feedback: Partikelabscheidung und Differenzdruck dürfen nicht verwechselt werden.
  4. Wärmeübertrager: Markiere zwei Luftwege in einem Plattenwärmeübertrager. Feedback: Wärmeübergang und Luftvermischung sind unterschiedliche Vorgänge.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Anlagenschema: Erstelle ein Schema eines Lüftungsgerätes mit fünf beschrifteten Komponenten. Feedback: Ein korrekter Luftweg muss konstruktiv nachvollziehbar sein.
  2. Differenzdruck: Werte die simulierten Filterwerte aus und formuliere zwei Fehlerhypothesen. Feedback: Eine gute Hypothese verlangt eine überprüfbare Begründung.
  3. Energieverbrauch: Berechne den zusätzlichen Ventilatorstrombedarf des Falles für 20 Betriebstage mit täglich acht Stunden. Feedback: Es ergeben sich 12,8 kWh unter den vorgegebenen Modellannahmen.
  4. Gebäudetechnik: Baue ein kleines Gebäudemodell aus Karton und markiere Technikzentrale, Zuluft und Abluft. Feedback: Die Luftführung muss zum Raumkonzept passen.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Fehlerdiagnose: Entwickle einen Entscheidungsbaum für verminderten Luftvolumenstrom. Feedback: Stelle Messwertkontrolle, plausible Ursachen und sichere Prüfzuständigkeiten dar.
  2. Wärmerückgewinnung: Vergleiche zwei Geräteprinzipien hinsichtlich Energie, Luftübertragung und Wartungsbedarf. Feedback: Beurteile die Bauarten bedingt und vermeide pauschale Eignungsbehauptungen.
  3. Hygiene in der Raumlufttechnik: Entwirf ein Meldeformular für einen Feuchtebefund. Feedback: Beobachtung, Prüfbedarf und verantwortliche Fachkraft gehören hinein, keine eigenständige Freigabe.
  4. Energieeffizienz: Erstelle ein dreiminütiges Erklärvideo zur Wechselwirkung von Filterwiderstand, Luftmenge und Ventilatorleistung. Feedback: Zeige sowohl einen konstant geregelten als auch einen ungeregelten Betriebsfall.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

Bearbeite mindestens fünf Transferaufgaben. Begründe Deine Entscheidungen.

  1. Lüftungsanlage: Ein Raum erhält weniger Zuluft. Entwickle drei mögliche Ursachen und eine Reihenfolge zur fachlich beaufsichtigten Überprüfung.
  2. Ventilatorkennlinie: Erkläre, weshalb sich bei einer Erhöhung des Strömungswiderstandes Luftvolumenstrom und elektrische Leistung nicht in jeder Anlage gleich verhalten.
  3. Wärmerückgewinnung: Vergleiche einen Winterbetrieb mit und ohne Wärmerückgewinnung. Berücksichtige dabei thermische und elektrische Energie.
  4. Luftfilter: Bewerte, weshalb ein einziger Differenzdruckwert nicht zur Beurteilung der Filterhygiene ausreicht.
  5. Gebäudemodell: Plane im Modell die Luftführung für zwei Klassenräume und einen Sanitärbereich. Begründe die Trennung der Luftströme.
  6. Hygiene: Formuliere bei einem Feuchtebefund eine sichere Handlungsempfehlung mit klaren Verantwortlichkeiten und Grenzen Deiner eigenen Befugnisse.

Bewertungskriterien: Fachlich schlüssige Luftwege, richtig verwendete Größen und Einheiten, plausible Ursachenprüfung, nachvollziehbare Energiebetrachtung und sichere Trennung zwischen Lernentscheidung und betrieblicher Freigabe.




