Digitale Elektronik und Mikrocontroller – Bits Bytes und Wertebereiche verstehen
Digitale Elektronik und Mikrocontroller – Bits Bytes und Wertebereiche verstehen
Zielgruppe: Ausbildung in Elektronik, Mechatronik, Automatisierungstechnik und IT
Kurzbeschreibung: Du lernst, wie Mikrocontroller Zahlen binär darstellen, welche Wertebereiche verfügbar sind und wie Überläufe entstehen. Ein virtueller Förderbandzähler verbindet Stromlaufbild, Signaldiagramm und Programmierung.
Lernformat: Sechs kurze Lerneinheiten, eine Schaltungssimulation, interaktive Aufgaben und ein praxisbezogener Lernnachweis.
Lernziele: Du kannst Binärzahlen lesen, Wertebereiche berechnen, Überläufe erkennen, passende Datentypen wählen und eine einfache Mikrocontroller-Simulation beurteilen.
Sicherheit: Alle praktischen Übungen erfolgen ausschließlich in Software-Simulationen oder an geeigneten, geprüften und berührungssicheren Schulungsmodellen unter fachlicher Anleitung. Reale Elektroarbeiten dürfen nur entsprechend qualifizierte und beauftragte Personen durchführen. Quizresultate sind ausdrücklich keine Freigabe für Arbeiten an elektrischen Anlagen oder Maschinen.
Einleitung
Ein Mikrocontroller verarbeitet digitale Zustände und Zahlen. Dabei entscheidet die Anzahl der verfügbaren Bits, wie groß ein gespeicherter Wert werden kann.
Ausbildungsfall: Ein virtueller Sensor zählt Werkstücke auf einem Förderband. Bei 255 funktioniert der kleine Zähler noch. Beim nächsten Werkstück entsteht ein Überlauf. Du untersuchst das Problem und entwickelst eine geeignete Lösung.

Abbildung: Arduino-Uno-Mikrocontrollerboard als Grundlage der virtuellen Schaltung.
Lerneinheit 1: Bits und Bytes
Lernzeit: etwa 6 Minuten
Ein Bit hat zwei mögliche Zustände: 0 oder 1. Ein Byte umfasst acht Bits. Mit n Bits lassen sich 2 hoch n unterschiedliche Bitmuster darstellen.

Beispiel: Die Binärzahl 00001101 entspricht dezimal 13.
| Bitposition | 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 | 0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stellenwert | 128 | 64 | 32 | 16 | 8 | 4 | 2 | 1 |
| Bit | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 | 0 | 1 |
Rechenweg: 8 + 4 + 1 = 13.
Merksatz: Bei acht Bits gibt es 256 Muster. Werden ausschließlich nichtnegative ganze Zahlen dargestellt, reichen sie von 0 bis 255.
Basisaufgabe: Bestimme den Dezimalwert von 00101010.
Feedback: Richtig sind 42, denn 32 + 8 + 2 = 42. Verwechsle die Bitpositionen nicht mit ihren Stellenwerten.
Lerneinheit 2: Digitale Signale
Lernzeit: etwa 5 Minuten
Digitale Eingänge unterscheiden logische Zustände wie LOW und HIGH. Die zugehörigen Spannungsbereiche sind vom verwendeten Bauteil abhängig.

Signaldiagramm eines virtuellen Tasters mit internem Pull-up:
Zeit t0 t1 t2 t3 t4 Taster frei Druck frei Druck frei Eingang D2 HIGH LOW HIGH LOW HIGH Zählimpuls - X - X -
Bei der Schaltung wird eine Betätigung durch den Wechsel von HIGH nach LOW erkannt. Das ist die fallende Signalflanke.
Anwendungsaufgabe: Erkläre, weshalb ein dauerhaft gedrückter Taster im Ausbildungsbeispiel nur einmal zählen soll.
Feedback: Die Zählung reagiert auf den Zustandswechsel, nicht auf jede Programmschleife. Ohne Flankenerkennung würde ein langer Tastendruck zahlreiche Werkstücke vortäuschen.
