Wärmepumpen und Kältetechnik – Den Kältekreis anschaulich erklären
Wärmepumpen und Kältetechnik – Den Kältekreis anschaulich erklären
Einleitung
Wie kann eine Wärmepumpe aus kalter Außenluft ein Gebäude heizen?
Die Antwort steckt im Kältekreislauf: Ein Kältemittel nimmt Wärme auf, wird verdichtet, gibt Wärme ab und wird anschließend entspannt.
Die vier Schritte: Verdampfen – Verdichten – Verflüssigen – Entspannen.

Zielgruppe: Berufliche Ausbildung in SHK, Kältetechnik und Gebäudetechnik.
Lernzeit: Etwa 70–90 Minuten einschließlich Aufgaben.
Lernziel: Du kannst die vier Stationen erklären, Energieflüsse berechnen, vereinfachte Anlagenbilder lesen und sichere Entscheidungen bei typischen Betriebssituationen begründen.
Sicherheitsgrenze: Alle Praxisfälle sind Simulationen oder reine Dokumentationsaufgaben. Du öffnest keinen Kältekreis, schließt keine Messarmaturen an und veränderst keine sicherheitsrelevanten Einstellungen. Arbeiten an kältemittelführenden Teilen bleiben entsprechend qualifizierten und berechtigten Fachpersonen vorbehalten.
Dein Lernweg
| Lerneinheit | Schwerpunkt | Richtzeit |
|---|---|---|
| 1 | Wärmequellen und Gebäudemodell | 8 Minuten |
| 2 | Vier Stationen des Kältekreises | 12 Minuten |
| 3 | Wärmepumpe und Kältemaschine | 8 Minuten |
| 4 | Energie und Effizienz | 10 Minuten |
| 5 | Warmwasser und Hygiene | 10 Minuten |
| 6 | Diagnose und Sicherheit | 12 Minuten |
| 7 | Lernkontrolle und Transfer | 15 Minuten |
Lerneinheit 1: Woher kommt die Wärme?
Eine Wärmepumpe transportiert Wärme von einer kühleren Quelle auf ein höheres, zum Heizen nutzbares Temperaturniveau.
Mögliche Wärmequellen sind Außenluft, Erdreich und Grundwasser.

Bildauftrag: Verfolge die Wärmequelle, die Wärmepumpe und die Wärmeabgabe an das Gebäude. Welche Teile liegen außerhalb des Hauses?
Video: Bundesverband Wärmepumpe – Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Merksatz: Eine Wärmepumpe erzeugt nicht die gesamte Heizwärme aus Strom. Sie nutzt zusätzlich vorhandene Umweltwärme.
Mini-Aufgabe: Gebäudemodell
Zeichne drei Kästen mit den Beschriftungen Außenluft, Wärmepumpe und Heizkreis. Verbinde sie mit Energiepfeilen.
Hilfe 1: Die Wärmequelle befindet sich außerhalb des Gebäudes.
Hilfe 2: Die Wärmepumpe benötigt zusätzlich Antriebsenergie.
Hilfe 3: Zeichne zwei eingehende Energiepfeile und einen ausgehenden Wärmepfeil.
Lösung und Feedback: Umweltwärme und elektrische Energie gelangen in das Wärmepumpensystem. Nutzbare Heizwärme wird an den Heizkreis abgegeben. Das Bild ist richtig, wenn es diese Energiebilanz deutlich macht.
Lerneinheit 2: Die vier Stationen

Achte auf die Pfeile: Fließrichtungen des Kältemittels und Wärmefluss sind unterschiedliche Informationen.
| Station | Aufgabe | Kältemittel im vereinfachten Modell |
|---|---|---|
| 1. Verdampfer | Nimmt Wärme aus der Umgebung auf | Verdampft bei niedrigem Druck |
| 2. Verdichter | Erhöht Druck und Temperatur | Gasförmig, danach heißer |
| 3. Verflüssiger | Gibt Wärme an den Heizkreis ab | Kondensiert bei hohem Druck |
| 4. Expansionsventil | Senkt den Druck | Kühlt ab; nach der Drosselung entsteht meist ein Flüssigkeits-Dampf-Gemisch |
Wichtig: Das ist das Grundmodell eines unterkritischen Kompressionskältekreises. In realen Anlagen spielen auch Überhitzung und Unterkühlung eine Rolle. Transkritische CO₂-Anlagen können statt eines Verflüssigers einen Gaskühler verwenden.
