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Kfz-Motor und Motormechanik – Motorkühlung funktional erklären

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Kfz-Motor und Motormechanik – Motorkühlung funktional erklären

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Kfz-Motor und Motormechanik – Motorkühlung funktional erklären


Einleitung

Die Motorkühlung soll einen Verbrennungsmotor nicht möglichst kalt, sondern in einem geeigneten Temperaturbereich halten. Dazu arbeiten Kühlmittelpumpe, Thermostat, Kühler, Lüfter, Temperaturfühler und Motorsteuerung als System zusammen.

Zielgruppe: Ausbildung im Kfz-Bereich.

Kurzbeschreibung: Du erklärst Pumpe, Thermostat, Kühler und Regelung funktional, wertest Diagnose-Datensätze aus und grenzt Fehler in kurzen Werkstattfällen begründet ein.

Sicherheitsgrenze: Dieser Lernkurs ersetzt keine Herstellerunterlagen, Gefährdungsbeurteilung, Fachkunde oder Arbeitsfreigabe. Arbeiten an Hochvoltsystemen, Rückhaltesystemen und anderen sicherheitsrelevanten Fahrzeugsystemen sowie Reparatur- und Fahrfreigaben sind qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten. Herstellerangaben, vorgeschriebene Prüfverfahren und Sicherheitsmaßnahmen sind immer zu prüfen. Der Kurs erteilt keine Zulassungs-, Reparatur- oder Fahrfreigabe.

Systembild lesen: Im Schema erkennst Du Motorblock, Thermostat, Kühler, Lüfter und Kühlmittelpumpe als geschlossenen Funktionsverbund.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Motorkühlung: den Wärmeweg vom Motor bis zur Umgebung erklären.
  2. Kühlmittelpumpe: ihre Förderfunktion von einer Temperaturregelung unterscheiden.
  3. Thermostat: kleinen und großen Kühlkreislauf erklären.
  4. Kühler: Wärmeübertragung und Einfluss des Luftstroms beschreiben.
  5. Motormanagement: Temperaturfühler, Lüfter und elektronische Regelung funktional einordnen.
  6. Fahrzeugdiagnose: Messdaten mit Symptomen verbinden und Fehlerhypothesen begründen.
  7. Arbeitssicherheit: Grenzen eigener Tätigkeiten erkennen und Herstellerangaben einfordern.


Lerneinheit 1: Wärmefluss verstehen

Im Motor entsteht bei der Verbrennung Wärme. Ein Teil wird als Nutzarbeit abgegeben, ein Teil muss über Öl, Bauteiloberflächen, Abgas und Kühlsystem abgeführt werden.

Funktionskette: Motorbauteil → Kühlmittel → Kühler → Umgebungsluft.

Das Kühlmittel nimmt Wärme an den Kühlkanälen von Motorblock und Zylinderkopf auf. Die Kühlmittelpumpe hält den Volumenstrom aufrecht. Der Thermostat bestimmt, ob der Kühler stark in den Kreislauf eingebunden wird.

Merksatz: Die Kühlung ist ein geregelter Wärmetransport.


Basisaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Erkläre in zwei Sätzen, warum ein Motor nicht permanent maximal gekühlt werden soll.

Begründetes Feedback: Eine gute Antwort nennt mindestens zwei Punkte: schneller Warmlauf, geeignete Betriebstemperatur, geringere Reibung beziehungsweise Emissionen und ausreichende Wärmeabfuhr bei Last. Nur „damit er nicht überhitzt“ beschreibt die Regelaufgabe noch nicht vollständig.


Lerneinheit 2: Kühlmittelpumpe

Die Kühlmittelpumpe erzeugt den notwendigen Kühlmittelumlauf. Bei klassischen Systemen wird sie mechanisch angetrieben; moderne Systeme können zusätzlich oder ausschließlich elektrisch geregelte Pumpen einsetzen.

Wichtig: Die Pumpe „macht“ nicht direkt die Solltemperatur. Sie beeinflusst durch den Volumenstrom, wie schnell Wärme transportiert werden kann.

Typische Fehlerwirkungen:

  1. Fördermangel: unzureichender Umlauf, lokale Überhitzung möglich.
  2. Leckage: Kühlmittelverlust und sinkende Systemreserve.
  3. Antriebsproblem: mechanische Pumpe fördert nicht wie vorgesehen.
  4. Elektrische Ansteuerung: bei geregelten Pumpen sind Versorgung, Signal und Stellbefehl relevant.