Lernnachweis

Für einen erfolgreichen Lernnachweis dokumentierst Du:

  1. Bauteilkenntnis: Ein beschriftetes Anlagenschema mit Ventilator, Filter, Wärmeübertrager und vier Luftarten.
  2. Anwendung: Die Berechnung der Zulufttemperatur mit Erklärung der Modellannahmen.
  3. Energiebewertung: Die korrekte Berechnung der elektrischen Mehrarbeit im Ausbildungsfall.
  4. Diagnosekompetenz: Einen Bericht mit Befund, Hypothese, Prüfschritten und möglichen Alternativursachen.
  5. Hygiene- und Sicherheitskompetenz: Die richtige Einordnung eines Feuchtebefunds ohne eigenständige Betriebs-, Gesundheits- oder Hygienefreigabe.
  6. Transfer: Eine begründete Lösung für ein abgewandeltes Gebäudemodell.

Nachweisform: Lernportfolio, Fachgespräch oder praktische Demonstration am freigegebenen Ausbildungsmodell.

Grenze: Ein bestandener Lernnachweis ist keine Qualifikationsbescheinigung für eigenständige Eingriffe, Hygieneinspektionen oder Freigaben einer realen Anlage.




OERs zum Thema

Grundlagenartikel:


Fachlich geprüfte Informationsgrundlagen

Die folgenden Quellen sind für den Kurs auf Themenrelevanz überprüft. Die Originalregelwerke und betrieblichen Vorgaben bleiben für die konkrete Anwendung maßgebend.

  1. BAuA: ASR A3.6 Lüftung – Anforderungen an Lüftung und RLT-Anlagen in Arbeitsstätten.
  2. VDI / DIN Media: VDI 6022 Blatt 1 – Hygieneanforderungen an raumlufttechnische Anlagen.
  3. DIN Media: DIN EN ISO 16890-1 – Bewertung und Klassifizierung von Luftfiltern.
  4. DIN Media: DIN EN 16798-3 – Leistungsanforderungen für Lüftung und Raumkonditionierung in Nichtwohngebäuden.
  5. Umweltbundesamt: Anforderungen an Lüftungskonzeptionen in Unterrichtsgebäuden – Anforderungen und Planungshinweise.
  6. DVGW: Trinkwasser-Installation – gesonderte Grundlagen der Trinkwasserhygiene.

Fachlicher Vorbehalt: Normen, Herstellerunterlagen, Prüfpflichten und konkrete Anlagenzustände müssen vor realen Betriebsentscheidungen durch entsprechend qualifizierte Personen beurteilt werden. Dieser Lernkurs gibt keine Hygiene-, Trinkwasser- oder Betriebsfreigabe.


Bildnachweise und Medienrechte

Die folgenden Dateien wurden auf Wikimedia Commons hinsichtlich Dateiexistenz und angegebener Lizenz überprüft. Bei Weiterverwendung sind die jeweiligen Lizenzbedingungen und Namensnennungen einzuhalten.

  1. Lüftungsarten wpl.svg – BentaxGermany, CC BY-SA 3.0.
  2. Air handling unit.JPG – P199, gemeinfrei.
  3. Inline Centrifugal Fan.jpg – Saud, CC BY-SA 4.0.
  4. Luftfilter.svg – BentaxGermany, gemeinfrei.
  5. HVAC air filter.webp – Wikideas1, CC0.
  6. Heat exchanger.svg – Vektorfassung nach Jlfd, CC0.
  7. Rotary-heat-exchanger.svg – Tomia, unter anderem CC BY 2.5.
  8. NIST 1770 – National Institute of Standards and Technology, US-amerikanisches Regierungswerk, gemeinfrei in den USA.
  9. Lüftungsanlage JCRG – PantheraLeo1359531, CC BY 4.0.

YouTube-Videos: Die überprüften Videos stammen von Brink Climate Systems und ENERGIESPARKOMMISSAR. Sie werden als externe Lernmedien eingebunden; daraus folgt keine freie Bearbeitungs- oder Weiterverbreitungslizenz. Herstellerangaben und allgemeine Videoinhalte ersetzen keine Fachplanung.


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