Station 1: Verdampfen

Im Verdampfer nimmt das Kältemittel Wärme aus der Umgebung auf. Dabei geht es vom flüssigen in den gasförmigen Zustand über.
Merksatz: Wärme aufnehmen heißt hier verdampfen.
Station 2: Verdichten

Foto: Beispiel eines großen industriellen Hubkolbenverdichters. Wärmepumpen in Gebäuden verwenden häufig andere Verdichterbauarten.
Der Verdichter benötigt mechanische Antriebsarbeit, meist durch einen Elektromotor. Druck und Temperatur des Kältemitteldampfes steigen.
Merksatz: Der Verdichter macht den Dampf heißer und erhöht den Druck.
Station 3: Verflüssigen
Im Verflüssiger gibt das heiße Kältemittel Wärme an das Heizungswasser ab. Der Kältemitteldampf kondensiert.
Merksatz: Wärme abgeben heißt hier verflüssigen.
Station 4: Entspannen

Das Expansionsventil erzeugt eine Drosselung. Der Druck sinkt. Ein Teil des flüssigen Kältemittels kann dabei sofort verdampfen.
Merksatz: Durch die Entspannung erreicht das Kältemittel wieder das niedrige Druckniveau für den Verdampfer.
Videoimpuls: Der Kreislauf
Video: STEM-eLearning – Wärmepumpe einfach erklärt.
Beobachtungsauftrag: Stoppe das Video nach den vier Stationen. Erkläre die Reihenfolge mit eigenen Worten, ohne in Deine Notizen zu schauen.
Lerneinheit 3: Heizen und Kühlen

Wärmepumpe und Kältemaschine nutzen dasselbe thermodynamische Grundprinzip. Der Unterschied besteht darin, welcher Wärmestrom gebraucht wird.
| Anlage | Nutzbarer Effekt |
|---|---|
| Wärmepumpe im Heizbetrieb | Wärmeabgabe an den Heizkreis |
| Kühlschrank | Wärmeentzug aus dem Kühlraum |
| Klimaanlage im Kühlbetrieb | Wärmeentzug aus dem Raum |
Transferfrage: Warum wird der Verflüssiger eines Kühlschranks warm?
Feedback: Die dem Kühlraum entzogene Wärme und die zugeführte Antriebsenergie werden an die Umgebung abgegeben. Deshalb wird die warme Seite des Kühlschranks warm.
Lerneinheit 4: Energie verstehen
Dein Ausbildungsfall: Wärmepumpe im Einfamilienhaus
Du begleitest eine Fachkraft bei der theoretischen Auswertung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung.

Fiktive, vereinfachte Betriebsdaten für denselben Zeitpunkt:
| Größe | Wert |
|---|---|
| Abgegebene Heizleistung | 6,0 kW |
| Aufgenommene elektrische Leistung | 1,5 kW |
| Rechnerisch aufgenommene Umweltwärme | 4,5 kW |
Energiebilanz:
Leistungszahl COP:
Die Leistungszahl beschreibt diesen Betriebspunkt. Sie ist nicht identisch mit der Jahresarbeitszahl, die einen längeren Zeitraum betrachtet.
Basisaufgabe: Energiefluss
Wie viel Umweltwärme wird rechnerisch genutzt und was bedeutet COP 4?
Hilfe 1: Nutzwärme setzt sich aus Umweltwärme und elektrischer Antriebsenergie zusammen.
Hilfe 2: Ziehe die elektrische Leistung von der Heizleistung ab.
