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Ladeinfrastruktur für Elektromobilität – Ladeinfrastruktur nach Nutzung unterscheiden

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Ladeinfrastruktur für Elektromobilität – Ladeinfrastruktur nach Nutzung unterscheiden

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Ladeinfrastruktur für Elektromobilität – Ladeinfrastruktur nach Nutzung unterscheiden

Zielgruppe: Berufliche Ausbildung – Elektrotechnik, Fahrzeugtechnik und Gebäudetechnik

Lernformat: 6 kurze Lerneinheiten, Praxisfall, interaktive Übungen und Lernkontrolle

Bearbeitungszeit: ca. 90–120 Minuten

Fachlicher Stand: 9. Oktober 2026

Dein Lernziel: Du kannst Ladeinfrastruktur nach privater, betrieblicher und öffentlich zugänglicher Nutzung unterscheiden, einfache Anlagenmodelle lesen, Energiebedarfe abschätzen und Sicherheitsentscheidungen begründen.

Sicherheitsgrenze: Hochvoltsysteme, Traktionsbatterien und PV-Gleichspannungsbereiche behandelst Du ausschließlich theoretisch oder in einem geeigneten sicheren Simulator. Du arbeitest nicht an offenen oder unter Spannung stehenden Anlagen. Der Kurs ersetzt weder eine elektrotechnische Qualifikation noch eine betriebliche Arbeitsfreigabe und stellt keine Befähigungsbescheinigung dar.


Einleitung

Wo ein Elektrofahrzeug geladen wird, ist weniger entscheidend als die Frage: Wer darf den Ladepunkt nutzen?

Ein Ladepunkt auf privatem Firmengelände kann öffentlich zugänglich sein. Eine Ladestation auf einem Mitarbeiterparkplatz kann dagegen nicht öffentlich zugänglich sein.

Die Unterscheidung beeinflusst Ladeinfrastruktur, Elektroinstallation, Lastmanagement, Abrechnung, Arbeitssicherheit und Betreiberpflichten.

Merksatz: Nutzung und Zugang bestimmen die Einordnung – nicht allein Eigentum, Bauform oder Ladeleistung.


Lerneinheit 1: Ladeinfrastruktur nach Nutzung unterscheiden

Lernzeit: 10 Minuten


Drei Nutzungsbereiche

Bereich Typischer Standort Zugangsregel
Privat Einfamilienhaus, private Garage Haushalt oder individuell berechtigte Personen
Betrieblich, nicht öffentlich Abgeschlossener Mitarbeiter- oder Flottenparkplatz Festgelegter Personenkreis
Öffentlich zugänglich Supermarkt, Kundenparkplatz, öffentliches Parkhaus Allgemeinheit, gegebenenfalls mit Zugangsbedingungen


Bild A: Privat laden

Eine Wallbox an einem Privathaus.

Beobachte: Für wen ist der Stellplatz vorgesehen?


Bild B: Eine Wallbox kann auch öffentlich zugänglich sein

Ladestation auf einem Einkaufszentrumsparkplatz.

Wichtig: Nicht die Bauform entscheidet über die Öffentlichkeit, sondern der tatsächliche Zugang.

Mini-Aufgabe: Begründe, warum zwei ähnlich aussehende Wallboxen rechtlich unterschiedlich eingeordnet werden können.

Quellen: Bundesnetzagentur – öffentliche Zugänglichkeit und § 2 Ladesäulenverordnung 2026.


Lerneinheit 2: AC und DC verstehen

Lernzeit: 10 Minuten


Ladearten und Stecksysteme

Links: CCS Combo 2. Rechts: Typ 2.

Merkmal AC-Laden DC-Laden
Stromart Wechselstrom Gleichstrom
Gleichrichtung In der Regel im Fahrzeug In der Ladestation
Typischer Anschluss in Europa Typ 2 CCS Combo 2
Häufige Verwendung Zuhause, Arbeitsstätte, öffentliches Normalladen Öffentliches Schnellladen, Flotten und Ladehubs

CCS-Stecker für DC-Laden.