Diagnose-Datensatz A: Pumpenverdacht

Betriebszustand Kühlmitteltemperatur Heizungsauslass Kühler oben Kühler unten Beobachtung
Kaltstart 22 °C kalt kalt kalt unauffällig
5 min Leerlauf 74 °C nur lauwarm 38 °C 30 °C Temperatur steigt schnell
8 min bei 2.000 min⁻¹ 108 °C wechselnd warm/kalt 55 °C 38 °C Warnhinweis Temperatur

Arbeitsauftrag: Formuliere zwei Hypothesen und nenne je einen Mess- oder Beobachtungsschritt, der die Hypothese stützen oder schwächen könnte.

Begründetes Feedback: Ein Pumpen- oder Umlaufproblem ist plausibel, weil hohe Motortemperatur und schwankende Heizleistung zu instabilem Kühlmittelumlauf passen. Ein geschlossener Thermostat bleibt ebenfalls möglich. Deshalb darfst Du aus einem Einzelwert keinen Pumpentausch ableiten.


Lerneinheit 3: Thermostat

Ein mechanischer Kühlmittelthermostat arbeitet häufig mit einem Dehnstoffelement. Bei kaltem Motor bleibt der Weg zum Kühler weitgehend geschlossen. Das Kühlmittel zirkuliert überwiegend im kleinen Kreislauf. Mit steigender Temperatur öffnet der Thermostat den Weg durch den Kühler.

Fehlerbild offen hängend: langsamer Warmlauf, niedrige Temperatur bei Fahrt, schwache Heizwirkung möglich.

Fehlerbild geschlossen hängend: Kühler bleibt zunächst auffällig kühl, während die Motortemperatur stark steigt.

Bei kennfeldgesteuerten Thermostaten kann das Motorsteuergerät ein Heizelement ansteuern und dadurch das Öffnungsverhalten beeinflussen.


Werkstattfall 1: „Auf der Landstraße wird er nicht warm“

Auftrag: Ein Fahrzeug erreicht nach 20 Minuten Fahrt nur etwa 68 °C Kühlmitteltemperatur. Die Außentemperatur beträgt 12 °C. Im Stadtverkehr steigt die Temperatur etwas, bei gleichmäßiger Landstraßenfahrt fällt sie wieder.

Deine Fehlereingrenzung: Erkläre, warum ein offen hängender Thermostat plausibler ist als eine ausgefallene Kühlmittelpumpe.

Begründetes Feedback: Ein offen hängender Thermostat bindet den Kühler zu früh ein. Mit zunehmendem Fahrtwind steigt die Wärmeabgabe, weshalb die Temperatur sinken kann. Eine stark eingeschränkte Pumpenförderung würde eher zu mangelndem Wärmetransport und damit zu Übertemperatur führen.


Gestufte Hilfen zu Werkstattfall 1

Hilfe 1: Beobachte die Richtung der Temperaturabweichung: zu kalt oder zu heiß?

Hilfe 2: Frage Dich, welches Bauteil den Weg zum Kühler temperaturabhängig freigibt.

Hilfe 3: Mehr Fahrtwind verstärkt die Kühlerwirkung. Wenn der Motor dadurch noch kälter wird, muss der Kühler vermutlich zu früh am Kreislauf beteiligt sein.


Lerneinheit 4: Kühler und Luftstrom

Der Kühler ist ein Wärmeübertrager. Kühlmittel strömt durch Rohre oder Kanäle; Lamellen vergrößern die Oberfläche. Fahrtwind oder Lüfter führen Wärme an die Umgebung ab.

Die Kühlleistung hängt unter anderem ab von:

  1. Temperaturdifferenz: größerer Unterschied zwischen Kühlmittel und Luft erhöht grundsätzlich den möglichen Wärmestrom.
  2. Luftdurchsatz: verschmutzte oder verdeckte Lamellen verschlechtern die Wärmeabgabe.
  3. Kühlmitteldurchsatz: eingeschränkter Durchfluss verringert den Wärmetransport.
  4. Wärmeübertragungsfläche: beschädigte oder zugesetzte Bereiche reduzieren die Wirksamkeit.


