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Mechanische Antriebe und Getriebe – Antriebe ausrichten und prüfen

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Mechanische Antriebe und Getriebe – Antriebe ausrichten und prüfen

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Mechanische Antriebe und Getriebe – Antriebe ausrichten und prüfen


Einleitung

In diesem aiMOOC lernst Du, mechanische Antriebe in einer Ausbildungssituation systematisch zu prüfen: Wellen fluchten, Riemenspannung bewerten, Herstellerverfahren lesen und Messergebnisse begründet einordnen. Im Mittelpunkt stehen kurze Lerneinheiten, Funktionsmedien und sichere Diagnose-Simulationen.

Sicherheitsrahmen: Dieser Kurs ersetzt keine Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Herstelleranleitung oder Arbeitsfreigabe. Praktische Werkstattarbeiten dürfen nur nach betrieblicher Unterweisung, dokumentierter Gefährdungsbeurteilung und unter zuständiger Aufsicht erfolgen. Vor Eingriffen sind die betrieblich festgelegten Verfahren zum sicheren Stillsetzen, Sichern gegen Wiedereinschalten und Beherrschen gespeicherter bzw. anderer Restenergien einzuhalten. Der Kurs erteilt keine Arbeitsfreigabe.


Lernziele

Nach dem Kurs kannst Du Antriebssysteme lesen, Fluchtfehler unterscheiden, Riemenspannung nicht nach Gefühl, sondern nach Herstellerverfahren bewerten, Messdaten mit Toleranzen vergleichen und eine Diagnose so begründen, dass Beobachtung, Messung und Ursache nicht verwechselt werden.


Ausbildungsfall: Förderanlage F-17

Eine Trainingsanlage besteht aus Motor, elastischer Kupplung, Getriebe und Keilriementrieb. Nach Motorwechsel und Riemenservice werden erhöhte Schwingungen und Riemenabrieb gemeldet. Du sollst nicht reparieren, sondern einen sicheren Prüf- und Diagnoseplan erstellen.

Motor → Kupplung → Getriebe → Riemenantrieb → Förderer

Auftragsziel: Herstellerunterlagen finden → Gefährdungen klären → Sicht- und Zustandsprüfung planen → Fluchtung und Riemenspannung nach freigegebenem Verfahren bewerten → Ergebnis dokumentieren.


Kurze Lerneinheiten


Lerneinheit 1: Kraftfluss und Getriebefunktion

Ein Getriebe überträgt Bewegung und Drehmoment. Übersetzungen verändern Drehzahl und Drehmoment; Lager, Wellen, Kupplungen und Riemen bilden gemeinsam den Kraftfluss. Ein Fehler an einer Stelle kann deshalb Symptome an einer anderen Stelle erzeugen.

Beobachte die Animation: Drehrichtung und Drehzahl ändern sich von Stufe zu Stufe. Das hilft Dir später, Symptome nicht vorschnell einem einzelnen Bauteil zuzuschreiben.


Lerneinheit 2: Fluchtung verstehen

Bei gekoppelten Wellen sind vor allem Parallelversatz und Winkelversatz relevant. Beide können gleichzeitig auftreten. Gute Fluchtung bedeutet nicht „sieht gerade aus“, sondern: Die gemessene Lage liegt innerhalb der für Maschine, Kupplung und Betriebszustand zulässigen Toleranz.

Merksatz: Toleranzwerte werden nicht geraten. Maßgeblich sind Herstellerunterlagen, das eingesetzte Messsystem und die betriebliche Vorgabe.

Medienhinweis: Das Video stammt vom offiziellen SKF-Group-Kanal und zeigt ein Laser-Ausrichtsystem einschließlich Kippfußprüfung und Messablauf. Es dient hier der Verfahrensbeobachtung, nicht als Arbeitsfreigabe.


Lerneinheit 3: Kippfuß und Randbedingungen

Ein Kippfuß beziehungsweise Soft Foot liegt vor, wenn ein Maschinenfuß nicht spannungsfrei und plan auf seiner Auflage sitzt. Wird eine verzogene oder schlecht aufliegende Maschine einfach „in Flucht gezogen“, kann die Ausrichtung instabil bleiben.

Vor der eigentlichen Korrektur denken: Fundament und Auflage, Befestigung, Kupplungszustand, mögliche äußere Kräfte, Messaufbau sowie vom Hersteller angegebene thermische Verlagerungen gehören zur Plausibilitätsprüfung.