Merke: AC und DC beschreiben die Ladetechnik. Privat, betrieblich und öffentlich beschreiben die Nutzung. Beide Einteilungen sind voneinander unabhängig.


Video: Laden mit Wallbox oder Steckdose?

Beobachtungsfrage: Warum sollte eine Ladeeinrichtung passend zur geplanten Nutzung ausgewählt und fachgerecht beurteilt werden?

Sicherheit: Das Video ist eine Lernquelle, keine Anleitung zur eigenständigen Elektroinstallation.


Lerneinheit 3: Anlagen- und Gebäudemodelle lesen

Lernzeit: 15 Minuten


Vereinfachtes Anlagenschema

Energiepfad – ausschließlich schematisch
Elektrisches Versorgungsnetz
↓
Netzanschluss und Messkonzept
↓
Verteilung mit fachgerecht geplantem Schutzkonzept
↓
Ladestation und gegebenenfalls Lastmanagement
↓
Elektrofahrzeug

Das Modell zeigt Funktionsbereiche, keine Verdrahtung oder ausführbare Installationsanleitung.


Modell 1: Wohngebäude

Gebäudebereich Vereinfachte Infrastruktur Schwerpunkt
Wohnhaus Hausanschluss → Messung → Ladeinfrastruktur Haushalts- und Ladebedarf
Private Garage Wallbox → Fahrzeug Zugangsberechtigung
Optionale PV-Anlage Energiemanagement → AC-Ladung Eigenverbrauch und Steuerung

Achtung: PV-Generatoren und deren DC-Stromkreise werden hier nur theoretisch betrachtet.


Modell 2: Ausbildungsbetrieb

Gebäudebereich Ladeinfrastruktur Zugangsregel
Werkstatt Betriebsinterne Ladepunkte Autorisiertes Personal
Mitarbeiterparkplatz AC-Wallboxen Festgelegte Mitarbeitende
Kundenparkplatz Öffentlich angebotener Ladepunkt Allgemeiner Kundenzugang
Energiezentrale Messung und Lastmanagement Betriebsverantwortung

Denkfrage: Warum können auf demselben Betriebsgelände zwei verschiedene Nutzungsarten vorliegen?


Modell 3: Öffentlich zugänglicher Ladeplatz

Beispiel einer öffentlich zugänglichen Ladeanlage auf einem Supermarktparkplatz.

Funktionsbereich Aufgabe
Ladetechnik Energie bereitstellen
Zugang und Bezahlung Ladevorgang ermöglichen
Betreiberplattform Status und Betriebsdaten verwalten
Betriebsüberwachung Störungen erkennen und bearbeiten


Energie und Kommunikation

Schematische Darstellung von Energie- und Kommunikationsverbindungen. Quelle: MarcoBalo, Wikimedia Commons, CC0.


Video: Lastmanagement

Beobachtungsfrage: Wie kann Lastmanagement verhindern, dass die vorgesehene Gesamtleistung überschritten wird?


Lerneinheit 4: Regeln und Betreiberpflichten

Lernzeit: 15 Minuten

Die folgenden Vorschriften beziehen sich auf Deutschland. Vor einer realen Planung müssen die jeweils geltenden Fassungen, örtlichen Anschlussbedingungen und betrieblichen Freigaben geprüft werden.

