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Sensorik und industrielle Signale – Optische Sensoren vergleichen

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Sensorik und industrielle Signale – Optische Sensoren vergleichen

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Sensorik und industrielle Signale – Optische Sensoren vergleichen

Zielgruppe: Ausbildung in Mechatronik, Elektronik, Automatisierungs- und Produktionstechnik

Kurzbeschreibung: Du vergleichst Einweg-Lichtschranke, Reflexions-Lichtschranke, Reflexionslichttaster und Hintergrundausblendung. Du arbeitest mit einer virtuellen Förderanlage, deutest Signalverläufe und löst Steuerungs- sowie Diagnoseaufgaben.

Sicherheitsrahmen: Dieser Lernkurs verwendet Simulationen und berührungssichere, vom Ausbildungsbetrieb freigegebene Schulungsmodelle. Reale Elektroarbeiten dürfen nur von entsprechend qualifizierten, unterwiesenen und beauftragten Personen nach den betrieblichen Regeln durchgeführt werden. Der Kurs enthält keine Arbeitsfreigabe. Quiz- oder Testergebnisse ersetzen weder Qualifikation noch Unterweisung oder Beauftragung.


Einleitung

Optische Sensoren erkennen Objekte berührungslos mit Licht. Für die industrielle Automation ist nicht nur wichtig, ob ein Sensor schaltet, sondern auch warum: Wird ein Lichtstrahl unterbrochen, kommt Licht vom Reflektor zurück oder reflektiert das Objekt selbst?

Im Kurs gilt für die virtuelle Anlage: 1 = Objekt erkannt und 0 = kein Objekt erkannt. Diese 0/1-Zustände sind logische Lernsignale und keine Verdrahtungs- oder Spannungsangaben. In realen Anlagen hängen elektrische Eingangssignale unter anderem von Ausgangstyp, Schaltfunktion und Steuerungseingang ab. Maßgeblich sind Gerätedokumentation, Schaltplan und betriebliche Freigabe.


Ausbildungsfall: Virtuelle Anlage „PackCheck“

Auf einem Förderband laufen Kartons zu einer Prüfstation. Es gibt helle, dunkle und glänzende Verpackungen. Hinter einer Messstelle befindet sich ein helles Maschinenteil. Die Aufgabe lautet: Jeden Karton sicher erkennen, Fehlsignale erklären und einen passenden Sensortyp begründet auswählen.

Die virtuelle Anlage besitzt drei Beobachtungspunkte: S1 am Bandeinlauf, S2 vor der Prüfstation und S3 an der Übergabe. Du veränderst in den Aufgaben nur simulierte Zustände. Ein reales Schulungsmodell darf nur in berührungssicherer Ausführung und nach Freigabe durch die verantwortliche Fachperson verwendet werden.


Lernziele

  1. Lichtschranke: Du unterscheidest Einweg-, Reflexions- und Tasterprinzip.
  2. Reflexion: Du erklärst den Einfluss von Objektoberfläche, Reflektor und Hintergrund.
  3. Hintergrundausblendung: Du begründest, warum Entfernung statt nur Lichtmenge ausgewertet werden kann.
  4. Schaltsignal: Du deutest logische Signalfolgen und trennst Erkennung von elektrischer Ausgangslogik.
  5. Fehlersuche: Du leitest aus Signalbild, Lichtweg und Umgebung eine Diagnose ab.
  6. Sensorauswahl: Du begründest eine Auswahl für einen konkreten Ausbildungsfall.


Lerneinheit 1 – Lichtweg lesen

Bearbeitungszeit: etwa 4 Minuten

Bei einer optischen Erkennung gibt es immer eine Lichtquelle und einen Empfänger. Entscheidend ist der Weg des Lichts.


Einweg-Lichtschranke

Sender und Empfänger stehen sich getrennt gegenüber. Ein Objekt wird erkannt, wenn es den Lichtweg unterbricht. Farbe und Reflexionsvermögen des Objekts beeinflussen die reine Strahlunterbrechung meist deutlich weniger als bei einem Reflexionslichttaster.

Merksatz: Zwei Gerätepositionen, direkter Lichtweg, Objekt unterbricht den Strahl.