Lerneinheit 3: Wertebereiche verstehen
Lernzeit: etwa 7 Minuten
Ein Datentyp legt fest, wie gespeicherte Bitmuster als Zahlen interpretiert werden.
| Darstellung | Kleinster Wert | Größter Wert |
|---|---|---|
| 8 Bit ohne Vorzeichen | 0 | 255 |
| 8 Bit mit Vorzeichen, Zweierkomplement | -128 | 127 |
| 10 Bit ohne Vorzeichen | 0 | 1023 |
| 16 Bit ohne Vorzeichen | 0 | 65535 |
| 16 Bit mit Vorzeichen, Zweierkomplement | -32768 | 32767 |
Formeln:
Ohne Vorzeichen: 0 bis 2 hoch n minus 1.
Mit Vorzeichen im Zweierkomplement: minus 2 hoch n minus 1 bis 2 hoch n minus 1 minus 1.
Die Grafik vergleicht verschiedene Interpretationen derselben Bitmuster. Im Kurs ist besonders das Zweierkomplement wichtig.
| Bitmuster | unsigned 8 Bit | signed 8 Bit im Zweierkomplement |
|---|---|---|
| 01111111 | 127 | 127 |
| 10000000 | 128 | -128 |
| 11111111 | 255 | -1 |
Wichtig: Dasselbe Bitmuster kann je nach Datentyp unterschiedliche Zahlen bedeuten.
Beim Arduino Uno R3 liefert der standardmäßige 10-Bit-Analog-Digital-Wandler (ADC) 1024 mögliche Codes von 0 bis 1023. Diese Codes bilden die Eingangsspannung bezogen auf die eingestellte Referenz ab.
Transferaufgabe: Ein ADC liefert 900. Der Wert soll in einer 8-Bit-Variablen ohne Vorzeichen gespeichert werden. Beurteile die Entscheidung.
Feedback: Ein 8-Bit-Wert reicht nicht aus. Bei einer Konvertierung nach uint8_t entsteht 132, da 900 modulo 256 gleich 132 ist. Verwende einen ausreichend großen Datentyp, beispielsweise uint16_t.
Lerneinheit 4: Binäraddition und Überlauf
Lernzeit: etwa 6 Minuten
Bei der Binäraddition gelten die gleichen Übertragsregeln wie bei anderen Stellenwertsystemen.
Beispiel eines 8-Bit-Überlaufs ohne Vorzeichen:
11111111 = 255 + 00000001 = 1 ----------- 1 00000000 = 256 als 9-Bit-Ergebnis Gespeicherte 8 Bit: 00000000 = 0
Erklärung: Der neunte Bitplatz passt nicht in die acht verfügbaren Bits. Bei einer Speicherung in uint8_t bleibt der Wert 0.
Abbildung: Grundprinzip eines digitalen 8-Bit-Zählers.
Fachlicher Hinweis: In C++ ist der Überlauf vorzeichenloser Ganzzahlen beziehungsweise deren Umwandlung auf einen kleineren vorzeichenlosen Typ wohldefiniert. Ein echter arithmetischer Überlauf eines vorzeichenbehafteten Ganzzahltyps ist dagegen nicht allgemein als Rücksprung festgelegt und kann undefiniertes Verhalten verursachen.
Video: Binäraddition und Überlauf, Computerphile (Englisch)
Video: Vorzeichen und Zweierkomplement, Computerphile (Englisch)
Basisaufgabe: Berechne das Ergebnis von 250 + 10 in einer uint8_t-Variablen.
Feedback: Das Ergebnis ist 4. Die mathematische Summe 260 liegt um 4 über 256. Der gespeicherte Wert entspricht 260 modulo 256.
Lerneinheit 5: Ausbildungsfall – Förderbandzähler simulieren
Lernzeit: etwa 20 Minuten
Auftrag: Ein virtueller Taster ersetzt den Werkstücksensor. Eine LED zeigt an, dass die Marke von 255 überschritten wurde. Der Versuch steuert keine reale Maschine.
Stromlaufbild des Schulungsmodells
Die Abbildung zeigt das grundlegende Prinzip von LED und Vorwiderstand.
Vereinfachtes Stromlaufbild der virtuellen Arduino-Schaltung:
Virtueller Arduino Uno
D2 o--------[ TASTER ]--------o GND
interner Pull-up aktiviert
D8 o----[ 330 Ohm ]----|>|----o GND
LED
Bauteile: Arduino Uno, Taster, LED und Widerstand mit 330 Ohm. Alle Teile werden ausschließlich im Simulator verwendet.
Der Taster verbindet D2 beim Drücken mit GND. Die LED wird vom Ausgang D8 über einen Vorwiderstand angesteuert. Das dargestellte Prinzip ersetzt keinen geprüften Verdrahtungs- oder Sicherheitsplan.