Regelwerk Wofür ist es wichtig?
NAV § 19 Ladeeinrichtungen sind vor Inbetriebnahme beim Netzbetreiber mitzuteilen. Übersteigt die Summen-Bemessungsleistung 12 kVA je elektrischer Anlage, ist zusätzlich dessen vorherige Zustimmung erforderlich.
EnWG § 14a Regelungen für bestimmte steuerbare, nicht öffentlich zugängliche Ladeeinrichtungen mit mehr als 4,2 kW Netzanschlussleistung; Anwendungs- und Bestandsregelungen prüfen.
LSV 2026 Technische Anforderungen und Anzeigepflichten öffentlich zugänglicher Ladepunkte.
AFIR Europäische Anforderungen, insbesondere zum öffentlichen Ad-hoc-Laden und zur Preistransparenz.
GEIG Gebäudeabhängige Anforderungen an Leitungsinfrastruktur und Ladepunkte; Stellplatzzahlen, Gebäudenutzung und Ausnahmen prüfen.
DIN VDE 0100-722 Elektrotechnische Anforderungen an Stromkreise zur Versorgung von Elektrofahrzeugen; aktuelle Normausgabe durch Fachpersonal prüfen.

Besonderheit der LSV: Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine neue Ladesäulenverordnung. Nach § 4 sind öffentlich zugängliche Ladepunkte spätestens zwei Wochen nach Inbetriebnahme elektronisch bei der Bundesnetzagentur anzuzeigen. Ein rein privater Ladepunkt ist dort nicht anzeigepflichtig.

GEIG-Beispiele: Bei einem neu errichteten Wohngebäude mit mehr als fünf entsprechenden Stellplätzen ist grundsätzlich Leitungsinfrastruktur für jeden Stellplatz vorgesehen. Für neu errichtete Nichtwohngebäude mit mehr als sechs entsprechenden Stellplätzen gelten andere Anforderungen. Ausnahmen und den Anwendungsbereich immer mitprüfen.


Video: Öffentlich laden

Denkfrage: Welche Bedeutung haben Zugang, Standort und Ladeangebot für Menschen ohne eigene Garage?


Lerneinheit 5: Sicherheit, Diagnose und Qualifikation

Lernzeit: 10 Minuten

Bei Ladeinfrastruktur treffen Gebäudeinstallation, Ladegerät, Fahrzeug und digitale Steuerung aufeinander.

Sicherheitsregeln für diesen Kurs:

  1. Sichtprüfung: Nur von außen und ohne Eingriff beurteilen. Beschädigte Betriebsmittel nicht verwenden.
  2. Gefährdungsbeurteilung: Gefahren erkennen, melden und sichere Maßnahmen durch zuständige Personen veranlassen.
  3. Elektrofachkraft: Arbeiten an elektrischen Anlagen erfordern die jeweils notwendige fachliche Qualifikation, Zuständigkeit und Freigabe.
  4. Hochvoltsystem: Fahrzeug-Hochvoltqualifikation ist nicht mit der Qualifikation für Gebäudeinstallationen gleichzusetzen.
  5. Simulation: Fehlerdiagnosen erfolgen anhand von Anzeigen, Dokumentation oder sicheren virtuellen Modellen.

Nicht Bestandteil des Kurses: Öffnen von Fahrzeugbatterien, Arbeiten an Hochvoltleitungen, PV-DC-Eingriffe, Verdrahtung offener Ladeeinrichtungen, Arbeiten unter Spannung oder eigenständige Inbetriebnahmen.

Die DGUV Information 209-093 betrifft Qualifikationen für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen. Für Gebäudeinstallationen sind gesondert die einschlägigen elektrotechnischen Anforderungen maßgeblich. Die konkret erforderlichen Qualifikationen und Fachfreigaben sind für den jeweiligen Auftrag aktuell zu prüfen.


Video: Steuerbare Wallbox

Hinweis: Vergleiche die Aussagen des Videos mit den aktuellen Vorgaben der Bundesnetzagentur. Ältere Videos bilden spätere Rechtsänderungen nicht unbedingt ab.


Lerneinheit 6: Ausbildungsfall – Ladepark am Autohaus

Lernzeit: 20 Minuten


Der Auftrag

Du unterstützt in einem simulierten Ausbildungsprojekt die Planung eines Autohauses.