Medienhinweis: Das Video stammt vom offiziellen PRUFTECHNIK-Group-Kanal und erklärt Laser-Wellenausrichtung. Hersteller- oder anlagenspezifische Vorgaben haben Vorrang.


Lerneinheit 4: Riemen, Scheiben und Spannung

Riemenspannung beeinflusst Schlupf, Lagerbelastung und Lebensdauer. Zu wenig Spannung kann Schlupf begünstigen; zu viel Spannung kann Lager und Wellen zusätzlich belasten. Deshalb gilt: nicht „per Daumendruck“ freigeben, sondern das vom Riemen- bzw. Anlagenhersteller vorgegebene Messverfahren anwenden.

Zwei verbreitete Herstellerprinzipien sind die Kraft-Durchbiegungs-Methode und die Frequenzmessung eines Riemenfeldes. Welche Eingaben, Sollbereiche und Nachspannregeln gelten, kommt aus der konkreten Herstellerdokumentation.

Wichtig: Manche Herstellerverfahren verlangen ein Setzen bzw. erneutes Prüfen des Riemens. Solche Schritte werden nur unter den betrieblich festgelegten sicheren Bedingungen und unter Aufsicht durchgeführt.


Lerneinheit 5: Herstellerverfahren lesen

Ein belastbarer Prüfplan trennt Verfahrensschritte von Sollwerten. Verfahrensschritte können ähnlich sein, die Grenzwerte aber unterscheiden sich nach Maschine, Kupplung, Riemen, Drehzahl, Last und Messsystem.

Prüffrage Was Du in der Herstellerunterlage suchst
Welche Maschine? Typ, Baugröße, Einbaulage, Betriebszustand
Welche Messmethode? Messgerät, Messposition, Eingaben, Kalibrier- oder Selbsttesthinweise
Welche Grenzwerte? Fluchttoleranz, Riemenspannungsbereich, zulässige Betriebsbedingungen
Welche Reihenfolge? Vorprüfung, Messung, Korrektur, Kontrollmessung, Dokumentation
Welche Besonderheiten? Kippfuß, thermisches Wachstum, automatische Spannsysteme, Nachspannvorgaben

Praxisregel im Kurs: Wenn Herstellerangabe und Lernbeispiel nicht zusammenpassen, gilt die freigegebene Hersteller- und Betriebsdokumentation.


Lerneinheit 6: Prüfen, begründen, dokumentieren

Ein gutes Prüfprotokoll enthält Anlagenbezug, verwendetes Verfahren, Sollquelle, Istwerte, Bewertung, Auffälligkeiten und die Entscheidung, ob eine fachlich zuständige Person weitere Maßnahmen veranlasst. Eine Messung ohne Bezug auf eine Toleranz ist noch keine Freigabe.

Kurzschema: Beobachtung → Messung → Vergleich mit Sollquelle → mögliche Ursache → Gegenprüfung → dokumentierte Bewertung.


Gestufte Hilfen zum Ausbildungsfall


Hilfe 1: Beobachtung von Ursache trennen

Frage zuerst: Was wurde tatsächlich beobachtet oder gemessen? „Riemenabrieb“ ist eine Beobachtung; „zu hohe Spannung“ wäre bereits eine Ursache und muss erst geprüft werden.


Hilfe 2: Sollquelle suchen

Ordne jedem Messwert eine Quelle zu: Maschinenhersteller, Kupplungshersteller, Riemenhersteller oder Messgerätehersteller. Ohne passende Sollquelle keine belastbare Bewertung.


Hilfe 3: Diagnose-Reihenfolge bilden

Sicherheitszustand und Arbeitsfreigabe liegen außerhalb dieses Kurses. Für die Lernsimulation gilt anschließend: Randbedingungen prüfen → reproduzierbar messen → Herstellergrenze vergleichen → Ursache eingrenzen → Kontrollmessung und Dokumentation planen.


Sichere Fehlerdiagnose-Simulationen

Alle folgenden Situationen sind reine Bildschirm-Simulationen. Du bedienst keine reale Maschine.


Simulation A: Riemenabrieb nach Service

Befund: Abrieb ist sichtbar; die gemessene Spannung liegt unter dem vom Hersteller angegebenen Bereich. Die Scheibenfluchtung ist noch nicht geprüft.

Entscheidung: Welche Diagnose ist am besten begründet?