Berührungssichere Simulation mit Wokwi
Simulator: Neues virtuelles Arduino-Uno-Projekt öffnen
Anleitung:
- Simulation: Öffne das verlinkte, zunächst leere Arduino-Uno-Projekt.
- Schaltung: Ersetze im Editor den Inhalt von diagram.json durch die folgende virtuelle Schaltungsdefinition.
- Programmierung: Ersetze den Inhalt von sketch.ino durch das folgende Programm.
- Testlauf: Starte die Simulation, öffne den seriellen Monitor und betätige den Taster jeweils kurz mit anschließender Freigabe.
- Beobachtung: Vergleiche den 8-Bit- und den 16-Bit-Zähler nach sechs Tastendrücken.
Datei diagram.json:
{
"version": 1,
"author": "aiMOOC",
"editor": "wokwi",
"parts": [
{
"type": "wokwi-arduino-uno",
"id": "uno",
"top": 100,
"left": 50,
"attrs": {}
},
{
"type": "wokwi-pushbutton",
"id": "btn",
"top": 250,
"left": 350,
"attrs": {"bounce": "0"}
},
{
"type": "wokwi-led",
"id": "led",
"top": 50,
"left": 350,
"attrs": {"color": "red"}
},
{
"type": "wokwi-resistor",
"id": "r1",
"top": 80,
"left": 250,
"attrs": {"value": "330"}
}
],
"connections": [
["uno:2", "btn:1.l", "green", []],
["btn:2.l", "uno:GND.2", "black", []],
["uno:8", "r1:1", "green", []],
["r1:2", "led:A", "green", []],
["led:C", "uno:GND.1", "black", []]
],
"dependencies": {}
}
Datei sketch.ino:
const byte taster = 2;
const byte led = 8;
uint8_t klein = 250;
uint16_t gross = 250;
bool vorher = false;
void setup() {
pinMode(taster, INPUT_PULLUP);
pinMode(led, OUTPUT);
Serial.begin(9600);
Serial.println("Start: 250");
}
void loop() {
bool gedrueckt = (digitalRead(taster) == LOW);
if (gedrueckt && !vorher) {
klein++;
gross++;
Serial.print("8 Bit = ");
Serial.print(klein);
Serial.print(" | 16 Bit = ");
Serial.println(gross);
digitalWrite(led, gross >= 256 ? HIGH : LOW);
}
vorher = gedrueckt;
delay(20);
}
Erwartetes Simulationsergebnis:
| Tastendrücke | 8-Bit-Zähler | 16-Bit-Zähler | LED |
|---|---|---|---|
| 0 | 250 | 250 | AUS |
| 1 | 251 | 251 | AUS |
| 5 | 255 | 255 | AUS |
| 6 | 0 | 256 | AN |
| 7 | 1 | 257 | AN |
Auswertung: Der 8-Bit-Zähler verliert nach dem Überlauf die tatsächliche Werkstückzahl. Der 16-Bit-Zähler kann den Wert 256 speichern. Die LED kennzeichnet nur diese Übungsbedingung; sie ist keine echte Sicherheitsanzeige.
Grenze des Modells: Wokwi bildet elektrische und insbesondere analoge Eigenschaften nur vereinfacht ab. Der Widerstand im Diagramm veranschaulicht das Schaltungsprinzip; aus der Simulation darf keine reale elektrische Dimensionierungs- oder Sicherheitsfreigabe abgeleitet werden. Die deaktivierte Tasterprellung erleichtert die Untersuchung eines einzelnen Zählimpulses.
Lerneinheit 6: Fehler vermeiden und übertragen
Lernzeit: etwa 7 Minuten
Prüfe bei einem Mikrocontrollerprogramm, wie groß der erwartete Mess- oder Zählerwert werden kann. Berücksichtige bei der Auswahl des Datentyps auch zukünftige Erweiterungen.
| Situation | Entscheidung | Begründung |
|---|---|---|
| Zähler bis 200 | uint8_t möglich | Der Bereich 0 bis 255 reicht aus. |
| Zähler bis 1000 | uint16_t geeignet | 8 Bit reichen nicht aus. |
| Negative Temperaturwerte | Vorzeichenbehafteter Datentyp | Negative Zahlen müssen darstellbar sein. |
| ADC-Werte von 0 bis 1023 | uint16_t geeignet | Alle 1024 ADC-Codes bleiben erhalten. |
Anwendungsaufgabe: Eine Anlage erfasst bis zu 400 Werkstücke pro Charge. Entscheide zwischen uint8_t und uint16_t und begründe die Wahl.