Standort Ladesituation Vorgabe
A – Wohnhaus Eine 11-kW-Wallbox am privaten Wohnhaus Zugang nur für den Haushalt
B – Betriebsparkplatz Zwei AC-Wallboxen mit jeweils 11 kW Nennleistung Nur Mitarbeitende; modellhaft 14 kW gleichzeitig für diesen Teilbereich verfügbar
C – Kundenparkplatz Ein AC-Ladepunkt mit 22 kW Nennleistung Für die Allgemeinheit während der Öffnungszeiten angeboten

Die Zahlen sind didaktische Modellwerte. Sie ersetzen keine Anschluss- oder Lastberechnung einer Elektrofachkraft.


Fall A: Nutzung zuordnen – Basis

Ordne A, B und C einer Nutzungsart zu.

Leitfrage: Wer darf jeweils laden?


Fall B: Energie berechnen – Anwendung

Ein Fahrzeug lädt im theoretischen Idealmodell mit konstanter Leistung von 11 kW über drei Stunden.

Modellformel: Energie = Leistung × Zeit.

Gesucht: Welche Energiemenge ergibt sich?

Für Standort B sollen anschließend beide 11-kW-Ladestationen gleichzeitig laden. Die verfügbare Gesamtleistung des Teilbereichs beträgt im Modell 14 kW.

Prüfe: Welche Aufgabe hat ein Lastmanagement? Welche ideale Energiemenge könnte in zwei Stunden bei durchgehend 14 kW insgesamt bereitgestellt werden?


Fall C: Diagnoseentscheidung – Transfer

Im sicheren Simulator wird für Standort C folgende Meldung angezeigt:

Störung: Ladekabel äußerlich beschädigt. Ladebetrieb nicht freigegeben.

Entscheide, wie Du reagierst. Berücksichtige die Rolle des Betreibers, die dokumentierte Störung und die erforderliche Fachfreigabe.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Denke nach

Fall A: Frage nach dem erlaubten Personenkreis.

Fall B: Vergleiche die Summe angeforderter Ladeleistungen mit der modellhaft verfügbaren Leistung.

Fall C: Überlege, ob ein beschädigtes Betriebsmittel weiterbenutzt werden darf.

Hilfe 2 – Lösungsweg

Fall A: Haushalt, festgelegte Mitarbeitende und Allgemeinheit sind drei verschiedene Zugangssituationen.

Fall B: Rechne zuerst 11 kW × 3 h. Für den Betriebsparkplatz vergleiche 22 kW angeforderte mit 14 kW verfügbaren Ladeleistung.

Fall C: Entscheide nach dem Grundsatz Gefährdung vermeiden, Störung dokumentieren und verantwortliche Stelle informieren.

Hilfe 3 – Musterlösung

Fall A: A privat, B betrieblich nicht öffentlich, C öffentlich zugänglich.

Fall B: 33 kWh im ersten Idealmodell. Am Betriebsparkplatz ist die angeforderte Leistung mit 22 kW höher als die verfügbaren 14 kW. Bei geeigneter Steuerung wäre beispielsweise eine gleichmäßige rechnerische Zuteilung von je 7 kW möglich. In zwei Stunden ergeben sich insgesamt maximal 28 kWh im konstanten Idealmodell.

Fall C: Keine weitere Nutzung veranlassen. Gefahrenstelle nach betrieblichem Verfahren sichern lassen, Störung dokumentieren und Betreiber beziehungsweise zuständige Fachperson informieren. Keine eigenständige Reparatur oder Öffnung.