Diagnose-Datensatz B: Stadt heiß, Autobahn normal

Messpunkt Stadtverkehr Fahrt 100 km/h
Kühlmitteltemperatur 108–112 °C 91–95 °C
Lüfter-Soll EIN AUS
Lüfter-Ist AUS AUS
Kühler-Eintritt heiß heiß
Kühler-Austritt deutlich kühler deutlich kühler

Frage: Welcher Funktionsbereich ist am stärksten verdächtig?

Begründetes Feedback: Der Kühler kann Wärme abgeben, denn bei Fahrt mit hohem Luftstrom normalisiert sich die Temperatur. Im Stadtverkehr fehlt dagegen der erforderliche erzwungene Luftstrom. Deshalb sind Lüfter, Versorgung, Ansteuerung oder Signalpfad vorrangig zu prüfen.


Lerneinheit 5: Regelung statt Einzelbauteil

Ein modernes Thermomanagement kombiniert Sensoren, Aktoren und Steuergerät.

Einfache Regelkette: Temperatur erfassen → mit Sollzustand vergleichen → Stellgröße ändern → Wirkung erneut erfassen.

Mögliche Stellglieder sind:

  1. Thermostat beziehungsweise kennfeldgesteuerter Thermostat.
  2. Kühlerlüfter mit einer oder mehreren Stufen.
  3. Elektrische Kühlmittelpumpe mit bedarfsgerechter Förderleistung.
  4. Kühlerjalousie bei entsprechend ausgestatteten Fahrzeugen.


Diagnose-Datensatz C: Sensor oder reale Überhitzung?

Zeitpunkt ECT-Sensor Ansaugluft Kühler oben Kühler unten Lüfterbefehl
vor Kaltstart 82 °C 19 °C 20 °C 19 °C EIN
30 s nach Start 86 °C 20 °C 21 °C 20 °C EIN

Aufgabe: Begründe, warum Du vor mechanischen Eingriffen zuerst die Temperaturerfassung prüfen würdest.

Begründetes Feedback: Vor dem Kaltstart sollten Motorkühlmittel und Umgebung beziehungsweise Ansaugluft bei abgestelltem, ausgekühltem Fahrzeug näher beieinander liegen. 82 °C bei gleichzeitig rund 20 °C an Kühler und Ansaugluft ist unplausibel. Der frühe Lüfterbefehl kann eine Schutzreaktion auf ein fehlerhaftes Temperatursignal sein.


Konkreter Ausbildungsfall

Auftrag aus der Werkstattannahme: „Kunde meldet: Im Stop-and-go steigt die Temperaturanzeige, bei freier Fahrt normalisiert sie sich. Keine Reparaturfreigabe erteilen, nur Diagnoseplan erstellen.“

Arbeitsziel: Du sollst eine sichere, nachvollziehbare Erstdiagnose planen.

Diagnoseplan:

  1. Auftragsklärung: Beanstandung, Betriebszustand und Warnmeldungen dokumentieren.
  2. Herstellerinformation: Sollwerte, Entlüftungsvorgaben, Prüfbedingungen und Schaltlogik beschaffen.
  3. Sichtprüfung: nur im zulässigen und sicheren Zustand auf Leckage, Verunreinigung, Steckverbindungen und mechanische Auffälligkeiten prüfen.
  4. Messwerte: Kühlmitteltemperatur, Lüfter-Soll/Ist und weitere herstellerspezifische Werte vergleichen.
  5. Plausibilisieren: Fahrtwind-Effekt, Temperaturverlauf und Wärmeverteilung logisch zusammenführen.
  6. Fehlerhypothese: Lüfterfunktion beziehungsweise Lüfteransteuerung priorisieren, ohne Bauteiltausch zu behaupten.
  7. Fachgrenze: Sicherheitsrelevante Arbeiten und Freigaben an zuständiges Fachpersonal übergeben.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall

Hilfe 1: Welche Bedingung unterscheidet Stop-and-go von freier Fahrt am stärksten?

Hilfe 2: Bei freier Fahrt entsteht Luftstrom durch Fahrzeugbewegung. Im Stand muss der Lüfter diese Funktion übernehmen.