A: Sofort maximal nachspannen. B: Riemenspannung nach Herstellerverfahren korrigieren lassen und zusätzlich Scheibenfluchtung sowie Riemenzustand prüfen. C: Abrieb ignorieren. D: Während des Laufs die Schutzhaube öffnen und beobachten.

Feedback anzeigen

B ist fachlich am stärksten. Die Unterspannung ist gemessen, erklärt aber nicht automatisch allein den Abrieb. Die zusätzliche Flucht- und Zustandsprüfung verhindert eine vorschnelle Ein-Ursachen-Diagnose. A überschreitet ohne Sollbezug das Verfahren, C verwirft einen Befund, D ist sicherheitswidrig.


Simulation B: Fluchtung driftet wieder ab

Befund: Nach einer Korrektur zeigt die Kontrollmessung erneut eine deutliche Abweichung. Das Messsystem meldet außerdem einen auffälligen Kippfußwert.

Entscheidung: Welche Prüfung hat jetzt Vorrang?

A: Noch einmal nur die Wellenlage verschieben. B: Kippfuß, Auflage, Befestigung und mögliche äußere Kräfte nach Herstellerverfahren prüfen. C: Messwerte löschen. D: Kupplungstoleranz großzügiger auslegen.

Feedback anzeigen

B ist richtig begründet. Ein instabiler Maschinenstand kann jede nachfolgende Ausrichtung verfälschen oder wieder verändern. Eine reine Wiederholung der Korrektur beseitigt die Randbedingung nicht.


Simulation C: Lagergehäuse auffällig warm

Befund: Nach einem Riemenservice ist die Temperatur im Betriebstrend höher als zuvor. Der Kurs liefert keine Freigabe zum Weiterbetrieb.

Entscheidung: Was ist die fachlich saubere Diagnosehaltung?

A: Überhöhte Riemenspannung ist sicher die Ursache. B: Der Trend ist ein Warnsignal; Riemenspannung, Fluchtung, Lagerzustand und weitere Einflussgrößen müssen nach Betriebsverfahren geprüft werden. C: Wärme ist bei Riemenantrieben immer normal. D: Die Spannung ohne Messung lockern.

Feedback anzeigen

B ist richtig. Ein Temperaturtrend ist ein Befund, keine eindeutige Ursachenfeststellung. Mehrere Fehlerbilder können ähnlich aussehen; deshalb werden Hypothesen durch sichere, freigegebene Prüfungen bestätigt oder verworfen.


Basis-, Anwendungs- und Transferaufgaben


Basisaufgaben

  1. Begriffe zuordnen: Erkläre mit je einem Satz Parallelversatz, Winkelversatz und Kippfuß. Feedback: Gut ist Deine Antwort, wenn sie Lagefehler und Auflagefehler klar trennt; Kippfuß ist kein Synonym für Wellenversatz.
  2. Sollwert erkennen: Markiere in einer Herstelleranleitung alle Stellen mit Toleranzen, Messbedingungen und Wiederholungsmessungen. Feedback: Eine vollständige Lösung zeigt nicht nur Zahlen, sondern auch die Bedingungen, unter denen diese Zahlen gelten.


Anwendungsaufgaben

  1. Prüfplan F-17: Bringe für den Ausbildungsfall die Schritte Herstellerunterlage → Randbedingungen → Messung → Sollvergleich → Dokumentation in eine begründete Reihenfolge. Feedback: Die Reihenfolge ist tragfähig, wenn kein Messwert bewertet wird, bevor seine Sollquelle feststeht.
  2. Messwert bewerten: Ein Ausrichtgerät zeigt „außerhalb Toleranz“, gleichzeitig wird Kippfuß gemeldet. Begründe, warum die Randbedingung vor einer endgültigen Fluchtbewertung geklärt werden muss. Feedback: Entscheidend ist die Messstabilität: Ein unplaner Maschinenstand kann Korrektur und Wiederholbarkeit beeinflussen.


Transferaufgaben

  1. Ursachenbaum: Entwickle für „Riemenabrieb“ mindestens drei mögliche Ursachen und jeweils eine sichere, freigegebene Prüfmöglichkeit. Feedback: Stark ist Dein Baum, wenn nicht jede Ursache dieselbe Prüfung erhält und keine Prüfung einen Betrieb ohne Schutz voraussetzt.
  2. Herstellervergleich: Vergleiche zwei freigegebene Herstellerdokumente zu Riemenspannung oder Wellenausrichtung. Feedback: Eine gute Transferleistung trennt gemeinsame Prinzipien von produktspezifischen Grenzwerten und überträgt keine Zahl ungeprüft auf ein anderes System.