Begründetes Feedback zum Ausbildungsfall

Niveau Richtige Entscheidung Begründung
Basis Nutzungsart nach Zugang bestimmen Derselbe Eigentümer kann öffentliche und nicht öffentliche Ladepunkte betreiben.
Anwendung Leistungsbedarf mit Verfügbarkeit vergleichen Lastmanagement kann die Ladeleistung koordinieren, statt die verfügbare Grenze unkontrolliert zu überschreiten. Die real geladene Energie hängt zusätzlich von Fahrzeug, Regelung und Verlusten ab.
Transfer Beschädigten Ladepunkt nicht weiterverwenden Nutzersicherheit und die Zuständigkeit qualifizierter Personen haben Vorrang vor der Fortsetzung des Ladebetriebs.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Nutzung liegt bei einem allgemein zugänglichen Ladepunkt auf einem Supermarktparkplatz vor? (Öffentlich zugänglich) (!Privat) (!Nur betrieblich) (!Ausschließlich für Beschäftigte)




Wie ist ein nur für festgelegte Mitarbeitende nutzbarer Firmenladepunkt grundsätzlich einzuordnen? (Betrieblich und nicht öffentlich) (!Öffentlich wegen des Firmengrundstücks) (!Privat im eigenen Haushalt) (!Öffentlich wegen seiner Ladeleistung)




Welche Ladeinfrastruktur ist typisch für die Nutzung im eigenen Haushalt? (Private Wallbox) (!Allgemein zugänglicher Kundenladepark) (!Öffentliche Autobahnschnellladestation) (!Öffentlicher Ladehub)




Was bestimmt vorrangig die öffentliche Zugänglichkeit einer Ladestation? (Der berechtigte Nutzerkreis) (!Die Farbe des Gehäuses) (!Die Ladeleistung allein) (!Die Bauform der Ladestation)




Wo erfolgt beim üblichen DC-Schnellladen die Gleichrichtung? (In der Ladestation) (!Ausschließlich im Haushaltszähler) (!Im Parkscheinautomaten) (!Im Abrechnungssystem)




Wie viel Energie ergibt sich im Idealmodell bei 11 kW über drei Stunden? (33 kWh) (!11 kWh) (!14 kWh) (!44 kWh)




Warum benötigt der Betriebsparkplatz im Modell bei zwei angeforderten 11-kW-Ladevorgängen und nur 14 kW verfügbarer Gesamtleistung ein Lastmanagement? (Weil die angeforderte Gesamtleistung die verfügbare Leistung überschreitet) (!Weil Gleichstrom immer verboten ist) (!Weil jede Wallbox öffentlich sein muss) (!Weil ein Ladepunkt keinen Strom messen kann)




Was verlangt die Niederspannungsanschlussverordnung grundsätzlich vor der Inbetriebnahme einer Ladeeinrichtung? (Die Mitteilung an den Netzbetreiber) (!Die Veröffentlichung einer Werbeanzeige) (!Die Anmeldung bei der Führerscheinstelle) (!Den Austausch jeder Fahrzeugbatterie)




Welche Möglichkeit ist nach den einschlägigen AFIR-Regeln an öffentlich zugänglichen Ladepunkten für Nutzende vorgesehen? (Ad hoc laden ohne vorherigen Vertrag) (!Ausschließlich Laden mit Jahresabo) (!Ausschließlich Laden durch Beschäftigte) (!Immer kostenloses Laden)




Wie reagierst Du auf ein im Simulator als beschädigt gemeldetes Ladekabel? (Nutzung unterlassen und zuständige Stelle informieren) (!Das Kabel eigenständig öffnen) (!Die Warnung ignorieren) (!Die Sicherheitsfunktion überbrücken)





Feedback zum Quiz

Begründungen zu den Antworten

Frage Warum ist die erste Antwort richtig?
1 Supermarktparkplätze sind typischerweise allgemein zugänglich.
2 Mitarbeitende bilden einen festgelegten Personenkreis.
3 Die private Wallbox dient dem häuslichen Laden.
4 Zugang und Nutzungsbedingungen sind entscheidend, nicht das Gehäuse.
5 Bei DC-Ladestationen findet die Gleichrichtung typischerweise außerhalb des Fahrzeugs statt.
6 Im Idealmodell gilt 11 × 3 = 33 kWh.
7 Die angeforderten 22 kW übersteigen die modellhaft verfügbaren 14 kW.
8 Nach § 19 NAV sind Ladeeinrichtungen vor Inbetriebnahme mitzuteilen; gegebenenfalls ist zusätzlich Zustimmung erforderlich.
9 Die AFIR sieht öffentliches Ad-hoc-Laden vor und regelt die dafür angebotenen Zahlungsmöglichkeiten.
10 Ein beschädigtes Betriebsmittel darf nicht einfach weiterbetrieben werden.