Feedback: uint16_t ist geeignet. Ein uint8_t-Zähler würde beim 256. Ereignis überlaufen. Auch uint16_t hat eine Grenze und benötigt bei längerfristigem Zählen eine geeignete Überlaufstrategie.
Gestufte Hilfen
Hilfe 1 – Orientierung: Ermittle, wie viele Bit für einen Wert zur Verfügung stehen und ob negative Werte vorkommen können.
Hilfe 2 – Rechenweg: Berechne die Anzahl der Muster mit 2 hoch n. Für unsigned ist der größte Wert um eins kleiner.
Hilfe 3 – Lösungskontrolle: Vergleiche den größten erwarteten Wert mit dem zulässigen Wertebereich. Teste zusätzlich den Wert direkt an der Grenze und einen Wert darüber.
Fehlerdiagnose: Wenn beim simulierten Taster mehr als ein Ereignis pro Betätigung erscheint, kontrolliere die Zustandswechsel-Erkennung und die Einstellung der Tasterprellung. Wenn die LED nicht reagiert, kontrolliere Pin D8, Widerstand, LED-Anode und GND.
Aufgabenpfade mit begründetem Feedback
| Niveau | Auftrag | Erwartetes Feedback |
|---|---|---|
| Basis | Wandle 00101010 in eine Dezimalzahl um. | 42 ist richtig, weil die gesetzten Bitstellen die Werte 32, 8 und 2 besitzen. Bloßes Abzählen der Einsen reicht nicht. |
| Anwendung | Berechne den gespeicherten uint8_t-Wert nach 250 + 10. | 4 ist richtig, weil 260 modulo 256 gleich 4 ist. 260 selbst ist kein zulässiger uint8_t-Wert. |
| Transfer | Plane eine zuverlässigere Stückzahlerfassung für 400 Teile und einen späteren Dauerbetrieb. | Ein größerer Datentyp löst den unmittelbaren 8-Bit-Überlauf. Für den Dauerbetrieb brauchst Du zusätzlich eine definierte Behandlung der nächsten Wertebereichsgrenze, Zählimpulse, Neustarts und möglicher Datenverluste. |
Rückmeldung zur Lernleistung: Eine Antwort ist fachlich überzeugend, wenn Ergebnis, Rechenweg, Datentyp und Auswirkungen auf die Anwendung zusammenpassen. Ein richtiges Ergebnis ohne nachvollziehbare Begründung reicht für die Transferaufgabe nicht aus.
Interaktive Aufgaben
Quiz: Teste Dein Wissen
Welche Werte kann ein einzelnes Bit annehmen? (0 und 1) (!0 bis 9) (!0 bis 255) (!Minus 1 bis 1)
Wie viele Bits enthält ein Byte? (8) (!4) (!10) (!16)
Welcher Wert ist bei 8 Bit ohne Vorzeichen maximal darstellbar? (255) (!256) (!127) (!1023)
Welche Zahl stellt 11111111 im vorzeichenbehafteten 8-Bit-Zweierkomplement dar? (-1) (!255) (!127) (!0)
Was ergibt 255 plus 1 nach Speicherung in uint8_t? (0) (!256) (!255) (!1)
Welcher maximale Code gehört zu einer 10-Bit-Darstellung ohne Vorzeichen? (1023) (!1000) (!1024) (!255)
Welcher Wert entsteht bei der Konvertierung von 900 nach uint8_t? (132) (!900) (!255) (!100)
Welchen Pegel erkennt der virtuelle Arduino-Eingang beim gedrückten Taster mit INPUT_PULLUP? (LOW) (!HIGH) (!Wechselspannung) (!Hochohmig)
Welcher Datentyp eignet sich im Beispiel für eine Werkstückzahl von 400? (uint16_t) (!uint8_t) (!bool) (!int8_t)
Welche Aussage zur Freigabe realer Elektroarbeiten ist richtig? (Es braucht entsprechend qualifizierte und beauftragte Personen) (!Ein bestandenes Quiz ist ausreichend) (!Eine erfolgreiche Simulation ersetzt alle Sicherheitsprüfungen) (!Jede Person darf nach dem Kurs reale Anlagen verändern)
Memory
| Bit | Einzelne Binärstelle |
| Byte | Gruppe aus acht Bits |
| Unsigned | Ganzzahldarstellung ohne Vorzeichen |
| Zweierkomplement | Übliche Darstellung negativer Binärzahlen |