Hilfe 3: Wenn die Temperatur bei Fahrt sinkt, ist der Kühler als Wärmetauscher nicht automatisch fehlerfrei, aber der fehlende Luftstrom im Stand wird besonders verdächtig.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basis

  1. Bauteilfunktion: Ordne Pumpe, Thermostat und Kühler jeweils einer Hauptfunktion zu.
  2. Kühlkreislauf: Skizziere kleinen und großen Kreislauf.
  3. Temperaturregelung: Erkläre den Unterschied zwischen Wärme transportieren und Temperatur regeln.

Feedback: Basisantworten sind gut, wenn sie Funktionen sauber trennen: Pumpe = fördern, Thermostat = Durchflussweg temperaturabhängig verändern, Kühler = Wärme an Luft übertragen.


Anwendung

  1. Diagnosedaten: Werte Datensatz B aus und begründe die Reihenfolge Deiner Prüfungen.
  2. Plausibilitätsprüfung: Vergleiche bei ausgekühltem Motor Kühlmittel- und Ansauglufttemperatur als Diagnoseidee.
  3. Werkstattkommunikation: Formuliere aus einem Symptom eine prüfbare Fehlerhypothese statt einer vorschnellen Teilevermutung.

Feedback: Gute Anwendungsantworten verknüpfen mindestens zwei Beobachtungen und nennen einen Prüfweg, der eine Hypothese widerlegen kann.


Transfer

  1. Systemdenken: Übertrage das Prinzip „Sensor – Steuergerät – Aktor – Rückwirkung“ auf eine elektrisch geregelte Kühlmittelpumpe.
  2. Fehlersuche: Entwickle für „Übertemperatur nur unter hoher Last“ drei unterschiedliche Hypothesen aus den Bereichen Kühlmittelstrom, Luftstrom und Regelung.
  3. Diagnosestrategie: Begründe, warum Teiletausch ohne Plausibilitätsprüfung eine schlechte Diagnosemethode ist.

Feedback: Transfer ist gelungen, wenn Du nicht nur bekannte Symptome wiederholst, sondern das Funktionsmodell auf einen neuen Betriebszustand anwendest.


Sicherheit in der Ausbildung

Kühlmittel kann bei betriebswarmem Motor unter Druck stehen und sehr heiß sein. Arbeiten dürfen nur entsprechend Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Herstellerangaben und Ausbildungsstand durchgeführt werden.

Bei Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen richtet sich die zulässige Tätigkeit nach Qualifikation und Arbeitsauftrag. Arbeiten am HV-System gehören nicht in eine allgemeine Lernübung zur Motorkühlung. Auch Rückhaltesysteme, sicherheitsrelevante Fahrzeugarbeiten und jede Fahr- oder Reparaturfreigabe bleiben qualifiziertem Fachpersonal vorbehalten.

Keine Handlung aus diesem Kurs ersetzt eine Freigabe durch eine verantwortliche Fachperson.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Hauptaufgabe hat die Kühlmittelpumpe? (Sie hält den Kühlmittelumlauf aufrecht) (!Sie misst die Abgastemperatur) (!Sie schaltet den Kühlerlüfter mechanisch) (!Sie senkt immer direkt die Solltemperatur)




Welche Aufgabe hat der Thermostat im klassischen Kühlkreislauf? (Er verändert temperaturabhängig den Weg des Kühlmittels) (!Er erzeugt den Fahrtwind) (!Er misst den Öldruck) (!Er treibt die Kurbelwelle an)




Warum bleibt der Kühler beim Kaltstart zunächst weitgehend aus dem Hauptstrom? (Damit der Motor schneller die vorgesehene Betriebstemperatur erreicht) (!Damit die Wasserpumpe stillsteht) (!Damit der Lüfter dauerhaft läuft) (!Damit das Kühlmittel einfriert)




Welche Beobachtung passt besonders zu einem offen hängenden Thermostat? (Die Motortemperatur bleibt bei Fahrt auffällig niedrig) (!Der Motor überhitzt sofort bei kaltem Kühler) (!Die Batterie wird nicht geladen) (!Der Bremsdruck fällt ab)




Welche Beobachtung macht bei Übertemperatur im Stadtverkehr einen Lüfterfehler plausibel? (Bei schneller Fahrt normalisiert sich die Temperatur) (!Die Motordrehzahl ist im Leerlauf niedriger) (!Der Tankinhalt nimmt ab) (!Die Außenspiegel beschlagen)