Memory

Privatgarage Häuslicher Ladeplatz
Mitarbeiterparkplatz Festgelegter Personenkreis
Supermarktparkplatz Allgemeiner Kundenzugang
AC-Ladestation Wechselstromübergabe
DC-Schnelllader Gleichrichtung in der Station
Lastmanagement Steuerung der Ladeleistungsverteilung
GEIG Gebäudegebundene Ladevorbereitung
AFIR Europäische Regeln zum öffentlichen Laden





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Privat Wallbox am Einfamilienhaus
Betrieblich Ladebereich für Mitarbeitende
Öffentlich Allgemein zugänglicher Kundenparkplatz
Statisches Lastmanagement Fest vorgegebene Ladeleistungsgrenze
Dynamisches Lastmanagement Anpassung an den aktuellen Gebäudeverbrauch





Kreuzworträtsel

Wallbox Wie heißt eine häufig wandmontierte Ladeeinrichtung?
Zugang Welcher Aspekt entscheidet wesentlich über die öffentliche Einordnung?
Firmenflotte Wie nennt man die Gesamtheit betrieblicher Fahrzeuge?
Lastmanagement Welches System verteilt die verfügbare Ladeleistung?
Gleichstrom Welche Stromart wird beim DC-Laden bereitgestellt?
Netzbetreiber Wem sind Ladeeinrichtungen nach der NAV vor ihrer Inbetriebnahme mitzuteilen?





LearningApps

Die Einbindung führt zur thematischen Suche auf LearningApps und behauptet nicht, dass bereits eine bestimmte passende LernApp vorhanden ist.


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei der Unterscheidung von Ladeinfrastruktur ist der berechtigte

wesentlich.
Eine Ladeeinrichtung im eigenen Haushalt wird meist als

eingeordnet.
Ein exklusiver Ladeplatz für Mitarbeitende ist grundsätzlich nicht

zugänglich.
Eine allgemein zugängliche Ladestation auf einem Kundenparkplatz gilt als

zugänglich.
Beim AC-Laden wird dem Fahrzeug

bereitgestellt.
Beim üblichen DC-Laden erfolgt die Gleichrichtung in der

.
Zur Steuerung gleichzeitig stattfindender Ladevorgänge dient das

.
Die elektrische Leistung wird häufig in

angegeben.
Die geladene Energiemenge wird häufig in

angegeben.
Ladeeinrichtungen müssen vor Inbetriebnahme dem

mitgeteilt werden.
Das Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz wird als

abgekürzt.
Beschädigte Ladebetriebsmittel dürfen nicht einfach weiter

werden.




Offene Aufgaben

Bearbeite die Aufgaben vom Basisniveau über die Anwendung bis zum Transfer. Verwende ausschließlich Bilder, Pläne, Dokumentationen und sichere Simulationen.


Leicht – Basisaufgaben

  1. Ladeinfrastruktur: Erstelle drei Bildkarten für privates, betriebliches und öffentlich zugängliches Laden. Begründe jede Zuordnung anhand des Nutzerkreises.
  2. Wallbox: Zeichne ein vereinfachtes Gebäudemodell mit Wohnhaus, Garage und Ladestation. Kennzeichne nur Funktionsbereiche.
  3. Ladestecker: Erstelle eine Vergleichskarte zu Typ 2 und CCS Combo 2. Erläutere deren typische Verwendung.
  4. Elektrische Energie: Berechne die ideale Energiemenge für einen Modellladevorgang mit 7 kW über vier Stunden und erläutere den Unterschied zwischen Leistung und Energie.