Hilfe 3: Teile die Heizleistung durch die elektrische Leistung.
Begründetes Feedback: 4,5 kW stammen rechnerisch aus der Umgebung. COP 4 bedeutet, dass bei diesem idealisierten Betriebspunkt je 1 kW elektrischer Eingangsleistung 4 kW Heizleistung bereitgestellt werden. Andere Betriebsbedingungen führen zu anderen Werten. Vergleiche immer identische Systemgrenzen.
Anwendungsaufgabe: Vorlauftemperatur
Für denselben Heizbedarf werden zwei Heizsysteme verglichen.
| Variante | Erforderlicher Vorlauf |
|---|---|
| Fußbodenheizung | 35 °C |
| Bestehende kleine Heizkörper | 55 °C |
Welche Variante ist unter sonst gleichen Bedingungen für den Wärmepumpenbetrieb günstiger? Begründe.
Hilfe 1: Betrachte den Temperaturunterschied zwischen Wärmequelle und Heizkreis.
Hilfe 2: Ein größerer Temperaturhub verlangt meist mehr Verdichterarbeit.
Hilfe 3: Vergleiche die erforderlichen Vorlauftemperaturen.
Begründetes Feedback: Die Fußbodenheizung ist im Beispiel energetisch günstiger, weil sie mit geringerem Temperaturniveau auskommt. Bei sonst gleichen Bedingungen sinkt dadurch häufig die erforderliche Verdichterarbeit. Wichtig ist, dass die Heizflächen den Wärmebedarf weiterhin decken.
Lerneinheit 5: Hygiene ist Teil der Planung
Eine Wärmepumpe kann auch Trinkwarmwasser bereitstellen. Dabei treffen Energieeffizienz und Trinkwasserhygiene aufeinander.
Hohe Warmwassertemperaturen können die Effizienz mindern. Zu niedrige Temperaturen und ungünstige Betriebsbedingungen können aber das Risiko einer Vermehrung von Legionellen erhöhen.
Die erforderliche Temperaturführung hängt vom Anlagentyp und dem geltenden technischen Regelwerk ab.
Grundsatz: Gesundheitsschutz geht vor einer unbegründeten Energieeinsparung.
Anwendungsfall: Warmwasser im Mehrfamilienhaus
Eine als Großanlage eingestufte zentrale Trinkwassererwärmung mit Zirkulation wird betrachtet. Ein Bewohner schlägt vor, die Speichertemperatur pauschal auf 45 °C zu reduzieren, um Strom zu sparen.
Was empfiehlst Du als Auszubildender?
Hilfe 1: Legionellen können sich unter geeigneten Bedingungen in Warmwasserinstallationen vermehren.
Hilfe 2: Großanlagen mit Zirkulation unterliegen besonderen hygienischen Anforderungen.
Hilfe 3: Unterscheide eine Energieidee von einer fachlich freigegebenen Betriebsänderung.
Begründetes Feedback: Die pauschale Absenkung ist keine sichere Empfehlung. Für entsprechende Großanlagen sind unter anderem die Temperaturanforderungen nach dem einschlägigen DVGW-Regelwerk zu berücksichtigen; im üblichen zentralen System sind 60 °C am Austritt des Trinkwassererwärmers und mindestens 55 °C im Zirkulationssystem maßgebliche Orientierungswerte. Eine fachkundige Planung muss das konkrete System hygienisch bewerten. Du dokumentierst den Vorschlag, änderst aber keine Einstellungen eigenständig. Auch regelmäßiges unnötiges Überhitzen ersetzt kein hygienisch geeignetes Anlagenkonzept.
Vertiefung: Umweltbundesamt – Trinkwarmwasserkonzepte für Gebäude mit Wärmepumpenheizung
Lerneinheit 6: Diagnose und sichere Entscheidungen
Diagnosefall: Das Außengerät vereist
Simulierte Beobachtung:
| Anzeige | Beobachtung |
|---|---|
| Außenluft | +2 °C |
| Außengerät | Zeitweise Reifbildung |
| Regelung | Abtauung aktiv |
| Heizleistung | Währenddessen vorübergehend geringer |
Aufgabe: Ist das bereits ein sicherer Beweis für Kältemittelmangel?