Interaktive Aufgaben


Quiz: Teste Dein Wissen

Was ist die fachlich richtige Grundlage für die Bewertung einer Wellenfluchtung? (Die passende Hersteller- und Betriebsdokumentation mit den vorgesehenen Toleranzen) (!Eine rein optische Einschätzung) (!Ein allgemeiner Wert aus dem Gedächtnis) (!Die lauteste Betriebsgeräuschquelle)




Welche Aussage beschreibt Parallelversatz am besten? (Die Wellenachsen sind parallel, aber seitlich gegeneinander versetzt) (!Die Wellenachsen bilden nur einen Winkel) (!Der Riemen ist zu locker) (!Das Getriebe hat zu wenig Öl)




Was kennzeichnet einen Winkelversatz? (Die Wellenachsen stehen nicht in derselben Richtung) (!Die Riemenscheiben haben immer denselben Durchmesser) (!Ein Maschinenfuß ist automatisch gebrochen) (!Die Drehzahl ist immer zu niedrig)




Warum wird ein Kippfuß vor oder im Zusammenhang mit der Ausrichtung geprüft? (Weil ein instabiler Maschinenstand die Ausrichtung verfälschen oder verändern kann) (!Weil dadurch der Riemen automatisch geschmiert wird) (!Weil damit die Getriebeübersetzung eingestellt wird) (!Weil die Kupplung dadurch größer wird)




Wie sollte Riemenspannung grundsätzlich bewertet werden? (Mit dem für den Antrieb vorgesehenen Herstellerverfahren und Sollbereich) (!Nur mit dem Daumendruck) (!Immer mit maximal möglicher Spannung) (!Nur nach dem Geräusch)




Welche Folge kann zu hohe Riemenspannung begünstigen? (Zusätzliche Belastung von Lagern und Wellen) (!Automatisch bessere Fluchtung) (!Immer niedrigere Lagertemperatur) (!Eine größere Zähnezahl im Getriebe)




Was ist bei einer Diagnose zuerst eine gesicherte Information? (Eine reproduzierbare Beobachtung oder Messung) (!Die vermutete Ursache) (!Die schnellste Reparaturidee) (!Die teuerste Baugruppe)




Welche Aussage zu Herstellerverfahren ist richtig? (Verfahrensschritte und Grenzwerte müssen zum konkreten Produkt und Betriebsfall passen) (!Ein Grenzwert gilt für alle Antriebe gleichermaßen) (!Eine Herstelleranleitung ersetzt die Gefährdungsbeurteilung) (!Ein Lernkurs erteilt automatisch die Arbeitsfreigabe)




Was gehört in ein aussagekräftiges Prüfprotokoll? (Sollquelle, Istwert, Verfahren und Bewertung) (!Nur der Name des Auszubildenden) (!Nur ein Foto ohne Messdaten) (!Nur die vermutete Fehlerursache)




Welche Aussage zur Sicherheit ist korrekt? (Praktische Arbeiten erfolgen nur nach Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und unter zuständiger Aufsicht) (!Eine Lernsimulation ersetzt die betriebliche Freigabe) (!Schutzhauben dürfen zur Diagnose im Lauf geöffnet werden) (!Herstellerwerte machen eine Unterweisung überflüssig)





Memory

Parallelversatz Wellenachsen parallel und seitlich verschoben
Winkelversatz Wellenachsen mit Richtungsabweichung
Kippfuß Maschinenfuß liegt nicht spannungsfrei plan auf
Vorspannung definierte Zugbeanspruchung im Riemen
Sollquelle freigegebene Vorgabe für die Bewertung
Prüfprotokoll dokumentierter Vergleich von Verfahren, Istwert und Ergebnis





Drag and Drop

Ordne die richtigen Begriffe zu. Thema
Riemenabrieb Spannung und Scheibenfluchtung prüfen
Wiederkehrende Fluchtabweichung Kippfuß und Auflagebedingungen prüfen
Erhöhte Lagerbelastung mögliche Übervorspannung berücksichtigen
Laserwert außerhalb Toleranz Herstellergrenze und Messbedingungen vergleichen
Unklare Ursache Beobachtung durch Gegenprüfung absichern




...