Standard – Anwendungsaufgaben

  1. Lastmanagement: Vergleiche in einem Tabellenmodell drei gleichzeitig angeforderte Ladevorgänge mit einer begrenzten Gesamtleistung. Entwickle eine nachvollziehbare Verteilungsstrategie.
  2. Gebäudetechnik: Erstelle ein Anlagenschema für einen Betrieb mit internen und öffentlich zugänglichen Ladepunkten. Kennzeichne Messung, Steuerung und Zugangsbereiche.
  3. Fehlerdiagnose: Entwirf drei ungefährliche Simulator-Meldungen und formuliere jeweils eine sichere erste Reaktion sowie die zuständige Ansprechperson.
  4. Niederspannungsanschlussverordnung: Vergleiche die Mitteilungs- und Zustimmungspflichten bei zwei fiktiven Ladeprojekten mithilfe des aktuellen § 19 NAV.


Schwer – Transferaufgaben

  1. Ladeinfrastruktur: Entwickle ein Konzept, wie ein bisher rein betrieblicher Ladeplatz für die Allgemeinheit geöffnet werden könnte. Untersuche die daraus folgenden Betreiberpflichten.
  2. Abrechnung: Vergleiche betriebliche Ladekostenzuordnung und öffentliches Ad-hoc-Laden. Begründe die Anforderungen an Nutzerinformation und Transparenz.
  3. Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz: Analysiere zwei fiktive Neubauten mit unterschiedlichen Nutzungen und Stellplatzzahlen. Prüfe GEIG-Anwendungsbereich, Ausnahmen und Anforderungen anhand des Gesetzes.
  4. Arbeitssicherheit: Erstelle eine Verantwortungsmatrix für Planung, Betrieb, Sichtkontrolle, Störungsmeldung und fachliche Prüfung. Trenne dabei elektrotechnische Qualifikation, Fahrzeug-Hochvoltqualifikation und betriebliche Arbeitsfreigaben.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zugangsregelung: Ein Unternehmen bietet Beschäftigten und Kunden Ladeplätze auf demselben Gelände an. Analysiere zwei mögliche Einordnungen und begründe sie rechtlich.
  2. Energiebedarf: Ein Betrieb will mehr Ladepunkte installieren, ohne seine verfügbare Anschlussleistung zu überschreiten. Vergleiche zwei organisatorische oder steuerungstechnische Lösungen mit ihren Grenzen.
  3. Fehlerdiagnose: Ein öffentliches Ladegerät meldet eine Störung. Entwirf einen sicheren Ablauf von der Meldung bis zur Übergabe an zuständiges Fachpersonal, ohne selbst technische Eingriffe vorzunehmen.
  4. Gebäudeplanung: Bewerte, warum vorbereitete Leitungsinfrastruktur bei einem Neubau Vorteile für spätere Ladepunkte bringen kann, und beziehe das GEIG ein.
  5. Qualifikation: Erkläre anhand eines Beispielbetriebs, weshalb ein theoretischer Lernkurs, eine elektrotechnische Fachqualifikation und eine konkrete Arbeitsfreigabe unterschiedliche Funktionen haben.
  6. Öffentliche Ladeinfrastruktur: Ein bislang abgeschlossener Mitarbeiterparkplatz soll abends für alle geöffnet werden. Beurteile, welche Informationen und Pflichten neu zu prüfen sind.

Bewertungsmaßstab: Ein guter Lernnachweis enthält eine klare Einordnung, eine nachvollziehbare Begründung, geeignete Fachquellen, realistische Annahmen und das Erkennen der eigenen Zuständigkeitsgrenzen.




Lernnachweis

Dokumentiere Deine Ergebnisse in einer digitalen Lernmappe.

