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Pneumatik und Drucklufttechnik – Geschwindigkeit pneumatischer Bewegungen beeinflussen

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Pneumatik und Drucklufttechnik – Geschwindigkeit pneumatischer Bewegungen beeinflussen

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Pneumatik und Drucklufttechnik – Geschwindigkeit pneumatischer Bewegungen beeinflussen


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, wie sich die Geschwindigkeit pneumatischer Bewegungen über den Volumenstrom beeinflussen lässt. Im Mittelpunkt stehen Drosselung, Drosselrückschlagventile, Abluft- und Zuluftdrosselung sowie eine systematische und sichere Fehlerdiagnose.

Zielgruppe: Ausbildung in Mechatronik, Industriemechanik, Elektronik für Automatisierungstechnik und verwandten technischen Berufen.

Kurzbeschreibung: Du untersuchst den Zusammenhang von Drosselung, Volumenstrom und Zylindergeschwindigkeit. Du arbeitest zuerst mit Funktionsanimationen, Schaltbildern und einer Simulation. Reale Arbeiten an druckbeaufschlagten Anlagen gehören nicht zu diesem Kursversuch.

Sicherheitsgrundsatz: Gespeicherte Druckenergie, Bewegungsenergie und mögliche Lageenergie von Lasten können auch nach dem Abschalten gefährlich bleiben. Reale Druckarbeiten, Prüfungen und Einstellungen dürfen nur nach betrieblicher Freigabe, Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung und unter fachlicher Aufsicht durchgeführt werden. Für diesen Kurs nutzt Du eine Simulation oder ein druckloses Modell.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du:

  1. Volumenstrom und Druck in ihrer Wirkung unterscheiden.
  2. ein Drosselrückschlagventil im Schaltbild erkennen.
  3. Abluft- und Zuluftdrosselung vergleichen.
  4. aus Weg und Zeit eine mittlere Zylindergeschwindigkeit bestimmen.
  5. typische Fehlerbilder in einer Simulation systematisch eingrenzen.
  6. Gefährdungen durch gespeicherte Druck-, Bewegungs- und Lageenergie benennen.
  7. begründen, warum reale Arbeiten unter Druck nur fachlich freigegeben und beaufsichtigt erfolgen dürfen.


Lerneinheit 1: Bewegung sehen, Schaltzeichen erkennen

Ein pneumatischer Zylinder wandelt Druckluftenergie in eine lineare Bewegung um. Bei einem doppeltwirkenden Zylinder werden beide Zylinderkammern abwechselnd be- und entlüftet.

Das Schaltzeichen zeigt nicht die Bauform, sondern die Funktion.

Merksatz: Druck stellt die mögliche Kraft bereit. Der Volumenstrom beeinflusst wesentlich, wie schnell sich die Zylinderkammer füllt oder entleert.


Mini-Aufgabe

Ein Zylinder bewegt sich zu schnell, obwohl die benötigte Kraft grundsätzlich passt. Welche Größe solltest Du in einer Simulation zuerst gezielt beeinflussen: Druck oder Volumenstrom?

Begründetes Feedback: Prüfe zuerst den Volumenstrom. Eine Druckänderung verändert vor allem die verfügbare Kraft und kann die gesamte Funktion beeinflussen. Zur Geschwindigkeitsanpassung werden Stromventile eingesetzt.


Lerneinheit 2: Drosselung und Volumenstrom

Eine Drossel verkleinert den wirksamen Strömungsquerschnitt. Dadurch wird der Luftstrom begrenzt.

Ein Drosselrückschlagventil verbindet zwei Funktionen:

  1. In einer Richtung wird der Durchfluss gedrosselt.
  2. In der Gegenrichtung kann die Luft über das Rückschlagventil weitgehend frei strömen.

Für eine vereinfachte Betrachtung gilt:

v ≈ Q / A

Dabei ist v die Kolbengeschwindigkeit, Q der Volumenstrom an der betrachteten Zylinderkammer und A die wirksame Kolbenfläche.

Wichtig: Ein in Normlitern pro Minute angegebener Normalvolumenstrom darf wegen der Kompressibilität der Luft nicht unkritisch direkt durch die Kolbenfläche geteilt werden. Für reale Auslegung und Messung müssen Bezugszustand, Druck, Leitungen, Ventilkennwerte, Last und Dämpfung berücksichtigt werden.