Kreuzworträtsel

Fluchtung Wie heißt das Ausrichten von Wellenachsen zueinander?
Kupplung Welches Bauteil verbindet zwei Wellen zur Drehmomentübertragung?
Vorspannung Wie heißt die vorgegebene Zugbeanspruchung eines Riemens?
Kippfuß Wie heißt die instabile Auflage eines Maschinenfußes?
Lasersystem Welches Messsystem wird häufig für präzise Wellenausrichtung eingesetzt?
Hersteller Wessen freigegebene Vorgaben liefern produktspezifische Toleranzen?





LearningApps


Lückentext

Vervollständige den Text.
Bei gekoppelten Wellen können Parallel- und

gemeinsam auftreten.
Ein instabil aufliegender Maschinenfuß wird als

bezeichnet.
Riemenspannung wird mit einem freigegebenen

bewertet.
Eine Messung erhält erst durch den Vergleich mit einer

ihre fachliche Bedeutung.
Zu hohe Riemenspannung kann Lager und

zusätzlich belasten.
Eine Fehlerdiagnose beginnt mit einer gesicherten

statt mit einer vorschnellen Ursache.
Nach einer Korrektur ist eine

wichtig.
Praktische Arbeiten setzen Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und zuständige

voraus.
Der Kurs ersetzt keine betriebliche

.




Offene Aufgaben


Leicht

  1. Antriebskette: Zeichne den Kraftfluss des Ausbildungsfalls F-17 als einfaches Blockbild und markiere drei mögliche Messstellen.
  2. Fluchtfehler: Gestalte zwei Skizzen, die Parallelversatz und Winkelversatz eindeutig unterscheiden.
  3. Riemenantrieb: Erstelle eine Bildkarte mit den Begriffen Riemen, Scheibe, freies Trum und Spannmessung; nutze nur frei lizenzierte oder eigene Medien.
  4. Arbeitssicherheit: Formuliere fünf Stop-Kriterien, bei denen ein Auszubildender nicht eigenständig weiterarbeitet.


Standard

  1. Herstellerdokumentation: Wähle eine reale, freigegebene Herstelleranleitung und extrahiere Messmethode, benötigte Eingaben, Toleranzquelle und Dokumentationsschritte.
  2. Fehlerdiagnose: Erstelle einen Ursachenbaum für erhöhte Schwingungen nach einem Motorwechsel und trenne Beobachtung, Hypothese und Gegenprüfung.
  3. Prüfprotokoll: Entwirf ein einseitiges Formular für Fluchtung und Riemenspannung mit Feldern für Sollquelle, Istwert, Bewertung und Freigabestatus.
  4. Medienanalyse: Vergleiche die beiden eingebetteten Hersteller-Videos danach, welche Vorbereitung, Messschritte und Dokumentationspunkte sichtbar werden.


Schwer

  1. Messstrategie: Entwickle für F-17 eine Diagnose-Reihenfolge, die Kippfuß, Kupplungsfluchtung, Riemenspannung und Scheibenfluchtung logisch miteinander verknüpft, ohne voreilige Reparaturschritte.
  2. Transfer: Übertrage den Prüfgedanken auf eine Pumpe, einen Lüfter oder eine andere gekoppelte Maschine und benenne, welche Randbedingungen zusätzlich relevant werden könnten.
  3. Unterweisung: Entwirf gemeinsam mit einer fachlich zuständigen Person ein Lernstations-Konzept. Reale Werkstattanteile dürfen erst nach betrieblicher Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und Freigabe durch die zuständige Aufsicht stattfinden.
  4. Qualitätssicherung: Bewerte zwei Prüfberichte hinsichtlich Nachvollziehbarkeit, Wiederholbarkeit, Herstellerbezug und klarer Trennung von Messwert und Diagnose.




Text bearbeiten Bild einfügen Video einbetten Interaktive Aufgaben erstellen



Lernkontrolle

  1. Diagnosekette: Begründe für F-17 eine Reihenfolge aus Randbedingungsprüfung, Messung, Sollvergleich, Gegenprüfung und Dokumentation. Zeige, welche Fehlentscheidung bei vertauschter Reihenfolge entstehen könnte.
  2. Fluchtung und Kippfuß: Erkläre anhand eines eigenen Beispiels, warum eine korrekte Laseranzeige nicht dauerhaft stabil sein muss, wenn die Maschinenauflage nicht beherrscht ist.
  3. Riemenspannung und Lager: Analysiere, warum sowohl Unter- als auch Übervorspannung schädliche Folgen haben können und wie Du die beiden Fälle messtechnisch voneinander abgrenzt.
  4. Herstellerverfahren: Vergleiche zwei Herstellerverfahren und begründe, welche Teile des Vorgehens übertragbar sind und welche Werte keinesfalls ohne Prüfung übernommen werden dürfen.
  5. Sicherheitsentscheidung: Entwickle für eine unklare Störung ein Stop-or-Go-Schema, das ausdrücklich keine Arbeitsfreigabe erteilt, sondern festlegt, wann die zuständige Fachperson übernehmen muss.
  6. Dokumentation: Formuliere aus einem mehrdeutigen Befund eine fachlich saubere Berichtsaussage, die Beobachtung, Messwert, Sollbezug und offene Ursache klar trennt.