  1. Eine Vergleichstabelle der drei Nutzungsbereiche mit begründeten Zuordnungen.
  2. Ein vereinfachtes Gebäude- oder Anlagenschema ohne ausführbare Verdrahtungsdetails.
  3. Eine nachvollziehbare Modellrechnung für Ladeleistung und Energie.
  4. Die Analyse eines betrieblichen oder öffentlichen Ladefalls.
  5. Eine sichere, begründete Diagnoseentscheidung aus einem Simulator.
  6. Eine Quellenliste mit geprüften rechtlichen und technischen Grundlagen.
  7. Eine persönliche Reflexion über Sicherheitsgrenzen, Zuständigkeiten und erforderliche Fachfreigaben.

Wichtig: Dieser Lernnachweis dokumentiert Lernfortschritt und theoretische Handlungskompetenz. Er ist keine elektrotechnische Befähigungsbescheinigung, keine Hochvoltqualifikation und keine Freigabe zu praktischen Arbeiten.




OERs zum Thema

Wikipedia-Vertiefung: Ladestation für Elektrofahrzeuge

Weitere sinnvolle Lernbereiche sind Elektromobilität, Combined Charging System, IEC 62196 Typ 2 und Lastmanagement.


Geprüfte Fachquellen

Rechtsstand: Oktober 2026. Vor praktischen Projekten immer die aktuell geltenden Vorschriften, technischen Normen, Anschlussbedingungen und betrieblichen Anforderungen prüfen.

  1. Bundesnetzagentur – FAQ zur Elektromobilität: Abgrenzung öffentlich zugänglicher und nicht öffentlich zugänglicher Ladepunkte.
  2. LSV 2026 § 2 und LSV 2026 § 4: Definitionen und Anzeigepflichten.
  3. NAV § 19: Mitteilungs- und Zustimmungserfordernisse gegenüber dem Netzbetreiber.
  4. Bundesnetzagentur – § 14a EnWG: Integration steuerbarer Verbrauchseinrichtungen.
  5. GEIG: Gebäudegebundene Leitungs- und Ladeinfrastruktur.
  6. Verordnung EU 2023/1804 – AFIR: Anforderungen an öffentliches Laden.
  7. DKE – Technischer Leitfaden Ladeinfrastruktur: Technische Orientierung; der Leitfaden ersetzt keine aktuelle Normenprüfung.
  8. DGUV Vorschrift 3: Elektrische Anlagen und Betriebsmittel.
  9. DGUV Information 209-093: Qualifizierung für Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen.


Mediennachweise und Nutzungsrechte

Die folgenden eingebundenen Wikimedia-Commons-Dateien wurden anhand ihrer Dateibeschreibungsseiten und Lizenzangaben ausgewählt.

Medium Urheber Lizenz
Electric car charging.svg Mliu92 CC BY-SA 4.0
Private Wallbox in Funktion.jpg Fährtenleser CC BY-SA 4.0
Wallbox EV charging station at SM J Mall Wide Awake! CC BY 4.0
Vergleich Typ 2 und CCS Paul Sladen CC0 1.0
CCS Charging Plug Danilo Bargen CC BY-SA 4.0
EV charging infrastructure architecture MarcoBalo CC0 1.0
ABB Terra 360 Lidl eCharge Matti Blume CC BY-SA 4.0 als angebotene Lizenz

Hinweise zur Nachnutzung: Urhebernennung, Lizenzlink und gegebenenfalls Hinweise auf Veränderungen sind bei CC-BY- und CC-BY-SA-Dateien zu beachten. Die Quellenlinks führen zu den vollständigen Lizenzinformationen. Die YouTube-Videos werden lediglich von ihren jeweiligen Anbietern eingebettet; eine freie OER-Lizenz dieser Videos wurde nicht nachgewiesen. Sie dürfen nicht ohne gesonderte Rechteprüfung als eigene OER-Dateien weiterverbreitet werden. Verfügbarkeit und Einbettung können sich ändern.


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