Reflexions-Lichtschranke

Sender und Empfänger sitzen in einem Gehäuse. Gegenüber befindet sich ein Reflektor. Das Licht läuft zum Reflektor und zurück. Das Objekt wird erkannt, wenn dieser Rückweg unterbrochen wird.

Merksatz: Sensor und Reflektor stehen sich gegenüber. Bei stark reflektierenden Objekten kann die konkrete Sensorausführung, zum Beispiel mit Polarisationsprinzip, wichtig werden.


Reflexionslichttaster

Sender und Empfänger sitzen ebenfalls in einem Gehäuse, aber es gibt keinen separaten Reflektor. Das Objekt selbst wirft Licht zum Empfänger zurück. Deshalb können Farbe, Oberfläche, Winkel und Material die empfangene Lichtmenge beeinflussen.

Merksatz: Das Objekt ist Teil des optischen Weges.


Lerneinheit 2 – Hintergrund verstehen

Bearbeitungszeit: etwa 5 Minuten

Ein einfacher energetischer Reflexionslichttaster bewertet im Wesentlichen, wie viel Licht zurückkommt. Ein heller Hintergrund kann deshalb problematisch sein, wenn er genügend Licht zurückwirft.

Ein Taster mit Hintergrundausblendung trennt Objekt und Hintergrund über die optische Geometrie beziehungsweise die Entfernung. Bei verbreiteten Ausführungen wird dazu das Prinzip der Triangulation genutzt.

Praxisidee: Ein dunkler Karton vor einem hellen Maschinenteil ist ein typischer Fall, in dem Hintergrundausblendung Vorteile bieten kann. Die konkrete Eignung hängt trotzdem von Tastweite, Objektgröße, Oberfläche, Lichtfleck und Sensordaten ab.


Lerneinheit 3 – Sensoren vergleichen

Bearbeitungszeit: etwa 6 Minuten

Prinzip Lichtweg Gegenüberliegende Komponente Einfluss der Objektoberfläche Hintergrund
Einweg-Lichtschranke Sender → Empfänger Empfänger meist gering meist wenig relevant für die Strahlunterbrechung
Reflexions-Lichtschranke Sensor → Reflektor → Sensor Reflektor bei stark reflektierenden Objekten zu beachten Hintergrund meist nicht das primäre Messziel
Reflexionslichttaster Sensor → Objekt → Sensor keine deutlich relevant kann Fehlsignale begünstigen
Taster mit Hintergrundausblendung Sensor → Objekt → Sensor keine gegenüber rein energetischer Auswertung oft weniger kritisch außerhalb des eingestellten Bereichs gezielt unterdrückt

Entscheidungsregel: Beginne nicht mit „Welcher Sensor ist der beste?“, sondern mit „Welcher Lichtweg passt zu Objekt, Einbauraum, Oberfläche, Hintergrund und Diagnoseanforderung?“.


Lerneinheit 4 – Industrielle Signale deuten

Bearbeitungszeit: etwa 6 Minuten

In einer Steuerung wird die physikalische Erkennung zu einem Signal. Für diesen Kurs ist das Signal normiert:

Logischer Zustand Bedeutung im Kurs
0 kein Objekt erkannt
1 Objekt erkannt

In realen Geräten können Ausgangstyp und Schaltfunktion unterschiedlich sein, zum Beispiel PNP oder NPN sowie hell- oder dunkelschaltend. Auch NO/NC-Bezeichnungen können eine Rolle spielen. Deshalb darf aus der Kurslogik niemals direkt eine reale Verdrahtung abgeleitet werden.


Virtueller Signalverlauf

Ein Karton fährt durch eine korrekt eingerichtete Erfassungsstelle.

Phase Objektlage S_Objekt Interpretation
A noch vor dem Sensor 0 kein Objekt erkannt
B Objekt erreicht Erfassungszone 1 steigende Flanke
C Objekt bleibt in Erfassungszone 1 dauerhaft erkannt
D Objekt verlässt Erfassungszone 0 fallende Flanke
E nur Hintergrund sichtbar 0 korrekter Ruhezustand

Diagnosegedanke: Wenn Phase E plötzlich den Wert 1 zeigt, ist nicht automatisch die Steuerung defekt. Prüfe zuerst das optische Prinzip, den Hintergrund, die Ausrichtung und die Parametrierung.