Lernnachweis

Für einen Lernnachweis zu diesem Thema solltest Du zeigen, dass Du:

  1. ein Antriebssystem als Kraftfluss darstellen kannst,
  2. Parallel- und Winkelversatz sowie Kippfuß fachlich unterscheiden kannst,
  3. Riemenspannung ausschließlich mit passender Sollquelle bewertest,
  4. einen Herstellerprozess in Vorbereitung, Messung, Sollvergleich, Kontrollmessung und Dokumentation zerlegen kannst,
  5. aus Symptomen mehrere Hypothesen ableitest und diese mit sicheren Prüfschritten gegeneinander abgrenzt,
  6. die Grenzen des Kurses benennst: keine Arbeitsfreigabe, keine reale Werkstattarbeit ohne Unterweisung, Gefährdungsbeurteilung und zuständige Aufsicht.




Fachquellen

  1. DGUV Information 209-015 „Instandhaltung an Maschinen und Anlagen“, Ausgabe 2026: Sicherheitsplanung, Durchführung und Nachbereitung von Instandhaltungsarbeiten.
  2. DGUV FBHM-127 „Sichere Störungsbeseitigung an Maschinen und Anlagen“: sichere Vorbereitung, Durchführung, Erprobung und Nachbereitung.
  3. Gates Sonic Tension Meter Manual: Herstellerhinweise zur frequenzbasierten Bestimmung der Riemenspannung.
  4. Gates Industrial Power Transmission Preventive Maintenance Manual: Kraft-Durchbiegungs-Methode, Riemen- und Scheibenprüfung sowie herstellerbezogene Spannwerte.
  5. Fluke/PRUFTECHNIK – Ausrichtung mit sensALIGN S7: Voraussetzungen, Messprinzip, Kippfußprüfung, Toleranzbewertung und Bericht.
  6. Fluke/PRUFTECHNIK – Ursachen von Fehlausrichtung: Einfluss von Temperatur, Vibration und Prozessbedingungen auf Ausrichtzustände.


Medien und Medienrechte

Die folgenden Wikimedia-Commons-Dateien wurden über ihre jeweiligen Dateibeschreibungsseiten geprüft. Bei Nachnutzung gelten die dort angegebenen Lizenzbedingungen und Namensnennungen.

  1. AnimatedGears.gif – Jahobr, CC0 1.0.
  2. Gears animation.gif – OSHA Directorate of Technical Support and Emergency Management, Public Domain in den USA gemäß Dateiseite.
  3. Belt drives profiles.svg – Wittiko, CC BY 4.0.
  4. Keilriemen-V-Belt.png – Borowski, Public Domain.
  5. Belt (PSF).svg – Pearson Scott Foresman, Public Domain.
  6. Coupling (PSF).png – Pearson Scott Foresman, Public Domain.
  7. Laser Centering Device.png – Gegs.ubc, CC BY-SA 4.0.
  8. Pump-Station-Alignment.jpg – Marcequintana, CC BY-SA 4.0.
  9. Engine and Gearbox cutaway-001.jpg – NJR ZA, CC BY-SA 3.0 oder GFDL gemäß Dateiseite.
  10. Alignment (PSF).svg – Public Domain gemäß Dateiseite.

Die eingebetteten YouTube-Videos stammen aus den offiziellen Kanälen von SKF Group und PRUFTECHNIK Group. Die Einbettung erfolgt über den YouTube-Player; daraus folgt keine freie OER-Lizenz des Videoinhalts. Rechte und Nutzungsbedingungen verbleiben bei den jeweiligen Rechteinhabern bzw. der Plattform.


OERs zum Thema

Zusätzlich sinnvoll: Getriebe, Wellenkupplung, Riemengetriebe, Instandhaltung, Arbeitssicherheit, Messtechnik.


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