| Überlauf | Überschreitung eines Zahlenbereichs |
| Flanke | Wechsel zwischen Signalpegeln |
| ADC | Analog-Digital-Wandler |
| Pull-up | Hält einen offenen Digitaleingang auf HIGH |
Drag and Drop
| Ordne die richtigen Begriffe zu. | Bedeutung |
|---|---|
| Bit | Binärstelle |
| Byte | Datengruppe |
| ADC | Analog-Digital-Wandlung |
| Flanke | Pegelwechsel |
| Überlauf | Bereichsüberschreitung |
Kreuzworträtsel
| Byte | Wie nennt man eine Gruppe aus acht Bits? |
| Flanke | Wie heißt der Wechsel eines digitalen Signalpegels? |
| Modulo | Welche Rechenoperation liefert den Rest einer ganzzahligen Division? |
| Arduino | Welche Mikrocontrollerplattform wird in der Simulation verwendet? |
| Wertebereich | Wie heißt die Menge der zulässigen Zahlenwerte eines Datentyps? |
| Dezimalsystem | Welches Zahlensystem besitzt die Basis zehn? |
LearningApps
Thematische Suchansicht für ergänzende Übungen. Einzelne Suchergebnisse sind nicht Bestandteil der geprüften Kursmedien.
Lückentext
Offene Aufgaben
Leicht
- Bitmuster: Zeichne ein Byte aus acht Feldern und markiere die gesetzten Bits der Zahl 13.
- Binärzahlen: Stelle die Zahlen 5, 10 und 42 binär dar und erkläre Deinen Rechenweg.
- Signale: Zeichne einen zeitlichen Verlauf mit zwei Tasterbetätigungen und kennzeichne die fallenden Flanken.
- Wertebereiche: Erstelle eine Vergleichskarte für 8-Bit-, 10-Bit- und 16-Bit-Zahlen ohne Vorzeichen.
Standard
- Virtuelle Schaltung: Erstelle die beschriebene Wokwi-Simulation und dokumentiere die Ergebnisse von sieben Tastendrücken.
- Überlaufanalyse: Vergleiche den 8-Bit-Zähler vor und nach dem sechsten Tastendruck. Erkläre den Unterschied zwischen mathematischem und gespeichertem Wert.
- Datentypwahl: Entwickle eine begründete Empfehlung für einen Werkstückzähler mit maximal 1000 Ereignissen.
- Erklärvideo: Produziere eine einminütige Bildschirmaufnahme Deiner Simulation und erkläre den Überlauf.
Schwer
- Grenzwerttest: Entwickle einen Testplan für einen Zähler mit Sollbereich 0 bis 400 einschließlich der Werte direkt unter und über einer Grenze.
- Vorzeichendarstellung: Vergleiche die Interpretation von 10000000 als vorzeichenlosen und vorzeichenbehafteten 8-Bit-Wert.
- Fehlerbericht: Untersuche, wie Tasterprellen, Neustart und ungeeignete Datentypen die Werkstückerfassung verfälschen können.
- Transferprojekt: Entwirf eine virtuelle, fehlertolerantere Zählerlösung mit nachvollziehbarer Zustandsanzeige, Grenzwertbehandlung und dokumentierten Tests. Begründe, weshalb dies noch keine reale Maschinenfreigabe bedeutet.


Lernkontrolle
Die folgenden Aufgaben prüfen Zusammenhänge und Transfer statt bloßem Faktenwissen.
- Fehlerursache: Ein 8-Bit-Zähler zeigt nach 255 plötzlich 0. Erkläre den technischen Zusammenhang und seine Auswirkungen auf eine Produktionsstatistik.
- Entwurfsentscheidung: Vergleiche zwei Datentypen für eine Zählaufgabe und begründe Deine Wahl unter Berücksichtigung späterer Erweiterungen.
- Signalinterpretation: Erkläre anhand eines eigenen Signaldiagramms, warum Pegelzustand und Flankenerkennung zu unterschiedlichen Zählergebnissen führen können.
- Messwertverarbeitung: Ein 10-Bit-ADC-Wert wird auf acht Bits verkleinert. Analysiere mögliche Informationsverluste und entwickle eine fachlich begründete Alternative.