Lerneinheit 5 – Diagnose im Ausbildungsfall

Bearbeitungszeit: etwa 8 Minuten

Die PackCheck-Anlage meldet drei Störungen.

Störung Beobachtung Erste fachliche Hypothese
Fall A Dunkler Karton wird vom einfachen Taster unregelmäßig erkannt zu wenig reflektiertes Licht oder ungünstige Einstellung
Fall B Kein Karton vorhanden, Signal bleibt trotzdem 1 heller Hintergrund wird als Objekt interpretiert
Fall C Reflexions-Lichtschranke reagiert bei glänzender Verpackung unerwartet direkte Objektreflexion kann den vorgesehenen Reflektorweg beeinflussen

Diagnosefolge: Lichtweg verstehen → Umgebung betrachten → Signal beobachten → Sensorprinzip prüfen → erst danach Parametrierung oder Hardware als Ursache bewerten.


Gestufte Hilfen

  1. Hilfe 1 – Lichtweg: Zeichne Sender, Empfänger, Objekt und gegebenenfalls Reflektor mit Pfeilen.
  2. Hilfe 2 – Rücklicht: Frage, wodurch Licht zum Empfänger gelangt: direkt, über Reflektor oder über das Objekt.
  3. Hilfe 3 – Hintergrund: Prüfe, ob ein heller oder glänzender Bereich hinter dem Zielobjekt Licht zurückwerfen kann.
  4. Hilfe 4 – Signal: Trenne „Sensor erkennt Objekt“ von „elektrischer Ausgang hat einen bestimmten Pegel“.
  5. Hilfe 5 – Auswahl: Begründe mit Einbauraum, Objektoberfläche, Hintergrund und gewünschter Funktionsreserve.


Basis, Anwendung und Transfer


Basisaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Ordne die drei Lichtwege zu: direkter Strahl zwischen zwei Geräten, Rückstrahlung über Reflektor, Rückstrahlung über das Objekt.

Begründetes Feedback: Ein direkter Strahl zwischen getrenntem Sender und Empfänger kennzeichnet die Einweg-Lichtschranke. Ein separater Reflektor kennzeichnet die Reflexions-Lichtschranke. Reflektiert das Objekt selbst, handelt es sich um einen Reflexionslichttaster. Die Zuordnung folgt also aus dem Lichtweg und nicht aus der Gehäusefarbe oder Bauform.


Anwendungsaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Ein dunkler Karton soll vor einem hellen Maschinenteil erkannt werden. Wähle zwischen einfachem energetischem Taster und Taster mit Hintergrundausblendung.

Begründetes Feedback: Die Hintergrundausblendung ist meist die robustere Wahl, weil sie Ziel und Hintergrund über die optische Geometrie beziehungsweise Entfernung trennt und nicht nur eine absolute Lichtmenge bewertet. Die tatsächliche Eignung muss dennoch anhand der konkreten Sensordaten geprüft werden.


Transferaufgabe mit Feedback

Aufgabe: Eine glänzende Verpackung verursacht an einer Reflexions-Lichtschranke sporadische Fehlsignale. Entwickle zwei Lösungswege.

Begründetes Feedback: Ein Lösungsweg kann eine für glänzende Objekte geeignete Reflexions-Lichtschranke mit passender optischer Filterung sein. Ein anderer kann ein verändertes Sensorprinzip oder eine geänderte Geometrie sein. Gute Lösungen begründen nicht nur das Gerät, sondern erklären, wie der unerwünschte Lichtweg vermieden wird.


Interaktive Aufgaben


Virtuelle Steuerungs- und Diagnoseaufgabe

Nutze ausschließlich die logischen Simulationssignale.

Schritt S1 Einlauf S2 Prüfstation S3 Übergabe Aufgabe
Start 0 0 0 Anlage ist leer
Teil kommt 1 0 0 Erzeuge in der Simulation ein Zählereignis
Teil an Prüfung 0 1 0 Markiere „Prüfung aktiv“
Teil an Übergabe 0 0 1 Markiere „Übergabe belegt“
Diagnose 0 1 0 Kein Teil sichtbar: leite eine optische Fehlerhypothese ab

Steuerungsregel für die Simulation: Ein Zähler darf nur auf eine Zustandsänderung von 0 auf 1 reagieren, nicht in jedem Simulationszyklus erneut zählen.