Hilfe 1: Eine einzelne Beobachtung beweist nicht automatisch einen Defekt.
Hilfe 2: Bei feuchter Außenluft können Verdampferoberflächen vereisen.
Hilfe 3: Prüfe im theoretischen Fall, ob die Abtauung vorgesehen ist und der Normalbetrieb danach wiederkehrt.
Begründetes Feedback: Nein. Vereisung und Abtauung können zum normalen Betrieb einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gehören. Zulässige Lernhandlung ist die Auswertung vorhandener Anzeigen und der Betriebsdokumentation. Auffällige oder wiederkehrende Störungen werden an die verantwortliche Fachkraft gemeldet. Es erfolgt keine selbstständige Prüfung oder Manipulation am Kältekreis.
Sicherheit: Kältemittel ist nicht gleich Kältemittel
| Beispiel | Zu prüfendes besonderes Risiko |
|---|---|
| R290 – Propan | Brennbarkeit und mögliche Zündgefahren |
| R744 – Kohlendioxid | Hohe Betriebsdrücke und gefährliche Gaskonzentrationen bei Freisetzung |
| R717 – Ammoniak | Giftigkeit, Reizwirkung und bedingte Brennbarkeit |
| Fluorierte Kältemittel | Je nach Stoff unterschiedliche Sicherheits- und Klimarisiken |
Zusätzlich sind Druck, elektrische Energie, heiße und kalte Oberflächen sowie bewegte Bauteile zu berücksichtigen.
Achtung: Ein geschlossenes Gerät macht den Kältekreis nicht ungefährlich. Die genaue Gefährdungsbeurteilung richtet sich nach Stoff, Füllmenge, Bauart, Aufstellort und Tätigkeit.
Fachkunde und Vorschriften – Stand Oktober 2026
Die Anforderungen für bestimmte Tätigkeiten an Kälteanlagen und Wärmepumpen sind insbesondere geregelt durch:
- Verordnung (EU) 2024/573: Fluorierte Treibhausgase, unter anderem Anforderungen an Emissionsvermeidung und Zertifizierung.
- Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215: Zertifizierungsanforderungen für definierte Tätigkeiten, einschließlich Anlagen mit bestimmten alternativen Kältemitteln.
- Chemikalien-Klimaschutzverordnung: Deutsche Durchführungsvorschriften in der seit 17. April 2026 geltenden Neufassung.
- Betriebssicherheitsverordnung, Anhang 2: Prüfanforderungen für einschlägige überwachungsbedürftige Anlagen einschließlich Kälte- und Wärmepumpenanlagen.
Ausbildungsregel: Der Kurs vermittelt Theorie, keine Berechtigung zur Arbeit am Kältekreis. Installation, Eingriffe, Reparatur, Rückgewinnung und andere geregelte Tätigkeiten setzen die jeweils erforderlichen Qualifikationen, Zertifikate und betrieblichen Voraussetzungen voraus. Ausnahmen und Tätigkeiten unter Aufsicht sind rechtlich gesondert zu beurteilen.
Bei einem Sicherheitsverdacht: Folge den betrieblichen Alarm- und Notfallanweisungen, halte Abstand, vermeide eigene Eingriffe und informiere zuständige Fachpersonen. Bei akuter Gefahr gelten die betrieblichen Notfallverfahren und gegebenenfalls die Alarmierung der Einsatzkräfte.
Hinweis: Gesetze und technische Regeln können sich ändern. Vor echten Arbeiten sind ihre dann geltenden Fassungen und die Herstellerunterlagen verbindlich zu prüfen.
Vertiefung: Das log-p-h-Diagramm

Im Log-p-h-Diagramm wird ein Kälteprozess mithilfe von Druck und spezifischer Enthalpie dargestellt.