Ausfahren und Einfahren

Beim Ausfahren wirkt auf der Kolbenseite die volle Kolbenfläche. Beim Einfahren wirkt wegen der Kolbenstange eine kleinere Ringfläche. Deshalb können Hin- und Rückhub bei gleichem Volumenstrom unterschiedliche Geschwindigkeiten haben.


Lerneinheit 3: Abluftdrosselung und Zuluftdrosselung

Bei der Abluftdrosselung wird die aus der jeweils entlüfteten Zylinderkammer austretende Luft gedrosselt. Der dadurch entstehende Gegendruck kann die Bewegung vieler doppeltwirkender Zylinder ruhiger und besser einstellbar machen.

Bei der Zuluftdrosselung wird die einströmende Luft begrenzt. Je nach Last und Reibung kann dadurch ein ungünstigeres Bewegungsverhalten mit stärkerem Beschleunigen oder Ruckeln entstehen. Die geeignete Schaltung hängt von der konkreten Anwendung ab.

Praxisregel für die Ausbildung: Bevorzugte Lösungen werden aus Schaltplan, Herstellerangaben und Gefährdungsbeurteilung abgeleitet. „Abluftdrosselung ist häufig günstig“ ersetzt keine fachliche Auslegung.


5/2-Wegeventil im Zusammenhang

Ein doppeltwirkender Zylinder wird häufig über ein 5/2-Wegeventil angesteuert. Das Wegeventil legt die Strömungswege fest; die Drosselrückschlagventile beeinflussen den Durchfluss und damit die Bewegungsgeschwindigkeit.


Lerneinheit 4: Ausbildungsfall Verpackungsschieber

Auftrag: Ein pneumatischer Schieber transportiert ein Werkstück in einer Verpackungsstation. Der Hub beträgt 200 mm. In der Simulation soll der Zylinder in ungefähr 1,0 s ausfahren und in ungefähr 0,6 s einfahren. Aktuell fährt er ruckartig aus und schlägt zu hart in die Endlage.

Beobachtung Ziel
Ausfahren 200 mm in etwa 1,0 s
Einfahren 200 mm in etwa 0,6 s
Bewegungsqualität gleichmäßig, ohne unnötigen Endanschlag
Lernumgebung Simulation oder druckloses Modell

Die mittlere Zielgeschwindigkeit beträgt beim Ausfahren ungefähr 0,20 m/s und beim Einfahren ungefähr 0,33 m/s.


Arbeitsauftrag in der Simulation

Nutze eine geeignete Pneumatik-Simulation, zum Beispiel FluidSIM, oder ein vollständig druckloses Funktionsmodell.

  1. Baue einen doppeltwirkenden Zylinder mit Wegeventil und zwei Drosselrückschlagventilen auf.
  2. Stelle die Drosselrichtung so ein, dass Du zunächst eine Abluftdrosselung untersuchst.
  3. Messe für Hin- und Rückhub jeweils Weg und Zeit.
  4. Verändere die Drosselöffnung nur in der Simulation und dokumentiere die Wirkung.
  5. Vergleiche eine zu große, passende und zu kleine Drosselöffnung.
  6. Wiederhole den Versuch als Zuluftdrosselung und vergleiche das Bewegungsverhalten.
  7. Begründe anschließend, welche Variante für den Ausbildungsfall besser passt.


Gestufte Hilfen

Hilfe 1 – Beobachtung: Frage zuerst: Welcher Zylinderraum wird gerade entlüftet?

Hilfe 2 – Schaltbild: Bei der Abluftdrosselung muss die aus dem Zylinder austretende Luft durch die Drosselstelle fließen können, während die Zuluft in Gegenrichtung über die Rückschlagfunktion möglichst frei einströmt.

Hilfe 3 – Messung: Berechne die mittlere Geschwindigkeit mit v = s / t.

Hilfe 4 – Diagnose: Verändert sich nur eine Bewegungsrichtung, suche zuerst im zugehörigen Zu- oder Abluftpfad dieser Richtung.

Hilfe 5 – Sicherheit: Eine reale Verschraubung oder Schlauchverbindung wird niemals als Diagnosemethode unter Druck gelöst. Praktische Prüfungen erfolgen ausschließlich nach betrieblicher Freigabe und unter fachlicher Aufsicht.