Was ist die Hauptfunktion des Kühlers? (Er überträgt Wärme vom Kühlmittel an die Umgebungsluft) (!Er erhöht den Kraftstoffdruck) (!Er speichert die Zündenergie) (!Er regelt den Reifendruck)




Was spricht bei ausgekühltem Fahrzeug für einen unplausiblen Kühlmitteltemperaturwert? (Er weicht stark von der Umgebungstemperatur ab) (!Er entspricht ungefähr der Ansauglufttemperatur) (!Er steigt nach dem Start langsam an) (!Er liegt vor dem Start nahe der Außentemperatur)




Warum ist ein einzelner hoher Temperaturwert noch keine sichere Bauteildiagnose? (Weil Sensorik, Regelung und reale Wärmeverhältnisse gemeinsam geprüft werden müssen) (!Weil Temperaturwerte grundsätzlich unbrauchbar sind) (!Weil nur der Kilometerstand zählt) (!Weil der Kühler immer die Ursache ist)




Welche Aussage beschreibt eine gute Fehlereingrenzung? (Eine Hypothese wird mit passenden Messungen gestützt oder widerlegt) (!Das zuerst verdächtige Bauteil wird sofort ersetzt) (!Nur der Fehlerspeicher entscheidet) (!Probefahrt ersetzt alle Sicherheitsregeln)




Wer darf sicherheitsrelevante Arbeiten und Freigaben durchführen? (Qualifiziertes und dafür verantwortliches Fachpersonal) (!Jede Person nach diesem Lernkurs) (!Nur der Fahrzeughalter) (!Jede Person mit Diagnosegerät)





Memory

Kühlmittelpumpe erzeugt Kühlmittelumlauf
Thermostat regelt den Weg zum Kühler
Kühler gibt Wärme an Umgebungsluft ab
Temperaturfühler liefert einen Messwert an die Regelung
Lüfter erzeugt Luftstrom bei geringem Fahrtwind
Kleiner Kreislauf unterstützt schnellen Warmlauf





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Funktion
Kühlmittelpumpe Kühlmittel fördern
Thermostat Kühlerweg temperaturabhängig öffnen
Kühler Wärme an Luft übertragen
Temperaturfühler Temperatur erfassen
Kühlerlüfter Luftstrom erzeugen





Kreuzworträtsel

Thermostat Welches Bauteil steuert temperaturabhängig den Weg zum Kühler?
Pumpe Welches Bauteil hält das Kühlmittel in Bewegung?
Kühler Welcher Wärmeübertrager sitzt im Luftstrom des Fahrzeugs?
Lüfter Welches Bauteil unterstützt den Luftstrom bei geringer Fahrgeschwindigkeit?
Sensor Welches Bauteil liefert der Regelung einen Temperaturmesswert?
Kühlmittel Welches Medium transportiert Wärme durch den Flüssigkeitskreislauf?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Kühlmittelpumpe sorgt für den

des Kühlmittels. Beim kalten Motor bleibt der Weg durch den Kühler durch den

zunächst weitgehend geschlossen. Der kleine Kreislauf unterstützt einen schnellen

. Der Kühler überträgt Wärme an die

. Bei geringem Fahrtwind kann der

den Luftstrom erhöhen. Ein Temperaturfühler liefert einen

an die Regelung. Ein einzelner unplausibler Wert muss vor einem Bauteiltausch durch weitere Messungen

werden. Sicherheitsrelevante Arbeiten und Freigaben bleiben qualifiziertem

vorbehalten.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Funktionsskizze: Zeichne Pumpe, Motor, Thermostat und Kühler als einfachen Kreislauf mit Pfeilen.
  2. Bauteilkarte: Erstelle zu jedem Hauptbauteil eine Karte mit Funktion, Eingang und Wirkung.
  3. Symptomvergleich: Vergleiche „Motor wird nicht warm“ und „Motor wird zu heiß“.
  4. Medienanalyse: Beschrifte im Systembild die fünf Hauptkomponenten.