Beobachtungsauftrag: Suche im dargestellten Modell die Bereiche für Verdichtung, Wärmeabgabe, Entspannung und Wärmeaufnahme.
Für Fortgeschrittene: Die Abbildung zeigt ein Beispiel für R290, keine allgemeingültigen Anlagen-Sollwerte. Übertrage die Darstellung nicht ungeprüft auf andere Kältemittel oder Betriebsbedingungen.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Was geschieht im Verdampfer? (Das Kältemittel nimmt Wärme auf) (!Das Kältemittel wird mechanisch verdichtet) (!Das Heizungswasser wird direkt entspannt) (!Der elektrische Strom wird gespeichert)
Was ist die Hauptaufgabe des Verdichters? (Er erhöht Druck und Temperatur des Kältemitteldampfes) (!Er senkt den Druck des Kältemittels) (!Er verteilt Trinkwasser im Gebäude) (!Er ersetzt den Heizkreis)
Was geschieht im Verflüssiger eines üblichen unterkritischen Heizkreises? (Das Kältemittel gibt Wärme ab und kondensiert) (!Das Kältemittel nimmt Umweltwärme auf) (!Das Kältemittel wird durch die Drosselung entspannt) (!Das Kältemittel wird elektrisch geladen)
Welche Aufgabe übernimmt das Expansionsventil? (Es reduziert den Druck des Kältemittels) (!Es erhöht mechanisch den Gasdruck) (!Es erzeugt elektrische Energie) (!Es erhitzt das Heizungswasser direkt)
Welche Aussage über eine Wärmepumpe ist richtig? (Sie nutzt Umweltwärme und Antriebsenergie) (!Sie erzeugt Wärme ohne Energiezufuhr) (!Sie benötigt grundsätzlich keine Wärmequelle) (!Sie wandelt ausschließlich Strom direkt in Wärme um)
Was bedeutet ein COP von 4 im betrachteten Betriebspunkt? (Pro Einheit elektrischer Leistung werden vier Einheiten Heizleistung bereitgestellt) (!Die Außentemperatur beträgt immer vier Grad) (!Vier Verdichter müssen gleichzeitig laufen) (!Die Anlage benötigt viermal mehr Strom als sie Wärme liefert)
Was begünstigt unter sonst gleichen Bedingungen häufig die Effizienz einer Wärmepumpe? (Eine niedrigere erforderliche Heizkreisvorlauftemperatur) (!Eine möglichst hohe Vorlauftemperatur) (!Ein grundsätzlich ausgeschalteter Verdichter) (!Eine beliebig große Temperaturdifferenz)
Welche Aussage zur Trinkwarmwasserhygiene ist richtig? (Temperaturänderungen müssen hygienisch fachkundig bewertet werden) (!Eine pauschale Absenkung auf beliebige Temperaturen ist immer sicher) (!Hygiene spielt bei Wärmepumpen keine Rolle) (!Legionellen werden ausschließlich durch den Verdichter beeinflusst)
Welche Aussage trifft auf Propan als Kältemittel zu? (Propan ist brennbar) (!Propan ist grundsätzlich nicht brennbar) (!Propan ist ein elektrischer Leiter im Heizkreis) (!Propan besitzt unter allen Bedingungen keinen Druck)
Wie verhältst Du Dich als Auszubildender bei Verdacht auf eine Störung des Kältekreises? (Du dokumentierst zulässige Beobachtungen und informierst die verantwortliche Fachkraft) (!Du öffnest eigenständig eine Kältemittelleitung) (!Du lässt vorsorglich Kältemittel ab) (!Du überbrückst eine Sicherheitseinrichtung)
Memory
| Verdampfer | Umweltwärme aufnehmen |
| Verdichter | Gasdruck erhöhen |
| Verflüssiger | Heizwärme abgeben |
| Expansionsventil | Druck absenken |
| COP | Verhältnis von Heizleistung zu elektrischer Leistung |