Lerneinheit 5: Sichere Fehlerdiagnose

Eine gute Diagnose folgt einer Reihenfolge: Beobachten – Hypothese bilden – in der Simulation prüfen – Messwerte vergleichen – Ursache begründen.

Fehlerbild in der Simulation Sinnvolle Hypothese Sichere Prüfung
Zylinder zu schnell in beiden Richtungen Drosselwirkung zu gering oder umgangen Ventilorientierung und Drosselstellung virtuell prüfen
Nur eine Richtung zu langsam Engstelle im zugehörigen Strömungsweg virtuelle Drossel, Leitung und Abluftpfad vergleichen
Bewegung ruckelt ungünstige Drosselart, Reibung, Last- oder Versorgungsproblem Parameter einzeln variieren und Wirkung dokumentieren
Rückhub wird zunehmend langsamer zusätzliche Abluftbegrenzung, zum Beispiel ein zugesetzter Schalldämpfer simulierten Abluftwiderstand verändern
Zylinder bewegt sich nicht kein wirksamer Druckunterschied, falsche Ventilstellung oder vollständig blockierter Strömungsweg Schaltzustände und virtuelle Messwerte prüfen

FluidSIM beschreibt ausdrücklich virtuelle Messgeräte und Fehlermodelle zur Diagnose. Dadurch kann eine Störung untersucht werden, ohne eine reale Anlage unter Druck zu verändern.


Diagnose-Simulation: Verdeckter Fehler

Die Lehrkraft legt in der Simulation genau einen Fehler fest:

  1. Drosselrückschlagventil falsch orientiert.
  2. Drosselöffnung zu klein.
  3. Abluftwiderstand erhöht.
  4. Versorgungsdruck im Modell zu niedrig.
  5. Leitungsquerschnitt im Modell stark reduziert.

Du darfst zunächst nur beobachten. Danach formulierst Du eine Hypothese, wählst eine virtuelle Messstelle und begründest die nächste Prüfung.

Begründetes Feedback: Eine gute Diagnose verändert nicht mehrere Größen gleichzeitig. Wenn Du genau eine Hypothese prüfst, kannst Du Ursache und Wirkung zuordnen. Unsystematisches „Herumstellen“ verschleiert den Fehler.


Lerneinheit 6: Gespeicherte Energie

Druckluft ist kompressibel. In Leitungen, Zylinderkammern, Speichern und zwischen sperrenden Ventilen kann deshalb gespeicherte Druckenergie vorhanden sein. Ein abgeschalteter Kompressor bedeutet nicht automatisch, dass alle Teile drucklos sind.

Zusätzlich können Gefährdungen aus Bewegungsenergie entstehen: Eine bewegte Masse kann weiterlaufen. Eine angehobene Last kann außerdem Lageenergie besitzen und sich nach einer Druckänderung unerwartet bewegen.

Sicherheitskette für das Verständnis: Energiequellen erkennen → gegen Wiedereinschalten sichern → gespeicherte Energie nach freigegebenem Verfahren beherrschen → gefahrlosen Zustand verifizieren → erst dann reale Arbeiten beginnen.

Dieser Kurs ersetzt keine betriebliche Arbeitsfreigabe. Konkrete reale Druckarbeiten und Prüfungen werden nur von dafür qualifizierten Personen nach den betrieblichen Regeln und unter erforderlicher Aufsicht durchgeführt.


Sicheres Modell statt Druckversuch

Nutze für die Lernaufgabe eine Simulation oder ein mechanisches, druckloses Kolbenmodell. Zeige daran:

  1. welche Kammer beim Ausfahren größer wird.
  2. welche Kammer beim Ausfahren entlüftet.
  3. wo eine Drosselstelle den Volumenstrom begrenzen würde.
  4. welche Bewegungsrichtung bei einer falschen Ventilorientierung betroffen wäre.
  5. an welchen Stellen in einer realen Anlage Restdruck eingeschlossen sein könnte, ohne ihn real zu erzeugen.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgabe

Aufgabe: Ein Zylinder soll langsamer werden, die erforderliche Kraft reicht aus. Entscheide, ob Du in der Simulation zuerst den Druck oder den Volumenstrom veränderst.

Feedback: Der Volumenstrom ist die passende erste Stellgröße. Der Druck beeinflusst primär die verfügbare Kraft. Das ist der Grund, warum Stromventile zur Geschwindigkeitsbeeinflussung eingesetzt werden.