Diagnoseregel: Bleibt S2 ohne Objekt auf 1, prüfe zuerst Hintergrundreflexion, Ausrichtung und Parametrierung. Eine reale Maschine wird dabei nicht freigegeben oder geschaltet.


Quiz: Teste Dein Wissen

Was kennzeichnet eine Einweg-Lichtschranke? (Sender und Empfänger stehen sich getrennt gegenüber) (!Sender und Reflektor befinden sich im selben Gehäuse) (!Das Objekt muss selbst das Licht zurückwerfen) (!Der Hintergrund übernimmt die Empfängerfunktion)




Welche Komponente gehört typisch zur Reflexions-Lichtschranke? (Ein separater Reflektor) (!Ein Ultraschallwandler) (!Eine Druckmembran) (!Ein induktiver Schwingkreis)




Wodurch erhält ein Reflexionslichttaster sein Rücklicht? (Durch die Reflexion am erkannten Objekt) (!Nur durch einen separaten Reflektor) (!Durch einen zweiten Sender) (!Durch einen mechanischen Endschalter)




Was ist der zentrale Zweck einer Hintergrundausblendung? (Ein Zielobjekt von einem weiter entfernten Hintergrund unterscheiden) (!Die Versorgungsspannung erhöhen) (!Die Fördergeschwindigkeit automatisch verdoppeln) (!Den Sensor mechanisch abschalten)




Was bedeutet im Kurs das logische Signal 1? (Ein Objekt wird erkannt) (!Die reale Leitung führt immer eine bestimmte Spannung) (!Der Sensor ist sicherheitsgerichtet freigegeben) (!Die Maschine darf automatisch gestartet werden)




Warum ist die Objektfarbe bei einer Einweg-Lichtschranke meist weniger kritisch als beim Reflexionslichttaster? (Weil hauptsächlich die Unterbrechung des direkten Lichtwegs ausgewertet wird) (!Weil die Einweg-Lichtschranke ohne Empfänger arbeitet) (!Weil sie grundsätzlich kein Licht verwendet) (!Weil sie nur Metall erkennt)




Welche Ursache passt zu einem Fehlsignal eines einfachen Tasters ohne Objekt? (Ein heller Hintergrund reflektiert genügend Licht) (!Der Lichtweg ist immer vollständig dunkel) (!Der Empfänger wurde durch einen Reflektor ersetzt) (!Das Objekt absorbiert überhaupt kein Licht)




Welches Prinzip ist für einen dunklen Karton vor hellem Hintergrund häufig besonders geeignet? (Ein Taster mit Hintergrundausblendung) (!Ein rein energetischer Taster ohne passende Bereichstrennung) (!Ein mechanischer Schalter außerhalb der Anlage) (!Ein Temperatursensor)




Was muss bei der Interpretation eines realen Sensorausgangs zusätzlich geprüft werden? (Ausgangstyp und Schaltfunktion laut Dokumentation) (!Nur die Farbe des Sensorgehäuses) (!Nur der Name des Herstellers) (!Nur die Länge des Förderbands)




Welche Bedeutung hat ein bestandenes Quiz für reale Elektroarbeiten? (Es ist nur eine Lernkontrolle und keine Arbeitsfreigabe) (!Es ersetzt automatisch eine betriebliche Beauftragung) (!Es erlaubt selbstständige Arbeiten an jeder Anlage) (!Es ersetzt jede Sicherheitsunterweisung)





Memory

Einweg-Lichtschranke Getrennter Sender und Empfänger
Reflexions-Lichtschranke Rückweg über separaten Reflektor
Reflexionslichttaster Objekt selbst reflektiert Licht
Hintergrundausblendung Entfernung trennt Ziel und Hintergrund
Schaltsignal Logische Zustandsmeldung an die Steuerung
Triangulation Abstandserkennung über optische Geometrie





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Direkter Lichtweg Einweg-Lichtschranke
Reflektor als Rückweg Reflexions-Lichtschranke
Objekt als Rückstrahler Reflexionslichttaster
Entfernungsabhängige Trennung Hintergrundausblendung
Objekt erkannt Logischer Zustand 1