| Legionellen | Hygienerisiko bei ungeeigneten Trinkwasserbedingungen |
| R290 | Brennbares Kältemittel Propan |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Thema |
|---|---|
| Verdampfen | Wärmeaufnahme |
| Verdichten | Druckerhöhung |
| Verflüssigen | Wärmeabgabe |
| Entspannen | Druckabsenkung |
| Abtauen | Entfernung von Reifbildung |
| Dokumentieren | Festhalten von Beobachtungen |
Kreuzworträtsel
| VERDAMPFER | Welcher Wärmeübertrager nimmt im Kältekreis Umweltwärme auf? |
| VERDICHTER | Welches Bauteil erhöht den Druck des Kältemitteldampfes? |
| KONDENSATOR | Wie heißt der Wärmeübertrager auch, in dem Kältemitteldampf kondensiert? |
| EXPANSIONSVENTIL | Welches Bauteil senkt den Kältemitteldruck durch Drosselung? |
| PROPAN | Wie heißt das brennbare Kältemittel mit der Kennzeichnung R290? |
| LEGIONELLEN | Welche Bakterien können bei ungünstigen Bedingungen in Trinkwasserinstallationen zum Problem werden? |
LearningApps
Hinweis: Dies ist eine thematische LearningApps-Suche, keine als fachlich geprüft ausgewiesene Einzelanwendung. Prüfe gefundene Anwendungen vor dem Unterricht auf sachliche Richtigkeit und Medienrechte.
Lückentext
Offene Aufgaben
Bearbeite die Aufgaben digital, auf Papier oder in Deiner Lerngruppe. Alle Arbeiten an echten Anlagen bleiben auf gefahrlose Beobachtung und freigegebene Dokumentation beschränkt.
Leicht
- Vier-Stationen-Poster: Erstelle ein farbiges Plakat mit vier Bauteilen, Druckniveaus und Energiepfeilen.
- Bildbeschreibung: Wähle eine der Commons-Grafiken und erläutere anhand des Bildes, wo Wärme aufgenommen und abgegeben wird.
- Erklärvideo: Drehe ein 60-Sekunden-Video mit einem selbst gezeichneten, unbewegten Kältekreisschema.
- Lernkarten: Gestalte acht Begriffskarten mit kurzen fachlich korrekten Erklärungen.
Standard
- Energieflussmodell: Zeichne die Energieflüsse für 6 kW Heizleistung und 1,5 kW elektrische Leistung und erläutere die Berechnung.
- Gebäudevergleich: Vergleiche Fußbodenheizung und Heizkörper in einem digitalen Gebäudemodell bezüglich des erforderlichen Temperaturniveaus.
- Diagnoseprotokoll: Werte die simulierten Anzeigen zur Abtauung aus und formuliere drei sinnvolle Beobachtungspunkte.
- Hygieneinformation: Gestalte für einen fiktiven Gebäudebetreiber eine Infokarte zum Spannungsfeld von Energieeinsparung und Trinkwasserhygiene.
Schwer
- Systemoptimierung: Entwickle drei mögliche Maßnahmen zur Senkung der erforderlichen Heizkreisvorlauftemperatur und erläutere deren Voraussetzungen.
- Sicherheitsvergleich: Vergleiche R290, R744 und R717 bezüglich Brennbarkeit, Druck und Gesundheitsgefahren anhand fachlicher Quellen.
- Prozessanalyse: Interpretiere das gezeigte log-p-h-Diagramm und erkläre, weshalb kein allgemeiner Kältemittel-Sollwert daraus abgeleitet werden darf.
- Lernprojekt: Erstelle ein interaktives Erklärmodell mit vier Stationen, drei gestuften Hilfen und begründetem Feedback. Dokumentiere Deine Quellen und deren Nutzungsrechte.


Lernkontrolle
Hier geht es um das Verstehen und Übertragen, nicht nur um auswendig gelernte Fachbegriffe.