Anwendungsaufgabe

Aufgabe: Der Zylinder fährt normal aus, aber sehr langsam ein. Nenne zwei mögliche Ursachen und eine sichere Prüfreihenfolge in der Simulation.

Feedback: Sinnvoll sind Ursachen im Strömungsweg des Rückhubs, etwa eine zu stark geschlossene Drossel oder ein erhöhter Abluftwiderstand. Prüfe zuerst Schaltzustand und Ventilorientierung, dann die Drosselstellung und danach weitere Widerstände. So bleibt die Diagnose eindeutig.


Transferaufgabe

Aufgabe: Nach einem Umbau schwankt die Zylindergeschwindigkeit mit der Last. Entwickle eine Diagnose, die Drosselart, Druckversorgung, Leitungsquerschnitt, Last und Reibung berücksichtigt. Begründe, warum Du jeweils nur eine Größe veränderst.

Feedback: Eine belastbare Diagnose trennt Einflussgrößen. Wird nur eine Größe verändert, lässt sich eine beobachtete Wirkung dieser Änderung zuordnen. Bei schwankender Last ist besonders zu prüfen, ob die gewählte Drosselstrategie eine stabile Bewegung unterstützt und ob Versorgung sowie Strömungswege ausreichend dimensioniert sind.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Welche Größe beeinflusst die Geschwindigkeit eines pneumatischen Zylinders besonders direkt? (Volumenstrom) (!Farbe des Schlauchs) (!Gewindeform der Befestigung) (!Gehäusefarbe des Ventils)




Was wird bei einer Abluftdrosselung begrenzt? (Die aus dem Zylinder austretende Luft) (!Die elektrische Versorgung) (!Die Kolbenstange) (!Die Umgebungstemperatur)




Welche Funktion besitzt ein Drosselrückschlagventil? (Es drosselt in einer Richtung und lässt in Gegenrichtung weitgehend frei) (!Es sperrt dauerhaft in beiden Richtungen) (!Es misst nur den Druck) (!Es ersetzt immer das Wegeventil)




Welche Größe beeinflusst bei einem pneumatischen Zylinder besonders die verfügbare Kraft? (Druck) (!Schlauchfarbe) (!Beschriftungsgröße) (!Ventilposition im Schaltplan)




Wie wird die mittlere Geschwindigkeit aus Weg und Zeit bestimmt? (Weg geteilt durch Zeit) (!Zeit geteilt durch Weg) (!Druck mal Zeit) (!Volumenstrom plus Weg)




Warum darf ein Normalvolumenstrom nicht unkritisch direkt durch die Kolbenfläche geteilt werden? (Weil der Bezugszustand und die Kompressibilität der Luft berücksichtigt werden müssen) (!Weil Luft keine Masse besitzt) (!Weil Zylinder immer gleich schnell fahren) (!Weil Druckluft inkompressibel ist)




Welche Aussage zu gespeicherter Druckenergie ist richtig? (Restdruck kann auch nach dem Abschalten vorhanden sein) (!Nach dem Abschalten ist jede Anlage automatisch drucklos) (!Restdruck ist nur bei Hydraulik möglich) (!Gespeicherte Druckenergie kann keine Bewegung auslösen)




Welche Ursache passt zu einem zunehmend langsameren Rückhub in einer Simulation? (Ein erhöhter Widerstand im Abluftweg) (!Ein größeres Typenschild) (!Eine andere Gehäusefarbe) (!Eine längere Maschinenbezeichnung)




Wie wird eine Fehlersuche in diesem Kurs sicher durchgeführt? (In einer Simulation oder an einem drucklosen Modell) (!Durch Lösen einer Verschraubung unter Druck) (!Durch Greifen in den Bewegungsbereich) (!Durch Überbrücken von Schutzeinrichtungen)




Warum können Ausfahr- und Einfahrgeschwindigkeit bei gleichem Volumenstrom verschieden sein? (Weil Kolbenfläche und Ringfläche verschieden groß sind) (!Weil Druckluft nur beim Ausfahren wirkt) (!Weil das Wegeventil keine Anschlüsse besitzt) (!Weil ein Zylinder beim Einfahren keine Luft benötigt)





Memory

Volumenstrom Bewegungsgeschwindigkeit
Abluftdrosselung Rückstrombegrenzung
Drosselrückschlagventil Freier Gegenstrom
Druck Zylinderkraft
Ringfläche Rückhub
Restenergie Unerwartete Bewegung
Simulation Gefahrloses Testen





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Volumenstrom Geschwindigkeit
Druck Kraft
Abluftdrosselung Stabilere Bewegung
Zuluftdrosselung Selektiver Einsatz
Gespeicherte Druckenergie Gefährdung nach Abschalten
Drucklose Simulation Sicheres Erproben




...