Standard

  1. Diagnoseprotokoll: Werte Datensatz A aus und dokumentiere Hypothese, Gegenhypothese und nächsten Prüfschritt.
  2. Werkstattgespräch: Spiele Annahme und Diagnose nach; trenne Kundenbeobachtung von technischer Interpretation.
  3. Temperaturverlauf: Erstelle ein Diagramm für einen plausiblen Warmlauf und markiere den Bereich, in dem der Thermostat öffnet.
  4. Fehlerbaum: Entwickle einen Fehlerbaum für „Übertemperatur im Stand“.


Schwer

  1. Systemvergleich: Vergleiche mechanische und elektrisch geregelte Kühlmittelpumpen auf Funktionsebene.
  2. Regelkreis: Modellier Sensor, Steuergerät, Lüfter und Motortemperatur als einfachen Regelkreis.
  3. Transferfall: Entwickle einen Diagnosefall „Übertemperatur nur unter hoher Last“ mit mindestens drei plausiblen Ursachen und Messideen.
  4. Ausbildungsprojekt: Erstelle ein kurzes Erklärvideo zur Motorkühlung, das ausdrücklich zwischen Diagnose, Reparatur und Freigabe unterscheidet.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zusammenhang Pumpe und Thermostat: Erkläre, warum eine funktionierende Pumpe einen geschlossenen Thermostat nicht „kompensieren“ kann.
  2. Stadt und Autobahn: Leite aus dem unterschiedlichen Luftstrom ab, warum ein Lüfterfehler im Stop-and-go stärker auffallen kann.
  3. Sensorplausibilität: Entwickle eine Strategie, um einen unplausiblen Kühlmitteltemperaturwert von realer Überhitzung zu unterscheiden.
  4. Fehlerhypothesen: Ordne das Symptom „Heizung wird wechselnd warm und kalt“ mindestens zwei möglichen Ursachen zu und beschreibe, wie Du sie trennen würdest.
  5. Systemtransfer: Übertrage das Prinzip der temperaturabhängigen Regelung auf einen zweiten Kühlkreislauf für ein Nebenaggregat.
  6. Diagnosequalität: Begründe, weshalb eine Messung mit bekanntem Sollzustand aussagekräftiger ist als ein Teiletausch auf Verdacht.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. Pumpe, Thermostat, Kühler, Lüfter und Temperaturerfassung funktional erklären kannst.
  2. kleinen und großen Kühlkreislauf unterscheiden kannst.
  3. Messdaten auf Plausibilität prüfst.
  4. aus Symptomen mehrere Hypothesen statt einer vorschnellen Teileentscheidung ableitest.
  5. Prüfungen so auswählst, dass Hypothesen bestätigt oder widerlegt werden können.
  6. Herstellerangaben und Sicherheitsgrenzen in Deinen Diagnoseplan einbeziehst.
  7. zwischen Diagnoseaussage, Reparaturentscheidung und Fahrfreigabe unterscheidest.




Quellen und Medienrechte

Fachliche Quellen:

  1. Wikipedia: Kühlung bei Verbrennungsmotoren – Überblick zu Flüssigkeitskühlung, Pumpe und Lüfter.
  2. MAHLE Aftermarket: Das Thermostat – cool erklärt – Funktionsprinzip, kleiner Kreislauf und kennfeldgesteuerte Thermostate.
  3. DGUV Information 209-093 – Qualifikation und Organisation sicherer Arbeiten an Fahrzeugen mit Hochvoltsystemen.
  4. DGUV Bildungsbereich Kfz – Hinweise zu typischen Arbeitsverfahren und Sicherheitsquellen in der beruflichen Bildung.

Geprüfte Medien:

  1. – Wikimedia Commons, vereinfachtes Flüssigkeitskühlsystem; unter anderem CC BY-SA 2.5/GFDL.
  2. – Wikimedia Commons, Kfz-Wasserpumpe; freie Lizenzangaben auf der Dateiseite.
  3. – Wikimedia Commons, Kfz-Thermostat; CC BY-SA 3.0.
  4. – Wikimedia Commons, Fahrzeugkühler; Public Domain.
  5. – Wikimedia Commons, Motorkühler im Fahrzeug; freie Lizenzangaben auf der Dateiseite.
  6. – Wikimedia Commons, Kühler mit Luftstromregelung; freie Lizenzangaben auf der Dateiseite.
  7. YouTube: Car Engine Cooling System Explained in 3D – eingebettet über YouTube.
  8. YouTube: Engine cooling system / how does it work? – eingebettet über YouTube.

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