- Teststrategie: Entwickle Grenzwerttests, die einen Fehler vor dem Einsatz eines Zählerprogramms aufdecken können.
- Sicherheitsbewertung: Erkläre, weshalb eine funktionierende Simulation und ein bestandenes Quiz keine Erlaubnis für Elektroarbeiten oder Änderungen an einer realen Maschine begründen.
Lernnachweis
Vorgeschlagener Lernnachweis: Dokumentierte virtuelle Fehleranalyse eines Werkstückzählers.
| Bestandteil | Nachweis |
|---|---|
| Binärdarstellung | Mindestens zwei korrekt umgerechnete Zahlen mit Rechenweg |
| Wertebereiche | Begründeter Vergleich geeigneter Datentypen |
| Stromlaufbild | Korrekte Beschreibung der simulierten Taster- und LED-Anschlüsse |
| Signaldiagramm | Darstellung von zwei Tastendrücken und ihren Zählimpulsen |
| Simulation | Dokumentierte Soll-Ist-Tabelle für den Überlauf |
| Fehlerbehebung | Erklärung der Datentypänderung und ihrer Grenzen |
| Transfer | Bewertung eines Einsatzfalls mit mehr als 255 Werkstücken |
| Sicherheit | Unterscheidung zwischen Lernsimulation und realer technischer Freigabe |
Beurteilungskriterien: Fachliche Richtigkeit, nachvollziehbare Begründungen, eigenständige Anwendung, aussagekräftige Tests und begründete Einschätzung der Grenzen des Modells.
Keine Arbeitsfreigabe: Dieser Lernnachweis dokumentiert ausschließlich Lernergebnisse. Er ersetzt weder Qualifikation und Beauftragung noch Gefährdungsbeurteilung, Prüfung oder Freigabe einer realen elektrischen Anlage.
OERs zum Thema
Wikipedia: Dualsystem
Wikipedia: Mikrocontroller
Fachlich geprüfte Quellen
- Arduino – UNO R3: Offizielle Informationen zum verwendeten Mikrocontrollerboard.
- Arduino – Language Reference: Datentypen, digitale Ein- und Ausgänge sowie Bitoperationen.
- Arduino – Secrets of Arduino PWM: Unterschied zwischen digitalen Signalen und pulsweitenmodulierter Ausgabe.
- Wokwi – Arduino Uno: Dokumentation des simulierten Mikrocontrollers.
- Wokwi – Pushbutton: Anschlüsse, Pull-up-Beschaltung und simuliertes Tasterprellen.
- Wokwi – Resistor: Widerstandsmodell und Grenzen der analogen Simulation.
- C++-Referenz – Arithmetic operators: Vorzeichenloser Überlauf und Besonderheiten vorzeichenbehafteter Ganzzahlen.
- Wikipedia – Dualsystem: Stellenwertsystem, Darstellung und Binäraddition.
Bildnachweise und Medienrechte
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- ArduinoUno.svg: PhilippHenkel, CC BY-SA 4.0.
- Bits and Bytes.svg: Fcarmody, CC BY-SA 4.0.
- Digital Signal Square Wave.svg: Aeroid und Grabert, CC BY-SA 4.0.
- Binary Representations.svg: Inductiveload, gemeinfrei.
- Beispiel Binäraddition.svg: Covrl, CC0 1.0.
- Binary addition with carry.svg: Phlsph7, CC0 1.0.
- 8 Bit Counter.svg: MichaelFrey, CC BY-SA 3.0.
- LED circuit.svg: Dmccreary und StevenBell, CC BY-SA 2.5.
Videos: Die eingebundenen Beiträge stammen vom YouTube-Kanal Computerphile. Sie werden lediglich verlinkt beziehungsweise über den YouTube-Player eingebettet; eine freie Nachnutzung der Videodateien wird nicht behauptet.
Simulation: Wokwi ist eine externe Simulationsplattform. Die im Kurs enthaltenen selbst formulierten Programm- und Schaltungsbeispiele sind für Ausbildungszwecke vorgesehen. Die Nutzungsbedingungen der Plattform bleiben maßgeblich.
Hinweis: Frei lizenzierte Abbildungen und fachlich verlässliche externe Bildungsmedien sind unterschiedliche Kategorien. Die tatsächliche Wiedergabe externer Medien kann von der Konfiguration des Wikis und der jeweiligen Plattform abhängen.
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