Kreuzworträtsel

Reflektor Welche Komponente wirft bei einer Reflexions-Lichtschranke das Licht gezielt zum Sensor zurück?
Triangulation Welches optische Prinzip wird häufig zur Hintergrundausblendung verwendet?
Empfänger Welches Bauteil nimmt das Lichtsignal auf?
Sender Welches Bauteil erzeugt den Lichtstrahl?
Schaltsignal Wie heißt die binäre Zustandsmeldung eines Sensors an eine Steuerung?
Lichttaster Welcher Sensortyp wertet das vom Objekt selbst reflektierte Licht aus?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei der Einweg-Lichtschranke stehen sich Sender und

gegenüber. Bei der Reflexions-Lichtschranke führt der Lichtweg über einen

. Ein Reflexionslichttaster nutzt die Rückstrahlung des

. Ein heller Maschinenteil kann bei einem einfachen Taster als störender

wirken. Die Hintergrundausblendung kann Ziel und Hintergrund anhand ihrer

unterscheiden. Im Kurs bedeutet der logische Zustand eins, dass ein Objekt

wird. Eine Zustandsänderung von null auf eins heißt steigende

. Für reale Anlagen muss die elektrische Ausgangslogik in der technischen

geprüft werden. Ein Quiz dient nur der Lernkontrolle und ersetzt keine betriebliche

.




Offene Aufgaben

Sicher arbeiten: Bearbeite alle Aufgaben in einer Simulation oder an einem freigegebenen, berührungssicheren Schulungsmodell. Reale Elektroarbeiten gehören ausschließlich in den Verantwortungsbereich entsprechend qualifizierter und beauftragter Personen.


Leicht

  1. Lichtweg: Zeichne die Lichtwege von Einweg-Lichtschranke, Reflexions-Lichtschranke und Reflexionslichttaster als drei einfache Skizzen.
  2. Signalverlauf: Erstelle für einen vorbeifahrenden Karton eine 0-1-0-Zeitfolge und markiere steigende und fallende Flanke.
  3. Sensorvergleich: Fotografiere oder skizziere an einem sicheren Schulungsmodell drei Einbausituationen und ordne jeweils ein mögliches optisches Prinzip zu.
  4. Fehlerbild: Formuliere zu „Signal 1 ohne Objekt“ drei mögliche optische Ursachen und ordne sie nach Prüfpriorität.


Standard

  1. Virtuelle Anlage: Baue in einer Simulationsumgebung eine Förderstrecke mit drei binären Sensorsignalen und visualisiere deren Zustände.
  2. Hintergrundausblendung: Entwirf einen Versuch mit dunklem Zielobjekt und hellem Hintergrund und beschreibe, welche Beobachtung für eine funktionierende Hintergrundausblendung spricht.
  3. Diagnoseprotokoll: Erstelle ein kurzes Diagnoseprotokoll für den Fall, dass ein Reflexionslichttaster dunkle Kartons nur unregelmäßig erkennt.
  4. Steuerungslogik: Formuliere für die Simulation eine Zählregel, die nur bei der steigenden Flanke von S1 zählt, und erkläre, warum Dauerzählung falsch wäre.