Kreuzworträtsel

Drossel Welches Bauteil begrenzt einen Strömungsquerschnitt?
Zylinder Welcher Aktor erzeugt hier die lineare Bewegung?
Volumenstrom Welche Strömungsgröße beeinflusst die Bewegungsgeschwindigkeit wesentlich?
Abluft Welche Luft wird bei Meter-Out gedrosselt?
Manometer Welches Messgerät zeigt den Druck an?
Simulation In welcher sicheren Lernumgebung werden Fehler ohne reale Druckarbeit untersucht?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Die Geschwindigkeit eines pneumatischen Zylinders wird wesentlich durch den

beeinflusst.
Ein Drosselrückschlagventil begrenzt die Strömung in einer Richtung und nutzt in Gegenrichtung ein

.
Bei der häufig eingesetzten Meter-Out-Schaltung wird die

gedrosselt.
Der Druck beeinflusst besonders die verfügbare

.
Die mittlere Geschwindigkeit ergibt sich aus Weg geteilt durch

.
Bei einem doppeltwirkenden Zylinder ist die wirksame Fläche beim Einfahren die

.
Nach dem Abschalten kann in eingeschlossenen Bereichen noch

vorhanden sein.
Eine sichere Fehlersuche kann zunächst in einer

erfolgen.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Volumenstrom beobachten: Erstelle drei Screenshots einer Simulation mit kleiner, mittlerer und großer Drosselöffnung und beschreibe die Geschwindigkeitsänderung in je einem Satz.
  2. Schaltzeichen erklären: Zeichne Zylinder, Wegeventil und Drosselrückschlagventil ab und beschrifte ihre Funktionen.
  3. Fehlerbild sortieren: Ordne fünf vorgegebene Fehlerbilder den Bereichen Zuluft, Abluft, Wegeventil, Versorgung oder Mechanik zu.
  4. Sicherheitskarte erstellen: Gestalte eine Karte mit den Begriffen Druckenergie, Bewegungsenergie, Lageenergie und Freigabe.


Standard

  1. Abluftdrosselung simulieren: Baue den Ausbildungsfall virtuell auf und passe Hin- und Rückhub an die Zielzeiten an.
  2. Zeit-Weg-Diagramm: Miss mindestens fünf Zeitpunkte einer simulierten Bewegung und stelle Weg über Zeit grafisch dar.
  3. Fehlerdiagnose: Lass Dir von einer anderen Person einen unbekannten Simulationsfehler einbauen und dokumentiere Hypothese, Prüfung und Ergebnis.
  4. Drosselvergleich: Vergleiche Abluft- und Zuluftdrosselung unter mindestens zwei virtuellen Lastbedingungen.


Schwer

  1. Ausbildungsfall optimieren: Entwickle für den Verpackungsschieber eine Lösung, die Taktzeit, Endlagenbelastung und Diagnosefreundlichkeit berücksichtigt.
  2. Energiegefährdung beurteilen: Erstelle eine Gefährdungsübersicht für Druckenergie, Bewegungsenergie und mögliche Lageenergie eines vertikal arbeitenden Zylinders, ohne einen realen Druckversuch durchzuführen.
  3. Diagnosestrategie entwickeln: Entwirf einen Entscheidungsbaum für den Fehler „Zylinder zu langsam“ mit mindestens fünf überprüfbaren Hypothesen.
  4. Unterweisung gestalten: Produziere ein kurzes Erklärvideo oder eine Bildfolge zur sicheren Geschwindigkeitsdiagnose ausschließlich anhand von Simulation oder drucklosem Modell.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Zusammenhang Volumenstrom und Bewegung: Ein Zylinder erfüllt die Kraftanforderung, ist aber zu schnell. Begründe eine geeignete Änderung und nenne eine ungeeignete Änderung mit Begründung.
  2. Abluftpfad analysieren: In einer Simulation fährt ein Zylinder nur in einer Richtung langsam. Entwickle aus dem Schaltplan eine Prüfreihenfolge und begründe die Reihenfolge.
  3. Flächenwirkung übertragen: Zwei Zylinderkammern haben unterschiedliche wirksame Flächen. Erkläre, weshalb bei gleichem Kammer-Volumenstrom unterschiedliche Geschwindigkeiten möglich sind.
  4. Fehlerhypothesen bewerten: Vergleiche die Hypothesen „Drossel falsch orientiert“ und „Versorgungsdruck zu niedrig“. Nenne Beobachtungen, mit denen Du sie in der Simulation unterscheiden kannst.
  5. Sicherheitskonzept: Begründe, warum „Kompressor aus“ kein ausreichender Nachweis für einen energiefreien Zustand ist.
  6. Transfer auf neue Anlage: Eine vertikale pneumatische Achse trägt eine Last. Entwickle ein Lern- und Prüfkonzept, das Druckenergie, Bewegungsenergie und Lageenergie berücksichtigt und reale Druckarbeiten auf fachlich freigegebene, beaufsichtigte Tätigkeiten begrenzt.