- Energieerhaltung: Ein Lernender behauptet, eine Wärmepumpe erzeuge aus 1 kW Strom ohne weitere Energiezufuhr 4 kW Wärme. Erkläre den Denkfehler mit einer Energiebilanz.
- Verdichter: Begründe, weshalb die Verdichtung des Kältemitteldampfes notwendig ist, um Wärme an einen wärmeren Heizkreis abzugeben.
- Vorlauftemperatur: Erkläre, warum die Absenkung einer unnötig hohen Vorlauftemperatur die Effizienz verbessern kann und weshalb die Gebäudeheizung trotzdem ausreichend dimensioniert sein muss.
- Trinkwasserhygiene: Beurteile einen Vorschlag zur pauschalen Warmwasser-Temperaturabsenkung. Formuliere die Informationen, die vor einer fachlichen Entscheidung benötigt werden.
- Diagnose: Bewerte, ob Reifbildung am Außengerät automatisch einen Kältemittelverlust beweist. Unterscheide Beobachtung, mögliche Ursache und sichere nächste Schritte.
- Arbeitssicherheit: Ein Kollege fordert Dich auf, ohne Qualifikationsprüfung eine Verbindung am Kältekreis zu lösen. Erkläre, wie Du reagierst und welche Gefährdungen und Regeln zu beachten sind.
Lernnachweis
Für Deinen Lernnachweis stellst Du eine kleine digitale Lernmappe oder ein Poster mit mündlicher Erläuterung zusammen.
- Anlagenschema: Alle vier Stationen sind in richtiger Reihenfolge und mit passenden Energieflüssen dargestellt.
- Prozessverständnis: Du erklärst Verdampfen, Verdichten, Verflüssigen und Entspannen fachlich korrekt.
- Energiebilanz: Du berechnest im Beispiel Umweltwärme und COP mit korrekten Einheiten und deutest das Ergebnis.
- Gebäudebezug: Du vergleichst zwei Heizsysteme im Hinblick auf die erforderliche Vorlauftemperatur.
- Hygienebewertung: Du begründest, weshalb die Trinkwasserhygiene nicht durch eine pauschale Energieeinsparmaßnahme gefährdet werden darf.
- Diagnosekompetenz: Du trennst Beobachtungen von Schlussfolgerungen und erkennst die Grenze Deiner Handlungskompetenz.
- Sicherheit und Quellen: Du benennst zentrale Kältemittelrisiken, verweist auf zuständige Fachpersonen und dokumentierst mindestens zwei verlässliche fachliche Quellen.
Bewertungsmaßstab: Fachliche Richtigkeit, nachvollziehbare Begründung, sichere Entscheidungen, verständliche Darstellung und korrekte Quellenangaben.
OERs zum Thema
Wikipedia: Wärmepumpe
Weitere freie Einstiegspunkte:
Fachlich geprüfte Informationsquellen
- Umweltbundesamt – Umgebungswärme und Wärmepumpen: Funktionsweise, Umweltwärme und Energiebilanzen.
- Umweltbundesamt – Wärmepumpen und natürliche Kältemittel: Kältemittelauswahl und Klimawirkungen.
- Umweltbundesamt – Trinkwarmwasserkonzepte: Effizienz und Hygiene.
- DVGW – Vermeidung von Legionellen im Trinkwasser: Trinkwasserhygiene und Temperaturführung.
- EUR-Lex – Verordnung (EU) 2024/573: F-Gase und Zertifizierung.
- EUR-Lex – Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215: Zertifizierung und natürliche Kältemittel.
- Gesetze im Internet – ChemKlimaschutzV: Deutsche Rechtslage ab April 2026.
- Gesetze im Internet – Betriebssicherheitsverordnung: Relevante Druckanlagen und Prüfungen.
Prüfstand: 9. Oktober 2026. Die Texte des Kurses sind eine didaktische Einführung und ersetzen weder verbindliche Fachregeln noch betriebliche Unterweisungen.
Bildquellen und Medienrechte
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