Schwer

  1. Sensorauswahl: Entwickle für die PackCheck-Anlage zwei alternative Sensorkonzepte und vergleiche Montageaufwand, Oberflächeneinfluss, Hintergrundverhalten und Diagnosemöglichkeiten.
  2. Störsicherheit: Plane eine virtuelle Testreihe mit matten, dunklen und glänzenden Objekten und begründe, welche Messwerte oder Signalbilder Du vergleichen würdest.
  3. Fehleranalyse: Erhalte ein simuliertes Signal, das ohne Objekt sporadisch zwischen 0 und 1 wechselt, und entwickle einen Diagnosebaum vom Lichtweg bis zur Parametrierung.
  4. Transferprojekt: Gestalte ein kurzes Erklärvideo oder eine interaktive Präsentation für Auszubildende, in der Du zeigst, warum dieselbe logische Objektmeldung mit unterschiedlichen optischen Prinzipien erzeugt werden kann.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Anlagenanalyse: Eine Verpackungsanlage erkennt helle Kartons zuverlässig, dunkle jedoch nur selten. Leite aus dem Sensorprinzip zwei plausible Ursachen und eine begründete Verbesserungsstrategie ab.
  2. Konzeptvergleich: Vergleiche Einweg- und Reflexions-Lichtschranke für eine Stelle mit wenig Platz auf einer Maschinenseite. Begründe, welche Randbedingung Deine Entscheidung verändert.
  3. Signaldiagnose: Ein Signal bleibt nach dem Verlassen des Objekts auf 1. Entwickle eine Prüfreihenfolge, die optische Ursachen vor einem Steuerungsdefekt untersucht.
  4. Hintergrundproblem: Erkläre, warum ein heller Hintergrund einen energetischen Taster stören kann und weshalb Hintergrundausblendung anders arbeitet.
  5. Steuerungstransfer: Begründe, warum eine Steuerung für die Zählung eine Flanke statt eines dauerhaft anliegenden 1-Signals auswerten sollte.
  6. Sicherheitsbewertung: Erkläre, warum ein richtig gelöstes Quiz keine Berechtigung für reale Elektroarbeiten oder eine Maschinenfreigabe darstellen kann.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema ist wichtig:

  1. Du kannst die Lichtwege von Einweg-Lichtschranke, Reflexions-Lichtschranke und Reflexionslichttaster korrekt darstellen.
  2. Du kannst erklären, wie Objektoberfläche und Hintergrund eine optische Erkennung beeinflussen.
  3. Du kannst die Funktion einer Hintergrundausblendung fachlich begründen.
  4. Du kannst logische 0/1-Signalverläufe einschließlich Flanken deuten.
  5. Du kannst optische Erkennung und elektrische Ausgangslogik voneinander unterscheiden.
  6. Du kannst für einen konkreten Anlagenfall einen Sensortyp anhand nachvollziehbarer Kriterien auswählen.
  7. Du kannst aus einem fehlerhaften Signalbild eine strukturierte Diagnose ableiten.
  8. Du beachtest, dass reale Elektroarbeiten nur durch entsprechend qualifizierte und beauftragte Personen erfolgen dürfen.




Fachquellen und Medienrechte

Fachlich geprüft, Abruf am 07.10.2026:

  1. Wikipedia: Lichtschranke – Grundprinzip, Einweg-, Reflexions- und Reflexionslichttaster.
  2. Wikipedia: Optischer Näherungsschalter – Funktionsweisen optischer Näherungssensoren.
  3. Wikipedia: Hintergrundausblendung – Prinzip der entfernungsabhängigen Trennung von Ziel und Hintergrund.
  4. Pepperl+Fuchs: Optoelektronische Sensoren – industrielle Sensorprinzipien und Anwendungen.
  5. Pepperl+Fuchs: Construction and principles of operation of photoelectric sensors – Funktionsprinzipien, diffuse Sensoren und Hintergrundausblendung.
  6. Balluff: Diffuse sensors – Einfluss von Oberfläche sowie Sensoren mit Hintergrundausblendung.

Verwendete Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Photoelectric sensor.jpg – Autor: Honmingjun, Lizenz: CC BY-SA 3.0.
  2. Sensor obstacle de.svg – Ausgangsgrafik: Kimbar, Übersetzung: MatthiasDD, Lizenz: CC BY-SA 3.0.
  3. Sensor.jpg – Autor: Roel Sleven, vom Urheber als Public Domain freigegeben.
  4. Reflective sensor principle.png – Autor: Thernoult, Lizenz: CC BY 4.0.
  5. Hintergrundausblendung.png – Autor: Freitagvormittag, Lizenz: CC BY-SA 3.0.

YouTube-Medien:

  1. Photoelectric Sensors Basic Training – Pepperl+Fuchs USA. Einbettung über YouTube; Rechte verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber. Im Kurs wird keine freie OER-Lizenz für das Video behauptet.
  2. Background Suppression of SureSense Photoelectric Sensors from SICK – SICK North America. Einbettung über YouTube; Rechte verbleiben beim jeweiligen Rechteinhaber. Im Kurs wird keine freie OER-Lizenz für das Video behauptet.


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