Lernnachweis

Für einen Lernnachweis solltest Du zeigen, dass Du:

  1. den Unterschied zwischen Druck und Volumenstrom fachlich erklären kannst.
  2. Drossel- und Drosselrückschlagventile im Schaltbild erkennst.
  3. Abluft- und Zuluftdrosselung funktional vergleichen kannst.
  4. Weg, Zeit und mittlere Geschwindigkeit sinnvoll auswertest.
  5. Fehler systematisch über Hypothese, virtuelle Messung und Auswertung eingrenzt.
  6. Normalvolumenstrom und Kammer-Volumenstrom nicht unkritisch gleichsetzt.
  7. gespeicherte Druckenergie, Bewegungsenergie und Lageenergie als Gefährdungen berücksichtigst.
  8. reale Druckarbeiten ausschließlich im Rahmen fachlicher Freigabe und Aufsicht einordnest.




Fachliche Quellen und Medienrechte

Fachquellen, geprüft für diesen Kurs, Stand Oktober 2026:

  1. ISO 4414:2010 – Pneumatic fluid power — General rules and safety requirements for systems and their components: Die ISO führt die Ausgabe 2010 weiterhin als aktuelle Ausgabe; sie behandelt allgemeine Regeln und Sicherheitsanforderungen für pneumatische Systeme.
  2. DIN EN ISO 4414 bei DIN Media: Deutsche Normfassung und Einordnung der sicherheitstechnischen Anforderungen.
  3. Festo – Einsatzmöglichkeiten Drossel-Rückschlagventile: Funktion von Drosselrückschlagventilen sowie Zu- und Abluftdrosselung.
  4. Festo – FluidSIM: Schaltplanerstellung, Simulation, virtuelle Messgeräte und Fehlermodelle.
  5. SMC – Flow Control Equipment: Industrielle Einordnung von Stromregelung, Speed Controllern und Restdruck-Themen.

Verwendete freie Wikimedia-Commons-Medien:

  1. Pneumatic cylinder (animation).gif – Urheber Kamarton, CC BY 3.0 und GFDL.
  2. Symbol Flow control valve.svg – Urheber MovGP0, CC BY 3.0.
  3. Symbol Retract resistor check valve.svg – einfache Geometrie, Public Domain nach Commons-Angabe.
  4. Double acting cylinder (symbol,ISO1219).svg – Urheber Marton Kiss-Albert, CC BY 3.0 und GFDL.
  5. 5 2 solenoid valve example.svg – Urheber Qscgy256, CC BY-SA 4.0.
  6. Retract resistor check valve application.png – Public Domain nach Commons-Angabe.
  7. Pneumatic cylinder 2172.jpg – Urheber Mixabest, CC BY-SA 3.0.
  8. Coupe verin double effet exercice.svg – Urheber Cdang, CC BY-SA 3.0.

YouTube-Medium: Das eingebettete Video „Pneumatics: Basics | FESTO FluidSIM Part 1“ ist unter https://www.youtube.com/watch?v=ajLRtRs92lY erreichbar. Es wird als externes YouTube-Video eingebettet und nicht als frei lizenzierte Datei in den aiMOOC übernommen. Für Vorführung, Datenschutz und Plattformnutzung gelten die jeweiligen schulischen und betrieblichen Vorgaben.


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